Ter ©etmcu aMBwnflcte ttt ickarftriWer Ü&mdjte:
»teuere Kaiserliche wib Königliche Majestät! Mit dem Gefühl Refsier Dankbarkeit h:bc ich die gnädigen 2Sorte vernommen, die Euere Majestät an mich zu richten geruht Huben. Tiefe Worte werden rn der ganzen Ukraine tiefen und dankbaren Widerhall finden. An den durch den letzigm Krieg entstandenen furchtbaren Leiden fmd als leuchtende Sterne des zukünftigen Friedens d:e National- aefühle der bisher unftta Völker erwacht. Durch die mächtige Unterstützung des Deutschen Reiches und seiner hohen Verbündeten hat das ukrainische Volk die Plükerveckfiltche-n Grundlagen für seine staatliche Selbständigkeit und Unabhängigkeit erwarben. Ter Aufbau dieses neuen Staates verlangt von mir und meinen Mitarbeitern die größten Ansttengnugen. 2er allergnädigste Emp- sang, den mir Euere Majestät genährt haben, wird das ganze ukrainische Volk als ein Zeichen des Wohlwollens Euerer Maiestat für die junge Ukraine anschen und .uns Kraft verleihen, zur Durchführung der uns nvck> l-arv«rden schweren Aufgaben. Ich darf mit Euerer Majestät der zuo-erfichttichen Hoffnung Ausdruck verleihen. daß die schon so glücklich eingeleiteten politischen uns wirtschaftlick^en Veziehungrn zwischen dem nräckiltigen 'Deut>chen Reiche und der Ukrame sich immer mehr vert v e f en werden zum Degen beider Völker. Im Namen des dankbaren ukrainischen Volkes erhebe ick, als Hetman -aller Ukrainer mein Glas auf der Wohl Eurer Kaiserlicher und Köirtachen Majestät und auf die glorreiche Zukunft des tapferen und treuen deutschen Volkes. Deine Majestät der Deutsche Kaiser hoch, hock), hoch!"
Der Empfang hatte einen überaus freundschaftlichen und herzlichen Charakter. Um drei Uhr verabschiedete sich der Hetmcrn von dem Kaiser und trat die Rückreise nach Berlin an.
Der Verkehr mit der Nkraiue.
Kiew, 7.Sept. (WTB.) Auf einer Informationsreise durch die Ukrafi« traf hier am 7. September eine Anzahl w ü r t t e m - bergischer Abgeordneter und Gwftiudustr^ller unter Führung der Staatsräte v. Wachendorf und v. Mostnaf ein.
„KiewskajaMysl" m l rt. daN aus A'wegung des Hand ls- ministers eine Abordnung von 12 Vertretern großer Handelsfirmen in Kiew nack> Breslau und Leipzig zur Messe, gefachven ist. um sich mit der deutschen Industrie und oem deutschen Markt bekannt zu machen und Einkäufe zu tätigen.
In Jeka terinvsl a w finden laut Zrtttmgsmeldungen Bc- ratungen über einen Wasserweg Riga—Cherson Natt. Beschlossen Würbe die Errichtung eines Rates für die Ausarbeitung der mit einem Wasserweg Baltisches Meer—Schwarzes Meer ui Berbilchung stehenden Fragen.
Die Einfuhr aus der Ukraine.
Berlin, 9. Sept. Seit Beginn des deutsch-ukrainischen Warenaustausches sind bis zum 17. August einschließlich aus der kraine nach Deutschland 2181 Waggons Getreide, 4429 Waggons Lebensmittel und 905 Wäggons mit Rohstoffen ausgeführt worden.
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Berlin, 7. Scpt. (WTB. Nichtamtlich.) Staatssekretär von hin he gab heule dem H. et man der Ukraine im Kaiserhos
ein Frühstück. ^
Talaat Pascha in Berlin.
Berlin, 9. Sept. Der türkische Großweskr Talaat Pascha hielt heute in feiner Wohnung im Hotel Adlon mehrere Befpreckmngen ab. Um IV, Uhr folgte er einer Einladrmg des Staatssekretärs Hintze zum Frühstück im Kaiserhos.
