Sonboiter Sortcfiwnbcnt des „Manchester dhiorbton meldet, daß es ihm nicht gelungen sei, ein maßgebendes Mitglied der Arbeiter patt ec zu .entdecken, das der neuen Piartei irgend ivelche Bedeutung zuschreibt. In der Leitung der Arbeiterpartei, bei deren Wahl die (Gewerkschafter! den Ltusschlag geben, seien - um die Terminologie der Franzosen anzuwenden — die Mehrheils und Minderheilssozialisten jetzt ungefähr gleich stark und in der Partei scheine die Minderheit allmählich die Oberhand zu erlangen.
Eine französisch-amerikanische Truppenschau.
Berlin, 2. Juli. Auf dem Jena-Platz in Paris begannen laut L. A. die Vorbereitungen für die f r a n z ö s i s ch - a m c rikanische Truppe n re vue am 4. Juli. Poincarö und Pershing werden Ansprachen halten; letzterer wird eine Festbot schast Wilsons verlesen.
Der Pariser Gemeinderat bewilligte Geldmittel, um die Unter dringung der Pariser Kinder in den Dörfern Mittelfrankreichs zu erleichtern.
Nachrichten der Voss. Ztg. zufolge schließen Amerikaner und Franzosen Kontrakte für den Bau zahlrcick>cr Fab i ke n für Kriegsmaterial ab. Mit dein Bau soll 1919 begonnen werden
Amerikaner in Italien.
Amsterdam, 1. Juli. Einem hiesigen Blatte zufolge wird der „Times" aus Mailand gemeldet, daß das erste amerikanische Truppenkontingent in Italien angekommen ist.
Poincarvs „Märtyrernationeu".
Genf, 1. Juli. (WTB.) Nach einet HavasMeldung fand heute vormittag in Anwesenheit P o i n c a r 6 s die Uebergabe der Fahne an die t sche ch i s ch s lo waki sche Ar mee statt. Poincare hielt bei dieser Gelegen l?eiL eine Ansprack)!', in der er den Wunsch aus- sprach, daß die junge tsckMhisch-siowäkische Armee bald durch „die lieldenhaften tschechischen Legionen, die sich durch' Sibirien einen) Weg bahnten" verstärkt werden möge. Po in ca r6 schloß: Nicht weit von hier wartet eine alte französische Provinz, die uns entrissen wurde, gleichfalls auf den Sieg für ihre Treue. Der Tag, der über dem befreiten Elsaß-Lothringen aufgehen wird, wird alle Märtyrernationen mit einem neuen Lichte bestrahlen. Bald werden Sie am Horizonte die ersten Schimmer dieser Morgenröte erblicken.
Ghmnafialturse für HecreSangchörige in Bukarest.
Bukarest, 30. Juni. (WTB.) In Bukarest haben Gpmnasialkurse für Heeresangehörige mit anschließender Abiturientenprüfung stattgefunden. Sechzig feldgrauen Schülern konnte das Reifezeugnis erteilt werden. Gelegentlich der Abschiedsfeier richtete Generalseldmarschall v. Mackensen folgende Worte an die Abiturienten: „Es ist!mir -eine ganz besondere Genugtuung, Euch zu Eurem heul- tigen Erfolge beglückwünschen zu können. Jlir habt Eure Pflicht getan und habt Euch eine Grundlage geschaffen, mit der Ihr tüchtige Männer in nnserm deutschen Vaterlande werden könnt. Ich! glaube nicht, daß-einer unserer Feinde eine ähnliche Tat für die geistige Fortbildung seiner Angehörigen im Felde vollbracht hat, wie es hier nie Militärverwaltung durch die Einrichtung der Ghmnasialkurse getan hat. Ihr zieht nun wieder hinaus zur Front. Ich bin überzeugt, daß Ihr mit derselben Willenskraft und Pflichttreue, die Ihr hier in Eurem Studium gezeigt habt, auch draußen zum Heil und Segen imferes Vaterlandes die Waffen gegen den Feind führen werdet."
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Die Reise Hertllng» nach Wien.
