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zwingender Logll cmanbfi folgen. Iwan Iline wandert so,

ein Ahasver, auf endlosem Wege, bis die Katastrophe über s,',in' Familie und nnchlrcr über ilm selbst hereinbrrcht . . .,

** Stadttbeater Da ein fiir Svnnta g, Den 28. Juli

vorgeseb-nes @>aftu/id der Te-vriiseer ivegerr Einberufling^ ver­schiedenen- .Mitglieder diese» Truppe aus fallen muh, hat die Direk trän für diesen Tag das dellmnte liebenswürdige LustspielKom- t cf f »* 0>n rf er 1" uan Schön thmr und >lvppel Ell eld anaeietzt. «xst Änffühnmg hat besou>nos Interesse txitnmfy, daß das Perso- i-al des ^Zad-Na»heilner Ktrr1l>eaters zur Zeit in Fräulein Emmh Abendroth vom OmdNl-ealei Elberfeld eine vorzügllllze Vertreterin, der Titel rolle besitzt. Tiefe Vorstellung findet bei ermäßigten Preisen statt

Gießener W a l d b ü h n e. Für Samstag den 2 7. Juli ist als zweite diesjährige Vorstellung der Waldbühne eine Aufführung von Goethes SchüßwspielLaune des Ver­liebte n" und Blumentl>alsT e r s chl e ch t e R u f" vorgesehen, die unter dem GesamttitelR o lo ko" gegeben werden sollen Tie Heiden Eimrkter, die wiederum vo,n Personal des Großb. Km-' ldcaters Bad-Ncml)cim unter der künstlerischen Leitung des H rrn garl Bolck ausgeführt werden, dürften besorrdere Anzrehungs Jaft linsiiben, da sie wie geschaffen zur Aufführung im Freien :t>. Räh^res siehe Anzeige.

** Tie Kartoffel Versorgung im neuen Wirtsaialls- tichv Für die .üarwfstlversorgu:ng hat der Staatssekretär des KrieesernöhrrmgsaTNts die Vorschriften des vorigen Jahves nrit verftl/ietaen Aendermrgcn in Kraft gesetzt. Tie ReichSlartoffel- ÜeNe kann, heißt es jetzt, die Lieferung einem Ueberschlus^verba>ü> c^der eiirer Vernrittlungssielle Übertrager!. Tie Reich: karroffelstelle aber die von ihr beauftvagten Stellen bestimmen das Nähere. Tfe Bedarf sverdände sind verpi lichtet, die zu gewiesenen Kartoffel- inen gen am Verladeort abzunehinen. Tie Beamten der Polizei find befugt, in Räume emtuftvtat, in denen Kartoffel gelagert, seil gehalten oder verarbeitet, oder vernrnter werden, sowie in Raume, in denen Vieh gehalten oder gefüttert rvird. 'Tosselbe gilt für Personen, die von der Mnchskartoffelsteile, den Vermitt- luna^stelbm. den Kvmmunalverbänden oder der Polizeibehörde be­auftrag sind. Ter .üÄmmunalverband kann vorschriftswidrig be- hirrdi'tte Kattoffelu ohne Enttchädiguug zugunsten des Kommunal- Verbandes für verfalle erlläven.

** Tie neue Seifenkarte. Die Seifenkartz' ist bo- lannklich tn neuer Form porge schrieben. Es sind aber ^noch inrnier ^eiiei^rten im llmlairs. die den Vorschriften nicht enttpvechen. Ter HanDelsmllrisiier b.rt deshalb die Ortsbechördeu mm neuem darauf Hinweisen lassen, bafe die neuen Karten nach Form urrb> Inhalt genau mit dem Mrrster übereinstimnvn müssen hieran näcd auch durch die Bestimmung nichts geändert, wonach bis ans -alleres die Wschnitte für Seifenpnlver nur zur Abgabe der Hälfte der perzcichaeten Itagen berechtigen. Tie 5>erstellimg der Gut­scheine für die Händler liegt diesen ob. Tie Ortslxchördcn körmen aiier deren Herstellung übernchrnen.