Graf Czernin über die „neue Weltordnung".
Wien, 9. Sept. Die „N. Fr. Pr." veröffentlicht unter dem Met „Abrüstung und Schiedsgericht" einen längeren Aufsatz des früheren Muristers des Aeußern Grafen Czernin, in dem dieser in der Einleibcng aus die letzte Rede des deutschen Kolonial- staatssekretärs 2r. Solf hiuweist, die beweise, daß auch an den Berliner maßgebenden Stellen der Gcdatcke Raum gewinne, daß dieser Krieg eine neue Wcltordmmg gebären »verde und daß nicht xxl verstärkten Rüstungen, sondern in internationalen Abmachungen die Garantie zur Vermeidung künftiger Kriege zu suchen.sei. Das wirNiche DeutscAmrd — heißt es schließlich — will ebenso »me Nur einen ehrenvollen Frieden. Es will ferne Weltherrschaft, kerne Unterdrückung frenrder Völker. Graf Czernin »oeist sodann -aus seine von ihm in der betauten Mrdapcster Rede enttvickeften Ge- taken einer neuen Weltordnung hin und meint, das; wir^ die Führung übernehmen sollten. Der Graf meint, daß die maßgebenden Stellen des Berliner Kabinetts sich heute össenttich zu diesem Gedanken bekennten und daß vermutlich auch der Minister des Aeußern Graf Burian im Prinzip ihm nicht ablehnend gegenüberstehe, so daß nichts im Wege stehe, daß die Mittelmächte die Grundprinzipien dieser neuen Wellvrduung ausarbeiten und damit vor die WÄt treten.
Cadorna.
Berlin, 9. Sept. Das italienische militärische Amtsblatt meldet, daß Generalleuttrant Graf Cadorna vom 4. September» an aus Altersrück sichten zur Disposition gestellt ipurde, Äenso.Genevalleuttrartt Mambvetti.
Die „Freiheit" in Amerika.
Stockholm,?. Sept. (WTB.) „Aitonbladet" vom 29. Aug. schreibt: „Die Regierung der Vereinigten Staaten fand ein einfaches Mittel, ihr M i l l i o n e n h e e r durch Nichtmitbürger zu rekrutieren. Man erließ eine Verordnung, die im Repräsen- tcrntenhause mit 344 gegen 21 Stimmen angenommen wurde, und die dahin lautete, daß alle im Lande wohnenden Personen im Wehrpflichtsalter, die die Befreiung vom Kriegsdienst infolge fremder Mitbürgerschaft fordern, ohne Schonung deportiert werden sollen inch kififftig niemals amerikanische Bürger werden können. Das Kongreßnntglied Kurnett aus Alabama erklärte, daß, da es gegen das geltende Gesetz verstieße, Ausländer auszuheben, der Beschlich der Deportation int meisten derselben dazu veranLassen würde, sich freiwillig zum Kriegsdienst zu melden. Soweit ist es gekommen! Einen stärkeren Zwang auf die individuelle Freiheit hätte Bvbri- kow nicht eriinden können. Ms würdige Ergänz»mg dieses Ztvangs- Kkases^hat ein anderer Ungemhr gleuhAeitig das Licht der Welt erblickt. Dieser bestimmt, daß eine Person, di edas Mitbürgern recht nicht erworben hat, kein Recht hat, mehr als 2 1/4 2llres Boden nt der Stadt oder 160 Acres aus dem Lande zu besitzen. Alles, was sie darüber besitzt, »verstößt gegen die Gesetze und fällt dem Staate anheim. In gewissen Staaten, wie z. B. Minnesota, 'wird ein großer Teil der Bevölkerung von schwedischen Farmern gebildet, die durch emsige Arbeit in den Besitz von Landgebieten ge* kommen sind, die größer als 160 Acres sind. Für diese bleibt rutr übrig, ihren „überflüssigen Boden" dem Staate als rechtmäßiges Eigentum abzutreten, oder um die Mitbürgerschaft nachzusuchen und sich dadurch der Verpflichtung zu unterwerfen, K'riegsdienst zu leisten, sofer»: sie nicht zu alt sind."
