Vermischte-.
Sin fck)w<res Eisettbahimnglück.
* Berlin, ^0 ?)Uli. (WTB. Amtlich.) Deute morgen 5 Uhr
41 Mm. bi'ad® z wischet Z an koch itrib Gurko in der ^Rähe »ou Landsberg die Kolbenstange an dcr LokomoNve des V-Zu'V' 22. stemmte sich geg^n die Schiene des Gleises Schnei de- viühl -Berlin und bra.de dadurch die V-Zug-Lokümottve zur Entgleisung. Die Lokomotive entgleiste nach der Inneri- cite und hob die letzten vier Wagen des aus dem Nackchargleiö ährenden Güter s«u g e s 6641 aus dem Gleise. Vorn v-Zng utb oerbrcrmrt vier Wagen, vom Güterzug drei Wagen. Bisher ind sestgestellt: 16 Tote, 27 Sckxoer vorletzte. 2 Leichtverletzte. Lokomotivführer' und Heizer des D-Zuges sind unverletzt. Beide Gleise nurrdeu gesperrt, vtö wird voraussiäülich ein Gleis heute nacht unr 3 Uhr n>icl>cc fahrbar fein. Der Zugverkehr wird durch tlmsteigeu au^rechterhalten. (Siehe 2. Blatt.) . .
* Die Einhcits-i ga rrc .^oird jetzt Wirklichkeit,
39
imd
zwar tm Laude der üttifta Ranchrr. in Hollnud Nach Vechau.d- langen -wischen der Haager Regierung ui cd einer FabriPantengnippa ist binnen einem Mvmrt bestimmt mit der Ginfüchrimg erucr E m- l>ertszigarre zu rechnen, die von den FabriLnrten den Kl ein Händlers zum Preise von 38 bis 40 OLllden das Tauserrd.geliefert werden und für das Pnbllkitm an allen ZigarreugesrtZäften zu 5 Cents (cttva 8 Pfennig) das Stück käuflich ,iem wird. Von der- Regirrivu, wnrde bestimmt, daß diese tvahrscheintich aus Javatabaken herzu- siellende Zigarre keinerlei Ersatz oder Blätterlttele enthalten darf.
* Ein russisches Kinderheim. Tie ehemalige Residenz des Zaren Mkolaus, Zarskoje Selo, wird in eine Kinder- tolonie um gewandelt iwardcn, die ein pädagogisch^ Mtttelpuutt für Rußland lverden soll. Dazu werden alle friÜKueu Hofgebaude und -Einrichtungen mit Mrsnahme des künstlerisch Wertvolleii ver- lvendet.
^ M o d e r u e r G ä n s e s ch u tz. Die Gemeinde Camberg l)at über 200 simgc Gänse zur Mast Migesckxtfft. Um sie vor Diebes- Händen zu schützeil, werden die Gänse in die Nähe des Elektrizi
tätswerkes getrieben,mrd die Emfriedignng unter Starkstrrvm gesichert. Ta brauch^ mau keine Gänseliesl mehr.
* „Die Singe ru ä hmaschi nengesell scha st im
Ausland." Mis der ÄclMk: nnrd berickchet, daß dir ameri
kanische SingerAesellschzaft, deren -liahurasehiiveu immer noch bei uii4 gckaust iverdrii, in schrrsster Weise ihren deutfchfeindlicheii Stand- Punkt in die Tat umsetzt. Die Filialen der Singergesellschart in der Schreiz entlassen glrstrags>-peniäß ihre Angestellten deutsche oder österreichischer Üiationalität, und zwar aiisnabmslos ohne Rüchichl auf die Perl>ä1tnisse und die der Firma lKufig jahrelang gelnsteteii treuen Dienste. Ferner dürfen aus Weisung der in den Vereingittn Staateil befindlichen Zentrale der ^inger- gesellfthast an Deutsckie und Oesoerreü1>er oder Ml Ge sch sie, deren Juchber oder Teilhaber Ailgehorige der NiittelMächte sind, keine Nähmaschnen iliehr gelicfen tverÄeu. Durch dieses Vor^chen tverdei, viele schiveizerisch^ Wäsche und Kleidersalnikeu in eine mißliche Lage gebrairl'/ und zahlreich Heimarbeiter werden brotlos. Desser wird Ulan sich zu an der eil Leiten zu erinnern haben.
