Nl. U5 Swettes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhejsen) Montag, 2>. Zull (y(8
holtzendorff über den A-vootNrieg.
Berlin, 27. Juli. (WTB.) Der Berliner Vertreter der .Mlir. Ztg." hatte, wie schon kurz gemeldet, eine Unterredung mit ierr Chef des Admiralstabes, Admiral v. Holtzendorss, in der er zunächst die Frage stellte, ob er bereit sei, zu der Behauptung englischer Staatsmänner und des Mmirals Jellicoe Stellung zu nehnien, das- der U-Boot-Krieg versagt habe, und das; er anfgehört habe, für England eine Gch/ahr zu bedeuten, da der SckisssneubL'N des Verbandes die Versenkungen au Schissen übersteige iurd mehr U-Boote vernichtet als gebaut würden. Holtzendvrff erwiderte u. a.:
Die von Ihnen angeführten Behauptungen sind unzutreffend. Kalls man drüben an sie glauben sollte, werden sie sich als ein verhängnisvoller Irrtum für den Gegner erweisen. Tatsache ist lediglich, daß in der Versorgung unserer Gegner mit Schiffsraum eine vorübergehende Besserung eingetreten ist. Durch Aneignung neutralen Schiffsraums ist es den Gegnern gelungen, ihre Uebersee- zufuhren zu verbessern, namentlich die militärischen von Amerika Herl Ich möchte aber noch daraus Unweisen, was wir bereits jetzt mit der U-Boot-Kriegführung nach dem Grmrdsatz: „Ein Angriffsziel ist jedes für den Feind fahrende Schiff" erreicht haben. Ganz -abgesehen von den sehr groben Mengen Kriegsmaterial und der militärischen Zwecken mittelbar oder unmittelbar dienenden Zuduhr. die vernichtet worden sind, ist die wirtschaftliche Schädigung unserer Feinde ungeheuer. Derben Gegner treffeirde Wertverlust allein an Schiffen und Ladungen hat am 1. Juli 1918 schätzungsweise 50 Milliarden Mart überschritten. Der englische Schiffsraum ist aus den Stand von 1900, also in seiner Entwicklung um 18 Jahre zurückgedrückr worden.
Unsere ll-Bevte haben den Engländern erst den Krieg ins «eigene Land getragen und ihn wirtschaftlich am eigenen Leibe empfindlich fühlbar gemacht. Die für das englische Wirtschaftsleben Nach dem Kriege sich ergebenden Folgen werden auch von den englischen, Fachleuten sehr wohl erkannt: Je länger der Krieg dauert, desto sicherer entgleitet den Engländern die wirtschaftliche Führung und geht au andere, vor allem an die Vereinigten Staaten u nd Ja v a n, über. Wenn die Zahl der gemeldeten Vernichtungen gerade amerikanischer TrilppentransPortdampfer bisher nicht erheblich gewesen ist, so verweise ich einerseits auf die Schwierigkeit, von dem angreifen den U-Boot ans Art und Namen des versenkten Schiffes sestzustellen, wenn es sich nicht gerade um große Passagier- dampser von gewaltigen MMessungen und charakteristischem Aeuße- ren, wie z. 9ä. ib-te in den letzten beiden Monaten vernichteten! Dampfer „Cowington" und „Präsident Lincoln", handelt, andererseits ans jene Schwankungen, denen der Zufall überall die Erfolge der U-Boote unterwirft. Zu der Frage, wie er zu der Behauptung des Gegners stehe, daß die S ch i f f s n eu bau ten des Verbandes die Ver sen kn n g s z i f fern übe rstei g e n und mlshr ll-Aoote vernichtet als gebaut rverden, erklärt Admiral vou Holtzendorfs:
