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listen K-ftc x Negierung di - Gescägfchaft verwngeru, die das Zustande­kommen eines internationalen Parteitages verhindere, oder auf den Sturz der fojialiflifcfm füegierung Rußlands hinarbeite. Die Tagesordnung tadelt sodann die 41 sozialistischer Abgeordneten, die sich der ^Gewaltpolitik der Negierung angeschlassen haben, und betont die Notwendigkeit der Wiederherstellung der Parteidisziplin. Tie Tagesordnung Longuet erhielt bei der Endabstim- nüung mit 1 544 Mandatsstimmen die absolute Mehrheit. Tie Togeseronung Reuaudel brachte es auf 1172 Stimmen, die Tagesordnung des Zimmerwaldlers Lorriot aus 152 Stim­men. 96 Telegierte errthielten sich der Abstimmung. Da die Tages­ordnung Lorricts eine rücksichtslose Friedenspolitik verlangt, so trgibt sich, duß der rechte Flügel der Partei, d. h. die Regierungs- sozialisten. vollständig in di' Mnderheit geraten sind.

Aus den Verhandlungen gehl hervor, daß die Vartei'ührcr des «chten Flügels sehr weitgehende Zugeständnisse gemacht haben, um die Einilit der Partei aufrecht zu erhalten. Um Io deutlicher tritt die Ers^bünung hervor, daß die sozialistische Partei Frank­reichs sich i> 'inec mehr von der Kriegs Politik ihrer alten Führer abwendet, d. h., daß die Arbeiterbevölkerung trotz des Blül-ens der Kriegsindustrie immer lauter nach Frieden ruft. (Frkft. Ztg.,

EinLeben-mittelrat" der Entente.

Amsterdam, 30. Jwli. (WTB.) Nach einer Reutermeldung mktb bie 5 oh f cr c ns der Lebens mittelkontrolleuro von England, A iwika, Frankreich und Italien diese Woche schlie­ßen Ein intcralliierter Lebensmittelrat sei jetzt zur Tat­sache geworden. Tie Entschließung, die die R)twendigkeit sparsamer Mrtschaft betont, endet mit den Worten: Wir können das Lebens­mittel Problem nicht auf der Grundlage eines einjährigen Krieges behandeln. Wir müssen uns aus eine lange Dauer vorbereiten, wenn wir den absoluten Sieg sichern wollen

Die irische Frage im englischen Unterhaus.

London, 29. Juli. (WTB j Meldung des Neuterfchen Bu­reaus. Unterhaus. Die Entschließung Dill« ns, die die iri­sche Politik der Verwaltung mißbilligt, wirrde mit 245 gegen 106 Stimmen abre lehnt. Tillon beantragte, die Angelegenheit solle dem Präsidenten Wi l so n zur Regelung vorgelegt werden. As q u i th machte daraus aufmerksam, daß, da die Premierminister der Do­minions e ablelmteu, sich mit einer derartigen Sache zu befassen;, er zweifle, ob Wilson, der mit seinen eigenen Angelegenheiten, rastlos beschäftigt sei, sich dieser Aufgabe unterziehen werde, die schon vorher so viele Leute in die %rcc geführt habe. Asquith er­innerte an di? nüederholten Versuche, einen Ausgleich zu erzielen, und reale an, es sollten weitere Versuche gemacht roerden. B o n a r Law betonte, w.nn die Nationalisten das Recht der Selbstbestim­mung für sich.forderten, so möge Ulster das gleiche Recht gewahrt werden. Schwierigkeiten beständen nicht zwischen Engländern und Iren, sondern ?,wisck>e« Iren und Iren. Die Erörterung verlies ohne Zwischenfall.

Englische Priscngetdcr.

