Abg. gvrtßch V-L): *&n gfcofcaB voll Mühe
Knö Wxbeit ifl auf den Astchiach oes Friedens verwendet worden. T«r Unterhändlern gebührt mrser Tank. Eine große Mehrheit werden diese Verträge gewiß finden.
Ädg. Graf. Westarp (lbns.): Wir begruben diesen Friedens- uertvog mtt Gen.m.ktunng. Lecn verstorbene,!, uns stets treuen JCEmig: Kawl bLcürt ein ehre- moll.es Andenken gewahrt. Unser ^rnk yeöührt auch dem General felLmarschall von Mackensen, der dreien Feind nfedergavvrfen hat. Wir werden zu prüfen haben, ob dieser Vertrag den ^WaffenersolHen entspricht. Unseren Verbündeten bringt dieser Friedei'sLectraq große, erfreulich Vor- teiie. Terttschlaito muß den festen Willen botet i, jeden Borstoß gegen ^em Laieinsrerlzt mcht ungestraft zu lasfeil. Die Miniher in IUmm.nieu, die die Krregsertlärung bewirkt haben, müssen den Br»zetz gemacht bekommen. Ebenso wie OesterreichUngarn und Bulgarien; sollten auch wir rms von dem Togrna des cntschädigimgs- losen Friedens freim<äl-m. Gerade Rurnämen gegerrMer wäre dazu, Ärüaß^ gewesen, lvegen seines Verhaltens und wegen seiner Lei- UmgSfLhigkeit. Emfthädimmg und stro.fr eäxttiche Sülpre für die miß handelten deursckxn Kriegr^efmkgeren ui Rumänien müssen unbedingt gefordert roerden. (Brarw!) Ob das Petroleumabkoarmen, wÄ der Tonau-SckIffahrts-T ertrag als versteckte Kriegsentschadi- gung anzusehen sind, muß abgetvartet werden.
Aba. St re se mann lirotl.,': Wir begrüßen den Frieden mit dem politisch wie militärisch völlig zusamnrengesunkeneu Diunänie» als ein Weltgericht m der Weltgeschichte. Tie Kriegserklärung ILu- rnänienS war der Zusammenbruch der Tiptomatie Deutschlands. Es hat sich gezeigt, daß nur öffeittlick-e Verträge angemeften sind. Ungemischte Freude hat der Friedensvertrag nicht ausgelöst. Es bleibt noch die Toürudschafrage bestehen. Die jetzige Lösung ist nid# glücklich. Bulgarien hatte als klares Kriegsziel die nationale Einigung als Ergebnis eines reuten Eroberungskrieges. Der provisorische Charakter des TobrudschaobkotNmens ist unglücklich: die definitive Regelung muß alsbald erfolgen, um nicht unter zlvei Verbündeter^ ein Streitobjekt bestehen zu lassen. Wir hätten gewünscht, daß die rumänische Dynastie verschwunden wäre. So besteht iunner die Gefahr, daß Bukarest ein Entente-Nest bleibt, ui weld-em Fäden gegen Deutschlarrü gesponnen werden können. In welcher Form eine Entschädigung gervährr wird, bleibt gleiche gültig. Von einem entschädigungslosen Frieden ist keine Rede. Gegen die Grausamkeiten au deutschen Klftegsgefcrngencn m 8tu- mäuien müssen ftxrrse Maßnahme: getroffen werden.'
^ALg Warmuth (D. Frakl.): Vor alten Trugen muß frer blciöendc deutsche Einfluß in Ru.nLnien -rfi'chert werden. Tie Brutolttäten an dem in Ge'ange.'ssÄLft geratenen deutschen Regiment müssen aufs schärfste gerächt werdeni. Die Schuldigen müßten von ei neu, nichlrnmänrschcn Gerichtshof abgeurteckt nur eben.
