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^ sich eine Gesamtester der Berbaudsverlustc, wie y** '^K&yner&cäpl &panien$ imb Portugals zusammrngerechnet, von do Millwiren Meirschen.

Einzelheiten znr Ermordung Eichhorns.

cx. ^ krlin, 31. Juli. (WTB. Amtlich.) Generalfeldmar­schall vio n Eichhorn ist am 30. Juli zehn Uhr abends ruhig ent schlafe n. Zu den schweren Verwundungen an der linken Körperhälfte traten gegen abend Herzkrämpfe hin­zu. Die zur Stärkung des Herzens angewendeten Mittel ver­tuschten nur eine vorübergehende Erleichterung zu ver­schaffen. Sein persönlicher Adjutant Hauptmann v. Dreß- le r war kurz vorher infolge des großen Blutverlustes eben­falls verschieden.

Die Untersuchung hat bisher folgendes ergeben: Der Attentäter nennt sich B o r i s D o n s k i o, ist 23 Jahre alt und Vertrauensmann der linken sozialrevolu- t io ren Partei in Moskau. Er will erst vor eini­gen Tagen von dort nach Kiew gekontinen sein, nachdem er von seiner Partei den Auftrag erhalten hatte, den General­feldmarschall zu töten. Er sei zu diesem Zweck mit einer rirn- den Bombe, eitlem Revolver und Geld ausgestattet worden.

Berlin, 31. Juli. Ein schlagender Beweis dafür, daß die Entente von dem Mordanschlag gegen den Feldmar­schall v. Eichl-orn vorher gewußt hat, ist derMatin" vom 29. Juli 1918, der bereits am Vorabend des Atten­tats meldet: Auf die Köpfe von Mumm und Eichhorn sind von dem Geheimbund der ukrainischen Patrioten Preise aus­gesetzt. In dieser frühen Veröffentlichung liegt gleichzeitig der Versuch, die Mordtat auf die Ukraine abzuschieben, ob­wohl sichere Nachrichten bestätigt haben, daß die Urheber­schaft in Großrußland unter dem Einfluß der Entente zu suchen ist.

München, 1. August. Der König hat alsbald nach dem Empfang der Nachrichten von dem Attentat auf den Feldmarschall von Eichhorn an den Kaiser ein in warmen Worten gehaltenes Beileidstelegramm gerichtet.

Der Mörder.

K i e w, 30. Juli. (WTB.) Der 23 Jahre alte Atten­täter erklärte bei seiner Vernehmung, aus dem Gouverne­ment Rjaesan in Rußland zu stammen und gestern aus M o s k a u im Aufträge des ko m m u n i st i sch e n Aus­schusses in Kiew eingetroffen zu sein, um den Feldmar­schall zu ermorden.

Amerikanische Anleihe au China.

Amsterdam, 30. Juli. (WTB.) Reuter meldet auS Was - g t o n: Nach einem Abkommen zwischen den Bankiers und der Regierung über die Anleihe an China werden die Ban- ners im Einvernehmen mit der Regierung Vorgehen und die c ,^ yon seiten der Regierung vor geschriebene Politik befolg-?::. Xk Namen der Banken, die zur Anleihegruppe gehören, foivic

GTU-erc Gindel feiten sind der Regierung zur Begutachtung vorgelegt

Durchführung der beiderseitigen. Kontrolle beizutragen. Ter Rat lm Staatsdepartement Poll erklärte, daß China hauptsächlich, mit Rückftcht aus die Haltung der Vereinigten Staaten Deutschland

ben Krieg crklürt^habe, und die Bereinigten Staaten es infolge^

nötigen Mittet

dessen für ihre Pflicht halten, China Verfügung zu stellen.

oie

zur

Tic Zustände irr Baku.