Berlin, 1. Juli. (WTB ) Heber den Zeitpunkt der Wiener Reise des Reichskanzlers Dr. Grafen v. Hert- ling steht vorläufig, wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" mitteilt, nichts fest.
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yin^nburg und öle Besiedelung Nurlands.
Ko, , 27. Juni. (WTB.) Generalfeldmarschall v. Hin» denbnr., hat als Chef des (Ämeralshrbes des Feldheeres, »vis YJf ,,Baltisch-Litauischen Mitteilungen" erfahren, unter dem 17. Juni eine Verfügung über die Bodenfräse in den Gebieten den östlichcki Militärverwaltungen erlassen, die in großzügiger Wlnsä die Besiedelung K Umlands anbahnt. Sie hebt hervor, daß, wenn die von Rußland Jahrhundert lang vernachlässigten Randstaaten in den schützenden zkreis des deutsck>en Wirffchafts- lebens treten, dis ganze Volk und die Allgemeinheit den Nutzen davon haben soll. „Volkswohlstand besteht nicht in einer f(einen| Zahl von Großlapitalisten, sondiwn in einer müglic!)st großen Zahl leistungsfähiger, selbständiger, heimfester, l-eim froher Staatsbürger, die den» Staate das liefern, NM er in allererster Linie braucht: Menschen, gesund an Leib und Seele. Ein solch Ge schlecht von Siedlern läßt sich nur begründen, »venu die Spekn- lation ferngehalten rvird."
Durch zielbewußte Handhabung der vom Generalguartier- meister vom Oberbesehlsliaber Ost erlassenen Berordmingen sind die gemeinschäd.ichen Gefahren nnd Bodenpreissteigerungen zu bannen und einjr gesunden Besiedlung des Landes die WSgc- freizubaltcn. Tie vom gleichen Tage datierte Verordnung des Generalgnarliermeisters Hahndorff über diese Landabaabe nudl Siedelung in Kurland verpflichtet jeden knrlänoischeu» Rittergutsbesitzer, dessen Gesamtgrundbesitz die GrößS von 1000 Lofstcllcn (gleich 390 Hektaren) erreickit, an die Land ge»ellsck)aft „Knrlaild" als Trägerin des Ansiedelungsunterneh^ nvenö ein Drittel seines Gesamtareals und zwar für Zwecke der Besiedo-inng aeeignetes Land im Wege des« Kaufvertrags zum Friedenspreis des Jahres 1914 zu überlassen. Tie Verpflichtung ist zunächst in dem Umfange zu erfüllen, daß jedes beteiligte (out 25 Prozent seiner Fläche an die Landgesell- schast „Kurland" vertäust. Tie xeftHrf>eu 8 1 /» Prozent sollen nach Möglichkeit sreihäudig zum Friedenspreis des Jahres 1914 durch die LandgesellsclM „Kurland" erworben norden. Dir L^rord
nung gilt auch fiir die im Herzogtum Mirlaud gelegenen Fidei- isse.
kommst
Die Verbindung Holland» mit Niederländisch-Jndien.
Haag, 1. Juli. Das Kvrr>Burvau teilt mit: Der Bor- utzende des Mlnifterrats Eott van der Linden l)at ans Anfrage
Mgoordncttu Boort van Zijk sckwiftlich geantwortet, daß der Ntinisterrat deshalb beschlofi, die Ausfahrt des R egie - r u n g s k o n v o i ö nach Indien zu verscl-ieben, »veil die britische Regierung wtrgen eines kleinen Teiles der Ladung des Dampfers Nvovoem Scktwierigkeiten ncachte und »peil auch noch einige andere Punkte von geringerer Bedeutung untersucht »oerden mußten. Der Marirwminister smrd, daß der Beschluß des Mi nisterratss sich mit seiner BerantwottlilMit nicht vereinbareii lasie, und war der Ansiclit, daß das Konvoi trotz der Schwierige keiwn ausfahren müsse. Sein Beschluß, seine Entlassung nachui >uchen, »tand uiurschüttierlich fest. Ter Ministerrat fand, als in Müschen das Demijsionsangebot des Mairnemtnifters in die Oeffentlichkeir gedcnugen mar, daß es im Interesse des Lartdes gelegen wäre dem Ersuchen keine Folge tyu (jeben.