KriegSgewirrr,steuern in Amerika.
Washington. 7. Sept. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet: Der Führer der Mehrheit im Repräsentantenhause, Kit- chen, legte ein Kriegsein komm enste uergesetz über clcht Milliarden Dollar zur Erwägung vor. Kftchen erklärte, die Steuerlasten unter diesem Gesetz irnirbcn nicht härter sein als die Lästert der Männer an der Front. 'Seit die Vereinigten Staaten den Krieg erllärten, seien die Geschäftsgewinne enorm vermehrt. Selbst nach Zahlung aller Steuern, tue durch dieses Gesetz erhöbe»: werden sotten, blieben immer noch anderthalb Milliarden zur Auszahlung von Dividenden. Es köime die Zett kommen, wo hohe Verb rau chösteuern irottoendig werden. Wenn sie kommen sollte, werde das amerikanische Volk gern alle Gewinne und alles nicht zum Leben erforderliche Einkommen ab geben, um den Krieg zu gewinnen.
Schließungen der Brauereien in Amerika.
Washington,?. Sept. (WTB.) Reuter. Die Lebens- mittelverwaltung hat angeordnet, daß alleBrauercien
am 1. Dezember schließen müssen und daß Bier urrd andere Malz getränte vom Markt zu verschwinden haben, sobald die Vorräte aufgebraucht sind.
Vom englischen Gewcrtschaftsrongretz.
Amsterdam,?. Sept. (WTB. Nichtamtl.) Aus London wird einem hiesigen Blatte gemeldet, daß der Ge w e r ks ch a f t s ko n - g r e ß gestern mit überwältigender Mehrheit den Antrag des Verbundes der Seeleute zur Schaffung einer ausschließlich aus Gewerkschaften bestehenden Partei verworfen hat. Ferner lehnte der Kongreß den Antrag ab. daß sich die Geiverffchalten zu einer pollttscher^ Föderation innerhalb der Arbeiterpartei zusammenschlietzen sollen. Der Antrag, durch staatliche Geldbeiträge ein weiteres Stetten der Fleischpreise zu verhüten, und ein zweiter Antrag, der die Errichtung öffentlicher Speise häusker vorschlägt, wurde angenommen.
Eine französische Stimme in der Wüste.
Bern. 7. Sept. (WTB.) Der Deputierte, Longuet protestiert im „Pvpulaire" energisch gegen die Knock-out- Aeußerunaen Tafts und Churchills, die das Todesurteil gegen dte Jugend der Welt feiert. Dagegen müsse das internationale Proletariat mit allen Kräften Stellung nehmen. Du englischen GewerksckMftler hätten der krieg verlängernden Politik Havelock Wilsons. Lord Roberts und sonstiger Kriegverlängerer eine klägliche Hftederlage bereitet. Dies gehe auch daraus hervor, welchen Weg die Arbeiterllassen im vergangenen Jahre znrück- gelegt und wie sie sich vom blinden Chauvinisnms und von Äusrottungssophismeu entfernt Hattert. Es sei Pflicht der Arbeiter und Bauern Frankreichs, durch ihre Vertreter im Parlament, und durch Anstrengungen in ihren politischen, und wirtschaftlichen Organisationen nunmehr mit aller Kraft ihren Standpunkt in dieser Frage zunt Ausdruck zu bringen.
Planmäßige Verletzung holländischen Gebiets durch englische Flieger.
