Orttt vergeblicher Flankeristsß der Feinde bei Soiffon»
Berlin. 2 . Juni. tWTB.) Die schon gestern gemeldeten yarrm örtluteit Kämpfe bei Soissons haben sich zu einer 9 . ° tJ 1 - ?? ^ft * entancWt Der Gegner hatte alle verfüg
bar^l .Kräfte in einem gvoß rmgclegttn Flanken stoß mit der ADircht MiMNmengefaßt, SoiffonS wieder zu nehmen. Die dort üetirrolieben alten Stellungen gaben ihm vorzügliche Stützpunfte Gr iie ßnichts unversucht. So attackierte seine Kavallerie bei Bu ecmcv deutsche Begleitbatterirn. die unserer Jnstnrterre auf dem r.Nli;c folgten. M gelang ihr. die Be,'Planung erreichen: dann
Au»e sie durch wVblgez>ieltes Masck-inengewehrseuer aufgeriebcn am WadrimtULQ griff ein große- L. an kges chwader, Mis der Lrnre Miffy—Ehaudun kommend, zu beiden Seiten der großen AariS— Soissons erfolglos an. Fünf der Tank? liegen westlich Bcmxbuin.zerschossen im (Gelände. Ueberaus starke feind» Uctie Sc! lachtgeschwckder griffen innere Artillerie und Insanteric an, »nährend M gleicher Zeit Bombengeschwader das Innere der StE SoissonL bewarfen. Die besten Truppen Frankreichs, das 1. a^erne .IcorM mit einer marokkanischen Division, sind südwcst Uch ^msionS eingesetzt worden. ES hatte säiwere Verluste. 2400 Gesangene wurden scho ngemeldet. In der Nacht zum 1. Juni Amte das Feuer bei Soissons ab. Mächtige Brände wüten im Stcwttnnern. Die beiden großen Herde befinden sich nördlich dn Kathedrale und tm östlichen Stadtteil an der ArSne. Sechs 24-Ztm.-Geschütze wurden an einer Stelle erbeutet, und bei Ternh et-v-ernn »rmrden nicht Ivcniger wie sechs schwere 24-Ztm.-Ge- 'ichühe erbeutet, die in einem kleinen Raum fest eingebaut waren. Drese außergewöhnliche Slnhäu^ung von schwersten Geschützen, die sorrst nur vereinzelt austreten, und der Zweck der Geschütze, nämlich dre wirffame Bejclneßung unsere? nackr Paris feuernden Geschützes, bewerfen, nne unangenehm den Feinden unsere Beschießung von Paris ist.
Beschießung von Soiffons.
Berlin, 1. Imri. (WTB. Mchtamtlich.) Soissons wrrd seit dem 30. nachmittgs tarn den Franzosen p lan - mäßig beschossen. Gelvalttge Brände lodern allerseits IJ.if Stadt aruf. Nicht die Vorstädte oder AitSgange beschießt der Feind, er legt vielmehr sein Feuer in has Zentrum der Stadt. -^ ..V .
, Die ZivilbevöNern.ng ist bis auf wenige alte Leute fortgeschafft. Der widerstand des Fenkes ;oar ^lver Tage tarn besonders hartnäckig, weil er sich hier in den alten Stellungen bei Soissons nachdrücklich verteidigen M-nntc. Seit gestern l)at er eilig Artillerie l-erangescl>afft. Dre/stadt wtrd nicht nur durch Artillerie zerstört,' sondern MmbengeschLvnder werfen den ganzen Tag über Mts ^trachtlicher Höhe Bomben auf SoissonS. Heute hot der llngrrss nach Westen Boden gewonnen. In den Vorstädten ’/Jr m j* 11 umliegenden Fermen sind die Einwohner ver- o.reben, sre verkaufen ihre Vorräte an die deutschen Truppen Es wird nrckft lange dauern und Ho ist o ns wird Ächirkfal erleiden wie ihre Schwestörnstädte St. bcvpon und die turzähligen andern.
