Vortragsabenden der großen Aula. Mkkulein Seesemann ans Riga, die bereits in mehreren Städten mit großem Erfolg über „baltisches Erleben während des Krieges" gesprochen hat, wird gelegentlich einer Vortragsreise Mn 12. September auch bei uns in der großen Aula über dieses Thema sprechen. Eine Anzahl hiesiger Vereine haben sich zusam- mengetan, um den Vortrag, der als besonders eindrucksvoll gerühmt wird, hier zu ermöglichen. Ferner wird ein ausgezeichnetes Quartett feldgrauer Künstler aus Frankfurt a. M. mit einigen, musikalischen Darbietungen den Vortrag umrahmen. Der Reinertrag des Abends soll der Weihnachtsspende 1918 für unsere Feldgrauen zugute kommen. Es wird daher um recht regen Besuch der Veranstaltung - gebeten. Näheres im Anzeigenteil.
** S tadt t he a ter. Als 26. 'Sondervorstellung für die Triegsbeschäftigtt Arbeiterschaft wird morgen, Donnerstag den 5. Sept., Vlumenthals br-eirktiger Schwank „Tie Orienlreise" gegeben. Der Anfang dieser Vorstellung, zu der ein öffentlick)er Kartenverkauf nicht stattfindet, ist auf 7 Uhr festgesetzt.
* Befreiung von der Bestandsaufnahme bei freiwilliger Abgabeeines Anzuges. Wie in der Presse mehrfach mitgeteilt worden ist, sind Leute, die bei der Altklcidersammlung bereits einen Anzug abgeliefcrt hatten, trotzdem in verschiedenen Fällen von den Kommunalverbänden zur Ausfüllung eines Bestandsverzeichnisses aufgefordert worden. Man hat daraus den Kommunalverbänden den Vorwurf gemacht, das; sie wähl- und planlos mit den Aufforderungen zur Abgabe eines Bestandsverzeichnisses Vorgehen und die Bestimmungen der Reichsbekleidungsstelle -außer acht lassen. Die Kommunalverbände sind gehalten, gestatt nach den Verordnungen der Reichsbekleidungsstelle zu verfahren und die Abgabefähigen, die bereits freiwillig einen Anzug abgeliefert haben, zur Ausfüllung eines Bestandsverzeichnisses nicht aufzusordern. Wenn trotzdem in vereinzelten Falken solche freiwillige Ablieferer noch zur Ve- standsabgabe angehalten worden sind, so handelt es sich hierbei lediglich um ein Versehen des Kommunalverbandes. Es aber zur Entschuldigung der Kommunalverbände nicht -zu verkennen, daß die Durchführung einer auch' nur teil- üoeisen Bestandsaufnahme bei dem herrschenden Mangel an geschulten Kräften Schwierigkeiten bietet und daß wahrlich mvbt böser Wille obwaltete, wenn hier und da Personen zur Aufstellung ihres Bestandsverzeichnisses angehalten wurden, die durch ihre freiwillige Abgabe nicht mehr dazu verpflichtet waren. Ein Hinweis auf die bereits erfolgte Abgabe, gegebenenfalls der Besitz der Empfangsbescheinigung, wird jeden, der irrtümlich zur Kleiderschrankinventur ausgesvrdert wurde, vor irgendwelchen Weiterungen schützen.
