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168 . Jahrgang
Samstag, iS. AngAst 1918
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zorLdauer -er eitgllfc^eu Angriffe zwischen Somme Md Sore.
wochenrvckblick.
Während im Westen dramatische Spannung strategischer Entwicklungen zur Entspannung hindrängt und im Osten sich Ereignisse am politischen Horizonte zusammenbrauen, die eine mündliche Berichterstattung Helfstrichs in Berlin zwingend erscheinen ließen, geht im Innern des Landes seit nunmehr mehr als einer Woche ein heftiger Kampf vor sich^ den die Berliner Presse mit blutigem Witze den „Streit um den Knochen" bezeichnet. Berlin sind bei der Fleischrationierung 50 Gramm mehr zuerkannt worden als den übrigen Großstädten des Reiches. Wer zuerst dagegen anging, war München, das seinen flammenden Protest gegen diese Ungerechtigkeit nicht nur bei der Reichsfleischstelle vorbrachte, sondern auch der einheimischen Presse übergab, die sich alsbald veranlaßt sah, mit ins gleiche Horn zu stoßen und eine Hetze gegen die bevorzugten Preußen zu veranstalten,> als sei die Kluft zwischen Nord- und Süddeutschland unüberbrückbarer als zwischen Deutschland und England. Selbstverständlich ließ das den Berliner nicht schlafen und mit seinem bekannten losen Mundwerk kann er sich nicht genug tun, den armen Nebenmenschen die Fleischtöpfe Bayerns zu riesenhaften Dimensiorren geschwollen vorzuführen oder wenigstens die 50 Gramm Fleisch, wie es der Vorwärts tut, „als Ersatz für all die schönen Sachen, draus die Bayern Knödel machen" zu beanspruchen.
Hat der Deutsche wirklich nichts mehr anderes zu tun, als sich dem Auslande gegenüber mit ödesten Schimpfereien und mit gegenseitigen Verdächtigungen an dem Streite um den Knochen zu beteiligen? Die Ernährungsfrage ist ernst, wir wissen das alle. Wir wissen auch- daß ein gut Teil Schuld der Ueberorganisation zur Last zu legen ist. Aber so nah steht keine Hungersnot vor unserer Türe, die uns der mikroskopischen Menge von 50 Gramm Fleisch willen zur Würdelosigkeit vor uns selbst zwingt. Die Würdelosigkeit ist noch schlimmer als das Schauspiel, vor dem sich Feinde und Neutrale grinsend die Hände reiben. Mehr Würde tut uns n o t Schlimm genug, daß die Magenfragc jedes höhere Interesse zu ersticken droht. Daß man in der Straßenbahn,/' in jeder Gesellschaft, kurz wo man geht und steht, hören muß, wie männiglich der Empörung seiner weniger ausgiebig beschäftigten Verdauungsorgane Worte verleiht. Soll es so-weit kommen, daß wir wie jener aus seinen Träumen der brutalen Ernährungsfrage gegenüb er gestellte Dichter in Arno Holz >,Phantasus" stöhnen:
Wie recht hat o du gute Mutter
dein Spruch, vor dem mir stets gegraust!
Was nützt uns Shakespeare, Kant und Luther, dem Elend dünkt ein Stückchen Butter erhabner als der ganze Faust! (?)
Ein Kulturvolk wie das deutsche, das gerade im Kampfe für diese Kultur Uebermenschliches geleistet hat, darf sich mcftf so restlos von der Magenfrage beherrschen lassen,, wie es jetzt den Anschein hat. Abgesehen davon,, daß der Appetit erst recht kommt- wenn man von nichts anderem spricht als vom Essen.
Es gibt auch heute wichtigere Dinge, die in den erweiterten Kreis einer Wochenübersicht einbezogen werden müssen. In England regt sich eine Strömung, die einer Friedensbewegung nicht unähnlich sieht. Sie begann mit dem bereits ausführlich besprocl)enen Briefe Lord Lansdownes, der am 31. Juli von einer Versammlung englischer Parlamentarier gebilligt wurde. Nun folgte Balfours Erklärung im Unter- Hause über den Völkerbund, von dem auch, Deutschland nicht vusgesch'loffen sein soll, die Rede des Arbeiterführers Barnes im Kriegskabinett, die gestern veröffentlichte Rede Lloyd Georges und die Aussprache über den Völkerbundsgedanken im Unterhause. Etwas viel für eine einzige Woche, und allein dieses muß schon stutzig machen.
