deraimobert der Gefahr sich beeilen, dodonznlaufen, indem sie mnnen, daß die Rettung ihres eigenen Lebens die wichtigste Aufgabe ser. Lerariige Subicktc, haben nichts mit der Revolution ge- vrernsam. ^eder Vertreter der Sonstctgcwall, der seinen Posten verlaßt, ohne alles, was in feinen Kräften steht, zur Verteidigung ga«ur zu haben, ist ein V e r r ä t e r, der mit dem Tode zu be Maasen ijn befehle, sofort alle dieienigen Sobnelmitglieder der Arümngetsk zu verhaften, die laut zuverlässigem Material als a.eserreurc zu betrachten und als solche dem Revolutionstribunal zu übergeben find.
Die sibirische Regierung.
Moskau, 3. 9liugust. >WTB.) Eine Zeitung der Sozialrevolutionäre in llfa bringt die Meldung, daß die Verhandlungen Ättüschen dein .Komitee der Mitglieder der konstituierenden B e r s a m m l u ng und den Vertretern der sibirischen Re- g i t r u n n in Samara zu einer grundsätzlichen Ueberein-i st i m mu n g .geführt lualx-it. T-einuächft soll eine allgeniciue Sitzung der Mitglieder^der konsrituierendcn Versammlung von Samara und verschiedener Städte Sibiriens stattsinden.
Die ameriranisch-japonischc Aktion in Sibirien.
London, b. Aug. (WTB.) Reuter-Meldung. Der stellvertretende Staatssekretär der V e r ei n i g t e n S t a a t e n veröffentlicht folgende Erklärung cm die Presse über die aincrika- n i s ch - j a p a n i s che Aktion in Sibirien:
Rach dem Urteil der Regierung der Bereinigten Staaten, zu dem sie nach wiederholter, eingehender Untersuchung der ganzen Lage gelangt ist, würde eine militärische Intervention m Rußland wahrscheinlich mehr zur Vergrößerung der jetzigen Verwirrung als zur Sanierung der Lage beitragen und Rußland eher schädigen, als ihm aus seinen jetzigen Schwierigkeiten Iieraushelfen. Eine soläie militärische Intervention, wie sie wiederholt vorgeschlagen worden war, würde ihrer Ansicht nach, selbst ivenn sie bezüglich ihres unmittelbaren Zieles, eines An-rrifes auf Deutschland von Osten her ivirki'am wäre, ivahrschein- lich mehr daraus hinausUrufen, daß Rußland als Werkzeug be nutzt wird, als daß der Bevölkerimg damit gedient würde. Selbst wenn sie oacoit Nutzen zöge, so würden doch nicht alle rechtzeitig davon Nutzen ziehen, um sich aus ihren jetzigen verzweifelten Schwierigkeiten zu befreien, und inzwischen würde ihr Eigentuni dazu verwendet werden, fremde Armeen zu erhalten, und nicht dazu, ibre eigenen ?llrgelegenheüen wieder in Ordnung zu bringen oder ihre Männer, Frauen mrd .Kinder zu ernähren. Wir verlegen letzt unsere ganze Energie darauf, um jeden Preis an der feil* ijont zu siegen. Es würde nach dem Urteil der Bereinigten Staaten höchst unklug sein, unter den gegenn'artigen Umständen unsere Streitkräste zu teilen oder zu vergeuden. Deshalb ist eine militärisch? Aktion in Rußland nur insofern möglich, als damit den T s che cko-S l o wa k cn viel Nutzen und .Hilfe gegen die bewaffneten deutschen und österreichischen ^Kriegsgefangenen, die sie angreiien, gewährt wich als damit diejenigen Bemühungen nach Selbstregierung oder Selbstverteidigimg unterstützt werden, für die die Russen selbst von Wladiwostok. Murman und Archangelsk Beistand anzunehmen .geneigt sind. Vorläufig werden die a m e rikonischen truppen nur dazu verwendet werden, mili- tä rische Vorräte zu bewachen, die später von den russischen Srrenkrä'ten benötigt werden können, mld solche Unterstützung zu leisten, wie sie die Russen bei der Organisierung ihrer eigenen Selbstverteidigung fttt erwünscht halten.