Bern, 30. Juli. (WTB Das englische Unterhaus bat /mit m gegen 7 Stimmen die dritte Lesung des neuen Priscngelder-Ge sehesange nommen, wodurch der ur­alten englischen Prratenübung, daß Offiziere und Mannschaften der Kriegsmarine einen Anteil an den sogenannten guten Prisen er­halten, in typisch englische-.' Weise das Mäntelch n der Legalität und des Wohlaitstandes umgehängt wird. Das Gesetz setzt eine bestimmte SLila der Aut-üle ,est, die jelsem Prisengeldbecechtigicn an dem Erlös tvi londennierten Schisse und Ladungen zustehen. Dabei erhaltui .. ldmiral'der Groß l-Ute 20 000, andere Admirale 1250 bis 500. Kommodore 750 bis 160, Kapitäne zur See 160 bis 100, Mtftige Offiziere 100 bis 10, Midsbipsmann und Deckosfizi^re 10, Unterst tizieve 6 und Matrosen 3 bis 2 Anteile. Ansä)einend herrscht beider- Angehörigen der englischm .Handelsmarine ein starkes Miß- vergnü::m, daß sic au dein Raube nicht teilnehmen sollen. Roch Mrgab l. Me. Namarns hatte der Prisengcldersouds am 30. Juni die Summe von 10 Millionen Pfund Sterling erreicht, der nach VZbfug de. herkömmlichen Tantieme an das Admiralitätsamt an die Prisengeldberechtigben verteilt werden wird.

Die Engländer *n Persien.

Berlin, 30. Juli. (WTB.) Der Korrespondent vonSlock- hvkms Tagblad" in Karlsl'rona , ilt mit: Wie aus autoritativer Quelle verlautet, tmrd der englische Gesandte in Tehe- r a n, Christoph er Marling. zurücktreten. Sein Nachfolger frürftf- Major Stofe werden. Durch die Wahl der Männer \mt Sibicke hissen die Engländer die Perser leicht dazu zu fretoegTii, die britischen South Persian Ristes als eine persische Truppe anzuer- kennen. Die Ernennung eines Soldaten ^iim englischen Gesandten, tri Persien muß, wie die Zeitung schreibt, bei den über Sykes -militari-che Maßnahmen aufgebrachten Persern den Glauben be- sicstigen, daß Euglmtd jetzt die letzte Hmrd an Persiens s-chvoach z-usammengefügte Souveränität legt Wie verlautet, verlangt Eng­land von dem Obersten Kriegsrat in Versailles immer eifriger Truppenverstärknngen für Persien, da Indien bedroht ist.

Die Leistungeu des deutsche« Heeres

während des vierten Kriegsjahres kommen in folgenden 'Zahlen zum Llusoruck: Ten Feinden tmiroen entrissen und von den deutsck^n Trup;>en besetzt: im Osten 196 256 Quadratkilometer, in Italien 14 423, an der Westfront 5323 (geräumtes Gebiet an der Marne ist abgereckpretj, im ganzen 216 002 Quadratkilometer. Ferner halsen unsere Truppen, voni Feinde bzw. von räuberischen Banden zu säubeyr: in Finlcrnd 373 603 -Quadratkilometer, in der Ukraine 452 033 QnadralVilouieter, in der Krini 2.5 727 Quadrat­kilometer. An Beute wuroeu eingcbrxacht: 7000 (beschütze, 24 000 Masärsr.engelvehrr, 751912 Gewehre, 2 876 500 Schuß Artillerie­munition, 10? 250 900 Schuß Jniauteriemunition, 2000 Flug­zeuge, 200 Fesselballons, 1705 Feldküchen, 300 Tanks, 3000 Loko­motiven, 28000 Eisenbahnwagen, 65 000 Fahrzeuge. Tic Zahl der im >ner<en .Kriegsjahr genrachen Gefangenen beläuft sich auf 838500. Somit hat die (^esamtgesangenenzahl eine Höhe von riahezu 3'/z Millionen erreich.

Halser Karl und Rumänien.

Wien, 30. Juli. (WTB.) Im Herrenhaus erklärte gestern Ewas E?, ern in gegew'iber der unrichtigen Darstellung in einem Teil der Auslands Presse über den Schritt des Kaisers beim rumän i scheu König, daß der Schritt auf seinen Rat und «unter sine, vollen in im seriellen Verantwortung erfolgt sei. In Brest habe er aus guter Quelle die Nachricht erhalten, daß der König von Rumänien jüne isolierte und daher hoffnungslose Lage zu v! ,!' - e i beginne und einen Weg suche, um sich mit Kaiser Karl in Bei.,,,'.- >'g setzen zu können Ezernin fuhr fort:Ich teilte diesen Wunsch des rumänischen Königs dem Staatssekretär von Kühl mc n n mit und riet dem Kaiser zu dem Schritt, der seit­dem b-reits verlautbart tvurde. Er l>atte oen Erfolg, daß der letzte VeizwistuligS kämpf Rumäniens vermieden und ein sofortiger Friede l>erbeigesührl wurde." (Lebhafter Beifall.) Czernm w-ieder- !holte, daß er die volle Verantwortung für diesen Schritt ans sich nchme. Es sei nie die Ausgabe der Diplomatie, unter schweren eignen Ovs-ern den stampf bis zur vollen Vernichtung des Gegners Weiter zu führen, sondern sobald wie möglich einen ehrenvollen Frie­den zu erreichen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen..

