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fm Frühlmg lrnb tm FrWÄmjrrver auch hinsichtlich der Gang­bar keck, $ lim ad unx> bcr Witterungsve rhäl misse aus- «veist^ nriirve, tot: die zusanunexchänxxexxde Front vom Stilsser &>Cf I>i- zur .Öaguncht'üfte voxx Bexxrdi'g. WÄhrexrd in der ometiainschm Ebene bereits , tvockexres, schönes Sommerxvetter for: geeigneten Zeckpmtkt für den (öegtrrrt größerer JCftiioneit als grAommen cr^'fnm lasstn tan, stehen im Gebirge sciiweve Nebel nmd 8lerx m uxxd in den höheren Laym mxh starker Schneesall und selbst Schne^churm einer Osstnsw-Bewegmxg hindernd im Wege. So tourte noch am 16. Mai an der Gebirgsfront eine starke Betwölkung und Schroe, am 6. Mai ein 50 Zentimeter hoher Neu­schnee mxt» Lawineilgesahr gmxeldet. Ter Erntritt klaren, warnxexx Früblingsw'ttet', mit ras-ck^ster Schneeschmelze verbunden, kann int Gebirge den Beginn des Angriffs erhoffen lassen. Ader grade die rasch abfliestanden Schneeivasser verwandeln die bisher säst Mtsgetvocknetzexx Torrmttn der Ebene in reißende Ströme und schafsen intttfr das steigende Grundwasser im Mxdxduuysgebiete weite Snnrhs und Mvrastflächen und hierdurch Hindernisie, tvelche dem Aornlrie' .tnd vor allen: dein geregelten Nachschub ernste su Hin­dernisse bereiten föxutttt. Auch die Frage cher für den Einmarsch bzw. die Versarmnlnng xoxd den stia-chschub großer Truppmtörper zur Bctfftgurtg stehenden Verbindungslinien und Bahnen liegt xnftxlge der Terrainverhat trff sse weitaus schwieriger, als dies z. B. an der Flandernfrvm der Fall ist. Tast die glückliche Lösung dieses überaus stsi-merigm Problenxs eine der bedeutendsten Ausgaben der FÄhrrrng bildete, um das für den Angriff so nötige Ueberraschmgs- xxwxnLtt Nüst! cmszuschaltext, bedarf ferner Erörterung. Be zeich­neten doch die Jerickiterstiatter und die italienischen Blätter selbst die tagsüber an imd hinter der osterreichisch'urrgariscl-cn Front herrschende Ruhe als xaxheimlich und unbegreiflich. Die varstel-an- den Momente lassen erklären, nrck welchen Schwierigkeiten die beste Führung oftmals zu xettstxm hat, und daß die scheinbar berechtigte Ungeduld ihre Quellen aus Umstätrdm'schöpft, die in der Oeffmt- lichLock nicht voll erfaßt werden.

Die Verteidigung von Baris.

Berlin. 18. Juni. (Priv.-Tel.) DieB. Z. am Mittag" jNreldet aus Mnxf: Der Verteidigung sausschuß von Paris beschloß, die Bevölkerung der Vorstädte von Paris ssrlzuschaffen und sie nach dem nrittleren und südlichen Frankreich' Sabzuschieben, ioo ihr Wohnstätten zur Verfügung gestellt werden, Auch sei beabsichtigt, die hauptstädtische Bevölkerung im Lause des Monats Juli allmählich zu evakuieren.

Flugarrgviffe auf Doulogne.

Bern, 17. Juni. (WTB.) Progres de Lyon" meldet: Am 13. Juni wxrrde Boulogn e von deutschen Flugzeugen verschiedentlich angegriffen. Ein Flugzeug warf bei dem Angriff kmf zivei StÄ)t viertel acht Bomben ab. Ein Stadtviertel wurde besonders getroffen. Elf Personen mutben getötet. Es wurde ein sehr beträchtlicher Sck)<xden angerichtet.

Von der französischen Kammer.

Bern, 18. Juni. Laut Pvogres de Lyon hat der Kammer- Ausschuß für auswärtige An gelegenheiten ein- vrütig die Notwendigkeit erkannt, daß die Regierung in kürzerer First vior der Kamnrer die a l l g e nt 1 e t n c n t> o l i t i f dje n sRich 11xnieu, die sie Au liefolgexx gedenkt, darlegt. Franklin Bouillon wurde beauftragt, sich darüber mit Pichon ins Benehnxen fcn setzen. Humcmcke erivartet eine eingehende Kam nxerde batte.

