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gEllg hmVs bicm Wrtdfenben Feiird bfe flJtgtgnfffTt?- Misn -um Gegenangrrss über und warf die Jager bis au den Westrand des Brvcouemcmtwaldes zurück, aus dem sich der fran­zösische Aiwriss eiMmckelt hatte. Erst der Befehl der Führung -rief.sie wieder in die deutschen Linien z'.rrück hundert Gefangene und zahlreiche Maschinengewehre wurden eingebracht unb hohe feindliche Verluste an Toten und Verwundeten festgestellt.

Die Tanks hatten im Kampfe keine große Rolle zu spielen vermocht. Im deutschen Abwehrfeuer zogen sic sich bald zurück. Ueberhaupt hat es den Anschein, als seien die Tanks aus Grund' der gemachten Erfahrungen etwas scheuer geivorden. Gefangene Heben als Verluste ihrer Division in den Kämpfen der letzten -rage 50 Prozent an. Nur zwei Bataillone hätten geringere, da sie bri den Hauptangriffen in der zweiten Linie standen. Die Verluste seien vor allem durch deutsches MaschmengÄvehrüweü verursacht zu sein. Das Ziel der Angriffe fei Roye gewesen^ das von der 47. Division umfassend genommen werden sollte. Nach ^ Gewinnung der Straße RoheLianconrt durch Jäger sollte die südliche Anschlußdivision Rohe in frontalem Angriff nehmen. Zur Belohnung für die Einnahme von Roye sollte die Division abgelöst werden.

Berlin, 23. Aug. sMTN. NichLamllich.^ Die schwere Nieder-, läge der Engländer vom 22. August kostete sie neben den großen Opfern wiederum eine außerordentlich große Zahl von Tanks, deren Masseneimatz dem Angreifer den Erfolg verbürgen sollte. UTTfere offen auffahrenden Batterien schossen die vorfahrend^ Panzerwagengeschwader zusanrrnen. Der Rest wachte keimt. Allein südlich Mayenueville wurden über 50 zerschossene Tanks gezählt.

Flottenaugrlff auf Dünkirchen.

B t x l f n , 28. Aug. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 22. zmn 23. August haben leichte Streitkräfte des Marine- korps feindliche Seeftreitkräfte auf Dünkirchen-Reede an­gegriffen. Gegen drei feindliche Torpedoboote wurden Tor­pedo lreffer erzielt. Zwei der Fahrzeuge sind gefunken. Trotz scharfer Gegenwirkung sind unsere Streitkräftr vollzählig und ohne Verluste wieder eingetrvfsen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Beschießung von Dünkirchen.

London, 23. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuters!chen Bureaus: In der Nacht vom 22. zum 23. August be­schosst die Deutschen Dünkirchen aus schwerem Kaliber. Lieben Zivilisten wurden getötet und -einer (?) verwürfet.

Deutsche Flieger über Paris.

Paris, 22. Aug. (WTB.) Agence Havas. Heute morgen ? 3 Uhr überflogen einige feindliche Flugzeuge auf einem Erkun- dungsfluge in sehr großer Höhe die Pariser Bannmeile. Heftig beichoslsen von unseren Batterien und verfolgt von unseren Al^ wehrflugzeugen, schvenkten sie nach Norden ab.

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Fliegerhauptmann Berthold.

Berlin, 24. Aug. Wie demL. A." aus München berichtet wird, hat der Fliegeryeld Hauptmann Berthold aus Ditterswind bei Ebern lUnterfranLn) bei einem nach seinem 44. Lustsieg er­folgten Absturz außer einem doppelten lArmbruch auch untere Der letzungen erlitten. Lebensgefahr besteht nicht.

Frankreichs Brotration.

