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Nr. 2U ZWeites Blatt

Vietzener Anzeiger (Gen eral-Anzeiger für Göerheflen) Momag, 9. September (9$

3fu 3 Stadt und Land.

Gießen, den 9. September 1918.

** Amtliche Personal Nachrichten. Der Großherzog chnpfing zum Vortrags den Staatsminister Dr. u. Ewald, derr Kabinettssekvetär Dr. v. Eiff; außerdenr den Generalmajor v. d. A. v. Herff, den Oberst v- Petery, den Major Lmrgershcrusen, den Rittmeister v. Moßner rmd den Türk. Sanitätsmajor Stutzin.

Aus dem Mil it ä r w o chen bl a t t. Befördert: Hill, Aizefeldwebel (I Breslair), iu< beim L. Ers.-Bat. des Jnf.-Rgts. Nr. 88, den Charaktar als erhalten: zum Lt. d. N. d. Inf.: Aizefeldw. Mayer, Llugust Mainz.): zum Lt. d. Ldw.-Jns. 1. Auf­geb : Mzefeldw. Hangen. (I Darmstadt): zu L!s. d. Res. derFrlßart.: die Mzeseldw. Weinert (Mainz,, Karos; (II Frankfurt a .M.), früher im Ers.-Bat. Fußart.-Rgts. 3: zum überzähligen Zenghaupü- mann: Zeugoberlt. Rödling beim Art.-Dep. in Mainz; zum Zeug- Oberlt. d. Ldw. 2.Ausgeb.: der Zeugfeldw. Böhnhardt (Mainz) beim Art.-Dep. in Mainz; zum Feu.erw.Mberlt.: Feuerio.-Lt. Hamurel, im Frieden: Art.-Dep. in Darmstadt.

** Provinzialdirektor Geheim erat Dr. Usin­gen ist auf 14 Tage beurlaubt.

** Auszeichnung. Das Ritterkreuz des Köuigl. Haus- ordenZ von Hohenzollern mit Schwertern wurde dem Leutnant b. R. O ber-Pv stassi stent Rodrian aus Gießen verliehen.

** Der Unabhängige Ausschuß für einen deut­schen Frieden hat in seiner gestrigen Versammlung nach An- bören eines Vortrages des Generalsekretärs des deutschen Ost- marken-Veroins, Herrn Vosberg, über polnische und litauische Problemeder Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß weder die An- gliedernng des Königreichs Polen an Oesterreich -Ungarn in irgend­einer Form noch die Kandidatur eines habsburgischen Erzherzogs als König von Polen mit den deutschen Lebensnotwendigkeiten( vereinbart werden kaum Das .Wnigreich Polen unter einem ein­heimischen polnischen Regenten ist an das Deutsche Reich durch Ab­schluß militärischer imd wirtschaftlicher Konventionen anzuschließent uirter gleichzeitiger Herstellrmg der jetzt fehlenden strategisches Grenze im Osten. Die Lösung des litauischen Problems kann im Jntevesse des Dnttschen Reiches nur durch Personalunion des ethno- graphischen Litauens mit dem Deutschen Reiche oder Preußen er-« reicht werden Die Versammlung erwartet, daß die Früchte der herrlichen Siege Hindenburgs im Osten nicht-durch die politische Gestaltung der Tinge an der Ostgrenze zu einer schweren Gefahr für Deutschlands Zukunft werden."

** Für die Kriegsbeschädigten-Fürsorge bestehen eine Anzahl Stiftungen, aus denen nun vom Groß­herzog llnterstützungen gewährt werden sollen, und zwar an würdige und bedürftige Kriegsteilnehmer aus dem Unter offizierstande ,welche den Feldzug ganz oder teilweise bei der 25. Reserve-Division oder beim Landwehr-Jnsanterie-Ro- ginwnt Nr. 118 mitgemacht haben, und an Hinterbliebene von Personen der unter 1 und 2 genannten Art. Anmel- dnngen nimmt die Kriegsbeschädigttzn-Fürsorge, Kirchstr. 16, Gewerbehaus, bis zum 15. September entgegen.

. Landkreis Gießen.

-s--. Bersrod, 9. Sept. Den Tod im Kampfe fand Mus­ketier' Hernr Bellas: vermißt ist Musketier ^Wllb. Scheld. Fußartillerist Hernr. Schneider, Sohn des Wilh. Schneider II., erhielt die Hessische: Tapferkertsmedaille.

