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ffidEfl in vEger Auflösung. Im MMck der Station Mvnetnafa -vbt der Kampf. Bei Simbcrsk .7mck> erbittert gekämpft Das Teuer unseres bei der Station. Ochotmtschja besinnlichen Pauzer- zuges brachte d« Batterie des ©egnetö *urrt Schweigen. Untere Een Srmbirsk tnorgcyenhen Abteillmgen haben die Brücke über den Swiiga-Füuß erreicht. Ter Feind versuchte vom Dorf Ot- -oada her emen Angriff auf dir Station Ochotnitschja. Wir ließen -ihn gans nahe l-eranLomwen und schlugen ihn durch schnellen WorjDtz rn die Flucht. Er ließ viele Tode zurück sowie Geschütze und Maschinengewehve. Bei Kasan tzogstich eine Gruppe am linken Ufer nach hartnäckigem Kampfe auf die Linie des FluffeS Szunka zurück.

Ach den anderen Frv^ttabscktn'tten lerne Beränbernng. Auf deil NördlickZm und loestlühen Fraattabschnftten hat >dcr Gegner in der Richtung Vvn Onega das Dorf Tschkajelvskaja aufgegeben. Im Gebiet der Wagamüntmng versuchte ber Gegner Mit frtlfc van Wasserffugzeugeir einen neuen Angriff vom Lärche ^und vom Wasser l«. Die Attache wurde drrrchüas Feuer unserer Schiffe abgewiei'sn Irn nvrdkaukasischen Abschnitt kau^entrierte der G^ner beim Ge­höft Wattiaffchi in der Richtung von Katschabmsk größere Kräfte. Er Mitte einen Angriff gegen die Station Gumrak aus, wurde aber durch unser Maschmrugcwehrfeuer abgewiesen. Unter dem iSchutze der Dunkelheit und des schlechten Wetters vermochte der lGegner sich der Station Ssemitschnaja au nähern, wurde aber auch hier in ine Flucht geschlagen. .In der Richtung von Welikeknsscheek griff der Gegner mit einer »Kavallerieabteilung von 500 Mann, Geschützen und zwei Ä)öaschinengewchrm an und wurde nach sechs­stündigem Kampf unter großen Verlusten tzurückgeschFagen.

Moskau, 24. Aiug. (WTB.) Die 'Kämpfe am 16. August. Nördliche und westllche Abschnitte: Schtenkuiek tourde von der Weißen Garde besetzt. t

Südlicher Abschnitt: In Richtung Bakaschowsk führte ein revolutionäres Kvsakcnregiment einen Angriff auf das Gehöft in der Rahe des Dorfes Plötki «us. Ter Gegner floh unter Zurück­lassung von Toten. i

Nordkaukasischer Abschnitt: In Richtung Zarczyn griffen unsere Truppen an einigen Stellen an, besetzten die Station. Wvrvponvwo ltnb erbeuteten 10 Maschmengewehre.

Oe ft li che Front: In Richtung TagiakMähern wir uns nach Einnahme des Tories Taraßbowo der lSücrtömi Txävatui. Es wurde bemerkt, daß der Gegner von Kongurock Truppen nach Jekate rin- burg wirft. In Mchtuny Miatta (hat die Weiße Garde Ursum besetzt. Ihre AnMhl beläuft sich.aus mehr als 1000 Mann. Sie beabsichtigen. Kotelnitschi zu besetzen, die ,Brücke zu sprengen und Perm abtzuschneiden. Unsere Flugzeuge warfen BonGen au' Kasan herab. Die Treffer waren günstig.

Auf der übrigen Front keine Berändermrg.

Stockholm. 37. Aug. (WTB.) Ein Telegramm aus Mos­kau anPolitiken" bestätigt, daß die Tsecho-Slowaken bei Nrkola- lewsk geschlagen wurden .und daß die Stadt von den Bolschttvisten eingenommen Worden ist. Es wurden dabei große Mengen an .Kriegsgerät erbeutet. Die Verluste der Tschecho-Slowaken sind sehr groß. '

Unterstützung der Sowjetmacht.