** Pferdeabgabe bei der Demobilmachung, lieber den Verkam von überzähligen Pferden bei der Demobil­machung bat das stellvertretende Generalkommando Bestimmungen ausgearbeitet. zu. denen die Handelskammer Mainz sich gutachtlich käuf. rt hat. Insbesondere hat die Kvmmer empfohlen, das; die ^assungsbeschnnigungen in städtischen Bezirken von den Han­delskammern beziehungsweise einer von diesen ein zusetzende n Fach- l-iertvetung ausgestellt werden und daß in erster Linie der Bedarf der bei der Mobilmachung durch die Pferbeabgabe Geschädigten ifbeA wird, ferner daß durch geeignete Kreditgewährung auch die nicht über Barmittel Verfügenden zur Errverlmng von Pferden i» lnr Lage gesetzt rverden.

** Neue T -Züge Berlin Kassel Trier. Re»e Schnellzüge können letzt infolge der verli-älluismästig günstigen Rettiebslagc der Eisenbahnen fast täglich eingelegt werden, selbst ,'ui wette Strecken. So wird schon am 25. Züli wieder eine bo- onders güte durchgehende Verbindung zwischen Berlin und Trier »-bei Magdeburg. KassÄ. Gießen und Koblenz eingerichtet. Ins- Wrnifoerv erhält Koblenz eine besonders gute Verbindung nrit dev Ütüettshauptstvdt Äon Trier geht jetzt ein Nacht-Schnellzug abends fi.Sn, btt in Koblenz 8.51 und in Gieren 11 23 eintrifft. Dieser D-^g wird vom 25. <m bis .Berlin durchgeführl. Er geht von besten 11.39, von Kassel 2.20 und ist in Berlin, Friedrich' ftzrast-, 9.50 vormittags. In umgekehrter. Richtung rvird ein vott- 'fllllnger T>Zug von Berlin bis Trier eingelegt. Er geht von der F-.-w ftchstraste 7.00, von Kassel 2.42, von Gießen 5.36, von Kob- lenz 8 10 und ist in Trier 10.37. Der N-acht-Schnellzug von Berlin, üMilchstraße, 9.31 über Potsdam, Dcagdeburg und Kassel nach Straßburg, trifft in Gießen ^ 03 vormlltags ein. Zum Anschluß h von Gießen ein D-Zug 8 12 nach Trier, an .1.30. Dieser Zug wllt weg. Ter Ansftilrrst wiiB aber durch eine Triebwagcnfahrt ersetzt.

** Die Tage werden kürzer. Nachxnn wir eben der langen Sommertage froh geworden sind, müssen wir uns schon wieder mit der betrübenden Tatsache abfinden, daß die Tage wenn auch glü<klicherweise kaum merklich kürzer werden. Denn nwhrend die Sonne nach ..aller Sommerzeit" am 1. Juli 3 Uhr 15 Min aufgintz und 8 Uhr 15 Min. wieder verschwand, läßt sie sich am 31. Juli erst um 4 Uhr 25 Miu. blicken und entzieht sich bereits um 7 Uhr 47 Min. unserem Gesichtskreis. Tie Tageslänge betrögt demnach am 1. d. M. 16 Stunden 24 Minuten, am 31. d. M. aber mir 15 Stunden 22 Minuten.

Landkreis Gieheri.

** Großen-Buseck, 23. Juli Baiser Dort von hier erhielt das Gi'erne Kreuz. Die Hessische Tapferkeitsmedaille ist schon seit längerer Zell in feinem Besitz.

** Langd, 25. Juli. Dem Vize-Feldwebel Rudolf Nagel wutde das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen.

>ch Treis, 23. Irüi. 'Ein bedanerlicher Unfall ereignete sich heilte mittag. Ein 13jähriger Junge machte sich mit einem Hammer an einem französische Zünder zu schiffen. Der Zünder kam dabei zur Enplosion, und der Junge erhielt^sehr schwere Ver­letzungen an der linken Hand und hem rechten Schienbein, so daß er in die Giestener Klinik verbracht lverden mußte. Ein Onkel des ^Jungen hatte den Zünder gelegentlich eines Urlaubs mll- g-bnocht

Kreis Schatten.

e Eichel-dort, 23. Juli. Berells seit längerer Zeit hat das in hiesiger Gemeinde gelegene große Sägewerk von Gebr. H,mmelSbach, Freiburc, i. Br., seinen Betrieb vollständig eingestellt, während das erst seit einigen Jahren unmittelbar am Bahnhof zu Nidda angelegte Werk der gleichen Firn« an Raum und Ausdehnung, sowll an Zahl der Arbeiter immer mehr zu^ nimmt Als Grun^ der Stillegung der hiesigen Holzschncideirv wird ein Maschinen defekt genannt, der während des Krieges nuv fel>r schwer sich beheben lasse. Auf jeden Fall wäre es im finan­ziellen und wirtsckwftlichen Interesse unserer Gemeinde sehr zu bedauern, wenn die hiesige ^Zweigniederlassung ganz aufgehoben! und nach Nidda verlegt werden sollte, zumal ein großer Teil der orbmmdvntben Bevölkerung von hier und der Umgegend in dem S-geioerk stets lohnende Beschäftigung fand.