** 5)atteurod, 9. Seipt. Fahrer älvnrad Eise ns aller Inhaber des Gsernen Kveuzes 12. Klasse, wurde Mm Gefreiten befördert.

** Staufenberg. 9. Sept. Bcrgcnlgencnr Freitag schlug der Mitz in die Scheuer des Landwirts Hrch. Heibertshausen und äscherte dieselbe vollständig ein. Durch das rasche Eingreifen der hiesigen Fenerw?lw wurde das Feuer seinen .Herd beschränkt

^ Ntph'e, 9. Sept. Der Unteroffizier Otto Freitag ist auf dem westlicher Kriegsschmtplatz gefallen. Musketier Karl Freitag ist vermißt. lIedenfalts ist er in englische Gefangenschaft gevaten.

Kreis Büdingen.

A B n dingen, 7. Sept. Gelegentlich des 50jährigen Jnbi läimrs des Mathildenhaspitals am vorigen Sonntag erhielt Dekan imd Hofpvediger Schäfer das Rtttettreuz 1. Klasse des Ver­dienstordens Phillipps des Großmütigen.

, A Ortender g, 7. Sept. Seit den Westen werden Rudolf Heu tzenr öder vermißt.

Kreis Friedberg.

Q. Bad-Nauheim, 8. Sept. Seit einigen Tagen treibt ein Einschleichedieb hier sein Unwesen, durch den verschiedene Villen, in denen er für mehr als 1000 Mk. Schmuck stahl, schwer geschädigt wurden. Beachtenswert ist, daß der Dieb am Hellen Tage, und zwar immer in den Nachmittrgsstunden,arbeitet". Die Som.ner- spielzeit des hiesigen .Kurtheaters schließt am 23. ds. Mts. Während der Wintermonate finden im Kurhaus außer den täglichen Konzerten der Kurkapelle wöchentlich zwei Sonderveranstaltungen Theater, Vorträge, Bunte Abende usw. statt.

Starkenburg und Nheinhessen.

I. Dar mstad t, 8. Sept. Zum Direktor der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart wurde Bildhauer Prvf. Habich ernannt. Zum Direktor des hiesigen Landesgewerbe- nrusemns wurde Tr. Georg Haupt vom Kaiser-Friedrich-Museum in Posen berufen. ^ §

Oberroden, 8. Sept. Am Mittwoch! wollte der sieberv- ickhrige Sohn des Lokvinottvfühpers MIerz einen .schrankenlosen. Bahnübergang überschlveiten, äls plötzlich ein Zug daherb rauste. Das .Kind wurde ziu Boven ge!sporf<nr, fiel aber zwischen die Gleise, w daß der Zug über dasselbe hinfu.hr. Der Junge wurde noch lebend, aber mit gebrochenen Rippen und Kopfverletzungen in Sicherheit gebracht.

= Aus Rhein he ssen, 9. Sept. Mit Wirkung vom 1. Sep­tember haben die Wirte des Selztales imd des Jngelheimev Grundes eine abermalige Preiserhöhung für den gewöhnlichen Ausschankwein eintreten lassen. Infolgedessen streiken die Wein­trinker, die es gewöhnt waren, abends noch ihren Schoppen in deul Dorfwirtschaften einzunehmen. Jetzt sind die Tische leer imd die meisten Wirtschaften haben ihre Pforten bereits geschlossen. Eben­falls ist der den Feldarbeitern gewährte Trink- oder Tresterwein, eme uralte Gepflogenheit, als Erfrischungsgabe verschwunden, da me Winzer lieber diese Wciiie zu 34000 Mark das Strick ver­kaufen. Schon jetzt kostet nach den Berechnungen mit allen Zu­schlägen ein Stück 1918er Wein mittlerer Güte (1200 Liter) mindestens 15 000 Mark, das Liter also 12,50 Mk. Wohin wll dieser Wahnsinn rwch führen?

Hessen-Nassau.

ff Franken berg, 8. Sept. In der Nacht vom Donnerstag tum Frertag wurde der Lwischm hier und Louisendorf im sog HW ergründ ' wohnende Landwirt Pohl mann durch lautes Pocken -aus dem ^chilase geschreckt. Die nächtlichen Besucher, ein Mann in Zivilkleidung und zwei Soldaten, von denen der eine Feldwevel- abzeichen trug, stellten, sich als Beauftragte des Kasseler General

es auch bjeit bei dem Raub beteiligten Zivilisten im Walde festzu- Nihlneu. Wie bejtmmct seitstehit, handelt es sich übrigens bei alten um Äff Er KrregsdvMst erttzogeir haben. Es ftnd jedenfalls ANgchonge der Bande, dre 'vor einigen Wochen in der Battenbcrgev und Adarburger Gegvrrd etite Menge Einbrüche verübten und von denen auch, sckwn em B^erligter hinter Schloß und Riegel sitzt gerrchtliche Unter,uchung wird das Nähere ergeben

AVWAt/

GeZPSWLVÄKVsM;

Dre GsZH- und Silbctöiifaujsftdlt

in öen Räumen der vezirkssparkatze Gießen ist morgen den iS. Sept. nachmittag von 2 bis \ Ahr geöffnet;

Gericht-Saal.

