Nr. M Swetter Blatt
Gleßener Anzeiger (General-Anzeiger für Gdechefsen)
greffag, (2 )uli 1918
hessischer Landtag.
Zweite Kammer.
«, ....^ b5. Sitzung vom 11. Juli.
baä °< r e .l I eEnel um 9 1 /* Uhr die Sitzung,
oj m ^('Uahlich. Die Tribünen sind schwach besetzt.
die drei Minister anwesend.
N n tfÄ’L Ä des Innern von Hombergk zu
V?^Jlß xaq Abg. Köhler,
für den kommenden Winter
^treffend, und der Anfrage des Abg. Ulrich u. Gen. über Koh- lenlre erunb und Gasverbrauchs strafen folgendes bekannt:
1917/18 mit feiner äußerst empfindlichen ^?dl«rknapphert über,landen hatten, war das nächste Bestreben »er äcegrerung darauf gerichtet, zu erreichen, daß der Reichskohlcn-
vrÄnlifmni Hr lt ^ Frühjahrs die Kohlen Versorgung
blanmamg derart fördere, daß einer Beunruhig wie Ne im Winter 1917/18 Platz ge- iunlichit vorgebeugt werde. Der Antrag des Abgeoro- C ■ r- gleiche Ziel verfolgte, wurde seinerzeit dem
'ommls,ar,befürwortend vermittelt. Während es nun rm allgemeinen an Koks nicht fehlt, auch die Belieferung der O^iverte sich zurzeit besser gestaltet als im Jahre 1917, ist die ■^w^ gUn ? 1 J ll i Hausbrwid kohle nach den übereinstimmenden Be- allen Teilen des Grvßherzogtums ungenügend. 9™ c Bevorratung für den kommenden Winter VE urrgenos itattfrnden können. Die Regierung ist darum von "2ie hat dem Reichskohlentommissar Kennt- den zahlreich hier eingegangenen Beschtverden gegeben 1 ? begründet erschienen, nachdrücklich deren Abstellung Unter dem 5. Juli ist nunmehr durch die hessisch' l^andtschaft m Berlin eine Aeußerung des Reichskommissars Kohlenversorgung eingegangen. Er führt aus, W Versorgung des Hausbrandes für das Wirtschafts-
lahr 1918/19 von der Absicht habe leiten lassen, im Lauf des ^h^r Ausnutzung der verkehrsarmen Zeit soweit wie ,r Ä f woglich ctitc Bevorratung durchzuführen. Er habe daher, obwohl der- Sommerbedarf an Hausbrandkohlen wesentlich ge- Wutter, für die fünf Sommermonate Mai bis einschließlich September 1918 die gleiche Monatsinenge zur Ver- gestellt wie in strengsten Wintermonaten. Einzelne Ge- erfahrungsgemäß im Winter nur mit allerer otzter ^chmerigkeit beliefert werden könnten, würden aus .soften rhrer Winterbelieferung im Sommer im Wege besonderer Bevorratung beliefert. Diese Gebiete erhielten höhere Sommcr- velieferungen zugewie>en. In Hessen gehörten zu diesen Gebie- Ofsenbach und Gießen, so daß wenigstens dort die Rcoglichkeit gegeben sein müßte, eine teiltveise Bevorratung zu ttzielen. Um bei dem Eintritt besserer Wagengestellnng den
Eisenbahn- und Wasserweg zur Versorgung des Hausbrandes möglichst auszunutzen, hat der Reichskohlenkommissar anfangs Juni me Bezugsscheine für. den ganzen Rest der Sommerliefermenge an die Versorgungsbezirke herausgegeben. Da er mit allem Nach- druck die Belieferung der angewiesenen Bezugsscheine erstrebt, darf erwartet werden, daß die Versorgung der Bevölkerung mit Kohlen Nch nächstens erheblich bessert. Die Lage der Kohlenversorgung
blerbt andauerr^ — t -^ — w - , - jr - r ' • • |
Anfvideru n gen «■».». vuyu, i*u, «vtc». w»uu. uuu iul uiu