^ldg. 2tbebcnr fU. S.): Ich bedaure, ball der Staat ssekre- Urr von Kühlrncmn die Verhandlungen nicht mit einem Expose ein- -eleitcl hat, wie es dem parlamentarischen Brcurch, auch in Deutsch- land, entspricht. Tie Regierung wünscht, daß hier ick er Haupt nichts pou den Parteien gesprochen würde, weil die Al>geordueteu sich chcl# ümzcittrieren könnten. Mit der dlusschußberanrng sind wir eiuversianden. Wir haben au dem Friedens rer t: er kein Verständigungsfriede, sorckxnm ein
tmeseir werden Sann, zur Rechenschaft gezogen werden sollen, und day dres gefchrcht, ans dem rumänischen Volke heraus, aus frerem Entschluß ohne jeden Versuch eines Druckes von außen, oas gibt dieser Aktion nationaler Sichre erst ihren tvahrerv Wert, auch für uns. — Zum Schlüsse pnöchbe ich noch, nnd ich glaube damck das Gefühl der überwiegeirden Mehrheit des hohen Dauses Luszuspiock-en, den letzten Ausführungen des
Abgeordneten Ledebour auf das Nachdrücklichste und
energischste enigegentueten. (Lebhafte Zustimmung.) Das
Daus Dohenzolleru, und ich glaube, das darf man gleichzeitig von allen deutscher Fürstenhäusern sagen, hat nicht nur seit Friedrich dem Großen, der der erste Diener seines Staates sein wollte, wabern von jeher mit seinem Volke in vorbildlich innigem Verein gearbeitet, gestritten und gesiegt. (Lebhafter Beifall.) Und ich glaube, daß in dieser schweren Zeit kein Deutscher, ich sage ausdrücklich kein Teutscher, anders als mit dem Gefühl der Verehrung und Dankbarkeit zu unserem Kaiser emporblickt. (Lebhafte Zujtimmung.) Die deutschen Fürsten, und besonders die Dohen- zollern, liehen zu hock), als daß die Ausführungen, wie wir sie eben zu wrferm Bedauern gehört haben, ihnen nur die Stiesel bespritzen könnten. (Lebhafter Beifall.)
Die Besrwechung schließt. Nack) einigen persönlichen Bemerkungen des Grafen Westarp, der die Ausführungen des Abgeordneten Ledebour als eine Schmach bezeichnet, während der Abg. Ledebour sie aufrecht erhält und noch verstärkt und dafür vom Vlzepra .deuten Dr. Tove einen Ordnungsruf erhält, werden die Verträge an den Dauptaussdiuß verwiesen.
Ohne Aiisspracho werden erledigt die erste Lesung des Gesctz- mtwurss über die Niederschlagung von Uutersuckiungen gegen Kriegsteilnehmer und die zweite Lesung des Gesetzentwurfs, betreffend die Aenderung des Kricgssteuergesetzes. Darauf vertagt sich das Daus.
Nächste Sitzung Samstag 1 Ubr: Etat des allgemeinen Pep- srvnssonds und Besoldungsgesetz. Schluß 6 Uhr.
Die SLSiettng der früvzößsche« Bahne«.