Kreis Friedberg.

" Bad-Nauheim. 23. Juli. Dis vierte Sinfoniefvnz<'rt be> NUrkavolle finde: Donnerstag, den 25. Juli im Kvnzertiwnsl Vortragsordnung bringt als Havpkw'rk die F-Tur- v 'ftonw vir. 3 des großen deutschn Meisters Iol>annes 'Iftohms:

"old'u^tks lvonzertouvertureIm Frühling", sowie die beliebte TonvlästungMoldau" von Smetana.

Starkcnburg und Nheinhessen.

M D Mainz, 23. Juli. Am Abend des 21. Juni ivurde vii der ^traije nach Hcch.sheim eine Fran tto \ dort von einem S üd.lten an gefallen. Als die Frau dem Soldaten nicht zu Willen war. v>i n ein Messer und versetzte der Frau niech-.-re Messerstich, die dlücklchernege leichter Natur waren. Tie Sache kam zur Anzeige, doä' mnte oer Soldat nich tnmittelt werden. Am ver- bns.men Sv! tag kam tm- Verletzte nach ihrer Genesung da? rrftrmajL ^ lnerher. Auf her Großen Bleich begegnete sie r oou ''. ! : dem sie so ort denjenigen wieder erkannle, der

i amlls uper al'c t >m) v.'rl.tz! I>a tc. Sie mrfo'gte hc.t Sol jäten und heu ihn durch einen Schutzmann sestnehmen. Die ,felbgcndarii«rie wurde verständigt, die den Festgenonnnenen ins

Militärarresthcms Lderftthrve De» Verhaftete soll ein schwere

Junge sein, der noch andere Straftaten mif dem Kerbholz hat.

M. T. Mainz, 23 Juli. Die Abgabe der beschlagnahmten Türklinken und Fenstergriife macht sich ein Schwindler zunutze. Angeblich im Aufträge der Nietallmobilmachungsstelle oer füllst er in hiesigen Häusern, die Türklinken imd Fenstergriffe cinzu sammeln. In eiiunn Falle ist ihm der Schwindel gelungen.

Kreis Wetzlar.

--Wetzlar, 23. Juli. Im hohen Alter von 78 Jahren erlag hier den Folgen einer Lungeiientzündung Generalleutnant z. D. Walter von B e c z w a r z o w s k Y. Der Verstorbene, der 1840 vn Düsseldorf geboren war, gehörte einer altpreußffchen Offiziers- familie an, deren Glieder sich an allen Kämpfen Prenßerr-Deutsch- lands ruhmvoll beteiligt haben. Er selbst nahm an den Feldzügen 1866 und 1870/71 teil. Von 18901893 stihrte er als Oberst das Infanterie-Regiment Nr. 40 in Köln. Dann übernahm er dah Kommmrdo der 37. Infanterie-Brigade in Oldenburg. In dieser Stellung war von Beczwarzowsky der unmittelbare Vor­gesetzte H i n de n b u r g s, der damals Oberst des 91. Infan­terie-Regiments in Oldenburg war. Generalfeldmarschall von Hin- denburg hat seinem einstigen Briadgekommandeur bis an den Tod ein treues Andenken benmhrt und ihm in den letzten Leb^nstagen herzlich Grüße und Wünsch' gffandt. Bei der gestrigen Besetzung auf dem hiesigerr Friedhöfe ennäHute der Gastlich ein Wott 5?rnden-' burgs, das so recht den Dank des Marschalls an den Vcwewigten ansdrückte. Gs l<mtet:Ohne Oldenburg lein Tannenberg!" In dem B eil ei dste legvam m, das der Feldmarsck.all den Hinterbliebenen übei'sandte. heißt es:Tiefbewegt sende ich Ihnen den Ausdruck Innigster Teilnahme. Ein edler Mmm imi> hervorragender Soldat ist mit dem teuren Entschlafenen von uns gegarrgen. Ich werde meinem einstigen, hochverehrten Vorgesetzten stets ein dmikbares treues Andenken bemal)ren. Er vuhe sanft in Gottes Frieden.

