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Erstes Blatt M. öchrgang Donnerstag, \ August 1918

Zwillingsrunddruck u.Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. LLeiudruckerei N.Lange. ZchriftleiLung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Zchulstr. 7.

Annahme von Anzeigen

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2) Bi. r für aus w ärtlge

3) Pi., für Reklamen

Mt. 1.-nebst 20°/o Teu- erungsznschlaq. Haupt- fchri'tleiter: Aug.Goetz. Verantwortlich für Po­litik u. Feuilleton: i. V. vr. Zenz; Stadt und Land, Lerinischtes u.Ge- richtsiaal: Ör. Meyer; Auzelgenteü: H. Beck;

fäinllich in Gieß en

mLe des flyfteK Ariegsja

(WTV.) Grobes Hauptquartier, 31. Juli.| (Amtlich.) <

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern sehr rege Erkrmdungstäliokeit. Bei tlneu- rem feindlichen Vorstoß gegen Merris blieb der Ort in Fein­deohand. Nördlich von Albert und südlich der Somnre am frühen Morgen stärkerer Feuerkampf. Der Tag verlief ruhig.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Auf dem Hauptkampfftld des 29. 7. zwischen Hartennes vnd westlich mm Fsrc-en-Tardenois blieb gestern die feind­liche Infanterie nach ihrer Niederlage vom 29. untätig. Vor Saponal) wurde ein heftiger Tcilcrngnff des Feindes ab- gewieseu. Zwischen Före-en-Tardenois und dem Mennierr- Walde Mrmten Franzosen und Anrrrikaner gegeu Mittag erneut in tiefer Gliederung an. Ihre Angriffe sind blutig gescheitert. Auch am Walde selbst brach sechsmal wiederhol­ter Ansturm des Feindes zusammen. Unsere Infanterie stieß dem geftl '.ageuen Feinde vielfach nach und setzte sich im Vor­gelände ihrer Linien ftfft. Oestlich von Före-en-Tardenois er­neuerte der Gegner am Abend und während der Nacht ohne Erfolg seine verlustreichen Angriffe. Ebenso scheiterten feind­liche Teilangriffe bei Romigny.

Dir machten in den Kämpfen der letzten Tage mehr als 4000 Gefan-cne. Damit steigt die Zahl der seit dem 15. 7. gemachten Gefangenen auf mehr als 24 000.

*

Gestern schossen wir im Luftkampf 19 feindliche Flug­zeuge ab. Leutnant LöwenhmDt errang seinen 47. und 48., Leutnant Bolle seinen 27. Luftsieg.

Der Erste Generalauartiermeis-er Ludendorsf.

jfcr'l j i .^1^ '

Der Abendbericht.

Berlin, 31. Juli, abends. (WTB. Amtliche

m der Kampffront herrschte tagsüber Ruhe«

*

Der Vsterreichisch.ungarische Tagesbericht.

Wien, 31. Juli. (WTV.) Amtlich wird verlautbart:

Italienischer Kriegsschauplatz: Im Gebiet des Sasso Ros so brachte uns ein erfolgreiches Stunn- truppunternchmen 27 Gefangene ein.

An der ganzen venetianischen Gebirgsfront sehr lebhafte Fliegertätigkcit.

Albanien: Unserem andauernden Druck nachgebend räumte der Feind heute früh an mehreren Stellen seine vordersten Linien.

Der Ehef des Generalstabrs.

Der Ua!ser an das deutsche Volk.

Amtlich.

An das deutsche Volk!