Berlin, 24. Aug. LautL .%. n befaßt eine amtliche Mit­teilung an die Pariser Presse, daß tan einer Erhöhung der Brot­ration in Frankreich nicht die Rede sein könne.

gardisten, die Hve LWe ausycvlLndert und Abcrgctr am ii hätten, niedergeschossen werden. Diese Lügen svivie der m Aussicht gesteLtr Monatstöhn von 450 Rubel vcoanlaßtrn dieKarelier", zur Befreiung ihrer ,Heimat" in das englische Heer einzutretM^ Groß war ihre E u ttän schtag, als sie nicht nach der Heimat ^marschieren Mußten, sondern die Stadt Dem mit erobern mußten.

Moskau.

Moskau, 21. Aug. (WTB.) Meldung der Petersburger Te­legraf henagentur. Dir Sowjetmacht cntwaMiete die brianskischen Offiziere, die Uisammen mit de» Mrnschiwiki einen Aufstand vor bereiteten.

Amerikas Armeevorlage«

London, 23. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung. Aus Washington wird gemeldet, daß die beiden Häuser >e§ Krm- äresses mit den Deoatterr über die neue Armeevorlagr begonnen haben. Das Rcpräscntantenhaus lvird in Dauersitzungen Mrsammeu- bleibm, bis die Vorlage angenommen wird.

Die «eiSuurnhen in Japan.

London, 23. Ang. lWTB. Nichkamtllch.) DieDwveS" er­führt aus Tokio vom 19. August: Die Reisunruchen bauern in den Provinzen fort. Das Kabinett wird wahrscheinlich zurück- treten.

Aur Rußland.

Der Kampf der Sowjettruppe«.

Moskau. 21. Ang. 'MTB.) Meldung der Peters bur ger

Telegraphen-Agentur. Im Äezirk von Kasan finden Kämpfe statt, die für die Sowjettruppen siegreich sind. Wir nahmen das Ducs. Wassiliewka ein.

Südlicher Frontabschnitt: 35 Werst südlich von Elan wurde das Dorf Beresowska von einer feindlichen KavallerwabteSung em- genommen, doch nrnrde der Gegner durch den Ansturm unserrß Kavallerie aus diesem Dorf verdrängt und nach der Ansiedlungs Wnlgarinsk und nach Pekatschew zurückgeworfen. Hier ntodjtat wir Gefangene.

Nordöstlicher Abschnitt: In der Richtung auf Katschmanu, süd­östlich non der Station Obosenri, N der Gegner von der Sidatwn Ewingsk zurückgeschlagen worden.

Norbkaukasischer Abschnitt: Der Gegner nahrn die Dörfer Pitsä^oga und Erstrwka ein und begann den Anmarsch auf die An- siedllrng Orlowka, nordöstlich von Tschumrak. Utsser Kommando iergriff alle Maßiwhmen zur Abwehr des Gegners, der an dem- lelben Tage in der Ricchung von Welikokliajiza die AnfieÄUNg Pest­scham verlor.

London, 23 Aug. MTB. Nichtamtlich.) Rätter-Meldung. D)eDarly Mail" erfährt aus Charbin vom 21. August: Die (Ingländer, Franzosen und Japaner an der Ussurifvont wurden in schwere Kämpfe verwickelt; aber die Kosaken und Tschechen trugen bisher die Hauptlast des Kampfes. Später zogen sich die Allüer- ^ »n^der llcbermacht zurück Japanische Verstärkungen hielten den Ansturm der feindlichen Kräfte auf. Die bolsckMnstrsckxm Moni- 'dore aus dem Httrckasse beunruhigten den lncken Flügel der Miietten.

Moskau, .22. Mg. MDB. Nichtamtlich ) DiePrawda" meßct: Ae Tunnels am Südwestufer des Baikalfees fielen den Summen der sibirischen Regierung unversehrt in die Hände. Der Berkehr rinbet bis Tunnel 36 statt. LautSibiskaja Rjetsch" bc- sich dve Tunnels des östlichen Deills in der Gewalt der Bolschewcki. Tunnel 39 ist von den Bolschewiki gesprengt worden. DiePvawdtt meint, daß die Gegner infolge dieser Sprerrgimg >mcht mehr inrsttE se^en, große Operationen gegen die Räte- gewalt nr Transbaikalien zu führen.