Feldmarschall von Hindenburg."

Wißmar, 23. Juli. Der .64jährige Landwirt Georg M'ühlig hat sich mit seiner Ehefrau, die seit längerer Zeit Spuren von Geistesgestörtheit zeigte auf seinem Kornboden er- b äugt. In einem zurückgelaffenen Briese zeigte der Vater seinem Kindern, 12 an der Zahl, an. daß er die Sorgen und Lasten, die ihm das Leben aufgebürdet habe, nicht mehr länger tragen könne.

ra. Aus dem Kreise Wetzlar. 23. Juli. Der gewaltige Vorteil der .Lusammenleguug" hak sich in diesem Jahre wieder veäst deutlich gezeigt. J'i den zusammvugelegten Gem-arkungev 'Konnte bei günstigem Wetter die Henernte glatt durchgesührtl n^ichen. In den andern (Gemeinden dagegen, wo jeder Grundbeifttzer Rücksicht auf den Nachbar nehmen muß. hat sich die Heuerntcj wieder sehr in die Länge gezogen und fällt vielfach mit der Ge­treideernte zusamnten. Die Zusammenlegung wurde vor dem Kriege von den maßgebenden Stellen mit Nachdruck betrieben, schellerte aber nur zu oft am SBiocvftanbe der Gemeinden Im Kreise Wetzlar ist sie berrlls in großem Maßstabe d-,rrchgefül7rt, andere Kreise haben dagegen mich gar keinen Anfang gemacht.

Hesskn-Nassau.

= Bad Homburg v. d. H., 23. Juli. Eine vierköpfige DiebeÄxmde aus dem Stadtteil Kirdorf, die schon seit langem im Kreise llsingeu durch venvegene Viehdiebstähle von sich reden machte, wurde bei Wehrheim von der Usinger 0>cnd«rrmerie überrascht und verhaftet. Es lumdelt sich um zivei Famüienvcller und deren 15 bezw. 13 Jahve alte Söhna Tie Bcmde hatte, als sie überrascht ntzirde, gerade in Westerfeld eine Kuh und ein Kalb gestohlen und hatte das letztere bereits abgeschlallstel.

K. P. Frankfurt a. M., 23. Juli. Auf behördliche Ver­anlassung wurde vor dem Hanptvortäl vonGrost-Frankfurt" durch Ausfuhren eine? starken, drei Meter hohen Zwischenwand zwischen den mächtigen Säulen im $>m*CTngmtg ein Unterstand gegen Fliegergefahr geschaffen, der in der Mche des Eschenheimer Turms befindlichen Personen Schutz gewahrt.

mr. Frankfurt a .M., 33. Juli. In der heutigen Stadt- verardn wenversammlung kam es zu einer längeren Debatte über die Kleinnrohnungsnrst. Bekanntlich hatte der Magistrat 110000 Mark für die Hersteklling von Kleinwohnungen in augenblicklich leerstehenden städtischen Gebäuden beanttaat. Stadttat Tr. Land­mann wies darauf hin. daß man in Frmrkmrt im Gegensatz zu den meisten derttschen Städten von einer Kleinwnhnungsno i nicht sprechen könne, nach der R.ühswohnungszählung seim im Mai in Frankfurt über 1200 Kleinwohnungen zu haben gewesen. Biel begehrter seien größer,- Wohnungen: GllchäftÄvkale seren im Uebrrfkuß twrhcrnden Ter Magistrut habe alle Bvrberellmraen getroffen, um einer Wohnungsnot vorzubeugen: es handele sich um Bettäge von ^nelweren Millionen Mark, deren Bewilligimg aber noch Zeit habe, da augenblicklich der Mattwial- und Arbeller- mangel jede größere Masmahme unmöglich mache. Bon seiten des Generalkommandos sei für den Korpsbezirk des 18. Armeekorvs eine Maßnahme in Vorbereitung, daß in solchen Städten, wo eine drückende Wohnungsnot bestehe, zur Zwmugsreguisition der größeren Wohnungen, die von ihren V'sitzern nicht voll ans- ^cnützt werden, geschritten werden könne. Dem Bau von Hallen im Osthafen stimmte die Versammllmg zu, außerdem wurde der Ankauf der Fremdeuvenfton Teichmühle bei Köppern im Taunus und die Erpachtnng der Cöarniersck^n Liegenschasteu in Friedriä^- dorf zur Entlasttmg der Ner r»e! i tan stal ten in Köppern genehmigr.