<u ^ ^^fltiblt, 8. Sept. Wiegen fortgesetzter Ge

l e Ü ?J u y cn o feU r^ e ?ie Ferienstraflantrrier den Inhaber des bekannten Darmstadter Hotels Heß zu 1 Mouat ßesangms und 5000 Mk Geldstrafe. Sein Hotelm^er Phil tlVSUJ?} m sZu?n Aüstrag von denr amtlichen (!) Äuffäuser des ^kaükenburger Viehhandelsverbandes dem 70jährigen Handels wann .lbraham Levi aus Groß-Bicbcran ungefähr ein Jahr lang , wöchentlich mindestens 1 Kalb im Schleichhandel bezogen irnd im Hotel geschlachtet. Ich Miai wurde er von der Gendarmerie uutemiegs abgefaßt. Levi hat als amtlicher Aufkäufer die Kälber 'Höchstpreis von 80 Mark den Zentner Lebelidgewicht aufgekauft tmDl ihn an Krämer uch 156 Mk. verkauft (!) Der würdige Bi-

Stellen erhielt 5 Monate Gefängnis Geldstrafe, Krämer 2 Monate Gefängnis nnd Ü00 Mark Geldstrafe.

letzten Kämpfen im und Gustav Suhl

kommanoos vor uns gaben mr, sofort eine Haiis,'u.chung vornehiiuoi zu müstzm Em Posten mit Gavehr übMmhvi mm die Bewachung der lämthdrn HaliSbeioohuer, während Lie beiden Genossen das Hairs absuchten. Ars ne «ichlich fertig waren nud sich entfernt lMcklx'N, landen die Leute ähre Vermutung, daß sie es mit Räuberic zu tun hatten, beltätigt. Mehrere 1.00 Mark lmres Geld Wert- raPiere, Kleider, Schuhe und 1-auptsächlich Lebensmittel' wären, ihnen in nj? Hunde gefallen: Pohl mann machte noch, wa^ das einzig Richtige tvar, in derselben Naclüt Meldung bei der hiesigen Gendarmerie, die. auch sofort alte Hebel in Bewegung setzte 'um der. Räuber habhaft zu werden. Als der imch Marburg fahrende M'ühzug. Herzhausen berül/rte, gelang es auch, die beideu Soldaten dre ut Viermüuden die Bah:i bestiegnm hatten, mit dem Raütie festzuuehmen. Bn der Such' nach dem dritten Beteiligten icnd LM eren Genoßm,, di.' vielleicht Schmiere gestanden, wurde gesteni ^ Grande Im Rodenbach von cmem Gcudarinerieiv acktineister ctn heckbrieflich gesuchter Xiejector f-eslMiwimmm imd heü tz' gelang

Latt-wirtschaft.