^ einer großen Versammlung im Taurischen Palast teilte c'ttvwskt >mtt, daß Unter der LivftorgNieder mit der Sowjet- gewalt in Krasnoxe Selo alles zum Vormarsch auf Petersburg vor- l-erettet war.

Englisches Bordvingen in Karelien.

Helsinafors, 19. Aug. MTB. Nichtamtlich.) Nach Mel- dun^n ttnnrscher Blätter nimmt das Vordringen der Engländer rn .^retten mrmer bedrohlichere Formen an. Finnische Rot- gardisten setzen mtter der Leitung englischer Offnere in der Nähe der smmschen Grenze nördlich von Uhtua. Petrosavodsk ttt nach dem Bericht von Augenzeugen in den Händen der Entente. Die EnglLtder haben nicht nur finnische Aufrührer ~~ vre sogenannl^r Rotgardisten angeworben, sondern auch der der Murnranbahn beschäftigte Karelier aus Russtsch-Karelien, letztere unter fahchen Vorspiegelungeic. Man erzählte ihnen, sie würden bei der Rückkehr in die Heinmt von finnischen Weiß­

Die Beziehungen zn Deutschland.

Moskau, 20. Aug. (WDB.) Meldung der Petersburger Telegraphermgentur. Die Zeitung .LÄvestija "schreibt: Die Reife unseres Gesandten Joffe nach Moskau rief infolge der gleich­zeitigen Abreise des deutschen diplomatischen Vertreters nach Ples- Eau ^btc versckstedensten Beurteilungen hervor, die jedoch mit der tatsächlichen Sachlage gar nicht übereinstimmcn. lieber seüre Her­reise teilt: Joffe in einem Gespräch unseren Mitarbeitern fan­gendes mit:

Alle GerüchLe inbezug auf die Zuspitzung unserer Beziehmv- gen zu Deutschland sind vollkommen unbegründer. Dattschland will und wird wcht nrit uns brechen. Augenblicklich sind die Gesell- schasts- und Regierungskreise Deutschlands mefo bemx je von der Rotmendigkeit der Erhaltung und Stärkung des Friedens mit Rustlarrd überzeugt. Es verlangen dies i*e Interessen DeutschLauds. Ndeine Herkunft und die der russischen öklmomischen Delegationen) in Berlin lder Geiwssen Zarin, Svkolnikow und Krassin) und auch die unseres Generalkonsuls in Berlin, Menfchinskp. ist bedingt durch die Beendigung der DerhandlungLn, die in Berlin Verwirklichung der ökonomischen Dedmgungen des Brester Friedens geführt wurden. Es war notwendig ,einen ausführlichen Bericht über diese Verlxmdlungen dem Rat der Volkskomnrissave vorzu- legen, um weitere Instruktionen und die endgültige Sanktion zu <7rhalten. Die VerhaMüngen zeitigten ein volltomTnen befrio-, di gen des Ergebnis. Es bestehen durchaus keine Hindernisse zur weiteren Entwicklung der Handels- und ökmwmischen Beziehungen^ Ämschen den beiden .Reichen, die den zerstörenden Krieg beendeh lvaven und miteinaut'ber in Frieden zu leben wünschen. Wegen vnauffchicbbarer Angelegenheiten in.Berlin reisen ich nach Men- schinsky schori nach einigen Stunden wieder z urück

Aus der Ukraine.

Kie w, 22. Aug. (WTB.) Laut einer Meldung der Ukraini- sthen Telegraphen-Ägentnr hat der Hetman das Gesetz über die Schaffung von 40 Untersuchungsrichterposten, speziell für den Kamps mit der Spekulation bestätigt.

Laut einem eben veröffentlichten Gesetz erHolat die Errichtung von Mllitärattacheeposten an den ukrainischen Gesandtschaften in Berlin, Wien, Bukarest, Sofia, Bern und Konstantinopel.