Kowno, 29. Juli. (WTB.) lieber die Zustände in Baku melden dieBaltisch-Litauischen Mitteilungen" nach der Zeitung Nowcge lWjedomosti", daß -die Stadt fast vollständig abge­schnitten ist und r.«ur mit Mühe den Verkehrsweg über das .Hischch>e Meer nach Astrachan offen hält. In der Stadl haben die Sowjet-Deputierten das Heit in der Hand. Lebensmittel sind fast nicht vorhanden. Tie Stadt hat Gutscheine ausgegeben. die einen rwch niedrigeren Kurs als die Kerensiirubel haben.. Nach dem Bericht des Genmhrsmarm.es der rassischen Regierung, des Be­vollmächtigten einer Petersburger Nwphtagesellschoft, zahlt man für 400 Gramm Roggenmehl 12 Kerenskirubel, für das gleiche Quan- timr Zucker 25 Rubel Änd für ein Arschin (=72 Zeittämeter) schlechten Stoffes 235 bis 250 Rubel. Tie Naphta-Jndu-- strie liegt fast vollständig Ml, da die meisten Arbeiter öun* ßers wegen fortgezogen sind. Dazu kam der Versuch des örtlichen Lowjets, die gesamten NatchtaaueLken zu nationalisieren, der je­doch von Moskau aus unterbunden wurde. Die Naphtaproduktion ist außerordentlich Mrückgegangen. Selbst die vorhandenen Vor­räte können nicht abttansportiert werde:,. Seit Beginn der Schiff- ßchrt bis Ende Juli konnte nur der fünfte Teil der in den früheren Jahren fartgeschafften Mengen Nach .Astrachan abtvansportiert wecken.

Moskau, 30. Juki. (Priv.-Tel.) Tie Vertreter der neu traten Wlüdft in Petersburg protestierten ^autPrawda" energisch gegen die Ncttionalisierung der Naphrhaindustrie durch den Erlaß vonr 20. Juli. Für etwaige Verluste, die den neutralen Untertanen aus her Nationalisierung entstäriden, rverde eine Entschädigung verlangt werden.

.. Moskau, 30. Jüli. (WTB.) Aus .rnilitarischen Gründen ist, wie amtlich bekanntg-geben wird, die Grenze bei Archangelsk, für 14 Tage .gesperrt worden.

Die Cholera in Rußland.

Englands Angst um die finanzielle Vorherrschaft.

Bern, 31. Juli. Nach dem Unterhausbericht über die Sitzung vom 23 Juli fragte der früliere englische Handelsminister Run- ciman bei der Erörterung über die Frage der Behandlung der ftrndlichen Banken, inwieweit die Politik der Regierung sich aus Abkommen mit den Verbündeten Englands stütze. Er wolle zwar das französische oder das amerikanische Volk nicht besckmldigen, daß fte den Wunsch hätten, England feige bisher innegehabte Position als ftn au zielles Zentrum der Welt zu stehlen, aber cs gäbe doch große französische und amerikanische Firmen, die nach dem Kriege naturgemäß ihr Möglichstes tun würden, für ihr eigenes Land und für ihre eigenen Papiere die Stellung zu erhalten, die bisher London und Londoner Notierungen allgemein eingenommen hätten. Die Tendenz des Geldmarktes innerhalb der letzten Jahve, die un­geheuren Lasten Englands und die Tatsache. daß England seit langem den Goldstandard ausgegcben habe, hätten dazu gesühnt, die Vorherrschst Londons als finanzielles Zentrum der Welt ernstlich zu erschüttern.

Internierungen in England.

Amsterdam. 31. Juli. (WTB.) Nach einer Meldung des Algemeen Handelsblad" cu3 London ordnete die Kommission für feindliche Ausländer gestern die Internierung von 100 feindlichen Ausl ander n an. Im ganzen ge­langen 25 000 Fälle zur Untersuchung.

Rücktransport dcrrtschcr Zrvikinternierter.

Singer:, 31. Juli. (MTB.) Der erste Trans­port der infolge des Berner Abkommens freigewordenen deutschen Zivilinternierten trifft morgen hier ein.