** Bargeldloser Zahlungsverkehr. Unter Betei- lrgimg von Vertretern der Behörden, Vereine, Banken nsw fand am 29. v. Mts. im Sitzungsfaale der Handelskammer eine Versommlung statt, deren Zweck es h»r, wie an anderen Plätzen des Großherzog- tums so auch in Gießen einen Ortsausschuß zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs zu gründen. Nachdem der Einbern'er der Versammlung, Herr Reichsbankdirektor Müller, di" Erschic- menen begrüßt und ans die große Wichtigkeit des Gegenstandes wie gut den Zweck der Versammlung hingewiesen hatte, legte Herr Fmanzrat i, o t) ans L.armstadt in längeren, überzeugenden Ausführungen das Wesen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, so-tvie ferne volksnnrtschartüche Bedeutung für die Kriegszeit und besonders für dre Zeit nach dem Kriege dar: er kennzeichnete die Förde- des bargeldlosen Zahlungsausgleichs als eine geldwirtschaft- kiche Ausgabe voii größter Wichtigkeit, deren unausgesetzte estrige Pflege rm Interesse unserer Wahrimg und unserer Volkswirtschaft unbedingt geboten sei. In klaren Worten erläuterte der Vortragende d,e mannigfachen Vorteile dieser Zahlungsweise für die Allgemein- wie auch für den emzelnen. Er erbat zum Schlüsse seines Vor- drages d« Mitarbeit der Vorstande der staatlichen und städtischen issen, der Banken rrnd besonders der Hausbesitzerverttne, welche
hätten früher wiederholte Eingaben des Vereins nicht einmal emer Antwort gewürdigt. Angesichts der Teuerung müßtAdü Ru hegehat tsemp, au ger und Witwen umfangrcick^re ^Beihilfen als seither erlucklen. Mit Nack-druck muß die Gleichstellung der Altt Pensionäre mit den Neupeusionären gefordert werden wie di"s im Königreich Sachen, in Weimar und SÄS ^ utl ^ Walsm könnte eine beträch.iiEr- holmng Ihrer Bezüge gewahrt ,»erden, intim der aus Einritts- gelderir und Beitrag'en mtstmümle Witwenp-nsirmsjondS in Löhe i>mi 4 318 000 m. mit 15 000 ML Zinsen auf tat her Stobt 3? r .kein Reiht habe, diesem Z,»eck diensldac' gemacht wichde^'Äe f M hebe einen ihrer bisherigen „bekannten Grundsätze" lallen las,en und au, den Malier verlangten qan, unmvralisä»'a
^uch >»r die Zuknnit >!erde man der Notlage der Pensionnre und Witwen bei den matzqeben- dcn Stellen mit alleni Naclidruck Ausdruck verleihen — Der Bor- NtzenLe des J-inmizanssckMsses. Mj. Dr. Osann versich^e dm W»“ Bestrebung«! des Vereins seine Untersetzung Das Verhältnis zwi,äMt Staat und Beamten ende nicht mit dessen Ars-dung IN den Ruhestand. Es ist auf Lebenszeit gcschchsen. Bei der demnachstigen Neurexcliuig der Beamtengehäller müssen auch die Ruhegehälter und Witwenbezüge eine zeitgemäße lÄ- hvhung erfahren. - In der Aussprache wurde hervvrgeltobe,, datz auch di« ictzigen Fragebogen in interne Familienverbällnisse euidrangcn. Gleickie Behandlung mit den aktiven 'Beamten mütj imt Nachdruck wrtorngt werben. Pensionierten Lehrerinnen trar" bcn bie Ta«rungSbe,l,Ilsen verweigert, wal es sich bei ihn«, mr^ um Haushaltungen sondern um Einzelpersonen handle Das mcht im Sinne des Ge,ctzcs. und die Neuerung müsse ternär** 1 * ?usklarung geben. - Ter Vorstand erhielt bau Recht, sich durch Zuwahl zu ergangen. Ter Beitritt aller Pensionäre uich Witiven zum Verein ist zur nachdrücklichen Ver- lreruug seiner Forderungen unbedingt erforderlich.
Hessen-Nassau.
, Wies baden, 3. Sept. Der kürzlich hier verstorbene ledige Architekt Wilhelm Wendenius hat Fin gesamtts^ mögen m Sähe vmr annähernd 700 000 M k. den Waisen gc- testamenlarisch zugeeignet. Di- wertvolle Bibliothek des Verswrbenen siel der Mrs,Eschen Landeslnbliothek zu eine umfas,ende Zirkelsammlung erhielt der Wiesbadener Ge-
E an ch^nn Teile zum Gelingen des großen Werkes beiten« Ortsausschuß gebüdet, welcher sich aus angesehenen Persönlichkeiten aller Stände „nd Berufe zusammen- Ortsmisschchsos ist vorerst in der Weise die Mitglieder einzeln oder in Gruppen von der Ge- S 1 ^slmstadt m solchen Fragen herangezogen lverden
fiC“ oist Ech^WiS
Kreis Büdingen.