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3Bef«nittiHfl^URn, bn3 Scröot öc8 Dorjcitigf ti ßcntcnS vS!i HnbuMiisc «nD Rüden bctressend.
Ans Grund des tz 12 ff. der Bekanntmachung über die Errichtung von Preisvrüftinasstellen nnd die Bersorgungs- regelung vom 25. September / 4. November 1215 wird hiermit bestimmt: ^
tz i. .Boi dem 10. Oktober 1018 dürfen außer der Berte enoun, in der eigenen Wirtschaft nicht geerntet werden:
Herbstmeißkohl und Dauerweißkohl (Weißkraut), verlor- roikod. niid Dauerrolkohl (Rotkraut», Herbstwirsiagkohl und Danerwirsingkohl, Runkelrüben (Dlckwurz), Kolst- f ilOcit. k'lühren aller Art, mit Ausnahme der Karotten.! fcilö Karotten gelten nicht die seldmäßtg angebanren roten > Pferdemöhren.
§2. zgit"'nabmen können ans Antrag von dem zu- ständl^en Großherroglkchen Kreisamt in besonderen Fällen ' gestattet werden. . I
tz . .uwiderhandlungen gegen das Verbot des § 1 werden mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mir Geldstrafe au lö v Mark bestraft.
Darmstadt, den B. Jul: tt)!8.
( troßberzogli-ics Ministerium des Innern: v. Hombergt.
Derr. wie oben
Die Hessische L adee Gcmniestellc, Verwaltungsabt., au die <ir. Bürgermeistereien der Landacmeinden des Landes, sowie an die Großd. (yendarmcric.
Unter Hinweis auf vorstehende Bekanntmachung ersuchen wir 2 ie. auf deren Befolg zu achten lind Zu- wlSer!)altdlnnaen ,ulnachsichilich zur Anzeige zu bringen. Mainz, ben 23. Juli 1918.
Der Vorsitzende:
Werner, Negierungsrat. 5534 D
Bekanntmachung.
Bet r Ni asmahmen gegen die Wohnungsnot.
Tie hierunter folgende Verordnung des Stellverlr. Geveraltommandos 18 A.-K., die in Nr. 89 des .^lieis- blatt- vom 2'- ?mli 1918 ueröisentlichl umrde, tritt im «nt$nt Umfang für die Stabt Gießen am 29. Juli 1918 ox Kraft. Als Dienststelle gemäü Ziffer I—III bestimme ich das Mieteilligungsamt, das zu Ziffer III Satz 1 zuvor eine Sachveritäubigen-Kommission zu hören hat. Diese i itch ai* :> den Herren: Bantechuiker Grobe, Ar- chitekt A'^y^'r, Stadtv. Winu.
G i e ß c n, den 29. Jüli 1918. 56M6
Ob'?" 'ürgermeister. I. B.: Krenzien, Beigeordneter.
XVIII. Armcckorpr'. ^ Ktellvertreteudes Generalkommando
Mt. Mb Tgb.-Nr. 16037/3207. Gouvernement der Zesruug Ntain
ßldt. Mü.-Pi
'cr.
?lur.
56 668/28 873.
ltturt a. M./Mainz, den 9. Juli 1918.
Verordnung.
JBctrifft: Maßnahmen gegen die Wohnultgsnot.
Auf Grimd des tz 9b des Gesetzes über den Belage- »»wgszustanb vom 4. Irmi 1851 in der Fassung des Krick<. esetzes von: 11. Dezember 1915 bestimmen wir ffe den Besehlskxreich des XVIII. A.-K. mit Ausnahme de- Regierungsbezirk Arnsberg sowie denjenigen des jGouvcrnements Mainz:
I. Berniieter von 1—5-Zimmer-Wohnnngen dürfen bic vermieteten Wohmiugen nicht ohne Einverständnis des bisherigen Mieters kündigen, nach Mlmif des bis- hengen Mietvertrages mr andere als die bisherigerl Mieter vermieten oder sonst überlassen oder selbst in Be- tzmtzlmg nehnlen, falls nicht der zuständige LandraÜ (Krels- irektor) oder Vtagistrat (ObeÄnraermeister) oder vi« von diesem bestimmte Tietrftstelle oder Kommission PNgestimmt Hai.
