Nr. 162
Ter ftkftcrtr Jfnjrf^e? erscheint täglich. auEet Sonntag». - Beilagen: OtcbenerFsrniUendlLtter;
Ktcsi !«tt
ffir den Kreis Sichen.
Vc,L85preis: monatl. t<‘!. 1.20, oifrtel- jährlrch Mk. S >. durch Adhole. u. Zweigstellen monatl. 'Dif. 1.1); durch bie'iJoü ».60 uiertcl- jährl. auSschl. Beitellq. Fernirnech - iünscblnsse: stirdie Lchrötle uingI12 Vcrlaa.O^eschäslostel'esl AnschrölfürTrapinuch- nchlen: Anzeiger Sichen.
168. Jahrgang
§aknrtag, 1^. Zu!! 1918
Amiuvme von Anzeige» y. dle iüqffruummcr ins |um Ruchmiuog vorder ohne jedeBci luudltchkert Sei!en?rel?e: für örtliche ^inzetarn 26 l.ii..kür au-^n' ärl,a« 30 Pi^ 'ür ReNa inen "M. 1.— ; bei i'insuor- schrisl »)•/, ‘Jluiivilaa. Hauvtjchn't euer: '.Hin,. G,oe g. Perankivortlich für Politik u. Feuilleton: Vankverkehr: Aug. bweg; Stadt u>ld
SkwerdkdanI SiehkN La,,».
rrchrvsaal: A. Meyer;
Stvillmzsrnnr-niik u. Verlag: Vrühl'jch« Umv.-Such- «. SttikdruLerrl N. Cange. Schulleitung, SrschSst,stelle n.vruckerei: Schulstr. 7.
Postscheckkonto: 5r«nis«rt a.N. H686
General-Anzeiger für Oherhefjen
Die VewKigllng der Uriegrkredite durch den hauptaurfchuß. Eine Erklärung der Reichskanzlerr öder Belgien.
wochenrückblrck.
Es gibt Dingo, auf die der kluge und vorsichtig^ Reichskanzler Gras Hertling den Lnruptausschuß des Reichs- tt^'s nrcht zu. schroff und fyaxt hrrt hinlveisen wollen, weil sx die Ernpfmdlichstert zu besckpvichtigen, nicht neu aufzuquellen, bemüht war. Aber nach seinen ruhigen und ein- -leuchtlnrden Darlegungen ist es wohl erlaubt, dem Wesen seiner Politik noch etwas näher zu folgen. Er stützt sich uoch Zimmer auf die bekannte urnec Aäittmrkniig des Reick-Stags AustLNtde gekommene Antwort cru.f die Note des Papses, Lvrchei er die friel>en.sbereire Gesiunurig, die darin zrun Ans- idruck kam, hervorhob. Graf Herllmg fuhr fort: „Was ha- Den toir nun aber erlebt'?" In diese? Frage steckt suock) ettvas tnehr, als er rveirerhin über die Schmühsucht Arnd den Bern ichtuirgsw Ulen der Ferivde ausführte. Wir haDen die F^iedeusschlüsse im Osten erlebt, die der Reichstag Nutgeheißen l^rt, obgleich rnrarck-e Vertreter der Mehrheit Daran tadelten, daß sie der bekannten Entschließung vom 19. Juli nicht richtig entspräck-eu. Mer die Aufgaben sind Kveiterhrn gewachsen, und os bedarf doch lvirklich noch einiger staatsmännischer Erleuck>tung mehr, als sic in der LieiÄ-stagsenffchlieftnng eutl-alLen war, um diese wachsenden Mlsiixaben KU lösen. Was würde zmn Beispiel dem Staats- Knoun racd Dchlomaten, der denrnächst in Moskau den Platz des ernwrdeten deutschen Gefurchten eiunehmen soll, der Zettel der Reichstagsn«chrh>eU in der Tasche nützen, werm «er das 'Programm verwirklichen will, das Graf Hertling hnit virrzcn Spitzen vorgezeichner hat. Ja, wir glauben es, tauch Herr Ledebour und die Herren Sck-eidenraun und Erz- derger „wollen Keinen neuen Krieg mit Rußland". Mer was dereinst die Not der S>turche an Entschließungen gebeut, »veim der Nrrchfolger Mirbachs ,/Ohren und Augen Offen I)äU", darüber würde das genarrnte Kleeblatt auf Grund der Reichstagseickschließung wat-rschnulich nickft so schnell und so glatt einig werden können. Rdan darf Hert- lings Fragestellung also noch ettveitern: BZas haben wir ierlebt und was könnteu wir altes noch erleben'?