\ -Z" dem T.oppelm'ord int Sägewerk
Himvvelsbach wcro heutt, gemeldet, daß es fraglich erscheint ob'
ters Kühn neue im
br^Edafttrug des der Mordbat verdäck^tigten Nachtwache ^ iausreckit erhalten bleiben kann. T-ie Untersuchung liat /»urch , kme neue Richtung Migenontmen, die auf mehrere
Diese wurden bereits ein
Werk beschäftigte Personen hinweist. gehendeit Verhören unterworfen.
Starkenburg und Rheinhessen.
I Durmstadt, 3. Sept. Der Hess. PensionärZ- verein hielt am Samstag nachmittag seine gutbesuchte Hcruvt- Versammlung ab. Ter Vorsitzende Rechnungsrat D e r s ch ^r- ^Alwolleiche Haltung der Regierung, insbesondere des je tzigen F-inarrzmi Nisters, mrt Dank an. Seine Vorgänger
Körperkultur.'
Mens sana in corpore sano ist eine alte Weisheit, die wir Ä fl9e Ä r begriffen haben, abxr um so weniger —
befolgen Das „Müllern war einmal V?ode, heute wird man nur noch wenige Anhänger finden, die dieses System regelmäßig folgen zumal da auch bereckmgte Stimmen gegen seine Ein- laut geworden tgü),Sckvoedisck-e Gymnastik ist überhaupt weniger in breite Volksschichten erngedrungcn, obwohl sie eher ^ war eine harmonische Ausbildung des Gesamt-
korptts zu getvahrleiiten, und das Turnen hat eine wesentliche
erfahren, seit die Mehrzahl seiner Anhänger als krastige Menick-en tm Felde stehen. Die im Lande zurückgeblieben sind, fmden kaum zur notwendigsten körperlichen
irt ^ wenigen Minuten, die M ^^blerben, i,t ihr Ger,t mit soviel anderen Sorgen über- . tapet, daß ihnen der Gedanke an eine systematisckie Körperkultur fern Äw'V 6 meTt - l8 S t ' bie sie betreiben, wissen ihre erfrischende Nerven Geist Und Arbeitslast zrvar zu schätzen, di> man nicht mit Dingen kommen,
l £*} MnWte’ als unnötig zeitraubend mit einem verächtlichen Lackeln abtun werden.
iE aber ^nnoch von Körperkultur gesprochen werden, SÄLl^üN^Kd ^ Enva^nei,. so,iden, von
rgste in dieser Hinsicht besorgt die Schule b ^ Turnstunden; dos Notwendigste, besser
w 111 n ™ n ^N^che sich nicht darüber yrnweg dav ein Weiug m den weilten Fällen ein Zuwenig ist.
-/c^b^llangen schlechten Sitzen in der verbrauchten Lust überfüllter Schulrcrume tmrd mehrmals wöchentlich ein Nassen-
i^genübergestellt, um die jungen Körper vor ga!izlick>er V^iotttrung zu ichützen
ÖDiuiflcn ausgeführt und schematisiertes' Gerätetumm bel ZunAT Gutgemerntt mw mchi lmrt genug anzuerkennende Einrichtungen Was die Schule aber bn dem unvermeidlichen Massenl-ettie-b Niemals geben kann, ist die dem Enizelkörpcr ang^paßte individuelle Ausbildung, die allen Schäden schlechter Haltuna und ^sonder? h»ul,ugl schleckit^ Atmung von Grunde aus abhilck und die daraus <iq ergebende DlÄ-armome von Haltung und Bewigzma ui her
ewaws ff 55 SSS
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^ochschulnachrrchien.