Die Bereinigten Staaten und Japan sind die einzigen Mächte, dre im gegenwärtigen Augenblick imstande sind, in Sibirien in genügender Stärke aufzutreten, uni diese verschiedenen, oben dar- getegten Ausgaben auszuführen. Die Regierung der Vereinigten sttttcken har deshalb der japanischen Regierirng vorgeschlageu daß jede der beiden Regierungen eine Abteilung von einigen ran send Mann isow thousand inen' zu dem Zwecke nach Wladiwostok ichicken soll, um bei öor Besetzung von Wladiuw- ftof als einheitliche Truppe gemeinsam aufzittreten. Die javanische Regierung hat diesem Unternehmen zugestiinnrt.
Die Regierung der Bereinrglen Staaten wünscht der Bevölkerung Rußlands öffentlich und feierlich mitzuteilen, daß sie keine Einmischung in die politische Souveränität Rußlands und keine Intervention in seine inneren Angelegenheiten, auch nicht 'in lokale Angelegenheiten begrenzter Gebiete, die ihre Truppen vielleicht besetzen werden müssen, lntö (feine Beeinträchtigung seiner, territorialen Jntegntat weder setzt noch später beabsichtige. Ts oerlmtter. daß die japanische Regierung eine ähnliche Zusicherung veröffentlichen wird.
Diese Pläne und Absichten der Vereinigten Staaten wurden de« Negierungen Großbritminiens, Frankreichs urid Italiens mit- geteilt: und diese Regierungen haben dem Staatsdepartement erklärt, daß sie ihnen im Prinzip zustimmen.
China und die Tschecho-Slowaken.
Bern, 6. Aug. (WTB.) Nach einer Meldung des „Progrbs de Lyon" aus Peking hat die chinesische Regierung die tschechv- slowakischen Kontingente ermächtigt, für die ganze Dauer der Feindseligkeiten die Eastern-Elsini-Railway zu benutzen Tie Regierung hat beschlossen, das erste Kvntmgent chinesischer Truppe n nach Wladiwostok zu entsenden.
Bon der Grenze tmrir gemeldet, die Armee Semen ows sei geschlagen irrst» habe bis auf einige Werst nahe der chinesi scheu Grenze zurückweichen muffen.
Aus rusffsch-franzSsischer Waffenbrüderschaft
Moskau. 6. August. lWTB.) Die neue Zeitung . Mir" ^Frieden- voröfferttlicht eine Gehei m depe sche des damaligen^ ^riegsmrmsters Kerenski an den Minister des Aeußern Terest > che n ko vom 20. Juni 1917, in der Kferenski sich darüber beklagt, daß die Berbünoeten RuUand größtenteils untaugliche Geschütze geliefert hätten. 35 Prozent der Geschütze hätten ein zweilagiges Feuer mittlerer Stärke nicht ausgehasten.
zwecks Mcdevaufrmhme der Arbeit unmöglich. Nachdem die Or- ganifatvven der Streiks eingesehen l-aben, daß der Zweck des Streiks, die 'sttlleguug des EisienbahnverVehrs, nicht erreicht werden kaun, suchen Ire durch Gewaltakte den Betrieb zu schädigen so find an verschieveiien Stellen aus der Strecke die Schieneid gesprengt, an anderen Sollen die Betriebsmittel beschädigt, die Züge beschossen und die Beamten bedroht ivorden. Am 29. Juli wurde . ails den u l .'ainifcheir Eisenbahn minister Butmko von den Weitstattmarbeitcru ein Attentat rerübt, das glücklick-erweise miß- lmig. Juuhxm höheren Eisenbah:cboanlten ist mitgeteilt worden, da».sie vvir dem streikenitee zirm Tode verurteilt ivorden seien, rüge terrorist-iscsen Maßnahmen nötigen die deutschen und öfter-- rnaKich-iungarischen Militärbehörden im Benehmen mit der nkraini- läen Regierung zur rücksickckslosen Einwendung der gesetzlichen ä.ittcl. Einige solclxer Gewalttaten stb er führte Personen sind von den Kriegsgeriatten abgeutteilt und erschossen und zahlreiche andere ve chattet ivorden. In den letzten Tagen ist im allgemeinen der Eindruck verstärkt ivorden. daß der Streik langsam im Mftauen be-
HP** ^ betrieb sich allmählich wieder dem normalen Zustand nähert.
