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Am Mchtspielhaus gelangt von ** 9 ftM^DpsrMartha" mit Begleitung von 15 Gesangs- TOtlmn SKT AuftAmmg (s. Anzeige). Man schreitet jetzt schon! oarUf die Opern Handlung im Film da rzn stellen und die Melodien mlrch Sänger und Sängerinnen zum Vortrag dringen sat lassen. jjj^wOC 3 *rtfdjcitt seit der Entstehung des Kinos, welch wert­volle Entwicklung aus der Schalter-, Detektiv- oder kitschigen ^»EdLgüdie heraus, die früher zum Teil auch noch heute das Kino bel-arrschte! Das Kino wirkt erzieherisch, volks-ildend. Tag mit der FilmoperMartha" ein großer Schritt vorwärts ans dem Gebiete der Veredelung des Kinos getan ist, geht <ui den zahlreichen «ner kennenden Urteilen hervor, die dem Werke gewidmet werden. Wir lesen z. B. in einem Offenbacher Blatte über eure Ausführung:Der Skeptizismus, der den kriti­scher Geist hinführte, wirrde angenehm errttäuscht und verließ als hoiinungssroher Opriniismus das F-ilm-Opernhaus. Als Versuch. Kekt drente FlotvwsMartha". Diese Melodien trällert das JS 0 " J? 1 IC ^. immer so gern, wie einst zu Großvaterszeit. Sobald aber die letzten Akkorde der Ouvertüre verklungen sind, da still. Da wiw es zum andächtigen Operitpublikicm und! ichaut nicht nur aus die Lernwcmd, die sich zu ettvas mehr als zur Opernbühire mit Kulissen umgewcrndelt hat, die neben den Men- schen auch echte Natur zeigt, nein, es lauscht auch den singenden Weri«r, die von der: licht geborenen Gestalten selbst zu kommen scheinen. Es sieht nicht die Sängerschar, die verdeckt mit stan- neuswerter SictZerheit und Genauigkeit den Stumm handelnden da oben tonende Worte geben. Solche Opern Vorstellungen versprechen m Wortes wahrster Bedeutung wirkliche Volks Vorstellungen: .zil werden, besserer Kmistersatz, ja vielleicht sogar einst gediegene Kunst selbst. Sie sind bildender als schlechte Aufführungen auf schmieren, wo oft die Knust in Tüter Oeffentlichkeit hin gerichtet wird. Sie allein schvn besiegen das letzte Vorurteil, das vielleicht gf* m( b lkegen das revolutionäre Kino haben mag.

Das Orchdpielthoater wird sich zur unentbehrlichen Bildungsstätte durchs und emporarbeiten. Darüber kann kein Zweifel mehr herrschen. wird gute Kunst verniitteln, viel bessere, als künst- o-flck-er Dilettantismus, der sich so gern zum Wohl der Volks- Älpung aus Eitelkeit hören läßt."

Landkreis Gießen.

. , ** Großen-Linden, 21 . Juni Dem KrregArnvaliden. Ludwig Krau m wurde naäfträglich txrs Eiserne Kreuz 2 .. Masse verueheu.

- N snueuroth, 21 . Juni. Urrrewssizi-er Hebrrrch Ulrich tmMe Kwn Sorgeavrtün befürdect ived mit dem Gsernen Zdreuz 2 . «u^ezecchn-er. Das allgemeine KrngSehren-eicheri und

ine Hessische Tapierkeftsinedaille sind schon in seinem Besitz.

um. Oden hause u-Rabenau, 21 . Juni. MuSketier Her- nrarur Stange erhielt die Hessische TapferleitSlliet'Lille: er ist tereUÄ rm Be;che dev Eisernen ötteuzes 2 .Klasse. Hemr. Äeuer­mann wurde mit dem Renten Kreuz 2 . Klaff' ausgezeichnet.

.Steinbach, 22 . Juni. Biz,'Wachtmeister Jakob S e r t h, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2 . Klasse und der Hessischen Tapfer- rcitSmedaille, erwarb sich in der: letzten schiocrrn Kämpfen als erster in seiner Batterie das Eiserne Kren; 1 . .Klasse.

^ t e: nh e i m, 31 Juni. Das GHfcnie Kreuz, früher die VessisciL Tapftrkeitsmedaille, erhielt der Fairer Otto Lang.

