Nr. M LmlLes Blatt
Gletzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Samstag, 26 . )uu 19(8
Sitzung öcr Stn^tvevordneten.
-m. Gießen, 20. Juli 1918.
Im Stadthmrse gestz-rn mittag eure Sitzung der Stadt- vervrtmekm süatt, in brr bte Beigeordneten Elmmel: us intt) jft 11 n i i c n, t'oirte die Siaöto’orocbaidicn Ebel, Fa be c. I a,: n, Krumm, Löber, Orbig,Plank, Schassstaedt, Srmon, Wtmmcnaucr, Win», Urstadt und Vetters anwesend Daren
Cberbürgrrmeister Keller eröffnet die Sitzmrg. Au UrknndS perforum werden die Stadtverordneten Löber und Plank gepfählt.
Geh. Kommerzirnrat Tr. h. c. Gail und Geh. Kommerzienrat Heichelheim haben eine größere Anzahl Nuliebänke für den! Stadtwatd gefristet. Oberbürgermeister Keller gibt hiervon Zdernlt- *tt* und spricht den Tank der Stadt aus. . . _
Beigeordneter Kren z ien hat auf die Beschwerden m frühe- «» Sitzungen über die L a h n f i s che r e i und die Brennholz- Preise Erkundigungen eingezogen und kann nun u. a. folgendes Mitteilen: Tie Lahnsischerei, die städtischerieits an einen Unternehmer ab^geben ist, der bestimmten Tagclpch: und Fanggcld erhält, hat keine großen Ergebnisse auszrttveisen. Im Jahre 1918 Warta insgesamt 127 1 Pfund fische dem Fluß entrwmmen, eine Gewichts men ge, die bei der Größe der Stadt rmd der großen^ Zahl der zu VcN'orgrndcn sehr gering ist. Eine Rationierung erscheint daher nicket angebracht. Tie Verteilung erfolgt der Reihe nach an Hand einer Teilnehmerliste. Bezüglich der B r e n n h o l z - preise l-aben die Nachfragen in d<m vier anderen großen bessr- schen Städte ergeben, daß dort die Preise wesentlich höher sind, daß also eine Klage über das teure Gießener Holz Vicht berechtigt erscheint.
Stadw. Vetters hält seine früheren Behauptungen in bezug auf die günstigen Verhältnisse in Gießen, die doch hier ausschlaggebend sein müßten, aufrecht imb bemängelt hauptsächlich Den nassen, frischen Zustarw des zum Verkauf gelangenden Holzes. Zu Punkt 2 der Tagesordnung, „Errichtung eines
die weitere Vertagung bis zum 1. April 1919
Hinsichtlich der Festsetzung der Preise für Grabstätten und der Vergütung für Uebernahme der gärtnerischen Unterhaltung von Grabstätten (Punkt 3) wird der beantragte Zuschlag bis 30 Prozent genehmigt.
Die Versicherung der auf dem Lande untergebrachten Schulkinder (Punkt 4), die im Anschluß an ein Vorkommnis im vorigen Jahre angebracht erschien, behandelt Tr Seid in längerer Ausführung. Ta aber die Stadt rechtlich fürs Schaden, verursacht durch auf dem Lande untergebrachle Schiul- kiuoer aus der Stadt, nicht haftbar gemacht werden kann, haben, auch die V e r s i ch e run gs g e s e l l s ch a s ten eine Versicherung abgelehnt.
Stadw. Vetters fragt an, ob die bedürftigen Schulkinder dieses Jahr nicht in Ferienkolonien untergebracht loürden.
Oberbürgermeister Keller teilt mit, daß dieS im Jahre 1918 sich kaum ermöglichen lasse, zumal ja auch die allgemeine Untcr- fcrmcimg der Kinder aus dem Laiide vor sich gehe.
DieRechnungderArmenkassefür1915 (Punkt 5) mit 136 461 Mk. Hstmahmen und 128 961 Mk. Ausgaben — Rest 7500 Mk. wird genehmigt.