Berlin, 7. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Im! Monat August sind am 7.. 8 ., 11., 16., 16. 21., 22„, 23., 24. uub 25. ittt gaUILn 35 Fälle einwandfrei festgestellt worden, wo englische Flugzeuge über l»olländisck)es Gebiet in der Gegend ftm Sluis. Aärden- burg uich Cadswid flogen. Dabei verletzten die englischen Flieger die hollcmdlsch' Neutralität in 10 beim Auslug und in 25 Fällen beim Rückflug nach erfolgtem' Mrgriff auf die deutsckr-en Stützpunkte in Flcmdern. In den meisten Fällen überflogen einzelne englische Flugzeuge hollänidisck>es Gebiet gegen Mitternacht, doch wurden mdch geschlossene Geschwader beobachtet, die zum Angriff auf Belgien über Lolland vorstießen, und zwrr am 11. August ein englisck^es Gefchnwider von 21 »rnd am 14. August ein solches von 10 Flugzeugen, am 16. August zwei englisclre Geschwader von je 11 Flug- Keugen, am 21. August ein enAisches Geschwader von 9 imd am 22. August ein svlck>es von 8 Flugzeugen, ant 25. August ein englisches Gcsck>wader vh-rt 5 und ein Geschwader von 8 Flugzeugen. Vergeblich suchten holländische Batterien durch ihr Feuer die von den Engländern stets wiederholten Verletzungen des neutralen Luftraumes zu verhindern. In fünf Fälle»! sind Euteuteslugzeuge lvus holländischem Geläet »iiedergegangen. Einnml griffen feindliche Flugzeuge sogar hokländischär Grund und Boden mit Bomben a»t. Es ist offenfichtlich, daß die zaUreick)en regelmäßigen Ver- lctzimgen des holländischen Luftgebcetes über dem am weitesten gegen Bruegge mrd Zeebrügge vorgescholieiteu Zipfel »ncht »nit dem Irrtum einzelner Flugzeugführer erklärlxcr sind, sondern daß die errglische Regierung die holländische Neutralität planmäßig verletzt, um mit {Irren Luftstreitkräften möglichst ungehindert cm die t-eMsäien U-Bootsstützpuukte heranzukomnterr.
Das neue holländische Kabinett.
Amsterdam, 7. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Der Laager ^Kortespondent des „Algenvoe-r .tzaudelsblad" meldet: .Das Zustandekommen des neuen Kabinetts ist gefiltert. Die Zusammen setzw.tff »oicd.vermutlich Montag abend im ,/Staatscourant" mitgetcilt werden. Es wird folgenden»:aßeu zusammengesetzt sein: Inneres und Vorsitz Rnps de Beerenbr-ouck, Aeußeres van Karnebeck, Justin .H-cemskerk. Krieg iu.nd Marine Atting van Geusau^ Finanzen de V^ie^, Ackerbau und Ktistairgelegenheiten. van VslÄstepn, Arbeiten und soziale Gese^-ebung Aalberse, Wasserbauten Bingaetts oder König, Uirterrichl, Künste und Wissenschaften de Bisser, Mlvnien Idenburg.
„Ti;d" zufolge ist das Programm des Kabinetts bereits fit seinen Einzelheitert (festgesetzt und ist auch von d^i recken Parteien in ctnei* Zusammmcknnst emsjinrmig getgehcißen worden. U. a. stellt sich die »teue Regierung die Ausgabe, Ersparnisse in den Krieg^ansgabe»t zu et^ielen, die Mobilisierung einzn- schränken »md die Berteilung vort Lebensmitteln pnd Gebrauchsartikeln zu vereinsachnr, ferner beabsichtigt sie, die Wohnungsnot zu lindern und die damit Mrsanttmluhfirgenden Gesetze zu revidieren, sowie gewisse Reformen aus dem Gebiete des Steuerwesens u»td der Kolionialverwaltimg. sowie «ine Berefirsachunig der parlameittari- sck-en Geschüstsordnung durck-zuftihvvr.
Aus Luxemburg.
Luxemburg, 6 . Sept. (WTB.) Nachdem! die Depu tier- tenkamwer der Regiermrg chit 26 gegen 24' Sttmmer ihr Vertrauen versagt hatte, ist das Kabinett Kanffmanw zurückgetreten.
Aus China.
Peking, 5. Sept. (WTB.) Havas^Meldung. ^aimahc Chang wurde mit großer jMehrheit zum Präsidenten der chini- fischen R e p »i b l i k gcwäh> t. Tie Wahl des Ptzepräftdentenl ist aus ein späteres Datum vertagt worden.
Der frühere Botschafter Buchanarr über die Zukunft Ruhiands.
