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168. Jahrgang

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Montag, 15. Zull IW

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Anuaome ovv. Sb

posischecklonto: Lrantj'mto.M. U686

General-Anzeiger für Ohecheßen

yankverlehr:

Der Reichskanzler über die belgische §mge.

(«mMch^ Hauptquartier. 13. Zuli

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

dailleul wurden mehrftrche Angriffe starker Ebenso scheiterten nächt dev ^ernLes nördlich von Albert. Heftigem ßEuerrampf Luf dem Westufer der Avre folgten zwischen trn Dttlmrgriffe der Franzosen, die der- Feind

52/Each»nttLg der Abarlly. am Abend in dem Kampfabschnitt S2?^ C II!f U * Cr s ftar ^ l 7 Artillerievorbereitung wiederholte lch behost Anchin setzte sich der Feind fest. £2*"* vlrm Lrnren brachen seine Angriffe in unserem Megenstos; zusamrnen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

_ Zwischen Oise und Marne blieb die Gefechtstätigkeit des Feindes nördlich von Loncpont und fudlrch des Ourcg heiterten.

Heeresgruppe Herzog Alb recht.

_ ?? mittleren Vogesen und am Hartmannsweiler-

wpf lebte dre Gefechtstätigkeit auf. Nordöstlich von Pont ö. Mousson und un Fave-Grund scheiterten nächtliche Vor- Löve des Feindes.

Im Zrmi wurden an den deutschen Fronten 468 ftind- ^llhe Flugzeuge, davon 92 durch unsere Flugabwehrgeschütze, und 62 Fesselballone abgeschossen. Hiervon sind 217 Flug- z^rge in unserem Besitz. Der Nest ist jenseits der gegneri­schen Stellungen erkennbar abgestürzt.

Wir haben im Kamps 153 Flugzeuge und 51 Fessel­ballone verloren.

Der Erste Generalauarliermeister Ludeudorff.

*

,cv Großes Hauptquartier, 14. Juli.

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Krönprinz Nupprecht.

Auf dem Westufer der Avre tagsüber rrge Artillerie- tärigteit. Am Abend lebte sie auch an der übrigen Front in Verbindung mit Erkimdungsgesrch^n auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Oertlülie Kämpfe im WaWe von Bitters Cotterets. Nach farrta* ArMlerievorbercittmg griff d 't Feind am Abend west­lich Ch^reauThirrrv an. Er wurde blutig abgewicsen. Das -tluhttüL-e Stönrngsfeirer war zeittvcilig LcbtM.

*

Bei aufflüreiidem Wetter stießen unsere Vomben- '^schwader zum nächtlichen Angriff gegm die feind­lichen Bahnanlagen an der französischen Küste, zwischen Dünkirchen Boulogne Abbrville, im Räume Lille .St. PolDoutlens, sowie in der Gegend von Erefch en Va- lois und Bitters Eotterets twr.

Der Erste Generalguarticrmeister Ludendorff.

*

Die Abendberlchte.

B e r l i n, 13. Juli, abends. (WTV. Amtlich.)

Don den Kampffronten nichts Neues.

Verl ni , 14. Juli, abends. (WTB. Amtlich.)

Don den Kampffronten nichts Neues.