Der Nachfolger v. Eichhorns.
6. Aug. (WTB.) Der Nachfolger des General- feldmarschalls von Eick>hvrn, Generaloberst Graf Kirch- b ach, ist gestern in Kiew eingetroffen und hat sein Kommando übernommen.
Die Trauerfeicr für v. Eichhorn.
^ - erlin, 6. Aug. Heute nachmittag 5 llhr wurde in der
Gnadenklrche (Jnvalidenstraßef die Trauerseier für Generalfcld- marttball v. Enlchonr abgehalten. Der Sarg war vor dem Altar zwncl^il Blattpilnnzeir und Lichtern aufgebahrt. Feldmarschallstab und Orden lagen darauf. Am Fuße des Sarges war ein vvni Detman der ukramisck^en Republik gesandtes schwarzes Samttissen ^ einen Palmen- imb emen Eichenzweig in Silberstrclerel zeigte. Als Vertreter des Kaisers mrd der Kaiserin ericmen Gemral^rdjutant General der Infanterie v. Lvewenfekd mrt einem, Kranz der Majestäten. In der zahlreichen Trauer- ü 1 .? 11 Allster den Spitzen der Berliner militärischen und Marinebebörden u. a. Vizekanzler v. Payer, zugleich als Vertreter des Reichskanzlers, Minister v. Breitenbach, Minister v. Stein, Staatssekretär v. Capelle. Im Aufträge des Königs von saclpen legte der Königlich sächsisclre Militärattache in Berlin am sarge einen .Kranz nieder. Vollzählig war die ukrainische Ge- sandtta>att mildem Gesandten Baron Steinheil gekommen. Ge- hermral w.r. Strauß, Feldoberpfarrer des Ostens, hielt die Ge dachtmsrede Gesang .d^S Tomchors schldß die Feier. Unter 'lromendem Regen wurde die Leiche ans sechsspännigem königlichim ^ch dem Invalidenkirchhof übergesührt, !vo die leierlickre Benctzung erfolgte.
^eichcnfeicrlichkeit für den verstorbenen Generalfeld- mattchall v. Eichhorn nahmen u. a. auch teil, imd zwar im Aufträge • A“' k .Vemrsverwaltung der k. u. k Bevollmäckstigte im kö- niglich vreuch'cyen )kriegsministerium Oberst des Generalstabskorvs Gimltc mit lcinem Stab.
Dienstpflicht auf die Zeit vom rv. bis 4v. Jahre ausgedehltt wird, ist letzt m bewen Hanierri des Kongresses eingevracht lvvrden. Sce, wurde an die stomimssiou für Mititärangelegeiil^iten ver- wiettrr. ^re Gesetzes Vorlage ermäclstigl Wilson atte für dfen Dienst m. Betrag kommenden Männer nach freiem Ermessen ein'.--Ziehen, -vre 11 ihrendeit ctgZeder' des .Kongresses h>ffen, das; ixe Vorlage
Wm vor dem 1. September armeiwmmen sein wird. Smator Ehamberlcnn beantragt den 9. -seetember für die Registrierungi der nam dem neuen Gesetz dienstpflichtigen Männer iestzusetzen ^ bm .dn-eg berechnete, daß durch das reue Gesetz E Zahl der Dien stpffrchtt gen um 2 398 090 Personen vermehr
Rumänien.
Bukarest, 6. Aug. sWTB.) Wie die Blätter melden, hat eine große Anzahl Abgeordneter bei der Regierung ein Gesuch erngereid;,t, d.e Hcrbsttagunq des Parlaments in Bu- kareft selbst unter deutscher Besetzung abznhalten.
Bukarest, 6. Aug. (WTB.) Wegen der Gefahr der Cholera- euncMeppung wurde die Grenze gegen die Ukraine ge- IjJJJ 1 , 1 - Alle aus Rußlaiw kommenden Personen werden emer Nrnrtägrgen Ouarantäne urtterworfen
VarneS über den Völkerbund.