dasselbe
Quentin,
Französischer Bericht
] ^ 1n r}'u [m \, Gbn ^' ,^r fvar ausgezeichnet durch eine Reihe MvaDUer Angnffe der Deutschen auf der ganzen Front zwischen Om: imd M»ne ^rr nahmen nrrfrre Stellungen an den No drän- der Waldung von E.rrlwvnt aut die Höhen Eich von
^vrts»y iüirikf. Alle Versuche des Feindes, ^MonS As ndcdlich von Bierzv blieben vergebt «ft D.-chr südlich wJym b* Schlich', rmc befoubere Heftigkeit SLSl b^-nLewen d-S Ouica. Der Feind ist im Besitz 'von Front. Uchere Truppen unterhielten den Lv^n, Nvroy. Driner, MvntbierS. ^EwA^halten ChoLoau TAerry. Am dem Nordufer der
iL^ tw * 5***°"* re^at Flügel haben wir
r Slraße DvrmvG-RennS trotz heftigen Drucks des Ferndc? »mscre Ltnw gehalten^ No.rbtoe,tlich und nördlich von Reims blieb
dieser Sradr formte uns nur em hes- - Lngirrsf, der durch Sturmwagen unterstützt wurde Pvmlpelle auf die Eisenbahn zurück- ttabeiL Aber «n fvfvrttger Gegenangriff unserer Truppen brachte ^«der m dm Bektz des Forts und stellte imsere Bezichungo:
wieder völlig beureten vier
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der
und
her. Wir machten über 3000 Gefangene" und "er- turmwagen.
Deutsche Flieger über Paris.
Paris. 2. Juni. (Amtlich.) Heute nacht 12 Uhr 8 Minuten ^?^ben. Mehrere Abteilungen feindlickier Flugzeuge § 7 ^ oik Gegend von Paris rn. Sie wurden sehr lebhaft von den I^^tenen Die BerteidigungSmittel wurden in
Tättgker. gesetzt. ES wurden Bomben abgeworfen. Man meldet nur emrge Verwundete.
Ein Rückblick auf die letzten 10 Wochen.
hl , f V Vr l ' i 1 - 3“* S 2 ?; NiäMmtlich.) Vom 21. 3.
\ ^ «10 Wochen, srnd m den Kämpen an
Wemrvnt den ^eichchm über 1 75000 Gefangene 2000 Geschütze in dve Hände gefallen £*'•* ^er .-'.al,ch.uengsvehre, die unzählige Tause,rde beträgt 'und V^^Umfang d^sonstiATN unüberseAraren erbeuteten Kriegs- MaLecwls tllh vorlaung auch nicht annähernd an geben Tvzil kommm Lne gcxfcfl BeüechungS-, Berpfkemrig^- und fljSS. ^Vvts. dre LazarZte. ferner auSgedehme unversehrte Mimirion^- lager i'düiArs. O>rabcmvafien, Ftwn.'uge, Flugzeug.
vSEfc Loforuotwen, Evenbahruvagen, Kraitiabezeuge, Tanks und ^eltxager. Im den m Aicmageqsrd vorgefum>e.ien Munit'vnS-, ^geru srthiAt M em^vs allem 100000 &<\ m aller Kaliber Die ^e, Wbte Gntente mt em gebautem MaterÄ, an Holz, Draht.
^^ bmüel tungen usw. cm den mehreren TS!?* -Momet-n lMrgem AngrrMsrontsr m dar zahlreicher über- et^ nLectregenden Berterd^ungslruien vertoren hat. lassen sch chen-, falls kaum abschätzen. Die weiten, von den Deutschen eroberten Ge- imt bniUteiitov'foüxr.i verchn-en 'die Ernähnmgsschwierigq rette« Frankreichs, zumal erne «wße Reihe der lvick^igsten Bahnen brr Bemchnnn entzogen find io* die Zuf,rlwmi>ili.cki>iten er- schveren. Mehr wie xe nfuj der Ueberieetrunsvvrr zur Ergäuzung dcr verlorenen Besttnde.ru Anspruch genommen werden. waS bei dem --,V.skswitz»r»A«el dovrelr ms Gewicht fällt Tie hohe Zahl der Geäugenen imj der oluttgen Verluste vermindern jedoch gleich, zettrq dre Leistungsralvckrit der Kriegsmd-.'krie imd der Srheffsbrr^ werfterr. Tr? ZlnckrünvlZerunq der feindlähssn Mittel jmb' fhmrt.
i)t damtt ihrem» Endziel w«der einen großer Schritt näher QQQtmntn.
Die Stimmung in Frankreich.