Zu dem letzten Teil möchte ich gleich feststellen, daß der Fall umgekehrt liegt. Ter Staatssekretär des Reichsmarineamts hat das ja kürzlich auch öffentlich ausgesprochen. Das Verhältnis dev Schiffsneubauten des Verbandes zu den Versenkungen kann man nur an Hand von Zahlen prüfen. Bon Januar bis Juni einschließlich lwben im Monatsdurchschnitt nach englischen und amerikanischen Angaben gebaut: England 127 208 und die Vereinigtes Staaten 112 986 Bruttoregistertonnen, was zusammen also einen monatlichen Durchschnitt von 240 194 Bruttoregistertonnen ergibt. Rechnet man noch monatlich 50 000 Bruttoregistertonnen als dem Verband zufließende Neubauten aus anderen Ländern, so ergibt sich eine monatliche Dnrchschnitts-Neubauziffer — und auf diese kommt cs an, nicht auf das Ergebnis irgendeines beliebig herausgegriffenen Monats - von rund 300 000 Bruttoregistertonnen. Der monatliche Durchschnitt tm'seres Vcrsenknngsergebnisses- von Januar bis einschließlich Juni 1918 beträgt rund 630 000 Bruttoregistertonnen. Es wurden also monatlich im Durchschnitt rund 3 3 0 0 0 0 Bruttoregistertonnen mehr versenkt, als für den Verband gebaut wurden.
Der Berichterstatter warf hier ein, ob man eine Erklärung für den auffallend großen Unterschied ztvischen den deutschen und den englischen Vcrsenknngszisfcrn gefunden habe. Tie englischest Ziffern, anllvortete Holtzendorff, geben nicht die Verluste des ge-, samten Schiffsraums, gleichgültig, wie und wo er verwendet wird. So hat man amtlich bereits zugegeben, daß z. B. die Verluste dev militärisch reguirierten Räume nicht eingerechnet waren. Solange man auf seiten unserer Gegner überhaupt irgendwelck-e Vorbehalte macht, ist den Tarstellungskünsten weitester Spielraum gelassen. Daß sich die Versenkungsziffer bisher auf solcher Höhe gehalten! hot, verdanken wir der Unerschrockenheit und Tüchtigkeit unseres trefflichenU-Boots-Besatzungen. Tie Behauptungen von feindlicher! Seite, daß ihre Moräl und Spannkraft nachgelassen habe, wird auch weiterhin Lügen gestraft werden.
„Wie steht es mit der Sperrung von Ostende und Zeebrügge?" fragte dzer Berichterstatter weiter. — Tie an sich tapfer durckgesührten Sperrversuche sind nrißglückt: die Ausfahrten sind für den Verkehr offen. Kurzum, die U-Bootgefahr ist für unsere Gegner, wie diese selbst wissen, nicht beseitigt Unsere Vorkehrungen ffir die zukünftige U-Bvot-Kriegführung tragen sowohl der beobackaeten Gegenwirkung wie der wohl zu erwartenden Vermehrung der Schiffsneu bauten in England und den Bereinigten Staaten Rechnung. Wir dürfen der Zukunft im Vertrauen ent gegen sehen. Dieses Vertrauen stützt sich auf die hervorragende Tüchtigkeit und aufopfernd.' Hingabe unserer U-Boots- Briatzungen wie aus die unermüdlich? und erfolgreiche -Arbeit unserer Hochseeflotte. Nur sie kann seine Stützpunkte sichern und die Wege nach der freien See offen halten. Dieses Verttauenj stützt sich ferner aut die Schaffenskraft aller mitwirkenden militari s-ck-en Stellen und die Leistungsfähigkeit unserer Werften und Werkstätten mit ihrem hMstehenden vortrefflichen Personal. Ties alles zusammen bedingt und verbürgt beu Tnderfolg.
Aus Ktnht und Crtwft.
Gießen, den 29. Juli 1918.
Lebensmittelmarken.