-- H ö ch st a. M., 23. Juli. Zum erstemnal seit Bestehen der Städiwrduung^ 1891, tritt hier der Fall ein. daß auf Antrag eurer Anzalst Stadtverordneten eine dring eiche Stadtverordneten­versammlung ernberusen närd. Tie Versammlung tagt am Donners­tag mch wird sich ausschließlich mit der Wasserversorgung der Stadt beschäftigen.

«= Frankfurt a. M, 23. Juli. Zu Tcfanrn für das Studienjahr 1918/19 wurden an der Universllat gewählt: von der rechtSwissensckalllichen Fakultät Prof. Pagenstecher, von der medizinischen Fakultät Pwf. Goeppert, von der philo saPhilllZem Fäkultät Geheimrnt Prof. Panzer, von der nälur- wissenschaftllchen Fakulrät (beheimnat Prof. Freund, von der wirtschofts- und sozialwissenschafttichen Fafflltät Prof. Schmidt.

Lingesanvt.

^Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artlkcl übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Postschrckverkchr.

Gießen, den 23 Juni 1918.

Vor einigen Tagen stand in derFranks. Ztg." eine Notiz über die Verbreitung des Postscheckkontos im'zirk Frankfurt a. M. Tirhei schnitt Gießen recht gitt ab. es wurde sogar lobend erwähnt lund ihm eineausfallend hobt' Anzahl von Koillen" bescheinigt. Wer im Poftscheckverkehr als Rechnungszahler steht, kann das doch mu bedingungsweise unterschreiben. Immer wiedtn erhält er Rech­nungen von Firmen, die dem Verkehr nicht an geschlossen sind. Mit diesem vorsintflutlichen Zustand müßte endlich aulgeräumt, dem auch hier waltenden Gesetz der Trägheit erbarmungslos der üftieg erklärt lverden. Der Hinweis daraus, daß man ja ein Bank- Üdnw habe, zieht nicht. Dan BarrkverVehr in allen Ehren, uber seit der Postscheck verkehr für die Kontoinhaber kostenlos geivorden ist Ntts immer noch zu wenig beachtet wird, i'l er dem Bank­verkehr unbedingt vvrzuziehen Die Rechnungsäussteller werden es sehr bald merken, wie viel rascher ihre Forderungen beglichen werden, wimn sie ein Postscheckkonto haben.

F-rcilillz, ein idealer Zustand würde erst erreickft tverden, wenn sich auch die Nechinmgsenrpsänger. Professoveu. W-nmte. Offtziere, ausnahmslos dem Postßchvweröehr ansMiesten würden Auch für sie sind die Vorteile hrndgreiflill)«. Was für eine Ersparnis an Zell. Slmft, Bedienung, bringt allein ber Wegfall des Postsllplters mit sich! Alles, aber- auch alles,. also auch die RochmmaS^ahlung in der Stadl kann vor lttzmttoinhaber vom grillten Tisch auS leiten mid zahlt dafür nichts, alS den Zinseuverlnsl an der be- sllieidenen Summe, dieser dauernd auf seinem Konto als Guthaben zu halten Int Diese Summe kommt im gan* Jahr noch mriit dem Turtl.'clmittsbeilvaa für einen unserer unzädligen vereine, gleillz Ter oft gehörte Einwand, daß der ^Zeamtt chrrrs»s,ämittl,ch keine Euuuchm^m für fern älvnw zu cavarten Hape, ist ohne t^Ktvvcht

Tie Hauptsache ist., daß er als i hl mber etteichtett rmrb ES ist

sicherlich nurr Bequemlichll-ll, und zun, vh)lisch smvvhl wie gei'N^e.

die so manchen unter uns noch abhält, sich dem Verkehr anzu- schließen. Möchten diese Zeilen dun, ltzanoel schaffen, und die Zeit nicht mehr fern fein, wo in i am 1000 äinroohoev

nicht nieh wie jetzt dieaußalleno h-,i, ' Ziffer om 12 Konto­inhabern kommt, sondern das Doppelt und Dreifache

vermiichtes.

Ein Raubanfall auf einen Güterzug.