Vier Jahre schvevcn Kainpfes sind dahrngegangen, ewig denk- würocger Xntfr.i voll. Für alle Zeiten ist ein Beispiel gegeben was an Volk vermag, das für bw gerechteste Lache, für die Be- üanptung seines Daseins, 'im Felde steht. Dankbar die göttlillp ^<md verehrmD, die gnädig über Deutschland waltete, dürfen wir stolz bekennen, daß wir nichch unwert der gewaltigen Aufgabe erfunden itmrkeu, vor die uns die Vorsehung gestellt hat Wenn unstre'n Volke in seinem Kampfe Führer, zum höchsten Vollbringen befähigt, gegeben waren, so hat es täglich in Treue bewährt, daß, ? solche Führer zu haben. Wie Wtte die Wehrmacht

braufceu ihre gewaltigen Daten verrichten farmen, wenn nicht da- hnm ine gesamte.Arbeit auf das Höchstmaß persönlicher Leistung emgefteltt »vorden wäre? Tank gebührt allen, die unter siHwierig- stzm Bethaltnl,sen an den Aufgaben nritwirkten, die dem Ltaat jund der Gemeinde gepellt sind, insbesondere unserer treuen nner- mudl«l-en Deamtensä-aft, Tank dein Landnmmi wie d-enr Städter Q oen Frauen, auf denen so viel in dieser Kriegszeit

Kriegsjahr das heute heraufsteigt, wird dem beuticrsm Volke auch wertere Entbehrungen und Prüfungen Aber was auch.koimncn mag. wir wissen, daß das Partei re härter uns liegt. Was im Osten durch unsere Waffen er- v llTcb Friedensschlüsse gesiäx-rt ist. was im Westen firf) «KLir* E>ie feste Gervißheit. laß Teulschftnd Wsore,ein pZölVenourm, der so Manchen-t^ig-en Stamm zu Boden wark. stall und kraftvoll hervorgehen wird.

5? Erinnerung gedenken wir alle mit Schmerz 9 b fc r '. drr dem Vaterlande gebracl)t iverden mußten Familien gerissen. Das Leid dieses tjw-lm?» Krieges Hut kein deutiches Haus verscliont. Tie als SS?® 1 D^^lterung die ersten Truppen üinauszichcn

Wi-Stehen heute neben den Vätern und Brüdern selbst als '.der FrE.Heilige Pflicht gebietet, alles zu tun. Sn n : ikK Büch nicht unulch Niem. Riciiltö ist von uns verab--

s. die zerstörte Welt zurück- Dmdlichen Lager die Stimnre der frthrfvf . V Ec hör ÖO oft wir Worte der

7 i sprachen, schlug uns Hohn und Haß ent- ffit nJmlTEf 7 ^ ^^'de den Frieden nicht. Ohie Sdymn be- ueum Verleumdungen den reinen deutschen

ch

lter

nut.a oerieunionnge' k d'^i reinen den'st verkünd«, ihre Äcutk

vernichtet werden soll. Tarnni heißt es nEi F-mde. bereit sind, unfer LebensrvO

fieamiij hJjwr«* JjL :übernrächttgen Ansturm i vna) der>oflKen und.erstritten haben. Gott mit uns!

Im Kclde, 31'. Juli 1918. ( m ) Wilhelm I. R.

Der Kaiser an Heer und Marine.