Italienischer Bericht
vom 90. Juni.
Auf der Hochfläche von Wcrgo, k>o der heldenmüikige Widerstand unserer Truppen am 15. Juni den Ansturm der an Zahl überlegenen feindlichen Massen brach und wo italienische, fraii 'ösrsche und enalisck-e vrupp'n der tapferen 6. Armee im täglichen Wetteifer an Tapferkett sich im Kampfe verbrüderten, lebte der Kamps gestern früh nieder ans, durch starkes Wrtii'criefeuec genährt
und unterstützt durch DioersionSunperuehmmigen. Unsere Truppen griffen den Monte Val B el l a an und es gelang ihnen, ihn dem Feinde nach harte»! Kampfe fottzunehmen. Tag und Nacht war den große Massen des Feindes vergebens zu Gegenangriffen und zum Aiassenmord vorgeworsen. Sie wurden durch unsere In fanterie zurr'ickgett'ieben und durch konzentriertes Arttlleriefcuer und kühne Kanipfflieger mit Maschinengen>.chren dezimiert. Die eroberte Stellung wurde durch uns siegreich gehalten. Wir machten 21 Offiziere und 788 Mann m Gefangenen und eroberten außerdem Kanonen, Mörser nnd /.alilreiche Maschinengewehre. Mehr nach dem Osten zwiscknn dem Frenzelo-Tal und der Brenta nahm eine unserer Abteilungen einen starken Stützpunkt und den feindlichen Beobachtungsposten auf den Südabhängen des Sasso Rosso im Sturm und machte dabei zrvei Offiziere und 31 Mann zu Gefangenen Auf dem übrigen Teil der Front führte unsere Artillerie ein wirksames Stöiarngsseuer aus. Patrouillcnunternchmungen bei Cap Sile brachten uns Gefangene ein.
Der Seekrieg.
Neue U-BoollErfolge.
Berlin, 1. Juli. (Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote neuerdings 1 7 000 Br.-R.-T. feindlick-en Handels- schiffsramnes vernichtet.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
>ben
Aus dem Reiche.
Flieaeraugriffe.
Karlsruhe, 1. Juli. Am So.iu,ag voririttag gegen 9 Uhr tu a r f e rt f e i n b 1 1 cf> c Flieger ans oi: o feie Stadt Landau mehrere Bomben ab. Es entstand nur g.-rnger Hänserschadcn Perwnen »vurden nicht getroffen. — In de, Nacht aus Montag firmen feindliche Flieger Ludwig s h a fe n, Landau und Homburg t. d. Pfalz mit Bomben an. Cs wurde einiger Haujerlchrden verursacht. Leider wurden in Ludwigsl-asen eine Person getütet, eine fchver im> jrtm leicht verletzt.
*
. Berli n, 2. Juli. Den! Re i chStage ist der bereits ange- t'undrgte (vesctzentiours über du abermalige Verlängerung, Legislaturperiode und zwar sts zum 12. Januar 192(1 zugegangen, ferner der Entwurf eires Gesetzes über bcui Landtag für E l s aß - Lothr n g en. Dmach »vird die Legislaturperiode dort bis zum 31. Januar 1919 verlängert.
Aus Sem yauptauschuß ds Reichstags.
Ter H a u pta u s sch u ß d'Z Re ichz ta g s beriet heute zunächst den Eutwnrf, betreffend E r h ö h l n g der Po st - nnd T e l e g r a p h e u g e b ri h r e n u zweite! Instanz.
Ten in erster Lesung neu.e-mesührü'n 8 2a, der die Porto- frechnt der Fürsten, ihrer (Gstihtiunen nnd Witiven aufhebt, 'Eit lie nicht durch die Sbmtsveuäge des 'Norddeutschen Bundes mit den Königre.chm Bal>crn uich Wütttemberg für den inneren Vebkehr die, er Bundesstaaten zugeGiett' i t, ersuchte Staatssekretär Nublin wieder aufzn'heben. Tie Festen haben einhellig ei\m erheblichen Einschränkung ihrer P»ofrei»nnt zngeftimmt. Es ist anchi ein Eesetzentwurf in V .rbereitiig, .der alle Sendungen an die
ebew den Telephoiivechrhr. Nur von >en Fürsten selbst ausgohen,
ge-
Fürsten portopflichttg macht,
Briese und Telegramme, die __ __
sollen frei bleiben. Nach, dieser Erltirnng wird § 2a" iviedec strichen.