^ Frankfurt a. N?., 3. ^oept. Der ehemoliae Straßburaer HvÄchMchrer, Professor Dr. Thwbald Z ieg l er?der seit ernten Lehren hier wolMte, ist gestern rn einem elsässischm Lazarett her M Als 72jam^ Greis n«r « an fftÄS
Dortrage tätig. Ziegler, ein theologisch und pädagogisch hochgebildeter Monn wirkte lahrzehntclang mi der Straßburger Universität und hat hier eimm großen Einfluß ausgeübt. SÄne ganze Liebe aber galt dem Volks,chnlletzrerstande, für dessen geistig« nnd inoterielk .Hebung er unendlich viel getan hat Groß ^tst Ich Zahl semer Werke über pädagogische und nationole Fragen. Wäh- "nges war er chrenamüich in hiesigen Schulen W& als Redner unermüdlich tätig. ^ '
güt
lichen, obwohl grir'Eenen -p:
b-"«e ,wch ein WSSUä“»»
ffiS Ä Miioiiisurs Leben erwirbt, als in äL'em Wrßen. m unseren Kmdern beruht die Zukuntt des LmÄ.
verm?schtes.
, . * deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erholunns- beime. T,e Geiellschait. die bekanntlich auch in Dad-Salchansen cm großes, starkbesuchtes Heim untettält. sind auch in letzter Weit eine Reihe von Zuwendungen gemacht worden: Pfclsser & £iüer ® m. b. H. Horchheim b. Worms 50000 Mk., Gasapparat- und Hubwerk A. G., Mamz wettere 5000 wck, Eugen Wallersteiu Offen- bach , 000 Mk., Odenwälder Hartstein Industrie A G , Darms,adi 1000 Mk., Ebennsche Fabrik Budenheim Ludwig Utz, Mainz 1000 Mk Mainzer Aktien-Bierbrauerei, Diainz 1000 Mk.
* Ter Doppelknall. Während des langen Kriea<>s bot s^sfhr oft die allerdings auch schon früher bekannte Erse^ümmg seststellen koimeii daß häufig nach dem Abfeuern eines Geschützes statt eines Lualles, deren zwei gehört werden, die ganz kurz aus- einander folgen Ter Knall entsteht bekanntlich dadurch, daß sich mit G«r«lt dre Lust rn einem plötzlich, lustlver genwrdenen oüer stark lu verdünnten Raum stürzt. Das geschieht ebenso, wenn man einen Pfropsen aus einer Fla,ck^ zieht, mit der Peitsche durch die Lust schlagt ein Gewehr oder ein Geichütz abfel^rt. Vor der Mün- düng entsteht durch die Exploswu der Pulvcrgase ein stark luft- verdunnter -Raum, nach dessen Umsmrg und Größe der Knall schwacher oder stärker ist lieber die Ustache des Tovpelknalls sind dseverschiedeniten tzypothesen aulgestellt, die aber alle deshalb k ine Richttgkeit haben, weil nach ihnen ,edes Geschütz einen Toppelknall Hervorrufen kann, während in der Tat diese Erscheinung Lir be ^lackibahngeschutzeir beobachtet wird. Tcslnilb Hot es die größte Wahrschemlichkeit für stch, daß der zweite Knall ein Echo des Ersten ist Tre von der Mundung des Geschützes sich ausbreitenden Schallwellen treffen bald auf dem Erdboden aus mid werden dann wieder zuruckgeworsen. In kstinstigen Fällen erreichen diese zurückgewor- fenen Wellen wieder das Ohr des Hörers, er vernimmt also den, Knxsl noch etnmal. Das ^ssiert natürlich nur, wenn die Boden- verhalttnsse günstig sind.' Daß dies» dabei eine große Rolle spielt geht daraus hervor, daß der zweite Knall von verschiedenen Stell-n auch rn verschiedenen Zwischenräumen von dem ersten Knall qeböbt tvird^und^dann^ besonders aus der Beobachtung, d<iß bei. Steil-