London, 7. Sept. (WTB.) ReUtcr-Meldung. Der frühere Botschafter in Petersbtrrg, Lord C)eorge B u chanan, erllärte au einem Diner des enalisä>-russischen Klubs:
„Ich habe das Vertta»ten, daß Rußland in nicht zu ferner Zu- kunft seinen vechttnaßigen Platz unter den Nationen einnchmen wird. Rußlattd erlebt fetzt die Phase einer Krisis, von der seine ganze Zukunft abhängen wird. Nachdem die Bolschewik! den Gruttdsatz „keine Annexionen, keine Eittschädigungen" zu ihrer Parole genracht haben, haben sie ihre Grenz Provinzen Deutschland ausgeliefert und es übernommen, etwa 300 Millionen Pfuno Entschädigung zu zahlen. Sie wissen, daß sich das Ende nähert, und spielen ihre letzte»: Karten aus und feiern Orgien in Blltt und Zer- störrmg. Wir dürfen das rrffsische Volk nicht für Verbreck-en verantwortlich macken, »velche von sefiter überwiegerwen Mehrheit ver dämmt werden. Wir dürfetr die Unschuldigen nicht mit den Schuldigen vernxchseln. Rußland ruft fir sefitem letzten Kampfe laut um Hilft. Wir müssen aus diesen Ruf hören. Ohne fremdett Beistatrd kann es aus dem Chaos nickst hermiskoinmen. Diese Hilfe muß von den Alliierten komme»:; sie darf nicht von Deutschland kommen. Dentschlarch fürchtet, daß die englische!: Dominions, aus denen es früher viele Rohstoffe für seine J»idustricn l>ezvF, nach dem Kriege vor ihm verschlossen werden. Es ist daher vo»: größter Bedeutung für Dentsckstand, sie von Rußland beziehen zu können. Es ist sein Ziel, Rußland ztt seitrem wirtschaftlichen Vasallen ui machen. Deutschlands Ziel ist ein Friede auf russische Kosten. Es null für Konzessionen im Westen Konzessionen erhalten, die es zum Herren iw Osten machen würden. Für die Alliierten »oäre ein solcher Friede beinahe Selbstmord. Er »oürde alle Bemühunaen. der Welt den dauernden Frieden zu geben, vereitel»». Wir müssen Rußland bei seinem wirtschafttichen Wiederarlfbau helfen. Wir müssen uns darauf einrickste»:, wenn die Zeit kommt, ihm mit sachverständigem Rat rmd mit Kapital zu Helsen, um seine dartnederliegenden Industrien ivieder hoch zu brtnge»: »rnd seinen Atlsftlhrha»idel loieder z»t beleben, ohne den seine mtmertete Valuta niemals den frühern Wert wieder errcickM kann. Aber wir können »licht hoffe»:, das zu ttm. n-enn nicht die Russen entschlossen sind, sich selbst zu Helsen, indem sie dein mörderischen Kampift ejijn! i.Gnde machen und
ihre Kräfte verefitigen, um ihr leidendes Äcmd einer neuen llnab- hängigkeil utld Wohlfahrt entgegenzusühre»!. Tie Alliierten müfien dafür sorgen, die Grundlage für die Wiederherstellu»rg Rußlands als ein Gmrzes, in allen seinen*Klassen, Parteien und Natw- ncckiiäten zu schaffen. Es ist nicht Misere Sache, »velche Regie- rnngsform es sich schaffe»: wird. Das Schicksal Rußlands ltegr in der Hand deS russischen Volkes. Die englische Regierung erklärte bereits, daß ihr Anerbieten sowohl des militärischen wre des wirtsck>asllick>en Beistandes, um dem russischen Volke zu helfen, sich von der dcufi'chen Herrschaft zu befreien. keineÄoegs, bedeutet, daß sie sich in die inneren russischen Angcklegenheite»: einmischeu
Das Wolss-Bureau bemerkt zu diesem Ergüsse des EnglatrderS: Die Hilft, die England dem russische»: Volle zütteil werben läßt, besteht darin, daß mit englischem GÄde und durch englische Beamte der Bürgerkrieg in Rußland genährt und Staatsumwälzungen lstrvorgebrackst werdar sollen. England ergreift jeden Vorwand. Um Rußland nicht zur Ruhe kommen zu lassen und es aufs neue in ein Blutvergießen zu stürzen, lieber die Vertrage, die Deutschland schloß, zu Urteile»:, ist Sache des russische»: Volkes und nickst Sache Englands. Tie bisher aus Rußland eingegangeiren Urteile lauten günstig. Buchanan arbeitete während seines Lluftitthaltes in Petersburg an der Knechtung Rußlands durch die Alliierten im Aufträge ' seiner Regierung. Für die Darlehen, die England an Rußland gab, um die Weitere Kriegführrmg Rußlands und dessen Weißbluten für die englische»: Zwecke zu ermöglichen, mu&tc russische 0 Gold in großen Mengen nach London übergeführt werden. BuchanMi hätte also Gelegenheit, vor der eigenen Tür zu fegen, statt andere an, zullagen.
