Arage vu ällHerv. Unter fofchsr llmftthtben wftd es bi5 Hans
Eürlich fbäoi, baß ich nrich nicht Lußere. Was die ukrainische Tyrasie betrifft, fann ich mich «ruf bk ©rffararng beschränken, daß bet Vertrag mit der Ukraine noch nicht ratifiziert morden ist.
Nach einer kurzer, Erwiderung des Interpellanten wurde die Antwort zur Kenntnis gerwnrmen.
Ungarn und MiLteleurspa.
Budapest, 13. Jum. (W'. B.) Der deutsche Vvtschafter in Men, Graf Wedel, sagte in einer Unterredung mit einen, Mtarbeiter des „Ätz Est" über die Vertiefung des Bündnisses Molschen den Mittelmächten und über die Stellung Ungarns im neuen Bündnisse unter anderem folgendes: „Das Bündnis Mvischen der Monarchie und dein Dcupchen Reiche ist kein Gelegen bettobünbreis ltrö die Entente, sondern ans dauernder Freundschaft gegrimdet. Es hat unter Ausschaltung jedes Angriffs- gedankens nur die.Verteidigung der Sicherheit des Besitzes und der Interessen der- Ver^urdaten Mm Ziele. Die Selbständigkeit und UnaNhängigkeit der verbündeten Staaten würden auch im Rahmen des neuen Bündnisses unberührt bleiben. Tie politische Einsicht der Ungarn, die immer Freunde der Deutschen gewesen sind, wird bald erkennen, daß die ungarische Nation in diesem Bündnis keine^ Verki'rrzung erfährt, sondern bei völliger Währung ihrer SetbjLcrndiyöeit oho« die .geringste Einschränkung ihrer bewährten aßen Rechne und Traditionen vielmehr auf diese Weise die beste und dauerhafteste Sicherheit ihrer nahrhaften Interessen finden nmÄ."
Die ukrainisch-russischen Verhandlungen.
Kiew, 12. Juni. (WTB.) Tie Zeitungen berichten über das Ergichnis der ukrainisch-russischen Verhandlungen: Wassenstillstand ist au allen Fronten. Es lvirrde beschlossen, die Festlegung der Demarkationslinie dem Truppen ko mm mrdeur ait der Front zu Ä>erlassen. Mit den Berhandftnigen über die Grenzers der Ußüaine soll sofort begönnet! werden. Daher wurde die Frage der allgemeinen Demarkationslinie von der Tagesordnung abgesetzt. Vorläufig wurde Seine Einigung erzielt über Äe Wiederaufnahme des GtzUerverächrs, über die Post- und Telegtaphenverbindlmae- s sowie icher die Öffentlichkeit der VollsiHunger?. Tie ukrainisch! Delegation ist laut Ministerratsbeschluß gegen die Zulassung der Presse urrd des Publikums. Nammilski erklärte nach einem Ferngespräch :^it Mvskau, daß von einem russisch-ukrainischen Warenaustausch ttit; die Rede sein körrne, wenn Getreide und der nicht weniger wichtige Zucker gegen russische Webwaren ge* liefert werden würden.
Nach Zeitungsberichten hat der Minister der ausivättigen Angelegenheiten Torvschenko dem deutschen 'Botschafter Freiherrn von) Mumm «ne Note über die Notwendigkeit der Angliederung der Krim an die Ukraine überreicht.
Der Schiff-raumnrangel Ln Amerkka.
Wern, 13. Juni. (WTB) Der „Nerchork Tinres" zufolge erklärte Mene, der Vorsitzende des SchiffalMsuusschusses der Haiä>els.krr7M7rer der Vereinigten Staaten, Amerika seirde Zeitte über See, ohne genügenden Schiffsraum für eine Krisis zur Verfügung zu haben. Er hoffe indessen zuversichtlich, daß das Land, das denMalt das Leben seiner Söhne aufs Spiel seize, den niilverldigru Schiffsraum beschaffen werde. Seines Erachtens würden die Schrfssneudauten nicht vir dem nächsten Frühjahr oie durch die Tauchboote bewirkten Versenkungen wettmarh-en. Man lprbe für den Transport von Kriegsmaterial und Lebensmitteln auf jeden Mann an der Front vier Tonnen Zchiffsrautn zu rechnen. Eine MMon Leute in Frankreich werden somit 4 Millionen Toi tuen Schiffsraum erfordern, bi« ttuwi reicht besitze.