Das Bezeichnendste aller dieser Kundgebungen ist das Zurückgreisen aus die GlasgNver Rede Snruts', wonach die Knock-out-Politik undurchführbar ist und die Gleichstellung dieser Ansicht mit jener Aeußerung von Kühlmann, wonach «ein vollständiger Waffensieg einer Mächtegruppe über die andere ausgeschlossen gilt. So sehr hat Hindenburgs Hammer die Unmöglichkeit des militärischen Vernichtungskampfes gegen Deutschland unseren Feinden eingehämmert, daß sie nach anderen Mitteln suchen, das gleiche Ziel, Deutschlands Vernich rang, zu erreichen. Waren diese Mittel in den vorherigen Kundgebungen noch verschleiert, so treten sie in Georges letzten Rede umso klarer hervor. Lloyd George glaubt an einen Völkerbund, der auch Deutschland einbegreift. Aber: ,Hinter dem Völkerbund muß eine Macht stehen^ die in der Lage ist, seine gerechten Beschlüsse durchzuführen." Aufgepaßt Michel: Hier steckt des Pudels Kern. Wer soll diese Mackst anders darstellen als E n g l a n d. England vereinigt auf sich die Stimmen seiner Verbündeten, es tritt als Anwalt der übrigen auf. Deutschland werden bestimmte Grenzen, eine England genehme Machtstellung — oder sagen wir besser Ohnmachtstellung — von einem Völkergerichtshof von England Gnaden bestimmt. Eine Verständigung mit anderen Völkern ist nur durch England möglich. Und wenn das nicht genügt, so hat es die im Zusammenl)ang mit dem Völkerbünde vorzunehmende Rationierung der Rohstoffe nach dem Kriege vls Mittel in der Hand, Deutfckstand wirtschaftlich völlig zu erdrosseln. Dies ist die neueste „friedliche" Lösung eines Ver- nichtungsgedcmkens. von dem England immer noch nicht ab- gelassen hat. Darüber helfen alle schönen Unterhausreden nicht hinweg und es ist nicht daran zu zweifeln, daß der von Unttrstaatssekretär Cecil nach Beendigung der Unterredung angeründigte englische Reg ierungsplan eines Völkerbundes die eben geäußerten Bedenken noch greifbarere Mestalt gewinnen läßt. , /
Wie England seine scheinheilige Friedensmission auffaßt, geht aus seinem Verhalten gegen Rußland hervor^ Jedermann wird noch der Notschrei der Sowjets gegen eine Einmischung Englands in Erinnerung sein. England kann aber nickst Massen^ seine ungebetene Hilfe zu leisten, „damit das russische Volk sich wieder frei machen kann". Frei machen,' wovon? Vom Brest-Litowsker Frieden, der Rußland die Möglichkeit bot> ungehindert durch kriegerische Verwicklun- gen nach außen, seinem inneren Chaos wieder Gestalt zu geben. Am 2. August sind die Engländer offiziell in Archangelsk eingerückt und haben die Gegenrevolution gegen die Bolschewiki aufflammen lassen. Im Innern. Rußlands unterstützen sie die Tschccho-Slowaken, die bereits Moskau bedrohlich nah 2 gekommen sind, und die Donkosaken. Schon hierdurch sind die Bolschewiki, deren Hauptzufuhrstraßcn halbwegs abgesperrt sind, in ihrer Macht ernstlich bedroht und es erscheint nur als eine Frage der Zeit/ ob das Zuwarten der deutschen Regierung nicht bald in ein tatkräftiges Handeln übergehen muß. Die Reise Helfferichs nach, Berlin scheint darauf hinzudeuten. Wenn es uns auch im Grunde genommen gleich sein muß, wer in Rußland die Macht in Händen hat, und uns gerade an einer Unterstützung der Bol- schewiki nicht besonders gelegen sein kann, so haben wir doch einLebensindewsse daran, seihst an -unseren vorgeschobensten Grenzen keine neuen Verwicklungen aufkommen zu lassen, geschweige denn dem Aufbau einer neuen Ostfront durch nichts anderes als ein ruhiges Znwarten zu begegnen.