wickelten ul Artillcrickämpsr in lveck/elnder Stärke. Oestlich der Straße bis zum Joroan stießen unsere Patronrllen in die feind­lichen Stellungen ^nd holten Gefanyene hemus. Auf dem Ostjordan- ufer beschissen tmr wirksam schanzende Trupps des Gegners und oettrieben scindliä-c Aufklärungsabteilungen. Eine unsever Ofsi- zierspatrouillen führte ein längeres erßolgnnches Gefecht mit starken feindlichen Erkundungsadteilungen und brachte Beute ein. Auf der übrigen Front ist die Lage unverändert.

Der Seekrieg.

Neue U-Voot-Erfolge.

Berlin, 30. Juli. (Amtlich.) Im Mittelmeer wurden fünf Dampfer von zusammen rund 19 000 Brutto-Register-Tonnen versenkt.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Die Schiffsvcrlufte der Feinde.

Berlin, 29. Julst (WTB.) Das NeuyorkerJournal os Commerce" weist darauf hin^ daß die von seiten der Verbands­mächte veröffentlichten Angaben über Schisfsverluste und Schiffsneubauten vielfach weit auseinandergehen. Erstens: Lloyd George erklärte Ende Mai in Edinburgh, daß im April mehr Schi.sfsrmlm gebaut als verloren worden sei. Zwei tenS: Zu derselben Zeit erklärt? der französische Marine»- minilter vor dem Senatsausschuß, daß Englands und Ame­rikas Schiffsbau im Msnat April um 40000 To. ten Schiffs- Verlust durch Unterseeboote übcrtroffcn habe. Drittens: Am 13. Mai erklärte derselbe Minister, daß im April 236 704 To. ver­nichtet worden seien: der Washingtoner Bericht gab als amtliche französische Meldung einen Verlust von 381 704 To. an. End­lich bezifferte die englische Admiralität den Aprilverlilst auf 305 102 Brt. Viertens: Der englische Schiffsneubau im Monat April wird amtlich mit 111533 Brt. angegeben. Amerika lieferte 108537 To. ab und ließ 160 000 To. vom Stapel. Nach dem Spraä)gebr<mch der englischen Presse bezieht sich die englisä>e Angabe auf dieFertigstellung", womit aber gleichzeitig wohl auchAblieserung" gemeint ist. Woher Lloyd George seine Zahlen genommen l>at, ist unklar. Der französische Minister hat offenbar die englischen Vruttvregister-Tonnen und die amerikanischen Lade­gewichtstonnen zusanrmengezogen. In den beteiligten Kreisen ivächst daher der Wimsch, daß bei der Berechnung des Schiffsraums Uebercinstimmung herrschen möge.

Zur Versenkung derFusticia"