Berlin, 31. Juli. (WTB. Amtlich.) An das deutsche Heer und die deutsche Marine! Vier Jahre ernster Kriegszeit liegen hinter Euch. Einer Welt von Feinden hat das deutsche Volk seinen treuen Verbündeten siegreich widerstanden, durchdrungen von seiner gerechjen Sache, gestützt auf sein gutes Schwert, und in' Vertrauen auf Gottes gnädige Hllfe! Euer stürmischer Angriffs­geist trug im ersten Jahre den Krieg in Feindesland und hat die Heimat vor den Sc(>rer§en und Bernffrstungen des Krieges be­wahrt. Im zweiten und dritten Kriegsjahre habt Ihr durch ver nichtende Schläge die Kraft des Feindes im Osten gebrochen. Währenddessen stwben Eure Kameraden im Westen gewaltiger Uebermacht tapfer und siegreich die Stirn. AlS Fruäst dieser Siege brachte uns das vierte Kriegsjahr im Osten den Frieden. Im Westen wurde der Feind von der Wucht Eures Angriffes empffndlich getroffen. Die gewonnenen Feldschlachten der letzten Monate zählen Ui den höchsten Ruhmestaten deutscher Geschichte Ihr steht mitten im schwersten Kampf. Die verzweifelte Krastanstrengung des Feindes wird wie bisher au Eurer Tapferkeit zunichte werden. Dos bin Ich sicher und mit Mir d>as ganze Vaterland. Uns schrecken iffclst amerikanffck)e Heere, nicht die zahlenmäßige Uebennacht. Es ist der G e i st, der die Ent- scl-eidung bringt. Das lehrt die preußische und deutsche Geschichte, das lehrt der bisherig? Verlauf des Feldtzuges. In treuer Kamerad­schaft mit Meinem Heere steht Meine Marine in unerschütter­lichem Siegoswillen im Kampfe mit dem vielfach überlegene^ Gegner. Ten vereinten Anstrengungen der größten Seemächte der Welt zum Trotz führen Meine Unterseeboote zäh und des Er­folges gewiß den Angriff gegen die dem Feinde über die See zuströmende Kamps- urrd Lebenskraft. Stets znm Schlagen bereit, bahnen in unermsüdlicher Arbeit die Hochseeftreitkräfte den Unter­seebooten den Weg ins offene Meer und sichern ihnen im Verein mit den Verteidigern der Küste die Quellen ihretz Kraft. Fern von der Heimat hält eine kleine heldenmütige Schrr unserer Schutztruppe erbnkfenbcr Uebermacht tapfer starch. In Ehrftrrcht gedenken wir aller derer, die ihr Leben für das Vaterland Hin­gaben. Durchdrungen von der Sorge für .die Brüder im Felde, stellt die Bevölkerung daheim ihre ganze Kraft in entsagungs­voller Hingabe in den Dienst unserer großen Sache. W l r m ü s s e n und werden weiterkämbfen, bis der Vernich­tungswille des Feindes gebrochen ist. Wir werderi dafür jedes Opfer bringen und jede Kraftanftrengung vollführen. In diesem Geiste sind Heer und Heimat unzertrennlich verknüpft. Ihr einmütiges Ziffam men stehen und ihr unbeugsamer Wille wird den Sieg im Kamps für Deutschlands Recht und Deutsch­lands Freiheit bringen. Das walte Gott!

(gcz.) Wilhelm I. R.

Der König von Bayern an sein Volk und an sein Heer.

München, 31. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Ter König von Bayern hat folgenden AufrirfandieBevölkerung Bayerns erlassen: An meine Bayern! Wider unsere Hoffnung geht auch das werte .Kriegsjahr zu Ende, ohne uns den Frieden gebracht zu haben. Deutschlands Heere l)aben mit beispielloser Tapferkeit den feindlichen Anstürmen standgehalten, im Osten ben Rucken freigemacht und im Westen den Feind in siegreichen Käm'pfen geschlagen und die deutschen Herde vor Verroüstnng und Elend bewahrt. Aber nicht an uns liegt es, wenn wir M.'vi mchr in das fünfte Kriegsjahr eirrtreten. dioch sind die Gegner trotz aller Mißerfolge nicht zum Friedenswillen bereit, und nach betraten sie Teichchlands Zerschmettermig als chr Ziel Kein Zcutsäser aber denkt an einen schimpflichen Frieden' Da gilt es denn weiterzutäncpsen und alle Mühstlle und Entbehrungen aivch fernerhin auf ul^ zu nehmen in der sicheren Zuversicht, daß Gott unsere gereüM Lache zum Siege sichren wird. Dafür bürgt nicht nur die unvercsteichLiche Tapferkeit imd WidersdaiM kraft unserer Heere, sondern rn gleichem Vdaße der unbeugiemue Wille zum Durch- halten rn der Heimat. Daß Heer und Volk sich bisher so mutig du Treue gehalten und dve draußen ihr Blut mrd Lrchm und die orrnnen ihr Gut und ihre Kraft so opferfreudig dem Vaterlande glNre.ht hcrben, dasirr danBen ioir in dieser ernsüen Stunde aus tteffleni Äerzen. Ich weiß Mich eins nrit mev-em Voll, daß es R-omg rmd Vaterland nicht verlassen mcd daß es durächalteu bis zu einem glücktvchpn Frieden. Das walte Gott'