Htaso finden die Rechnungen der Gtadtkasse und der Rasse de - Stadterwetternngsfonds für 1914, führt die Stadw. Scha f f staedt berichtet, die Billigung der Sradwrrvrdiirten. Oberbürgerrueister Keller spricht dem Fi- vonzuusschuß Tarrk für seine Mühewaltung aus.
Punkt 7 der Tagesordnung bringt eine Stiftung zur Annahme. Geheimer Llvmmerzienrat Tr. h. c. Gail und die Hiesige Gewerbebank haben eine Stiftung in Höhe von 7500, &J ? jar[ für Kriegerwaisen und Halbwaisen gemacht. Bei einer etnxn^en Auslösung des Ortsgewerbevrreins geht die Verwalt tung der Stiftung an die Stadt Gießen über.
lieber die Kriegsteuerungsbeihilsen fürdieBe- amten. Lehrer, Bediensteten und Arbeiter (Punkt 8), desgleichen für in den Ruhestand versetzte Beamte sowie versorgungsberechtigte Hinberblie- bene von solchen berichtete ausführlich Oberbürgermeister Keller. Nar^em der Staat, noch dessen Beispiel die bisherigen Teuerungsbeihilfen geformt waren, zu einer Errweiterung gegriffen! bat, sind die Städte gefolgt. Auch die Stadt Gießen schÜeßt sich dem Vorgehen an. Hierbei drehte es sich um die Frage, in welcher Form die Teuerungsbeihilfen gegeben »oerden sollen, ob nach dem st a a t l i ch e n Bild (8 00 — 1000 M k. nebst Ki'nderzu- l a g e), oder nach dem städtischen (900 — 1100 M k. nebst 200 Mk. Kinderzulage). Aus Anfrage bei den Beamten und Lehrern haben sich dieselben mit Ausnahme von 8 Lehrern dev städtischen höheren Mädchenschule für die Regelung nach dem städtischen Vorbild entschieden. Die Teuerungsbeihilfev sollen daher in diesem Sinne gewährt Werders Die Arbeiter sollen in demselben prozentualen Verhältnis aus gebessert wer de n wie die unterste Gruppe der Beamten. An Aufwarcd sind für die Zulage erforderlich: Für die Beamten, Lehrer usw. 254 020 Mk^, für die Arbeiter 92 616 Mk., für rn den Ruhestand versetzte Beamte sowie versorgungsberechtigte Hinterbliebene von solchen il3 000 Mk.- insgesamt 359 636 Mk.
Stadw. Krumm fragt bezüglich der Mahnt für Pensw>
9iäzz an.
Oberbürgermeister Keller weist auf die bisherige staatliche Regelung dieser Frage hin, will aber dem Fincnczausschuß die Angelegenheit nochmals unterbreiten. '
Stadw. Vetters hält die Zulage für verkehrt gestaffelt. Ter viel habe, müsse weniger bekommen wie derjenige, der ein geringes (Ankommen erhalte.
Stadw. Urstadt gibt der Bersicherirng Ansdruck, daß die Beamten und Arbeiter der Stadt für die schnelle Regetmrg der Vorlage und das Entgegenkommen dankbar seien. Gleichzeitig weist er auf einen Weg hin,' Ersparnisse zu machen, indem man nämlich die Anstellung auf Widerruf abschaffen könne. Hierdurch fielen die erheblichen Versicherungsbeiträge weg.
Vohltötigkeitskonzert zum besten der Qfnterblcebenen gefallener Mr.
Gießen, 20. Juli 1918.
An Wohltätigkeitsbonzert in Form eines Orchesterabends trn L-tadUhvater zu veranstalten, war ein recht glücklicher Gedanke, otx geijern abend ins Leben trat. Tie hiesige Garnison- .apelle hatte sich, verstärkt durch auswärtige Kräfte und Herren mrd Damen der Gesellschaft, in den Dienst der guten Sache gestellt und bra chte es unter der zielbamrßten Leitu,^ ihres rührig«: Diri- geurea. Hern» B. Herrmann, zu recht ansprechenden, abgerundeten Lastung^^Daneben war der Biotinist Herr F. feauf- m * ” n "^lch als Solist gewonnen tanben.