** Wa tzen bor to. 21 . Juni. Ge freite c Karl H äu se r erhielt ur den letzten Kämpfen das Eisern- Kreirz 2 . Klasse. Die Hessisäie sapserkeitSmedaillc wurde chm bereits früher verliehen.

Up- Aus dem Kreise Gießen. 21 . Juni. Nun ist end- l'ch der so sehr^ nötige Regen acr-'Hm. In erster Linie k^nnnt der n.ege.i den ftisc^esetzten Hackpjlanze:: zugute Sie wären ohne ihn wicht gen. Aber auch sonst tvar der R^en für alle

Garten- und^ iyeldgewächse drrngendl irötig, Korn und Weizen tonn­ten keinen Schaden im Wacl-sttun mehr nehmen, aber Hafer und Gerste steckte im Halm und konnte nicht heraus. Die Kartoffeln handeu wohl prtt, doch, der Regen karn auch ihnen noch rechtzeitig, sxifj.-ttllier» bcrnyt der heute einseiLnde Sommer mehr Regen als - r Vorsommer, daruit airch der Nachknichs des GrLnsirtters

nqedsr smsetz:

Sckjä fer. Ca l bach. DireDeLdtzoebiS Adolf Grasm ü ck, z. Zt. verwundet, erhielt das Eiserne Kveuz 1 . Klasse. Nieder- Mockstadt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Reservist. Wilhelm Kaufmann.

Kreis Sitten.

e. Ulrich stein, 21 3 um. Zu der am 6 . Juli, 12 V, Uhr mittags, im GüsthvsHrndenburg" zu Gießen stattfindenden Hauptversammlung des Bo-gelsberger Höheullubs (B. H. C.) wurde nachslel-ende Tagc-sardnung festgesetzt: Feststellung des Stimmenver­hältnisses der vertretenen Zirrlgvereine. Prüfung der Bollmacht-'n der Vertreter. Bericht her letzten Hauptversammlung. Jahres­bericht. Rechiumgsnbchge. Voranschlag für 1916 / 19 . Wahl des Ortes für die nächstjährige .Haut'lversmnmlung. Antrag des Zweigvereins Ulrichstzein: Ter Vvm-lsberger Höhenklub tritt als körpei'schaftliches Älöitglied demHessisch.ni LanveSverem für Krie- geicheinrstäLten" bei. Am s-vnstigen Beretnsaiigelegenheittn stehen zur Berattmg: Ergmiz-ungsn-ahi zum Banausschiß. Versicherung des Tanfsteinttirms, Ecnst-Ludwig-Gedenksbein auf dem Ulrichstciner Sichloßüerg, Wahl eines Sclxriftleicers für die Verbands Zeitschrift Frischauf", 39 jähri-ges Jubiläum des Klubwirts Stein, Stellung­nahme zu den: Plan eines DenLrüals für die gefallenen Oberhessen auf dem Wartberge fci Schotten durch die Provinz.

Kreis Fri^bberg.

# Friedberg, 21 . Juni. Das Ehrenzeichen für äRnegs- sÜTsvrge erhielten die Helstrinrceu der Krnderi'rippe: Liefet V ö ck e l, N'inna Lampas, Edith Schönberg, Selma Strauß und Erna Zinßer. Södel. Das Eiserne 5 breuz, früher die Hessischie (Tapserke-itsmedaille, erhielten der Gefreite Wilhelm Stoll und der Ersatz-Reservist Herinann Komp. Dor- steim. Die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Musketier Gustav Eifert. Bruchenbrücken. Die Hessische Ta.pfer- keitsmedaille, früher das Eiserne Kreiiz. erhielt Augzist P a v st.

Kreis Büdingen.

ch- Büdingen, 21 . Juni. Das Hessische Kriegsehrenzeich-ii in Eisen erhielt der Bizefeldtoebel Schlegel, Inhaber des Eiser­nen Kreuzes und 2 . Klasse und der Hessischen Tapferkeits- mc^aille. Sto ckheim. Das Eiserne Kreuz erhiÄt der Gefreite

Sur Lagr der deutschen Tabatsabrikatlo«.