Auch an die Hauptgegner im Westen können wir nicht Svittksam herxinkomnien, »v-enn wir nur an dem kurzgefaßten jSprach fü hre rhes tck)en der Reichstakgsnielfrheit uns zu reckst^ Helsen wollen. Ein Arzt, der immer rate die gleiche Salbe rversci/reibt, wird schließlich nicht mehr ernst genommen jwerden. Und unsere Feinde snrd wirklich keine dummen fPatteirten: sie kennen hinlänglich die Salbe des Reichstags! !Sie sirrd dadurch nicht gefälliger und gefügiger geworden. MZenn mm: die politisckie Kunst im Kriege der strategischen Nleichsteilen, ihr gleiä)en Wert einräumen will, sollte man wach der oberflüchlichien Phrase, ob der Klrrs der alte ge- Dlieben oder ob er sich goiindert habe, nicht allzu viel tfragen. Diploruatische Er-folge tverdeu nicht auf abgezirkelten Kursgleiseu errunge::, sie müssen gesucht und geplant werden, wie auch der Feldherr im wechsesirdeu Spiel ldie richtigen Mittel finoet. In unserer Heeresführung waren Wir dem Feinde tveit überlegen, in der polittsck^en Kunst wareit sie uns bisher überlegen. Mit gewaltiger Faust chatte die Mehrheit oes Reichstags in die jungen Pflänzchen zuitserer vorjährigen Staatskunst die Stecken hrueingetrieben, ^an denen sie emporklettern sollten, aper die Bohnen sind .nicht gelvachsen, weil sie au der Wurzel getroffen »zwirnt. Herr v. Mhlrnann, den die 9Nehrl)ett pries, hatte rais Der Entivilllung nicht lerneit wollen. Er förderte oie Politik ^rm Reichstag nicht, sondern er ordnete such dessen Mehrheit /allzu dieustlxeslissen unter. Der für die Politik des Reiches verantwortliche Iteick)skanzler entloickelt, wie uns sck-cint, Zeinen besseren Sinn für Sachlichkeit und Zweckdienlich kett. Gras Hertling und Herr v. Paner wollen das Ziel der innerlichen Unnvandlung des Willens und Vechalteus unserer Gegner nicht mehr durch beharrliches Eiurammen der alieu Stecken erreick)eu. Das niar bei ihnen affem 1 Anschein nach schon beschossene Sache, bevor Kühlmann dre enlsä-eidende Reise ins H<rui'tgu<rrtier unternahin. Das gesamte Volk, dessen innigster Wunsch auf einen baldigen gsilckliehen Friedeii gerüchtet ist, will nur die richtigen Wege zu diesem Ziele eingeschlagen wissen; auch der „Nor- kvärts' hat gegeuüber der rreuesteu Hebcrhebung Wilsons ausgerusen, die Deutschen würden sich uiem als das Joch lanfcriegen lassen, das uns die Hauptseinde zumuten wollen.