ncc^ € jf* n '^- Sv***- (WTB.) D« ersten drei MonaLe deutscher Offensive im Westen haben neben allen aioberen bedeutenden Erfolgen die Benutzung der französischen Eisen- b-aynen für den Feind in ho-)em Mxcßr m.rmrndert. In der ^ugiisfssch^achL Earnbrai—0j-, O-uentin— La Ftzre verlsr der Geg- tifi- birra) das schnelle VoÄrrir^en der Deutjck^i beivl ezfberi Stoß Dte Bahn bünsel — % eoow^—Ehaulnes—Rvy-e, die ihm bisher das schnelle Derumwersen der Kampftruppen znnschen der Somme und Aisne gestattete. Durch den fortschreitenden Angriff tourde dv.' rur ven Feind wichttgr P-r^llel zur Front führende DMrpt-
lin>.c Arras—AniuMs--MEdibier-^)rm»y Miscszen Borsbeux,uch
Darnaurvurt nnd pmsdLn 'Slxrcaril und ^romfro.-tt uart^-prochLN. ü.i-ese Unterbrechungen bedeuten nicht mir für die Operariouan innerhalb der en glijch-framzösi s ck>en Kampfarnwe eine ei'hebliche L-toruug, sondern ericlpivrcn auch das Eiugrn'-en der französisd^al Dl Visionen an dcm eiiglisclien .Dculptkamp'frmck. Tiefe Allgrisss- 4s 'u-x-o-.,... c ^ tqiitfQg
ertrag aus zu setzen, daß l.chi :u)i halte für die Geglier ferner zur Folge, daß Gelvaltscreden ist. Bei j B.ihndvneck Lamotte—Än-iens—Bolzes und die Bahnlinie
der Gleichberechtigung der Relissionsbelenntnisse in Rumän.bM such i^ll.-^i-ens—Paris in <^ier Eirt'ernung von 5 bis 15 Kilometer
. » . ^ - 00 MM '' im Beveich unseres Artillerie,euers liegen. Ter Gegner kann
also Mit der uneingeschränkEll dauernden Benutzung dieser Bahnen für operativ Zwecke nicht mdyr rechnen. Infolge der deutschen
Oiwu'ttw südrveAich von Ppcwn wurde die Bahmünie Po-Veringhe Süjwbüouff—• Lickers• --kW^se?, d-e t-rrMei zur nenEN Front verlaust, aus eine Erntfermurg von 5 bis 10 Km. m den Wir- kuugsbereich des deutichcn 'Ackelllerreseuers gezjvgeu. Die Dalipt- bahrrlrure tr. niori>-füdlicher Michttmg Dümkivchen—Dazebrouck— St- Pol—Doullens—Dnieus wurde Dadurch für operai-we Zwecke des Gders rricht mein uumirgeschrLnkc benutzbar. Die Folge der ersten betzzon Mirrriffsschlachtm! isf, daß dem Femd für den ErnseschränWen Beröehr in NÄ>P>-füdli«tzer Abähtnug nur noch die einzige leistu n sssü hi gc B«ihu CLr-ris—Bvu- logu e— -o y t [ lcs Bea uva i s — Paris znrr Verfügung l^ht. Die Entente ih'ij -gezwmrgen, starke Kväfie zum Ausbau neuer Bahnlinien ernzusetzen. Die lSchlacht am Chemiu-des-Tatnies und südwestlich vou Noyon hatte für den Gegrrer den Verlust KlM-ier wich?tlper Weid-Osd-Bahneu für pvaoattve Zwecke zur Fosac-. und zwar die Bahn Eompia-uwe - -^öevns und z^v-uLens die Bahn Paris— (^^05. Für Xruppe»OMrrfch;cfecrvjm von Äerd,r» nach dem link-m ieivdl'.chen .Doeresflüge! kommt als rrächste Vcrlpi die durchsckmitb« sich 25 Km. süiMch der iNarkiepilbahn führende Strecke Nrvigny— r^ere—Champnorse—Paris in Betracht. Dieser nötig gewordene Umweg Hot als .wertere Folge einen beträcht lick-en Zeitverlust für die g^incrisdxm Transporte. Do von der letztqenaunten. Bcihn nur tvem.ge Oinnvorbinttuargen -zu der noch betriebssW- lgen Teilen der d.b'arw'ia'tdahn nnd zirr Front beziehen, sind dem »Gegner für Truptxmlverfchie düngen bäachjchub erl-ebliche
Schwierigkeiten erui«arcbcn. Seine ,operative Bewegtichkeit ist erheblich eingeschränkt. Tie deutsche Führung hat durch Inbetriebnahme der neuMtvvunenen Bahnen iin jeder Beziehung erhebliche Vorteile.
Tie Flucht aus Paris.