Für die Zeit vom 29. Juli bis 4. August 1918 haben na stehende Lebens,nittelmarken Gültigkeit:
Brotmarken der 31. Woche, gültig vom 29. 7.1918 - 4. 8. 19
Buttermarken „ 31. „ „ „ 29. 7. 1918 - 4. 8. 19
^leischmarken , 31. „ „ , 29. 7. 1918 - 4. 8. 19
Kartoffelmarken.31. .. „ 29.7.1918 — 4. 8. 191
reuen,„arten für den Monat Juli bis 31., ab I. 8. 1918 für d« Monat .lugust.
e. ^^ltansch verfallener Marken findet nicht mct patt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kei Ersatz gewährt.
Nenanmelonnge» und Anmeldung von Nsngeborenc Vorlage der nötigen Ausweise, insbesonde, ^.^^?-^?"Eel-Ausweiskarte, auf dem Lebensmitte au»t zu erfolgen.
« cvl l' , , a ’ -er Stadt „nd aBc<u«flC von «ie&c tiaft in but ä„|ta„!)inc„ öcjiricn anznmcldcu.
as: - LebenSmittelamtcs ö i“, ll,( «»rm., 2-4 Ilhr nachm.
Alarkkimusaabe t>ir. Urlanber:
-»»»tag» „oh ia-i3 Uhr vormittand.
. **, ?* ä v e Ä Rilitärwocheublatt. Befördert:
&au»tieut(>n: dw Oberlrutn-M-5 d Rcs - Eonrad des ^nf-Rea
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''i «F>chaff»it dos Jilf.-R-gtr. I är.« lii? cftt Kim 1. Er|._,4}ti, d. Rests.. K-tbcl des Ji . ^-Ejtadt), Elielborn, Oberst, d. Rcs. a. ^
lUI^Bwiin - -ufr ^ksnve des damali.
«an.- > Er,.-Bcl. d. Regts, Kabe l.des In
^ d iparmstadl), zuletzt von der Reserve das dam
(1 LannstE), retzt beim 1. Cr,.-Bll. d, Regls., Kurandt des Ji
Regts. 88 (Wiesbaden. >, Eckhard des Jnf.-Regts. 115 (I D arm stad v), Dlörsam des Jnf.-Regts. 168 (Wormis), jetzt beim 1. Ers.-Btl des Jnf.-Regts. 118; Engemff, Vizefeldw. (I DarmstM), zum Lt. d. dies, der Ins.: Jost, Biz-efeldw. ll Darmstadt), zuiw Lt. d. Ldw.- Jnf. 2. Aufgeb.: Wolfs, .Heußlein (I Darmstadt), Weller
(Gießen >, Bizewachlmeister, zu Lts. d. Res. d. Feldart.: zum Lt., vorl. ohne Patent: der Fähnr. Busch im Inf.-Regt. 42, unter Versetzung in die Train-Abt. 18: Schaeffer, Lt. d. Res. des Jnf.-9iegts. 118 (Worms) zuni Oberlt.; PothVizewachtm. «II Darin stadt), zum Lt. d. Res. der Feldart.: Cwncnberg l.Maiuzb Vizefeldwebel im Jüf.-Regt. 78, zwn Lt. d. Res. des Regts: zum Lt. b. Res.: Vizescldw. Hermes fl Darmstadt) d. Inf. ; Feid, Bizefeldw. (1 Darmstadt' im Leibg.-Jnf-Regt. 115, zum Lt. d. Ldw.-Jnf. 1. Aufgebots.