Die Cröffnnng des rumänischen Parlaments.

Bukarest, 17. Juni. (WDB.) Mxs Jassy nürd gemeldet: iDw heute im Jassyer Naffmxaltheater erfolgte Eröffnung tzes Parlaments verlief in durchaus nthiger uxid würdiger Weise. Die Wxrigm und die Prinzessinnen waren Mr Feier nickst erschienen. Die Vertreter' des diplvmatistl^en Korps hatten keine Emladxmg erlx-altcn. Ms der König, der bei seinem Erscheinen hem den Volksvertretern lebhaft be^rf'üt wurde, beim Verlesen der Thronrede sagte, daß die Verengerung des Widerstandes eine vollkommene Erschöpfung der Kräfte des Landes herbeige- führt haben roüröe, und daß Rumänien den Frieden abgeschlossen habe, der sich ifrit als eine L-cbendsbedingmxg aufdrängte, bradftn. die Kaxmnern in einest mehrere Minuten währenden Beifallse stmrm aus. Mit den gleichen, stürmischen, langanhaltexrden Kund­gebungen wurde die Stelle aufgenonrnxkn, in der von des A n- gliederung Bessarabxens an das Mutterland die Rede jdt Auch die Worte von der Wiederaxffnahme der früheren Freund- zu drn Mächten, mit denexx der Friede geschlossen wurde, fanbm aufrichtigen Beifall.

CHtt ukrainischer NahrnngSmittelrat.

Kiew, 17. Juni. lWTB.) Der deutsche und der österreichisch- ^wgarx'^ Botschafter 'xuxterzeichneten hextte gxTxxeinschasikich miß jfcan ukrainischen MinisvexPräsidenten das Abkommen über die Gxnnchtung eines ukrainischen Nahrungsmittelrats, rtber für das ganze (Gebiet der Ukraine «inlxntlich die Llufbringirixg« tta Nabwnn^s- wxd Futtermittel zu regeln und die Versorgung der t* der Ufrarnc stehenden Truppen, der Städte und der Jndxrstrie- renrrmx per Ukraine sowie die Ausfuhr nach den Mittelmächtert M übernehmwx hat.

Wachsende Gärung in Irland.

Berlin, 18. Juni. (Priv.-Tel.) Di-eB. Z. am Mittag^^ Vnelde^ aus Genf von gestern: Eüxe Lmrdoxrer Havasnachricht be­sagt daß in vierzehn irischen Grafschaften der ver- zchärfte Kriegszustand verkündet worden ist. Die orbent- kxchen Gerichte werden aufgehoben und Kriegsgerichte <m ihrer Stelle «ngesetzt.

Utngarn xxnd Deutschland pflege, nrit Deutschlaxrd insbeson­dere jrn der Richttmg, daß es, lvenn schon nicht mit Mehl, so doch nrit Kartoffeln auslielfe. Aus Arrtrag des Bürgermeisters wfltrde die Absendung der Depeschen an den xmgarischen Ernäh- rurxgsminisbcr, cux pen bayerischen Ministerpräsidenten und die deutsche Reichsregierung beschlossen, in denen weitere ausreichende Einfuhren von Altkartoffeln, insbesondere aus Bayerrx erbeten werden.

Ter Kabineliöwechsel in Bulgarien.

Sofia . 17. Juni. (WTB.) Meldung der Bulgarischen T^e- ML^enagexrtur. König Ferdinand exnpsing Um 6 Uhr xtach- nüttagS den Präsidenten der Sobranje N e t s ch e w und den srü- heven MinisN'rpräsidexrten Ge s cho w, xnn ly 2 Uhr den Chef der "demokratischen Partei >und die Führer der Opposi- ldivn , um sich mit ihnen über die Lage zwecks Bildung eines neuen ÄlMnetts zu besprechen.