Die Engländer in Baku.

Moskau, 21. Aug. (WTB. Niclstamtlich.) Der Konimandeur der cngliscksen Truppen in Baku, Generalmajor Disterwill, er­klärte m einer Bekanrttnurchung an die Bevölkerung, daß seinN Regierung nur dir Interessen der Verbündeten im Kampfe mit dem deutschen Imperialismus verfolge, und daß er auf Grund dllckomwlms mit der zeitweiligen Diktatur der' kaspischen! Regierung handele.

Amerikas Ziele in Rußland.

io T 2 l News^^ melden aus Neu York vom

18. August: Marsch erledigte im Sv Ortsausschuß die Jnterventions- frage rn Rußland wie folgt: Ich kann ohne (Änschränkuug sagen, daß der Gedanke an die Errichtung einer Ostfront in Rußland mtt emrr Hand-voll Amerikaiver einfach lächerlich ist, Die ameri- kanrschen Ziele in Wladiwostok und Archangelsk beschränken sich aufden Schutz der nrllitärischen Marerüllvorräte. Es wird als höchst unklug angesehen, die mrverikMnschen Streitkräfte zu teilen. 8^.?2^Efrrschen Opevttionrn in Rutzkand sollen sich darauf beschränken, tue Tschecho-c^lowaken zu unterstützen. Es liegt soweit knn tatsächlicher Wechsel in der Stellungnahme Amerikas vor. wie sie hier im letzten Halbjahr verstanden wurde. Es wird die grötzte Snige getragen, Rußland zu versichern, daß Amerika ke mc El nnrischung in seine politische Souveränität und keine Beemtvachtigung der territorialen Integrität, weder ,etzt noch sptter, beabsichtigt. Tie britische Anerkennung des tschecho-slo- waLschcn Staates findet hier w a r men. Beifall.

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Pole».

©len, 23. Aug. (933328.) Meldung des Wiener DÄegraphen- Krwrespoudenzbuvoaus. Der Kaiser hat heute den Chef des Staats- departemenL der Pollrischen Regierung. Prinzen Janus Radziwill mo den Gvcckeu Stefan Ppzezdieckl in besonderer Audienz emp- xznopi. ßcfot JptroGt Mtd der Minister des Aeußeru. Graf Brnnan. wurden sodaim §ur FrlMLLtafel bei den MttjeMen ge­laden.

WLe die PoVniLche Preßagenllrr n«LdeL, hat die Audienz des! Prinzen Radziwill beim Kaiser % Stunden grtxmert. Am Nach- vnttag haben Prinz Radztwrll und Graf Pi^dierki eine fast »-esstündige Despmchurvg nrit dem Minister des .Steuern, Grasen Bsrurn, gehabt und sodann den Logativnsrat Nofivovüch. welcher zur Zeit mit der Lösung der pvlnischen AngeHogencherten betraut rst, besucht.

Wien, 22. Aug. ^WTB.) Meldung des Wiener Telegraphen- Wrrespondenzbuvvans. Die Presse veröfteittlüiü einen Artikel über dre Besprechungen des Prinzen Mrdziwiü mit dem Mttrister des Aeußnn und erklärt, daß, cs sich bisher um Vorbereitungen handle, da die Polen ihren LvtandpunÜ noch formulieren, rack) da nicht ein-- mal gesagt werben könne, baß die Polen ihren definitiven Stand- pmrft bereits eingenvnrmo:'. hätten. Sehr wichtig -.näre es für Nlidziwill. sich auch bei den Führern der österreichischen Polen über ihre Ansichten zu vevg o visfenr. Gegenüber der Bildung über 5^5 Angebliche Lösung ber Polcnfrage, wonach den Polen die Möglrchkell mngeräumt werbe, ihre Grenze nach Osten zu ver- chreben, spricht sichUkrainske Swwv" gegen die Warschauer Ab- gr en zungspläne aus, da die Nachbarn vom ukrainischen Bvdeir nichts wegneHmcn dürfte. :rnd pudert den Hetrnan auf, mit Hrlfe der L>eutschen an die Bildung der ukrainischen Armee zur Verteidigung der Ukraine heranzutveten.'