Es folgt die zweite Lesung^ des des Reichs stempelgesetzes.
Anscha ffmi gsgesckzästen" woi' in erst mländisck>c, ausländisck)e 9Mien usw. eines vom Tausarld ermäßigt »vorden, hau sen (ton s.) die Erniatzi m mg ans
twurfs zur Ae n d e r u n g, nter „Kauf- nnd sonstiaen Lesung der Steuersatz für n drei vom Tansend ans hvend ein Antvag v. Bruch ei pom Tausend gefordert
fyotte. Dieser Antrag Bvvchhnusen ist zu zweiten Lesung als gemeinsamer Antrag abermals eingebracht tvoden. (Er svnrde <mgem>iumen
mu&mwmMBmMmmmimmmmmwMMrsi
Deutfdiand brauch! lidnner
and) und) dem ticgc!
Jeder Kriegsbesilüdtttte muß seinem Berns wieder zn,siihrt werden.
Gib Dein Scherstein sofort, baut die Kriegsbeschädigten neues Glück in der Arbeitsinden, zu ihrem und des Buterlunis Wohl.
LttdenÄorff-Speridefiir!rregsbeschädist>
■ HaiHiiiiiiiiussaiiaaHRa»siiii
Militär- und Znvaiideu-Reies, (Kranfcnrenten).
Von Kontvollinspektor F. Ouatmnn, Oldenburg i Gr 'Der Weltkrieg hat nns eine große)ühl v<m Kriegsbeschädigten rmd -verletzten gebracht. Da die luete größte Zahl dieser Beschädigten gegen Invalidität versicherthat die Beantwortung der Frag!', wann neben der Militäi-renNauch Mispruch auf ^rva- L»> l Kranken reute) besteht, allgemees Interesse. Boriunveg sei fomertt, daß die Begrisf« „Mälitäri-iwDität" nnd „Invalidität in, <oinne der ReickMersicherungSordnun' sich nicht decken.
Nach dem Militärverforglni gsgese po,n 31. Mai 1909 lmben abgesA-en v'on einigen Ausnahmen - Personen der Unterklassen des Svldatenstandes beim Aus scheibe, aus dem Dienst.' Anspruch auf Militärreilte, loeim infolge Diemeschädignng die Erwerbs^ fähigkeit Mlfgchoben oder nur mindests 10«/o beschränkt ist. Die ReichsversicherimgSordtiung bestimmt daß Versicherte, die oic Wartezeit erfüllt und die Anlvartscha l-rlMlten tiabr-n, bei Eintritt v-on Invalidität Anspruch »f Invalidenrente 'liadm Invalide ist derjenige, der da nerndaßer Stande ist, durch eine Tätigkeit, die feinen Fähigkeiten entricht imd die ihm unter billiger Berücksidstignn^g seiner Ausbii,„g und seines bisherigen Berufes zu gemutet werden kamt, ein ritte! dessen ,vn vei dienen >vas gesunde Perfom-n derselben Artuit ähnlicher Ausbildimv in idorselben liegend zu verdienen pgen. Wer nicht dauernd invalüie ist, hat Anspruch auf Jnvialid (Mankenrentetz wenn er 2 6 Wochen ununterbrochen ialide gewesen ist in achten ist, daß nicht B e r n f S i n v a l ij t ä 1, sondern Invalidität aus dem allgemeiiien Ar bei IS n r ft e in Jvage kommt Es kann einem Rentenbeiverber also k wohll ein Berufswechsel ugemutet worden, nnd zwar auch dm. er in dem neuen ^ierufe einen eicheblich wningeren dhrltsverdienst erzielt. Wenn B. <nn landwirtschafüiä-er Arbeiter > seinem Berufe nicht mehr tätig feiu kann nmß er jebe andere.annehmen. Einem »aiid1ungsgel)ilsen 'wiib nmn nnbichnklntne Tätigkeit als Srlireib- hilse zumuten kömeen^ der Facl»arbei- wird auch die Dienste eines ungelernten Mbeiters leisten mim.