Sofia ,17. Juni. (WTB.) Meldrmg der Bulgarischen Tele- yvaohenagrxtttn- ' Drr Rücktritt Radoslawows ist die Zol'X« eixwr tcillwifen Ministerkrise. Zwei Minister der staxnbulo- wisüschcxx Gruppe, rxämlich der Minis^r der öffentlichen Arbeiten Bei ko w und der CisenbahnTninister Koznitschty txaten we­tzten einer Meinungsverschiedenheit in inneren Fragen Zurück. Jn- folgedesstm beiand sich me Regieruiü<g in der Mixtderheit. Obwohl die Sobranje gegenwärtig keine Tagung abhält mxd die Regierung sonnt keine Schlvierigkeit-m zu befürchtexx hatte, hielt sich Rados- lawtow genau an die Vorschriften der Verfassung imd bot seine sDemktssxLvx cm, um der .Krone die Möglichkeit zu geben, andere 'parlamentarische Gruppen zu befragen.

Llürzung der Brotration in Oesterreich.

Wien, 17. Juni. (WTB.) Das Volkserxrährungsamt ver- Mexitticht ein. Mitteilung, xvonach in Wien bei Aufrechterhalttmg Fxw aegentoärtigmr Mehlguvte eine vorübergehende .Kürzxxng der Brotration auf die Hälfte eintreteu mxxß. Für die Beistellung anderer versiigbarer Lebensmittel xoerde nach Möglich­reil gesorgt werden.

Wien, 18. Juiri. tWTB.) Der Minister für Volks- rrnährxlng Paul ist gestern abend ttach Berlin abgereist, «m dort die Verhandlrmgexi in der Angelegenheit seines Ressorts zu führt:

Wi e n, 18. Juni .(WTB.) In der heutigen Beratung der Dbmänner des Genxeixxderats und der Parteien berichtete der Bür<rrm<isbtr Wexskirchner' über die Kürzung der Brot- a u 0 t e ixx Wien sowie über die Vorsprache beim Ministerpräsb- denten xntd beim Eruährungsminister, die aber ohne Erfolg ge» frttefxm stt In der anschließenden Debatte wurde das Verlangen Seslel.c. daß die Regierung sofort neuerliche Verhandlungen mit

Washington. 17. Juni. (WTB? Reittermeltzung. Die norwegischen SegelschiffeSamoa" .und K^ugL- icm" sind tx-on einem U-B>o)t versenkt worden. Die Be-

imt" sind von e satzuxrg wurde gerettet.

Württemberg und die eisatz-lothringische Zrage.

Stuttgart, 18. Juni. (WTB.) JnderAbgeordneten- kammlest brachte heute der nationalliberale ^lbgeorduete Dr. v. Hieb er als Berichterstatter folgendes vor: lieber die sogexxaxmte elsast-lothring xsche Fsrage, d. h. die künftige staatsrecht­liche (Gestaltung der Reichs lande, hat eilte eingehext de Aussprache zwtsck^n dem Ministerpräsidenten und dem Fixranzausfchxxß statt­gefunden. Wir wären in der Erörterung hierüber Heuer wie in den bes'.text beiden Jahren xxicht eingetreten, trenn, nicht axxderwärts diese Frage zum Gegenstand von Erorteruugen in Parlamentexx und Presse gemacht worden wäre. Wir waren jedoch darin eixxig, daß eine ösfexttliche parlamentarische Erörterung (»er verschiedenen ixx Betxmcht koxnnxexxden Möglichkeiten zxrrzext nicht txützlüh oder an- FlXS'eigt sei. Wie im Vorjahr, war der Finanzausschuß darin einig, daß eine Ausieilung der Reich?laxrde unter den beiden größten deutschen Mtxxdesstaaten dcm höheren Jxtteressen des Deutschen Reiches widerspräche uxxd weder den Jxtteressen der Reichslande noch denjexngen der Bundesstaaten exttsprechen xxxürde. Der Mi­nisterpräsident hatte ntitgetrilt, daß ent bestimmter Plan noch niclxt vorliege, und daß die NTÜrtteMbecgische ILegrerung, xrrexm einmal ein solcher vorliege, im Tandes rat ihre Stellrnrg dazu xxicht einnehnten wexxde, ohne vorl-er Fühlung tnrt den Lcmdständen zu xrechmen Dabei hatte der Ministerpräsidextt gleichfalls gegen die eben ettvähnte Art der Losung erxxstliche Bedenken geltend gemacht. Im Zusammelxhang mit der Besprechung dieser Frage ist twxn Ab­geordneten Hcutßxnaim der Axttrag gestellt und einstimmig ange­nommen und wird auch von mir zur Annahme im Plexxum emp­fohlen, die Königliche Rxegieruxx-g zu ersuchen, dahin zu ixür- lbn, daß bei der Handhabxrxrg der Zensur, ixtsbesoxrdere auch ixx Ansehung der öffentlichen Besprechxnxg der staatsrechtliä>en Verhältnisse der Reick^slande, eine gleichartige Behandlung ein- tritt. Des rx?eiteren sind einige auf die künftige Gestaltung der östlichen Länder bezügliche Fvagen kurz erörtert worden. Da­bei ist in liebereinstimmxnxg mit dem Mntisterpräsidenten der Ansicht xwn verfchiedenexx Settexx Llusdruck gegeben Xvorden, daß bei der künftigesi ^ Gestaltttng dieser Länder von Württembergs Staxxdpxmkt aus keine dt-ncistischen, sondern nur allgemein deutsä)e Interessen in Betracht toxnxnen.