** Das G r o ß h. Hess. Regierungsblatt Nr. 18, ausgegeben Darmstadt, den 25. J,lli 1918, hat folgenden In hall:
1. Gesetz über Kriegszuschläge zu den Gebühren der Groß herzoglichen Notare. - 2. Gesetz, die zeitweise -Erhöhung der Lei
stungen eer Bra ndv: rsfth.rluigs-arrslal t für Gebäude betreffend. — 3. Btzkanntmachutng über den Handel mit Gänsen. — 4. Be kann t- nmchung, die „Professor-Koch-Stiftung" zu Darmstadt betreffend. — 5. Bdkanntinachuug über die Preise für Stroh und Häcksel aus der Ernte 1918. — 6. Bekamitmachnng über Ausbesserung von Schuhraren und Herstellung von MaßsckMlstverk. — 7. Bekanntmachung, die Gebühvetl der Bausch^ätzer betreffend. — 8. Bekannt- niack)Ung, die Neugestaltung des Kassemvesens betreffend.
** T a s Verbot der Verfütterung von Ness elfte nageln wird nicht g-mügend bsackchet. Es wird erneut auf die Strafbarkeit aufu.erksam gemacht. Tie Nesseln werden vielfach niit dem Gras abgemäht. Sofern das nicht zu rtmgehön ist, werden die Besitzer ersucht, entw-cher die Nesseln selbst auszusuchen, wo sie in Horsten gestanden haben, und bei den Vertrmrensleuten oder Sammelstellen abzugebm (28 9Junf pro Doppelzentner) oder das Auslesen durch Schulender zu gestalten. Aus jeden Fall niüsscn die stlessclsbengel (mindesvens 60 Zentimeter Höhe) der Fasergewinnung erhalten bleiben. Wenn irgend .möglich, die Nesseln jetzt noch stehen lasstar und »gleichzeitig mit Stengeln inrd Blättern den reisen La.men durch Mstveifen ernten! — Die Sammel- tätigkeit soll auch in den Somnrerferien stattfmden.
Landkreis Gießen.
Birklar, 28. Juli. Sergeant Wilhelm Wolf, Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille und^ des Eisern ein Kreuzes
2. Klasse, wurde zum BizefeldNarbe l befördert.
c. Grünberg 29. Juli. Der Gerichtsvollzieher Emil H o h m a n n, der hier ehemals seinen Amtssitz hatte, wurde zum Leutnant befördert, nachvem ihm bereits eine Reihe von Auszeichnungen verliehen worden waren.
--- Grünberg (Oberhessen), 29. Juli. Auf dem Bauxitweük Reinhardtshain wurde von einigen Tagen ein Einbruch verübt, wobei dem Betriebsführer M ü ck mehrere Einzüge, Stiefel, Lebensmittel usw. entwendet wurden. Am Freitag versuchten zwei Männer abermals erneu Einbruch in die Bureau räume, ivurden aber dabei von Muck überrascht. Es entspann sich ein erbitterter Kamps, bei dem einer der Räuber von dem Betriebsführer zu Boden geflchisagen und schwer verletzt wurde, dieser aber selbst durch einen Revolver schuß. den der zweite Bursche abseuerte, eine leichte Verwmidung erlitt. 'Der zweite Räuber öounte unter Zurücklassung der Waffe entweichen Der schiwetverletzte Einbrecher machte dem Kranken Haufe zugeführt werden.
** Lv u 0 o r f, 28. Jrüi. Phil ipv Fabel erhiell zu oem Eisernen Kreuz zweiter Klasse die Hessische Tapserkeitsmedaille.
e. 2 u e ck b o r n, 28. Jüli. Lehrer Knopper von hier wurde zum Unterofftzier befördert.
e. S te in b e r g, 28. Juli. Der Seminarist Gg. H a r n i s ch von hier, vor seinem ?lusrücken ins Feld' Zögling des Friedberger Lehrerseniinärs, starb nach schüverer Verwundung den Heldentod fürs Vaterland.
** Wi e se ck, 29. Juli. Dienstag den. 30. Juli 1918 .feiern die Eheleute Philipp Rh an imd FrMl das Fest der Silbernen .Hochzeit.
Kreis Lauterbach.
e. G r e b e n h a i n, 28. Juli. Lehrei' Friedrich C r a m e r wurde mit dem Eisernen .Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
e. Holzmühl, 28. Juli. Ter gegenwärtig an einem Offi- ziers-A usbildungsku rsus teilnehmende Lehrer Otto St oll von hier wurde zum Unterofftzier befördert.