Kurik, 22. Aug. (MTV.) Meldung der Petersburger Tele- graphen-Agentur, In der Plenarsitzung des neugttvcihltrn Sowjets der Deputierten der Eisenbahner ist eine Resolution »irr Unter-i stützung der Sowjetmacht angenommen worden. Der Sowjet der 'Eisenbahner wftt> sich die größte Mühe geben, irm die Arbefts- tätigkeit z.u beben und zur Stärkung.der Sowjetmacht, der sozialen Revolution und zum Triumph der Arbeiter und ärmsten Bauern nach Kräften beantragen. <

Die Uffurlfrvnt.

Amsterdam . 37. Aug. (WTB.) Rach einem hiesigen Blatte Meldet der Souderberichvcrswt^ derTimes" in Chmckin vom 31. MiMlt, daß die Kttmpftättgkeit an der Uffuriftvnt am Montag stark sugsro-mmen habe. Die beiden Fronten der Eierten Streft- kväfte seien angegriffen Wochen. Die Kosaken hätten vier Kanonen verloren und 100 Mann. Die tschechischen, englischen und sran- zösiichen Truppen Wachen in den Kamps verwickelt, später auch die japanischen. Ihre Gesamtverluste betrügest ungefähr 300 Mann pnJXoten und Verwundeten. Die Frontlinie wurde 6 Meilen zu- rückgsvommen. Icyttnische Truppen treffen rasch im Kampfgebiete ein. Mau glaubt, daß eine feindliche, 4000 Mann starke Truppe vom Khanka-See Lus Ungefähr 100 Meilen nördlich von Wladiwo- 0g und nach G-rvdekowa geschickt worden sei, um die

nlnrnche Bahnlinie yu beiden Seiten zu besetzen und die Verbindung $vi}iben Wladiwostok und Chardin abzuschneiden. Wir schwierig 01 ^ fc®- Tatsache entnommen weichen, daß ein aniehnllcher Tttl der tschechischen Truppen »rrückgebracht wurde, um du Bahn zwischen Nckolsk, nördlich von Wladiwostok, und Gwde- kowa zu besetzen.

Sin Dementi TrotzkiS.v

Mvskau, 27 Aug. (WTB. MchbnnÜ.) Meüumg der Pe- ^egraphen-ÄAkNtua. In einem drahttosen Telegramm» ,Mn Alle dementiert Äcnpsse Trotzki die amerikanische Lüge, welche HZagte. daß dre Scwiets die allgemeine Bewaffnung aller Kriegsgefangenen zum Kampfe gegen die ^Icheckw-Slowaken durchführen wollen. In der Sowjetarmee be- ^oenftch lediglich einche frühere Kriegsgejunglme, die russische Staatsbürger geworden smd.

Der Kampf gegen die «egenrevolutionäre.

Wie die hiesige Presse meldet, ist in ^ckmi-NowgvAd ein mÄttärrevvLutimräves Komitee errichtet in idessen Hand alle Gewalt im Gouvernement überging. Die Stadt u^wd vmi den Gogenrevolittioriären gesäubert. Ans Beschluß der autzerochenttichen Kommission wurden <§f Gegeirre vo lutsonäre er- icyossen.

^n^^^Ä5Ä^.Or^sation in Stadt Und Kreis Lunch wjuche^urttechnrcL und der Belagerungszustand verhängt.

, Rvrdarm« wnche eine gegenrevolutionäre Ber-

jchloorung entdeckt.

, Im Wsckmitt Ufa haben sich die Dorfbewohner für die Räte-

m ber wm ts-EEsch-r ©ette an- geochneten Mobilisierung Folge zu leisten.

'W§B.) Meldung der DeterMwger wurde emc 400 Mann starke Atzwi- luntz polnischer Soldaten, IN der Hauptsache ehemalige Legiowrre, Eüeck. die Wachdienst an der Eisenbahn taten und den llebectritt von Soldaten ms MurmangÄnet förderten. Da sie einen gegen

den Sowjet gerichteten EharaVer trug, so wurde die Abteilung mit Hilfe der örtlichenKommission" entwaffnet. Neuerdings wird ein Andrang polnischer Soldaten aus der Ukraine nicht mehr beobachtet.