m 8. Sept. J'm Beisein des Vorsitzenden und des

^eichaftsführers des Vrehhaudelsverbandes ist in esner Sitzung des Lwrstaudes der Landwirtschaftskammcr für den Regierungsbezirk napet über die Frage verhandelt worden, in welcher Weise big veim Viehbandelsverband a'ngefainmetteu großen Mtttel zur He- mmg der Viehzucht, der sie bestimmungsgeinäß dienen sollen, ver­wendet werden könnten. Es wurde für notwendig erachtet, in erster Wure die Rnidviehzucht zu bedenken, da ans dem Rindviehverkauf der weitaus größte Teil der vorhandenen Summen herri'ihrt. vieler Zweck soll erreicht werden durch die Hevgabe größerer Geld- mittel zur Einführung wertvoller Zuchttiere, zur Anlage von ZungViehweiden, zur Einrichtung von Kvntrollverenreii und zur uvnverkulosetilgung. Daneben soll die Errichtimg voii Trockeii- anlagen und von Gärkammern unterstützt werden, da mmi in der­artigen Einrichtungen die besten Hilfsmittel erkennt, wertvolle F-utterstosfe vor dem Verderben oder Verkommen zu bewahrend und uns ,o bis zu einem gewissen Grade vom Auslande unabhängig zu machen Auch zur Förderung der Schweine- und der Schaf- zucht wurden einige Mittel in Aussicht genommen. Alle diese ^tittel sollen m großzügiger Weise mifgewendet werden. Das Be- 'breben toll aber Nicht dahin gehen, die Miftel nur um jeden Preis« möglichst schnell zu verausgaben, soäbern.sie sollen so und auch erst öcrrat verwendet werden, weim von ihrer Hingabe die ent«» sprechenden Wirkungen zu erwarten sind. Das kann zum großen arcL llt Friedens zetten geschehen. Apßer diesen laufenden ttuswendungen sollcri 'ber größere Summen für solche Einrich- ttmgen verwendet werden, welche dauernd sind und damit auf lange Zeit hinaus der Förderung der Tierzucht dienen können. Gedacht r , f rbec an die Errichtung einer Viehrückversicherung für die sämtlichen Ortsviehversicherungsvereine im Bezirk Kassel und an die Errichtung eines Versicchsgutes.

Srnges<rn-t.

ll^ür Form Und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel uoernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Beralttwortu^rg.)

Dier Einsender dieser Nottz.hat vor etwa sechs Wochen an Rechimngsaüssteller und Rechnungszahler die dringende Bitte ge­richtet, sich dem Postscheckverkehr anzuschließen. Es ist ihm in­zwischen vom Postscheckamt Frankfurt die Nachricht zugegangen, daß sett Veröffentlich.ung des Arttkels aus Gießen 21 Nenanmeldungen eingegange-n seien, was ini Verhältnis zu früheren Monaten eine kleine Besserung bedeute. So erfreulich das ist, so läßt es doch darauf schließen, daß immer noch viele Firmen und Privatleute der segensreichten Einrichtung! mcht die genügende Aufmerksame' keit schenken. Dem Einsender ist gelegentlich das Bedenken entgegen- gohaltcn worden, daß durch die Postscheckzahsungen die Buchmrg er­schwert werde. Sollte hier wirklich! eine Schwierigkeit vorliegen,' so wird sie sich leicht überlvinden lassen. Die Vorteile sind so über­wiegend und springen so in die Augen, daß kleine Unbequemlich­keiten unbedenklich mit in den Kauf genommen werden müssen.

vermrschtes.

EiilkAnsprach,e" an üie Hanrsterer.

Aus Marignberg schreibt man uns: Im Westerloatd ziehen die Hamster wie in allen anderen Gaum ebenfalls scharenweise von Ort Ort und huschen Gaben. Ihre Bekämpfung ist schtver. Hier vei-srncht man es, da alte anderen Mittel vhstsischer und polizeilicher ^Einwirkung versagten, seit kurzem mit einer gc- drucktenAnsprach«e", die inan den Hainstern in die Hand drückt und in der es u. a. heißt:Fremder! Bevor du ein .Haus zum Hamstern betrittst, bedenke, daß Du drcknmch gegen Deine vater­ländische Pflicht sündigst, daß Du schweren Strafen entgegen.- gchjt, ausgcwiesen wirst, unter Wegnahme Deiner .Hamsterwaren! Kehre um und führe unsere Bauern nicht in Vennckmng! Und Ihr, Bauern und Bäuerinnen, ttetct fest auf, helft uns, das Hamsterlaster zu beseitigen, weist den Zudringlichen ganz ener­gisch die Tür und bringt sie zur Arrzeige!" Ans gen Erfolg dieser Ansprache" darf man gespannt fern!

Letzte Aach richten.

neueste Bericht ^er keereslertung.

/C . ( WTB.) Großes Hauptquartier, 9. Lepttmber. (Amtlich.)

W e st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Oertluye Kämpft uörbli l vom Ptoegsteerl Walde und am La Bassoe-stanal. Nördlich von Arnrentieves griff der Fetud von neuen! an. Wir wiesen ißn ab und machten Ge­fangene.