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Die Maßregeln der Bolschewisten.
Wien, 6 . Sept. (WTB.) Dem Wiener K. K. Trtegratchen- Korrespondetrzbi:reau »mrd aus Moskau gemÄdtt: Infolge eines Erlasses von gestern über die Verchr'tung samllickier^ Sozialrevolutionäre der Rechten und der Festnahme von Geiseln aus den bürgerlick>en Parteien, sowie ehemaliger Offiziere, die im Falle neuerlicher Mordanschläge oder Verschwörungen der Weißgardisten erschossen werden solllm, begmcnien in Moskau viele Verhaftungen, meistens von Soz: al rev 0 l u t:v n ä ren, aber auch mehrere höhere Geistliche »tturden verhaftet, da der Patriarch in die englische Verschwörung verwickelt ist. In Peters/ bürg finden zahlreiche Hinrichtungen statt. „Prawda" stellt den außerordentlichen Ernst der Lage fest; die Empörung gegen die Entente sei sehr groß.
Dis Japaner in Sibirien.
Wladiwostok, 7. Sept. (WTB.) Reuter. Die Japaner haben Chabarowsk besetzt.
Der Leekrieg.
Neue U-Voot-Erfolge.
Berlin, 8 . Sept. (WTB. Amtlich.) Im englisckien Sperrgebiet wurden von unseren U-Booten 11000 Brutto- Reg.-Tonnen versenkt.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Ein amerikanischer Transporter torpebiert.
Washington, 7. Sept. (WTB.) Amtlich. Ter Transportdampfer „M 0 ln n t be r 0 n", früher „Kronprinzessin! Cecilie", ist am Donnerstag ans der Rückfahrt nach Amerika, 300 Meilen von der französischen Küste, torpediert worden. TaS Schiss konnte den Hasen erreichet:, Menschenleben gingen »ncht verloren.
Unsere U-BooL-Berluste.
Berlin, 8 . Sept. (WTB.) Tie britische Admiralität gibt betaut, daß sie zur Führung des Wahrheitsbetoeises für die Behausung des englischen Premierministers, baß 150 U-Boote von ihne»: vernichtet worden seien, 150 Namen von gefallenen^ gefangenen und internierten Kommandanten deutscher U-Bvot« veröffentlicht. Zunächst sei festgestellt, daß in der Liste keine Offiziere genannt find, über derei: Schicksal die Angehörigen nicht bereits Nachricht erhchten haben. Die Berösferttlickfung, bte eine Reihe alsch er Angaben, besoirders hinsichtlich der Dienststellinig der ansgefichrten Offiziere enthält :md schon dadurch Rückschlüsse auf die Zahl der verlorenen U-Boote ausschließt, ist natürlich dazu bestimmt, bei unS eine»: niederschmetternden Eindruck zu machen und uns zu verleiten, durch eine amtliche Berichtigung wertvolles militärisches Nachrichtenmaterial zu geben. Das deutsche Volk weiß genau, in wie schwerem .Kämpft unsere tapferen U-Boots-Besatznn- gert seit mehr als vier Kriegsjahren stehen und daß fi: zimehmen- dcm Maße von ihnen Opfer habe»: gebracht werden müssen. Haben sich doch die Gegner, besonders England, nicht gescheut, zur Bekämpfting der durch die U-Boote drohenden Gefahr neben rechtmäßigen Mitteln auch zu Maßnahmen zu greisen, deren Niedertracht eine»: Scha»idslcck mehr ,ruf Englaichs Schild darftelle»:. Man wird unseren