Bern, 30. Juli. (WTB.) DerManchester Guardian" schreibt zur Versenbmg derJustrcia", welche die Zeitung als eine bemerkenswerte Episl^e des Tauchbootkrieges bezeichnet:Die Angabe, daß mehrere Tauchboot den Angriff ausführten, toeist auf eine neue Taktik gegen das britische Geleitzugssystem hin. Bemerkenswert sei ferner, daß die zu Hilfe eilenden 6ritifd>cn Kriegsschiffe die Versenkung nicht zu verhindern vernrocht hätten. Das Tvrpedonetz, das dieJusticia" .eusgelegt hatte, brachte zwar einige Torpedos zur Explosion, bildete aber keinen wirk­lichen Schutz. Auffällig sei es übrigens, daß die Versenkung in Deutschland und 5kopenhageu bekannt war, ehe die britische Admiralstä: sie angLlündigt l>ate, wai ans eine gute fuokcnlele- graphische Verbindung der Tauchboote mit Deutschland schLwßen lasse. Die Zeitung schließt allgemeine Lletrachtungen über den Tauchbootkrieg an und weist auf die Verscnkungsziffeni des Juni hin, den inan entweder mit den ungünstigen früheren Monaten vergleichen und dem Himmel für eine Besserung der Lage danken ooer aber für sich betrachten und über einen derartig schweren, den Mtiierten zugefügten Schaden den Kopf schüttcln könne." Die Zeitung kommt zu dem Schlüsse, daß nur ein erhöhter S6)ifssbau etwas nütze, und bemerkt dazu: Daß wir aber hierzu gezwungen find, ist eine rmerträgliche Kraftvergeudung und ein uerecfLigtcr Grund zur Unzufriedenheit über die Anstrengungen, die Tauchboot Verheerungen l-erabzüdrücken.

-§rrs nnd Canl.

Gießen, den 31. Juli 1918 Zur Wohnungsfrage n Gießer».

Tie Frage der Beschaffung von Wohnungen, vor chlem ooa Klein-Woynnngcn, hat naä-geradc eine solche Bd>eutuug eruulgt». daß rioä, emer Lösung in rrgend-.o?^r Form gesucht werden nrnfe. Tie Kriegsm'rh ltnisse, das Fehlen der Arbeper. notioendige Be- str^laanahu'. des Materials für wichtige Zwecke und demzufolge das Dauveibot, hrchen oic NeuerriäLung von Pcivatbartten unn lich gemaa'.. Unser Volk ist seit Lriegsbcgüm aber keir.esn stehen geblwben: viele neue Familien^ wurden gegrmchet. für dim Unterkunft eeschafßvi werden mußte. So hat sich law-'s-un eine wisse Wohnungsnot f'erauSgelnldet, die in einigen Städten bei zu Barackenbauten gefuhct hat. Die lstesche Stabt ewtiniüm sammlung hat sich schon in mehrerm Si?jimgcu mit der Fra beschw'tigl, und es sind wiederholt Anträge gesü4tt war^l, die eine ernste Inan griff nähme von Masgiahmen gegen die)'>»iungS7lot forderten So schlimm wie in manchmi (Großstadt i\ ist ja ;um h»er Gießen iw-e Lage noch nicht Trosdem mußte sich aber bereits der Rettor der Laudesuniverjitat mit cmenz Aufruf au die Bürgar- fchaft wenden, damit genügend möblierte Zimmer für ove Stu- dierenden vorhanden tväreu Ein Z- ul-en, baß auä, hier ein Wandel eirigclceten ist, der Deachtrurg verdient Neubauten torrnten in Gies-en ebensmvenig wue rn mrdece» Städten erriä/tet wer. en. Tie Neubildimg von Fmnilstm uumi'.'-lbar nach dem K^rieq ist d,xh als nahezu sstl^c anz-'Mebn' L stttchl sicher ist aber, ob gleich rrach Kliegserrbe die Bautal-stcil nneder in vollem Umfang euv- s'etzen kann. Abhilfe und VorbTugemittA sind also uirbedingß ccsorderlich, um so nwhr, als die Rkiet-Prcise für die venüg- baren Wohnungen in der letzten Znt eine mitt^rrter sryroindelnLS Höhe erreicht haben. Im Ber-.-ich- M 18 ^trmeekorps hat sich ram das GeireralLommandu der An gelegen heit auge^rvmmen und cina Verorderung erlassen, die im Anzeigenteil d-er hnttigen Nummer verösferUlicht ist. Dadurch dürfen Vermieter von 15-Zrmmer- Woh :urigen die vermieteter Wohnungen nicht ol/ne EinvmütändnrS des bisherigen Mieters kündigen, nach Ablaur des Li -Hcrigrir Mietvertrages an andere als die bis.herchen Mittäter vermietk-u oder sonst überlassen, oder stlbst in Benrrtzrmg rreh!ne:r, falls nicht der Oberbürgermeister oder eine von diesem besttmr.ttc Drenststellr oder Kommission zugestimmt hat. (Line SochversländiFcn-Knmis sion ist vorn Oberbürgermeister ernannt worden.) Ferner dürfe Räumlichkeiten, die bisher als Wolmstättar gediertt l'abeu, zrr anH deren als Wohn ztverlm nicht veenrieve^ oder sonst veno?n->et werden. Unbenutzte Wohniuig-.m von 15 Zimmern oder Ränmlnlikei die allein oder in Jkrtmtbitttg mst anderen RäumlircKüten uix Benutzung als selbstarünge von 1 -5 Zinunern geeignet urid »m-- benutzt sind, müssen aber zil einem angemessencit Prüfe zur Ver­fügung gestellt werden. Die Amemessenheit des Preises wird erforderlichenfalls behördlich feftgefei.