Türkischer Vormarsch in Perfien.

ß 2 ' ^6. (WTB.) Palästinaftvnt: Westlrch der Lwratze JerusalemNablus entspann sich nachts ein kurzer Feuerbrmpf zwischen feindlichen Erkundungsabteilungen und 'unseren Postierungen, in den die beteiligten Artillerien ein griffen. Der Gegner wurde von urrs vertrieben. Tagsüber geringes Ar- trlleriefeuer bei lebhafter Fliegertätigkeit.

Ostfront: In Nordpersien vünrmt die Vorwärtsbewegung unse­rer Truppen den geplanten Verlaus. Auf den übrigen Fronten ist dve Lage unverändert.

Der Seekrieg.

Spanische Rote an Deutschland.

Berlin, 23. Aug. In Madrid sind folgende Auszüge aus den amtlichen Aufzeichnungen des Ministerrates am 20. August veröffentlicht worden:

In den letzten in Madrid stattgehabten Sitzungen hat die Re- grerung die internationale Lage erwogen. Jnsolad des U-Bvot- Koneges srnd spanische Schisse versenkt worden, deren Tonnage 20 Prozent unserer Handelsflotte aus macht. Tie Ziffer der um- gekommenen Seeleute übersteigt hundert, abgesehen von der be­trächtlichen Zabl der Verwundeten. Bedauerlicherweise kam es bei verschiedenen Gelegenheiten vor, daß die Schiffbrüchigen in großer Entfernung von der Küste im Stich gelassen worden sind. Dieser Zustand errerchte fernen Höhepunkt, als von der Reaierung reaui- rrerte Schrsse mrt Ladungen von Waren, die tatsächlich und- mis- chlleßlrch für spanischer Verbrauch von dringender Notweirdigkeit bestimmt waren, ohne den geringsten Vorwand torpediert wnrden.

wodurch die Schwierigkeiten der spanischen Schffstihrt noch vev- mehrt wurda^ so daß eine für die Jnlerejien Spaniens verhängnis­volle Lage gefchassen worden ist. Diese uns verursachten Schwierig­keiten suchen mit der Lichtung nicht im Einklang, ans die Spanie^ dank der ritterlichen Art, in der es seine Pflrchterl als neurralS Macht erftält, Anspruch har. Tie Regierung hat deshalb geglaubt, um nicht gegen ihre wichtigsten Verpftrchtungen zu verstoßen^ innerhalb der Neuttalität wirksame Vorsiclfls maßregeln!

