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G re ße n, den 8. Juli 1918.

Lebensmittelmarke«.

b ! C vom 8. Juli bis 14. Juli 1918 hoben nach­stehende ^eoenS.mUelmnrken Gültigkeit:

Brotmarken der 28. Woche, gültig vom 8. 7. 1918 - 14. 7.1918 Butte rm arten 28. , 8. 7. 1918 - 14. 7. 1918

jf; er .*2 nvfe l Nr. 12. 8. 7.1918 - 14. 7. 1918

,'let chmarke . 28. .. . . 8. 7.1918 - 14 . 7. 1918

Kartoffel marken , 28. ' 8 . 7 .1918 - 14. 7 .1918

Seifen, narken für den Monat Juli 1918.

1,1 "»».tausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegarrgeue Marten kein Ersatz gewahrt.

Reuattincldttngen und -lnmekdunq von Neugeborenen haben unter Vorlage der nötigen Ausweise. insbesondere der Lebenzmutcl-Ausweiskarle, auf dem Lebensmittel aml zn erfolgen.

.. w »»»»erhalb der Stadt nnd Wegzüge von Gietzeu

find in den zuständigen 'Bezirken auznmcldeu.

GefchüftSstnttden des Lebeusmittelamtes von 9-12 Uh,- vorm.. 24 Uhr nachm.

^ Markenausgabe »iit Urlauber:

Sonutag.- von 1912 Uhr vormittags.

A m tl iche P er sonaln a chr i ch t en. Der Großherzog zuni Vortrag: den Staatsininister Dr. v. Eroalv. i>eti @enmilcu>iut<nUci i Gerbeval bei Kavallerie v. Hahn, den Vorstand

Kaornells Wirk. Geh. Rat v. Römheld: außerdem den Major Wallau Der Gfoßherzog f>ol aut 3. Juli ben diplomierten Gartrn- merster Paul Rentsch Friedberg zum Fachlehrer Mbergürtner) und Sekretär an der Obstbanschule und LandnnitfchastlichcnWinlcr- schule zu Fttedberg ernannt.

** Seinen 70. Geburtstag beging gestern Genera Geranzt Da. Ferdinand S i e g e r t. Im Sturmsahre 1848 in Kölii ge- booen, wtoinete Dr. Siegelt sitch der inilitäriscl^ärz-tltchen Lauf- oachn urv) liest sich 1903 als Overstadsarzt in den Ruhestand ver- letzen. Von ".'.iW-auscn in Elsaß. wo er zuletzt in Garnison stand, nahm er seinen Wohnsitz in unserem schönen Hesfenland und wählte ^Gaetzen zn seinem Aufenthaltsort. Während der Friedensjahre rmOmete -ich Dr. Siegert ehrenamtlich unserem^ Museum, um fWtbenmg er sich unbestrittene Verdienste erworben hat. Mit cknsbruch des Weltkriegs stellte er sich dem Samtätskorps iv^cer zur Verfügung und NTurde zium Direktor der zu Gießen gehörenden Reserve und VerciuslaAaretbe ernannt.

® n e ine silberne Ho chzeit feiert heute Malermeister Deinrtch Launspach. GleichHi'ttig kann er auf ein 25jahriges Bestehen seines Geschäftes zurückblicken.

** Verkauf von Wurst aus unterwertigen Rin­der n. Der Verlauf von Wurst ans imlerwertigm Rindern findet Mittwocki den 10. Juli 1916 nicht statt.

** Freibank. Dienstag den 9. Juli von 24 llhr Nr. 581 bis 660.

** Die Goldankau fsftelle Gießen bittet uns. mit- zuteilen, daß ihre Geschäftsräume von jetzt bis Mitte August l. I. 'geschlossen meiden. Der Zeitpunkt der Wiedereröffnung wird noch bekönntgege->en.

** Deut, che Vaterlandspartei (Akadem. Gruppe). Mittwoch den 10. Juli spricht im Saale des Gafthofs Hindenburg .Hlerr Pw^isor Verlups cru? Gent. Siehe Anzeigenteil.