Als unbenutzt gelten Wohnungcm und NmimliMeiten, wenn sie vollständig loerstehen oder lediglich zur Aufbewahrung von Gege'ssiändv'n benutzt werden, die in Lagerräumen anfbelvahrt werden können. NäumlülilkmtLN, die mit eigenen od-e auf Ab­zahlung entnominetten Möbeln lvohnungsgemäß ecngerj.chtet sind, gelten ni-clst als nnbemltzt. <

Diese Vecordrrungen dürsten von ein schnei dom-cr Bedeutung sein Wir verweisen daher nochmals nachdriükltchft auf die Be­kanntmachung im Anzeigenteil.

*

** Im Interesse unser s^eldgrauen liegt es, daß das Publikum auch sernerlstn alle Fälle, wenn es sich um Düebstahl und Unterschlagung von Heeresgütern jeder Art, auch Ausrüstungs- und Bekleidungsstücken handelt, zur Kenntnis der Nach- und Ab- schub-Uebcr'.vachungsstelle Coblenz bringt. Di-se S-belb. t^it in den letzten Monaten teiltveise mit )1nteestützung des Publikums nneder zahlreiche Fälle aufgedeckt, in welchen die Militärvercoaltung aH ihrem Eigentum gesckiädigt worden war. Es kornmen Eisenbahner, Militär- und Zivilpersonen in Frage. Damit die Kampfkraft: tunseres Heeres auch fernerhin keinen Shaden erleidet, werden die Milttär- und Zivilpersonen gebeten, die bekannt iverdendeir Personen, die sich auf vorgen-annte Weise strafbar in.rchen, der obigen Stelle namhaft zu machnr.

** Licht spiclhau s, Bahnhofstraße 34 Die >

«perMartha" die bereits vor mehreren Wvvhen in WeyeH Eingang und freudige Aufn-alMe fartb, gelangt, mr aus dem Anzeigenteil ersichtlich ist. am Donnerstag nnd Freitag dieser Wvckx zur Wiederholung. Wir hatten selbst, Gelegenl)ett, einer Vor­stellung beizuivochuen und körmen uns dein entpfehlmden Urteil, das allenthalben über die Filmoper gefällt wird, nur an schlie ßen. Es lnrndelr sich hier, nne nnr bereits früher erwähnten, um den interessanten Versuch, die Oper kinofähig Zu machen imd den Känobestlchern, die sich aus allen Sckpchten der Bevölkenmg ffu- samnrensetzen, imrklich wertvolles ^u bieten, vor allem aber die Melodien der bekanntesten deutschen Spielopern populär zu matlp. Dieser Versuch der süddeutschen LichtspiebQperngefellsckxist kann entschri-den als geglückt bezeichnet werden. Die Jllusürn ist eine vollständige Die Operml-andlung zieht im Lichtbild vorüber und der Tert wird von den verdeckt stellenden Sängern und Sängerin- incn, die mit dem betreffenden Opern-Film reisen, gesnngc?!. Licht­bild imd Diusik sind also miteinander verbimden. Die Idee ist neu t>md gut. Einmal wird dem! Kino hiermit eine ganz neuc Richtung erschlossen., die sicher auch noch manche tzechnffche Vervollkommnung !nach srch ziehen wird und dann werden hierdurch aufs wirffamfte die OKlsseuHaner--B,!^vdien .und üblichen Operetten-Schlagcr be­kam pst. Es läßt sich l^eute noch nicht (nrlschnden, ob die Lick)lffpiel- Otx:r verviag, in «die breite Bol 1smasse eirvzudringen, soviel ist aber sick>er. delß die N>7nenmg vollste lllrterstützlung verdient, nicht mit hinsichtlich ktinstlenscher Leistung, sondern vor allem auch in Hinsicht der Jügend- und .Volkserziehrmg. Jene die Rmven aufpeitfchenden Filmiverke, wie Detektivabeitteuer und Großstadt- Liebes und Gesellschaststragödien sind als geistige K^ahrung doo Znxnfellos ungesund. In der Lichtspiel-Oper ist ihnen ein gtefähr lick^-er Gegner eittstanden. Nicht unerwähnt möge bleiben, daß die ^«istui:gen der Sänger und Sängerinnen durchaus ans der Höhe