Was nun den russischen Wirrwarr aufs äußerste vermehrt hat und noch keinerlei Klarheit bietet, ist die amerikanisch-japanische Intervention in Ostsibirien. Das erste Kontingent japanischer Truppen wurde nach Havas zur Ueber- fahrt nach Wladiwostok eingeschifft, wo seine Ankunft bevorsteht. Wenn die beiden seltsamen Bundesbrüder vorgeben, ihre militärische Intervention beabsichtige nur, „den Tschecho- Slowaken viel Nutzen und .Hilfe gegen die bewaffneten deutschen und öfterreickstschen Kriegsgefangenen zu bringen, die sie angreifen, rmd diejenigen Bemühungen nach Selbstregierung und Selbstverteidigung zu unterstützen, 'für die die Russen selbst von Wladiwostok, Murman und Archangelsk Beistand anzunehmen geneigt sind", so ist das nur ein belangloses Vorgeben. ÄUögewchcet «Jchxrw marschiert nicht der schönen Augen der Tsckieckw-Slowaken willen und auch nicht zu dem Zwecke, eine neue Ostfront gegen uns aufzw- richten. Seine Absichten sind eigennütziger und beanspruchen gerade deswegen erhöhte Aufmerksamkeit. Ein Schluß der Deutschen Nationalzeitung in einer Betrachtung „Ex Oriente lux?" liegt nicht außerhalb des Bereiches der Möglichkeit. Sie sagt:
„Japan wird daher kaum feilte mwerbrauchtc Kraft sür England in die Wcltenwage legen. Wohl aber dürfte es die günstigg Gelegenheit benutzen, seine Kontineittalstellung zu einer dauernden zu machen und entsprccliend zu festigen. Ties geschieht natürlich am leichtesten und unauffälligsten bei scheinbarem Eingehen auf die Ententewünscl)e. Sobald aber jener Zweck voll erreicht ist, hat das „gesättigte" Japan im Hinblick ans seine gewaltigen Errungenschaften das Interesse an einer weiteren Fortsetzung des Kriege) verloren. Tarnt kann es den Völkern der Erde beweisen, daß England durch diesen freventlich von ihm heraufbeschtvorenen Krieg das W e l t g e w i ch t von London über Washington nach Tokio verschob. Ter Präsident Wilson als Parteigänger Englands verstand nicht, dieses Weltgewicht in Washington festzuhalten! Er hätte es gekonnt, wenn er, wst er zu wollen vorgab, der Welt den Frieden schenkte."
Diese Möglichkeit liegt aber einstweilen noch zu fern,, als daß sie in absehbarer Zeit greifbare Gestalt gewinnen könnte. Hente liegt das Weltgewicht noch an der Westfront, wo durch die größtenteils schon aufgehaltene neue englische Offensive der Auftakt zu einem neuen Waffengange gegeben ist.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 9. August. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Zwischen 2)ser und Ancre lebhafte nächtliche Artillene- tatigkeit. Südwestlich von Wern und südlich der Lys folgten stärkstem Feuer feindliche Teilangriftr, dir abgewiesen
wurden.
Zwischen Ancre und Avre griff der Feind gestern mit starken Kräften an. Durch dichten Nebel begünstigt, drang er mit seinen Panzerwagen in unsere Infanterie- und Arttilerie- linien ein. Nördlich der Somme warfen wir den Feind im Gegenstoß aus unseren Stellungen zurück. Zwischen Somme und Avre brachten unsere Gegenangriffe den feindlichen Ansturm östlich der Linie Morcourt—Harbonnieres—Caix- Fresnoi—Contoire zum Stellen. Wir haben Einbuße an Gefangenen und Gefthützen erlitten. Durch Gefangene, die wir macksten, wurden Englü^er mit kanadischen und australischen Hilfskorps, sowie Franzosen feftgestellt.
