Nr. 193
Erstes Blatt
M. Jahrgang
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rnontag, August 1918
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^ <DDV.) Trotzes Hauptquartier, 17. August. (Amtlrch)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Ru pp rech t.
Zwistheu User und Anere nahm die GefechtStäligkeit wahrend der Sdacht in einzelnen Abschnitteil zu. Lebhafte Er- rmwungstatlgkert. Erneute Vorstöße des Feindes bei Bicux- Bergnm und nördlich der Anere wurden abgewiefen.
Heeresgruppe Generaloberst von Boehn.
Be^erseits von Rope setzte der Feind von neuem zu starken Angriffen an Sie dehnten sich am Nachmittag nach ^rorden bls mdrvestllch von EyaulneS. nach Süden bis nordöstlich von LaffignymiS. Franzosen und Kanadier versuchten Wer in immer wieder erneutem Ansturm bis in die späten Abendstunden den Durchbruch drrrch unsere Stellungen zu tvmwtn. Dre Armee des Generals von Hutier brachte Men Angriff völlig zum Scheitern. Franzosen, die die Hauptlast des Kampfes trugen, erlitten wiederum schwerste Verluste. Bel und südlich von Hallu traf unser zusammen- gefotztes Artilteriefeuer Bereitstellungen des Feindes und Ansammlungen von Panzerwagen. Feindliche Angriffe, die hier in den Abendstunden zur Durchführung kamen, brachen vor unseren Lnnen zusammen. Der Schwerpunkt des gestrigen JnZrlfseS tag beiderseits der «vre. Mehrfach, wiederholte stärkste Artillerievorbereitung ging hier dem tiefgcalicdcrten Jnfairterleallgriff des Feindes voraus. Bei Goyenrourt ge- waml der Feind vorübergehend gegen Roye etwas Boden, lenftr nördlich an der Stadt vorbei vorbrechender Gegenangriffwarf den Feind wieder zurück. Teile unserer vorderen Kanmflnne an der Straße Amiens—Roye, die nach Abschluß des Kampfes am Abend in Besitz des Feindes blieben, wurden wahrend der Nacht wieder genommen. Südlich der Avre brachen die mehrfach wiederholten französischen Angriffe vor unseren Kmupslinien restlos zusammen. Vor allem kam fntx ofe SButam unserer Maschinengewehre voll zur Gelmng. Brr und südlich von Beuvreignes brach unser Artitleriefeuer die Kraft des feindlichen Ansturmes. Nur an einigen Punktrn kam es zu Fnfanteriekämpfen. Wir schlugen den Amd zurück.
vankoerkehr: Sewerbeban! Gieße»
7.
Annahme von Anzeigen
f. die TaqeZnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeBerbindlichkeit Zellenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Pi., für a us w ä r t i g t 60 Pf., für Reklamen Mk.1. — nebst 2O"/g Teu- erunqszuschlag. Haupt- schrdtleiter: Aug.Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: i. L. Dr. Zenz; Stadt mW Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: vr. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck.' sämtlich in Gieße^
Starke Fliegertatigkeik über dem Kavrpffelde. Leutmml Udet errang seinen 56. Luftsreg.
Unsere Fagdkräfte schossen aus einem Geschwader, das Darmstadt mit Bomben angrift, vier englische Grotzflua zeuge ab.
Zwischen Oise und Aisnr scheiterte in den Morgen- stunden ein Borswtz des Feindes südlich von Narnpccl.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Kleinere Jnfanteriegefochte. An der Beste lebte der Ar- ttlleriekampf vorübergehend auf.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Im Sundgau brachten Sturmabteilungen, die mit Flammenwerfern nördlich! von Largitzen in französische Gräben eindrangen. Gefangene zurück.
Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.
*
tWTB.) Großes Hauptquartier, 18. August. (Amtlich.)
Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht.
Jnfanteriegefechte westlich von Buquoy und nördlich der Ancve.
Heeresgruppe Generaloberst von Boehn.