Weiterhin Xvurde die Frage der Entsendung des bayerischen Ministerp.äsidenten a. D. Grasen v. Podexvils als bayeri­schen Vertreter zu den Frxedensverbandlungen) in Brcst-Lx towsk besprochen. Der Fmanzausschuß war xxxit dem Mintlterprüsidentxen öartn einig, daß eiix in den Jahren 1870/71 abgeschlossenes lieberem kommen zwischen Preußext uxid Baycnr, das dem letzteren das Recht einer besoxxderen Vertrcturrg bei Frftedensverhandlnxrgen eixträume, kein deutsches Reiä)sreckst begrinxden würde. ^ Staatsrechtlich betrachtet wäre ja auch der Deutsche Kaiser nicht in der Lage, sein ausschließliches Recht. Frieden zu schließen (Art. 11 der ReichsvexTfassung) gaxxz oder teilweise trit einen Bundesstaat abzutreten. Doch mag die Sache auf sich beruhexi, da eine tpeitere Vertretung eines bayerischen Sonderrechtes nicht erfolgt, vielmehr die Exxtsendxmg des Grafen v. Podewxls mehr als Höflichkeitsakt lxetracht^et werden zu sein! scheint. Es ist die Fra^e erhoben worden, ob ein gleicher Höflich­keitsakt xncht auch für Württemberg gewünscht werden solle. Eine solche Entsendung eines fachkundigen Vertreters, bei­spielsweise bei befoxtixwexx wirtschaftlichen Fragen, wäre zweifellos mit den deixtschen Gesamtnttereffen wohl vereinbar, und es darf axtgcmoxxtxnen werden, daß grutwsätzlich dagegert auch in Berlin keine Bedexxkext bestandetx. Im übrigen wird auf cfxt einheitliches, nach außexx geschlossenes Austreten der Vertreter des Deutschen Reiches ein besmxüeres Gewicht zu legen sein, (fixte Sorge itt dieser Richtuxtg x)t xtxxbegrüxxdet. Aber es war gut, auch das bestehetide Recht festzulegen. Diese Ausführungen wurden debattelos ent-, gegen getrommen.

Der Seefrfeg.

Neue U-Voot-Erfolge.

Berlin, 18. Juni. (Amtlich.) Im Sperrgebiet des Mittelmeers versenkten unsere U-Boote sechs Dampfer und vier Segler von zusammen 24 000 Br.-N.-T.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Gin englischer Hils-krenzer versenkt.

Lvndvn, 17. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Admiralität teilt mit: Der HilfskreuzerPalria" ist am 13. Juni durch ein deutsches Unterseeboot torpediert und versenkt wocheit. Ein Offizier irnd 15 Mann der Handelsxnarine-Mannschuft tx>erden vermißt und sind wahrscheinlich ertrunken.

Englische Minen an der schwedischen Küste.

Berlin, 19. Juni .(Amtlich.) Nach eixxem Telegramm aus Stockholm hat der englische Gesandte in Stock­holm über Minen im Kattegat folgende Erklärung abgege­ben: Englische Minen sind im April d. I. zwecks Vernichtung feindlicher U-Boote ixn Kattegat ausgelegt worden, aber in einer Tiefe von mindestens 35 Fuß, so daß sie für gewöhn­liche Handelsschiffe feine Gefahr bilden. Andererseits ist zur Kenntnis der britischen Seebehörden gekommen, daß vom 12. bis 15. Mai ein deutscher kleiner Kreuzer, von U-Booten bsgleitet, östlich vin Skagen operierte Und offenbar Minen ausgelegt hat. Die britischen Marixiebchörden wün­schen ausdrücklich sestzustellen, daß keine britischen Minen in schwedischen Hoheitsgewässern ausgelegt worden sind.'