Während die Mlitärversorgmm sgl Platz greift, wenn eine geringe Einbuße der ErwerbAsähigkett »-liegt, tritt Rentmgetoäl». nmg nach der RVO. erst ein. wenn du-l-werbssähigkeit um mein- als 7 a beschränkt ist. Da selbst der- xtust eines ylrines odeq beines dauernde Invalidität mchwwingt kommt für die Tauer reute tun' eure verhältnismäßig Zahl Kriegsbeschä- t igter in Betraäst. Weit mehr m den -rchergnrnd tritt die Reute ü>- vorübergeh^'nde Invalidität rxrra Fast alle Be- »ü iidigten, die seit der Verwmidung rt Erkrankung 2(> Wochen luuiinterbro.chen in den Lazaretten liege ^ dieienigeu die
sich an den Berlnft der Gliedmaßen noch nicht gen>öhnt Hab« während dos halben Jahres), können mit Erfolg Rentenanspruch geltend machen. Allgemein bekamü wird sein, daß neben der Militärrente die Invalidenrente gezahlt wird, »venn die Voraussetzungen hierfür vorliegen.
An» StcZ-t nnd Cand,
Gießen, den 2. Juli 1918.
** Amtliche P-or so na l n a ch r icht e n. Ter Groß Herzog hat am 29. Juni d. I. den sdaatliichen Zsvntrollbeiamten der Stoo tsschildenvenva l tun g Buchhalter August .Keller mit Wirkung vom 1. Juli 1918 ab znm Ministerialrevisor bei der Bucht-altung ees Ministeriums der Finanz-en ernannt und deli Bezirks kassier der Bezirkskasse Nieder-Olm Philipp Grie-.h-imer in gleicher Dienst-. eigen,ehast an die BeziAskasse Lampert'heim v-ersetzl. — Tao Ehren-, zerä'e.l für N.ilglieder freiwilliger Fenerive-Hren wurve durch den Großherzog ve liehen: Peter Alleborn, Karl Herrmann, August Aäaurer, Philipp Sauer, Karl Schtlamp, sänttlid, zu Wendelsh^-rm.
** B e f ö rde r u n g e n. Unteroffizier und Osfiz.-Asp. Heinrich Magener ist zum Vizefeldwebel befördert worden. — Der Sigiralist Fritz Sei bei, Inhaber der Hessisäien Tapserkeits- Medaille und des Eisernen 5krenzes 2. Klaffe, Sohn des I. Seibel. Ludivigsplatz, wurde zum Unteroffrzier befördert.
D. II. Von d e r L a u d c s u n i v e r s i t ä t. Gelegentlich der I a h r e s f e i e r der Universität wurden durch den Groß-- Herzog folgende Auszeichnungen verliehen: Dem 1. Vorsitzenden der Hochschulgese l lscha st Justizrat Grünewald das R,ltt er kreuz 1. Klasse mit der Krone des Orden s „S t e r n v o n B r a b a n t", dein 2. Vorsitzenden Geh. Hofrat Prof. Dr. Behaghel der Charakter als „Gehet m c r a t", dem Privatdozenten Dr. Briefs das Ritterkreuz 2. Klasse des Philipps-Ordens.
- Preisträger der von der philosophischen Fakultät gestellten Prei San sgabe aus der Philosophie, „Darstellung nnd tn tische Wurdrgttng der Freiheit slel/re von Henri Bergson" ist sind, plfflos. Karl Heinz Lauckhard aus Schlitz. Preist rager der Aufgabe aus der deutschen Sprachwissew- schaft, „die OUeßener Mundart im Verhältnis zu den Nach- barmuudartcn", ist Robert Atf sen. sind. Phil., aus Gießen.