Mendfrische zweite Symphonie stand an der ^pche -rrw taerlrey:m g<mzen einen recht günstigen Eindrmk. der
^Ech^mA^rtr^ des Scherz und S$uWs sich bk-
ft'ttgte. T«s entbehrte im Stveichkörper mwnlnnal dev
reasten Wäruw undwar bei den Bläsern m Einsatz und Rhythmus W! l ™ mcr ,u ^ rr - RLht DU ausgvarbeilel luami Crie bnteu übrigen d-sÄb-r-dr. UaMtMmi brraaä-
tote dlwch grohm »«chtiing der dtznrmilckru ^ schön m «nifraä Tan»" an
"balL dos BrrgLuiAs" »cigtt tzerr ,un3eä vrchch« auch
Fr. Kaufmann mit dem Bvr-
tatQ ^Brirchf cher: G-Moll-Kvnzerbes vorteilhaft ehi. Sein nicht dynamischer Abstuftm.fen fähiger Ton Verrat eure echte MAftLernMur, dre, allem rein Virchwserr abhold.
Oberbürgermeister Kelter meint, daß die Negetmm dieser Frage Lusaminen mit der tx-S Beamte irre chts erfolgen müsse, daß er aber bereit sei, aus Wrensch demnächst eine Vorlage über eine teilnx-ise Abschassung der widerruflichen Anstellung vorzubringeu.
Stadw. Ebel bittet zuzustimmen.
Tie Stadw. K r u m m urü> I a u n halt«: die Erledigung der Angelegenhcit nur bei der allgemeinen (tzel-attsregelung für möglich. Erst rwch dem üricge könne man entsclxstden.
Auch Stadw. L ö b e r ist für die Vertagrrng der Frage.
Beigeordneter E m m e l i u s beantragt, die Ausdehnung der Teuerungszulage arlch auf die Magistrats- Mitglieder. Die Versammlung stimmt zu.
Stadw. Ebel gveist erneut die widerrufliche Anstellung aus und spricht sich für eine Vortage über die Veseitigultg in der nächsten Sitzung aus.
Stadw. Winn will zunächst festgrstellt missen, um wetckfe Beamte es sich handelt. Im übrigen ist er nicht für die jetzige atl- gemeine feste Türstellinig. die nran aber den alten auf Widerrsti angestelttcn Beamten doch gewähren solle.
Oberbürgernrcister Keller hält es für ausgeschlossen, alle widerrusliclLn Stellen zu festen umzuwandeln, und weist auch daraus frin, daß man sich für eine zutünstige Reform den Weg verschließe.
Stadw. Urstadt: Die Angelegenhert braucht h^lle nicht entschieden zu werden, aber in der nächsten Schung, und Mar grundsätzlich.
Oberbürgermeister Keller verspricht, in der nächsten Sitzmrg die Sache zum Dortrag M bringem
Autzerhalb der Tagesordnung finden noch einige Punkte Erledigung.
Stadw. Winn: Unsere Stadt noch sich rüsten, daß bei dem Uebergang in die FrstHcnswirts.chaft, durch die Stadt Acbeits- gclegchlheit geschaffen wird. Hierzu müsse:: geeignete Maßriahmeri beizeitn: getroffen rverden. In ersWr Listie gehört hierhir diü Errichtung von Wohnurrgen, besmiders die Förderung des Kleinwvhnungsbaues. Um dies rechtzeitig möglich M machen, muß die Stadt Gelände sicherstellen, Straßenanlagen müssen g-plartt und derer: Aussührung so vorbereitet wmL>en, daß gegebenenfalls der Ausbau schleunigst erfolgen tan. Die Frage, ob dir Stadt nicht «irren Teil der Wohnungen selbst erri>i:£e::, oder sich an eine fjeOTeauLuti'ic Gr> sellschaft ar:gliedern will, muß entschiede werde.:. Ich bitte dvese Anregm^en zur weiteren Bvarbeitwtg dar Baudeprttatiou zu über- weiserr und diese mit den Bovarbeiden zu beuirftragen. Tie Durchführung der Goctl-esdraße, was schon mchrsach angeregt wurde, ist ein dringerides Bedürfnis gewori^n.