unentbehrlichen kriegswichtigsten Industrien. Reuerdings hat der Reichstvblenkommissar, um die Versorgung der Landbezirke zu verbessern, für eme Reihe von Kommunalverbänden, nämlich Groß- Gerau, Bensheim, Friedberg-Land, Oppenheim, Alzey und Mainz-Land die Sommerlieserungen erhöht. Wohlwollende Prüfung des Gesuchs des KomirrunalVerbands Bingen um Erhöhung der Sommerlieferung ist zugesagt. Der Reichskohlenkominissar glaubt, diirch sein Vorgehen der Anregung des Herrn Abeordiieten Köhler nach Möglichkeit Rechnung getragen zu haben. Insoweit eine reichlichere Zuteilung von Hausbrandmengen vom Abgeordneten Köhler verlangt werde, s«k er in dieser Richtung bis an die Grenze der Möglichkeit gegangen. Wenn er über die bisherigen Erhöhungen der Sommerlieferungen hinaus weitere Zuweisungen nicht in Aussicht stellen könne, so liege der Grund hierfür ausschließlich darin, daß die Zechen schon mit den bisherigen Lieferungen bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit belastet seien uiid eine Steigerung leider nicht erzielt werden könne. Bei wirtschaftlicher Verwendung der zugeteilten Mengen, bei äußerster Sparsamkeit aller Verbraucher, so führt der Reichskohlenkommissar aus müsse es sicherlich durchaus möglich sein, eine Bevorratung ini Laufe des Sommers zu erreichen. Sie werde nicht unerheblich sein und billigen und den Verhältnissen Rechnung tragenden Anforderungen entsprechen. >
Was nun die Erregung betrifft, von der die städtische Bevölkerung infolge der Einziehung eines Aufgeldes ftür den Mehrverbrauch an Gas ergriffen worden ist, so beruht diese Erhebung auf einer Anordnung des Reichsllchlenkonrmissars. Die Regierung hat die Oberbürgermeister über die Ausführung dieser Maßregel angehört. Hierbei hat sich herausgestellt, daß die. Stadt Mainz durch Sperrung der Gasleitung hie vom Reichskohlenkommissar geforderte Einschränkung der Gasabgabe bis März laufenden Jahres erreicht hat und daß die Erhebung pon Aufgeld deshalb dort noch nrcht praktisch geworden ist. In Offenbach wäre ein Aufgeld in ^von 250 000 Mark für den dort stattgchabten Mehrverbrauch von 500 000 Kubikmeter für dre Monate April. Mai und Juni die,es Jahres zu erheben. Ohne die Ursachen des Mehrverbrauchs im einzelnen Falle zu prüfen, hat die Stadt es abgftehnt, die Beiträge, durch ihre Beamten einzufordern. Es wird deshalb zunächst ab- zmoarten sein, mit welchen Vorschlägen her Reichskoblenkommissar an die Ltadtverwaltung herantritt. In Darmstavt wird so vorgegangen, daß bet Anforderung des Aufgeldes eine vierzehntägige Frist gewahrt wrm, um her Erhebung des Aufgeldes widersprechen ul rönnen. Wo die Einwendungen nach Auffassung der zuständigen Kommission begründet sind, wird von der Erhebung des Aufgeldes abge,eben Bet solck*>m schonenden Vorgehen darf envartet werden, ^ftch d,e in DarnchtxM ^emgetretene Erregung wieder lege. In ^ *55 Aufgeld mit dem Gasgeld in Rechnung gestellt mid cmgezogen, ohne datz eme besondere Erregung in der Bevölkerung hervorgetK^n ist. Ties hat dadurch erreicht iverden ^mreil, > atz die Ortsvorsch,uften weitgehende Milderungen vor sehend ^o hat man von vornherein eine Einschränkung der Antvmateiigas- r^L?emen Einschränkung ausgenommen, aber M kleine Gasabn^hmer nicht mehr mit Aufgeld belegt Eine Belastung der Arbctterbevölklerung und der Klein gas abnehmer v)mmt nach dem Bericht des Oberbürgermeisters der Stadt Worms Grunde nicht in Frage. Anfgeld in erheb!ich,er Höhe wurve dg.ivtiachillch von den Kaffeehausbefitzern mrd von den Motographen angefoÄ«rt imd bezahlt. Auch fand in Privattvoh- f l ! bvööh^r Verbrauch statt. Handwerker und entsprechende abe^lni' Fabrikbetriebe nur vereinzelt,