Aus dem Reiche.

Feindliche Fliegernngriffe.

Karlsruhe, 30. Juli. Mehrere feindliche Flie- er, die heute nacht über Mittelbaden kreisten, war­en eine Anzahl Bomben in ein Gefangenenlager.

Weiterer Schaden wurde nicht verursacht.

Durch Fliegerangriffe auf Lahr und Ossenburg wurde heute vormittag einiger Sach- und Gebäudeschaden verursacht. In Lahr wurden zwei Personen leicht verletzt.

Ein Flugzeug wurde abgesel-vssen.

Fliegerleutnant Melithoff nicht zuruckgekehrt.

K ö l n, 30. Juli. MTB.) DieKölnische Zeitung" mel­det aus Vielesclo: Der Fliegerleutnant Menkhoff aus Herford ist seit Donnerstag nicht von seinem Fluge zu­rückgekehrt. Das Flugzeug landete nach dein ,Herforder Kreisblatt" hinter den feindlichen Linien. Das Schicksal Menkhoffs ist ungewnß.

Erhöhung der Mehlralion.

Berlin, 30. Juli. (Priv.-Tel.) Wie wir hören, wird die Mehlration vom 19. August ab wieder aus 200 Gramm erhöht werden. Die .Höhe der Brotration ivird von den zur Verfligung siel-enden Streckungsmitteln abhängen.

Wälwend der am 19. August beginnenden ersten fleischlosen Woche lvird jedenfalls ein Ersatz für das ausfallende Fleisch gegeben werden, und ^var voraussichtlich durch Kartoffeln. ^ ^ ^ v

Ein Ersatz in Mehl wird infolge der Verzögerung der Ernte! "es ^siä? also'keineswegs uin dilettanteiü^fte Dar-

nicht möglick) sein. I bvttmngen handell, wie öfters angenomnvm wird

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Der türkische Bericht.

Ko nstant in opel, 29. Juli. (WTB.) Tagcsbecich'. P a stina front Der gestrige Tag stand unter dem E^eichan ge- ftTtfr -t t löest>l^stätige?it an der ganzen Front. Im Msteuab- fchnitt griff der Engländer nachts nach heftiger Artilleviev-or- bereitung unsere Vou>ostensbellungen an. Er wurde überall blutig ob gewiesen. Vorübrrgchcmd eingedrungene Teile des Gegners, wurden im stäahkampfe erledigt. Unseve Stelluiwen sind unVeTÄndefttj in unserer Aarch. BoidavstM der Sitoaßp JeaufÄLM -WnfmM aUH

3n derEntente-Hauptstadt" in Nuhland.