Große Sorgen herrschen schon seit längerer Zeit in Raucher- rrersen über.- imsere Zigarrenfabrikativn. stdichdem die Herstellung! von Pfeifentaü-ak infolge des mangelnden ausländiscl)en Roh­materials im vorigen Jahre mit einem glänzenden Fiasko ab- schloß fdt AisSb«ich des gegenwärtigen .Krieges ist bekanntlich das Pfeifchen wieder zu Ehrm gebnnmen, so daß der Absatz von Pfeifentabak jetzt viel größer ist, als frül-er, uuidjte sich auch in den Kreisen, n»elche die Zigarre liebe», die schwere Sorge bemerkbar-, daß nun ar'ch der- Zigarre dasselb-.' Los beschieden sei. tvie ban P 5 ckä>en Pfeifentabak, ttnd m der Tat. diese Sorge schien nicht garcz irubegründet zm sein, und zrvar durch das Gereoe der Zigarrenladeninhaber, welche auf Grund der aus Fachbläctern geschöpften Wissenschaft ihren Kuiiden ntitteilten, daß die Zigarren- Mbrikatton in Rücksicht aus die stark gelichteten Bestände an Rohrnwerial im Sominer d. I. ihre Bet Rebe schließe?, nmsse. (Seit diesem Gerede ist auch eine sehr starke Teuerung auf dern Zigarrenmarkt-e eingetreten.) Die für diese Frage in Betracht kommenden Stelle:: haben sich fteilich darüber noch nickst ge­äußert; sie konnten das auch nicht. n>eil die Vorarbeiten über die noch zur Verfügung stelum.den Bestände noch nicht erledig sind. Wie nun derSu)deu!^ck>en Tabakzeittrng" aus diesen Stellen mitgeteilt wird, ist die L»)vge der ZrAarre?rwuchm unbegründet. Es wird möglich sein, aus Grund der vorläufigen Ergebnisse die Zigarren Herstellung bis zum Ende dieses Jahre^Z cnlfrechte-rhalten zu können. Es ist so viel unsländisches Rohmaterial noch vor- bcniden, daß die Zigarrenfaomlen wie bisher bis cXibin be­schäftigt rperden können. Daß natürlich der i'.ländisch- r-enlsche) Tabak zum Strecken dieser Ve-crace 5 uüei eine ganz hervo-- ragende Rolle spielen wird, ist selbscverstäLdlich, doch genaue A' - geben darüber, wie lange wir mit imsew: Vorräten noch ans- ^mmen werden, lassen sich erst nach Abschluß der endgültigen, Feftstelluiigen angeben.

Biele Mruchec haben.sich, um der durch den Krieg hereirme- bvc.chcnrn -^abapvA zu besegmsv, selbst Tes^k angrvstanzt. In vrelen Lagcszeanmgrn beinerft man auch J^nate, melche

Tabakpflnnzen z.nm Kauf cmbirden. Me die Leutchen such der Ansicht, daß die TabaLpslanze-oei mit demselben Recht betrieben iverden kann, wie der Gemüsvbvu. Das ist allerdings rutmg 7 ucr mit den: Uatterschsed, d^ jeder Tabukpflanzer ma<x er das Tabakpflauze:'. gewerl^mäßig -der als Privatmann be- tre: oen verr .: ch.e! ist, der zu.äindigen Steuer stelle die be-

pflanPkm FlLhm nach khrer Lage Und Größe genau und wahrhaft

bis zum 15 . Juli anzumelden. Erfolgt die Bepflanzung erst nach dem 15 . Juli, so 'muß die Mrnijeldung späbesteus ami dritten» Tage nach der Bepflanzung erfolgen (§ 12 des Tabaksteuergesetzes). Der iunerchalb des deutschen Zollgebietes elTz-eugte Tabak unter­liegt der Besteuerung nach Maßaiigabe des § 11 genannten Gesees. Nur Tabakpflanzen in botanisck-Di und andewr yu llitterrichts- ztvecke-u dienenden Gärten lonne solche Pflcmxrmgen, die lediglich Zierzwecken dienen, bleibe:: .steuerfrei. Dieses Gesetz hat selbstver­ständlich auch Straftestilnmiengen. Die hier in Betracht lommenden laute::: Wer es rcnterläßt, die gesetzlich vergeschiieblue Anmeldung hinsichtlich aller oder einzelner mit Tabak bepflanzten Grundstücke bei t>er Behörde zu bewirken, oder )oer es ilnternimmt, die aus dem erzeugten Tabak ruherrde Steuer zu hinterziel-en, cvird wegen) Tabakdesraiid^itiiorl mit Geldstrafe, loelche dem vierfachen Betrage der vorenthaltenen Abgabe ,gleichk»:init, des!vast. Die Steiier rst vor: der Strafe unabhängig M ei:trich,!«n. Stvafrechtlich verant-» wörtlich ist der Inhaber des mit Tabakpslmrzan bepflanzten Grund­stückes, für die Higabe eiires unrichtigen Flächeninhalts auch dann, wenn die Anmeldung imcht durch ihn selast, ftridern durch einen; anderen in seinem Austtage geschehen ist. Löann der Betrag der vocent'lialtenen Steuer nickst sestgestellt toerden, so tritt statt des vierfachen Betrages der Steuer auf alle Fälle eine Geldstrafe von 30 bis 3000 Mark ein.