.Hierzu wird folgendes mitgcteilt: 1. Nachdem bekannt geworden war, daß die Engländer den Versuch gemacht hatten, das Kattegat durch Minen zu sperren, haben wir uns zu entsprechenden Gegenxnaßnahmen gezwnxrgen gesehen. Mit Durchführung dieser Maßnahme wurde Mitte Mai be­gonnen, uxn den Engländern lveitere Maßnahmen gegen un­sere Kriegsführnng unxnöglich zu machen. Hierbei ist auf die neutralen Hoheitsgewässer peinlichste Rücksicht genommcxx loorden. 2. Von der schwedischen Negierung sind bereits im April Minen innerhalb ihrer Hoheitsgewässer gefunden wor­den. Von schwedischer Seite ist festgestellt, daß es sich um englische Minen handelte. Diesen Minen sind mehrere sckstve- dische Fahrzeuge zum Opfer gefallen, wobei auch Menschexx- verluste zu beklagen waren. 3. Die Erklärung des englischen Gesandten, daß die Engländer keine Minen in xteutralen Ho­heitsgewässern gelegt hätten und daß sie beim Auslegen der Minen auf die Handelsschissahrt Rücksicht genommen hättexl, entspricht daher nicht den Tatsachen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Veschlagnahme russischer Fahrzeuge durch die Entente.

H e l si n g f 0 rs, 15. Juni. (WTB.)Hufudstadsbladet" mel­det: Mosbauer Nachrichten zufolge sind alle in amerikani-. scheu xxxxd englischen Häfen liegenden russischen Fahrzeuge beschlagnahmt wordexx.Novaja Shisxx." be- richpst, daß acht der größtexl mrd bestexx Dampfer der ritssischen Freiwtlligetxflotte in den ostasiatischen Gewässern genommen tvar den imd die übrigen den Befehl erhielten, xxicht in See zu gehext. Der Kommissar für auswäxckrge Axx gelegen heiten hat hiergegen P r 0 t e ft eingelegt.

Ln,,kt rid WSssettfchatt.

Max Klingers Wandgemälde in der Freien. S e z e s s x 0 tt, das langermarteie, ist vvnnxehr, wie man ans Berlin schreibt, der Besickstigung zugäxtglxä> gemacht n^rdexx. .Vas Riesenaemöwe, -^as .Max Ksinger für das .ttathaus m gricfycinen ixn, führt den Titel Arbeit Wohlstand -^chönhexb . .Kein Zweifel, daß für Klinger die Arbeit gleich dem Wohlstand tnu.« gleich der)öiüfdt z- setzen ist. So schildert er denn afß &imboi ber Arbeit das nüinnxelnde Leben enxes Welthafens, als Syntt-ol sur den Wohlstaxxd! istie hochgetürmte, in ruhiger Majestät^ l'ch aul Bergeshöhei: breitende Stcxdi und cxls Svmlwl der Sstst-nyett ixne stets, die Frait, ixt maxxcherlei Stellungen und Gexvar.duxxgen. In nexm Vex trelorinxtext ilxrer Gatlmxg bewegen sich diese Frauen» gestalten im Taxtzschrick vor einer reckps ixn Vordergründe lagernoesL Zuschauergruppe von fünf M änner- und zwei Frauen gestalten^ xcnter denext man H-erntes, den Gott des Handels^ xmd Mars, den Gott des Krieges, att ihren Syxnlwlexx^ sofort erkennt. Ränxxttrch ist das Bildl s^ ngvordxtet, daß sich diese 16 großen Menschen,- fig-uren wie axis einem Proszenium von denr dalsixtter liegend«, .Hasen abhebext, hinter dem sich wrederum dir ^tadt breitet. Lv hat man eigentlich drei ganz verschiedene Bild':' zu würdxgen. ve 2 xw ma>' kanxx nickst gerade bclMtpten, >> die Kompexsttion des Ganzen de i.xstier restlos geglückt ist. Mnger hat in der Kvmpositü xp ui,. , .j schwn Besseres geschaffen. Aber interessant bteivt das Experi-- meitt durchaus. Besonders in der Behandlung der Laxxdschaft mxd- des Lichts scheittt der M>eisber einen neuen Hobepunkx des Schaffens erkloxnmen zu habett. So wird auch derjenige Kunstbetrachter der einent Besuch des .itlingerscheu Wandgemäldes aus seine ^kosten kommen, der sich nrit der Lösung des ^oxnPosittoxxsprvblems des, gewalttgen Waxxbgemäldes xxicht einverstaxxden erklären tiermag.