^ '2^ Kanal-Abschnitt ArleuxHavrmcourt Artillerie- tatigkelt pnd ErkuntiungSgefechtr'. Südlich der Straße 'Pe- ^^D'^^rai setzte der Feind seine Angriffe unter Ein­satz stärkerer Kräfte gegen die Linie GouceaueourtEpehy unt) nördlich von Templeur fort. Sie scheiterten unter schlve- ren Verlusten für den Gegner. Unsere Vortruppen ver- weyrten gestern ülrerlegenem Feinde das Vordringen über '>$£. Snnon und den Epozat-Kanal. Erkundungsgefechte zwi­schen Oise und Ailette. Zwischen Ailette und Aisne brach der Fcirw nach niehrfach vergeblichen Teilangriffen gegen AdeuD zu geschlossenem Angriff vor. Er wurde auf der ganzen Front, teilweise im NaMampf und durch Gegenstoß blutig abgerviesen.

Zwischen Aisne und Veste scheiterten Teilangriffe, in der Champagne Teilvorstöße des Gegners.

-i-

Aus einen! engliMn Geschwader, das Mm Angriff auf Mamcheim vorstietz, wurden fiinf Flug;euge abgefchossen

Im August wurden an den dcutschci, Fronten 565 feind luhe Flugzeuge, davon 62 durch! unsere Flug-Abwchr-Ge- Auhc und 53 Fesselballone abqeschossen. Hiervon sind 251 'flugzeugc in unserem Besitz, der Rest ist jenseits der feind- lrchen Lintm erkennbar abgestürzt.

Wir staben in Kctmpfeil 143 Flugzeuge und 86 Fessel­ballone verloren.

Der Erste Gcneralguartiermeistcr Ludendorff.

* *

*

Die ukrainisch-russischen Friedrnsverhandlungen.

. Kiew 8 Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der Mivisttrprästtenr Ly,og>ub Mb den Vertretern der dentscki 2 n .Presse als Zweck seiner Berliner Reile an, er wolle TenEchland u.m die Vermittlung zicr Bttlchlemng'ung der ukrainifä^russischen Friedensverhandürn- g>en mtten. ^eittickK-arrd hätte )ich dazu bereit erklärt

Wolffbnreau erfährt von zuständiger Stelle, daß auf Ettcher L«te derselbe Wunsch, besteht, die Friedensverhandlungen möglicl^st bald zu Ende zu führen.

Mosevelts Friedcnsvedingungen.

o - £ Sept. Theodor Rovsevett hielt bei der

D-afat-etty-iZEr eine Rede in Neiwork, in der er ausenurndäcketztt> wre er sich« die Friedensbedängiungen der Miierten denke. Die deutschen Kolonien dürften nicht zurückq>egeben wer­den. ^eutichland muß für alle Berwüstung-en Dcha- venerla tz lei sten. Serbien'und Rumänien müssen zu- ruckerhalten, was.Bulgarien ihnen abgeuommen haü ® bw Türkei wüfs-en zerstückelt und alle

unterdrürLen Volker- befreit werden. Die Türkei muß aus Su^ rvpa verschwinden. Frankreich muß Elsaß-Lolh^ rrngen zurückerchalten. Belgien muß wiederher. gestellt und enchchädigt werden. Die italienischen Teile Oester- reuttllngarns müssen an Italien, die rumänischen Telle Ungarns m .Ein unabhängiges Polen muß Oester- veichrschi- D>eutsch- und Ruffifch-Polen runstrsse-n. Litauen und Liv- land prüfteri Olaraittien für ihre Freil-eit erhalten. Keür Teü des früheren Rußlmrds dan unter deutschem Jvch bleiben. Der nördliche Tnl Schleswigs muß an Dänemark fallchr. England und Japan behalten .die eroberten deutschen Kolo- nren. Armenien muß befreit, Palästina ein jEcher Staat und dre lyrische Küste befreit werden.

Von der Reise des Königs von Bayern.

Budapest, 8. Sept. (WTB. Nichtamtlich) König Ludwig von Bayern wurde m Buzias in: Namen des Komllates Krssosi- zoereny vom Obergs pan an der Spitze einer Deputation emp. fangen und begrüßt. Der König erwiderte gnf die Begrüßungsl- an spräche, in lehr herzlich-.' <r>ortcn und lud die Deputation zum Liuer mn Die 'Bervehnersclfaft der Ortick-aften an der Donau cm** 1^9 das DampfMf^ deä Königs mll großen Ooattonen. In der feierlich beflaggten Ltadt Orsova wurde der König von einer großen Menschenmenge erivartet und begrüßt. Tie Gemahlin des Obergeipairs überreichte einen präckftigen Blumenstrauß. Bon Or­sova setzte König Ludwig seine Reise nach Bulgarien fort.