Oberbürgerrmisder Keller «ckLÜrt. daß sich mtt der Woh- rrwrgsfrage bereits cvxe Kommission b:fasse.
Beigeordneter K r c n z i e n stellte die bcrldige Behandlung der Frage über die Durch,ührrrrrg der Obx'llieswaße ir: Aussicht. Bezüglich der Wehrrrngsangelegen heiten äußert esc zu dem Bericht der Baugenossenschaft 1894 im Gießener Anzeiger, wo die Stadt Siegen als Vorbild geranmt jd , daß Siegen hier amh schwerlich praktische Arbeit bei den unklaren BMlverhLlttftssen geleistet habe. DocanschLäge mü> Vvr1«vn: über di« Maintvoh-MgSfrLge würds: deuolächst voraelrrackit.
Stadw. Vetters bemämgekt oie Verteilung dae Einquartierungen und meint, daß man vor allem die EittkommMsvev- hälwisse bei der Zuteilung van Muguartierung becücksichtigerL müsse.
Obn-üraermeister Keller gibt pr. butz das jetzige System Warna praktisch sei. to>M' ab« mnE daß eine AObderm^, während des Krieges nidß möglich ist, and stellt die Reuocduung für tet Frist!«!isz«r in Aussicht
Sradlv. Krumm ist dafür, daß WohmingSrnhaller, die weniMr wie 3 Zimmer bewohnen, von der Emg uartierung verschont bl«ib«r.
Stadw. Löber hält die Zusdände mft dem Buden- rmd Karussellbetrüb aus dem Jurplah an der Lahn für unhaltbar.
Oberbürgermeister K aller will, rjem die Versammlung cs wünscht, die erteilten (stonehmö gurren xur Arpstellnng von Karussellen nsw. zurLck^ühen und kei» rauten mehr erteüm. Dü Versammlung spricht ftch aber dagegen aus.
Stadw. Löber führt Klage, daß ben Bäckern vom LebenS- mittclantt bei der Mehlvureidnig an Stelle der gesetzlich vorgrschrie-' be7«n Dlenge um» 10 Pvoz^-nt cerivrm Bnnreht jetzt ma 7 Dro-rnt zugeteilt toürdar. Tie 10 Pfuiid Beimeht auf je 100 Psd. feiert erforderlich. DaS Brot leide sonst darunter.
Beigeordneter K r e n * i e n erwidert, daß m der letzten Sitnnuj des Lebensmittelausschusses lsterüber verhandelt worden sei, daß er aber bald wüder eine Sitzung Ärwerufen und die Sache zur noch- nraligen Vorlage gelangen lassen werde.
Oberbürgermeister Keller schießt hierauf die öfsentllchc Sitzung.
Nrrs unO €
Gießen, den 20. Juli 1918.
** Aus dem Militärwochenblatt. Befördert: »um Oberst: der Oberuleutanntt Kühl, Linün-Kommdt. in Maiirz: zu Oberst!tn.: die Riajove ölltter v. Poschinaer, AdxrttMtt des Gan.- Kommandvs des Ü8. Armoekorpö, Fchr. v. M a s s e n b a ch. Flügeladjuürnt des GvosAerzoKS van Hesse,: und bei Micin K. H usw.; »um Haulptmann: jder Oberleutn. Bickel im Feld.-Art.- Regt. Nr. 35.