Es war in der letzten Zeit nicht recht erfreulich, daß unsere Staatsmänner öftermißverstanden" worden waren urrd daß hinterher ihre Ausführungen ergänzt oder inter­pretiert werden mutzten. Auch die Ausführungen des Reichs­kanzlers, die er am 11. d. M. über die Zukunft Belgiens gemacht hat, und die uns erst jetzt von derNordd. Allgem. Ztg." vorgesetzt werden, wirken, weil man dabei nachprüfend auch auf Hertlings Mitteilungen über dieselbe Frage vom letzten Freitag zurückgreifen muß, auf keiner Seite sehr er­frischend und einnehmend. Diese letzten Feststellungen des Reichskanzlers, in denen klipp und klar gesagt wurde, daß wir Belgien itod) dem Kriege nicht zu behalten gedächten, haben inzwischen im Auslande bereits gewirkt, und zwar ntcht in dem Sinne, daß uns nun die Friedenshand dar­gereicht würde. Im 'Gegenteil, die Zeitungsäußerungen, dre aus Frankreich zu uns gelangen, sind sämtlich auf die Genugtuung abgestimmt, daß Deutschland einen baldigen nugenb notwendig zu haben scheine. Auch die eng- UsLyen Blatter wiöerholen nur die bekannten dreisten An­sinnen und Hetzen weiter gegen Deutschland. Ganz be­dingungslos will die Regierung Hertling auch das besetzte Oarw an der Nordseeküste nicht herausgeben. Dazu enthalten ferne neuerdrngs veröffentlichten Darlegungen vom letzten Donnerstag noch bemerkenswerte Einzelheiten. Der Resths^ kanzler sagte, wir müßten uns in den Friedensbedingungen dagegen nchern, oaß Belgien nicht wieder ein Vormarschi- gebrel sür unsere Fernde wird, und zwar, so fügte er hinzu, nrcht nur rm mrlrtärrschen, sondern auch im wirtschaftlichen Srime. Es mutz also der Freigabe Belgiens, wie der Reichs­kanzler dann auch wörtliche weiter ausführte, eine Siche­rung, eine politische Verständigung mit diesem Lande vor- ausgehen. Es kommt also sehr bedeutend wieder einmal auf das Wie, nicht nur auf das handgreifliche Was an, imb hat dem Reichskanzler sicherlich ferngelegen, die Wirkung der bevorstehenden Offensive mit den Waffen durch Ab- vrockelung unserer alten Sicherungsziele vorweg herabzu- nrmderu.

.Es wird also weder alldeutsche, noch Verzichtspolitik Letrieben. Die Matter der Rechten bezeichnen die neueste Er­

klärung Hertlings über Belgien als schädlich. Dre den schärfsten Ton anschlagendeDeutsche Zeitung' lehnt es auch ab, den neuen Staatssekretär v. Hintze etwa als Gesinnungsgenossen anzusprechen, sie meint sogar,: An sich erscheint es uns nicht sehr wuhrschennluttz datz eine Persönlichkeit, die unsere Beurteilung unserer Ausgaben im Weltkrieg teilt, dafür zu haben sein würde, eingeengt z. B. durch die Payerschen parteipolitischen Gebundenheiten, als Aubemninister veranUvortlich zu wirken uiid sein per­sönliches Ansehen txrbei aufs Spiel zu setzen." Das Blatt ist jedach befriedigt davon, daß das, was über Herrn v. Hintzes bisheriges Wirken bekannt geworden sei, ihm Anspruch auf allgerneine Zurleigung geoe, und es teilt dazu einiges Neue mtt, das von allgemeinem J^rteresse ist. Dlarriach ist der neue Staatssekretär eine ungewöhnliche vielsprachige Persönlichkeit:

Er spricht englisch, chmzäsisch und.russisch mit allen Fein­heiten, »wie v-ersichett witt), genau so gut wie seine Muttersprache; annähernd ebenso gut spanisch, und hat z. B. in den lehteni sJ-ahven das Nonoegische so weit beherrschen gelernt, daß er seit geraumer Zeit mit den Ministern des Landes, bei dem er bisher beglaubigt lvar, ganz gut in deren eigner Sprache vechandslnl konnte. Für seine Energie und Findigkeit sprül)it eine ganze Reihe von Tatsachär, die im Lause der Zeit in die Oesscntlichkeit gedrungen sind. Erinnett sei an die Att und Weise, wie er während der russisÜMi Revolution von 1905 als deutscher Marinebevollmächtigter seinen Anträgen amt Zarenhose gerecht gawordeil ist. oder cni sein Erscheinen zu Kriegsbegimr in Deutschland wie später in Peking. In der Haupt- stadt eines der Länder, in denen er in der letzten Zeit gewirkt hat, be­tritt Herr von Hintze ein Geschäft. Es ist in einenr der von Englarrd verhetzten Staaten; man Witz nicht, ioer ec ist, a&er man erkennt ihn als Dcnitschen. Er bringt sein Begehren vor.Wir bedauern! An Teutsä>e verkaufen wir- nicht !" Ivird ihm zu Antwort.Na, denn nicht!" Nach der deutschen Gesandts, aft zurückg^-hrt, begrüßt Herr v. Hintze einen Kreis von ihm geladener Gäste. Tan.n nimnit er einen der jüngeren Herren.der Ges^rdtsä^ist eaoas beiseite. Er gibt ihm so, daß alle Welt es hört, den Auftrag, sofott zu dem Minister des Ausnrärti^n zu sah reu und ihm zu berichten, das und ixis sei dem deutschen Gesandten widersahren. Herr v. Hintze würde Wert darauf legen, noch im Lause des lüchsten Vormittags durch den Herrn Minister Ausschluß darüber zu erl-alten, o < solä-e Stimmung allgemein verbreite! sei und wrs gffch'he, ihr errtgegen -u arbeiten.