. b, Partei Scheidetnaims lvi.ll sich jedoch in die Oentago- gi cheu Erfolge der „Unabhängigen" teilen, die mit ihrer vilugen, aber praklisch nutzlosen Propaganda für Frieden ^und Frieren sbecaitscha st auch um teuer sie n Preis die Gunst betorler tasten suckln, dtachdeui Graf .Hertling und Herr v. Payer aiS aufrechte Ddänner sich ihrer Verantwortung oewuyt gebneben srnd, hat die Sozialdemokirttie es indessen wohlweislich vorgezogen, bei der Mehrheit zu b-eiben, sich nu,it zu ijo.leren und de?i .^regskredit zu belvilligen. Die Gege11deinoustration der Polen und der Leute um Ledebour war zu eruwrrteii und braucht nicht sehr ervlst genommen zu werdeii. K
Sv werden die letzteii belvegten Tage hosfentlich den Beginn einer heilsanten Wirkung auch im Auslaude aus- wack>en. Der Wecktet im Sla-atssekretariat hat n ich'S Tendenziöses Mi sich, sondern bedeutet nur eine Klärung der deuisck>en Politik von eincin nebetl)aften Dunstkreis. Besonders nützlich und willkommen war die Feststellung Hcrtlings, daß auch die Oberste Heeresleitung bei ernstein Friedenswillen auf der gognerstckZen Seite durchaus geneigt ^
sei, ,cher Sache nackizirgeheii". Danach wird es hoffentlich die Regierung nicht mehr nötig hriben, unsere verdiertstvolisten Männer gegen eine leick>tsertige Hetze in Presto und Parlament in Schutz zu nehuren! Mit seiner gestrigen Erklärung über die Zukunft Belgiens hat der Kanzler einigen Drängern der Linken ein bcmcrkniswertcS Zugeständnis gemacht (siehe BerickH im voiliegenden Blatte!). Kein Mensch wird übrigens von der sachlichen Erklärung sonderlich überrascht oder erschüttert sein. Nach manckierlci Reden vom Regierungstische wußten wir es sckwn, daß Belgien vom Reiche nickst mit Haut utü Haar verschlungen werden sollte. Trotzdein muß der deulckien Politik eine „Neuordnung" vorschweben, die der veimittcluugsbegabte Kanzler in der mildesten Ausdruckswcise anlüudigte. Von der Wirkung der Erklärung im feiirdlickien Ausland, besonders in England, verspreck)en wir uns nicht viel. Lloyd George wird uns darauf schwerlicki brauchbare Mitteilungen über den künftigen Frieden machen, und lvir werden vermutlich vergeblich darauf warten, daß er als Gegenleistung eine ähnliche Bereitschaft in Bezug ans die Rückgabe der dcutsck)en .Kolonien an den Tag legt. Der Reichskanzler hat die Aeußerung über Belgien offenbar nur darum getan, um fortan vor allem Drängeln von der Linken l)er Rul)e zu bekommen und uniso wirksamer durchzusühr^n, was er für die Zukunft für nötig hält: ein ruhiges Abwarten, bis der Vernick)tuugswille der Gegner geb wehen ist.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 12. Juli. (Amtlich.)
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Die Artillerietätigkeit lebte cm Abend auf und steigerte sich wahrend der Nackst zu kräftigen Feuerüberfällcn auf Kampfstellungen und Hinteritrläid!-. Südnoest ich von Bpern und Bailleul, sowie nördlich von Albert wurden stärkere Vorstöße, mehrfach ErknndungMteilungen des Feindes, abgewiesen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Zivisckien Aisnr und Marie blied die Tätigkeit der Franzosen rege. In Vor^eldkünnfen im Wawe von Villers- Eotterets machten wir Gefangne. Oestlich von Reims schlugen wir Erkuildungsvorstößc der F-eindcs zurück.
« *
Leutnant Neckrl errang friten 20. Luftsirg.
»
Don dem gestern im Anflig auf Eoblenz gemeldeten amerikamsckwn Gesünder stel mch das 6. Flugzeug durch Abschuß in unsere Hand.
Der Erste Zeneralqnartiermeister ^ Zudendorff.
Der dlbenwcricht.