^ L i ch t bilde r Vortrag. Der zweite Vortrag zum Vesten des Kmrsavissens-cl-astlichen Instituts, in dem Professor Dr. Kahle me Entwicklung des Mosch^enbaus behandeln wird, findet Mittwoch den 10. Juli statt. Näheres im Anzeigen teil.

** Verwundete und erkrankte Kriegsteil­nehmer verlieren oft ihre Ansprüche besonders aus der Kranken - und Invalidenversicherung, weil sie über die in Frage kommenden Bestimmungen nicht genügend informiert sind. Es kann deshalb allen Kriegsteilnehmern oder sonstigen Heeresangehörigen, die auf dem Gebiete der Kr anken-undJnvalidenversicherung,Fami- lien Unterstützung, Kriegswochenhilfe usw. über irgendeine Frage im Unklaren sind, nur empfohlen! wewden, sich von der seit Kweä Jahren bestehenden Verwund eien - Beratungsstelle (Sprechstunden Dienstag und Freitag von 2V,3'/? Uhr im Soldatenheim) beraten zu lassen, woselbst auch alle erforderlichen Schrift­stücke unentgeltlich angefertigt werken. Soweit die Rat­suchenden nicht ausgehen können, wollen sich dieselben schrift­lich an den Leiter der Beratungsstelle, Bureaubeamten H. Kirchner, Gießen, Schiffenbergerweg 16, wenden, der auf Wünsch bereit ist, die Ratsuchenden in den Lazaretten zu be­suchen.

** Feld schütz. Fortgesetzt wird über die Schäden Klage geführt, die beim Pflücken von Feldblumen auf Aeckern und Wiesen angerichtet werden. Es sei deshalb darauf hingewiesen, daß nach § 368 Nr. 9 des Reichsstrafgesetz­buches sich strafbar macht, wer unbefugt vor beendeter Ernte über Wiesen oder.bestellte Aecker geht usw. Durch die Ent­nahme von Feldblumen gehen nicht unbeträchtliche Futter­mittel verloren. Viel größer aber sind die Verluste, die der Ernte durch Zertreten der Pflanzen hierbei zugefügt werden. In der jetzigen Zeit, wo alle Futtermittel dringend gebraucht werden, müssen Schädigungen dieser Art unter allen Um­ständen vermieden werden. Es ist daher Pflicht eines jeden Einzelnen, an dem Schutze der Felder vor solchen Zerstö­rungen mitzuwirken. Von dem Pflücken und Ankäufen von Feldblumen ist daher dringend abzuraten.

+* Freigabe von Knochenbrüherzeugniss.en. Vtsher «langten die auf Veranlassung des Kriegsausschusses für Oele und Fette hergestellten Knochen brüherzeugnisse durch die Ge- melno«i zur Aiisgabe. dttmmehr ist der Vertrieb dieser Erzeugnisse Dan freien Verkehr überlassen, jedoch unter Beibehaltung von Höchstpreisen Die Verbraucherhöchstpreise betragen für .Knock-en- f? i S c ° dig. das Stück, für Knochenbrühwürfelmasse 6 Mk. für 1 Kilogramm, für Knvchenbrühextrakt 3,40 Mk. für 1 Kilo­gramm Inlandsware und 5,35 Mk. bz-w. 5,80 Mk. für 1 .Kilo- 6-vMmr gemischte dänische Ware, für flüssige Würze 3,40 Mk. für I KllvAramm ausschließlich Bcrpackmtg. Der Kriegsausschuß für Mailiche und tierische Oele Mid Fette, Berlin, Unter den Lin- den 66a. erteilt auf Anfrage Auskunft über die Fabriken, tpielche o^^ilge Knoche nbrüherzeugnisse abgeben.