Wo rm 4 9 ?^ gen ' '^ ier Oberbürgermeister der Stadt
Durchführung der Anordnung die einzige Mög- ^ Kstverks voLbeugen^Er er «oMÄefiment,. Die un
Siürir n« crfwfe "' roeil i)iL ' Lirferung
feit tebodji möglichst verschont bleiben ^.rvertervevolkerung
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rücksichtslos uiid i&rme^hil m <trtrf)ie Haushaltung^
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habung der Vorschriften eintreten. Solche Verbraucher trifft das Aufgeld mit vollem Rocht. Rach Auffassung der Regierung wäre dagegen eine milde Beurteilmtg dort angezeigt, wo der Mchrv-erbrauich an Gas auf Mangel an Küchenbrand zurückzuführen ist oder wo bei ernstenr Willen imd bei größter Sparsamkeit eine, weitere Gasersparnis unerreichbar ist.
, Tie Regierung hat die Zuversicht, daß die städttschen Orgaite bei Einziehung des Aufgeldes mit Schonung verfahren und dein öffentlichen Empfinden Rechnung tragen werden
Mg. Köhler (natl.) begründet seinen Antrag: Schon im Sommer 1917 sei die Kohlenversorgung eine nicht gute gewesen, ^m Januar 1916 seien Jndustrieii infolge Kohlenmangels zum Stillstand gekommen. Seitens der (!^roßh. Handelskammer Worms sei auf die Transportschwierigkeiten (mangelhafte Schiffsbcman- nung) hin gewiesen ivvrden. Der Aittrag aus richtige Belieferung mr Frühjahr, im Januar 1918, sei dem Reichs kommt ssar durch die oöegierung weitergegeben nrrd befürwortet worden. Ein Erfolg sei nicht zu ersehen. Die Belieferung mit KvWen sei eine diirchaus ungenügende, von einer Bevorratung für kommenden Winter könne tfeme Rede sein, alle Lieserungen gingen sofort in ben Verbrauch. B-er einer Zusammenkunft der süddeutschen Städte in Augsbirrg im Mai habe der Herr Reichskommissar eine genügende Zufuhr in Aussicht gestellt, aber trotzdein sei nichts gebessert worden. Deshalb der nerre Aittrag. ^
Es müsse in den Sommermonaten die Zufuhr ftattsinden. Im Winter seien Störungen durch niederen Wasserstand, Eisgang imb dergleichen vorauszusehen.
.erscheine ausgeschlossen, daß die im Sommer unterlassene Bufuhr im Winter nachgeholt'werdeii könne. Eine derartig mangel- Mte Zuteilung, wie seither, bedeute die Unmöglichkeit, ein Zim- m £ c M toen, ein Kücheiifen-iw zu unterhalten, es bedeute die Unmöglichkeit der Lebenshaltung. Zentralliiznugen kömtten nur mit wEngeii beliefert werden, die .den Heizbetrieb überhaupt ntög- lich machten. Die Angelegenhit sei außerordentlich ernst. Eine eingehende Beschäftigung der Volksvertretung mit dieser Fraae !ei SEvendig, sie lverde der Gvoßh. Regierung iveiteres Material geben, um das fticher schm betätigte dankmswerte Vorgehen zu ermenern. Nütze auch dieses enreute Vorgehen nichts, so müsse man fich damit bescheiden, auf diese schwerwiegende Frage feiteüs der Volksi^rtvetung mit allem Nachdruck hinaewiefen zu haben.