London, 6. A«g. (Reirber.) Der Vertreter der Arbeiter un Knegs^bmett Barnes erklärte in seiner Rede in Cambridge, er nnade^euti chland in den Völkerbund aus nehmen, weil es rrur errce slttickkehr zu den alten Gefahren bedeuten würde, wenn es auSgeschlosien würde. Er trat für er« interalliierte Konfererrz im >ä<mg em, woran nicht nur die Vertreter der Regierungen, sondern auch , der Völker teilnehmen sollten. Vertreter der organisiertenj Arberterschast, der Kirche und des Handels, ans Amerika, Frank- terch, JLalren und den alliierten Ländern sollten im allgemeinen daran teilnehmen. Aus dieser Konferenz könnten die Regiermigeni ihre Friedensziele revidieren. Ich knn sicher, fuhr er sort, daß eine solche >donserenz kein Lmid ausschließen ivürde, weirn es sich nicht im Kriege mit den alliierten Nationen befärrde. Ein Gerichtshof zur Regelung gei'ichttich eittscheidbarer Streitfragen könnte gebildet und eine ÜTttersuchungskommission eingesetzt werden, die die Grundlageir der teilweisen Abrüstung vom praktischen Standpunkte aus mit Rücksicht aus die Länge der Grenzen. Ausdehnung der Dominions ivid den Wolststand der Bevöltormig untwfuchen könnte. Endlich konnte man auch eine interalliierte .Kommission einietzen, umlauf der Grundlage rurttonaler Einheitlichkeit die territorialen Ausgleichsniöglichkeiten zu untersuchen.
Der Eisenbahn er streik in der Ukraine.
Berlin, 6. Aug. (WTB.) Tie „Nordd. Allgem. Ztg." bringt über den Eisenbahner streik in der Ukraine und feinen politischen Hintergrund Mitteilungen, die ihr von Kiew von be-! sonderer Serie zugeiTcmgen sind. Darbt heißt es: Noch den ^is-^ herigen Fest^.-elinngen unterliegt es keinem Zweifel, daß der Streik aus politischen Gründen von außen her in die Ukraine hinein gc-tramm und mittelbar gegen hie ukrainische Regierung und die Mittelmächte gerickttet ist. Einige aus Großrußland kommende Agitatoren wurden verhaftet. Die gesamte Orgarriiarion, die voll stunde im Gehn men arbeitet, und aus dunklen Verstecken ihre unterirdische Wühlarbeit verrick-tet, ist jedoch nicht ausgedeckt worden. Die Organisation arbeitet mit erheblichen Geldmitteln. Wem im ElZarkower Bezirk sollen ihr 10 Millionen Rubel Lur Verfügung /tchen. Das Fehlen einer organisierten einheimi'chm Polizei erschwert den Kämpf gegen diese gÄeimen Organisationen, so daß die wirklich Schukoigen nur schwer m fallen sind. In welchem Gaffde der Msstand g-elettet wird, erhellt aus einem vi^lverlwetteden Aufrus des geheimen Komitecs, in dem es heißt: „Es nähert 'ich die Zeit der Befreiung der Arbeiter und Bauern von den Bergeioaltigern und Unterdrückers beptlbt.i, dem .Httman und dm deutschen Haidemaken? Alle wollen wir uns im gege'-enen Mvrwmt Lirm Kampfe gegen sie erheben. Die Ausgabe der Eisen dahier ist die Einstellung des Verkehrs, damit so der Gegner ferne Truppen nicht verschieben kann. Unser Feind Äünderr uns aus und versorgt sich mit Brot, damit er noch kämpfen kann DaSuttll nnrd «c Revolution im Westen hinausgeschobm. Gemchen' W,r haben die Äarserhunde lange genug geduldet. Helft nur durch Einhalten des Eifenbahnverkelw' den Taui'etiden von Bauern, die in, bestimmten ^.NonZent mit Waffen die Städte überfluten werden " Die Urh-ber des Streiks benutzen die durch die Teuerung uno UTiregelmäßige Bezahlung der löebührnisse unzu- friebnw Stimmung der Masten, die sie vurch ökonomische Forde- rmrgen. deren (Erfüllung die Sißenbvhnen imb die Staatsfinanzer, arm B c m fervtt fsihrm nttnde, noch weiter für ihren Zrveck steigern. Trotzdem vermehr: hdj die Zahl der Arbeitswilligen iortqesetzt Si- rvätr twth erheblich größer, wenn nicht eine kleine Zahl be- M h tt er AmUBtorm mit allen Mitteln des Terrors die Arbeit-- willigen vrm der^Arbeit abPilMlten versuchte. Ta eine Verttetung der fCDftfntriCTi Arbecher nicht rrorhanden ist, sind Verhandlungen
Irland.