. - Dern, I.Jum. (WTB.) Einige große französische Blätter Lc ^rn Bewrqmsfe über das Schicksal der Eisenbahn li cken E l.alons--b arrs und betonen, daß diese Linien wgen ihrer i -Sicht-g'.ctt nach Möglichkeit gesc'-ützt werden müssen «Domme Lrbre" meint, gerade in der Bedrohung dieser Eisen» bahnen liege erne der ernsten Folgen des deutschen Vorstoßes.
**1 w' erklärt, daß die deutsche Heeresseitung eine neue brnregre durrwa.führen beabsichtige. Sie wolle nicht die Front vurchar aen oder au, rollen, sondern durch narlvinanderfol'rentte, arr r-crzchuHttvrr Orro, unrerruHnnr«« Stöße ihr Ziel erreichen.' Sy* .^tralegre rechtter^ige sich durch dre geringen Entfernungen der LArn^-Mie »von Fn>nt. (35 sei dies zwar ein lanqotmi^-S ^«tmov-r. aber ae Ereignisse bewr.-sen, daß die Entente die Wir- kuu^z-TN dresta- Äratogre nicht durch eine vcin lineare Verteidigung beschwüren könne
Im allgemeinen hofft bir französische Presse, daß durch das tzmgverren der R-ckerven. da- sich heute o v r morgen fühlbar machen fonne. ein Stillstcnü» der deutschen Offensive erzielt werden könne Äns v rnnnrntaie bemühen sich. Ge»essc»heit und .staltblütiastit zn Wah«n, T«ß aber die Stimmung iit Paris sehr beklommen !st, gibt Hervö in der „V i c t air e" ohne weiteres zu. indem er erttärt: «Wozu unsere Be" den Ernst des de
Schlachjt^ag^, hat »ich der Druck des Feindes nickst
Ufoi^xn rwch verstärtt
bet 1914 sind gefährdet. Wir bezahlen den Berral Rußlands, »me schon die Engländer dafür bezahlttm."
. ,,Tem ps" erklärt, das Schicksal Frankreichs stehe auf dem Spiele. Kürzlich Ixrbe man in amtlichen Kreisen daraus bestanden, bah man Ein Reckst habe, in Kriegszeilen Fe^er zu begehen. Dieser Grundsatz sollte zum mindesten aus jedermann angewerrdet werden können. Die OeckentlichSeit setze ihr Vinärcruen in die Armee, damü ^-rankveich gerettet werden könne. Sie erwarte auch, daß die s ran - zölvche R^Trerung im >gegebenen Angenblick Lehren aus den Ereignissen zu siefjen wisse, begangene Fehler gntmachcn und unverzüglich alle durch die Umsrärche gebotenen Beschlüsse fassen werde.
Bern, 3. Juni. Alle Pariser Blätter veröffentlichen eine Ha1bamtlick)e Note, der zufolge der Polizei strikteste Anwei- sung erteilt wurde, alle Verbreiter tendenziöser Ge rüchte zur Kriegslage und Anstifter von Paniken unnachsichtlich zu verhaften.
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Eine Wiener Stimmung.
Wien, 1. Juni. (TO.) „Reich-post" weist in der Bespre BtmQ des sieltterchen Vorgebens an der Marne aut d,e
Hvfmungen hin, die die s-chtverbcdrängten Weltmächte nach dem Aus Meiden RußliarndS und Rumäniens auf Anrerika setzen. In diesem sei du jetzige Mise deS Weltkriegs in voller Plastik als em Wettrennen zwischen Hindenburg und Wilson trefseird,gcforrnzei^stiet. T^e Slkllung der Ententetrnppen in Flau- rrno Frankreich habe die Bedeutung eines großen atlantrschen Bnstkenfopses für die riesenhafte Offensive der amerikmiißchu Milianrenhevre. auf die Wilsons Plane hiuzielerr. Dir Verteidiglingj dieses Brückenkopfes gegen den deutschen Ansturm bis zum Eir> treffen des amerikanischen Heeres wirrde vvn der Entente als vorläuftg wichtigste strategische Aufgabe bezeichnet. Damr solle der^ große entscheidende letzte Angriff gegen die Mittelmäckste beginnen. Lv gewaltig WilsonS Mäne unbj Maßnahmen aber cnch sein mögen, ckrre Umietzung in erfolgreich.' Taten aicf dem Schlachtfelde lägen u\ ferner, mehr als «urngaviss-er Znkrmft. Tie Deutschen abeü be he r r sibt c n in zwi schen di e Gegenwa r t, schritten von ^rjvlg zu Erfolg und sicherten sich damit auch den Sieg in den kommenden Eittscheidungsschlachtcn.