AAr Fortschritt ist das Verdienst des Ersten tünDs der eng- lischm Mmriralität. Trotzdem können die gegenwärtigen Ver- hpltnisse im Mittelmecr nicht als ideal angesehen! werden, solange feine einheitliche Leitung vorhanden ist. Außer der engln^n Flotte lieferten die italienische, die französisch, die amo- rikanische und japanische Mprine Schisse irnd Däannschaften; je&t; 'utrc) auch die griechische Flotte miter Admiral Elynton-Brownl rCTarVnurrt. Das btite Mittel, die Lage zu verbessern, ist die voll- w.mm.che Einheitlichkeit des Oberbefehls über alle tnß Miltckmeer vertretenen Marincstreitkräfte. Dies umsomehr, da bei der Absicht Deutschlands, sich in' den Besitz dbr russischen^ schwarznreechFlotte zu setzen, die Alliierten aus neue tragische Ereignisse vorbereitet sein müssen.
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Wien, 13. Juni. (WTB.) Meldung des Wiener Korrr-» sponderizburvaus. Gegenüber der Meldung des italienischen A d m iral stab s, daß am Morgen des 10. Juni zwei italienische Dorpeooboote eine österreichisch^ungarische Schiffsabteilung angegriffen und einen .Krenzer vom Typ des „Viribus Unitis" mit zw-ei Torpedotreffern sowie einen anderen mit einem Torpedo getroffen haben und einen verfolgenden Torpedojäger schwer beschädigten, verweisen wir auf die heute ausgegebene Mitteilung der österreichisch- uirgcrrischen Marin es ekrion, daß Seiirer Majestät Scyifs „Szent Ist van" torpediert, aber weder ein anderes Schiss getroffen noch ein Begleitfahrzeug beschädigt wurde.
Washington, 12. Jmvi. (WTB.) Reuter. Der amerikanische Dampfer „Fingar del Rio" wurde am Samstag auf der Löhe von Maryland durch ein Tauchboot versenkt. Tie gesamte Mannschaft wurde gelandet.
Ans dem Reiche.
Fleischlose Wochen?
Dem B. T. wird aus. Dresden gemeldet, daß ore Äür- regung auf Einführung fleischloser Wochen, über die gestern berichtet wurde, vom .sächscsft-en Landes lebensmittelamt ergangen ist. Das Kr i e g s e r n ä h ru n g s a m t hat die Frage aber zunächst nicht als dringend ancre- s e h e n.
Die Getreideprcift.
Berlin, 13. Juni. (WTB.) Das Kriegsernährungsamt teilt mit: Ein Berliner Blatt bringt in seiner heutigen Morgenausgabe eine Zuschrift aus der: Kreisen des Reichs-
^ Abschluß^ der ReclMmg dos Jahres 1917 und auf bic vorläufigen
Ergebnisse der Veranlagung zu den direkten Steuern sowie der. Verwertung der Donramalerzeugvisse ebenfalls ohne weitere Iw- anspruchnahme der Steurrzaister möglich sein.
Mb. Deutscher Reichstag.
174. Sitzung vom 13 .Juni.
Am Bu-ndeSnUÄisch: o. Stein.
Vizepräsident D o oe eröffnet die Sitzung um 1.20 Uhr.
Die Beratimg des H eerese tats wird fortgesetzt.