* * D a s W i nterscmcster der Landesuniversität A r* n 1 Vh , oTJo ^^üiis rf>eii Hochsckmle Darm stabt beginnt, wie me. schon 1.1 1 7/18 geschah, früher als in anderen Jahren, uiü) endigt Zemger. Die Vorlesungen finden vom 30. September 1918 o/ iS. nn ^, ^bb^uar 1919 statt, die Weilmachtsferien dauern vom tn 1018 bis zum 2. Januar 1919. Der Grund für die
* Jta )rü a r e r!?; , !n ! hr, i>ic KBHleuepbMrnis. Sämtliche
butsche Hochschulen l>abe7t die gleick>e Regelung getroffen.
^ Diebstahl. In der Sandgrube des Bauunterneh- mers Seipp lvurden zwei wertvolle Treibriemeil, der eine 11 Zeiitlinseter breit, 18 Meter lang, der andere 12 Zentb- rrteter breit, 8 Meter lang, gestohlen. Sachdienliche Mitteistungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen.
1*y M ilitärwochenblatt. Befördert: zu
Hauplleulrii: *bac Oberlts. d Res. : Schumacher, Konrad, des Fuß- artill^e Regts. Nr. 3 (Worms). Brendel des Feldart -.Reals. Nr. ^2.) l! Frankfurt a. M.s, Nsinger des Fetdart. Regts 63 «1 ^armstM), Hmkel des FAdart.Meats. 61 (I Darmstady, Hosfman,. des Feldart.Megts. 25 (Gießen); zum Rittmeister: die OberltS. d. Rel Schneider des Drag.-MM'. 6 (II MMhaus.ar), Trehl des DragAReM. 24 (Eisen ich: zum Obertt: v. Storch nn Garde-D'rag.°,R>egt. 23; zu Leutnants d. bett. Regts.::
Lt.
(I Darmstadt), .Aeinkops
arnb-
dre Bizewachmeifter Dvackert
stadt), Herrlid (GraudenA», im Feldart.-.Regt. 25; Vizeseldw Hoch (I Darmstadt), zum Lt.d. Res. der Dion.: Vizeseldw Mer (11 Darmstadt), !zium Lt. d. Landw. 1. Alufgeb. des Lufttch. Ir,- surn Lt., vorl o. Patent, der Fähnr. Schmitt, Alfred, im Faißart.Megt 3 jetzt im 2. Bttt. d. R.; Vizeseldw. Seltz lWorms), zum Lt. d. Res. der Fußart.; Vizesetdlv. Benhillüd Aiainz). im Fuhart.-Regt. 18 zum Lt. d. Res des gen. RegtS. Feldioebellt. Fixnlmg (I Frmikfurt a. Ml) jetzt im Leibg.-Jnf. Regt. 115, znm Lt der Landw.-Inf. 2. Aufgeb. ernannt, v. Jawtzky, im Leibgt- Jnf.-Regt. 145, Notabiturient der Hanpt-Kadette,mnstatt, als Fähnrich in der Armee eingestellt und zunächst dem bett. Ersatztruppenteil überiviesett.
"L u d e n d o r f f - S p e n d e. Es sei nochmals darauf hingewtesen,' daß nur noch bis Ende dieser Woche die Zeickie nlmgslisten bei den Banken offen liegen. Wer also noch nicktt gezeichnet hat, der benul>' diese letzte Gelegenheit und gebe sein ^cherflein für die Kriegsbeschädigten.
** Käse-Verteilung. Aon Mttllmw^ den 3. bis Samstag dm 6. Juli einsMießüch gelangt in 16 (Rchchästeu Käse zur Vertelllmg. Näheres Siech gen teil.