Beiderseits der Avre setzte der Feind gestern seine Angriffe fort. Mit starker Unterstützung dura) Artillerie und Panzerwagen stieß er am frühen Morgen entlang der Straße von Annens und Montdidier auf Roye vor. Seine Panzerwagen wurden zerschossen oder zur Urnkchr gezwungen. Die nachfolgende Infanterie wurde durch Feuer und im Gegenstoß zurückgeworfen. Bei und südlich von Bmvreignes, wo der Feind am 16. August nach nachträglichen Meldungen stchs- mal vergeblich angegriffen hatte, scheiterten wiederholte Angriffe des Gegners. Gegen abend nahm der Artitleriekampf erneut große Stärke an mrd dehnte sich bis in die Gegend uorolich von Chaulnes und südwestlich von Noyon aus. Nord- westlrch von Ehaulnes kamen feindliche Angriffe in unserem zusammenaesaßten Feuer nur in wenigen Stellen zur Entwicklung. sie wurden abgewiffen. Beiderseits von gjoye Mischen Deuvreigms und Lassigny stieß der F-eind in mchr- fachen Angnffm vor. Sie brachen vor unseren Linien zusammen. Borfeldkämpfe südwestlich von Noyon.
Nördlich der Aisne folgten heftigem Feuer Teilvorstötze der Franzosen zwischen Nampsel und Nouvron; nördlich von Antteches faßte der Feind in unseren vordersten Linien Fuß. Im ubrrgen wurde er durch Feuer und im Gegenstoß abgewiesen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An der Beste erfolgreiche Jnfanteriegefochte. Zwischen Prmsne und Fismcs rege nächtliche Artillerietätigkeit.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Erfolgreicher Vorstoß in die feindlichen Gräben bei Bla- vwnt. In dop Vogesen wichen unsere im Fave-Grunde bis Hrapelle vorgeschobenen Posten feindlichen Teilangriffen be- fehlsgemäß aus.
Der Erste Generalquartiermcister L u d e n d o r f f.
Die Abendberichte
Berlin, 17. Aug., abends. (WTB. Amtlich.)
Beiderseits der Avre sind wiederum mehrfach wiederholte Angriffe des Feindes völlig gescheitert; zahlreiche Panzerwagen wurden zerschossen. Zwischen Oise und Aisne am frühen ALorger: starker Feuerkampft feindliche Teit- angnffc wurden ab gewiesen.
Berlin. 18. Ang.. abends. (WTB. Amtlich.)
Teilkämpfe nördlich der Lys. Beiderseits der Avre sind Angriffe des Feindes gescheitert. Artillerietätigkeit zwischen One und Aisne.
*
Die österreichisch-ttnaarischen Tagesberichte.
Wien, 17. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlarttbart:
An der S ü d we stfrv n t keine nennenswerte Gefechts- tätigkeit.
Bei Abwehr eines auf T r i e n t gerichtewn Flieger-An- grfffes schoß Oberleutnant Naöratil einen englischen O f f r z i e r S f l i e g e r ab und errang dadurch. seinen 8. Luftsteg.
_ In Albanien wurde der Angriff mehrerer italienischer Schwadronen und Stellungsteile im Semeni-Bogen abgewiesen.
Der Chef des Generalstabes.
Wien, 18. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:
An der italienischen Front stellenweise lebhafter Artil- lerrekampf.
In Albanien keine besonderen Ereignisse.
Der Chef des Generalstabes.
Seit dem 15. August hat der Feind Tag für Tag seine verlchtreichen Angriffe beiderseits der Avre fortgesetzt, die ihm trotz aller Anstrengungen und trotz starken Einsatzes an Menschen und Material keine Erfolge brachten.