> Man erzählte sich sogar in ä'hnstiar.ia.^ daß jedesmal, wenn; einer der Limtsvvrganger Hintzes bei;n Mnister des Auswärti­gen getocsen svar, beinahe in festem .Herkommen der englische Ge­sandte eine halbe Stunde später erschienen sei und so das letzte kDort behalten habe. Unter Hintze habe sich das Verhältnis um­gekehrt. Da sei der Engländer auf einmal ohne KennMis von den Vesit(l)>en seines dcutsä-en Wettbeiverlvrs geblieben; eine balbe Stunde nach seinen eigenen Besuclxm sei aber mrnmehr regelmäßig .Herr v. Hintze im Ministerium des Auswirtigen cmfgetaucht und habe seinerseits das letzte Watt behalten."

DieDeutsche Zeitung^stvTtt es nicht weiter," daß Herr v. Hintze, vermutlich auf Grund amtlicher Darstel­lung Vvtl Berlin her,^4»vr 14 Tagen Auffassungen über allerlei hierher mitgebracht haben soll, anch über die Tätigkeit Erzbergers, die unhaltbar erschietcen.Etwas anderes dagegen stimmt uns bis zu einem gewissen Grade besorgt. Der neue Mann soll persönlich empfindlich sein. Das würde kein be­sonders günstiges Vorzeichen für seine Tätigkeit gerade im Auswärtigen Amt abgeben." Nun wollen wir das wirkliche Auftreten Hintzes in seinem neuen Amte und in der Oeffent- lichkeit abwarten.

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Die österreichisch.ungarischen Tagesberichte.

Wien, 13. Juli. (WTB.) Amtlich wird versautbart:

An der vei etianischen Gebirgsfront Auft'lärungs- geplünkel. Sonst n«l)ls von Belang.

Der Chef des Generalstabes.

Wien, 14. Juli. (WTB.) Amttich wird verlarttbart:

Zwischen dem Garda-See und der E tsch war beider­seits das Gesch"tzsleu<'r schr l-bhast. An der venetiaNi­schen Gebirgsfront hat sich die Grfechlstätigkeit wieder ge­steigert. Gestern warfen auf dem Sasi'o Mss'o unsere Siche- rungstruvpen seüwlichr ErkundungSabtellungen zurück. Heute früh griffen italreni'-chr Bataillone südlich Asiago und nördlich des Monte di Val Bella vergebens an. Auch ein GesE an dem Westhan-e des Brenta- t a l e s endete zu unseren Gunsten.

In Albanien fühlen die Gegner gegen unsere neuen Widerstandslinien vor. Am Devote-Tal wurde eine fran­zösische Eskadron ab gewiesen.

Der Chef des Generalstabes.

Der Reichskanzler über die belgische Frage.

Berlin, 14. Juli. (WTB.) DieNordd. Mg. Ztg." schreib^ unter der Ueberschrift:D erReichskanzlerüberdie bel­gisch e F r a g e":

Nachdem die Lkusfüihrungen, die der Reichskairzler Graf von Hettling vorgestern über die belgische Frage gemacht hat, verosfent- licht sfnd, ist ans dem MnchZtage angeregt wordmi, arcch die den gleichen Gegenstand behandelTwen Darlegungen des Kanzlers aus seiner Rede vom 11. Juli des Zusammenhanges wegen bekamih- zugeben. Diesem Wmsck-e entspvecherrd, ergänzen wir unseren Be­richt Mer jene Rebe durch die Wiedergabe des folgenden, ihr ent- nommeiren Abschnittes:

Wlas den Westen anbetrisft, >neme Herren, so steht nach lvie vor die belgische Fvage im Ä^rdergrurtd. Daß wir nicht daran denken, Belgien dauernd in Besitz zu nehmen, das ist von Anfang ldes K»ttsges an die Absicht gttvesen. Ter Krieg ist für uns, wie ich Kicch am 29. November gesagt habe, von Anfang an ein Verteidi­gungskrieg gewesen und kein Eroberungskrieg Daß wir nach Bel­gien emmarschiert sind, war eine durch die Kriegsverhältniste Uns aufgezwungene Notwendigkeit, Belgien zu okkupieren Daß wir in Belgien die Zivilverwaltimg eingefühtt haben, entspricht durchaus der Haager Landkriegsortmnng. Dementsprechend haben wir dort glso aus allen Gebieten die deutsche Zivilverwatttrng eircgefüihrt, und ich gbaude, daß es nicht, «um Nachtell der helgirchen Bevölkerung

gewesen ist. Belgien ist in unserer Hand da? Faustpfand ^ für dis künftigen Berhmwlungen. Ein Faustpfand bedertttt die Sicherung gegen gewisse Gefahren, die man dadurch ferichalt, daß man diclvS Faustpfand in der Hand hat. Dieses Faustpfand gibt man also nur heraus,.Hvenn diese Gefahren beseitigt sind. Das Faustpfand Bel­gien bedeutet also für uns: Wir müssen uns in den Friedens- bedirrgungen dagegen sichern, daß, wie ich es schon früher aus- gedruckt habe, Belgien nicht wieder das Vormarschgebiet für unsere Feinde wird; nicht nur im militärischen Sinne, meine Herren, sondern >critch im wirtschaftlichen Sinne. Wir müssen uns dagegen sichern, daß wir nickst nach dem Krieg wirtsck-astlich abgeschnütt Werden. Belgien ist durch seine Verhällnisse, durch seine Lage und durch seine EntwiÄUng auch durchaus auf Deutsch!a7td angewiesen. Wenn wir in ein enges Verhältnis mit Belgien auf wirtschaftlichem Gebiete treten, so liegt das g«7rz und cpir mich im Interesse von Belgien selbst. Wenn es gelingt, in wirt­schaftlich enge Beziehungen mit Belgien zu gelangen, wenn es ge­lingt, daß wir uns mit Belgien m-ch über diepolitischenFra- gen verständigen, die lebenswichtige Interessen Deut)ch- lands berühren, so haben wir die bestimmte Aussicht, daß wir darin die beste Sicherung ge^en die künftigen Gefahren haben werden- die uns von Belgien aus, bezw. über Belgien von Frankreich und Enaland aus drohen könnten. Auch hiermit ist der Staatssekretär v. Kühlmann einverstanden gewesen.

Der Kaiser vt»d der Landtag der livländischen Ritter und Landschaft.

Berlin, 14. Juli. (WTB.) Der Landtag der lidländi­schen Ritter- und Landschaft hat an den Kaiser folgendes Telegramm gerichtet:

Mlerdurchlauchiigster, allergnädigster Herrscher?

Nachdeni durch Euer Majestät Niachtspruch die nach Sibirien verbannten Glieder der livländischen Ritter- und Landschaft in die Heimat zurückgekehrt sind, versammell Ritter- und Landschaft sich zum ersten Male nach der Beiremng des Landes vollzählig zum ordentlichen Landtage. Das Gefühl überströmenden Dankes gegen Gott den Herrn, der unser Land aus allen Stürmen heraus gesühtt bat, der den unvergleichlick>en deutschen Waffen den Sieg verliehen hat, und der damit auch für Livland die Besrecnngsstunde schlagen ließ, verbindet sich mit dem (ttirpmrdcn, daß wir unsere Rettung, nächst dem Sckzutze des Merhöchsten, der huldvollen Gnade Euer Majestät zu danken haben, indem wir auf Euer Majestät Geheiß unter den mächtigen Schutz des deutschen Sck>wettes gestellt, nunmehr wieder Ordnung und Ruhe in unser Land ein Ziehen sel-en. Auch darüber hinmcs eröffnet sich uns ein Au-dluk in eine lichte Zukunft. Nachdem Eure Majestät dre Bitte unseres Landes um eine enge Angliederung an das große deutsche Vaterland gnädigst entgvgenzmrehmen geruht haben, Haffen wir vertrauensvoll, an der n^llhistorischen Ausgabe des deutschen Volkes Mitarbeiten und ihm in dein Kampfe für Recht, Ehre, Treue und Sittlichkeit zur Seite treten zu dürfen, und gelobe» feierlichst, Gut imb Blut für Deutschlands Größe und Ruhm freudigst hingeben zu wollen. Gott schütze Eure Majestät und lasst Deutschland gedeihen in alle Ewigkeit.