F. N.

Nrrs rinv LsrnK.

Gießen, den 19. Juni 1918.

Die Linde blüht'.

Die Lixxde blülst, der al.ehrwürdige Bannt der alten Gerxnanen. unter dessen schattxgem Laud-dach ixn Mittelalter Gerickststagr

uxid Feste abgehalten wurden. W-ic freut sich der Naturfrexc-ch uxxd besoitders der Imker, wenn die emsigen Bientnx ixt ganzem Sck>aren bei dem l-errlichxx Som.merioetter in den dichtbelaubtclx. Kvonen der Lfftdenbäume funtmeitb den Honig aus den Blüten sant- nxeln. Der Lindext'honig wird von Kennern besonders geschätzt: aber Nicht jetes Jahr ho xigl die Linde Sorgende Menscheix satnmclxt nxxd 'trockxnnx sich eixrex- Vorrat von Lixrdexxbluten, die eixxen guten,, schwelßtreibexxden, krantpfstiUendcn Tee geben. Die getrockneeexv

Blätter und Blüten sollen xxxit anderen Blättern und Kräutern^ genxxscht einexx guten Kriegstabak-Ersatz geben. Auch die tlemjtK Früchte sind verwendbar, xoül sie ölhvlffg sino. Das lockere, xoexche. Holz der Lixrde ist als Schnitz- uxxd TischlerlZolz. sehr geschätzt, ixn Trocknen dauert es sehr lange aus, aber feucht grnmxrbeir und im Wasser geht es bald zu Grunde. Tie Lixrdetrkohle ist sehr 8^ ucht xxnd vielfältig mrgewcmdt, xmd d^r Bast wird in großer Menge zu Mattexx, Säcken, Stricken, Ztgarrenbändern usiv. ver-- xoeudet. Von dm Blättern der Linde slxeßt ixn trocknen, heißen ronxxner ein süßer Saft herab auf die Erde, den der llnkundige ür feixte Trop schm mm Blütexthonig hält. Dieser klebrige, glän zende! Saft ist der Hoxxigtau, den man früher für eine Axisschtvitzung der Pslanzeu hielt. Nettere Untersxichxmgen und BcsbachLuxxgvxx habm dargetan, daß der Honigtau dxtrck.!, die Blatt- xttrtb Dckstldläuse erzextgt wird. In einem trockmm Sommer, wie xvir ihxx in diesem Jahr in zu großem Maße leider habexx, triefen oft die Blätter vieler Bäume, liesoxxders der Lixrdc uxtd des Ahorn, fornttich vo.t Honigtau, so daß die Pslanzeu xmter i'oljchuc von Blattläusen» befallenen Bäxrmm, wie auaft das Pflaster irnter dm Lint«xt xxnscrer: Einlagen-rnxlich benetzt sind von seixxexx Tröpfchen.,, nne nach einexxt leichtm Regext. Der Honigtau xvird im Darmkanol der Pflanzet rblattl ättse aus dextx vvn diesen kleixren Insekten aus dm Blättern ausgesogmm Safte der Pftaxrzexx berettet. Tie Läuse saugen aus o«xx Zellm der Blätter ei weiß- uxtd kohlehydrathalttge Stoffe, die in ihrem Magen verarbeitet und als Hoxxigtau ausgeschiet^n werden. Diesen Honig­tau Tucfren xxun die Ameffm gern aus xmd haltm dabei titele Feinde von beit Mattkäuson ab. Der Hotttgtaxt^ enthält viel Dvcrubexxzucker, der im Ptzasser löslich ist und die Eigenschaft hat. Wasser >aufzxrnchmm, das die Blätter dann wieder an die Pflanzen abgeben. Daher sixxdet thöxx häusig, daß die Blätter solcher xnit Honigtau ludecklen Pflanzm frisch sind, während die Blätter tnchtbetauter Pslaxtzm welk erscheinen. Der Honigtau bildet auf den Blättern eine Firxx iss chicist, die die Sonnenstrahlen zurück-' wirft und dadurch eine allzu starbe Verdxmsttmg der Pflanze vor- hixtdert. So nützt also der Honigtau dm von ihm bebwtat Pflanzen durch seine Wasserausnabxixe uxxd Wasserabgabe cm die Blätter xmd dadurch an die PflanzWan einem taufrxschm Morgen, sonne aber auch dxrrch die Beeinttachtigung der Verdunstung ixx der heißen Mittagsglut des Soxnmers. Andererseits l)etnmt er aber auch die Atnxung durch die Blätter und bietet man chm Pilzen günstige Bedin.nmge,x zuxxx Leben, zur Axxfiedelxmg, zmn Gedeihen tcnd zur Verbreitung. So entsteht z. B. durch den Horffgtau am Weinstock der 8tußtau, ein Blattpilz, der häufig seine verheermde j Wirkurtg in dm Wembergen ausübt. Am tmgmfättigften beob­achten mir den Honigtau, m einem trockmen Sommer immer axx der Ändc zu ihrer Blütezeit. Gc'genwärtig zeigt die großblätterig« Somnxerliivde einen selttm großartigm Blütmreichtum, toabr^ die kletnblätterige Winterlinde erst in 14 Tagcxx blühen wird.