Wir müssen kraftvolle Männer mt^br^ichbare Mütte^h^ra,^ ziehen. Ein Nackpimckis von Kümmerling.m bebeutete den Bolks- nnn. Tie heutigen ErnährungsmrlMtnisse sind nur dazu <m- gepgn, die Lck-äden des ^chulehockens und Stubenhockens noch beangitigender herlwrtteten zu lassen. Die unverstandenen Er- eignine des Sieges belasten die kleinen Gehirne über .Trgg- ^ Iie Rückwirkung in frühzeitiger Ner- m Schaden der Gesundheit. Und deshalb ist der Ruf nach gründlicher systematischer Körperkultur eine Forderung der Zeit die nicht ungehört verhallen darf. Körper und Geist greifen ^ lENlstem Zusammenspiel ineinander, und ein Wohlbefinden und LEbestslust Körpers gibt Nervenkrast, geistige Frisck^
Wie über soll Körperkultur beim .Kinde betrieben werden? <>or allem nicht durch ein gewaltsames Mhärtungsverfahren, m ^ - ma^g genährten Körper nickst mehr gewacksten sind. üSungat ” Ut< ^ cin ^ tti9 ^ Turnen und zusammenhanglose Frei-
^ letzten Jahren haben sich mehrere Systeme ein
gebürgert, die sich rhythmische oder harmonische Gymnastik nennen
tn einer guten WerbeliteMtur für ihre Ziele eiirtreten. Wir nelinen u. a. Beß Mensendieck „Tie Körperkultur der Frau" Wiuther, „Korperkicktur als Kunst und Pflicht". Die Bewegung ging von einem Franzosen Del satte aus, der sie nach Amerika t^rpstanzte, wo sich ihr Aufgreif-en durch die beiden Dunea" Ealln^yer, Talarze, Laban de Varaljos, die Tambacher Schule (letzt Schloß Bieberstein, Rhön) ohne weiteres verfolgen läßt Die Ertüchtigung, dem schönen Zusammen- lreß schnell aus der Bewegung den moderr.en Tanz, hervorwachsen, dchcn Entwicklung hier nicht verfolgt werden soll, dem )mr aber wirkliche hervorragende Künstlerinnen! mid eine asthettsche Reform des Tanzes verdanken. Dieses sind Gip,elpunkte der Bewegung, die aber nicht die Bedeutung der Be- wdng als lol-cher ausmachen. Ihr größtes Verdieiißi ist, der bar- nionijstien Körperausb loung wilder zu ihrem Rechte verholen und Lyjteme aus gebaut y.i hiben, die diese Llusbildmkg enndgl^ch-m
Dem gemeinsamen Ursprung zufolge facku die.e Systeme nicht allzuweit Lusemander. Ihr Gemeinsames ist, keine unschönen ^guskelwulite zu erzeugen, die oft eine Folge des . Müllerns" waren, sondern bie ' ' " *
vornehmlich des
fMißeschützen jemals ein TovpeI7ii-N zu f)ihm ist. Das erklärt
sich einfach daraus, daß bei ih en die Schallwellen hauptsächlich -. odi Dl>cu ui die Lust gehen und den ErdbodÖi nur so schwach tresfen, oal; iic fern Echo hervorrufekn können. Es wäre zu empfehlen, »nie eigenartige Erscheinung noch genauer zu beobachten.
Letzte Anehrichten.
Dev nerreste Aericht dev ^eeVesleitnng.
^ (WTB.) Großes Hauptquartier, 4.September- (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Nupprecht und
Voehn.
Beiderseits der ßtp hat sichl der Feind in stetig Kampfe mit unseren Dortruppen bis in Linie Wulverghem und steppe— Mac St. Maur—Lcrvenlie—Nichebeurg vor» gearoettet. Unsere gemischten Abteilungen pil:en ihn in die- }m Klemkampfen wirksam geschädigt und ihm durch Vorstöße und Angriffe Gefangene ubgenommen.
r ^u der Schlachtfmnt zwischen Scarpe und Somme vr-r» lief der L.ag ruhrg. Wir hatten während der vorletzten Nacht unsere Truppen in Linie Arleur—Mzeuvrcs—Mavanrourt zuruckgcnÄmmeu. Diese seit einigen Tagen schon vorbereiteten Bttoegungen wurden plangemäß und ungesbttt vom Fernde durchgesührl. Der Gegner ist erst am Neck. nittag zögernd gefolgt. An der Front zwischen Nesle und Beroune hat ver Feind seine Angriffe gestern nicht wiederchnlt.