Bern, 6. Aug Bei Besprechung der Resolutwii Dillon, die die englische Potittk in Irland als unverträglich mit den großen! Prinzipien der Alliierten ierklärte, sagte im Unterhause Devlin -nach dem BerhandlungSbericht vom 30. Juli, die Regierung tue l'erade das, was Präsident Wilson für falsch erklärt habe. Er sivagte. vb es auch nur ein einziges Land im Herrschaftsbereich der Zentralmäckite gebe, wo, wie in Irland, der Abgeordwete einer Volksverttetmig erst einen Polizeipaß haben müsse, um mit seinen Wablern in Verbindung zu treten. Er — Devlin — würde eher sterben, als bei der Polizei Um die LZrl^rubnis einkvmmen, zu seinen Wählern zu sprechen. Vor der neuen Politik seien monatt. lich 12000 Rekruten aus Irland gekommen, jetzt nur 40. Der Vertreter der Arbeiterpartei, Adamson, Hendersons Nachfolger als Parteivorfttzender. sagte im Anschluß an Devkins Rede, der Zustand der Dinge in Irland zeige einen schceckenerregenden Bankrott der Süaatskunst.
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Ärrcgshetzer Botha.
Pretoria, 6. Aug. Botha sagt in einer Botschaft an die Bevölkerung der Südafrikanischen Union: Wir haben den llaren Beweis vor uns, daß ohne Sieg eut Friede verhängnisvoll sein würde und nur dazu führen würde, einen noch furchtbareren Kampf vorzu bereiten.
Amerikas Verintwortung.
Stockholm, 6. iAug. (WTB.) Unter dieser Ueberschrift schreibt „Npa Dagligt Allehanda": „Warum setzen die Vereinigten Staaten den Krieg fort? Ihr Ziel ist ia nicht Deutsch!aitds Vernichtung, sondern geht dahin, die Mtrelmäichte, bAonders Teutsch- lcmd, zu zwingen, gewisse Reäftsgvindsätze aa-u-erkennen und diese ilmzuweitden: dies aber könnte erreicht werden, ohne das entsetzliche Blutvergießen weitcrgehen zc lassen, ivenn Amerika bloß die entsprechenden Forderungen airch in die ursprüngliche Entente, besonders an England, stellen rtzollte. Warum setzt also Amerika in Wirklich', it >rr.cn fort? Die Antworc kann nur lauten: Um Englands Interessen zu föwenr. England lxtt nmhrc-nd des ganzen ftrieges sein Gebiet erwtitect in Afrika, Persien, Mesopotamien, Palästtna, Griechenland und zuletzt auri> an der russiscknm Eismeerküste. Unterdessen ließ e ! Europa für sich verbluten und ein Land nach dem andern verwüsten, Belgien, Serbien, ^Nonte- iac-gvo, Rumünien, Griechenland .'td Rußlcnid. Auch Frankreich ^md Italien läßt es de?:selben B^g wo'wcrn. Ist dies Grund euchi'.g für Amerika zum Krieg? <ks wäre eine ^Aufgabe für die sühne der größten Macht der milfenWelt, die in neutralen Ländern weilen und die verbältnismäßig uairbhängig urteilen köimen. die leitenden Männer Amerikas für ein' ernste Prüfung dieser Frage zn gewinnen: „Wcrrüm setzt ?1merin den Krieg fort?"
Amerika» militärische ^ienstpftichtvorlagc.
London, 6. Aug. (WTB.) rpttcr m«ldet wiS'Washiug-
kvn: lAt Heeres-vorlage, c* zufoLge die militärische
Der Seekrieg.