Am 17. August rannten wiederum cm derselben Front *®nt frühen Morgen bis in dre späten Nachtstunden hinein dchte feindliche Sturmtruppen vergeblch gegen die deutsche Mont an. Am Vormittag dieses Tages war es wieder der Abschnitt zwischen den beiden großen, von Westen bis Roye chhnenden Straßen, in dem der Gegner seine mit allen
Kampfmitteln unterstützten Kräfte zu vergeblichem Stoß zu- und nutzlos blutete. Seine tiefgegliederten Angriffe zwischen Fvesnoy und der Avre, die sch auch am Abend noch mehrfach wiederholten, wurden sämtlich abgewiesen. Südlch der Avre setzte der Feind mit starken Tankangriffen an, von denen der letzte allein mit 30 Parlzer- wagen gegen unsere Linien vorbrach. Beide Angriffe scheiterten unter schweren Opfern für de,l Feind, dessen Panzerwagen von uns zusammengeschosseu oder erbeutet wurden. Bei Abwehr nrehrsccher feindlcher Angriffe aus dem Werk von Tilloloy heraus unterstützten die Schlachtflieger wirkungsvoll durch Bomben und Maschinengewehrseuer den deutsck-en Gegenstoß. — Bei Beuvraignes, wo am vorhergehenden. Tag wieder größte feindliche Angriffe scheiterten, hausten jch aufs neue die Lechen der Angreifer, bei seinem auch am 17. August wiederholten vergeblchen Vorstoß. — Der gestrige Kampftag, an dem der Feind aufs neue schwere, blutige Verluste erlitt, ohne irgendeinen Erfolg, geschweige >enn emes seiner Angriffsziele erreichen zu können, ist wiederum ein voller Abwehrerfolg der deutschen Waffen gewesen.
Der erste Angriffserfolg ist vorüber und die Staffel- offensive, die den Feind nuninehr vor neuen deutschen Stellungen aufgezwungen ist, kostet ihm wachsende blutige Ver- uste und wird ihm allmählich doch die Erkenntnis aufzwingen, daß Deutschland militärisch nicht niederzu- ringen ist.
Damit muß sich der Verband auch seiner verschraubten Kriogsziele begeben, die er äks „ehrenvolle Friedensvor- chläge" laut Giornale d'Jtalia unlängst den Mittelmächten übermittelt haben !vill. Die „Nordd .Allg. Ztg." nimmt zu diesen^mysteriösen Friedensvorschlägen in einem offiziösen Kvmmentar Stellung, den wir der Wichtigkeit wegen nach- tehend wiedergeben:
„Ehr Leitartikel des „Gionale d'Jtalia" vom 8. August ffchrt äus: Nach Lloyd Georges Kundgebung zum Eintritt in das fünfte Kriegs,ahr hat der Verbmrd Anfang 1018 (das Blatt schreibt „gegen Februar" und in Lloyd Georges Erklärung hieß es „vor sechs Nt-naten" — eine gewiß nicht unbeabsichtigte Unklarheit der Zeitbestimmung! Red. der „N. A. Z.") dem Feinde ehrenvolle Friedmsvorschläge gemacht. Aber wie die Mittelmächte stets alle Friedensabsichten der Verbandsmächte begruben, so haben sie auch damals wieder die Verbands Vorschläge zurückgetviesen, in der Hosf- ,otnng, Rußland mit Hilfe Trotzkis und Lenins zerstückeln und den Westmächten den Frieden mit den Waffe:: aufzwinge:: zu könuen. Ludendorff drohte mit seiner Demission, die Allderctschen und Llu- uerionisten, das ist drei Viertel Deutschlands, tobten, Hertlü:g imd Mhlmann mußten nachgeben. U:ttcr den: Truck des Generalstabes lbrachte die deutsche Regierung alle Verhaiwlungen zum. Scheitern (Ivelche? etwa die Schlußerklärung der Versailler Kriegskonfereirz vom 5-. Februar, die der Welt triumphierend verkündete, der Krieg werde „urst äußerster Energie, im engsten Und wirffan:ste:: Zusammenarbeiten aller Verbandsgenossen cu:f militärischem Gebiete" weitergefühtt lwerden? Red. d. „N. A. nnd an: 21. März kündigte der de:ltsche Heeresbericht die große Eutschcidungsschlallü an. Die Verantwortung für das neue Bi:tv er gießen fälllt so allein auf den blinden Ewberungswillen T>eutschlands, das einen vorteilhaften Frieden zurückwi>es, den es freilich heute nicht mehr haben kann. Es ist daher eine Lüge:md Hsuchelei, wenn der Deutsche