1 Q o fcjifc für Stroh und Häcksel aus der Ernte 1^1^ ... Der Staatssekretär des KriegsernährungSamls hat die Preise für Lttwh aus der Errrte 1918 in der gleichen Höhe wie im letzten Wirtfckwftsjabre festgesetzt (Reichs-E^setzbl. Nr. 85). Es be­tragt hiernach per Preis bei Flegeldruschstroh 90 Mk., bei Ka- Wvrendruschstroh 80 Mk. für die Tonne. Tie Preise schließen die Kosten der Beförderung zur Verladestelle und des Verladens mit ^ daahtgeyreßteni Balten geliefert wird, erlwht sich der Preis um 12 Mk. für die Tonne. Der Lieferungs- verband erst.lt eene Vermittlungsgebühr von 12 Mk. Die Landes- behorden besttnunen, 'welchen Teil hiervon der Händler zu be- rmnmen har pie vorsiehenüen Strolwreise gelten auch als H ochst - Vkette für das StiDh das rm freien Verkehr gebandelt wird. Der lirtragt 120 m. für die Tonne? Die.Znschllm- für st.> 's., - lstmhandel werden von den Landeszen tralbe Hörden

stBBW « a6e öte ^

®leibt 9 U öaufe. Bleibt M Hanse! Dies ist der beste M?; te,m ' lbec tr-rd aller Schwieriger,

n ,d >J" &m,b, 9 e: ! öernt9. Sobituittocn' unb W-arn s,; lmcber die Eisenb-chnvenvalking. für

der idriegsnnrtschast dringend tzebrorichrt Ein xcbei nm« rutz pxi«reu, ob die erietzntc Reise uivtr

lick gax so nokwerwig und dringend ist. Man sage rücht. wegen

eines einzigen Reiseuden mehr wird nicht ein einziger Zug mehr gefahven. Aber auch im eignen Interesse kann immer nur wieder vor entbehrlichen Reifem gewarnt werden. Die Beschaffung der Fahrkarten, das Warten aus den Zug, der Kampf um deii Platz, die Ueberfüllung, alles bemtfprucht Zett und Kräfte, die bester für Dinge verwendet werbeli, die in unsere Zett mehr passen. Meist bringt .auch die Hoffimiig, alcherslvo eine bessere Verpflegung zu finden, nur Enttäuschung.

Starkenburg und Rheinhesstn.

ch. Aus Rhein Hessen, 6. Juli. Die Rebenblüte ist bei der mcgünHiMNi Witterung, die leider seit einiger Zeit lierrscht, viel zu langsam vor sich gegangen. Dem Neuwurm war so alle Möglichkeit gegeben, großen Scl)crden anzurichten und tatsächlich ist dies auch in verschiedeireii Bezirken geschehen. Besonders die RieÄingtrouben haben auch unter Abfall zn leiden. Immerhin wareii so viele Gescheine vorhandm, daß noch genug übrig ge­blieben ist, und imm das Vorl-andene hindurchgebrächt werden Eaim, bleibt noch ge?rüg übrig. In bat Weutbergerc wird fortgesetzt «nfrig gearbeitet. Die Wernversteigermigeii sind zu Ende. Sie haben gute Evgebmsse gebracht. Geschäftlich, herrscht aber iinmer- fo-tt Leben. Bezahlt würden in letzter Zett für das Stück 1917er '000 bis 10 000 Abart und mehr.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 8. Juli. Durch.die Schülerzeichrrungen und die Werbetätigkttt der Lehrer und Lehrerinnen der Volks- und mittleren Lchülen des Regierungsbezirks, sowie die der GeisÜbch-en sind der 8. Kriegsaick'^h'? 10 815 500 Mark zugeführt worden. Damit stellt sich der Gesamtbetrag der bisher von diesen Schuleil für me Kriegsaitteihen aufgebrackMi Mittel auf 31 622 650 Mark.

ra. Wetzlar. 8. Juli. Mit denr Eisernen Kreuz 1. Klasse wurden ausgezeichsnet: Sergeant Wilhelm Gaul- Nauborn, Ser- gemrtKarl Schütz -Bechlüigen sowie Bizefeldivebel Walter Palm üiü> Lcuttiant und Adjutant K. Schütz, beide ans Wetzlar.

** Salzböden, 7. Juli. Den Heldentod fürs Vaterland starb Gefr. Philipp Rollshausen. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurden nusgez-'ichnet Wilhelm Forbach und Fahrer ^bonrad Klein von der nahen Schmelz-Mühle.