Abg. Schott (natl.) bespricht die .Kvhlenbelreferung auf dem Lande.
Mg Neu mann (So-z.) setzt die Bechältuisse in Offenbach «auseinander. Tie Gaseinschränkung ist undurchführbar, da auch der Hetzlvert des Gases um 20—30 Prozent gesunkm ist. Alle Vorstellungen beim Reichskommissar waren bis jetzt ergebnislos Die Not ist außerordenllich groß. M!an darf sich über die möglichen Folgen keiner Täuschung hingeben. 9Wch ist es Zeit, sofort durch- gveisende Maßnahmen zu ergreifen. Diese fordern wir von der Regierung.
Mg. Urstadt (fortfchr.): Der Mehrverbrauch von Gas ist Nicht ans Verschwendmig, sondern auf Kvhlenmanget zurückznführen Würden die Zecheii nur 6 Prozent iveniger verkoken kömiteä die Gaswerke besser beliefert werden. Die Kliniken in Gießen sollleit für ftch bellefert iverden, jetzt schinälevn sie das Kvhlenquantnm der BurgersckMft.
Abg. E i ßne r t-Offenbach glaubt nicht an die Versprechungen, des Reickskvmmissars nach den bisherigen Erfahrungen Er Unterstreicht die Ausführungen seiner Vorredner. Hüttenkoks und Kohlenabraum m liefern, ist wertlos für den Hausbrand Hier snningt das KohlensyÜdikat schwer. Auch die Händler sündigen schwer in Bezug auf Preiswucher und Qualitätsverschlechternng Der Redner fordert die öffentlich-rechtliche Bewirtschaftung Solange der Handel schalten kmrn, wie er will, werden wir keine Besserung erzielen können.
.^bg. Dr. Dehlinger (Bbd.i beschwert sich über die zu geringe Kohlenzuweisung an die Landwirtschaft. Die Truschkohleri müssen ausreichend beschafft werden.
^ v. Hombergk: Ich verspreche mir von der heuti-
eme um größere Wirkung, als alle Wünsche in sachlicher ,vorm vorgebracht werden, trotz der-Erregung über diese . Frage: das macht es uns leicht, diese Wünsche an! derl Reichiostellen zu vertreten. Hessen produziert ja leider ilur et-
entschlossen, der Kohlenaus- cneiatztelle in Mannheim einen eigenen Kommissionär beizugeben. Kmglich der Cantreibung des Aufgeldes verweist der Minister auf ferne vorige Erllarung. Ueber die Verwendung der Strafgelder ist w uvch keine offizielle Nachricht zugegangen. Unter
Städten zugewiesen werden. S qS bie ^® ta ^ e '. mte bie Debatte gezeigt habe,
diese Zuweisung ablehnen. Tie Weigerung Offenbachs, die Ein-" zrehung der Strafgelder zu übernehmen, habe die Regierung dem mischen'^^ ^ einfach mitgeteilt. Sie werde sich nicht dareinl
Abg, Werner (Bbd.) wünscht die Msgabe von Brikett- vezngicheinen.
Abg. Ei ßn ert
gende!