Kreis Schotten.
B. Burkhards, 28. Jtüi. Nach fast dreijähriger russischer Kriegsgefangenschaft kehrte Wilhllm Bal ser . Sohn von Johannes Heinrich Balser, in die Heimat zurück.
Starkenburg und Rheinhessen.
e. Offenbach a. M., 28. Juli. Ter Volksschiullehrer Mann wurde zum Haupt mann der Res. ernannt.
^c. Aus Rheinhessen, 29. Juli. Die Reben stthen günstig und die Träulwn entwickeln sich sehr gut. Die Aussichten sind besser, als man vor kurzem angenommen hatte, zumal die Pilzkrankheiten keine Ausbreftung genommen haben
Hessen-Nassau.
X Gelnhanien. 28. Juli. Tie Polizeibehörde har sechs Personen ermittelt, die in der letzten Zeit umfangreiche Diebstähle von Kraut und Zwiebellr ausgeführt haben.
^ — Höchst a. M., 28. Juli. Tie Wassernot, unter der die
Ltadt scrt 10 Tagen litt, rst behoben. Seit Samstag ist der neu- erbohrte Bruümven im Betrieb, der so viel Wasser spendet, daß bei einer gewissen Sparsamkeit ein Mangel nicht wieder eiittreteir dürfte. Inzwischen sind zur Erweiterung des Wasserweries die Vorarbeften zur Erbohvung eines neuen großeir Tiefbrunnens ausgenommen worderl.
sc. Kaisel, 28. Juli Das fünf Jahre alte Töchtercheni eures un vrerten ^tock eines Hauses n»>hne!ü>eu Arbeiters, der rm Felde weilt, zog sich einen Stuhl ans Fenster, stieg darauf bekam das Uebergewicht und stürzte in die Tiefe aus einen spitzeir Eisenstab, der ihm den Hals durchbohrte. Der Tod ttat «if der Stelle ein.
=-- König stein . 29. Juli Die Stadtgemeinde Köaigstein blreb bei der Zwangsversteigerung des „Park-Hotels lmd .Kurgarten" mit 277 Ml Mark Bestbietellder — An der Hand archi- daliscker Studien hat Archtekt Karl Söhugen ein großes Modell der chenraligen Festung Künigstcin, sowie Modelle des einstiger Kaouzinerklosters und des alten Rathauses hergestellt Diese Schaustücke im Verein mit einer großen Anzahl Bildern von Köingstein sollen demnächst zu einer Ausstellung „Alt-Königstein" vereinigt werden, deren Grträgins der KriegSfürsörge zugewenddet wird.
ßocbjcbutMadyrichten
ir Marbu r g, 28. Juli. Zum Rektor der Universuät Mar- brüg wurde für das Amtsjahr 1918/19 der ordentliche Professor rer Chirurgie und Direktor der chirurgischen UnioersitätSklinik und Poll kl mtt. 6wn.-Oberarzt Geh. Med. Rat Dr med Friedrich König gewählt.
Letzte Nachrichten.
Dev neueste Uctidji dev Oeeveslertung.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 29. Juli. (Amtlich.)
W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz R u pp rech t. Teilangriffe, die der Engländer nördlich der Lys. nördlich der ^-earpe und in breiterer Front auf dem Nordufer der Aomnve Mrte. wurden abmmesen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
In den Kamvfabsckjnitten südlick der Aism ruhiger Vormittag. Am Nachmittage wurden nördlich von ViUemon- toirc Teilangriffe oes Feindes, denen heftiger Artillerie- tampf vorausging, im Gegenswß abgewiesen.