Aba. Dr. Hauß (Elf.:: Was militärisch notwendig ist. 'rnÄ meine Mitbürger sters bereit, zu bewilligen. Sie i fid> aber
b.:g-gen, ban die Miii-är'o nniandoo hnen mi. olchem M. t inai begegnen, chcdauerüche Einzelfätlc verallgemernern uuo eisaß-loth^ ringische Sold^rteir vn Felde und in der Garnison mit anderenl, Maßstabe gemessen mrd als Sc^daten minder^- Rechte behandelt werden. 1914 schien eirre neue Zeit für unsere Heimat angeorocherz zu sein. Freudig eilte man zu tmi Fahnen. Die Elsaß-Lothringee schlüge!t sich nach dem Urteil von Erzellenz von Deimling vvr» trefflich. Die Elsässer haben sich stets, und znurr an ber Westfront, vortrefflich geschlagen. Dennoch mußten sie den Schimpf über sich ergehen lassen, wie unsichere Kantonisten aus dem Westen nach dem Osten geboacki-r zu werden. Ist die Zahl der Ueberläuser bei den Elsap-L-othringern größer als bei den anderen Volksstämmen? Von zwei elfaß-lothringischen Soldaterl soll Verrat der Offensive aeübt worden sein. Trifft es zu, so ivill kern gutgesinnter Elsaß» Lothringer mit den verbrecherischen Absichten diei'er Verirrten etwas gemein haben. Für die Berfehlunaen ärn^elner darf nicht dre ganze Bevölkerung leiden. Gerechtigkeit für das schwer geprüfte Volk! Lassen Sie den El f-aß^Lot h rin g er wieder seiner Zukunft nwh P-erden!
. Abg Schirmer (Ztr.): Bei einem.sv'"großen Organismus, wie es das Heer ist, sind Mißstände wvhl rrmungänglich Tie Berpftegnng dos ^Hoeres mag cruf große S-chvierigteiten stvßen. >tre Hanptjache ist, das; jeder das erhält, was ihm Austecht, und c>.rtz der Hauprmann sich um das Essen kürnrnort. Dadurch bleibt) auch die Ltinrmnng erhalüsn. (Sehr richtig!) Vielleicht läßt sich
die Eiftlr- <k " ^ •— - -
Vriefzens, ibr_
Geschäsksdingen
rrrten unbehmv?.rt bleiben. Für '.oelchenr Verhältnis svchen die Kriegs- gru der Offiziere zu dcn-en der Mannscliafde»? Wrewel baden die Kvmnrandierendcn Generäle aozeich.i«? Auch
ein D rittelshres Gehalts?
Ol-ersüeutnant Fransecki: Die Behandlung der Kriegsgo« fang men ori uns ist besser als in irgendeinem anderen Landes Gegen, übertriebene RücksiäMrahnve wird erngeschritten. Ohne MiL, grisfo txTtnbTge'n zu wstlen, nvrß die Engel sgeduld un serev W ach m a u n s ch a f t e n benmuderl roerSen. Es ist erklärlich, daß es ihnen oft pftwer fällt, milde und nachichtig zu sein, zumal, wenn sie auf aftiixm oder passiven Widerstand stoßen. Tie Befürch,
falsch und unvollständig wiedecgegeü^n. Eine eingehende
Mitteilung darüber wird erfolgen, sobald der Bundesrat und ______ wmnmuf , WHCn _
bu Ernahrmigsberrat in der Angelegenheit gehört sind. Um», daß frühere Kri-^^rgene m Auhlmid bei rirat iiSJ
s?An " ... -.. - -- " r " ' - <Wan««tW»ft im SBrftm ersten werdm^dm. «ft «irti S
recht.gt. Jedenfalls trnrb zum Sckxrtz inrfcccr Leute alles gxtan, Llbg. Döble (S»z.): Die Einziehung van Arbeitern geschieht
Schon \ept fet aber ftstgestellt, daß die in dem Blatte für das kommende Wirtschaftsjahr errechnet BroPreiserhöhung von 6 bis 8 Pfennig pro Pfund g ^sicher den der Beratung zugrunde treg^rdiw Emwürfeu des Kriegsernährnngsamtes um ein Vielfaches zu hoch angegeben ist.
Der Seekrieg.
Wem U-Boot-Erfolge.