Hessin-Nassau.

** Frankfurt a. M.. 7. I cki. (Zoologischer Garten.) Als weitere Znchtreftlltate sind die (vebürten zweier Damhirsche zu verzeichnen. Am großen Weiher tummeln sich neben zahlreichen lnngen Teichhühnchen die Nachzucksten verschiedener Entenarteir, darunter ostasiattsck-e Mandarinsiten und die hier noch nicht ge­züchteten farbenfrohen chttenifchen Pfeifenten. Für das Affenhaus wurde ein ausnehmend starker Rhesus erworben. Die Sammlung deutscher Vogel erfuhr weitere Vermehrungen, vier männliche blauen wurden von Frau Emma von Rin mm und ein Gelbwwlgen- rlakadil von Frau Tr. Premrtzell, Mainkur, geschenkt. Maricherlei Neu«s zeigt auch das Aquarium und das Insekten haus. Die Schau nutzbarer Wildpflanzen vor dem Vogelhaus ist gut her an ge wachsen ,^y^r T J nf j 1,rU ' 2R -' 6. Juli. DieFrkst. Ztg." meldet aus Elberfeld: Zum Intendanten der städtischen Bühnen in Bar men-Elberfeld, die ab 1. Aiai 1919 zum erfreu Male unter städtischer Veuwalttmg vereinigt werden, wurde unter 55 Be­werbern Jntendcntt Robert Volkner in Franfturt a M. ge­wählt. Für die neue Bülmenvereinigung sind von den l.,cide:i ^>ten wesentlich er! öhte Gehälter, die Zusammenlegung beider itadtiickien Orchester ii: Höhe von über 80 Mitgliedern und eine große Verstärkung des Opernchors beschlossen worden.

K. P. Hattenheim, 5. Juli. Bon einem Schadenfeuer wurde die hiesige Gemeinde l)einrgesucht. Das Feuer kam in der Ho,rette des Landwirts Mk. Recker zum Ausbruch und zerstörte das Wohnhaus teilweise und die Stallungen vollständig Auch die angrenzende Scheune des Landwirts Joh. Simon wurde durch E wasch um sich greifende Feuer zerstört. Zur Bekävipfung des Vvcvwes waren außer der hiesigen Feuerwehr auch die Wehren von Erbach und Oestrich sowie die Dampstpritzen aus Mainz und Wiesluiden am Braiidvlatze erschienen.

<ßcrid?**faal.

Geheimschlüchcher und üjrre Abuchmrr.

,. = Jpf. a -'W., 4. Vor Jahresfrist wurde durch die

mesige Polizei :n den Arbeitsräumen der Schwärzesabrik eine Ge yeimschl achtere i großen Unffangs aufgedeckt, deren Erzeug- msse m erster Linte großen Gasthäusern Und ersten Restaurants in S/ ? KUgettchrt wurden. Die Seele des Betriebs

war der Viehhändler Fritz Himmelreich ans Achborir, der f* c '55 r ? D, r l»bserte und sie durch den Metzger Peter Fuchs uiid den Arbetter Johann Raaf aus Höchst in der Schwärzefabrik ab­schlachten tteß. Du Schlachtung der Tiere geschah hier in Bade- xaunleii, die jo schmutzig ryarert, daß die Schoesne in wenigen Anaeübli^n schwarz wie Wildschweine aussahert. Tadiirch. erhielt >auch das F l e i s ch, das zichem Nicht untersuclp und in den s ch in u tz- Badewannen ab gespült wurde, ein geradezu e -^r - 11 fgich aber trotzdem seinen Weg in die Küchen erster Gasthäuser und Restaurants von Frankfurt und ^ .Tie Frankchrter Gasthausliste liegt bei den 65erichtsatten. Lo erhrett z. B. derF r a n k f ii r t e r Ö oi in Frankfurt einmal zugleich 6 7 0 P fund Sclnveine- dveist von 4,30 M ark das Pfund Als die ölefrüm- tMlachterei entdeckt wurde, fand man ftinf geschlachtete und seckrs