Bern, 21. Juni. (WTB.) Das „Petit Journal" berichtet, daß die Paris verlassenden Züge stets überfüllt seien. In den Bahnhöfen herrsche ein ungeheurer Andrang. Das Publikuvi müsse an den Karlen sch altern ftuw- denlang stehen und verliere weczen der bürokratischert jZor- malitäten, d.ie manczU genügender Organisation schlecht funktionieren, eine ungeheure Zeit. In der Provinz herrsche infolge krasser Wohnungsnot eine schamlose Preistreiberei mit Mietpreisen. Eine schäbige Dachwohnung koste für die Nacht 10—12 Franken. — Der „Temps" beschäftigt sich gleichfalls mit dem Abtransport der Pariser Bcvvlkerrrng, die chr Dab und Gut vor den Fliegerangriffen in Sicherheit bringen will. Das Blatt verlangt, daß die Abbeförderung von 150000 Personen täglich für den Fall der Gefahr vorbereitet werde, wälirend gegenwärtig nur 20 000 Personen die Hauptstadt täglich verlassen könnten. Glücklicl>erweise sei man noch nicht so weit, doch müsse man auf die Entfernung aller unnützen Esser nnd Flaumacher dringen. Den Autobesitzeru sollte gestattet werden, Paris mit Autos zu verlassen.
Flucht des Großfürsten Michael 2?lexs::drvwitsch.
Moskau, 21. Juni. (WTB.) Nach einer offiziellen Bekanntmachung entfloh der Großfürst Michael Alexandrowitsch aus Perm.
die freireligiösen Gemeinden nicht. berücksid>tigt. Das Recht füv Mumäuien, den Sd-nlunterricht in der eigenen Sprache zu erteilen, nyüßte allgenreines Recht werden. Tie Germanisiernngspolitik sollte auch in den anderen Lauches gebieten anshören, auch in best aceuen OsisecmovmKün. Lieber die ücheber des Krieg-'s wies noch einmal zu Gericht gesessen rverdrni. Wenn 0>ras Westarp für die Beieitlyung der Dol^cnzollern-X t;nache in Rumänien eingeiretenl sL so sind wir damit einverstanden. Tann sollte man aber auch die weckerrn Konsegr«nzen ziehen. (Rufe rechts' Uu-erbört!)
DtLütsjekretär Freiherr von Kühlmamr.
Wc?ar ich nicht zu Anfang dieser Debatte das t^rrt ergriffen: so geschah dies aus der Erwägung heraus, baß die kostbar«
Zeit^des hohen Dauses und die große- Zahl seiner Aufgaben biß Abkürzung der heutigen Tebatte erwünsdst ersd^eidckn lassen und daß v oraussichrlich im Laufe der Bevattmg mir (Gelegenheit gegeben wird, die wichtigsten Gesichtspunkte rwchmals darlegen zu rörmen. Ich will mich nur auf diejenigen wichtigen Gedan kcureihen beschrm.'knr. die bei der heitti^en Besprechung Hervorgelreten sind «und cü-e Stelluirgn.ahme -rneinerserts bedingen. In erster XHntO •sfr&t dazu vsu den Fragen, dir ten fast allen Rednern er- fatat twrden sind, die Fragr der Noed-Todrudscha. Ta ne tatsächlich von den im rumänischen Friedensberttag oer- vandclten Angelegenheiten bei weitem die dornigste war und «auch heute noch erhebliche SchMerigkeiten bietet, liegt mir daran "noch einmal vvr diesem h-ihen Dause Slstnitlich zu ei-klaren, daß es niemals in der Alsticht der Unter l-Ärdler, niemals in der LibfichL der Regicrungen. drr perbünbet.m Mittelmächte gelegen hat, daß das Eondominiunr der Dobruoscha etwas anderes sein sollte, als eine zeitweilige Maßregel daß niemals unter den Verbündeten .Mittelmüchteii auch nur einen ^Augenblick Zweifel bestanden haben, daß wir alle die Wünsd)e mid Aspirationen unserer treuen und tapferen bulgarischen Ver'bündcterc <mch auf dieses Land, mit de!n hrstorische und nationale Baude Äirlgarien verbinden, nie^nals haben an^rjcircin wollen. Wir ■alle stechen aus dem Standpunkte, daß dieses Provisorium so ihuj als möglich sein und seine natürlick-e Lösung darin finden Mt, daß dem Wunsd-e des bulgarischen .Volkes entspreche-nd dve Nord-Dvbrudscha mit Bulgarien vereinigt!