. ** Zur Tages! äug c i m I u l i. Die Sonne hat bereits
beit Abstteg voin höchsten Punkte ihrer schnnlmren Bahn durch die Bilder des Tierkreises begonnen. Nach Sominerzeil geht sie anfangs imi 9Vs Uhr ruid gegen Ende ktirz vor 9 Uhr unter.
auf 5 l / 4 Uhr verspätet.
der in der hentigcni!
nährend die Änsgangszeit sich von 4 3 /*
Allmählich macht sich auch das tiefere Herabsinken der Sonn« unter lmseren Nordhorizont bemerkbar, so daß twn Mitte Juli ab schon nüetxn auch nn astronomischen Sinne Dunkelheit ei,ittitt, derlNi Dauer bis Ende des Mon!crtS ans über drei Stnndiw an ge-» »vachsen ist.
ft andser Hebung von Wismut. Am 2. Juli 1918 ist eine Bekauntinachniig (Nr. U. 703/8. 18. K R A), betreffend Bestandserbebmig von Wismut, in Ät*raft gettelen, durch welche eine Meldepslicht für Wismut als Wismutmetall, mi einem Reulgewicht von Mindestens 90 vom Hundert des Geioichlv. für Wismut in W^mutlegierungnl und für Wismut in Sätzen und sonstigen chennschen Verbindungen mit einem Wismutgebalt von Mindestens 10 vom Hundert des (öesamtgewielsts, angeordnet ist.. Die Weldmigen sind nach den vorhlnidenen Vorräten vom 2. Juli bis znm 12. Juli an das Sanitäts-Departement (Medizinal« Abteilung) des KölDglich Preußischen KriegSministerrnmo in Bell in m erstatten Ans«geil.ommen von der Meldepililln und ' l.uive an Wismut als Wismntnietall bis zn 1 i<^, an Wis'mnt in Alls- mntlegierungen und in Salzen oder sonstigen chemischen Verbiwz düngen bis zu 5 kg. Die näheren Bestimmungen der Bekannt-« machnng ergeben sich aus ihrem Wortlaut,
Nummer unseres Blattes einznsehen ist.
** D ie ,Beliefernng der deutschen Gemüsemär kt e bessert sid), zusehends. Im Ansangsstadinin der Ernpv betnig die Zahl der tm gesawteii Bereich der Preußisch Hessischenl Eisevbahngemeitlsd'iaft zum Ztvecke der Geinüsebeförderung gestellten Wagen noch nicht 200. Währeich sie sich Ende Atai aus diirch^ schiiittlich etwa 200 täglich belief, betrug die Zahl der für den, Gemüseverkehr gesdellben Wagen nach auttlicher Auskunft am 20. 21. und 22. Juni 1918, 325, 309 und 316 Wagen. Der meitcuuS größte Verkehr fand im Bezirk der Eisenbahndil-ektion Matchebnrg mit 136 und 122 Wagin am 20. imb 21. Juni 1918 statt. Ter gestt'igerteu WagAmstellimg entsprach m,.ch hie inzwischen erheblich gestiegene Belieserung i es Berliner Gemüseinarktes, der nam»ntlich mit Kohlrabi, Spitzkohl. dicken Boimeu, frisll^m Salat nnd jungen Zwiebellt befne'digend b'schickt ist, wovvn einen nickp unvr1>eblti1wnt Teil die Reiche stelle für (tzemüfe mtb Obst aus dem Ausland hrr-i bei geschafft l)at.
• Ä l a ' 1 ffiuirt—«erliu U ub Lei»,
zig. Die Verbesse nmg d<^ Fahrplans wird weiter fortgesetzt g» sind jetzt nsne D-Züge von Frankfurt a. M. nackt Berliu sotvie zunschen Frankfurt und Leipzig vorgesehen. Von Frankfurt wirb der neue Ziig. 12 16 mittags abfahreu rmd in Erfurt 5.57, in Halle 8.05, "l Berlin 10.40 nachm, dntreffei,. Der jetzt 7 22 mm Frank- ^»rt nach.SUfthn hitombe D-Zirq ipirb hnim nach SriJwn m-Hlbrt. ®r trifft l» ©rfnrt 1.24, tn SnPWifl 4.09 nachm, rin. tWn twnln 1 (MK-frrnwtfl E Non öei«ni 11,85 nachts, wn Erfurt 2.12 unl, ip NI Franffurt 8.0.) vorm. Die neuen Züge verkehren voraussichtttL vlom 1. Jttli an. Der genaue Tag steht aber noch nicht