Ber lin, 13. Juni. (Amtl.) Eines unserer U-Boote, Kvmr- maudanl Kapitänleutn. Ernst HasHagen, hat im Sperrgebiet um die Azoren und inderBiscaya rund 2 5 000 Br.-R.-T. vernichtet. U. a. wurden folgerrde englisäie Schiffe versenkt: ein unbekannter Darnpfer von 3500 Br.- Reg.-Tonnen Kohlen, der Dampfer Lancaroan (4749 Br.- Reg.-Tonnen) mit rund 3089 Tonnen Gerste und 912 Stück Stahlbarrerr, der Dampfer Merionethshire (4308 Br.-R.-T.) mit Stüdgut der Dampfer Cairnroß (4016 Br.-R.-T.) mit 5000 Tonnen Kohlen, der unbesetzte Truppentransportdamp- ser Ausonia (8133 Br.-R.-T.), urrd der Segler Ruth Hich- man (417 Br.-R.-T.) mit 500 Tonnen Salz und Kartoffeln.^ Sämtliche Dampfer waren mit Geschützen und zum Teil rnit Mmenwcrfern bewaffnet.
Der Chef des Admiralftabcs.
Die deutschen U-Boote im Mittelmeer.
Rotterdam, 13. Ium. (WTB.) „Nieuwe Rotterdrimschc Courmn zufolge .?rbt Archrbald Hurd im „Daily Telegraph" ome Betrackchmg scher die Bekämpfung der U-Bon'le im
Ü'rnit f c. gR,X ^ ld 5i : Ta die Verluste an Handelsschiffen rm Mitte.ländftch«n Mleer 30 Prozent des Gesamtverlultes betrugen, so wurde die Frage nach den besten Mittebr zu ihrer Be- kanU^rmg an die Kommission des Al liierten Earinerats ver- wwseu, der ut Stent zusamnTerrtral. Die englischen Vorschläge, di- ftch auf die ftp^ntnis rrnd Erfahrung in der Nordsee und dem K anal stützten, umrden angenommen. Mmr kam überein, daß sie durch me Higüscheru Militä rvehöroeu ausaefül-rt werden sollen.
Der „Eeüer6!isftmu5" im Vc!Nöer der WMn.
Die •Kutm-n Michde habm j-xt ih-m GOr-r-lissimus Fo ch, armn&muxn mit unserem Serüxnbnrg aufne^nett SffJJ'r ?b^urn haben ne w lange grzi^ett, alle ihre Heere eurem Oberbe,chlöhaber zu untorrd.'Nerr'? Tie Sefchichce lehrt, daß dieser Besuch nm selten gut endet - das ist der kurze Inhalt eines
^fSSL^ a ^}5t ~~ genug — eine viel gelesene,
cnglftche Mnatsschrrft veröftentricht. Das Gegenstück, oaß die Her:
Befehlsstellen „zahlenmäßig überlegener Heere dem LäMmcheren zmn S«ge vechilft, wird darin ftcilich nicht- über- N«Sen, uAd es wird u a. auf bai Sieg Friedrichs des ^'^bündeten Streitkräfte im siebenjährigen Krrege venvwftn. Allem E dann, wenn große Streitkräfte' verböte! Ltaaten emen Oberbefehlshnlvr besaßen, war 'doch cue rnnheifti ch ext des Kampfes dadurch noch nicht gewährleistet. Ern reift velänntcs Beifp^l liefern die Befreiungskriege: 2 ch w a r- Zenberg war wohl Generalissünus, aber er nmr in seinen Ent- Müssen nrcht wer, vielmehr abhängig uxm seinem .Kaiser, der drrrch. verwandt' Miiultä« Bande mit Navotean verknüpft war. Auch m allerer y yn ch -' t£ic^ieii des Oberbefehls vielfach
Tl-virre: « «asuftzS-Zeu-atz hierfür ist der Ober- r C r ? T J h y r o 11 6 Hs. Wahrend der Kmnpft'mit den Nieder- wnven s>efeyl!gte er außer den englisch^ Kräften auch über Hol- iander. .^romveroner. Vrcußai usw, aber fein Heer war keine er-heuli.m v.L.rgsma,ch.ne, ,andern ein buntes Gemisch dessen Elc« mente ^ .. lbestimmt waren; insbesondere die Holländer rührten !eme Befehle nntzt «us und mrterhielten bei ihm ng^ne «mnmssare, der« Hatchtauf«be es zu sei,: schien, seine olane zu < rn'-.rn. Als er rm Tvnan^eldvtrge mit dem P rin K tu / “Jj c r ‘ ( 'ch-lchl ^rr Oberbefehl imve-hatte, gab es rusch einen -ritt« Oderüchehlshaber, L u dwi g vo n B a d en, und mio diesem rollte MnrMorsugh im Oberbefehle abwechsttn. Tie selt- twgc indes dadurch hmsällig, daß Ludwig vm: Baderi dürr-- enve Frntunasbelagerung voll in Anspruch gerrom- men würbe Als die erste Kxüition gegen die französischen Re-
Aus HedseZr.