Mfcipt. s?>nchll.) Ta ^ sich im vorliegenden Falle um Mciirungs- '
Barschiedenheilen zwischn: zweien unserer Verbündeten har.velt, um Meinüngsverscheernhetten, von oenen nnr alle überzeugt sind, daß sie überörückbar sino und bei gutem Willen von beiden jSecteu überbrückt werden, so müssen wir unseren beiden Verbündeten, Bulgarien ' und Türkei, vollkommen gleich toafc stehen und sorgfältig alles vermeiden, was nach auUL-n den Emdrmk erwecken könnte, als bechhisti^e die deutsche Politik als begünstig ein Faktor des^ öffentlichen Lebens die Wünsche und r'm speiche des einen auf Kosten oes anderen. Die Frage der stiorddobrudscha bzw. die der K o m - veusaNvueu, die unstrem treuen türkischen Verbündeten im Falle einer Lösung dieser Frage im bulgarischer! Sinne zn- qestanden nstrd, hat die öffentliche Dst.nnung beider Länder in lwhern Grade erregt und die öffentliche Meinung beider Länder folgt heule mit gespannter Aufmerk, ant?<it jeder Mernungsäußerung bei den großen befteundeten Staaten der Mittelmächte, und von' diesem Gesichtspunkte aus möchte ich mcht einer Meincmg entgegentreten, aber sie doch rnterpre'ieren, tvelche Traute in diesem Dause geäußert worden ijt. Ter Mg. Dr. Sttesemann lwt in seinen von genauer SachLennülis gctragemm, bereiten Ausführungen einen ^tz gebracht, der allenfalls den Eindruck ern-eckeu könnte, als bestünde bei irns die Geneigtheit zugunsten ’ücc bulgarischen Wunsche auf die unseres türkischen Bundesgensssen -'weniger Gewicht zu legen. Ich bin üöe.tzeu.ck. daß dem Dr. S res mrn r di se Jnter- Metatiorsen vollkommen fern gelegen haben. Die Frage per Be- ittasung der für die höchst öckirge.cswertLl Gemugrnengreuel ,chul- bigen Peffon«! will ich hier nicht erörtern. Bei der Beratung im engeren Kreise wird voraussichtlidi die Regierung Mitteilungen rächen kSnn.cn, die den berrchticften Wrsprücheu genügen. Eine Note ist m oeff Reden inancher der Soveclier aus dem hohen Dause ange- kluugeu, dos ist die eines gewissen, anch nach dem Fiiedensschluß saribarrernden Mißtrauens grc;cn Rumänien. Sicher tami nach den Erfahrungen dieses Krieges ein volles, ungeteiltes Vertrauen nicht sofort wieder Platz greisen. Die Politik und -die öffentliche Mernung wetten auch Wetter ab'.oarte^rd der Snttvicklung der Dinge in diesem uns früher befteuitdeten Lande gegemübettsteheu müssen. Aber dieses Zpwarten darf nickü gkennzeichn.ck sein von cifm ausgeiprocl-ene:^
Mißtrauen. Tie Vorgeschid-t" u-es Dieses, auf die ich i/ier nickst emgeheu will, beweist meines (rrad#eu* einwandfrei, daß die große Mehrhctt, des rmnänischen Volkes loioerwittig in diesen Krieg hineingetrieben worden ist, von einer kleinen Schar teils eigensüchtiger, tetts leickstsinuiger, tetts verbveck>erischer Polittker inp Gesck^ftsmärmee (Mg. Let^bmrr (llnrcbh. Svz): (vcmz wie in wideren Ländern auch! Zuruf rechts: Wo beim? In kffnerika p»etleichL. > ^as bis!erg:/ Ivrljaflten ’oe* rumänischen Kamnelis, mit
>ü j■ "soffen haben, gibt, Mvett ich es übersehen gen mit dein Willen einträte, zusammen mtt den deutsck«n Parteien
karm, oae Gewahr dasur, daß di^emgen Perjonen, deren Schuld oa im Abgevcdnttenhause eine seshe Mehchett für hiss Schaatserwrder^
Dir polnische Frage.