^ T ltut U-Boot-Erfolge.
Berlin, 6. Aug. (Amtlich.) Weitere 18 000 B -Ä -T Wurden durch die xäugkeit unserer U-Boote in dem irord- westlichen 'seekrregsgebtet vernichtet.
Baratongmethoden.
Amsterdam, 6. Aug. Dem Neuterschen Bureau zu- veröffentlicht der Marinekorrespondent der ,sTimes" Enthüllungen über die Arbeit der U-Boot-Fallen, die einen wichtigen Anteil arr der Berämpfung der Unterseeboote hätten und die Bezeichnung „Schiffe" führten. Der Korrespondent sagt, man könne letzt Einzelheiten darüber veröffentlichend da den Deutschen die gegen sie angewandten Methoden bereits bekannt seien. Das erste derartige Schiff, das erwähnt wurde, ei dic Baralong" geweseii, die am 19. August 1915 ein Unterseeboot versenkte. Seitdem habe die Methode, bewaffneten schiffen das Aussehen von Handelsschiffen zu geben, .Ä. äugenvmmen Der Korrespondent verteidigt diese Methode der^ Kriegführung und fichrt einige Beispiele an, von denen das folgende am bezeichnendsten ist: Eines Tages lnelt 'olches als unschuldiges Handelsschiff die Boote herab ^ ur Eine Frau mit einem Kinde in den Armen blieb zuruck und lief wie wahnsinnig auf dem HS 1 * und ab. ?!._> ^AA.^Bvol an dem Fahrzeug anlegte, schleuderte die Frau d^is Kind, das in Virklichleit eine Bombe ^n offenen Turm des U-Bootes und sprengte es aus diese Weise rn die Lust. Diese Frau wurde, wie der Korrespon-
ausg /zeichne ^n^ufugt, für ihre Tat mit dem Viktoriakreuz
Mannschaft-mangel aus der amerikanischen Handelsfrotte.
s .. ^0^ Liverpooler „Journal of Commerce" weist neuerdings an aJ J r ^ ie 9 H^ en AnstDengungen hin, die man in den Vereinigten Staaten macht, um Mannschaften für die stark wach- lernt. HandelvfLtte zu bestimmen. Dabei macht das Blatt am die ^unnerksam, daß man es in den Vereinigten Staaten nöttg hat, der Bevölkerung klar zu mack-en, daß der Dienst m. ocr Handclsslotte etwas gerade so Patriottsches sei, wie der Dienst im Heere. Cs sei eben eine allbekannte Tatsache, fügt das „vV.onmal-.oT ^Commerce" hinzu, daß der echte Amerikaner keine Neigung für das Seeleben besitze. Das sei in einer natio- ul\ C A "" »sie gegcnwärtAg herrsche, ein
Unglück socb man dürfe die HoTimmg aus Ueberwindung der Schwicrigtetten irccht sinken lassen. Als eine der größten Schwie- r>gleiten bettachtet das amerikanische Schlffahrtsämt das Fehlen von SchultchiTieii. Sem stimmt das Liverpooler Blmt mcht bei' e v er klart vielmehr, was man auf einem Schulschiffe lernen könne' könne man noch besser auf einem richtigen Seeschiff lernen
R-utcrviÄdmlg, In ciramt ta> Navnchen Vasen ist dve Mannschaft eures kanadischen Scha- ^^LDErdet, der am Freitag in der Bucht van Fundy von emeni Tauchboot versenkt wurde. Die iNannschmt berichtet, der Kom. MMidMil des Tauchbootes habe gesagt, datz sein Boot die Min» gelegt habe, durch die kürzlich der Kreuzer „San Dieqo" versenkt worden ist.
• 6. dlug. (WTB.) Die brittsche Admiralität teilt
mrt: Der heimwärts fahrende T r an s por t da m p f er „Wa- nilda" wurde am 3. Llügust torpediert urrd ist.gesunken. 123 Mann werden verinißt. Sie sind wahrscheinlich ertrunken. Zwei drittscht' sorpedobootszerstörer ivurden am 2. August durch feind, llche Minen versenkt. 97 Mckstn sind mngekommen.