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Die französische Kammer.
Bern, 1. Juni. (Privattelegramm.) Der Heeres au s sch uß der französischen Kammer ersuck>te den Mlniiterpräsidenten Clcmenceau, baldigst vor dem Anschuß Erklärungen abzugeben. Die sozialistrscb« Kammer- gruppe ließ ,cch von R e n a u de l über seine Reise zur Front Berrcht erstatten. ES folgte eine längere Aussprache, während der Abg .Eockffn darlcgie. rmter welchen Umstäirden er seine Interpellation über oie Kriegslage eingebracht habe. Die Aussprache verlief unter Teilnahme von Mistral. Presse- nnrne unO Raffin-Duqen ziemlich lebhaft.
Bern, 1. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Elemente a u empfing gestern eine sozialistische Abordnung und lre- prach mit ihr verschiedene Fragen, namentlich die Kriegs- i*gt\ (£r erklärte, daß er eine Besprechung der Interpellation C och i n und B ru ne t über die militärischen Operationen nicht annehme und entspreck-ende Erklärungen am Dienstag in der Kammer abgel^u werde.
klemmuna verbeimlichen, jetzt, wa ganz Frankreich utschen Stoßes eingefehen? biestern, am dritten
Ein UnterhauSmitglied gegen Lkohd Georges Verdrehungen.
, Bern, 1. Juni. (WTV. Nichtamtlich.) Die „Taily News" orrngt eine Zuschrift des UnterhausmitgliedeS Ponsonby. der sich na^rücklich gegen eine ernste Ungenauigkeit in der Rede Lloyd Georges in Edinburgh betreffend die Antwort der Mittel- machte auf den Januartrieben Lloyd Georgs- und WilsonS der- wfrhdtt. Pvnsonbtz betont, daß die deutsche Offensive keineswegs, M LLohd Ge^rgje behaupte, die erste Antwort war. Er zälstt ^vdann jaus, daß auf die Wfcfce vvn Lloyd George vom 6. Januar UND auf die Wilson rode vom 8. Jornrar Graf Czernin und Graf HprtlnHg lkm 23 und 24. Fanuar antwsrtcren und dabei einigD Bottchläge WillonS anuahmen und andere venvar^en. Hieraus ant- MTrtcten die Alliierten unter dem 4 Februar durch die Versailler welcl>e rwitcren diplomatischm Verhandttmgen die Tür verschloß. Wilson aber habe am 11. Februar die Reden der Staatsmänner lder Mittelmächte erörtert und vier Hauptpunkte ausgestellt, us'vaus Hertling am 25. Februar erwiderte, daß er sich mit den drei ersten bedingnngslos, mit der vierten pri^zipickl einverstanden ^klärte. Am 19. März aber gaben die Alliierten in London die Erklärung ab, die weitere Erörterungen nnmögNch machte.
Ptonftmby schließt: Es ist somit mstlfommen klar, d»rß die deutsche Offensive vom 21 Mörz we^er di* ett>e. ivxh ül'er- bmivt eine Anttvort wck die Jamrarreden von 2loyd George nrch Wilson war. Sie war die Antwort aus die unversöhnliche Haltung der Alliierten, nste sie in der Blttsai'ler Erklärung und dem Londoner Promm^iame to zum Ausdruck kam, wodurch Wilsons Erörterungs- und BerhantlungSversucbe erledigt wtirden. Es ist einstrch rmverständlich. wie der Premierminister mit seiner genmren Kenntnis trief i*r Ern muffe derartire Be hau p- Äungeir «^stellen kann, lvie er es in Drinburgh getan hat.
Ein Beschluß ^eS engl schen Arbeiterbundes.