* Oberhausen. 23. Juli Honte nacht wurde ein aui der Fahrt von Duisburg nach Ober hausen befindlicher Gü­te r z u g von bewaffneten Rändern überfallen die mit vorgehaltencm Revolver das Bahnpersonsl zwangen, die Aus­räubung ihrer Wagen zuzulassen. Eine vvn der Station Oberhansen abgegangene Hilssmasrlßne, die mit Bahnbeamten besetzt war. ge- tagte am Ort der Tal ein, als die Eäitber noch mit der Forv- schaffung der Säcke beschäftigt waren Es gelang den Bahnbeamten von den gestohlenen Säcken neun zurückzuholen. Die Bande konnte bisher nicht ermittelt werden.

*

* Frankfurt a O. durch eine Windhose ver'-

wüstet. Am Sonrllag zog bei schwerem Gewitter eine Windhose über die Stabt. Sie richtete furchtbare B<'rheerimgen an. Unge- teuerer Schaden an Häusern, Garten- und Parkanlagen, Tele Phon- und Telegraphenleitungen wurde verursacht. Gänzlich zerstört wurde der alte städtische Konzert garten. Tie Baumalleen liegen nieder­gemäht. VKle Lacher sind abgedeckt. Die Fentterscheiben sind in Trümmer gegangen. Die Straßen sind derattig von eingestürzten Mmiern, Schutt und Steinen bedeckt, daß der Verkehr vollständig stockt. Feuerwehr und Militär haben alle Hände voll zu tun, um Ordnung zu schaffen. _ ^ ,

Ein Vorfahr des Liegers von Noyon. Grat Mirabeou, der in den ersteir Tagen der ftanzösischen Revolution eine so große Rolle spiette, kam im Jahre 1773 zum ersten Male nach Berlin. Hier lernte er in der ftanzösrschen Kolonie einen sungen Ulwmacher, Namens Hutier kennen, welcher in dem Geschäfte einer Witwe Tumvulin besllKftigt war. Ter anstellige junge Manr gefiel Mirabeau derartig, daß er ihn zu seinem Sekretär mochte unk ihn mir nach Paris nahm. Dott starb Mrvaboau in den ersten Jahren der Revolution. Hutter aber kam nach lmrger als Nvanzrg Jahren nach Berlin zurück, doch unter ganz besonderen Berhält- nisjen. Noch der Schlacht von Jena wurde Pierre Augustin Graf von Hutter, der ehemalige Uhrmachergehllfe, der es bis zum Generalads utrrnten des Kaisers Navoleon gebracht hatte, Generab- gouverneur von Berlin, wo seine Eltern und Brüder noch lebten. Einer derselben ist der Vorfaljr unseres Generals von Hutier, ba Siegers von Noyon. geworden.

Meteoro!ogi|che veobachtungen der Station Liebe«.

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Höchste Temperatur am 23. bi» 24. Juli 1913 = -f- C. 18,6* Niedrigste . 1918 = + C. 16,9*

Riederschlag 17,5 mm.

kehre Nachrichten.

Kaiser Karl und König Ferdinand von Rumänien.