Als eine Art Zigeunerleben schildert der Petersburger Berichter­statter des Pariser Journal das Treiben der Entente-Diplomaten, di.- sich nach Walagda zurlickgezogen baben. Die friedlick)e russisckre Stadt erhält dabei in dem französischen Blatte den Titel derEntente-Hauptstadt im Mnnnanland". ein Anzeichen, wie loeit die Gelüste der Verbündeten gehen, rvenn der etwa auf der Höhe.von Petersburg liogende Ort noch zur Aturmanl-albinscl g-e- rechnet wrrd. Vor der Eroberung Sibiriens war Wolo^cha der Ver-- l>anmmgsort der Russen; jetzt sind die Vertreter der Verbündetst vor der Berührung mit den Deutschen l)wnyin geflohen". Ter Franzose faßt die Sache natürlich so auf, als fei über Nacht das Glück zur Stadt gdkomnien, als .fei sie jetzt erst ans langem^ Schlummer zu europäischer Berüh.utheit erweckt. Als erster war der Amerikaner erschienen, aber balo gesellten fick) zu deni Stvcrm^ banner die Landes färben Japans, Brasiliens, Siams, Foantreich-, Italiens .und Serbiens. Auch die Ch'nesen tauchten a-uf, und nun ivimmelt es in der sonst so ruhigen lStadt von einer bunlsn. inder- nationalen Schar. Tie berühniten Gälte fanden zuerst mir mühsam Unter^klmft. .Paläste roaren nicht vorhanden, und sie rnußtai sich mit bei'ck^eidenen Holzhäusern hegnü '.en. Wie die Einheiunschön er­klären, ist Wologda nicht wiederKuerkem^n. Die Sitten der Frem­den haben das Leben in der russischst.Kleinstadt von Grund aus geändert, denn die Einwohner versuche, sich dem fremdartnnmk Treiben anzupassen. Die Frauen der Diplomaten und ihrer Mit­arbeiter habm einen fernen Abglanz von der Pariser st.stode mit- gebracht und damit die Kxik-ttterie der Da>nen am Ort 'geweckt, so daß die Dchsteidl"rinnen mebr als jemals vorher zu tun be­kommen haben. Man.drängt sich zu einer Einladung zumFife v'cloc" des ameribrnischin Botschafters, der auch in diesem wild­fremden Nest diese hauptstädtische chenwhnheit nicht nrissen wollte. Er ist auch von allen seinen Kollegen am besten unter gebracht, so daß bei jhm die Sitzwrgen des diplomatischen Korps abgehaltstn

tverden. Er bewohnt ein erst! kürz!ick)« crrichtzebes Gebände, das zwar auch ziemliche L^schrän'ku.'ngen antzwlegt, ihm aber gesbattel Hai, auch die iltzesandlen von Siam und Brasilien auf- znnöhmerr, die gar kleine Uattrrkmrfl finden, konn^-u uu> iknt einem bescheidenen K'ämmecch.m vorlieö iiehmen mußt-'"- - tapam nmrden von eu«nn eh.nnalrgen RülZter auiii uouin^i, und oci Ehi-neseii t nt der Sowjet des Ortes oinigc Zimmer in ein 0Klstho> verschifft. Dir anderen Diplomaten haben nach tai richtige Wohnung gefunden und häuftn immer iwch in d Zuge, der sie im Febriwr aus Petersburg führte Die Mitgli der französisckMi und tbalienisck)en Gesandtschaft hrbeni sich in Wagen geteilt, während der Nachdorwagen als Buvocru hi und ailßerdem die Serben <nifgem>trtmcn hat. Xcc Speiservat dient allen gemeinsam, aber sobald der Kaffee genommen ist, schvindcu du Tischtückier, um Schreibmaschinen Platz zu hum. Während hier gearbeitet wird, kontmen die Züge an, und fahr ab, pfeife:! nnd fauchm die Lo'komoliveu, und wenn die FvvW. ihre Wagen verlassen iwffciB, müssen sie sich durch die rangierenden Züge hlndnv.chrii.nden. Sobald sie in Stadt lltttestkunft gefunden Haben werden, sollen die gisch:, die «riecknsche mrd die portu^greftsche Gefandtsc ihre Wagen einnehmen. Drmu wird das ganze dst malisch: Kvrps der Berbündeten in Wologda beisammen sein, zi Leidwesen der Telegraphisten, die die Menge der nach allen ttrngen ausgehenden Chifsretelogramnie kaum bcwNtigeir köni Die GiMvohuer der Stadt ziehen aus der AwiMsenhert der frcnck Diplomaten begreiflichnweise ihren Nutzen. Die Preise in die Höhe, wenn sie auch noch wert entfernt von denen die in Petersburg gefordert und gezahlt werden. Immerhin lk' man in Wologda auch noch keinen Mangel. Der D»wljet verf über Vorräte, die er sorgfältig hütet und vMN denon «c m exportieren läßt. Es bleibt abzuwarten, wie lange die Russen, diese fremde stbebeicherrschast in derEit^ube-HprMhadt" m' m chrem Lande gefallen lassen werden^