II. Ohne Zustimmung des zuständigen Landrats (Krlisdirc'ktors) oder Magistrats (Oberbürgermeister), oder der von diesem bestimmten Dienststelle oder Kommission dürfen 9!äumlichkeiten^ die lnsher als Wohnstätten ge- btent haben, zu anderen als TSohnzwechen nicht ver- »mrtet oder sonst verv.x'ndet werden.
DI. Utlbermtzie W-ohnungen von 1—5 Zimmern ober NSnmlicbkeilen, die allein oder in Verbindung mit anderen Räumlichkeiten zur Benutzimg als selbständige von 1- 5 Zimmern geeignet und unbenutzt sind, müssen dem »»stLndi gen Lmrdrat (Kreisdirektor) oder Magistrat (Oberbürgermeister) auf VerlMigen zu einem angemesseneih Preise zur Versüglnig gestellt werden. Tie Angemessenheit des Preises wird erforderlickMfalls von einer durch die genannten Behörden zu bestimmenden Dienststelle (». B. A'ZetsemigmrgsamI oder Wohnungsamt) oder Sachverständigenkommission festgesetzt. Die Uebcrlassnng der jkZochn'.ua bzw. Räumlichkeiten cm diese Behörden hat 7Mt der Aiaßgabe zu erfolgen, daß sie für eigene Reä)-- nung die freie Verfügung darüber im Umfange der dem Vermieter Anstehenden Befugnisse erhalten.
Als unbenutzt gelten Wohnungen und Räumlichkeiten, ivcnn sie. vollständig lcerstehen oder lediglich zur Ausb. Währung von tziegenständen benutzt werden, die in Lagerräumen ausbewahrt werden können. Räumlichkeiten, die mit eigenen oder auf Abzahlung entnommenen Möbeln 'vohnungsmäßig eingerichtet smd, gelten nicht als Mwenutzt
IV. Tie vorstehenden Bestimmungen gelten auch im A-afle einer Untervermietung. Auf möblierte Räume finde'n sie keine Anivendung.
V. Diese Verordnung tritt mit ihrem ganzen Umfange nach »oder in einzelnen ihrer Bestimmungen nur in benienrgen Kreisen oder Städten in Käast, in denen der Lauchal Kreisdirektor' oder Magistrat (Oberbürger-- vlcistcr , oder nach der Veräsfcntl'chuug durci) eine ausdrüänche iveiterc Bekanntmachung besttmmt hat, daß vnd in ivelchem Umsaiige sie wegen des Bestehens einer besonderen Wohnungsnot für den betreffenden Kreis oder einen Teil desselben oder die betreffende Stadt zur Antvcimung gebracht werden soll.
VI. Zuwiderhandlungen tverdcn mit Gefängnis bis KU einem ^ahre, beim Borliegen mildernder Umstünde mit Haft oder Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft
T^: stellv. kommandierende General:
Riedel, General der Infanterie.
Ter Gouverneur der Fcstmig Mamz:
Bausch^ Generalleutnant.
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Zur Sicherstellung der Versorgung des Feldheeres mit Diensthunden und zur Förderung ihrer 'Nachzucht ha: dre Heeresverwaltung Futter für die KriegShunderaüen: deutsche Schäferbunde, Doberinann-Binscher. Aireda'.e- Terrier,Rottwetler n. raubbaarige Iagdhundstäinme gegen Bezahlung bereitgesletlt. Die einzelnen Tiere müssen eine Schutterhöhe von 48 bi:- 64 cm besitzen und dürfen im Aller 6 Jahre nicht überschreiten.
Die FutterauSgabe für
Hesscn-Naffan mit Ausnahme deö Regierungsbezirks Kassel sowie für Hefsen-Darmstadt erfolgt bei der
KriegSbundnreldestelle Darmstadt,
Leiter Kommerzienrat Hicklcr in Darmftadt.
Dorthin sind Anträge von Besitzern der oben erwähnten Hunderassen aus Ueberweisnllg von Futter un- miuelbar zu richten. Die näheren Bedingungen werden von dort aus mitgeteilt. 5263hv
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bnns>, CnUU- a. EnStpHlchi- 7or3.‘ßesel!scIi. füll in ßieBes baldigst neu besetzt werden. GröhereS Inkasso vorhand. Gefall. Beiverbungen unter 5632 an den Gieß. Anz. erb.
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