** Lehren für d«n bargeldlosen Berühr. Zür Förderung des bargeldlos« Zahlungsverkehrs sind einige Erlebnisse gceigwt, die neuerdings aus Berlin bc-ichcet werbe ,l Ern Kaufmann hatte vrm der EisenbahckSasse 38 325 Mark bar gnsgLzahÜ erhallen, Tüses Geld brollnde er in einem Mr-emrms<blag unter. Nachdem der Einkäufer der Eis«lbah«rverwaltung eine Provision von etwa 1000 Ddrrk davon er Hilten hatte. untcr,«rh,n der Kaus- mann mit dem Gelde ein« Bierreise. Am andrnen Borurittag sollte er das Geld bei der GemeftüxÄrsse in Britz abließ-rn. Es fehlten 4000 syhrrk. Ter Kauftnaim kam so in den Dewach eines Diebstahls, wurde aber von der DtrafSammer fteige,prochien. da er das Geld nicht nachgezähll habe. Ohne einen Psemrrg Kosten mrd E:g sicher hätte die Eisenbahnürsse >n Betrag an die Gernchrde- kassc überwnsen köim«n. In finem anderen Falle hatte ein Ber- lmer Gerichtsvollzieher 20 000 Mark von einer Verurteilten ein-
den musikalischen Kern lossteuert und diesen in einer präziser, OTJ* uud — nameittlich in Doppetgrifferr und Arpeggien — ver- bluNenven Reinheit sicher und vorrrehm vermittelt. Der Lxnrpt- vorzug seines Spiels liegt also in der überaus klaren Inwnatn-,:
lnder Herausarbeitung des Lyrischen. ,vo ^eine Karrtilenc omen bestückenden Klangver» entfaltet. So wurde besonders der Mittelsatz zu chrtx au<ßn^eichne1en Wiedergabe gebracht. 'Daß der rninftler in: übri/^e,: malw, alZ man es sonst gQvohtt ist, eige,«- idcge geM wird mm: ihn zum'te halten miksstn. — Die beide,: übrigen Solonummern litten etioas darunter, daß der Künstler zu «ehr nach dem Begleiter hin spielte. Man wird bei einer Wiederholung überhaupt err:sthaft in E:n-agung zu ziehen haben, daß alle Sowv«ntträbc nur vor, der Mftte des Podiums aus eim allseitig chwUrge Wn-kmrg verspreche,:.. .Die BeetlM-ensche G-D.rr-Sdnnanze hatte wohl hür und da etwas kräftiger angesaßt werter: können- man konnte sich nranchknal des Enrdrucks der Monownü nicht ganz erwehren. Eine sehr eigermrtige Auffassung — unseres Erachte,^ nnc sehr glückliche bekundete der Vortragende dann mü der W:'.-dergäbe ferner Cchlußnumn«-r: Introduktion und Allegro vmi 8uMmn:-Kreisler. wob« ihm dü Arbind.n:g dcS Musikalischen unt dem ren: Technisch«: üdervafchend glückte. Reicyrr Brisall wynte zum SäLuß seine Darbüluirgen.
Allen aber, die prm Gelingen des gemrßreick^m Abends bei- Sewagei:, fei an dreser Sülle herzlich gedankt danrit der Wunsch verknüpft, daß noch weitere solche fol.^'n möchten. Unmöqlßh wird das ivohl n:ch fern: nun, braucht sich ja nicht gerade bis »n NrchmB Strcrußens Mp-nsbftonü m verstr-igen - iedrmalls werden aber tan ein paar Ez-traübungSstundon für die Konwabässt nicht von: Uebel sem. Dr. G R
gezogen. Aus dem Rltcklvege kam der iüeamte zu. Schade,:, iiioem er von der Straßenbahn ungefähren w,rrde. Es lwi: oabei die Tasck)e mit dem Gelde adhrn-den und tarnte auch nicht wieder erlrfHLgt n?etlxu. Aich hier hätte die kostenlose Uebcrweisung tAixd$ das Postsrlieckanrt oder die Bant jehai Verlust icno jcoe illran- nehmlüUeü vennied«:.