In der Nacht vom 26. zum 27. Juli haben wir enva zwischen Ourcg und Ardre unser vorderes Kampfgelände plangemäß geräumt und die Vertewigung in die Gegend Fere-en-Tardenois—Ville-en-Tardenois verlegt. Dem Gegner blieb unsere Bewegung verborgen. Am 27. lag noch das Feuer seiner Artillerie auf unseren alten Linien. Nackchulen verhinderten seine erst ani Nachmittag zögernd vorfühlenden Truppen an tampfloser Besitznahme des von uns abgegebenen Geländes. Gestern versuchte die feindliche Infanterie sich unter starkem Feuerschutz an unsere neuen Linien heranzuarbeiten. Schwache, im Vorgeländc belassene Abteilungen empfingen den Feind auf nahe Entfernung mit Gewehr- und Maschinengewehrfeuer und fügten ihm empfindliche Verluste zu. Auch die seit dem Tage vorher eing-erich- teten Artillerie- und Schlachitflieger saiiden in anmarschierenden Kolonnen und Panzerwagen des Feindes lohnende Ziele. Bor starken Angriffen des Gegners bei und südösttich von Fere-en-Tardenois wich unsere Vorfeldbesatzung nach Erledigung ihrer Aufgabe befehlsgemäß auf xtftt Linien zurück. Die mehrfach wiederholten Angriffe des Feindes führten zu heftigen Kämpfen, die mit Zurückwerfen des Gegners endeten. Hierbei haben sich unter Führung des Generals Pache- lin oft- und westpreußische Regimenter, die schon auf den Höhen nordwestlich von ChLteau-Thierry und seit Beginn der Schlacht fast täglich mehrfachen Ansturm französifther und ameritanischer Divisionen zum Scheitern brachten, auch gestern wi^er besonders hervorgetan.
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Leutnant Löwenhardt errang seinen 45. Luftsirg.
Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorfs.
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Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 28. Juli. (WTB. Amtlich.) Im Kanal wni> den 21000 Brutto-Register-Tonnen versenkv
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Der türkische Bericht.
Ko nsta n^trnopel, 28. Juli. (WTB. Nächtirmtlich.) Ta.ges- bericht vom 27. Juli. Palästinnfront: Im Küstenabschnitt schellen sich ÜRaschchengcwehr- und HairdaranatelMmpfe ab. Tagsüber lebhaftere Artillerietätigkert an^ verschiedenen Stellen der Front .bei lebhafter Fliegertällgteit. starke seinölrchp Jnjanterie- und Kavallerie-Erkundungsabteilungen wurd«r auf dem Ostjorcxrn- llfer von uns vercrieben. In der Nacht \mn 26. Juli griffen unsere Flugzeuge das feindliche Fliegerlager aus Jmbres an. Trotz heitigev Abwehr durch Flak- und t>Nasckftnengeivehre warfen sie aus niedrigster Höhe cirra 700 Kilogramm Sprengstoffe ab und beschossen das L^.ger mit dNas.chfl.neng.7i vehren. Es wurde rimvandsrei fest- gestellt, Laß mehrere Flug zeug schuppen, Wo hnba racken und Speicher duvck) mrsere Bomben getroffen und zerstört worden [mb. Unfare Flligzeuge Lehrten unversehrt zurück. In der letzten Nacht versuchten! einige fei'.^d l i che Flugzeuge Konstantinopel anzugreisen. Tünch unser Wwehrfeuer wurden sie vertrieben. Einige Bomben wurden^ ziellos in der Nähe der Stadt abgeworfen, ohne irgendwelchen Schadet! anzurichten. Sonst nichts Neues.
Das 5. Kriegsjahr.