Kriegsmatzushmen für Bmrnte dz. D arm stabt. 14. Juni. Mit Ernr-ächtigung Sc Kpl Hoh. des Gwßhwzogs hat die Gro^h. Regierung am 12. Juni d.J. der Zweiten Kammer die bereits mrgeMrLigte Regierungs- vMck-age über Kriegsmcrßnahm.cn für Beamte ufto. frwgehci Innen. Die Vorlage behandelt in ihoem ersten Teü zunm^i die Krie gs - tenernngsbeihilsen für Beamte, Lehrer usw Der Fannlnmzuftlmß soll von den seither .rrwähtten Beträgen von 400. -blX) und 600 Wtitofl auf SV0 900 web 1000 Mark, die Kinder- zulege tnxn 100 Mark auf 200 Watt erhöht weiften Für u n v e r - heiratete usw Beamte -ohne eigenen. Haushalt ist vvrgrsehm, dre Berhrsie von seither 50auf 7 0 v. H. des Famitien- zu s chu s ses -u erh ö he n. Den in den Ruhestand ver'etztcn Beamten usw., sowie ihren Versvrg»cngs!>erechtigtrrr Hinterbliebenen soften ans Nachs'uchcn crupw^rdentlich? Ügürgstcuei.ungsbeiytlfen ge- wähtt werden Der NachpTeis der Bck^ü-rftigkftt ist nicht mehr er- .orberlich Bei den in den Ruhestand vTrie-zte.r Beamten sind als ^amilrenznschuß 100, 450 und 500 Mark, bei den Witwe:! 210, oM und 360 Mark vorgesttien Daneben wnwen für jeftes Kind ' dftfrrk Kiniderzirlage, füw Vftlwasien eine Beihilfe von 240 Mtz-'k gewährt. Tie neuen Vorschttften soHsr rückwirkend vom 1. Apru d. I.gelten. In ihoem zweiten Teil gibt die Neftmrmgs- vwrlnge den Landstänben .Kenntnis von der Absicht der Regierung, ^urch Gr.otzl>erzogliche Nerordmmg, die in der Verordnung vom 0. SeMember 1879 über die Tagegelber, Reisekosten und. Umzugs- lof en ft-er iftvilbeamt^r gcreg ta Tagegeld- und Ueöer-eachttmgs- ) atze mit Wirkung vom h April d. I. an um einen Krirgszuschlag von 30 v. H. erhöhen zu lassen. In ihrem dritten Teil sieht ^ie Vor- "llge «men K r i e g s z u s chn ß zur Kronrente vor, der er ermöglichen soll, die ben Beamten, Bediensteten und tstuhegel>alts- emp angem des Gwßh. Hofes und deren Hinterbliebenen derzeit gewährten Krn-egsreuerrmgsbezüge auf die gleichen Sätze zu bringen, nne sie demnächst den Staatsbeamten usw. gewährt werben sollen. — Insgesamt werden der Kalürrettsfasse für diese Teuerung«- bezüge usw. rund 375 000 Mark .Kosten entstehen. Davon trägst sie den Aufwand, der auf die Tvrerunasbez-üge in ihrer dermaliaen. Höhe entfällt, mit rund 200 000 Mark wie seither so auch'in Zukunft, während zur Deckung der Kosten der GrhSihmrg die Staatskasse eimpr Kriegs-grschuß vvn jährlich 175 000 Mark leisten oll. Den Mehraufwand, dar durch die vorgrschLagenen Üpiegsnraß- nahmen der SvaatSipsse insgesamt entstehen ivird, säilägt tue Vorlage auf rund 5 Millionen Mark für das Jahr am Die Dc-cürng dieser Mehrausgaben wird jedoch mit Rücksicht auf den günstigen
vielf ach aus politi schen Gründen. Das Burschen wese, i nimmt über- hand.