** Lichtspielhaus (Bahnhofstr. 34). Bon Samstag ab bis ei::schießlich Räoniag steht dc:s große Fitmrverk „Sen: TrchseinL/^ auf dem Schelpla,p In der .Hauptrolle tritt her oer-vegene Zirkus- Artist Oslar Felix als De'eküv fttelly auf. Auß-rrdem zeige:: sich Äöelitta Petri. Herbert Pcruliuüllcr inii) Leo Peutirt in ihrem Lust- spiel „Ein kchtes Abviiteuer". Miheves siehe Artige.
Landkreis Gießen.
[J Watzenborn-Steinberg, 19. Juli. Im hiesigen Pfarrgarten blüht eine Tracäne (Dracanm Draco), deren Blüten^ dolde prarlMvll reich und vielverzweigt IV 2 Adeter hoch ist. Solche Müden srui> eine Seltenhüt, da das ,.Kindesalter'^ des Draeünen- baumes 30 Jahce dauert. Erst nach dieser Zeit blüht er.
ss Watzenborn-Steinberg. 19. Juli. Otto Heß, Dahn des Landwirtes Georg Heß II. in Steinberg^ einziger .Kind seinev Eltern, hat im West«: hei: .Heldeittod erlitte,:. Pionier Ludwig Burger, S-chn voi: Schmwd Georg Heinrch Mrrger ll. in Watzenborn, ist durch Veclechnng des Eisernen Krmczes 2. Klasse und der Hessrscheir TaostrkeitS'incdaille ausgezeichnet worden. Kreis Lauterbach.
rr. Schlitz, 19. Juli. Uktterofstzchr Köhler, der säst drei Jahre lang in russisckxr Gefcmge,:schaft sick) bestnü», ist jetzt glücklich in Warschau ein getroffen. — Bettelnde Fuldaer Kinder haben sich lper verschiedene DiebstäHLe zuschulden kommen lassen. Sie wurde,: aber dabei ettoischt, mid ihre Nanreu festuesdeltt. — Tie Heidclbeererntc geht bereits ihrem Ende zu; der Ertrag kst dieses Jahr .nur ein mittelmäßiger. Horrende Preise wecä>en namentlich von den Salzschl:rfer K,:rgästen für die Beeren gezahlt. Vor: einer Beachtung der gesetzlich bestimmten Höchstpreise ist leine Rede mehr. Unter 1 Ntart bis 1,60 Mark für das Pfund ist nichts zu erhallen. Hessen-Nassau.
fc. Hanau, 19. J:üi. Ein in der Gemarkung Wrlhelmsbad sich herum treibender 1 Jähriger Junge setzte das Gras eines 0>rabens in Brand. Die Flamrne griff aus den nahen Kvrnacker über rmd vernZchtete einen Teil der Frucht. Einem hftchrkommend f SoLaten getag es durch das Auswerfen cine&i Grabens, drs toclta ■ Umsichgreifen des Feuers zju; shücderm Ms der Junge sah. was er angerichtet, nahm er Reißaus, wurde aber von einem Feldhüter festgerwmmen. Wie sich bei seiner Vernehmrmg heraus stellte, patt« er tags zuvor ein«, Kvrnacker an^ezündet und hoigc Hühner in tat Wald getrieben, adgeschlachtet und dort verscharrt .
Lebersicht der AdsühttZZestSN der persouerr- und ZchneLzüge aus vahnhos Sietzen.
Gültig vom lü. Mai 1918 ab.
Cbne Gewährt
Richtung
nach
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Borm.
Cassel
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Die Zeilen von 6« Uhr abends buS 5V Uhr morgens sind in den Niintttenziffern miterstrichen. — W bedeutet Werktags. S bedeutet Sonntags — ^ 6*beuUt Schnellzüge.