such, d:e schuld an der Kriegsfortsetzung den Mittelmächten auf- zubürden, rechnet allzusehr mit der Leichtgläubikkeit oder dem schlecht te" Gedächtnis der Ntittvelt. Mit dem „von Tcrrtschlaud abge- leh.llen Friedensangebot' smid offenbar die Bedingungen gemeint, dre Lloyd George am 5. Jmruar den Führern der britischen Ge- Wertschafte:: als die Kriegsziele des Berbardes hinstellte. Wie sah de:::: diese .„von den Beherrschern Deutschlands mit Vorbedacht abgelehnte gerechlte und viernünftige Regelung der Weltverhält-« n:»ie" aus? Neben der Wiederherstellung und vollen Entschädigung Belgiens, der Wiederherstellung'Serbiens u:ü> Montenegros, der Räumwrg der besetzten Gebiets Frankreichis, Italiens und Rumäniens verlangte Lloyd Ge:>rge die „Wiedererwägung" des „Un- reck.its von 1871", ein unabhängiges Pole::, das „alle wahrhaft Lvln:,ä;»sn Elemente" vereinigen sollte nach dem Sprachgebrauchs der Verbandspolitiker. also guchj Danzig, Tchorn, Oberschlesien^, d:e Umtvandlung Oesterreich- Ungar:: s in einen Staaten-' bund, die Erfüllung der nationalen i>lnsprüche Itallens und Rumäniens, die Lostrennung Arabiei:s, Syriens, Palä- chnas, dlrmeniens, Mesopotamiens öow ti'rrkischpn Reiche, treres Verfügungsrechik der ,Friledenskonserenz über die deutschere Kolonien nach Maßgabe der Wimsche der Eingeborenen(?), Be- strafflng Deutschlands für alle Verlegungen des Völkerrechts durch entsprechende Rationierung der Rohstoffe, das also nxmm die „Ehrenvollen Friedensvorschläge^^. deren.Ablehnung das „Giornrle dsJtalia" uns zum Vorwurf Macht — wozu noch zu bemerken ist,, daß Lloyd George jene Voffchläge nicht einmal als das , volll Krregsziel" Englands^ sondern nur als viorweg von Derrtschlcmd anzunehmende Vorbedingungen jeder Friedensunterhandlung ausgestellt wissen wollte? Die weiter vorgeschlagene Grürwung eine^ Völkerbundes sollte hiernach offenbar nur t^m Zweck dienen^ diese „gerechte und vernünftige Megelrmg der WeltverMtnissc^ >vm: Englands Gnaden durch internationale Garantie zu eine:r dauernden Zustande zu machen. Bon einem! ferner eigenen Lands, leule hat sich Llovd George sagen lassen müsse::, daß ein solches Friedensangebot für die Mittelmächte unannehmbar sei, da damit etwa der zehnte Teil dos^ Deutschen Reiches, ein Drittel dev Habsburgischen Monarchie und die Hälfte der Türke: gefordert 'werde.
Eine weitere Kennzeichnung dieser neuen Verbands«. Unterstellung erübrigt sich. Erwähnt sei nur iwch ein eng^ lisches Urteil über den vielgepriesen«: Völkerbuno. Der „Standard" schreibt: „Es unterliegt keinem Ziveifel, wenn die Entente auf dem verhängnisvollen Weg, den sie jetzt beschreitet, rveitergeht, dann erhallten wir statt eines alle umfassenden Völkerbundes zwei gegeneinander mtt Haß erfüllte und einander bekänrpsende Milttärncttionen mtt gewaltigen Heeren, riesenhaften Flotten, feindlichen Tarifen und einer Rohstoffmonopolisierung, die darauf ausaeht, einander wirffchastlich zu erdrosseln. Dann wird der Militarismus anstatt vernichtet und beseitigt zu sein, die ganze Welt beherrschen. Eine dunklerere Zukunft kann wahrlich nicht vor uns liegen, doch gibt es einen Weg, sie zu vermeiden, wem: oieser Wahnsinn des Vernichtungswillens nachläßt."