London, 1. Juni. (Privattelegr.) Dcr englische A r b e i t e r b u n d hat beschlossen, als Volks- und Llrbciter- Landespartei aufzutreten. Dcr Vorstand nahm eine Ent- s ch l i e ß u n g an, in der cr dem Premierminister Clemen- ceau und seinen AmtZkollegen sein volles Vertrauen ausspricht, sie der neuen und unerschütterlichen Unterstützung der Partei im Kamp' gegen die Verderb ickZe Poli ik der Flaumacher und der Pazinsicn versichert und alle patriotischen Borger aufruft, zu den Verbündeten zu stehen und die englischen Staatsmänner, Seeleute und Soldaten und deren Verbündete in der tatkräftigen Fortsetzung des Krieges bsi zum schlicßlick)en Triumph der Sache der Freiheit und Gcreck)- tigkeit beizustehen.
Eine öffcrreich sche Offensive?
Berlin. 3. Jinck Nach einer Mellnrng des B. T. aus Lugano steht d:m „Sewlo"zufolgeei:-egroße SsterreichischeOffen- si oe direkt bevo.. Das italienische Volk müsse sich aber keinen Vfforgmssen hingebcu, dem: d«S iwlftnische Heer sei heute kamps- bcreiter. stärker und cntsck-lossener als jemals.
Bo:i dcr Sozialdemokratie Oesterreichs.
Wien, 2. Juni. Die Arbeiterzeitung veröffentlicht einen Aufruf der Reichskonferenz der sozialdemokra- t i schen P a r te i i u Oeste rre ich , in dem unter Hinweis auf die allgemeine europäische Lage festgestellt wird, daß der gegenwärtige Augenblick A u s st ü n d e n n i ch t g ü n st i g ist. Die Rechskonferenz fordert daher die Arbeiter auf, im jetzigen Augenblick größere Ausstände zu vermeiden.
Tie Tagung der dentfch-öfterreich-ungarischeu Wirtschaftsverbände.
Dien, 1. Juni. (WTB.) Aus der Tagung der Wirt- schaftsverbände Oesterreich - Ungarns urrd Deutschlands wandte sich Reichstagsabgeordneder Dr. Stresemann in seinem Rr'erat zunächst gegen die ?lafsassung, die im Ost frieden deir Schlüssel für einen ?lnnektionSfrieden erblickt und von der irrigen Ansicht lcu^gehe, daß ein mmerionsüffer Friede die Sickierhnt für die Zukunft verbürge. Diesem Standtwnkt gegenüber sei die Frage ob auch nur einer der Geg»ter. w.mn ihnen der Sieg be* sch' <jen*icu lvare. auf dem SUrndv mft ei re3 annerwmloseu Fra'denS gestanden hätte. Aus dem Balkan lrereite sich eine New ordnung vor. Bulgarien schwinge sich zur Balkan Vormacht aus: Rli- mänien werde ?ftrsch1uß an die MittelmäckiLe suchen. Der Ostsriede ha!-' Deutschlandrmd^Oesterreich-Ungarn zu Praktischer gemeinsamer
in die neue alS
^ ^ _r Jt * verminden,' Arbeit gczrvungen: sie müßten, enger verbunden als je,
XAt ftnuaate der )Mcnc\üiMtH tm oeptenv | Stoatiou hinein^chen. Der Radner bekannte sich schlZeMH
Anhäidger einer gemeinsamen .Handelspolitik Deutschlands und»
Oeiterreich-Ungarns. Das geplante Bündnis dürfe nicht von vorne herein gegen Feinde gerichtet sein. Der Boykott der Mittelmächte auf deni Weltmarkt nach dem Plane Wilsons sei nichts als ein Bluff. Stresemann trat schließlich rür ein Sck>utzbmwnis mit der Denden» völliger Bereinlxittichung bei Mbau der Zölle ein.
DaS Wirlfchoftvabkommett mit der Schweiz.
Bern, 2. Juni. (WTB.) Der Bnudesrat hot am Samstag das Wirtschaftsabkommen mit Deutschland ratifiziert
Der Zeettieg.
Neue Il-Boot-Erfolge.
Berlin, 2. Juni. (WTB. ^Imtlich.^ Nach Meldungen aus See beträgt der durch untere Uuterseelboote im Mi t teb» meer verseukte Schiffsraum 20 000 Bttuttoregistertoimen .
Der Chef oes Admiralstabes' der ^Rarine Ein amerikanischer Tranöporldampfer versenkt.