znr Ausrechtcrhaltung des spanischen Seeverkehrs unb

zum Schutze des Lebens unserer Seefahrer ergreiscir

und nrrgesichts der Unwirksamkeit wiederholter Pro­

teste freiorvsttvitlich die kaiserliche Regierung darauf Hinweisen zu müssen, daß die Verminderung unserer Tonnage bis zur äußersten Grenze unserer dringendsten Bedürfnisse, sowie der Wunsch^ unseren Schssien kerne andere Verteidigung zu geben als die ihrer Flagge rmd ctze der Regierung, die unter ibirr Leitung den Seeverkehr rusammengefaßt hat, sie notigen würde, im Falle einer neuen, Tocvedienlng die versenkte 'Tonnage aus den in den spamfckzeu Häs,nr ankerriden deutschen Schissen zu ersetzen. Diese von der ^tot- wendi-fkcit bedingte ^ Maßnahme würde keineswegs eine endgültig Beschlagnahn«' in sich schließen. Es wäre lediglich eine vvrüber- geheiDc Lösung, die bei Friedensschiluß ebenso ,vie die za^lvsen noch schwebenden spanischen Reklaniationen geregell.werden würde. Ja Ansführurrg dieses Beschlusses sind die e7ttspr«henden Weisungcnr an der: Dvtiäxlfter in Berlbr zur Bekanntgabe an die kaiserliche Regrmno'^g ergangen. Die spanische Regierung Kvetfelt nicht darmr, daß Deutschland alle Umstände würdigen wird, die zcu diesem neuen Entschlliß geführt haben und die nicht als vereinbar mit loyaler Neutralttät cmerEcitrd: werden, eine Neutralität, die wir seit Kriegsbeginn innerhalb der natürlichen und pflichtgemäßen Der- teidiglmg der weseittlichen Interessen Spmiiens selbst unter Auf­opferung unserer Rcchtt und rechtmäßigen Vorteile gepflegt haben, solange es möglich war, das Opfer ohne Baeinträchtigung natwnaleu Würde und nationalen Lebens zu ertragen. Der Beschluß der Re- ^ wmen die Verfügung über den für seine Existenz uner­läßlichen TonnOironm zu sichern, -ändert nichts an dem festen Vvriay, Spmtien bei strengster Neutralität zu erchilten unb dem Deut'chm Reiche alle Rücksichten und jede Achtung pi bewahwr, m der Erwartung, von ihin die freurchschrftliche BehaichLung zu erfahren, aus die wir aus vielfachen Gründen Anspruch hoben. r . Jy^ Vorhaben der spanischen Regierung ist deulschcr-

serts euergrsch^ Verwahrung eingelegt lumden. Zwischen deu bricen Reglerungen find Verhandlungen erngekeitet.

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Berlin, 23. Aug. (WTB. NichkamMch) DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt redaktionell: Die von uns kürzlich aus den Aeußerungen Sir Ehiosza Noneps im englischen Unterhaus« gezogenen Schlußfolgerungen bestätigen sich. Wie .Maasbod^^ vom 18. August.meldet, hat die englische Admiralität den Dampfs ^Jupiter (2610 B.-R.-T.) der Koninklijke Nederlandsche Strovv« bvot Maatschappij in Amsterdam der Union CastlS-Linie in Sowx hampton (Süd-Afrika-Dienst), dieDanae" (1505 B.^R.^.) der Firma Lewis Lougher u. Co. und dieBeiuis" (1835 B.-^^T.) der Finna Orders arch Handsord zur Verwendung übergebar. Die neutralen Sdaatsangehörigen aesüohllenen Schisse .werden nun-« vvehr dazu verwandt, für die englischen Reeder Geld zu verdienen. Dve Engländer erwarten wahrscheinlich, daß das Gefühl, für

Sieg der Beschützer der kleinen Nationen'" ihr Schcrfkcktz bergetragen zu haben, den Eigentümern der Schiffe ein hinreichender Trost sein wird.

Washington, 23. Aug. (WTB.) Rattier. Der amerikanische TanmferMontana" (6659 Brt.) ist am 16. August in «°n>s- ländi scheu Gewässern torpediert worden und gesunken. Drei ManV der Besatzung srnd umgekommen. 80 Ueberlebenoe wurden gelandet.

Aus dem Reiche.

Das Befinden der Kaiserin.

Schloß Wilhelmshöhe, 23. Aug. (WTB- Nicht- amtlntt) Das Oberhofmarschnllamt gibt folgendes Bulletin

; Dre seit Jahreit bestehenden Herzbeschwerden der Kcnjerrn haben infolge von Ueberanftrengungen in letzter Zeit zu einer- vorübergehenden Verschlimmerung geführt Ihre Majestät müssen zurzeit völlige Ruhe halten. Das Befinden hat sich aber bereits gebessert, so daß zu hoffchi ist, daß bd werterer Schonung der frühere Gesundheitszustand wieder hergestellt werden rvird.

Schloß Wilhelmshöhe. (g^z.) Kraus.

Förste r.