Wien, 28. Juli. WTB. Nichtamtlich.) Tie „Nene ^rrifc Presse" bringt einen mit „Das 5. Kriegsjahr" überschciebe- nen Arti'kel des Generalobersten und Kommandaitten der 1 Arrie- ren-Leibgarde Frhr. v. Dankl, worin als Haupturiachen des großen' Völkerringrens Haß, Neid, Größenwahn ^und maßlose Herffchsucht der Feinde bezeichnet werden, deren Vernicbtungswllle unser Existenzwille entgegenstehe. Tie große Koalition ist berells gesprengt, Rußland, Rumänien, Serbien und Montenegro zerschlage, Italien zurückgeworfen. 'Aber im Westen tobt der Kampf weiter, und im Westen liegt die Entscheidung. Dort müssen alle Kräfte eingesetzt werden, urn den letzten Schlag zu führen.und dadurch den Weg zu Verhandlungen freizumachen. Bevor hier die Entscheidung nicht gefallen ist, 'können Friedensangebote, Verhandlungen uitb Konferenzen zu keinem Ziele führen. Der Endkamps im Westen ist nicht zweifelhaft.
Der Reickisfinanzhof.
Berlin, 29. Juli. Die „Kreuzztg." meLet: Im Finanzausschuß des bayerischen Landtages gab der Vorsitzende Hammerschmidt im Namen der Kammer der Freude darüber Ausdruck, daß der Reichs- finanzhof durch Beschluß des Bundesrats in München errichtet werden wird. Bayern und seine Hauptstadt würden alles daran setzen, dieser Reichsstelle eine würdige Stätte zu bereiten.
Amtlicher Teil.
Erzeuger-
Handels-
höchstvreis
Höchstpreis
2 — Mk.
3,— Mk.
3,— Mk
4.— Mk.
4,— Mk.
5,50 Mk.
6,— Mk.
8,— Mk.
8,— Mk.
11— Mk.
' Bekanntmachung.
Betr.: Fesffetzung von Erzeuger- und Handelshöcbstpreisen für Gurken.
,,Die gemeinsame Preiskommission für das Großherzogtum Hessen und den Regierungsbezirk Wiesbaden hat die El'zeuger« Höchstpreise und die .Handelshöch>stvreise für rohe Gurren festgesetzt wie folgt:
1 1. Sorte, nicht unter 4 em groß
2. 2. „ nicht unter 6 cm groß
3. 3. „ nicht unter 8 cm groß
4. 4. „ nicht unter 10 cm groß
5. 5. ,, über 15 cm groß 8,—Mk. 11,—
Vorstehende Preisfestsetzungen beziehen sich auf je 100 Stück erstAassige, handelsübliche Freilandgnrken. Sie tr-eten sosttt mit ihrer Veröffentlicksüng in Kraft.
Ueberichreitungen vorstehender Höchstpreise werden nach dem Reichsgesetz vom 4. August 1914 in der Fassung der Bekannt^ machung vom 17. Dezember 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 516) mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Ostldstrasc bis zu 10 000 Mark besttaft. Eine Ueberschreitung der Höchstpreise kann auch in uwzrrtressender Sortierung erblickt jr^erden. 5639O
Mainz, den 22. Juli 1918.
Hessische Landes-Gemüsestellc. Verwaltungsabteilung.
Ter Vorsitzeirde: Werner, Regierungsrat Wiesbaden, den 22. Juli 1918.
Bezirksstellc f. Gemüse u. Obst s. d. Regierungsbezirk Wiesbaden T r o e g e. Geh. Regierungsrat.
Betr.: Wie oben.
Dir Hrssischr Landes-Grmüsrftellc. Verwaltungsübteilung.
an die
Großh. Bürgermeiftercirn der Landgemrftldrn des Kreises.
Unter Hinweis auf obige Bekannlmachamg empseblcn wir Ihnen, diese in Ihren Gemeinden ortMblich bekannt zu machen Tie Ortspolizeibchörden sind anzuhallen, Zwviderlwndlungen gegen die Vorschriften über die Höchstpreise zur Anzeige zu bringen Mainz, den 22. Juli 1918.
Ter Vorsrtzeichc: Werner, RegrerungSvat.