< vnJ B im^ nqt0n ' £ 'Reuter.) Ein druts.ches ll-Bvot ver- enne ll)0 ..ceileii von der Küste vvii Virgimen einen amerikanischen Tani^iinpser ^reiwg Ueberlebende Mitten fandet.
. , M«d r ; d . 6. A»g. Wcuter. 1 Aus Corcubw» wird gmäbtt, oai> 6«i Kam tan und 17 Mann des von einem U-Boot torpediertenj brmilianttcken Dampfers Macero Arühercr deuffcker Dampfer santa Anna) gelandet wurden. Zivei Flöße mit 44 ?Nann werde«! vermitzt.
Aus dem Ueiche.
Erhöhung der Maimschnftslöhnung.
« B«rliN' 6 Aug Wie das B. T. berichtet, war vom Reichstage dem Wun,che nach Erhöhung der Mannschasts- bohnung Ausdruck gegeben worden. t>kuf ein Schreiben, das der Rerchstagsabgevcdnete Marauard in dieser Angelegen, heit an General Ludeudorff gerichtet har, ist jetzt die Mitlei. lung eingeirotwn, daß die Erhöhung der Mamischastslöch nung bereits vom 1. August d. I. ab vom Kaiser genehmigt tovrden ist.
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... ^ug. (WTB.) Dfer „Reichsanzeiger" ver-
00 s Wein ft euerge setz, ferner ein Gesetz zur Aenderung des Schaumweinsteuergesetzes, eine Bckannt- machung betressend den Verkehr mit Branntwein aus Klein- ^bstbrennereien, eine Bekanntmachung über den Absatz von .Nuttersasten und Fruchtsirupen, das Geseß betreffend die Be- fteuerung von M i n e r a l lv a s se r n und künstlich bereiteten Getrarrken sowie die Erhöhung der Zölle für Kaffee und Tee urtt eine Verordnung zur Ausführung des Umsatzsteuer^ gesetzes vom 26. April, R.-G.-Bt. S. 779.
Aus ficjjcn,
I. Darmstadt, 6. August. Der Fin a uzausfchuß der Zweiten Kammer beschäftigte sich in seiner tätigen Sitmna mit der Vorstellung des EniiL^-Ludwig-Vereins we'pm Ile bernahm? der Bürgschaft bei !zwei' Hypot^heken durch den Staat und mit einem m gleichem Sinne gerichteten Antrag Wiegand. Die Regierung erklärte, daß die Beratungen in ihrem eigenen Schoße noch nicht zum Abschluß gekomineu siird, sie deshalb auch nach leine entgültige Antnwrt geben föimc. Der Mick^tag habe be- Eoss^i. daß sich das Reich an der .Klein.iwhmnrgssürsorge mit Millionen Mark beteiligen solle unter der Vorttissetzung, daß Bundesstaaten lmd Gemernr»en ftch in gleicher Höhe beteiligten. lZusamm«, also V/ 2 Milliarden Mark.) Die Reichsregierung hat ihrerseits ebenfalls rioch keftre Stelttmg hirzu genommen. 'Die Angelegenheit ist also augenblicklich noch ittcht spruchreif und wird doch alb zurückgestellt. — Einen- Antrag W ie ga n d, die Regierung üioge der VaugeseNsckjast Hnmntdiuk mit einem Beitrage bei- treten, steht die Regierung sympathisch gegenüber. Der Ausschuß ümcht seine Zulttm-mwlg davon abhängig, daß die beiden Vereine.
sich rn vchien die gleiche Aufgabe gestellt haben, der Ernst- fLildwig-Vereirt und der L^ereru für >dnegerhei,nstätten. sich Kuvvr über nn gemeiiuames Zusammengehen verständigen. — Eine Anzahl werterer Punkte wird bcsprockxn, die ?Lbstimrn!mrg darüber iet»ock> aus die morgige Sitzümg vertagt. Diese Sitzung wird auf 9 llhr anberaumt. Später tvill der Ausschuß sich nril der Bahn nach Worms und von dort mit dem- :stegierungsschiff i«ch Mainz begeben, um verschiedene Basichtigimgen vorMrnehnvsr.