Amsterdam, 31. Juli. (WTB.) Die Niederländische

4.clegraphen-Agentur meldet, daß der Austausch der Kriegsgefangenen am nächsten Monta

ontag wieder aus­genommen werden wird. DieHv'pitnlschifseSindvro" und Seeland" werden dann von Rotterdam ausfahren.

Ponr le melkte.

2uli. (WTB.) DerStacttsmrzeiger" veröffent­licht ftne Lerleihtmg des OrdensPour je Merite" an die Majore Grujon und Pikardi und an Hauptnamr Preu^r.

Der Seekrieg.

Neue U-Vvot-Erfolge.

Berlin, 31. Juli. (WTB. Amtlich.) Auf dem nörd­lichen Kriegsschauplätze versenkten unsere Unterseeboote 13 000 Brutto reg istertonnen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Ko wn o, 30. Juli. (WTB.) Tic Zahl der Eholeraerkrankungen Nimmt noch dauernd zu. Wie dieBaltisch-Litauischen Mitteilun gen" derNow. Petr. Gaseta" entnehmen, wurden am 20. 7. 170 Fälle und am fol^nden Tage 209 Fälle registriert.

Eine Entschließung der Sowjets

^ Moskau, 31. Juli. (WTB.) In der gesttü^n gemeinsamen Litzrmg des ausführenden HauptausschusseS des Moskauer Rates und der Arbeiterorganisationen im großen Theater, woran 2000 Mitglieder teilnahmen, wurde nach ben Reden Lenins und Trotzkis folgende Entschlüßimg angenommen: X. Das sozialistische Vater­land befindet sch in Grsahr. 2. Tie Harwtaufgaben des gegen­wärtigen Augenblicks sind: Abwehr der Tschecho-Slowaken vom Getreide. 3. Unter den Arbeiterinasien ist die kräftige Agitation zur Aufklärung über den Ernst der Lage einzuleiten. 4. Gegenüber der Bourgeoisie, die sich überall der Gegenrevolution anschließt, ist die Wachsamkeit zu vermehren. Tie Svwjetvegicrung muß sich den Rücken decken. Zu diesem Zweck muß dieBouraeoisie unter Kontrolle gestellt und in der Praxis gegen sie der Vdassenterror durcligeführt me Los'

werden. 5. Tie allgemeine

.. snng mich sein: Tod oder Sieg!

Manenausblldung in milttärischer Beziehung, Massenbewaffnung der Arbeiter und Anspamncng aller Kräfte zum Kampf gegen die gegen r ev rl u tion äre Bourg eoi sie?

Ein Aufruf der Vokksbeauftragten für innere Angelegenheiten an die Gouvernements- nnd KriegsausschMse crcklärt, daß Moskau und Petersburg bereits vier Tage ohne Brot seien, und fordert dring md zur Rettung der Hauptstädte vor der Hungersnot auf.

Jekaievinburg von den Tschecho-Stowaker, genommen.

Mos kau, 30. Juli. (WTB.) Je katerinburg ist kaut einer Meldung der anttlichenJsweftija" von den Tschecho- Slowa ken genom men worden. Die bolschewistische Presse Wägt aus diesem Anlaß Alarm und ruft zu den Massen. Die Prawda" schreibt:Wie eine Latvine wächst die tschecho-slowakische Gefahr. Wie ein Oelsleck auf dem Papier hehnt sich die Gegen-- Revolution aus. Kein Packon dem Feinde? Der Hungerrrng nmß gesprengt werden."

Finnland.

^el/i n gfors , 30. JE. (WTB.) Tie Regierung gestattet tzrunchatzttch die Schleifung der von den Russen in Finnland wäh-

rend des Krieges ausgeftchrtm Befestigungsarbeiten; ausgenommen sind Küstenbefestigungen.

Deutschland und Finnland.