Berlin, 12. Juli, abends (WTB. Amtlich.)
Oertl-.che Kämpfe südwcstiülBailleul und auf dem Destnfcr der A vrr.
*
Der österreichlsch-uiiga ische Tage»bericht.
Wien. 12. Juli. (WTB.,Amtlich wird verlantbart:
Nirgends gröbere Mmpchadlung-n.
_Der 6ref des Grn eralftabeS.
Vie Aussprache im houptaisschus; te; Reichstaas.
.. .Berlin, 12. Juli. Ter In hat der gesttigm Rede des sott- icvrittlichcn Abgeordneten F \ f dj b cf bewegte sich dahin, daß er »eine Zuwmnnmg zu den Ausfüllungen des Reichskanzlers gab und seine Erlvartun^ äußette, daß le 3tegicrnng die Versprechungen die der ReickBianzler gegeben habe, mich tatscickstich ersülli-n.
so lange das der Fallsein würde, föimte die Fott , c? Tl S ld, fr Volkspartei dieser Reguung Gewlgsäwst leisten. Ten pauptansschuß setzte heute m Annxenheit des Reichskanzlers und w,t sumrlicher Staatssekretäre sonn zahlreicher, Abgeordneter die Äusspraclie über die politisch' Lage ort.
. Z^.^ne^r S t r e s e m,a n n chloß sich m der Beurtrilnng ^,xsNonlichkert d<-s Staatssekretas v. Kühlmann den gestrigen Ausführungen des Abg. Groeber an Ter Staatssekretär l)atte nn- lcre Unterstützung ft!r eine lange Priode seiner Anitszeit. Schon der nlmanischc ^riedensvertrag hc seine Fn-emwe w-enigcr lw- rricbiot letzte Rede des Staalsekretärs, die ja die Urfailwr letnev Sturzes geioorden ist, ließ da Augenmaß stir die Wirkung einer Ausnthrnngen im Innern ii einem Maße fehlen, »me es, N ^"enl Staatsmanne niemals Pommmen dlirsre. Angesichts der Wirkung dieser Rede m-rstel-cn »mr Z, daß der Staatssekretär um seine Eutlammg gebeten hat, und Nr können dem Herrn Reiche kauzier nur znstimmeu, wi-un er fi’hbic Genehmigung dieses Abschiedsgesuches eingelreten ist. Die llngviffe ans die Politik tn-* rcanzlerö lehnen wir ab. In der -ra>7e di'r preusnschn Wahl- re,orm liegen die Schwierigkeiten'J bei* Durchführung klar vor ^ugen. Alle verfassungsmäßigen Mel müssen erschöpft werden, eye an die Auflösmig gegangen »irden kann. Taß der §1'rv MeichSkanzler in, gi'gebenen Augenbck diese Auslösung durchscpeu wird, unterliegt keincin Znwiiel. T Schwierigkeiten der Durchführung deo Arbeitskammergesefs lügen Rum Parla-
und nicht bei der Rca-rimg. Tie sozialdemokra. Uch?. ^orwürse gegen den Kanzler>u»d daher durchaus hinfällig. Wir sind mch der wiernung. daß ma durch'die Bildung l>estimmter ävrmelu zur T^endiwing di-s KrieK beitrügt. Vmi einer- Kuird- M'buug über dre Herausgabe Behftis vermilgeu »mr uns 5-rne srilDeusfordernde Wittimg versprühte, wi-e »mm dies lwi der Linki-^ mt, Tein neuen Staalssekrctär Von mir wir vorntrteUssrei entgegen. Wir keimen ihn uich lind »verdr'gr ihu»eslxüb mm nach seuven Taten deutteckeii tvnnen.