Wien, 22. Jum. (L. 2t.) Das Pvager tschechische -SvAia- listeuorgan „Prav-stidu" meldet, daß der Aimister des Aeußern Graf Burian es abgelehnt habe, den Polen irgendeine Erklärung über die Löswm der galizischen Frage zu gelten, wckl das mtt seinem Amte aus 2lstslandscnmistpr ebensowenig wie mit seiner Stellung goMrüber Deutschland M vermn- bareu sei.
W i e w, 21. Iran. (Wiener Korr.-Bur.) Abgeordneter W a l d - n e r, tier Obmann des L^iLcmgsaussch.ffses der deutschmationalen Parteien l>at in einem Scharben an den galiziscl-e^ Landsmann- mi-üstec T v a r d.v w s k i .erklärt, daß der BerbMl-d der denffch nationalen Parteien jederzeit berett sei., mtt den Vertreter;i des fMeuktübs den ganzen Be re ich d er poln i s che n Frage eingehend zur Sprache zu bringen, sowie alles m tun, was geeignet sei, die deutsch'polinsch? döemernschuft für Gegenwart und Zukunft süherzustpllen, daß ohne Preisgabe deutscher Lebensint.-ressen die Wünsch des pvlrnfthsn Volkes befriedigt werden könnten. Eine dahingehende Aussprache sei seines Erachvens nur daun ers-olgverheißend, u-emr der Pstenklub in die Vespre-cl-tun-
nisse der surchtbli ttn&sia Zeit, wostn wir leben, zer bttbam. Ar-«
gleich müsste bei dem .PolenLub der Entsdi>luß sekMehm, sich gm« die staatsfeindlichen Umtriebe und gefährlidien Pläne der Tscheche« ünd Südslcwen zu ivenden, ander«detts auch die uneingeschrLnÜv Geneigtheit, Vvrs'Me von tsechischer oder südflcwffcher Sette gr-r meinsam mtt den deupch-natianalen Parteien und chrffckkh-sv-b»^ len Attwn.crren abzuwehren. Die Deutsch-'MtiEalen würden jedsv-? falls Ermöglickstmg der im Interesse des Staatswvhles ^gelogenL« kurzen Sonimertagung fteudrgsl begiüßm mtt> tti der bespnrmend« 2luffasftuw des Polenklubs ein lttuerpsond für die unversehrte w kürrftige Wahrung der beidersettigen naittmalen Interessen s«vh^ eine Grundlage für eine beidersettb^ befriedigende Regelmrg ac blicken, die muntttelbcrr rrach der ^mmervLgung getwsstm wev"' den könnte.
»
Der rrngarische MirrifterprSsident über de» A«KSa» de4 Bürrduissseö wit Deutschland.
Budapest, 21 .Juni. (WTB.) Abgeordnetenh«»K. Nach dem Grasen Tisza ergriff Mcmsterpräfchent Dr. Wekerlek das Wort: Was die Vertiefung des Verhältnisses zu DeuffchlanL betrifft, so erllärle ich wiederholt, daß wtt es unter Wahrungs unserer wirffck>aftlid)en Interessen enger gestalten wollen. Wir wollen das BundesterhälNris uctt dem Deutsck)en Reiche für- längere Zeit sestlegen ttc der Weis«, daß es vom Gescchtspnnkt: der Verteidcgung eme besondere Ergänzung und Befestigung erfährt: und -auch ustrffchaftlich möglichst eng ausgestaltet wird, um f© wehr, da mehr als 70 Prozent unserer auswärtigen Dandcls-- beziehungcn auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiete aus twi Verhältnis ^um Deutschen Reich entfallen. Natürlich soilen, weru. einmal, hoffentlich tu möglichst naher Zeit, Friedensbedingmrgeu festgcitellt werden, auch diese in vollem Einvernehmen erfolgen. Ich hob bereits hervor, daß nnr bei Erreichung aller dieser Ziebv unser Selb st verfügungsrecht und dtt -Souveränität nach jeder Züchtung -aufteckst erhalbu: wollen. Unsere ProduktionSverhältnüssS müssen unbedingt gesichert werden. Auch werden die Derrrö.^e, die wir schießen, kein Dmderntt senr, unser Verhältnis mtt den andere Siaaten aufrecht zu erhalten oder zu vertttsen.