Deer richtete König Ludwig folgenden Aufruf: An mein Heer! Aus glmizende Wcrffentaten köumm meine prächtigen Truppen auch im 4. Kriegs,ahve zurückblicken. Heißm Tank ihnen Mr dr^. was sie tnt Drenstc d^s Vrterlandes Grvn's geleist 4 hab-n. jL'. ^Lrfchi^rl^em LiegeÄmlken der Armee mnß uns der- lchLEche E^alg sM,ren Ihn zu erstveiten, wirch auch die Heimat ^bohm. Bolle Zuversicht erfttllt mich ? bre Zukunft Ich entlnete ber dem Enllritt in das TUfrt-ttc Kriegs,«hr mernem .braven Hveve meinen königlichm Gruß. Ludwig. Gegeben München, 28. Juli 1918.

<***£ /»V iSMCK«

Mehr Schutz und Vorsicht!

Die Lehre von Moskau und Mw.

* Tlin '?y . au!, ' 1 i? 18 - Trau« um dm Feldniarschall ». jn&jemen Zovn üb« fcen duyen W

dürfen nicht h-ntvrn. «^«wrrcn, ob nM Untrrlasfungssüub«, die

?S? ixmm tragen, baß das fetnttet m Kiao ebenso une das m LloAan uberhai-pt mogf^k, imrrde. Man innhtr dort, besonders teilen^r tznwrdnna des Gmsm Mirbach, wessm man sich ^ letten der «»zrnlrmolntionare naht mrr tu Nvrdrnbland foitbcnl UT r mt - te bat. Gerade in der Ukraine halx-n

..rc T?^"Evolu1iouare, als fee dort noch am Ruder nxrren in öffE^r Trbc^e der«, geführt von dem Minssker^äsi denten^ ,Hvlubonnt:ch und de^i Vorsitzenden Pros Hrusclien^v Ä5?ewasr«i Angriffe gegen v. EichsZorn als den Letter der dmt b^kup-ittim gerichttt. Ja, ,« eittblbdeten sich nicht nach k^d-^^^limiircrlaß Eichhorns dessen M^ruhmg vm, oci deutsckZen Regi-erimg nt Berlin zu verlangen Nach dem Stnrr- der Ra^inch der Erhebung Skoropadskis zum Hellnmin schwuren dem d^mtschm Komm-mdanten in Kiew brgab, die UntersuckAmg des Falles Dobfch knüpften die ukrainischen ^mlrevolutionäre sofort die nt ihren Parteigenoffen in Nordrußland an na(f) ^uoskau. die dort so- ivvhk cot) dem SupretLmgreß als auch m anderen öffenllichen Ver­