n*ociil@ide^cie 4

bedürfen kein sie sännerzendes Bruäiband mehr, wenn sie mein in Gröne verschwindend kleines, nach Man'und ohne Feder Taa und Jtactu traabareö. ans seinen Drnck. iure anch jeder Lage nnd Größe ^ des Bruchleidens selbst verstellbares

tragen, das für,Erwachsene nnd Kinder, wie auch jeden Leiden enrsvrechend heritellbar iit. Mein Soez.-Vertreter ist am Mitt« woch den I I September, mittags von 2 '/-6'/° in Gießen. Babnbos Hotel Lenz »nd Donnerstag den 12 . Sept., morgens Sf. *n "^'kdberg, Hotel Trapp, mit Muster vorerwähnter Bänder, senile mtt ft. Gnrnrni- u.Federbändern, neuesten Systems, n ? ^lslagen amvesend. Muster in Gummi-, .Hängeleib-, Leib- und Mnttervorsail-Blttden, wie auch Geradebalter und Kramvi- aderttrumvfe stehen zur Verfügung. ?r'eben iachgemäfter versickere auch gleichzeitig streng diskrete Bedienung. Ph. Steuer Sohn itianrilasist o. Orthopädht, Konstanz ia Baden, Wessen' _ 15. Telephon 515. 6759

* Deuts che SPrak swere Sp ra k? Wir Lesen im Mainzer Tageblatt"^ Fiolgenden netten Schneibebrief erhiett Bürgmweisrer ckinrrich aus Planig:Her Geerter Brikerweister Sein Sih Sa Gut und Sischiken Sih Min Mein Tubter Jlwen (Geburtsscheiu Vvornam Lisabeta Winterstein Geb. 1876, den 1. März, Meirr Gnkhcu Hat den Geb^slchen zeriß Hir Shiken ick im ' Srüker Vom dem stzeb.rrschein Slftken Sil,' Wirft Nah Winterst- tors An der Sauer Kris Ttter Pastlager Beeisen Jh Mach ist Mifnterksami Jtorg Winderftein ist der Vater Maria .Herter ist die Mütter Von dein Kint Keinner iLm'lsshikl'u Absender Fran Winter- steftr Hir schiken ih in Düh freiinueken

* Der Lehrstoff unserer Sextaner läßt an prat- tts ck-en LebenÄveisheiten nicht5 zg wünschen übrig. So kam die'er Lage mein neunjähriger Filius mit Mensings .deutschem Hll s- buch heim, schlug dessen erste Seite und gleichzeitig di? eigenen Airgen '.ragend aus und ivtt's aus d?,r ersten AbsatzZur Jo meu-- lehre". ür las ich oenn: Die Feindt' siegen! (So etwas kommt vor.) Znich Männer standen auf dein Berg usw Dann aber: Ein guter Hahn wird selten fett. Hier batten nun die Wiß­begierigen mit eineuk Warum dahintergehakt. Was sollte ich antworten? Ich reickste dem Jungen, ohne aufzublicken, 'das Uebungsbuch zwrück: Der Krieg, inein Juuse. der Krieg, der Kries!

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Betr.: Kontrolle der Erfüllung der Lieferuirgsverttäge; hier- im Kreise Gießen.

Wir bringen hiermit zur öfftutlich«m Kenntnis, daß alle Be­förderungspapiere, ivelche zum Versand von Gemüse aus dem Kreise Gießen znm Zweck der Ersilllnng von Lieferungsverttägen über Herbstgemüse erforderlich sind, bei unserem BezierkskonuniP. .sionär, den

Vereinigten Getreidehändlern G. m. b. H. in Gießen,

zu erhalten sind. Der g.urminte Bezirkskominissionär ist von uns auch mit der Kontrolle der richtigen Verladung des zur Erfüllung von Lieferrmgsvecträgeu zu versagenden Gemüses bettaut ivorden. Mainz, den 5. September 1918.

Hessisch? Londes-t^emüsestelle. Berwattungsabtellung.

Der Vorsitzende: I. V.: Dr. Hey er.

Betr.: Wie obeir.

Die Hessischk Landes-Gemüskstesle.

an die

Grosch. Bürarrmeisttreien der Lan-daemeintzen

Gießen.

Wir empfehlen Ihnen, die vorsteheirde Bekanntmackung in Ihren Olomcinden ortsüblich bekanntznmachen und die I tei-es,'en. ten aich sonst in geeigneter Weise aus deren Inhalt buttuua'iseü. M a i n z, den 5. September.1918.

Ter Vorsitzende: I. V.: Dr. Hetzer.

VerwaltungsabteilunA^ des Kreises