Graf M ich a e l K a r o l v erklärte, er sei ein Gegner der Ber>- tteftlng des Windnisses mtt Teutfchland und werde sich nicht be-- rrren nassen, tveilcr in diesem Sinne tqttg zu sein.
Üfm weiteren Verlauft der Debatte ergriff Wgeocd.'-eLer Graf ^ucrus Andrafsh das Wort und erklärte insbeftn.Lere, iww L-tandpuntt Ungarns sei es w: mögt ich, eine gitte ungarische rjüijob naie Politik zu machen, wenn Unaant sich in Gegensatz stelle zu der ecnzigen Weltnmcht, die ein Jrtteresse daran hat, daß ein starkes ungainsdxs Reich bestehe. Tieft Macht dürfe man sich nickst durch Nadel stube entfrnnten. RrÄncr ist auch für die Erweiterung ds Vündmifts, das der gegimittigen Vereidigung beruhen uvist dce grötzte Gacantre für den zuküiffttgen Zattden fein würde.
Der 8eeükeg.
Nrne L-Boot-Erkolae.
Berlin, 21. Juni. (Aurtlich.) Eines unserer U-Boote, Kommandant KapitänleutnanL Marschall, versenkte im Sperrgebiet des Mittelmeeres auf lötagiger Unternehmung sieben Dampfer von rund 23 000 Vr.- N e g. - T o u n e n. Alle De:npser waren ai;ßexordenilich wertvoll. Die Ladungen bestanden aus Baumivolle, Benzin, Oel und Stückgut.
Der Chef des Adnnralstabs der Marine.
Rotterd am, 21. Juni. (WTB.) Der englische Darm»- ser .Seron Bridg^ (2420 Brt.), 1018 gebaut, lou Liverpool nach Dakar bestimmt, ist 300 Scenteilen nördlich von Cap St. Vincent ve r senk t coorden. 28 Mann der Be- fatzung wurden von einem spanischen Schoner in Las Palmas gelandet. Der italienische Segler „Santa Teresa" (257 Brt.), von Malaga nack) Genua, ist bei Kap Sacbinal ver- ienkl worden. Der Kapitän wurde gefangen genommen. Der Rest der Besatzung wurde in Almeria gelandet. Der in Dakar beheimatete Segler „Admiral La so nt" (117 Tv), von Dakar nach Marscille unterwegs, ist versenkt worden. Die Besatzung wurde in Almeria gelandet.
Bern, 21. Juni. (WTB.) Nach einer Mitteilung des „Gwrnale d'Jtalia" ist der italienische Dampfer „Marco n c e l I r" cm 30. Mai versenkt inerben.
Amsterdam, 21. Juni. (WTB.) Der ufederländttche Dampfer „Kie ld rech t" (1284 Bruttotonnen-, der von der englilchen Negierung requiriert worden war, ist aus eine M ine gelaufen und gesunken.
Ans Stcrdt $tn& Can©«
Gießen, den 22. Juni 1918.
** Sammlung getragener Männervberklei«« dun g.'Wir verweisen nacLHrücklichst auf die Bekanntmachung rvtz heutigen Anzeigenteil.