Ueber dem Schlachtselde schossen wir 30 ftindliche Flugzeuge ab.
Leutnant Löivcnhardt errang ftinen 44.. 5V. und 81.. Leutnant lldet fernen 45.. 46. und 47., Leutnant Freiherr von Richchofen feinen 33.. 34. und 35., Leutnant Kroll seinen 31. und 32.. Oberleutnant BAlik feinen 24., Leutnant Kvenneckr feinen 23., 24. und 2b. und Leutnant Anfßorch feine« 20. Lustsieg.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Jü einzelnen Abschnitten an der Desle lebte die Ar- tillerietätigkeitnauf. Erfolgreiche Tcilvorstöße beidersrits von Braisne und in der Chmmmgne nordwestlich von Souain.
Ter Erste Generalquartiermeister Ludendorff.
Der Abenddericht.
Berlin, 9. Aug., abends. (WTB. Amttich.)
Zwischen Somme und Avre setzt der Feind seine Angriffe fort.
*
Der Ssterreichlsch-nngarische Tagesbericht.
Wien. 9. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlautbarl: An der italienichm Front erreichte der allgemeine Ar- tilleriekampf im Raume der Si eben Gemeinden besondere Stärke.
Zn Albanien ist die Gefeckststätigleit abgeflaut.
Der Chef des General stab es.
Die Vorgänge am Ancre und Avre.
Berlin, 9. Aug. Nachdem der Jochsche Plan, bje in dem Marnekeil vorgeschobnen deutschen Truppen abzukneifen, mißlungen ist und die francv-amerikünrschm Angriffe gegen die Beslelinie verlustreich zusammen brach, versucht der französische Oberbefehlshaber sofort das gleiche Manöver an anderer Stelle. Die Eile, mit der diese beiden Operationen aufeinander folgen, kennzeichnet so deutlich das-englische Bestreben der Ententeführung die Vorhand zu gewinnen und dem gefürchteten neuen deutschen Kngftff zuvorzukommen. Die englisch-ftanzösischen Angriffe sollten m tiefem Stoß auf St. Quentin Vordringen, um der deutschen! Oiseftont in die Flanke zu kommen. Bei Dtvntdidier und Albert wurde dem ftanzöstsch-englischen Angriff durch die Rückverlegung der deutschen Stellungen auf das östliche Avreufer die Basis entzogen. Fach ließ sich aber' hierdurch von seinen Angriffsäbsichtett nicht abbringen, sondern begnügte sich mit dem Angrifftzrauin. zwischen Ancre und Avre. Hierdurch gelang ihm ein Uebct* ras chun ^erfolg, der durch den herrscheiwen dichten Nebel noch in besonderem Maße unterstützt wurde. Trotzdem und trotz des vor allem für Masstneinsatz von Tanks so günstigen Geländes! reicht jedoch der AnfangSersulg der unter dem Befehl deS Marschalls Haig fechtenden englischen und französischen Armeen nicht über das am ersten Angriffstage übliche Maß hinaus. Ein gewisser Verlust an Gesck-ützcn und Gefangenen ist in solchen Fällen unvermeidlich. Im Gegensatz zu den bisherigen großen! deutschen Offensiven erreichte der Angreifer keines seiner strategi- sck^n Ziele. Der Geländegewinn spielt um so weniger eine Rolle, als es sich hier rricht um ein ausgebautes Berttndi-r-ttigsfpstgm handelt, sondern um ein Manövriergelände, in dem die Kämpfe, die am 2. Mai begannen, noch keineLvegs zum Abschluß gelangt sind.