Beiderseits von Boyon fijhrte der Franzose st-rcke An- gr f c, üie sich im b s rd e r gegen das Höhenge ä d zw s,l en Champagne und Bu sp richteten. Der Feind, der hier n er- mal vergcbüch gegen die bcwöchrte 231. Infanteriedivision ansmnrtte, wurde ebenso wie an den übrigen Anariffs- abschnitten, restlos abgnrü^sen.
An der Ai leite ErkunöungSgesechte. Vorstöße des Fein- gegen Coucy-le-EAtoau scheiterten. Zwischen Ailette und Alsne setzte der Franzose im Verein mit Amerikanern und Italienern nach stärkster Feuerwirkung zu erneuten Angriffen an. Sre wurdm vielfach nach erbitterten Nahkämpfen abgewiesen.
*
Wir schossen gestern 22 feindliche Flugzeuge und sieben Fe,felballone ab. Leutrurnt Rumey errang seinen 39. Luftsteg.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Südlich von Nipont brachten wir von erfolgreichen Vor- 'tößen in die feindlichen Gräben Gefangene und Maschinengewehre zurüL
Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff
* . *
Bevorstehender Austausch der ratifizierten Brester Zusatz»
vertrage.
Moskau, 3. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Laut „Jswestija" wurde in der Montagssitzung des Zentral-Exekutivkomitees bol ratihäicrte Zusatzvertrag zum Brester Frieden, nachdem Swerdow ihn unterschtteben hatte, noch gestern abend mit einem diplomatischen Kutter nach Berlin geschickt, damit der Austausch der ratifizierten Verträge am 6. Sepie m b e r erfolgen farat.
Aus der Sitzung der Moskauer Konferenz ber Kommunisten- Partei erstattete Larin am 29. Auanst laut „Prawda" in Gegenwart von 500 Genossen btt verschlossenen Türen Vettcht über den Inhalt des neuen Uebereinkommens. Ter Bettchterstatter wies auf .eine Reihe Verbesserungen hin und sagte: Wir bekommen ttns Reihe Städte und Gouvernements zurück und erhalten volle Frtt- heit bei der Nationalisierung miserer Volkswittschaft. Tie Kon- ,erenz nahm einstimmig ttne vom Bettchtetttatter eingebrachte Resolution über die Anerkennung der auswättigen Poütit des Rates der Volkskommissare an.
Amerika und Mexiko.
Luganv, 3. Sept. Agencia Amettcan Eldet ausMerikio, daß der Zwischenfall zwischen Amettka und Mettko an der Grenze bei Nogaks viel ernster stt, als die amerikanischen Berichte z u geben. Tie mexikanisck>en Truppen haben sich v or der Stadt verschanzt und die amerikanischen bedrohen sie mit einem Angriff Laut Kab-elnachrich^n Genueser Blätter aus Neuyork teilte die Regierung der bereinigten Staaten der mexikanischLl mft, daß, Amettka jebr Lieferung von Baumcwlle und anderen Waren an Mariko ttnstellen werde, falls letzieres nicht den Vettrag mit .» Spanien über die Lieftrung von 50 000 Ballen Baumwolle rück- V' gängig uiacht, toei! diese , angeblich daM bestimmt sind, von Deutschland aufgekauft und bis zum Ftteden in Spanien ausgestapelt zu werden.