Mg. Müller-Meiningen (Fvrtschr. Bpt.> fübrt in länge» rer Rke^p Ms. daß eine dringende Statistik der k-v.-Leute, dch !-wch in den Sch-'mbstnb-en sitzen, .erwünscht ist. irnd daß di? Be- nacntnlignng der Refevreoffizieve gegenüber den aktiven Osirfteren besteht. Diese Vehauptuur m werden vom Kriegs ministe» Usifterleot. Rach kurzen AuS-üyrungen des Mg. Hstld (natllegt General von Wrisberg var. daß es notwendig ist, die zurück- gekehtten KmegSg^omgensn aus RaUand Ms ihre Gesinnung hin zu prüfen, da die Dvlschewisten versiccht howen, ihnen ihre mxitg ernArmnpfen.
Nack kurzen MMchrungen des (Generals Freiherrn Langer- manrr voir Erlen?« mp und des Al>geordnewn R u p p - Bk- den vertagt sich das Daus auf F-rertag 12 Uhr Anfragen und Fortsetzung. Schluß 7 Uhr.
AUS Ktodt ttti5 Land.
Gießen, den 14. Juni 1918.
** Amtliche Pers.rnalnachrichten. Der
hETFvg hat am 12. Juni vem Ministerialrat im Ministerium des Innern Staatsrat Dr. Ernst Weber zu Darmstndt und dem Oberstleutnant a. D. Karl Selzam zu Dcrrm> stcrdt den erblichen Adelsstand des Großberzogtums ww Ueherr. — Der Grotzherzog hat am 12. Juni den Oberlehrer an der Roalschnl-e zu Oppenheim Professor Heinrich Hech» mann mm Oberlehrer an der Oberrealschu'e zu Gießen, den Oberlehrer an der Realsckorle zu Butzbach Professor Dr .Wilhelm Wagner zum Oberlehrer an der Realschule #u Langen, beide mit Wirttrng vom 1. Juki 1918 ab, ui^i den Stcnera:ntskvntrvlleur bei dem Steueramt Friedber« Lrrdwig Knabenschuh zunr Bezirks kassier der Bezirks kasse Büdingen ernannt. — Der Großherzog hat wegen, des Ablebens der verwitweten Larrdgräsiu Anna Vvn Hessen eine Hoftrauer vom 12. bis einschLie^ich 19. Juni d. I. angevrdrret.
** Käse-Verteilung. In einigen Kleinhandel, aeschäften gelangt vom 15. bis 20. Juni einschließlich Käse zur Verteilung. Siehe Anzeigenteil.
** Die Auszahlung der Fa m il ienLnte rst ü tzun- gen an die Angehörigen der zunr Heeresdienst Einberufenen für 16.—30. Juni 1918 findet in den nächsten Tagen statt. Siehe Anzeigenteil.
** Heugra Sversteigerung. Ms die Bekanntmachung
im Anzeigenteil sei besonders verwiesen.
voluticnsHeere kämpfte, hatte der Sa»i/eu-Kvburger wohl den Oberbefehl, allein er erfteure si-ch seiner nicht wirklich, denn jeder der ihm lnrtcrfidüat Oberführer hatte von sebrer Regierung be- svnLere Aufträge. Als nun im kritischer Augenblicke für die Fvanzosen die 'verbündete: i pevve Flandern verlassen und nach den Weiswrgen des OderbesechlsHabers auf Paris marsch.even sollten, legte der Herzog von York die Befehle sesirer Rrgierimg vor, nach denen er Dünkirchen nehmen sollte, uno ähnlich rückten die anderen Verbündeten mit ihren Svnd^'nvünschen heraus. Sind aber selbst die Regierungen verbündeter Heere einig, so folgt lavaus noch immer nickft, daß ihre Truppenführer einer Ärcinung lini), im Gegenteil, es fehlt nicht an Beispielen, wo sineinigfeit und Eisersüchitelcien zwiscftm den einzelnen Heerführern die Durckp führimg des Oberbefehls verhindett haben. Bon 1742 bis 1744 befehligte Lord Stair die britischen Truppen in den Niederlanden. Im Jal)re darauf prnamtten die Verbüirdeten den ösder- reichiscl.en Marschall Königseck zum Oberbefehlshaber, und \mti weigerte sich Stair, ihm zu gehorchen: nach vielem Hin- und