5afrri - f Bor ' dm- üefiseK heute ziiiM zweitenmal mit der Sach" be- ^stgestettt daß Himmelreich die Schlaclst'mgen r* I<m £ r -^ e Ä m i** "^arzefabrik betreiben ließ und dem Metzger Fuchs für jedes geschlachtete Schwein 10 Mark be- EeHrmmr-kveuh^ behauptet, daß, er die Schweine zuZucht-

^ C< ^ 1 die Hauptabnehmer und Mtt-

langeklagten, Hotelbesitzer B o g e l aus Soden u.id Direktor W a n -

Hof" in Frankfurt geltend nrachtm, daß sie das Fleisch altz Lopau ervetfleisch von Himmelreich envorben

"^^krei" gewesen. .Außerdem ^Ekte Direktor Wangemann, daß er die 670 Pfund nicht

lein Wirtschaftspersonal t??^ an- ^^eses sonst nicht genügend zu essen gehabt hätte. Bwgel sowie Wo n ge m an n wurden freigesprochen Den Angaben des Fuchs, daß er die Geheimschlächterei aus eigene Rech- habe schen fte das Gericht keinen Glaubt es kam r Ä daß oer vermögende Himmelreich der Leiter

oev ganzen Unternehmens war. Himmelreich wurde dementsprechend wiegen unerlaubter Schlachtum.vm, Verkaufs von Fleisch ohne

HA ÄÄn S»chstVrci>«- fite Schweife-

'^eijcy zu 2500 Miar? ^^eldstrafe verurteilt Ferner soll

^ Uel'mchrcktimg des Hiichstpreises erzillde rfrfj) rgewrnn m einem besonderen Verfahren ermittelt und « ^ V* 0 ae n werden Tie übrigen Angeklagten R a a f und

Fuchs Wurden wegen Beihilfe zu 100 bezw. 500 Mark verurteilt

Gletzenov StadithesteV.

Jün der Wunderbare.

Ein derbes Lustspiel von Friedr ich Kahßler.

Gastspiel von Mitgliedern des Frankfurter SchausHie^mstes.

Aus dem TeLanieron des Boccaccio kermt man die t9es.chichr« 'des Ealandrino, der ^in das Tal Mugrvone wandert, Heliotropen zu suchen und mtt Steinen beladen nach Hause kommt, fern» die Burleske: Bruno und lBuffalmacco.stehlen dem Caladrino ein Schwein mid bringen ihn so wett, daß er sich selbst als Dieb bv- ziäitigt, endlich die Novelle vom vielgepTagtan Calandrino, dem sein Arzt aus Anstiften Brunos Mb Bnsfalmacoos vorredet, daß er guter Hoffmmg sei. Die drei Erzählmigen hat Friedrich Kayßler benutzt, !nm mtt allerlei Abwandlungen einen niede.'Veutschenl Bauern schwank zu schaffen. Wirtt auch die Exposition, ohne steckte Fäden und allzubrett ausgesp»)mrcn, ein wetlig ermüdend, jo versteht es der Bühnenmanrn Kapßler doch, über die unwirkliche Wittlichkeit und die Naivttät der Vorgänge durch eine geschickte Theatralik hintvegzutäuschen und sich nach mancherlei Derb- und Ungeschlachthetten mtt einem Anflug von sittlickier Wärme äaat Erfolg zu sichern. Ten Beifall, den die geschätzten Mitgltt er des Frankfurter Schauspielhauj-es rotteten, haben sie weniger dem Autor, als ihrer großen Kunst zu verdanken. Ten Jan Beeil gab Alexander E k e r t mtt feinster Charakteristik und Lebendige. Nicht am wenigsten war es seine Sprechkunst, die demWuider- baren" einen Schein von Lebens möglich? ü lieh. Antje, seine Frau, die der heul süchtigen Lies je SneWe (Mathilde Einzig) gegen­über vergeblich ihre Ansprüche ans das Herz ihres Manncs geltend nmcht, spielte Grete Kaiser mit Feuei: nnd Schävung, so zwar/ daß ihre Bildsauberkett in das hellste Licht gerückt ward. Jans Freundeterzett werde von Toni Impekoven, Helmut Krauß und Oskar Ebels bracher mtt ?-wingender KLrnst verkörpert, so daß auch der Zögerndste der G walt selch fein obg sttmru -r Darstel­lung sich überlassen mußte. Margarete Wolf (Nesje Aoveldvrn) lund Hugo A n dr e sen (Piet Potter, der Schankwirt« wußten de» Gestalten individuelle Prägtmg zu geben. Herr Oberregiffeur B r ü g m a n n hatte die Bühnenbilder im Helldunkel Ostadescher Art aufs bewundernswerteste in Szene gefetzt. Das Stück fand bei der Zuhörerschaft einen starken Widerhall. Wir müssen Hoft»t Steingoetter zu^ Dank verpflichtet sein, wenn er die Frcnrkf a r ttr .Künstler nach Gießen beruft. Daß diese ihr Können ein andermal in den Dienist einer größeren Aufgabe stellen, sei ihnen ans iiers gelegt. -L