** Auszeichnung. Dem Musketier Karl Hammel, Sohn der Witwe Karl Hammel, Asterweg 16. tmrrde das Exserxve Kreuz 2. Klasse verliehen.

** Belohnung für Festnahme feixxdlicher Flie­ger xxnd für Bergung feindlicher Flugzeuge im H e i m a t g e b x e t. Es ist wvÄerhvlt vorgekommen, daß seind- liiche Flugzeuge diesseits des Kampfgeb>edes, teils axxs Not, teils in Unkenntnis der Gegend, in 'der sie sich befandetx. getartbet sind.

Die Besatzungen der Fttigzeuge versxiickxn in der Mgel die Flug- ,'seuge zxt zerstören uxxd selbst zu exttfliehm. Käasig ist es aber schon detxx rasch ewschbxsstnm Handeln von Mklxtär- mrd Zivilperson^:« - gelxmgen, sie vmlstzeittg daran zxx verhindern. Tn es au'ßerst tviü>ttz ist, der feindlichttn Flieger svfort habhaft zu werden xmd das Flugzmg mögliclO uxrzerstört zu bergen, uffxxd die Bevölkerung gewiß alles tim, die amttichexx Stellm hierbei in jeder Hinsicht zu unterstützen. Wer sich bei solcher Gelegenheck dtrrch Festnahme des Fliegers oder Bergxmg des Flu-gz-euges xxm die Krieg sührimg ver­dient gemachi hat. darf nobm öffmtsicher Belobigxmg auä> aus eine Belohnung in Geld oeck^xm. Tie stMi. GexxeralKommandos sind erxnächsigt, nickst nur ettva cxttstaxxdme Wxftvenduxxgen zu ver­güten, sondem auch Finde- und Bergelohn, sowie bei Festnalpxxe feindlicher Flieger mtsüreckknde Belvhnuxrgm aitszuzablm.

** Mißbrauch der Ordensbänder. Man kaxtn in letzter Zeit recht häusig jxxnge Leute beobachten, die im Knosstloch btmdfarbige Bänder tragen. Nicht selten sind die Bänder im Aus­sehen den Ordensbändern gleich, die nur Persoxxru, die KriegStzxtts-' zeichnungen besitzen, zu tragen berechtigt sind. Es wird deshalb auf einen Generalkomxnmxdo-Erlaß aufmetchüm gemach; .nach dem das unbefugte Tragen svlck>er Bänder mit Gcsäxxgnis bis zu emmx Jahre lestvaft wird. Die eitle Spielerei kann desl>alb verhäxxgnis- voll xverden. Es istsdabisi völlig gsleichcfftltig, ob zu den Farben auch ein bestimmter Ordeix gehört, oder ob die Farbettzufuntnenstelfnng der eigmen Phantasie entspringt, da auch die Wsicht, den Btfitz einer .KriegsauszeickMmg vorzutäuschen, bestraft wird. Es sei den nmgm Leuten dringend »empfohibm, demrtige Bänder incht 0 x 1 -« zuhechAx.