Wen- o.rcn 'schaft r-
der Mftkister des Innern von Hombergt zu Vach Erklänmg ab: Soweit die Ausforstn.igen in' ocr Gemarln nrngs in den Jahren 19l6 unv 1917 vorgQiommeil wordc mrd die Angrearzer schädigte, wurde sie von der Smn/ s! wDoder beseitigt und das Gelände zu annehmbarem Pcc-^r uw KchE, das noch aufgeforstete Gelände ist zur la:idwirtschistlichen Beiiutzung wenig geeignet. Aehnlich liegen die Verhältnisse iu der Gemarkung Bnrg-Bracht, wieder Minister ausfühcc. Der Minister verliest sodann eine Rückänßerung der Jsenbnrgischen Rentkammer mls öte Ähnftage Dorsch und schließt mit den Worten, er sn mit der Rentkammer der Ansicht, daß derartige Mißstünde. n/i- sie Abg Dorsch behauptet hat, auf die Dauer sich nur hintanhalten lassen, wemi sich die Gemeinden im Vogelsberg zur Feldbereinigung eni- schließeii.
^ Dorfch (Bbd.) bedauert, daß seine Gewäl-rsmäimer ihn gelassen hätterr, führt das aber daraus zurück, -lc^^OrtseiMvohner sich mit den stand es herrlichen Rerttkammern Nicht überwerlert wollten.
^ einer dringlichen Anfrage des Abgeordnet-m Dorsch, den Vprrcmt der Güter Oppelshansen und Engcltal betreffend, ant- A^^et der Minister des Jnnerii von Hombergk zu Vach: Svlvvhl ^das^ Krusamt als auch wir hall'n von den: Verkauf erst Kennttris erhalten, als der Kaufabschluß bereits grundbuchmäßig vollzogen war Dre Gemeinden Oberau und Höchst a. d. Nidder haben mit der Standesherrfchast Solms-Laubach nientals Verhaud- ^ngen w^gen Ankaufs dieser Güter geführt, wohl dagegen, die Gvoßh. Bürgermeisterei Altertstedt vor mehreren Jahren.' Deren ob Berkaufsabftcht besttinde, wurde damals verneint Weder dem Früheren von Hehl zu Herrnsheim noch seiner Ver- w.iltur^ war bekannt, daß etlva die angrenzenden Ortschaften Lieb- hvwer mr das Gut seien. Seim das gewesen wäre, so würden sie doch, da das Gut seit dem Jahre 1907 feil war, ErwerbSmögllck>- lMben. Ob der Arttarlf der beiden Güter unter den geschilderten Verhaltnrisen für die in Betracht kommenden Gemeindetl vorteilhaft gewesen wäre und ihn.eit geeignetenfalls hätte empfohlen werden können, kann dahingestellt bleiben, nachdem der Kauf vollzogen ist.
, Mg. Dorsch (Bbd.) beantragt Befprechung imd bittet die Re- fugend, dafür zu forgeii, daß der G(rund und Boden S5 £ men J gc K?ide übergehe. Man müsse aber mich gegen die erheben^^^ ^ ^nen Kauftente durch die Warenhäuser Einspruch
einc energische Unterstützung ^ g ft??^^u ^eser Frage iN Aussicht. Abg. u/sta d t (fortfchr.) stellt fest, daß die Fortschrittler im Landtag für die Warenhaus- und Filialsteuer gestimmt hätten. Abg. Stephan (natl) behauptet, daß es sich bei dem Verkauf der erwähnten Gitter nicht um..Bauernlegeru gehandelt habe. Der Name des Käufers biete daftlr genügend Gewähr Mg. Ad e l u n g(Soz.) stellt fest, daß von d^ser Sefte mehrfach kleine Güter aufgekauft lrmrden. Mg. Werner (BW.) meint, daß seines Wissens diese Sei'e sich in nicht gerade «rfteulicher Weise bei dem Anlauf vair Gütern m Rhein- Hessen, z. B. MonAum, betätigt habe. Minister des Innern v on Vom bergt zu Vach macht darauf aufmerksam, daß die .Kreis- amter darauf hingewiesen seien, den Ankauf von Gemdbesitz durch lne Gemeinden zu fördern. Von den genannten Verläustvr Wbe das KDe-lsamt aber keine Kenntnis gehabt. — Schluß der Sitzung 1 fthr'. Nächste Sitzung Freitag, 9 Uhr.