Washington, 1. Juni. ,'WTB. Mcktmntlich.) Meldung des Reutersck>cn Bureaus. Admiral Sims meldet, daß heute früh dcr amerikanische TranS portdampfer „Präsident Lin- col n", 18 168 Brutto-Register-'Tonnen, auf der Rückvehr nach den Vereiickgten Staaten torpediert nnd versenkt worden ist. Einzell)eiten liegen nock> nicht vor. (Es handelt sich hierbei um den früheren Dampfer gleichen Namens der Hamburg—Amerika- Linie.)
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^ Sern, 2. Juni. (WTB.l „Le Journal^ meldet auS Melitta' Ter spanische Dam p f e r ,.M a v i a pie" wurde in der NachE zum 26. Mai von einem dienlichen U-Boot 14 Meilen von der Insel Chaffarinas angegriffen. Das U-Boot gab zwei Schüsse ab und als der Dampfer n i ich t st r> v p t o, einen dritten, wodurch bn Zrapitön nrrb ein Heizer get3fet w.irden Eine Frau wurde verwundet. Unter den ILO au Bord besiudlickIen Ndcruren sei eine Panik ausgcbroehen. Sip loWltert sich (>or i>. v tt 24 spanischen Passagieren retten. Da? RetttmgAboot sei rrmgeftl^agen. Das U-Boot fei an cer Unglücks stelle eingetroffen, liabe bei den Rettungsar- b e r t e n geholfen und nach Melitta wogen HLsfc teiegraphiertti Drei Perstnren ivordon vermißt.
Ans
1918
Die
Stcrdt nnd Eand.
Gießen, den 3. Juni Ernteschätzung 1918.
Um sichere und bwauchb-are Unterlagen für die ZbricgS- eiTnährunyswirttchaft im kommenden Wirtfck>astsfahr ;u er- halteir, ist erforderliche einen zuverlässigen Uebervlick über dir zu ertvarterrde Ernte zu gewurneu. Zu diesem Zwecke hat der BuudeSi'at lrffe im Vorjahre die Vornahme einer Erntv- schätzung der für die Volkserrrährrmg und die Futternrittel- lnirtfchaft besonders wichtd^eu Frldfrr'lchte cnrgeordnet. (R. G. B.att stdr. 74.) Die Erhebung findet unmittesbar vor der Crnle durch Ermittlurrg des Durchs d)n ittx>fyellarertrag? statt. Ze uack) dern Enrtrttt der Reife der Feldfrüchte sind diese in drei Gruppen eimgeteilt. Der Ertrag des Brotgetreides wird während der Monate Juni und Juli, fener des Futterge- trerdes und der Hülserffrückfte im August. Der Ertrag der Hackfrüchte und eincher E-enrüsesorten urithreud der Monatt September und Oftober geschätzt. Die Errräye lverben für me ernKelrrerr Gemeinden durci> Ausschüsse ermittelt, die v^nr den unteren Verwaltiurgs^behörden einKusetzen sind. ?lüf Gruird der Ergebnisse dieser Schätzung und der Eraelmisst der im Gange befindlick-Lu Anbau- uard Ernteflächcirer- Hebung wird der Ernteertrag von den landesstatistischen Zentralstelleir errechnet.
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** Beförderungen Adolf Schild, früdcr aktroor Feldwebel in der Leibkomp^rgnie J.-R. 116, wurde zum aktiven Leutnant befördert. Scklcld ist Inhaber der bciben Eisernen Kreuze. — Heinrich G i f s e h, Kaufmann bei Tribus u - wurde zum Offizier-Stellvertreter befördert.
Ludendorff-Spende. Auf Antrag des Vorstandes hat der Aufsicktsral der Aktiengesellschaft Hepli- genstädt L Co., WerrKeug-Mafchinenfaürik und Ersen- gießerer, beschlossen, zur Ludendorff-Spende den Betrag von 10 000 Mark zu zeichnen.
Z u r f r e t w i lligen Kleiderabgabe Da vielfach die irrige Meftmng aufgetaucht ist, der Aufruf, zu Gunsten der Arbeiterschaft kriegswichtiger Betriebe getragene Märrneroberkleidung abzrlgeben, richte sich nicht an solck-e Perfonerr, die im Heeresdienste stehen, teilt dir Reich:>bekleidungsstelle mit, daß auch Militärperso- n e rk v o n der Abgabe nicht a u s g e s ch t o sse ir sind; ie sirrd, soweit sie euibehrliche Meldung besitzen, in gleicher Weise zn der Abgabe heranzuziehen lvie die Zwilper- nen. Von ihnen kann, sofern? sie .nner Berücksichttzung ihrer persöirlichen Verhältnisse als abgabesähig anzusehen sind, ebenfalls die B^or age eines Bestandsve^eich?ll ses verlangt werden, tverm sie dem i?kufruf keine Folge leisten .