^ochschrrlnachrichte«.

4 P UÜi 5S m r el&miben Adensen an den am

4 ' Berlin verstorbenen langjährigen Professor

n iJüT M 1 ®? 1 Universität, Geh Eat Hermmm Cohen fand ^^5^abend in der Aula der Universität eine Gedächtnisfeier statt

tierte sich 1873 an der hiesigen Universität, wurde 1875 Ertta- ordmarius und ein Jahr später Ordinarius als Nachfolger Fried­rich Langes. Nach seinem 70. Geburtstage im Jahre 1912 trat ervon seinem Lehramt zurück und siedelte nach Berlin über blieb aver immer noch eng mtt dem Ort seiner langjährigen wissiMschast- verbunden Bei öer hiesigen'Feier attwickkte sinn langiahriger Frenrch und Kollege, iöeh Rat Professor Dr. Natorp em bebenswarmes Brld des Gelehrten und seiner Verdienste um die von ih:n vertretene WissensckMt, die ihm besmiders als ttefgrüudig-

^n Der würdigen GejÄ-

teiec Wohnten zahlreiche Teilnehmer bei.

3 IMWassenvärme der Lahn am

Hauptversammlung

des VogelSbcrger Hvhenklnbs (B. H. CI.

n. Gießen, 7. Juli. Unter der Leitung des stellvertretenden: Vvrsitzendetl, Tr. mrd. Bruchhäuser, Ulrichstein, fand hier im GasthausHindeuburg" die 37. Lmuptversammlung des Bo- gelsberger HöheMubs statt, die pon 18 Zweigveoemen mtt.)5 Sttmmen durch Vertrete'r besckftckt war. Nach herzlicher Begrüßung ldurch den Vorsitzenden und durch Lehrer Will, Gießen, btc die Versammlung im Namen der beiden hiesÜMi Zweigvevcrne willkommen hieß, wurde der Jahres- und Kassenbericht geboten, welcher ettt derartig günstiges Bild brachte, daß der Beschluß gefaßt wurde, das Vereinsvermögen durch das Abtragvi von 2000 Niart Schulden um diese Summe zu verbessern. Der Voranschlag in der Höhe von 6400 Vbastk wurde gutgeheißen. Tie WegbezeichltungSkarte «durch den Vogelsberg wird in geringer Auflage neu hergestellt. Ter Bismarckturm auf dem Taufstein kommt mit 36 000 Mark in die staatliche Brandversick-ermigskrsse, die automattsch nicht mehr schlie­ßenden Drehtüren an dem Turm werden eittfemt. Dem Bauaus- schnß wird ein Bausä chverstä-idiger zugÄoählt, der den baulichen Zustand der Klubhäuser überwacht. Tie Ausführung des Ernst- Ludwig-Gedenksteins auf dem Ulrichsteiner SchLoßberg wftÄ bis zur Beendigurrg des Krieges verschoben. Als Schriftleiter des Bac- cinsblattesFrischauf" wird Prof. Dr. Roes chen, Lanbach, gewählt, doch werden ihm von der Bersammlmkg wünschens w e rt Rickälinien gegeben. Dem Klubivirt Stein wird für 30101.01^ Atisl>alben in dem Klubhwise auf dem Ho Herodskopf eine Ehrew- urkunde überreicht. Ter Gefcmrtvorstand wird.für die Dauer bk. Krieges mtt der Weiterführung der Beveinsgeschafte betraut. Das gefundheitsjSchernde Lugendwandern soll für die ZuLrnft mtt allen Mitteln gefördert unb den Jugendherbergen das größte Wohlwollen entgegengebracht werden. Der Plan, für alle im Kriege gefallenen Mitglieder später im Oberwalde einen Mwnihain anzu- legen, wird a-ufr«l^erlialten. Mtt der gewissen Hoffnung, daß dis nächste Tagung im Frieden abgehalten werden könne, schloß der Dorsitzent« die äußerst wirkungsvoll und angewgt verbruieire Beo- sammbung.