Man ersieht hieraus, daß das Tabalp-stiriizcn nicht so harmlos !vie viele Tal.«klst'bhckber aimehmen; sogar die Grurftstück!- esitzer, toelchc Ackerflächen zu dieser Bepflanzung hergegeben haben/ können leickst toegeu ^unterbliebener AnmeLmrogi uflv. mit der Steuern behörde in Krnfllikt kommen.

tfL

bes!

KerichtsseraL.

dz. Stra ßburg, 22 . Jüni. Tie Strafkammer des hie­sige:: Landgerichts beschäftigte in den letzten znei Tagen ein «roher Diebstahls- und Hehlereipwzeß, in dem es sich darulm handelt, daß mrs den Bestcn:den des Beklcnd»mgsamtes des 15 Armeekor.^ über 1000 Paar Militärsckwhe entwendet und werttrverSaust wurde::. Tie Diebe, ein Bizefeldwebel Dietrich und ein Soldat £c&rus>, werden sich vor dem Militärgericht zu verantworten haben. Vor der Strafkammer erschienen 22 mehr oder weniger belastete Hehler, Männer und Frauen, die ein recht gutes Einkomtneii als Arsmalarbeiter, Wirte und Geschästs- treibende hatten und^ den^ Gewinn aus dem sauberen Schuh- gesch^äfl größtenteils in Wirtschaften sinnlos vergeudeten. Durch die Mitwirkung des Feldwebels wurden die Schuhe kistenweise aus dem BeNeidungsamt abgegeben, manchmal sogar mit mili­tärischem Kraftwagen.^ Als einer der B'teikigten, Schlächtergeselle Frenzel, keine Schweigegelder mehr erpressen konnte und d^hrlb Anzeige erstattet-e. kamen die Betriigereien ans Tageslicht. Der D-auptanaeschickdigLe namens Bürry erhielt zwei Jahre Zucht­haus und fünf Jahve Ehrverlust. Die übrigen Beteiligten er­hielten Gefängnisstrafen von zwei Wochen bis zu einem Jahr drei Monaten. Sechs Angeklagte wurden fteigespwchen. Der Andrang zu dem Prozeß roar besonders stark.

vermachtes«

Schttrerrs ExplofisnSunglück in Berlin.

Berlin. 21 . Juni. (WTB.) Ein ftlgenschsveres Explo­sion sunglück hat sich heute vormittag gegen 11 Uhr in einem hiesigen Film betriebe ereignet. .In der südlichen Friedrich­straße ist^in einem neuen Geschäftshcncke im ersten Stockiverk die Bwscops-Fckm-E-esellschßtft nut-.r gebracht, ivährend die vberenr Räume von der Telcsui.leii^Gesellsch^tt eingenommen tverden. Nach einer wrchtbare:: Tettniation schossen aus den Fenstern des 1 . Stvck- werkes harishohe Stichflammen empor. Tie in den betreffendenj Räiimen beschäftigten 15 Menschen sind sämtlich ver­brannt. Ueber die Entstehungs:rrsache konnte noch nichts fest- gestellt werden. Ern Mann und zwei Frauen sprangen mit fchveren Brandkmuften bedeckt auf die Straße iuid tourden gleich in das? Urlxni-Krankenl-auS gebnacht. Tie ^ckcmen in den obecen Stock­werken Mlißter: über Leitern in Sicherheit gebracht werden. Etwa acht Personen sind schwer verletzt. Die meisten konnten, aus istmeren Ausgängen das Freie erreichen. Wahrscheiirlich ist die Explosion durch die Eittzündimg lose umherliegerider Films entstanden. Alle Räume des vier Stockwerke hohen Geschäftshauses sind vollständig ausgebranrtt.

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