Heute nachmittag findet eine Sitzung des Kriegsausschusses statt.
- *- jP' hon der Antwort des Ministers
Er tx-lt nrrt. d-rtz d« m Ses,«i befindliche Nrankohleu- grude „Amalie , die einer auswärttgen Firma gehört Wiicber ben ^f e - ÜCT ^ angt unb d^hcrlb beim Kriegswucheramt verklagt wor
Eine Vorstellung der hessischen Rechtsanwalts- und Notariats bureaubeamten tmrd ohne Aussprache abgelehnt i r^.^^lun? der mittleren Justizbeamten über die Gehalts^ Verhältnisse der Aktuanatsasftstenten wird von dem Mg ftuck- m e p e r (Ztr.) befürtvortet und nach einer Estklärimg des Staats- auf Antrag des Wg. Tr. Osann an den Ausschuß zuruckverwiescn.
-ver Antrag K ö h l e r, die Immunität der Abgeordneten betr wird ohne Aussprache angenommen.
b - n r i ch und Raab batr. Weinal'gabe von den Tomanenbestanden für.Krankr- wird strr erledigt erllärt
Bei dem Anträge der Wgg. Leun wird Dr. Fulda Sveck ,°^s?be betr.. bittet Abg. Leun (Bbd.,. die Lohnarbeiter, auch so-
1% imt> '«sofern sie nicht mehr
s f r ?? e r bans geschlachtet Aden, von der Speckabqabe aus vcr vausschlacheung zu besreren. Der Antraq wird, nachdem der
äber Wc Strafen für Nichtabgabc von Speck gesprochen hat, migenommen.
Die Versorgmlfl mit Schuhen.
Abg. Eißnert (Soz.) spricht sodann über seinen Antrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Schuhen und verlauft die Aufhebung der Freizügigkeit der Bezugsscheine, damit nicht Orts- remde ohne wetteves überall Schuhe kaufen können Weiternder- langt der Redner die Einrichtung von Schuhverteilnngsstellen so- wre die Ueberwetsung von Ober- und Unterleder oder zweckdienlicher ^Evffe durch die ^ckiaftwerteiüm gs stellen. Scksti esst ich sei es nottg, bei der Mgabe von neuen Schuhen die Mliefeonng der alten zu verlangen. * ''
, Dorsch (Bbd.) meint, daß aus dem Lande noch schkechter
ohne Schuhe oder mit schlechten anszukommen sei als in der Stadt (Wild) fuhrt aus, daß man auf dem Lande mit Holz schuhen mchts anfangen könne. In vielen Orten des Kreises Oppenheim werde wöchentlich nur ein Paar Schuhe auf Me ©fe’ samtbevölkerung verteilt. — Ter Antrag nürd angenommeri Sodann wird der Antrag des Mg. F e n ch e{ (Bbd ) ftiung Uiid Auszahlung der Preise für Brotgetreide, (berste und Hafer ohne Aussprache angenommen.
^ ^A^rage des Mg. Lang (Natl.), Me Verinchtiing der Saatkrähen betr., wird für erleMgt erklärt, desgl. eine Vorstellung teS Landesverbandes der Hausbesitmwereine ivegeti Wanderung des Gesetzes über Me Brmiüversickierungsanstalt für Ge^!d? die eme unterschiedliche Heranziehung der Gebäude zu den Brand- ^rsicherungsumlagen nach Bmmrtllassen bezweckt, nachdent die, Regierumg darauf hingewlesen hat, daß Personalmangel leider die A ornah me der Vorarbeiten Kcr Aenderung des Gesetzes verhindert hat.
>Asuf die dringliche Anfrage des Abg. Dorsch, betr. die Ausiorftunqen
m Jeldgemarkungen durch Standesherrliche RLM-eren, gibt
Letzte Nachrichten.
Der neuest- Bericht -ev Heeresleitung.