H» ^ w* u c h 0 e i c! © ii e -G

bedürfen kein sie schmerzendes Bruchband mehr, wenn fte mein in Grötze verschwindend kleines, nach Mas; und obne Feder, Tag und Nacht tragbares, auf seinen Druck, wie auch jeder Lage und Größe des BruchleidenS selbst verstellbares

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vermachtes.

Hochwasser im Salzkammergnt.

* Wien, 6. Juli. (WTB. Nickücmttlich. ) Infolge des §6.^ andauernden Regens in Stadt amb Land Salzburg trat, wie die Blätter melden, im Salzkammergut Hochwasser ein das igwßen Kulturschaden anrichtete. In der Stadt Salzburg 'statt, Alton lONi Donnerstag die sehr hochgehende Sulzach ilwen Use». vond teilweise bereits überschritten. Das Salzburc^r Ueberslbwem- mimg-sgebiet war in den Dtorgensttmsten vollständig unter Wasser Ms langen Strecken der Hauptstraße wird der Vees.hr mittels Booten ar sve^erhatten. Die Salzach führt u. a. auch halbe Brück . zu Tal. Auch andere Orte im Lande werden vom Hochwass«: heim- gesucht oder bedvoht. In Hallein riß der Fluß 15 000 Raummeter Holzlager mtt sich. An einzelnen Orten rmiffre der Bahnbetrieb einge,teilt werden, da der Bahndamm unter Wasser stand so aus der Salzkannmwgutbahn, zwisck-en St. Lorenz mtt> St. G^itgen Auch der .vvaunsee ist über die Ufer gatteten, der Gm-mtemer Rathaus- Platz ist überschwemmt. Der Vöundsee ttat ebenialls aus seinen Usern und richtete an den Kulttlren schweren Schaden an (Sfcaen mittag hörte der Regen auf.

Explosionen rmd drände in Grenoble.

Bern 5. Juli.Progve-ß de Lyon" zufolge scheint die gUftern gemeldete Explosion in Grenoble außerordentlich ernst ae- wesen zu sein. Roch am 30. Juni, also 24 Sluuden nock> der enxn Explosion, brannten die Werke am Llrttllcrieschiefrvlatz Erst ;oät abends war die Gefahr besettigt. Die NÜÄdunq besagt die Sick)er> l>ett der Stadr sei numuehr gewährleistet. Es seien Borkchrunger, getroffen daß die Explosionen sich nicht wiederholen /Snnten Die Pulverdciats wurden überscbn'emntt. daS Zeughaus gefi >tt In 6ttenobte kann dc^ normale Leben lottL^w beginnen. De : Deputierte vton öKenoble wird in der Kainmer die Regierung über die E- - plosionen sowie die imvvllftäirdfrw D-urchsül-rung der voroejchrie- bennr Schutzmaßimhmen interpelkreren.

Ein Danrpferunglück in Amerika.

Beoria (Illinois), 6. Juli. (WTB.) Ein BergnügungK- da mpser ^st Sestern abend gegen das Flußuser gefastr-en und gekentert. Man schätzt die ZaU der ertnmfcneu Personen Mtt 175.