! gleickmiäßige harmonische Turchbild'ung bish-r ^ . - Mädck-enkürpers durch individuell angepasste
Muskelanspannungs- und Mnskelentfpannuugsübnnqen. Um den Mluskelüvungen, die niemals ruckwttse, wie bei Frttübungen vor- genomm-en werden, den anmutigen Fluß der Linie zu geben, werden lie mit irgendeinem Musikstück verbunde^r. Besonderes Gewicht wird daber aus ttn geregelte Atmen der ganzen Lunge'gelegt 0mr Erivachsenen atmen säst ausschließlich mit dem Bauchfell, wobei die verbrauchte Lust stets in dem Lungen verblttbt), und aus eine harmonische Ergänzung von Bewegung und Gegenbeweguug, das .Gymdgesetz. der fl* plastischsi Kunst, hem iür den normalen
orperliche Haltung von Grund aus neu aus. gebaut und ihr der ungezwungene Linienftuß des in sich-fest ae* fugten und gehaltenen Körpers gegeben. Eine wtttere Folge ist der freie anftechte Gang, dessen Schönhttt imZ ei geilt sich m r mehr on Romanngurcn güäu'ig ist. Das weitere Vorgeheu die e Sv' me zu verfolgen, würde zu weit führen. Zerfalls sind ihre Vorzüge. die nicht znr künstlettschen Tanzbetättgung sondern nur zur bar. monischen Köri^rdurchbildung. zur Körpergttnndung sührm sollm mivertennbar. Kurz erwähnt stten nur noch die ebenso bedeutsamen Entspannungsübungen, die den Muskeln die absolute Ruhelaa« ***** tebringen ,'vllm. Diese Be'ähigung, die dem fru'tirc*
I ^ verloren gegangen, btt den Naturvölkern ahn sehr
^gebildet ist, s-E ttne viel schnellere und wirksamere körperliche §rhZrmg herber uhven und ttn neues Gefühl der Fttsche den Körper durchströmen lasten.
Tie Forderung nach Körperkultur für unsere heranwachsende
lie erlangt tverden kann sind vorhanden. Wie sollen sie prakttsch vereinigt w.mden^ Ts hat lnne theoretische WlseinanderseUuiig der dur-chzustudieren und dann fehlt es ihr an der vra'ischm Lchulung, d»e Uebungen sachgemäß anzuordnen und zu üben -chm Es Müssen dazu Lehrkräfte gewonnen werden. Fast alle fn'tTeer critC gezählten Lvsteme haben Schulen erttchtet und bi'gen Leörkrätt«» Mks. Ob diese mm an ö'fentlichm Sck>ulen angestel'ft tvcv>cx ' oder dnvatknrse a^h^ltm, der Zweck ist der glttip. Wi Mujcxift vvn solchen Einrichtungen, die noch nicht zwangsweise ttnatt,",sn^ sind, Gebrauch gemacht wird. ' emgesuhrt
Hjier in Gießen besteht feit einigen Fahren eine Zw-iani-dn- jafjimg des Callmeyer'sckmr Schnlstistems, deren Prw-tt^ft v^ Frl. Brandenburg gttttttt werden. Wir hatteri die er Gelege:' h.n üemErErlauterung und Vottührimg des S:yc:n*l%
Dottühnmgen hintettittun dr^ denkbar günstigsten Emdrucknud veranlaßt,m zu diesen ^ttlen rrtdr die Ziele dieser und ähnlicher -Bestrebnngm^ m «vZ'n* Forderung erhoben werden sollen. WaS sorgetühtt wurde, w ^
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Hebungen im Schrecken, HüfttinegOr^m EÄenb^aün,^' a^mü Bällen u.» Keulen, di^n'ihrer ffig
uberzen -e-chm Einblick in bcn Wert de?
Systems tun ließen. Ein zwttter Teck zttate Täu-e die
,md hrmiW ' tnm l'rL Eva Mehlhorn m klaisuck edlen Gliederbcgvegnime" ein-' ^ nwmsch nnmdervttl durklMbildeten Körpers^ fliiiii'i'Tt li- vS - Eme nochmalige Vinührung vor brttterer Oefsc nli^eck äftbctiftf) enimaiibttciiT Htelteifte Genuß, "i . b
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