Berlin, 31. Juli. Laut Meldung des Lokalanz. aus dem .Haag berichten die Times aus Stockholm: Zwischen der flnn:'chen und deutschen Behörde finden Besprechungen statt zur Einrichtung einer direkten Transportverbindung zwi- Deutschland und Finnland durch eine Fähre zwischen Hetsingsvrs und Reval.

Amerika finanziert weiter.

Washington. 31. Juli. (WTB.) Tas Schatzamt hat den Alliierten. 112600 000 Tollars geliehen, wovon Frankreich hundert. Bellen rychen Serbien drei Millionen Toltacs bekomnrcrr.

Ans dem lleiche.

Forderrmgi-n des Bundes der Landwirte.

Berlin, 30. Jul,. Der engere Verstand des Bundes der Landwirte crläkt eine Erklärung mit dringenden For­derungen gegen das bisherige Zwangssystem. Die Landwirte wurden auch künftig Ivic bisher alles daransetzen, daß wir durchhielten, aber das System, das gemäß fteisinni?- gen und sozraldenwkratischi'n Wünschen uns in den Zustand des sozraftstischen Wirtschaftszwangsftaates gebracht habe, erbittere. Die Landwirtschaft wolle gehört werden. Statt nach oem Antrag Roesicke abziibauen, wolle man dem Landwirt auck) noch die Selbstversorgung nehinen. Der Landwirt sinke herab zum Kostgänger des Reiches. Das erdrossele die Erzeu­gung. Der Bund erhebt folgende Forderungen:

belonkmen, mußten sie killen umständlichen JnstcmzeMoeg Detrervtz und das Saatgetreide in Gießen holen. *

Dadurch -rurd-Tn^befondere Kasten und vielfach schädliche Der- spätung verursacht. Tie zurückgckaaste Gerste »our viel teurer als die abgelieierie. Deswegen bea.ttragen wir:

Ti.- Groß!) Regierung zu ersuchen, dafür zu sorgen, daß in jeder Gemeinde ein Vorrat an Sommergetreide belassen wird, von dem unter strenger KoMrolle für etwa nötig werdende Reubo. ftellrmg in, Frühjahr abgegeben und dessen Nest nach Beendigung b-cr Frülpahrsanssaac abgelieferi: wird.

Aus Stadt renv LanS.

Gießen, den 1. August 1918.

Bor vier Jahren.

Es t»ar am letzten Julitage 1914. Tie Sonne lag heiß auk den Ausstettnngsgeoäuden der Grrverbeausstellung am Seltrrsberg, Aus dem runden Musiktempel erllan.gen muntere Weis«i, im ,Fuh- stall", der hessischenMädel-Bilde" ging es ausgelassen lytx, wie immer. In den Garten anlagmi drängten sich die Besucher; weiße, dustige Kleider, hessische Trachten, farbige Studentenmützen -rbcn ein buntes Bild. Die Jugend machte sich keine Sorget^.

auch morgen, das Lcbe^l lag ja vor ihnen urrd in die Zukunft nicht sehen. Widers ging es im großen Gartenrestau-

