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Nietzeuer Straflammer.

Gießen, 15. IM.

Der ISjShrvge GWaV G. von Melbach, der bei dom Bäcker A. Tn Bac^l tauhttm bedi-enstet war, hat seinem Dienstherrrn za zwei verschebenQl Malen 10 imb 14 Pfmch Mehl entwendet. Beim Swerten Miale hat er sich s-itr Ecöffmmg der verschlvss-enen Mehl- ^mrnertüre «nes zureck-stgcftildcm falscher Schlüssels bedient. Ter AMMagte pt ge,iändig und erhält eine Ge,a.mtg>esängnis strafe v-on c> Wochen mm 2 Tagen.

^Eandlerin Katharina I. Witwe in Frvedberg erhielt Monat? Gefängnis. Sie hat von den wegen Dredstahls berett-z verurteilten ttigdFmbcn W und Sch. 5 Ueber- Hosenträger, welch? Sachen gestohLeir waren, rau stich erivorberl. um sie in dem von ihr geführten Trödelgoschast zu veriverien. Sic gibt den Enverb der Gegenstände zu, bestreitet' aber, gewußt oder augencmtmcu zu haben, baf; diese Sachn gestohlen Grmrd der Beweisaufnahme wurde sie aber der lnr ^.oerftih-rt erachtet. Weil sie es unterlassen.hat, den , ? a T Ql m ^ M führende Trödelbuch ein-zutragen, ^ ^ außerdem erne Geldstrafe von 20 Mark chw. 4 Tage

- ^onrahnre imzüchtiger .'Handlungen mit einer Person

*$ ltU lVr 17 alte Taglbhner Kar! A.

vrm Odenhamen 2 Monate Gefängnis.

... ..^/selbem Berbrvch>ms in 3 Fällen wurde der 68 Jahre Srteilt 11 * eUr **' m d^f'hda zu 8 Monaten Gefängnis ver-

Verck^rfs von Butter und Milch sowie Dödch-brersuoers.. r >timg. war die Ludwrg T. Ehffvau von Geiß- P'irf ^.u !?ngerrchlt^Mdda freigeshrvchen worden. Gegen Iwrwlgte ow ^taatsaiuvallichrtt Berufung, um eine Grund der Iewgenaussage steht fest, ^ ^^?Ek^gte ,sur Vs Pnmd Butter 2,50 TÄrrk ^halten l)at. ZaEls festvese^c Hckchtpceis für 1 Pfund Butter betrug

cirLki^iJ^ feS aU ° Höchstpreis Überschritten. Aus diesem angechlÄ.-ne Urteil aufgehoben und die .An- gektagte zu 10 Mar^Grldsbraw lvzsv. 2 Tagen Gefängnis verurteilt.

^ J 3, ^azeinber 1886 tu Luckau geborenen Taglöhner Kurt yjl ttmtue zur Last gelegt, in der Nach zum 9. Februar

vier Stallhasen, dem Rentner Dermarm E. o Ganse und 2 va,en und txn Elisabeth B. Witwe 4 v_mljha!en, sowie in der Nacht vom 14.15 Mär; l ^ dem Mtn^ernenTrei priemen entwaldet zu haben ~~er ungeklagte bestritt die liebstcchle mid behauptete, die gunze An- w/* 11 ^chbakt seiner Arau, die ihm. während er im v>ar. mrtren geuwrdsn sei und 1016 zwei Kinder geboren mm i ^U' Frau ^lebe m it jjym in

Juxp!ah Giehen Jvxplnh

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|tntc, loiitdii «üfiii 8 Uhr, püc KalaWfftilMß.

Auftreten von Künstlern und Künstlerinnen I R'anges.

1 oit)ic LUM ersten Male das beliebte Pie-S-Esilreiten um dle Prämie von 20 Mk., wozu sich einige Herren von vier nemelbet haben.

DicnStas, sowie die folgenden Tage, abends 8 ttbr

_nro«ejyou<eüimaen. 03425

Ghrscheümng und suche ihn yu beseitiyen, um ihren jetzigen Lieb­haber heiraten zu können. In der heutigen .Hmtptverhandlmig

hat Nim die El-esrau des Angeklagten, tvelche die Anzeige erhoben, hat, von dem ihr zustel-enden Aenglrisvenveigernngsrechit Gebrauch gemacht. Ter AngMagte wurde mangels BenZeises fveigespvochen.

©eridjtsfaal.