** Zur Gold- und S i l b r a b (r e r er u it g wird unS lolgendeS geschrieben.' Noch immer ist es eine der wicküigsten Aufgaben. allen tz-otd- und Eoelsteiirschmuck dem Batcr.änd,' zur Ber. tügung zu stellen. Wir bezahlen damit Einfuhren, die zum Lebensunterhalt uno zur zlrikgjühnkng unbedingt nötig sind. Wie oft ist dies sclwir unierei' Bevölkeruirq vor Augen gehalien worden, und trotzdem muß man immer wieder die Wohrnebmuna machn. daß auch jetzt noch Damen und .Herren mit tziold- und Edelsteinschmuck sich zeigen. In diestr eisenhatten Zeit, dir von uns doch wahrlich ungleich ' irrere Oper fordett, sollt? man für solckien Tand doch lichts mehr ab- i; haben. Da um !ieere j dr sllnm GAd- unch Edelstein, uauue, soweit er noch über solchen verfügt, bildigst bei der GoldankausSstelle lB^irkSsparkasse Gießew ab. — Für Gold wird der volle Goldwett und für Edelsteine der hohe Auslandspreis vergütet. Auch Silber wird von der Goldankaufsstelle angekauft.
** Das Berliner Künstler-Ensemble „Silhouetten". n»elcl^s gestern abmd im Fürstenhof zum ersten Male auftrat, fand zeihlreuhe, beifallsfreudige Hörer versammelt. Im Mittelpunkt des Ganzen stand Joe Labcro. über den wir bereits vonges Jal/r ^richtetan und der nrieiVr durch feilte scharst iunifle Kunst verblüffte, und lei der mitunter komplizierten Denkweise feiner geistigen Anttraggeber Bewunderliso> ett.es leistete. Gertrude S t re it lang Weingattners Liebesftter und das Tanzlied aus Carmeit, Otii Alban das Mlignon-Liad und das Zigeuuerliod. O. Petersen unterhielt durch humoristische und gesanglich^ Bor- träge.,Die.Begleitung am Flügel 1>attv Herr Direktor A. B o s che k.
* Ztrkus Blumen seid wird am konanenden Samstag auf dem Oslvaldsgarten seine EröfftmngSvvrstellung geben. Siehe AiTzeige. Die Braudcnb. ,Ztg. schreibt über den Zirkus, der ben Gießnern fett langen Jahren ein alter, ,7ern gesehener Bekamtter ist, loie folgt i Zirkus Mumenftld. der zu kurzem Gastspiel sein Zttt aufgeschlageu l-at, rechtftttigte «n der stark besuchten Eröffnungsvorstellung den Mten Miß der diesem Untenrehmen vorausgebt. Es ist immerhin erstaunlich, daß ein ZirkuS in jetzi^r Zeit noch so teistungssälüg ist. Bor allem erregtnr die zahlreichen und bestens abgerichttten Pferde allKemeine Bewunderung. Direktor Louis Blumenfeld führte ebenso wie Fräulein Lorch lolxmswerte Freiheitö- dressureu vor. Gutem Eindruck inachlen die Borfülwungen Fräulein FisckZers, die auf entern Vollblutpftrd „die Höhe Schule" ritt. Anerkennung envorben sich auch Fräulein Feodora mit ihren Fangspielen zu Pferde und Fräulein Bauer als Parsorccereiterin. Einen großen Heiteich-ilSerfolg lxttte Cloivn Jack zu verzeichnen, als sein von zwer Schrvoirren geDogever Magen erschien, der zugleich dir i refft er ten Gänse brachte. y£ritfc heutzutage oam besonders ae- chätzteir Haustiere mußten äu der Tat als ein Wunder der Dressur gellen. Auf dem DrahtseÜ zeigrc sick) Fräulein i.'lltt>oss als gc,äutütL Lünsllcrtn. Rzcht toemytt -gefielen ine Geschwister EotombuS, bie