Petersburg, 24. Aug. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegravhen-Agentur. Am Abend des 15. August begann im Ravon Petersburg em bewaffneter Aufftand unter Führung weiß- gardistiAer Offiziere. Anfänglich gelang es den Aufständischen, einige Stationen zu besetzen und zeitweilig die Verbindung mit Jainbnrg und Gatschina zu stören. Eiligst wurden Gegenmaß­regeln getroffen. Eme aus Jamburg ausgerückte Abteilung be­setzte nach heftigem Kmiipfe die Station Meloßkowicy und mar- tchierte weiter vorbei. Die Weißgardisten hatten sich im Walde von Wolostvwa verschanzt und versuchten von dort aus in Verhand luNgen zu treten. Unsere Abteilungen cntwaffnete die Gegen revolutionäre.

Wo log da, 24. Aug. (WTV. Nichtamtüch.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Das Komitee zur Unterdrük kung der Gegenrevolution hat strengste Maßregeln gegen die Kon- ttrrevolutionäre ergriffen. Me Weißgardisten und ' verdächtigen, Personen wurden verhas-tet. Alle Offiziere werden registriert und die Verdächtigen unter ihnen verhaftet.

Beseitigung des Privatbesitzes auf Grundstücke.

^ M os kau, 24. Aug. (WTB.) Nach derPrawda" hat das Zentral-Exekuttvkvmitee in der Sitzung vom 22. August den Erlaß eines Dekrets beschlossen, das in allen Städten den Privrt- lbesitz aus Grundstücke beseitigt In Städten über 10000 Einwoh­nern wird das Recht auf Priv.rtbesitz aus sämtliche Bauten ab- gejchafft deren Ertrag einschließlich des Grundstückerttages über die von den Ortsbehörden festgesetzten Normen hinausgeht. Hypo­theken über 10000 Rubel werden annulliert und die ftüheren Eigentürner den Mietern gleick-gestellt. Das Dekret erstteckt sich mcht aus Industrieunternehmen.

RllffifcheS.

Moskau. 24. Aug. (WTB.) Tie hiesige Presse meldet: Hier traf er ne rusiischs Abordnung ein, die beauftragt ist, mit der Sowjet- regierung über die Liauidation der russischen Staatsenirichtnngen im Kaukaius zu verhandeln.

Tie Entente gewährte der sibirffchen Regierung einen weiteren Vorschuß von 100 Millionen.

Erbeutete Schriftstücke beweisen die Werbearbeit des ftanzösi- cSS 1 Bevollmächtigten Janeau unter den Weißgardisten und Tlchectien ut Samara^ von wo aus auch lebhafte Beziehungen mit -utofs und der sibirischen Regierung imterhalten worden sind.

.. Tie Reglerung in Omsk befahl die dNobilisiernng der Jahr­gange 1889 und 99.

Ter japanische Kvnsulatssekvetar Midkawa und der Attachse der chinepschen Gesandtschaft Lrootau sind aus Petersburg hier elngetroffen und haben dem Volkskommissar für auswärtige An­gelegenheiten einen Besuch abgestattet

Nach cimr Meldung der ..Jst>vestÜL" äutzerte Leirin in einer öm 26 . o. M. abgchaltcuen ParteiveffammLrng, daß die Köm- Mr die Beendigung des imperialistischen Krieges und für deic Soziallsmus kämpfen. Bereits bei Beginn des Krieges habe er e rklärt, das; der einzige Ausweg aus dem imperialistischen Krreg seine Verwandlung in einen Bürgerkrieg sei. Ter Bürger­krieg rn Rußland müsse noch viele Monate, vielleicht Jahre dauern. Ter Kapitalismus sei eme internattonale Macht; er könne daher nur m allen Ländern, nicht aber in einem einzelnen ver­nichtet werden. Der Krieg Legen die Tschecho-Slowaken sei ein Krreg gegen die Kapitalisten der ganzen Welt. Tünch eiiren Sieg