Die Frage der Arbeitszeit der Kriegsgefangenen in der Land. ^ Wirtschaft

tate dem ReichstLgsabgwrdneten Dr. Werner Veranlassung gegeben, sich an den Kriegsminister v. Stein zu wenden Ihm wurde darauf mttgeteilt,

,chaß beNtgVich der russischen Kriegsgefangene^ über wiegende Mehrzahl aller Gefangenen darstellen, keing anschrankeuden Bestimmungen über die Arbeitszeit erlassen find. >

Für die französischen Gefangenen, von denen eia! großer Tcü m der Landwirtschaft beschäftigt wird, sind durch die Berner Abkommen gewisse Vereinbarungen Wer die Lb> bertszett getroffen worden.

Die Beschränkung der Arbeitszeit auf 10 Stunden gilt uup als allgeweme Richtlinie, und es ist durch ettLnternde Bestimmun­gen dafür Lvrge getrogen worden, daß besonders die Arbeits. ** xt uHtrJ* 1 J*Z Landwirtschaft beschäftigter, franzosrschen Kriegsgefangenen der Ortsüblich.

Bedürfnis angepaßt wird Die frou-- zossschOl Krregsgefangenan werden also nicht besser gestellt, als btt vere deutsche Arbeiter."

lrbcr UrlaubsangeleVenheiten und die Verwendung garni* fondienstfähiger Mimnschasten

erhielt Iieichsragsabgeordneter Dr. Werner folgende Auskunff vom Krregsminister:

1. Es wird angestvebt, allen Heeresangehörigerr einmal lhre Urlaub zu gewähren. Die infolge oer besonderen Verhaltmsse M ^der Westfront für diese an geordnete längüro Urlaubssperve brachte es mit sich, daß bei vielen Truppenteilenl ernzel ne ^Mannschaften weit über ein Jahr warten müssen.

2. Zu der Frage, ob es zulässig ist, daß auch g. o. Man ns haften in Bereitschaft liegen, bemerkt das Kriegsmrmsterium, daß die Sichtung der Mannschaften nach Taug- lickikeiisgraderr^nur eine Zweckmäßi-gkeit^Maßnahme zur Erleichte­rung der militärischen Gruppierung der Leute ist. Ter einzelne kanni keinen Rechtsarrspruch auf den Ott und die Art seiner Verwendung daraus herleiten. Die Tatsache, daß jemaird g. v. ist. genügt nicht, "eine Nichtverwendung an der Front in die Wege zu leiten

Fliegerangriff auf Pirmasens und Zweibrücken.

Karlsruhe, 23. Aug. Ein heute nacht erfolgter Angrifß einiger feindlicher Flieger auf die offenen Städte Pirmasens undt, Zweibtticken, bei dem eine beschränkte Anzahl Bomben abgeworfstz wurde, hat einigen Sachschaden verursacht. Äider wurden in Pir­masens auch einige Personen verletzt. Ein Flugzeug wurde brennend i abgeschosscn.

Durchsuchung von Postpaketen.

Berlin. 23 Aug. Das Reichspostamt hat der ..Franks. Zta." zufolge gestattet, datz noch nicht einaelieferte Pakte int '^chattettwrraum durch Gendarmen und Polizeibeamte du-chsucht und beschlagnahmt werden, wenn das ohne Störung bW PvsL betriebet angängig ist. Eine Durchbrechung des Postgeheimnisse» will die Postverwalttncg dattn nicht erblicken, well es sich un, Sendungen handelt, die überhaupt noch nicht in ihre Hände ge^ langt sind. Von dem Augenblick ab, wo das Publikum die PaLt« den Postbeantten, übergeben hat, wird den Polizeibeamten feh? Zugriff mehr gestattet. Tie Postverwalttmg kann, so macht fi« weittrhrn gefterä), bet Polizei, wenn sie sich in Versvlguiw gesetz­widriger Machensä-aften befindet, den Zitttttt zu ihren Schalte^ vorräumen, dre für jedermann geöffnet sind, ebensowenig rn> wehren, wce ein Privatmann es für seine Räume tun kümtte. AuH dem gleichen Standpunkt steht auch die (ÄsenbahnverwÄdm»?^