Sladttheater. Auf die Theatnvrcngnisfe der !«n- w.errden Woche sei uo-ckMols nackchrückliM hmgeW«jrA. Daß es sich um Thrwerereigussp allererstnc Runges h^nwett, wird tedermann bestätigen, der eiuncal Gelegenheit hatte, emem Auftreten des genialen Albert Stemrück beizwvohuen. Sein Gastspiel in SitrLlldb<n-gs „Totentanz" ttr der Wiu.terspielzeit wird jedem Zuschauer unvecgeßlcch bleiberr. Zweijellos wird das diesmalige Auftreten dos berühmten Mlncchener Gastes — da er jetzt nr Gießen bekwmt ist — eine ganz außerordentliche Anziehilugskrast aus üben. In Alexander Zinn's neuem Sck-an spiel „Gewitter", das am Sonntag gegeben wird, bat der Gast eine feiner Judi- vidualttät besonders zusagende 'Ausgabe geftmden. Am Molttag sm- det ein zweites Auftreten in Strmdbergs „Totentanz" statt. Herr Sleinrück wird begleitet von arrderen bewährten Mttglievern des Müuä>ener 5postHüntels. Alles in allem: es stehen zwei Aöercde in Aussicht, die sich dein Thvaterfveund entgehen lassen sollte. Lin iveiteres Gastchscl, das lebhaften Interesses sick-er sein darf, findet am Tonnerstag den 27. Juni statt, indem an diesem Abend Fräulein Hanne Lore Ziegler ein letztes Gastspiel geben rvird, um den zahlreicherc Verehrern ihrer Kunst, die bei ihrem letzten Auftreten keinen Platz mehr erhalten tonnten, die Möglichkeit zum Theaterbesuch zu bieten. Die Künstlerin hat auf Mmcate hinauss keinen Tag mehr zur Verfügung, und es bedeutet ein besorrdereS Eittgegenkommen voll ihr, daß sie den 27. Juni für Gießen frei mackste. Sie hat lmederholt erllärl, daß sie besvitderS gern hierhev käme, da Gießen und Bad-Muhettn mtt die ersten Bühtrev se- wesen feien, bit ihr Gastspiele ermöglicht hätten und damit ihren Ruf begründen halsen.
** O f fiziea: kl eider karte. Tie Kleidervcrrten der Ofsb> ziere und der anderen Hoeresangehörigen, die sich selbst mtt Bell eidung n'erfergen, chrben sür d«t Kauf von Wel^., Wirb« und Strickwe.rrn aus dem $>aru>el keine Gültigkett. GÄverbe.tteibend«t sind hieniach nicht berechtigt, .itteiderl-artcalabschnftte entgegen-lvi i'.elMen, wni z. B. Kopsschützer, Taschenbücher, Strümpfe, vemdeit ünd Uitterl)vsell darauf zu verabfolgen. Nur Duchsachen (einschliefei lick) Feldmützen) und Schuhzeug könnm Osftziere und sonstige Jtlhaber pon Kleidervarten bei Schneidern, Mützenmachern und iHttlhinacs)ern l.rcsdcllen. Diese fordern die Tnchsache:'. Md j>a$ SckMhw-ers aus Grmcd der ihnen von deit Bestellern einzul'äichigelten Kleiderkartenabsckstritte bei dem sür^ ihren W-.A-nort zr-ftändig-Nt Bekleidungsamt an, entttreber in fertigen Stücken, ober, was bi« Regel bildert wird, in Stoffen oder Zuschnitterr, um fertige Stücke a^uänberni, ober mcs bat Stoffen ilsw. Stücke noch Maß $u fertigen. — Ttt Lieferung vvn Schuhlvaren an L^wesangehÄftge, die keine .Kleidertorte b^'itzen pvrd bürgerlich- Kleidu-rrg t'agar müssen, dct.rs nnr ailf.Grund eines Schuhbedarfsschemes crfolga^ über dessen Ertettung demnächst besondere Besllmluuttgen durch die Neichslfelle für Schuhversorgung ergehen.