Kanadische Militürftrichtkingc

Rotterdam, 27. Aug >WTB. Rio Rotterdamschen Courant" zufolge nieldu >er

DemNveuwe .Tailn Tetegvaph"

aus Montreal, daß in der Provinz Quebec ungefähr lOUCK) Mann desertiert oder nicht eingerückt srnd. Maß hat in ganz Kanada für Rcilitärslüchtlinge einen Termin festgefetzt, bis zu den:, sie sich anmelden können, ohne 'bestraft zu ivecden. Tieft Matzregel hatte einige Wirkung. In der Provuiz Quebec ineldet« sich eine ziemlich große Zahl Deserteure, allerdings noch nicht oie Halste der abgängigen 10 000 Mann.

Ter Malvy-Prozetz.

^Bern, 28. Aug. Bei der Zusammenkunft in Paris am Sonntag erhob das Exekutivkomitee der sozialisttsch-radi- kalen Partei sehr energisch gegen die Berurteiluiig Malvys Einspruch und sprach i.n der Tagesordnung den Wunsch aus, alle wahren Republikaner möckften sich im Kampfe gegen Ver­leumdung und reaktionären Pressefeldzug einigen.

Berbandstreibereien ln Holland.

Haag, 27. Aug. Zu den Enthüllungen der Iswesttja über die gegen dir holländischen .Kolonien gerichteten Ent«üeabsichtrm, und deren Verbuche, drc wickttgsten holländischen Zeitungen oder chre Korrespondenzen zu kaufen, schreibt die Amsterdamer Zeitung Te Tisd : Der Argwohn ^der Holländer ist heftig geweckt worden migepchts der aus authentischen Tatsachen beruhenden Mitteilungen der ^swesttia drängt sich die untoeigerliche Forderung aus, daß Licht ur diese Angelegenheit aebracht werde und Holland erfahre^ welche Absichten sich hinter der scheinbar freundschaftlichen Hül- tung der Ententestaaten verbirgt. Es erscheint uns undenkbar, daß holländischerseits nach Veröffentlichung dieser Nachricht weiterbirt tatenlos zugejehen wird. Ob sich vielleicht die betreffenden Staataj vMi selbst dazu herablassen, die holländische öffentliche Meinung zu­frieden zustellen?

Tschecho-Slowaken hätten die Bvlschewckl die Möglich­kett, sich solange zu halten, bis die Weltrevolution ausbreche.

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Die Abreife Helfferich» aus Moskau.

r ^ n ' A 7 ' ») Gegenüber unzutreffenden Presse­

darstellungen über die Mpttve der Abreise des Staats­sekretärs Dr. Helfferich aus Moskau und der Ver- btt deutschen diplomatischen Vertretung von Moskwt nach Pleskau stellen wir folgendes fest: Tr. Helfferich hat Moskau nicht aus eigener Initiative verlaffen. sondern auf die ausdrüclliche Weisung des Staatssekretärs v. Hintze, alsbald zur mnudlichen Berichterstattung nach Berlin zu kommen. Die Verlegung i*r di^omattschen Vertretung lediglich aus Gründen der Person- Cchen Sicherheit vorzimehmen, hatte Dr. Helfferich in seiner Be- ri chtersta ttung an das Auswärtige Amt vichrftrch abgelehnt Erst nachdem er die auÄ>rückliche Weisung erhallen hat, im Falle drohen­der^ Lebensgefahr für sich selbst oder das Personal der Mission die diplomatische Vertretung von Moskau an einen sicheren Ort zu perlten, und nachdem er selbst nach Berlin berufen worden war dre Frage ferner persönlichen Sicherheit also gänzlich ausgeschaltet war. hat ^r. HÄffercch zur Sicherung des Lebens der Angehörigen knplomattschen Vertretung die Verlegung angeordnet, und zwar imch Petnsburg. Die weitere Verlegung von Petersburg nach Pleskau ist nicht von Dr. Helfferich, sondern vom Staatssekretär v. Hrntze besohlen worden.