(WTB.) Grohes Hauptouartier, 12. Juli (Amtlich.)
Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht.
Die ArtillerieLätigkeit lebte am Abend auf und steigerte sich wahrend der Nächst zu kräftigen Fcuerüberfüllen auf Kamp.ftellungen und Hintergetände. Südwcst ich von Ypern und Ballleul^ sowie nördlich von Albert wurden stärkere Borstofte, mehrfach Erkundungsabteilungen des Feindes, ab- gewrefeu.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Zwischen Aisne und Marne blieb die Tätigkeit der Franzosen rege. In Vorfeldkämpfen im Walde von Villers- Eotterets machten wir Gefangene. Oestlich von Reims schlugen wir Erkundungsvorstöhe des Feindes zurück.
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Leutnant dteckel errang seinen 20. Lustsieg.
Don dem gestern un Anflug auf Coblenz gemeldeten umenkamschen Geschwader fiel auch das 6. Flugzeug durch Abschuß m unsere Hand.
Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.
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Berlin, 12. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Der Haupt- auSschutz des Reichstages hat derr Nachtragsetat betreffend Kriegskredit von 15 Milliarden Affnk angenommen gegen die Stimmen der Unabhängigen Sozialdenwkrate«t und bei Stimmenenthaltnng der Polen.
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Die Beseitigung der Krisis.
., .?/rliN, 12. Juli. Schneller fts allgemein erwartet wicrde, schreibt Me Germ <r ni «"haben sich Me pvlitischm Wvgeit w^ hex geglättet^ Nach der Erklärung des Reichskanzlers läßt sich Me Lage so charakterisieren datz bis zur svzialdenwkratischeu Mehr- hett hinüber der Wuu,ch besteht, der Regierung Herllings nxiiex H'rtwrucn «itgegeirzübnng.en und abzmvarten. wie sich der neue Ltacrtvsekretwr Mtrch Me Tat bewähren wird. Ta es in der 'Polittk Mn Me ^cache!und Nicht um eine einzelne Person geht, haben bid Mehrheüspartevm nach der Rede des Kanzlers tat äcim keinen Qminb mehr, der Neuerung ihr Vertrauen zu entziehen. Wenn der Reichskanzler auch nicht alles, wie es beispielsweise dielen! svder leitem m der Wahlrechtsfrage erwünscht wäre, übers Knie bricht, so rvtzrß er doch genau, was null, und welche Wtzge ihn zunl ^Ziele führen. ^ r 9
n c t Tageblat t" rühmt au dem Gra-
schickt^sei^^' ^ tr E MgenblicksPolitiker außewrdentlick) ge-
^ '^orwärts" sagt: Gras Hertlrng hat den Versuch gemacht, da', was Mirch Me Ereignisse der letzten Tage ans den Mgm geraten i t, nneder einzurenken. Er hat dem Zentrum er )viMschM Gelegenl-eit gegeben, das Band, das es mir der stllgierunr Verbinder aufs neue zu festigen. Auch die Rrde des Fortschrittlers klang nicht so, als ob der Vertrauensmann der Vol^varlci >^crr von Paper, daran dächte ans der Regierung zu scheiden Scharfe Tone Hölug nur der Redner der Sozialdemokrattc au der die Erklärung des Kanzlers mckK befriedigend faird. Ter „Ävrwärts" kommt dann am d« Stellung der sozialdonwkratisch'n Fraktion:
^neg^rcbitat sn sprechen und sagt: Die Fraktion hatte vor dert letzten Ereignisseri mit allen gegen achi Stimmen ^Eonng der Knegskredite beschlossen, wird sich aber nwlst mit der Augelegenheit nochmals befassen
Wie die Vvssische Zeitung" hört fand gestern bei Besprechung statt, bei 5er eine Retiie von ^.SEftgliedern Sfel^eicheit hatte, sich mit dem Gesa n b 1 1 n von Hrntze auÄzuspreckMi.