Residierender Lanvrat Baron Stackelberg, Landmarschall Baron Pilar.

Ter Kaiser ließ darauf dem Landtag folgendes Ant­worttelegramm zugehen: *

Großes Hauptquartier, 11. Juli 1918.

An den Landtag der livländisckien Ritter- und Landschaft.

Ter Huldigungsgruß und das Treuegelöbnis der zum Landtage vereinten livländisck-en Ritter- und Landschaft sind mir eine herz­liche Freude gewesen. Ich vereinige mich mtt dem Landtage im Dank gegen daß es mir und den siegreichen deutschen Massen vergönnt geivesen ist, deutsches Blut aus der Verbannung und Todesgefahr zu erretten und die alte deutsche Kultur vor dem drohender! Urttergaug. Zu starkem Schutz und Schirm des Mutter­landes wird, wie ich zuoersickstlich vertraue, die gemeinsame zähe und zielbewußte Arbeit durch die hatte Zeit zu l>eller, glückvev- heißender Zukunft führen. _ Wilhelm I. R.

England und der künftige Frieden-fchluß.

London, 14^ Juli. (WTB.) Reuter Lloyd George sagte bei einem zu Ehren von kanadischen Poeffevcttretern gegebene«! Festmahl, da;ß «stits Grund der vori denbriti scheu Dominions «erwiesenen Dienste, deren Vertreter unter durchaus den gleichen Bedingungen teilnahuicn wie die englisch (' Staatsmänner, sie bei der Feststellungder Friedens beding ungen eine S t i m m e haben müßten und mit den Vertretern des Bereinigte Königsreichs die Bedingungen aus^rtt>eiten müßten, unter denen England den Frieden ziu schließen bereit sei. Es dürfe dies kein) hinteckhMger Fineden sein, sondern es müsse ein wirksicher Friede» fern. England habe das Wagnis des Krieges nicht übernommen, um ftu'eiT, sondern inn einen gerechten und dmierhrften Friede»

g r die Welt zu schassen, es brsirge diese Opfer nickst, um den Ertrug auf der Erde aufzririchten, und alles, was weniger sei als ein wirklicher Frieden, sei geeignet, die Menschheit zu betrüge». Die Engländer an der Murmanküfte.

Moskau, 11. Juli. Pressemeldrmgen zrrsolge sollen englisch- amerikanisck>e Truppen den ganzen nördlichen Teil der Murmanküfte, einschließlich Kem besetzt haberr und ver- suck)en, bis zur Station S o r o k i vorzurü.'6en. Ferner verlautet, daß infolge Unterbrechung der Bahn WologdaDugulma ein Truppen Mangel erntrat. Die Sowsetbehörden haben U:a verlassen und sich nach Birsk begeben.

Moskau, 11. Juli. Die Presse meldet, daß nach eitvem Tele­gramm aus Petvosawodsk die Befehlshaber der Ententetruppen an der MurMmküste: der englische Mmiral Kemp, derRvanirfc d e Lagovera ut und der Kommandeur der am eriür nischen Strettkräste gemeiustnn mit den Gebiets-Sowjets Proklama­tionen erlassen haben, in denen die Besetzung des Gebietts durch Cmtentetrupperl rnit der Notwendigknt des Schutzes des En­tenteeigentums gegen Deupche und Fimien, mit der BitU ^er Eiitwvhuer um Hilfe gegen sinnische Angriffe U7rd mit der Alssicht, die Eismeer gebiete dem zurzeit ohnmächtigen Rußland zu erhalttm, begründet wird. In der Proklamation wird die Minnnan- Kiste als Gebiet der Sowjets, das unter dem Schutze der Entenüe stcihe, -und iede Aktion gegen diese als feindsick-er Llkt gegen die Entente erklätt.

Lmtt einer Meldung desL. A." aus Wien bettchtet die Kor­respondenz Rimbschau: Moskmler Blätter erklären, das Vorgehen! Englands deute darmss hin, daß von dieser Seite ein ernster Schlag gegen das revolutionäre Rußland geplant werde. Allgemein sek man der Ansicht, daß man sich ani B o r a b e n d e i n e s r u s s i s ch- britischen Krieges besiirde. Tie Sowjettegierung treffe all« Vorkehrungen, um vor Ueberraschrmgen geschützt zu sein.Nowi Wetscherny .Tschaß", dessen Beziehungen zur eirglffchen BE»