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Die Amerikaner in Wladiwostok.

) RÄltersch« »uremi noßet aus M^nwostok: Wie verlautet, haben die Amerikaner; der Gemeinde Wladiwostok S * l / 2 .Millionen Rubel geliehen Die IapEr fo^entrieren ihre Truppen an der Ussurffvont. Matrosen mu Gvanöwv, die von .Pvn^ermtt-amvbilen unterstützt waren haben die Bvlschewiki abgegriffen.

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Aus dem kubanischen Gebiet.

Berlin, ^-Dug- DerVorsitzende der kubanischen Regie- Ttm> oen Pressievertretevn. daß der nach Säube-

«ma^kichamsk^n Gebietes von Bvlschewiki zickanrmentretend« Lcmdesrat alle wlchttgen pollttschen Fragen entscheiden werde. Etti.

Deutschland fei durchaus nröglich. Das kuba- ^ babe Ueberschuß an Lebensmitteln, brauche landwirt­schaftliche Mzpchmen und andere Waren. Die Beziehunaen zur Ukrarne seren sehr freundschaftlich.

Wilfon kommt nicht nach Europa.

ft U Aug. America Service, die Nachrichten­

stelle der amerikanischen Gesundffchnft, dementiert die Blät- termeldung, daß.Wilson dft Absicht habe, nach Europa zu kommen.

Norwegen.

Kristiania, 27. Aug. (WTB.) ^MwMblabet'' schreibt in ftmem Lettarttkel vom 25. August: Das vergangene sochvcktztte Kriegsvierteljahr habe fift Norwegen autzmpollttsch \vcmgn Rei- b.^gM gebracht, als irgendein früheres. Das ?lbkommen mit Am», rlka..habe eine Grundlage für alle Berhandlungen mft den west, lichen Staaten geliefert, und rn Berlin habe man großes Verstünd- Norwegens gezeigt. Eine Regelung des delsverkchrs mu Deutschland stehe bevor. Der anschemsnd offene und vertrauensvolle Geist, worin die C^leitbriesviwhandÜmgen ge- fuhtt werden, j cheinc Gutes zu versprechen. Tas Ergebnis dieftr Verhandlungen dürfte relativ befriedigen. Es sichere zwar mchik dw Schiffahrt, verspreche jedoch £*e Sicherung der Lebensnftttel- znfuhren Zwar bleibe die Zufuhr aus England bedroht, aber man könne aus Amerika unter Geleftschutz Zufuhren erwarten. Werter ichreibt das Blatt, daß die Torpedierungen der Dampfer .,Sommer, tad" imdSan Jose" hoffentlich die letzten sein würden. Man dürfe hoffen daß Deutschlarrd das Unrechtmäßige bei dieses Versenkungen anerkennen werde. Es sei für Norwegen von Vor- teil, daß zur Zeit mt Auswärtigen Amt in Berlin sichrere Beamte tattg jeten, die bie nvrw-egischen Verhältnisse aus eigener An­schauung kennen, in erster 'Linie der Staatssekretär selbst und dann der zerretär Baron Bietinghoff. Ti« berefts getroffenen oder noch zu erhossenden Zuftilwoereinbarungen eröfsneten also ziemlich ruhi- gen Ausblick in die Zukunft, wenn auch die sonstige ftnanzielle und wirtschaftliche Lage Norwegens noch manche schwierigen Probleme m sich berge.

Der Wirtschaftskrieg.

28. Aug. (Privatlelegr.) Ein hiesiges Blatt meldet aus London, daß auf der Versammlung der Baumwdllfabrikanten in Liverpool, die vorgestern stattfand, die Bestimmung angenommen wurde, während 10 Jahvnr nach dem Friedensschluß keinen Handel mit dem Feinde zu treiben.

ver Zeeftieg.

A«nst «nd wissenschakt.

Die Kunstausstellung der Breslauer Messe.