I Darmstadt, 12. IM. (Strafkammer.) Im Offen- bacher Schlachthvf wurdeii vor einiger Zeit zwei Lehrlinge bsobachet, wije sie Fleischchakete über die iNaner warfen, die dann von arideren Personen abgehvlt wurderr. Sie redeten sich darauf hinaus, es habe sich um Fleisch gehandelt, das an den Knochevj hängen geblieben und für die Stadt wertlos gewesen sei. Das Schöffengericht in Offenbach kam auch zu einem Freispruch was zu lebhaften Preßerörtermigen Anlaß gab. Heute verurteilte die Straf­kammer die beiden Lehrlinge zu je 3 Woick)ten Gefängnis, bau B<üer des einen, der das Fleisch in seinem Hause zu Wurst ver­arbeitete zu 6 Wo-cheu und die Wiutter des anderen, die es in ihrem Wirtschaftsbetrieb verwendete, zu 4 WockZen Gefängnis.

ID a r m st a d t, 12. Juli Wegen RückjaWiebstahls verurteilte me Strafkammer die 34 Jahre alte Arbeiterin Amalie Müller von Frohndorf zu 2 Jahren Zuchthaus. Sie l>atte ihrer Zimm-er Vermieterin in Offtmbach Kleider gestohlen. Bon einer jugendlichen Eisen bahndiebsgesells chast, die ans dem Heim­weg von ihren Arbeitsstätten in Frankfurt nach Sprend­lingen längere Zeit in den Stationen Lvuisa, Neu-Jsen- bnrg und Buchschlag plombierte Gülerwagen plünderten und große Werte erbeuteten, wurden heute vier je nach dem Grade ihrer Beteiligung zu 2, 4 und 10 Monaten Gefängnis vernrtellt. rlndere Mitglieder der Baude sind inznnschn zum Heere ein-- gezogen worden. Zwei bisher unbestrafte Jugendliche aus Openbach erhielten roegen schweren und leichten Diebstahls der erne 3 Monate, der andere 2 Monate 3 Wochen Gefängnis.

Eingesandt.

^Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artlkel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Anläßlich der disjährigen Gründungsfeier der hiesigen Alma mlater Normte der zeitige Rektor die erfreuliche Mitteilung machen, daß der vor kurzem ins Leben gerufenen Gießener Hoch- Iclwl gesell schaff nennenswerte Kapitalien zur Verfügung gestellt leien. Diese Stiftrmgen sind ein glänzender Beweis für das über­aus rege Streben, das die Freunde der Universität beseelt, diese Anstalt in ixu Stand %u setzen, den weitgehenden nnssenschaftlichen Forderungen der Neuzeit vollauf zu genügen. Wir können indessen nicht umhin, unserem Erstaunen darüber Ausdruck zu geben, daß

letzt die Förderung eines Faches. daS r e unn schr fast an sämt­lichen Universitäten im Deutschen Reiche gelehrt wird, wir mematz die Zahnheilkunde, ganz außer acht gelassen worden ist. Es ist doch auf die Dauer ein unhaltbarer Zustand, daß die Landes-* Universität als solche für ein so wichtiges Gebiet der MebizÄt keinen Lehrstuhl hat bzw. errichten soll. Eine besondere Professur für Handelswissenschaff, die doch schon in der Natio7rabötono-mve chren Vertreter hat, ist in Aussicht genommen. Auch für das Bergfach, eine DiMplin, die z. Zt. aussäKeßlich cm den Fach­akademien gelehrt tvird, ist ein Lehrauftrag in Erwägung, wenn auch erst in absehbarer Zeit, gezogen wachen. Der Seitenxweigl der Medizin, die Zahn Heilkunde, komntt nicht in Betracht, wie schon eben gechißert. Welche hervorragende Rolle dieses Arbeitsfeld in dem jetzigen Kriege spielt, das ist wiederlwlt in der Fachpresse und den Tagesblättern erörtert worden. Wir möchten nur auf die erfolgreichen Kieferbehandlungen unserer Verwundeten durch Prof. Bruns in Düsseldorf Hinweisen. In der rechten Würdigung der Zahnheilkunde richtete die jüngste Universität Deutschlands, Frank­furt a. M., gleich beim Entstehen ein mustergültiges zahnärztliches Jnstitttt ein.

Wir geben uns der sicheren Hoffnung hm, daß im Laufe der Zeit die Gießener Hochschulgesellschaft sich ebenfalls zu der Auf- ßassung bekennen wird, daß tmsere Ludovinana die Zahnhälkunde in ihren Lehrplan ans nehmen muß. Herbert Benkert.

Zur Erleichterung des Rechnnngsverkehrs würde es ganz we­sentlich beitragen, wenn sich die an den Postscheckderkehr angesäjosse- neu Geschäftsleute entschließen möchten, in Befolgung der von per Post gegebenen Anweisung ihren Rechnungen die Nummer Postscheckkontos aufzudrucken.

Meteorologische veobachtungen der Station Sieben.

Juli

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