Verlust an U-Boote»: bedauern, jedoch iß er für jeden Fachmann durch die wachsende Zunahme der Gegen maßregeln mrd die größere Zahl der am Feinde befindliche»! U-Boote durch aus erllärlich. Zu ernsten Bedenken türmten unsere Verluste raa dann Veranlassung geben, wenn der Zuwachs an Booten die Zahl der vernichteten nicht überträfe. Daß wir aber mehr Boote bauen als verlieren, ist von amtlicher Stelle wiederholt unzweideutig festgestellt worden. Jede neu an den Feind kommende U-Boot-Besatzm:g wird den Gegnern zeigen, daß ihr Wille, das Ziel zu erreichen, ungebrochen ist. Sie werden durch ihren Mut und Unerschrockenheit das Andenken all derer ehren, die ihr Lebeft gelassen haben für die Verteidigung unseres, Vaterlandes. Den Engländern aber mag es beim Lesen der Liste kalt Überlaufenwenn er an die Blutopfer denkt, die ihm ein Großkampftag an dev Landftont kostet und we»:n er sich vor Augen hält, »vas dies« U-Boot-Offiziere und ihre braven Besatzrmgen an Opfem, Drmrg- sal »md Not über E»:gland gebracht haben.
Aus dem Ueiche.
Die KriegStemrungszulagk für Mlitärs.
Berlin, 7. Scpt. Das Armeeverordnungsblatt oer- öfftntlÄft (Bestimmungen über die Gewährung einer einmaligen taußerortattlich-en Kriegsteuerungszulage an Offiziere, Beamte und Unteroffiziere. Die Zulage wird teils von amtswegen teils auf Antrag gewährt und besteht aus dem Grundzuschuß md) dem Kinderzuschuh. Der Grundzuschuß beträgt *a) für Offiziere und Beamte die Summe aus 1. einen: feststehenden Grundbetrage von 200 Mark für innnobilc, IM Mark für mobile uird 2. dein Monatsbetrage des Friedensgehalts, jedoch 1. für immobile Offiziere und Bea»»:re nrindestens 450 Mark, lM-stens 950 Mark, 2. für mobile Offiziere und Beamte mindestens 400 Mark, höchstens 900 Mark, :b) für Unteroffiziere 400 Mark. Der Kinderzuschuß betrügt >für jedes zu berücksichtigende Ki»ü) a) für Offiziere und Beamte 10 v. H. der Summe aus einem Grundbetrage von?50 Mark und dem Monatsbetragc des Friedensgehaltes, stnindestens jedoch IM Mark von 500 Mark, höchstens vo»: 1000 Mark; b) für Unteroffiziere 50 Mark. Kinderlos Verheiratete erhalten nur den Grundzuschuß, Unverheiratete» soweit sie überhaupt in Frage kommen, 70 v. tz. des Grundzuschusses. ^ , ,
Eine Verordnung über Kolonialwnren.
Mit den: Erlaß einer Verordnung über Kolonialwaren durch de»: Bundesvat ist die Regelung emes »»»eiteren Gebietes für die Uebergangswirts chaft gesetzlich vorbereitet, »mchdem durch frühere Berordmmg vom 23. Juni 1916 die vrganisatorisckien Maß»:ahmen für Textil»nirtschaft in der Uebergang^eit sicktergestcllt iimrbeit.
Die Verordnung, deren Inhalt feinerjeit ausführlich im sechste»: LbMchuß des Reichstages (für Handel »md Geroerbe) beraten worden ist, sieht die Grüirdung von Wirtsck-aftsstellen filr den Verkehr mit Kaffee, Tee, Roisund Kakao vor, da »nit Rücksicht auf den zur VerfüMng stehenden Schiffsraum und auf die