Ter Reichskanzler ging auf die Rede des ylbg. Stvese- mann mit einer kurzen Erwiderung ein, indem er den wichchsten Tcü sech'r gestrigen Anssührimgen über die Zicke der Üteuli*- Pvlittr int Osten und Wcjteli uwch einmal mrvcrstrich
Was die
Zukunft Belgiens
betrifft, sagte Graf Hertling. so Ivdeutet. nste ich gestern schon sagte, die Oikuvrtuwi und der m-geiuvarckge Besitz Belgiens mir, diitz wir ein Faustpfand für die kimstigeu Verhandlungen hcü>en. Im Begriff des Faustpfandes lügt es, daß man das, was man als Faustvimrd in der Hand hat. nicht behalten will, nwnn me Verhandlungen zu einem günstigen Resultat geführt haben. Wir beabsichtigen nicht, Belgien in irgendeiner Form zu behalten. Wir wünschm, genau so »nie ich schon am 24. Februar gesagt habe, daß das nach dem Kriege »meder- erttandeue Belgien als selbständiges S t a a t's w c s e rr. keinem als Vasall miternwrfeii, mst uns iir g u t e n, -f r c u n d- schastlichen Verhältnissen lebe. Das ist der Slandpuntt, den ich zu dem belgischn Problein von Anfang an eingcuvlnmen habe und auch heute noch ein nehme.
Meine Herren! Diese Seite meiner Politik steht durchans nn ZusMnmcnhang »rrit den allgeineinen .Rchlinien, die ich Vv-ien selbst dargelegt habe. Wir führen den Krieg als Verteidig gungSkrieg Weil »mr ihn als Verteidigungskrieg führen, noeil unS von Anfang.an jede imperialistiscl-e, jede aus die Weltherrschaft gerickWete Tendenz ferngelcgen hat. darum »verdeu auch unsere/Fi edenSzicle dem entspreü^n. Was »rnr »iw-len. das ist die Unversehrtheit unseres Terriwrülms, das ist freie Luft für die Entwicklung imsenÄ Volkes, insbesondere aus dem »virlsck>ait!ichen Gebiete. DaS ist natürlich auch die nvttvendige Sick-cruiig für künftige sckumerige Verhältnisse. Das trifft w.iu>mmen auch für den Standpunkt zu, den ich Beltiien gegenüber emnchme. Wie sich dieser Standpimkt aber im einzelnen sestlegen läßt, das hängt von den künftigen Berhandlirngen ich. Ich muß mich damit begnügen. dte»c allgemein »naßgebenden Richllrinen hier nachdrücklich fest- gelegt zu haben.
_ Graf Hettlmg sckiloß mit den Watten: Helfen mich
Lie, meine mit, daß wir im Innern die LünheitS-
front hallen, die so überaus ustchftg für rmsere Briider draußen, nn Felde ist. Helfen Sie alle mit, daß wir die schuvre Zeit des Krieges, den wir fuhren werden, solmtge »vir nrüisen, bis zu emcin ehren vollen Ende bestehen.
Abg. Warmuth (D. Frakt.): Wir danken es dem RrickK- Linzler, daß er duixh die Walst der Form, ru der sich der Wechsel un Ltaalssttretariat vollzogen l)at. bennesen hat, daß er dem aldrn Ver so ff u u g sgrtm dsa tz, daß demMiser d,rs freie, vom wrlameutari-. f-n^cu 2.ruck mibehinderte Entlassungs- »me EruQnmiigsreäck zustelie, wieder zu ,einem albm R<ck,t verhnsen I>at. Auck» die Aeußerung«» des Kanzlers ülvr die Politik in Ost und West ftndet uiyere ckisii- giing. ^.er Reickis'Lmzler sollte in den Gegensatz zum Vcrmck»itungs- willen mperer Feinde Misere friedensbereite Gesiiurung und Berckt- willigkint, ernst,7emeinten FriedensiVrsch.ägeii eutiie^nzukommen. Zw >ckie darin, das betone ich nrit besonderer Genugtuung, das Bekennkuis cingescklossen, daß inan mffererscits die Periode der Friedensangebote ftlr definitiv zum Schluß gebracht hält, d<iß die Auffassung bmKtetö in unserer Staats leitu ng ist, erneute Friedensangebote von mrserer Seite würden von unseren Feinden als ein Freibrief zu einer imgemessenen »veiterM Kriegsüh>. nng auf- genvinmen imd als Silväcch'ö^nntlfts unserer inilibirisc'.eu »vie nnttlchaftlichen Lage beivettet »verden. also ent-tegen der raxiilvn Absicht knegverläugernd statt kri^verkür-z<m^ »virlLn.