Obwohl der Ententeangriff zwischen Ancre und Avre unter dem Befehl des Generals Haig steht und zum großen Teil zur Hebung des tiefgesunkenen englischen militari leben Prestiges dienen sollte- ttagen wiederum nicht die Briten die Hauptlast des Kampfes, sondern, soweit sich nach den bisher ^machten Gefangenen feststellen läßt, befanden sich in vorderer Linie australische und kanadische Divisionen, denen enistische wrd ftanzösische Divisionen folgten.
Ein Zusammentreffen vcrsckstedencr günstiger Umstände hat dem englisch-französischen Angriff zwischen Avre und Ancre zu einem Anfangserfolg verholfen. Bor allem war es der überaus dichte Nebel am 7. August tmd am Morgen des 8., der den deutschen Stoß begleitete. Ter Nebelschleier hüllte die englisch- französischen Panzerwagengeschwader, die nach einem plötzlich ein- setzeuden gewaltigen Feuers rasch vorbrack>en, so dicht ein, daß sie ur>qesährdet die deutsche Tankabwehr-Geschütze passieren und teilweise bis in die Attillerielinie vordrechen konnten. Heldenhaft schlug sich die deutsche Jnfartterie gegen die plötzlich aus dem Tunst von allen Seiten auf sie vordringenden Panzerwagen und Sturmwellen.
!Jm Rücken der englisch-ftanzösischen SMtzenlitne knattertett noch lange die Maschinengewehre einzelner sich jetzt bis zur letztest Patrouille haltender Widerstandsnester. Allein die Ungunst der M.ttermrg errrtöglichte den Ententetruppen dennoch an einzelnen Stellen den Einbftlch, so daß sie bis in die im deutschen Heeresbericht angegebene Linie Vordringen korrnten. Hier traf sitz aus den Gegenstoß der deutschen Reserven, der das weitere Bor- schreiten der Angreifer hemmte, iwrdlich des Flusses aber ihn aus den deutschen Stellungen svieder hinouswarf.
Andauernde Beschießung von Paris.
Paris, 8. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Havas-Melduns. Die Beschießung der Gegeuo von Paris dauert an.
Malvy.
Genf, 8. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Havas-Meldung. Nach einer Meldung des „Temps" wird Malvy mit Genehmigung der französischen Regierung sich über die spanische Grenze nach San Sebastian begeben.
Die Blokadepolitik.
London, 8. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter-Meldung. In Erwiderung einer Anfrage sagte gestern abend im Unterhause der Antersdaatssekretär des Blockadenünisteriums: Wir arbeiten im besten Einvernehmen mit unseren Alliierteir in der gemeinsamest Blockadepolittk, die durch den ständigen Meinungsaustausch und den Vergleich von Informationen zwischen den interessierten Regierungen festgelegt worden ist. Fentor hält ein alliierter Be- rattmgsausschuß für Blockadefragen regelmäßig Sitzurrgen in Lon- dorr ab. Alliiette Unterausschüsse, die sich sehr bewährt haben, sind in Norwegen, Schweden, Dänemark und Hvllmtd eingeseitt worden^ um dem Zenttalausschuß in den diese Länder betreffenden Blockade- fragen an die Hand zu gehen. Ebenso leisten die V^crtreter dev alliierten Länder den änderet! Ausschüssen, die sich mit den Spe- zialfragen der Blockade beschäftigen, ivertvollen Beistand.
Eine FriedenSdebattc im Unterhause.
London, 9. Aug. (WTB.) RcAter. Unterhaus. Im Lause der Debatte über die BeÄogung rief vir Pazifik »che Gruppe des Unterhauses eine Hrörtcrung hmivvr, indem sie vertMiM, es sollten entschiedenere Anstrengungen in der Mng des Friedens gemacht werden. Das Mägliöd deS frühevcn liberalen Kabinetts I M. Robertson betonte in fehtet Erwiderung nachdrücklich, es könnte keinen wie immer gestalteten Frieden geben, bevor der deutsche Militarismus stbernunden sei. „Die allgemeine Abrüstung müsst eine Folge des Krieaes sein." „Aber," sagte er, „wir türmen nicht abrüsten, ehe rächt die Abrüstung Deutschlands gesichert rst. Ein Frieden von der ÄÄ, wie chn