konnte man ivvt>n. iwitTtv ywuu CO Uli yw/tjwii vinu,u:uLe|ittU' rnnt zu, dort, wo gereifte Männer eifrig polittfierend zusammen- fatzen. Hier wurde die Wettenvolke, die über dem europäischen! Kontinent schwebte, .gnit wilderen Augen bettachtet. Aber nicht sorgenvoll, sondern mit Zuversickft und dem heiligen, deutschen Ver­trauen sah man bem Kommenden entgegen. Und es kam' Die Mobil machung ist befohlen; 1. Mobilmachungstag Nt der 2. August! Der Hammer war gefallen, doch er zer­schmetterte nicht. Man war aus den Schlag gen-appnet. Was nun folgte, nahm seinen durchaus folgerichttgen Gang. Trotz der Auf­regung der ersten Tage, den tollen Gerüchten, arbeitete das Prä- zinonswerk der Hecresverivalttmg tadellos. Mtt verblüffender Ruhe und L>ichrl?e-tt vo l»g sichder A :>marsch. Mn M.istwwerk deutscher Gründlichkeit, deutsclsen Organisationsgeistes ! Aufgeregt ging es Mar mich in dem kl^en Giffßen zu. &} sei rarr au den ersten! Aivend nach d.-r Kriegs kl äruug erinnert. Bttttro: »var der Mond ttilfgegangm, eine W-ile über dem Seltersberg stehend und sich die narrische Menschheit bettachtend. die da unten durcheinander- wlmmelte. ^a sollten Svrone sich in die Mslußkanäle an der Wleieck ge.unstet baberl, dort lst lt mcnl ei:en unschuldigen Staats­bürger, derverdächttcst^ aussah, unbedingt für einen Spion. Ja, es war eben gejälwlich, in später Abe-dstunde nach Hause zu gehen, erneir ick Warzen Bart im schmalen Ge ich: zu hab-m! An aiiberer stelle wttrlete man in geschlosseirer Menge aus die mitGold be­ladene Anto7w?bile" ftmc;ö.isck>er Ossiziere u. a. m. Sogar das Wasser sollte einmal vergiftet fein, so daß selbst die Behörde cs

Nil' .mr Ai>T>r<-n-Hf Vrrv»« Swv»« AL .,... Z. _ £ - JL l cm . -r ^ . .

Tut Mlgebracht lnelt, vor dem Genuß ^ungekochten Wassers zu war­nen. Das alles waren eben Erich ünungen der ersten Kriegstage;

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mir verständlich bei denr gewaltigen Umsturz im privaten und oiwntlrckzen Leben. Unvergeßlich wird auch manchem Gftstmer die Rgchtstmrde sein, als Teile unseres heimi'ck-en Jn'anteri-L-Regi- mcnrtA 11^ zur Bahn ^ogen, als die blankm G'w?hrläufe im Mondnckste blitzten und die letzten Schftdegrüße von der Bahn deruberllanger,. Bier Jahre liegen zwischen dem damals nnd heute. Großes, Herrliches hat rmser Volk gel?istet und eiumütig haben L>tadt uird Land zusammengehalten in dem Bestreben ihr bestes zu ttm, evnznstel-eu mit Gut und Blut für ifjt Vaterland, Die Wogen des Kttegslärins haben auch die Mm'enstadt Gießen nicht unberührt Massen, ebensowenig wie die stillen Dörfer und Lcmdstädtck^ des Krcffes. Manche Wunde:: sind geschlagen worden, aber die Zett u:rd ernster Wille werden heilm. Neue, kräfttge Saaten werdeni wttgehen, /neue Gesckstechter werden kommen, erstarkt in harter

^ «ner schweren, aber großen, glorreick-en, Zett des deutschen Volkes !

** Amtliche Persvnalnachrichten. Der GroßberÄ^ empftng zum Vortrag: den Fi:lanzminister Tr. Becker, Len Ofth Leoatwnsrat Tr. Neidih^rrt, den Kabinettssckoetär Dr. von Eist': aliwttdem den Ober)tleutnmtt Mootz, beantragt mit oer Wahr- neh.nuug der Geschäfte als Kommandeur des Großh. Gendarinerie- Vvips, Tas Ehrenzeichm für Mitglieder fteüvilliger Felrer- weh.«: umrde duvckz den Grvtzher-zoy verliehen an: Johaim Mstchv ^vlt, Johrwnes Fröhner. Kouvad Sp-ielinann und Robert Rieb- Wäger, sämtlich zu Messel.