Abg. Ledebour (Unabh. Svz.): Eegeu seine i-n-rst? Ueber- zengimg hat Herr v. Kühlmann eine Kompromißpolilik getrieben! und die Unterstützung der militärisichen Leimng gesunden, solang« er dies tat. Als er aber am 24. Juni einmal seiner llebcrzeuguu^ Ausdruck gab, verlor er diese Untrrscützmig.
Hierxmf »mrd mif Antrag Gröber (Zentr.) die Ausspoack« geschlossen.
Ter Nachttagsetat l>ett. den K r i e g S k r e d i t von 15 Milliarden Mark lvurde angenomiueu ne um die Stimmen der Unabbü bigen Sozialdemkriiitcn mrd bei S-immen- ttitlnilttmqen der Polen.
, Zum Berichterstatter für die Vollversammlung tmrrde Alg. Fischbeck (Fnäschr. Vp..) l>estimmt.
Reichsschatzsekretär Gras R ö d e r n regte an. einen Unteraus s ch u ß einzusel^n zur M i t be r a t u n g von V e r t r ä g e n, hre erinnert oder neu ab schlossen werden sollen.
Tie ARm. Noske (S>z.> und Erzberger (Zmtt.) .mbttr ihrer Genugtmmg driüber Ausdruck, daß die Regierung mit dieser rlnregnng an den Reichstag herantt'itt.
,, Zum Bel-ichterstatter über die Frage rtntx Re'orm des »vartigen Dunstes für die VollvcrsamuUung ivurdc Mg. Frhr v. R r ch t h o s e n (iKTtl.) gewählt.
Ter Vorsitzende Mg. Ebcrt schloß daraus die letzte Sitmng deS Hauptausichusscs in diese,n Tagungsabschnitt.
^ . *
ttriterredung Hintzes mit den Parteiführern.
Berlin, 12. Juli. Tie Zusammenkunft txw Partei- f ü h r c r mit Herrn v. H i n tze fand im Glitten des Viz.kaurlers v. Pa \> c t statt. Uvzu .Herr v. 'Paper geslern al^-nd le> einer vi^r-ur» losen Einladung die (Rlegrnh.nt gab. Mit Ansnabmc cvi l'-nd- hängigen Sozialdeuwkrateu hatten alle Fiakliouen ilue entsandt Von^der Softalbemottatie waren erschienen bie Abg e-> ncteii LViTd, Selmdemanti und Dr. David, von der Fon, liche»i VoWparter Fisckchnk, Tr. Wienu-r. Liescküng mrd :'.>.üi»er- Meinmgen, von den Natchnallilvralen Tr. Stresennnm und Prir,- Lckiünaich-Ejrwlath, vom Znittum Trimlwrn und Erzbergrr den K.mservalim-n ÖViaf Westarp, von der Deutsü»-», Fr.ckkimv Warmuth, von den Polen v. TQMlpczinvky und Sepda, von t^n Elsässeni Hauß.
Englische Maßnahmen.
London, 11. Juli. (WTB.) Reittermeldung DaS Unter^ chnu ö erörterte die Frage der allgemeinen B e h a » d l u n < ferndl r cher Au sländer. die in der lfttten Zn ,yi\ viele, M er»unrgsverschiedenlieitcn Anlaß gab. Cave sagte namens der Rv
Vierung, daß diese die ganze Fvage nochmals erwogen habe. Ulli