sammlungen auf das heftigste gegen Eichhorn hetzten. Hatmmr das alles im deutschen Quartier von Kiew nicht gewußt, nicht verfolgt? Eichhorn selbst wußte es. Schon in seiner Ansprache cm den Helmann am 8. Juni sagte er:Wenn wir von manchen hier im Lande nicht gern gesehen und mit Mißtrauen, ja mit offener Feindseligkeir betrachtet werden, so betmure ich das sehr, aber ich hoffe" usw. Das war doch bereits eine Vorahnung des greisen Generals. Aber er war immer persönlich sorglos und am sein eigenes Wohl niclst: bedacht. Schon in Wilna wunderten sich Litauer, Polen und Juden über das Auftreten des Gew,'ralfe^>marsck)alls. Tort war man andere Mlder gewöhnt. Ließ sich während der Russenherr- schast ein General öffentlich sehen, so nicht ohne starkes, auch schon rwrausgehendes Truppen- und Polizeiaufgebot. Wie eigenartig be­rührte da Eichhorns Ersff-einen, der sich immer wieder ohne Be- tzleitung in Wilnas Straßen bewegte und unangemeldet heute in diesem, morgen in jenem Geschäft seine Ernkäuse be­sorgte. Auch in Kiew bewegte sich Eichhorn allzu Vertrauens-« selig und dachte nicht an sich und seine Sicherheit. Aber seine Umgebung hätte sich wohl, besonders nach der schäridlichen Tat von Moskau, mit dem Gedanken beschäftigen sollen, daß das Leben des Mannes, der an der Spitze der vielangeseßcheten deut­schenInvasion" steht, von tausend Gefahren umwittert ist und das ganz besondere Schutzmaßregeln hätten getroffen werden müssen. Aber das ist -anscheinend nicht geschehen. Und die Betrachtung der näheren Umstände des Attentats bestätigen diese Empfindung. Einmal die Vorbereitung der Tat: Der Attentäter Boris Dongowo war Derr.nauensmann der linken s v', ial revolutionären Partei in Moskau. Er war am Tage oder einige Tage vor der Tat von Moskau noch Kiew aekonrmen, ausgerüstet mit Bombe, Revolve- un d Geld. Bei schärferer Ueberwachung der Züge und Reisendes toärc man sehr wahrscheinlich auf den verdächtigen Menschen und seine Mission aufnierffam geworden. Sotann der Ort der Tat: Ter Mordanschlag geschah vor dem Wohnhanse des Feldmarschalls an dlkr Ecke der Jekaterinskafa und der ElifawetSlasa. GegeirSLer! in der erstgenannten Straße liegt eine Kaserne mit deutschen technischen Truppen. Tort sieht immer wie wohl auch vor Eich­horns Wohnhaus ein Posten. Eichhorn ging zu Fuß vom Mittag­essen im .Kasino des Oberkommandos durch die Jekaterinskaja. Ein tägliches, pünktliches Erscheinen, das der Atten­täter nur zu wissen brauchte, um dem Feldmarschall in einer Droschke an der Ecke aufzulauern, da eben nicht dieser tät­liche Gang Eichhorns militärisch gesichert wurde. Warum sperÄe man nicht die Straße ftrr solche Augcmblicke? Ein unauffälliges scharfes Beobachten des Wagen- und Passanterwerkehrs hätte sogar genügt. Es ist billig, nachträglich zu sagen: der Feldinorichall siel als Soldat auf seinem Posten. Solche Posten an besonders gefähr­licher Stelle werden ja dem einsachen Mann draußen im Felde mach Möglichkeit gesichert. Der Leiter von Besa^ingstruppen in einen: bis vor ^kurzem feiirdlickien Lande bedarf außerordentlicher Be­nützung. Es fallen unserer Vesten wahrlich genug im offenen! Kampfe an der Front. Ta sollte man mit dem Leben derer, die an erponierter Stelle in besetzten oder überwachten Gebieten ste­hen, ^ nicht leichtsinnig umgehen. Nach Moskau sollte mm Kiew endlich eine Warnung und eine Lehre sein.

von der Westfront.

Berlin, 31. Juli. Tie Zahl der vorgestern südlich des H-ichtelberges eingebrachten Gefangeiren hat sich auf 211 erhöht Am 30. Juli vormittags bemücl^igte i'icfy nach kurzer Artillerievor­bereitung ein eigener Stoßtrupp von 32 Münn eines feindlichen Ltützpnnktes nordösllich von Perthes imb nahm dabei zwei Offi- zcere und 82 Mann gefangen. Zwei feindliche Gegenangriffe wur­den blutig Lbgewiesen.