Die Enffcheidung über die Ostprobleme ist amtlich im^ mer noch nicht bekanntgegeben. Bisher liegt nur das amtliche Kommunique über die Kaiserzusammenkunft vor, aus den: so gut wie nichts hervorgeht, dann eine Aeußerung der polnischen Delegation, die ihrer Zufriedenheit Ausdruck gibt. Die Meldung, der Kanzler kehre beretts heute a:rs dem Großen Hauptquartier zurück, wird als unzuttesfend bezeichnet, v. Hertling soll angeblich noch 10—14 Tage dort verbleiben. Dagege:: soll Staatssekretär v. Hrntze zu Anfang dieser Woche im Aufttag des Reichskanzlers den Führern der Reichstagsftattioneu und dem Reichstagspräsideu- ten Mttteilungen über eine Reihe schwebender politischer Frage:: von großer Bedeut::::g machen.
Ob hierbei andere Fragen der Ostpolitik berührt werden, als die bereits angedeuteten, bleibt abzuwarten. Nach Berliner Meldungen soll die Kandidatur des Herzogs von Urach für den litauischen Königsthron nach Beseitigung verschiedener Schwierigkeiten und Mißverständnisse neuerdings sehr an Wahrscheinlichkeit gewinnen. Auch die Salzburger Verhandlungen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn, die eine zweckmäßigere Gestaltung des wirtschaftlichen Austausches und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Verbündeten erstreben, können in den Umkreis der zu erörternden Fragen^hineinbezogen werden, denn Herr v. Körner soll in diesen Tagen dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes über den erfreulichen Gang der Verhandlungen Bercht er- 'tatten. Viel ist über den Verlauf dieser Verhandlungen noch nicht an die Oeffentlchkeit gedrungen. Umsomehr wird eine Nachrcht der.Rhein. Wests. Ztg. interessieren, die sich von Berlin aus drahten läßt:
Wie jetzt bekannt wird, ist in Salzburg auch die Folgewirkuna irrer Anglwderung der polnischen Grenzkreise an Oberfchlesien rü:
Re Ausgestaltung des deutsch-österreichischen Wirtschastsbündnisses eingehend besprochen iwrden. Tie Notivendigkeit einer er:r»ecke:ten Grenzs:cherung für Oberschlesie:: wurde allseitig anerkannt aus der
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Kaiser jetzt zu Beginn des fünften Kriegsjahres die Schuld an der Fortführung des Kampfes aiuf den Verbrnd abwälzen will."
Dazu benierkt die „N.ordde:ctsiche Mgemeine Zeitung": „Dieser Merst von Lloyd George als Antwort arff Liott Ämsdvivnes Brief vom 31. Juki unternomnwire uiü> von einen: gvoßen Teil der gegnerischen (rvanmttlich italiemschan) >,Pvess« aüfgegriffelre Bev,
In Rußland scheint das Kriegsglück den Bolsckewiki weiterhin günstig zu sein und der Verband scheint sich mit der Anerkennung der Tscheckw-Slowakcn als verbündete Macht vergallopiert zu haben, denn ihre neuesten Hilferufe lassen nicht auf eine günstige Lage schließen. Jedenfalls wird der Verband allmählich gezwungen, mit offenen Karten zu spielen. Amerika hat sich bereits als im Kriegszustände mtt Rußland befindlich erklärt, die übrigen Verbaridsmitgliedc: werden folgen müssen, soll das erstrebte Ziel, der Sturz der Bvlschewiki, erreicht werden. Keiu Mittel fft ihnen gut genug, das russische Chaos nock> weiter zu verwirren. So wurde auch neuerdings in Paris unter dem Vorsitz von Saresffcheniö, dem ehemaligen Professor der russischen Universität, ein ukrainischer Gcgennatioualrat gc^ gründet, der beabsichtigt, gegen den deuffchen Einfluß in c U j£?. tniC öu kättchfen und im engen Einvernehmen mit den Allrrerten vorzngehen.