* U§ & r .ii a V?F b "Ns geschrieben: Kunst und Messe haben I^cht unbedingt etwas mfteiwmder zu tun. Wenn ttotz- dem die Breslauer Mes,e-Ge,ell,chaft den Vorschlag des Breslauer Mers und Graphikers Si^ftied Laboschin zu einer schlesi- ,chen .Kunstausstellung im Rahmen der Breslauer Messe bereit-

öu ^ der zutreffenden Erwägung^ ^bildende KmL m Breslau eine Propaganda blutnöttg hat, und datz der Fremt^nverkehr anläßlich der Messe die besten Vor- aussetzungen für solche Propagarida biete. So charakterisiert sich ^ 1T }, en ' dem sich ber Breslauer Ortsverein der Teutschen KunMeirMlenschait, der Künstlerbund Schlesien und die Verernigung schlesischer Künstlerinnen zusammengeschlossen haben, in krß^ Linie als Berkanssausstellung. Sie ist also nicht eine eurrgermaßen erschöpfende Uebersicht über den Stand der

Ä^Äi in Ä en: um das zu geben, reichten Zeit und Raum .acht sms A^r sie vermittelt den Eindruck, daß zahlreiche Mid schaffQisfwhe .Kräfte auch rn den Bezirken der bildenden! Kunst rn Breslau am Werke sind.

3n bw Plastik bcherrschte Matthias Karl Kleine mft sermr groß ausgefatzten Ge r^rrt-Hauptmann-Büste, dem lebens­groß modeltterten Wpf der Breslauer Tanzmeisterin Rita Rokst und einer Bronzestatuette Aegvpterm" das Feld. Theodor von Gosens liebenswürdige TerrakottaFrühlina" und sein stär- kerer Geiger" sind Proben reiser, gefestigter Künstlerschaft. Ro- bert Bednors ist vor allem mtt der Porttätbüste der Tänzerin

A

9Hut U°Boot-Grfolge.

Berlin, 27. Aug. (WTB. Amtlich.) In den Gewäs- jern westlich von England versenkte eines unserer U-Boote 5 Fahrzeuge von zusammen 22 000 Bruttv-Register-Tonnen. Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Ein neues deutsches Kaperschiff.

Bern, 27. Aug. (WTB0 Der Lyonerdrouvelliste" meldet aus Neuyork: Der von einem deutschen U-Boot .rusgebrachte kaiiMsche DampferTriumph" fähtt mit einer 16 Mcnrn stmckttr Prixenbeia^mg des Ib-Bootes an Bord, mit zwei Kanonen be- waffnet und einem Funkspruchappavctt versehen, in den Gewässern um dre Mftenbänke Neuschottlands. Er versenkte bereits mehrere Fischerschiffe, deren Besatzungen in kanadischen Häfen gelandet wurden.

Die Deutsche Flotte und der U-BootS-Krieg.

B e r l i n, 28. Aug. Tailn Chronicle bringt folgende Aas^ la, jungen des bekannten englischen Flottenkrsti'Sers Arthur Pollen^ .E dem jetzigen Stande der Unterseekriegssirhrung sind wir in o?r B^ampfung der U-Boote unter Wasser auf passiven Kampf b - A'^Mrnen ang^ieien. Gäbe es keine deuffchen Schlachtschiffe und Schlackttreuzerflotte, wäre dre Einrichtung emer engen Mmew- igerre wohl ausführbar, also kann man wohl sagen, die deutsi^ Flotte beschützt jie U-Boote 'und deckt ihre Operationen. An- derersctt ist,l>is stärkste Lbrgnnient dafür, daß die heutsck«e Flotte sich l>eute mcht zu einer Seeschlacht stellt, denn solange die fei'rch- llchen U-Boote monatilch über 900000 Tonnen versenken können vollbringen sie direkt und die Schlachfflotte indirekt Lrfftmngcn zur See, dve alles übersteigen, was selbst von der glücklichsten W- tton zur See zu erhoffen wäre/ Der U-Boot-Krieg ist demnach ern wirklicher Berechtignngsnacyweis für das Vorhandensein den deuffchen Flotte, mitz-wenn wir eine große Seeschlacht haben wollen, müssen wir zunächst das U-Boot schlagen. Das können .oir aber inir durch Utrteilvasserkanipfmittel tun, die wir aber wieder nicht -wirksam nr dem zunächst- in Betracht kommenden Bereift) verwenden tarnten, sondern nur in viel größerer Entfernung.