,, Dern, 31. Jilli. (WTB.) TerTcmps" erklärt, die Teut- Tuxf) Jveit von der Stellung entfernt, von der sie am 27. Rdai ihren Ltoß begannen und innerhalb vier Tagen bis zicr Marne vorrückten. Es tväre kindisch, abzuleugnen, daß der deutsche Rückzug mtt der Methode, große Begrenzung der Verluste, durch- gepchi-t wurdeWir imrrbcn Misere Feinde schlecht vnrnen," Nueibt Pos Blatt,wenn wir glaubten, daß sie unter unserem Lchlage liegen bleiben."

Amerikanische Verluste.

. (WTB.) Tie Aussagen einem am 29.

Juli gefangenen Amerikarrers der 28. amerikains-ckzen Dinision vfmtz ^ wnterie-Rc-giment 110 ergaben, daß das erste B^aillvn dieses Regiments nach dem deutsck-en Angriff osllich Cchitean- Thierry vom 17 Juli nur Nlxh Kompaniestärken von 30 Mann hatte Ersatz ist bisher norft nid* cingetwffm. Bei den gestrigen Bersuckien (westlich des Memere-Waldes) vorzudringen, verlor eine Kompanie des 2. Bataillons desselben Regiments 100 9Rann an Toten und Venoimdeten.

Die Verluste unserer Feinde seit Kriegsbeginn.

W. B. Berlin 31 Juli. Bereits am 2. August 1917 be- ^ugerl oie^ Verluste des Verbandes nach vorsichtiger .Sckmtzung über 18 Millionen Mann. Ae bllttigcm Meder>. lagen des inzwischen vergangenen Kriegsjahres, die dein Verbände überall neue unerhörte Ovfer kosteten, haben diese Ziffer 5 Mi l honen e rh ö bt. Hiervon hat Rußland seine Hilft für du Machtplane der B^ststmten, nach einer Aeußcrung des Petersburger Prelsekommiffars Kusmin am 15 Juli 1918 mit 4 V. Millionen Toter. 6 Millionen Be rwunde- ter und Krüppel u nd 3 M i ll io n e n Gefangener be- zahlen muffen. Die Franzosen und Engländer haben ^0l7im slandrisckren Blntsmnm wei! über ei in- halbe Mttllon Soldaten und in den ersten 5rei Moncttc 7 :i der delchch«! Westoffemive 1918 eine 'wertere Mllion verloren. Rechnet man mejcfmrei* e Einbuße der Franzosen am Cwmin des Dnnes im Oksiüvr, der Engländer b^i Ecrnbrai im Nwenber 1917 irib die rotzige alles bisher an Verlusten Dage.'veftne übersteigende Gegiir- osftnnrve so zählt heute Frankreich über 5

Millivncu, Englandüber 2 800 0 00 schwarze und weiße ^vte, Verwundete und Gefangene Niciu weniger schver hat Italien im 4. .Kr-ftgcha.hr glitten. Hatte -sAu-iust >917 1 600 000 Minrn Serüiiic, io tnt öS (M,tt rrad) der 11. und dem Zusamt neu brüll) der 12. Jsonzoschlacht 1917. tue allem über eine halbe Million seiner Sclldaten verslliÜMg.

-^ r ^birgsfvont und an lx-r Piave'rcmt 1918 Ivnterc 800 000 Mann gaopftrt. Am vernichtendsten hat her vre Mksfraft der kleinen Hilfsstaaten dc-s Bmiandes «ie- ttoffen. Serbien l>at seine Teilnahme amt Kriege mii fast seiner ganzen erwachsenen männlichen Bedolke-

^ ünien btt die Hälfte seiner Ami«: verloren. Rechnet m<rn Belgier, Rüontellkgrrnrr und Amerilan«