Herberaten erreichten die Engländer, daß ein englisck^r Oberl^e- sehlshaber eingesetzt wurde, nämlch Cu mberlan d. Mlem dieser war als Heerführer viel weniger geeignet als Stair. Nock), sästimm er ging Fs 1812 in Spanien, als Wellington Obnbesehls- haber war, denn der tüchtige, tatkräftige spanische General Ballasteros, der seinem (Gegner Svult sthwor znsetztr, weigerte sich, dem Engländer zu gehorchen. Er veröffentlichte einen .Heeresbefehl, in denf er hiervon Mitteilung machte, und dadurch, daß feine Opc- wtion plötzlich ins Drucken kam, wurde für Soult der Weg nach Madrid frei Im Jahre 1813 endlch daclsten die Russen nicht darum die Beiehle Schwarzenbergs ohne weiteres ausznführen; cer Generalissimus wir gezw:mgcn. seine Befehle heimlich an oen rufsiwien Befehlshaber B a r c l a y d e T o l l y zu senden, der sie dann als seine eignen Befehle veröffentlichte. Nur in solchen Fällen — z'u diesem Schluffe kommt der Engländer — wo ein ^ a o r r o lr, ein Prinz Engen, ein T u r e n n e, den Ober- besehl sichren, arbneu sich die übrigen Befel-lSbabe-c wie die gesamteil verbündeter Heere denr einHeitlchm Oberbefehle unter.
Er hätte hinzu fügen kvrcnen: oder emen Hindenburg. unter den Befehlshabern der Westmichje keine solche Persönlii zu finden war, ist mittelbar öih> Anerkemrung der lieber!« unseres deutchen Oberbefehlshabers.
— An Borddes Pvla rschiffes „Maud". Dir „Mond", vre Amnndsen und seine Gefährten znm Nordpole fübren soll, ^ liegt gegemrärrig im Hasen von Ehristiania. Tie. Einnahme derj! Last ist in vollem Gange. Die Msatzung wird, Amimdsen einge- schlosserr, zelpr lärm betragen, und für diese zehn Mann werdenl Nahrungsmittel für volle sieben Jahre mitgenommen. Man kamt sich hiernach vorstelünr, welche Masse von Kisten, Tonnen usw. daS Schiff einzunehmen hat. Tie Leittrrrg der wissenschaftlichen Arbeiten! der Unternehmung tvird, wie jetzt endgültig festgestellt ist, nebelt Dr. Sverdrup, einem Adetevrologen und Meerosfvrscher, auch dsrt Meteorologen Birkeland, Direktor des Meteorologischen Observ»- torinms km Bergen, anvertraut werden. Tr. Sverdrup ist des Rühmens voll über die Ausrüfdmg der Nntcrnehmmrg mit wissensckmfb- licher: Instrumenten, die er als durchaus ersten Rmrges bezeickprel- Für Meeresuntersuchungen sieht u. a. ein Wasseraufholer neirester Att zur Verfügung dnr Fridtjof Nansen konstruiett hat. Was die Aussichten der Reise betrifft, so ist es für die Unternehmung von großer Wichtigkeit, daß die „Maud" so weit östlich und nördlich wi« nur irgend möglich ins Eis hinein kommt. Sie muß selbstverständlich weiter Vorkommen als seinerzeit die „Fram". Nach Tr. Sverdrups Ansicht sind btc Aussichten hierfür im laufenden Jahre gut, insofern die Eisverhülkniffe garstig zu liegen scheinen. Term da M Winter sew ski'trnnsch svar, dürfte sich nur wenig Eis .gebildet haben; bei Spitzberg!M, ist das Wasser m diesen! Frühjahr schon verhälkniS- mjäßsis frühzeitig offen geweserr, und schließlich stehen nur jetzt inl der Nähe eines Maxinnims der So^rnensleckentätigkeit, was regelmäßig auf weniger EiS hinzrchenten pflegt. Wenn die Arbeit üt glsichern Zeitmaße fortschreitet, so wird bie „Maud" vorauSsichd- lief) .an einem der erst-eu Tage im Juli den Hafen von Christimü« verlassen