^^^derber votteilhast vettreten. Zwei Keramiken von Fräulein ? n ^kig durchgearbeiteterSpiegel" S n J flIle S Holzvelrefs von Karl Kratzer Mid zwei

Plastiken von Paul Schulz schließen hier den Reigen des Be­merkens werten.

(^T ie Z^nE^usstelluna hat in den stark empsimdenen Land-

dTtf3T Höhepunkt. Thomasche Reist 3^?^^ atmen die Landschaften Hans Z i m b a l s. a- u *A^ an ^ tc ^ dem Felde ein dekoratives Porttät, ^ eurem seiner volkstümlichen Hindenburg- vettreten. Ter Expreß ionismus hat in Oskar van H o u t, -lAmenportrat schnell für sich einmmmt, einen mutigen Be- kenner. Ka m P f c r, T r a u t m a n n. Morgenstern. Dreß ^amen, die nicht mir in Schlesien einen gutt.st sandten ebenfalls Proben ihrer Könnerschast. Aus der Fülle der übrrgetr seien die feinchr Aquarelle von Erich Steher und dre charaktervollen Landschaften von Selma N e il - bauer besonders vermerkt.

öer schlesischen Künstlerinnen enffandte seine be- H aats, Tora Seemann, Wilhel- lauer Mess/ ? ^ ^ Promnrtz und viele andere auf die Bres-

Die kunstgewerbliche Abteilung, die leider nur recht klein ausgefallen ist, vertritt mit Wanda B i b r a w i c z und Else W i s- drucksv/s? ^ Eunstgewerbe sehr würdig und eine

^ ^ar ®J c ; a t > 'b}t endlich birgt in ihrer relativ großen Aus­wahl llthnten ton 2 a b o j 6) i n, P r.o b st, H o m s ch, N i e -

^ ültn Busch, dre Zeugnisse soliden Kömrens sind. Absurder

imd^die sehr farbenfrohen Linoleumschniitte Cbert und Waktv Lo chs, in denen sich Lust zum Absondettichen und Begabnng un dre Oberhand stterten.

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1 Lösung der Wiener Burgtheaterfrage. Aut Wien wird uns geschrieben: Am 28 August wird kurch di Generalintendanz der Wietter Hostheater die Form verlautbar werden, in der in Hinkunst die künstlettsche Leitung des Burg^ rheaters zusammengesetzt sein wird. Wie bereits berichtet wird von der Ernennung eines Direktors man hatte zuletz Hermann Bahr als solchen genannt abgesehen. An die Spitz des Burgtheaters tritt vielmehr ein Triumphirat. das aus Her mann Bahr, aus dem Wiener Schriftsteller Major Robett M i ch e und aus einem der Regisseure der Bühne zusammengesetzt sein wird

Regisseure werden in diesem Kvllegium wechseln, und zwa wtrd Max Tevriant zunächst dem Kollegium angehören. De bewegliche, ftwig watckelbare Bahr, dereuropäisiette Oester reicher", rft ,tcher der Berufenste dieser Bühne, die wie keine zweit die Pattna edelster Tr ad itton trägt, seine Persönlichkeit zu geben der femsinmge, stille Poet Robert Michel wird nichts verderben und die gewiegten Spielleiter können reiche Erfahrungen uw Gefühl siir die Tradition des Hauses als künstlettsches Kapfta zur NZerfüguna ftellen. Mögen auch im allgemeinen viele Köch die Suppe versalzen, so erscheint doch die Lösung der Wiener Bur» theatersrage eme durchaus alückliche. - In der Ho fo per dürft alles beim Alten, also bei der Direktion Gregor, bleiben. Kow biilationen, die dem Komponisten Julius Bittner als künstlettschei Beirat nennen, entbehren vorläufig jeder Ernsthastigksit.