** O b st v e r k a u f.

1. Besjere Abhilfe gegenüber dem Mangel an Arbeitskräften der Landwirtschaft. 2. Bereitstellung größerer Margen Dünge­mittel. 3. Freigabe des Hinterkorns. 4. Bei Biehbesck-lagnahmc

rn

Rüchicht auf Milch-, Zucht- und Spamrvich, entsprechet Er­höhung der Schlachtviehpreise. 5. Schnellere Bezahlung. 6. Rück- ftcht au: örtliche Verhältnisse bei der Zrvangsersassung der Milch und zutteffende Preisbemcfsung. 7. Weniger schablonenhafte Be­handlung^ der Heu- und Stroherfaffung. 8. Freigabe leichtverderb- nc^r Nahrungsmittel (Eier, Obst, Gemüse- für den freier Handel. J. Wegfall der ehrenrührigen Haussuchungen, die es dahin bringen daß dem Landwirt alle Winkel und Ecken seines Besitzes durchs sucht werden, ohne Gewährung des Schutzes, den die übrige Be­völkerung sonst für sich genießt.

Die Anfrage Dr. Roesickes iin Reichstag zusammen mit oen ^rrcn Dr. Böhme, Herold. Dr. v. Seydebrand. Frhr. v. Kkckkermck zur Borg, Dr. Matzinger, Dr. Rieffer, v. Dr. Graf v. Schwerin, Dr. Stresemann, Graf v. Westarp, Weiln- böck, also Mitglieder verschiedenster Parteien im Reichstag, zeige die weitverbreitete Verurteilung derartiger Durchs suchungen. Es widerspreche jedem gesunden Menschenver­stand, wenn der Kriegerfrau auf dem Lande durch Eirr- zrehung aller Arbeit^räfte zum Heere die Wirtschaftsfüh­rung unendlich erschwert wird, dann aber rroch Soldaten zu lolchnl Polizeidiensten frei seien. Warum würden solche Haus­suchungen nicht in den Städten bei den Kriegswucherern, Kriegsgesellschaften und allen des Hamsterns verdächtigen Personen vorg^nommen? Der Bauer habe jetzt das erbit- ttrnde Gefühl, daß er allein im Reich unter dem Druck von Ausnahmegesetzen stehe. So wie jetzt könne es nicht weiter­

gehen, wenn nicht unernreßlicher Schade angerichtet und un-

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er Durchhalten trotz alleri Sregen m Frage gestellt werden solle.

*

Merlin, 31. Juli. (WTB.) TerReiMainzeiMr" veröffent- luht vre Ausnlhrimgsbestimnnmgen zur BcLarnttmachung betreff

^Vvm 13. November 1915,

Gesetz zur Amdermrg des N^ülBst^nrpelgcseheS und das Gesetz zur Aenderimg des Wachselstempelgesetzes.

Aus Neffen.

Saatgetreide.

Abg. Urstadt und Genossen beantragen in der Ziveiten Kammer:

Landwirten an der nötigen Saatfrucht, weil bis auf ein knapp berechnetes Quarttum, das für das nachträglich eingettetenc Be­dürfnis nicht vefchte, attes abgeliefert war. Um Saatftarcht zu

Auf Obstkarte A 1, 2, 3 und 4 kcmrmen von heute ab in den Marktlauben Frühäpfel, Him­beeren und Pflaumen zum Verkauf.