Wien, 23. Juli. sWTB. Nichtamtlich Wiener Eorr.-Bur. Wie aus dem Haag gemeldet nrijb, veröffentlicht die in Neupork erscheinendeEvening Postt' den Text eines angeblich an König Ferdinand von Rumänien gerichteten Privat­briefes Kaiser Kprls, der in der zweiten HÄlle des Fe brnar abqesandt sein, und die Haltung Rummuens in der Friedens trage entscheideill» beeinflußt haben soll. Wie das Blatt meldet, sek der Brief dem Bcrtteter der Associated Preß in Jassy durch einen Verttauensmißbranch bekannt geworden. In diesem Briefe hchte Kaiser Karl Staig Ferdinand mir herzlichen Wotten auf die großen Gefahren aufmerksam gemallü, die aus der über Osten herein- brechenden sozialistischen Gelle für alle monarchischer» Staatswcsen hervorgehe. Kaiser Karl habe darin die Gefahren ge schildert, die bei der Ausbreitung des Bolsä>ewismus über die ruffi­sche Grenze für Oesterreich -Ungarn entstünden und die in gleicher Weise das rumänisllje Königshmrs bedrohen würden Deshalb sei Kaiser Karl in seinem Briefe dcmll eingetreten, daß der rumänische König sich mit ihm und anderen Monarchen Europas zum Kampfe gegen di^Anarchie vereinige. sAuch hal>e der Kaiser versprochen, daß, falls König Ferdinand die AUllcrtcu verlasse. Oesterreich Ungarn mrd Deutschland ihn in der Wahrung seines Thrones unterstützen würden. Kaiser Karl habe in dem Briefe dargelegt, daß Rumänien von den Alliierten verlassen sei und habe auf dessen hilflose Lage gegenüber den mächtigerr zenttalert Kaiferreilljen hingewiesen. Seinen Brief habe der Kaiser mit folgenden Worten geschlossen? Ties ist eine Zeit, in der die Könige zusammeristehen müssen.^ Die vorstehenden Mittellungen über den .angeblichen und wie hier gleilli festgestellt sei. m Wirkliäckell nicht existierenden Privat-- briet des Kaisers und Königs an König Fttdinand von ^stumänianl ist vielfach unrichtig. Ter Saä e galt fvlgen-der: Eurem im Einvernehmen mit den Verbündeten gestellten Antrag des Adinisters des Aeußern (Grasen Czsrnin enttvi^i^nd. hat Seine k. u. k. apostolische Maiestär im Februar d. I. tamb euren öster­reichisch d garischen Stabsoffizier dem Körrig von tliumänieu cuff mündlichem Wege eine Mitteilung zugehen tasten. Zu jener Zeit hatten die Mächte des Vierbundes bereits ihren Waffen­stillstand mit Rumänien abgeschlossen, der Friedensvertrag mit ter lkkvainr stand lli jenem ^ieupu^llt i:i seiuen Goundzügerl fest urrd dre FriedenSverhandlmtgen nrit Rußland befanden sich in vollem Gange Ter entsandte Offizier errtledigte sich seines 'luftvages dadurch daß er die für König Ferdimrnd lxfftllnmte Wilteiluna Seiner f. u k. apvshvlllllim Aichesttt, eurem, das versönlicke Ver­trauen des Königs von Rrvnänien genieß«r.den rumänischen Offizier tzur Wellerl ei tturg Mckarrirtgab. Diese in znnn llcnterreduugen g-o rrrallOcn mündlickien Mttrllun-en, arrs dnren die Jnfornratiorvat KM .VForresponderiten der Associated Preß in Jassy einen Brief des, Kaisers und Königs au König Ferdiumrd llnrscruien ftrben. hatten folgenden Inhalt: Falk der >taig vvn Rumänien slltH zwecks Erlangung eines Frizens au die Mächte des Vier» brnrdes irrenden rvürde. so hätte er keinerr Refus zu fürchten. £*c mm seinem Lande wen äugten Friedensbcdinituiigen würde» ehrenvoll sein Runränien forme, ohne eine Verpsiicknmg zrnn Eirttritt in den Kampf gegen seine bt-rz«ittgen Alliierten zu übernehmen, eine Vereinbarnrrg mit den Vierbrmdmächten zu dem Zweck treffen, gemeinsam! mit ihnen die Gefahreiner inter­nationalen Revolution und A n a r ch i e zu bekämpfen. Aus eurer solchen <w,nttuelleu Abmackun.g körrne ietod> den Mächtar des VierbnudeS nicht die Verpflichtung erwachsen, Rrunänim in seinem Kampf gegen Rußland Wafftnbilse zu leisten, da der Bierlnrnd sich mll der Sorchetrepriblik nicht mehr irn Kricitszu- stande beffickv- Was' Frage des terriiori^ll^'N Besitzstand-.^ Rumäniens aulxgange so bemorfte der errtsandte österreiänsch imgarischc Offizier, t- in diesem Stadimn bn-riilvr keine Zusage «geinaclt iverden kömre. daß diese Frage vielmehr, ebenfo nne alle späteren Details den Derhandllmgeu der Brwollmächtrgten vyr- bebaltcn seien. Da der dem österreichrßlp-ungarischen Ossrzrer er- leiltc Anftrag nach ätzeiter-ralv dreier Bdtteilnirgen ettedigi nmr. erklärte dieser lüerrnit seine Mission als beendet Wie bekam«, bat die eumärttsche R^ncrung ffrn-tz «>rvmls den Vii'ttMmvrmöchten ilwen Wurrsch nalli Eullemurg der ttxiedenBdevlpmtchom» beLaoot geben lchjeil.