** Beschlagnahme -von Rohbenzol, Benzol, Toluol, Benzin. Am 1. August 1918 ist eine Bekanntmachung 9' t ^00/7. 19. K. R. A?.), betreffend Beschlagnahm^ Bestandserhebzrng und Höchstpreise für Leichröl, Roh>nxnt, Benzob ftOluol, Ben-m und sonstigen bcnzol- oder benzinartigen Könnern rn ttstaft getteten. W-ährend cs bezüglich der Beschlagnahme von! Rohtoluol, gepeinigtem Toluol mrd Neiutoluol bei den Bestimm mimcicn der Bekanntmachung 6b. I. 1/3. 16. K R. A verbleibt, srnd mmmehr auch Rohbe-.rzol einschließlich der benzölhaltigen Vor- eWeugniffe der Gasanstalten, Leichtöle aus der Steinkohlen- und BrannkohtewTeerdestillation bcstrmnrte, bei der weiteren Anfar- sbeittrng der Rohbenzvbe und Leichtölc cntstel?ende benzolartig«- Körper und bestimmte sonstige benzol- und benzinartiqe Körper beschlagnahmt. Tie Veräußerung, Liesenrng und Verwendung der beschlagnahmten Stoffe ist nur noch» mit Erlaubnis der Königlich Preußischen Inspektion der .Kraftfahrttupven und die Aufarbei­tung von Rohbenz,olen und Leichtölen nur unter Jnncbehaltung besonderer Vorschriften gestattet. Gewinnungs- ,md Aufarbrntungs- an stallen haben monatlich über ihren Bestand an beschlagnahmt« Stoffen und andere Besitzer oder (BewahrsamolZalter über den brim Beginn des 1. August vorhandenen Bestand, sofern er 100 Kilo­gramm, übersteigt, bis z-um 15. Angnst Meldungen an die Köniatiitz Preußische Jüspekttrm der Krastfahrtruppen <Bettiebsft,fff'Abtev> lung) rn Berlin auf den dort an-nforderrrdeki amtlichen Meldesrhei- nen zu erstatten. Jtt^r Mrldepftichtige hat ein Laaerbucb zu führen. Gleichzeitig setzt die neue Bekanntmachung für ve^schiedkM« der durch sie bettoff«ren Stoffe Höchstpreise fest. Ter Wortlaift der Bekarminrachimg, der eine größere Anzahl EmretdestrTNMUNgen

enthält, die für die betroffenen Kreise von Wichtigstit snrd, ist

in der heutigen Nunttnier dieses Blattes einziusehen.

** Aus dem Militär-Wochenblatt. Befördert

zu

Ober veterinären: die Beter, d. Res.: Rath -Gießen) b. Fcldart.-

Regt. 36, Maß mer (Gießen), Rieger sWoruis^, dieser b. Feldart.^ Regt. 38, der Beter, d. Ldw. 1. Auiaeb. Dr. van Bentheim (Gießen); zum Li., vorl. ohne Pattrtt, der Fähnr. Psei ftr, im Jnf.-Regt. 87; zu Lts. d. Rest,: die Vizefeldw.: Schneidet (Gießen , d. Fußart., .Kraul (Psorzhnm), im Feldart.-Reg!. 27, Spieß (Gießen), Dröll (I Darmstadl) »Bonritz (II Darmstadt), der Pion.

** Die Kriegsteuerungsbeihilfe der Ruhege^ Haltsempfänger. DasMainzer Journal" hat in einer Besprechung vom 24. d. M. (Nr. 170) unter der Spitzmarke Deinüttgend oder nicht?" getadelt, daß die KriegsteuerungK« beilplfc d en Ruhe ge Haltsempfängern, Witwen und Waisen mtt auf Änfordern gewährt werde. Demgegenüber sei. daran erinnert, daß nach der Regierungsvorlage über die Krie^smaßnahmen für Beamte, die Kriegsteuerungsbei'hüfen au Rul^gchlltöeinpfänger usw.auf Nachsuchen bewilligt werden sollten daß aber die Wotte auf Rachsuchen" von dem Finanzausschuß der zweiten Knnmcr mch deninächst in der verabschiedeten Vorlage durch die Worte auf Anfordern" ersetzt worden sind, gerade um bestirrtmt ans- z-udrücken, daß^der Ruhegc.ch>iltsempfänger usw. ein Recht auf dies« Bezüge habe. Die in der Notiz beanstandeteAnforderung" besteht übrigens nur in der Ausfüllung eines Vordrucks über die Perso­nalien, wie die Anzahl der Kinder u. dergl. des Ruhegehalts empfängers usw., Angaben, die für die Bnrressnna der Höhe der Beihilfe und für die ergehende ZahLungsanweiffmg notwendig sffrd. Mit vier Vorlage des Vordrucks richtet also der Ruhege^ Haltsempfänger keine Bitte an die Regiercurg, sondern er nuuhlk gerade von einem chm Erstehenden Recht jÄehvanchl.