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Er. *23

Eches Blatt

SirtzE«er Akzeiser

erscheint tätlich, nutzer ÄsnntagS. - Beilagen: Gietzener Kamii irublStter; Ureis Hall

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*68. Jahrgang

Mittwoch, 2 % Mai

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Mai.

(WTB.)' Großes Hauptyunrtier,

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschanplatz.

Mn Keumrel mrd an der Lys, ans dem Schlachtfeld zu beiden Seiten der Somme und an der Avre haben sich die Artilleriekümpfe gestern morgen verschärft. Zwischen Bor- mezeele mrd Loker stießen wir in die französischen Linien vor und brachten mehr' als 300 Gefangene ein.

Der Angriff des Deutschen Kronprinzen südlich von Laon führte m vollem Erfolge. Die dsrtstehrnden franzöfi

scheu und englischem Divisionen wurden v -llständig geschl gen

Die Armoe des Generals von Böhm hat den Che min dr§ Dmrves erstürmt. Der langgestreckte Bergrücken, au dem der grohe Durchbruchsversuch der Franzosen im Frühjahr .1917 zersiirellte, und den wir aus strategischen Gründen im Herbst vorigen Jahres räumten, ist wieder in unserer Hand.

Nach gewaltiger ArMerrevorbereitung erzwang unsere UErgleichlichr Infanterie im Morgengrauen zwischen Cra- omre und Vauxaillon den U-ebergang über die Ailelette und drang weiter östlich zwischen Corbeny und der Aisne in die englischen Linien ein. Völlig überrascht, leistete die Be­satzung der ersten Linien meist nur geringen Widerstand. Schm tu den frühen Morgenstunden waren Pinon, Chavig- non. Fort Makmaison, Courteg.on, Ce ruh, der Winterberg rmd Craonne, der Viil-er-Perg und dir ausgebmttm Werke bei und nördlich von Berry au Bac erstürmt.

Gegen Mittag war unter steten Kämpfen zwischen Vailly mrd Berry an Bac die Aisne erreicht. Vailly wurde ge- nourvlen. Das Trichterfeld der vorjährigen Frühjalws- und Herbstkänipfe ward in unaufhaltsamem Angrisfsdrang über­wunden.

Am Nachmittag ging der Angriff weiter. Zwischen Äauraitlon und Vailly stehen wir auf den Höhen bei Neu­ville, Lasfaur und nördlich von Conde. Zwischen Vailly und Berry an Bac haben wir die Aisne überschritten und den

rvf in das seit 191-1 vom Ktieae unberührt gebliebene Sebitt hineingetragcn. Von den befestigten Waldhöhen auf dem Südufer des Flusses wurde der Feind erneut geworfen. Wir haben zwischen Vailly und Beauricux die Höhen halb­nördlich der Besle err eicht.

Die Armee des Generals rssn Below (Fritz) warf den Feind ans seinen starken Stellungen zwischen Sapigneul und Vrimont über den AisneMarne-Kanal zurück und er­stürmte ans dem Westufer des Kanals die Orte Cormicy, Cauroy und Loivre.

Bisher wurden 15 000 Gefangene gemeldet.

Zwischen Maas und Mosel und an der Lothringer Front lebte di? LsZestchtstätigLeit auf. Vorstöße in die feindlichen Linien hr r r :tcn mehr als 150 Gefangene französischer und ame . c egimenter.

meiden, unsere DrupPeu hinter sie Wette an dieser Stelle znrücknahm. Nun sind diese Berg hänge an der ganzen Breite in werckg-eu Stunden erstürmt wiardear. Es ist ein herrlicher Sieg, ganK gleichgültig, ob die Ziele dieses An­griffs örtliche obere weiterae stockte sind.

So groß die Bewunderung und die Freude über das glückliche Ereignis sind, so undurchdringlich ist noch das Ge­heimnis, welche weitergehenden Ziele Hiutzenburg und Luden­dorff nunmehr verfolgen. Auch die militärischen Sachkun­digen erraten nichts und stellen uns nur verschiedene Mög­lichkeiten hin. Und noch einer wird ratlos sein, und doch schwerwiegende Entschlüsse fassen müssen, wie der schwei­zerische Oberst Egli andeutet: nämlich General Fach! Jetzt muß sich erweisen, ob er ein großer Feldherr ist. In einer amtlichen Havas-Note läßt er ankündigen, daß seine Re­serven bald an wohlvorbereiteter Siellungslinie dem feind­lichen Vormarsch Einhalt tun würden. Wird Foch den deut­schen Angriff östlich von Reims als einen Ablenkungsversuch von geringerer Bedeutung einschätzen, oder wird er in der Ueberzeugung handeln, daß aus der klei­neu Wolke . sich ein schweres Ungewitter entwickeln könnte? Hindenburgs meteorologischeRegeln" sind nicht so einfach zu erfassen und zu durchschauen. Die allgemeine Ni.chtu.ng des gegenwärtigen Angriffs zeigt aus Paris! Gibt es vielleicht eine neue, verbesserte Schlacht an der Marne, die ja nun für die Armee hu-das nächste Flußhindernis wäre? Könnte sich zwischen Aisne und Oise auf der einen 'Seite und der Marne auf der andern ein Feuerbrand gegen die Hauptstadt heranwälzen? Das Wolff- Buvevu meldet, die Pariser Blätter warteten in größter Spannung. Das ist ein bißchen selbstverständlich, denn so oder so werden sie den Bemühüngen unserer Heerführer ihr höchstes Interesse widmen müssen.

Der öfterreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 28.Mur. (WTB.) Amtlich wird verlmttbart: Die Kumpstäliskeit am Tonale-Abschnitt flaute gestern

no. Versuche der Italiener, weiter vorzudringen, wurden ver­

eitelt. Ein Teil unseres am Cres<nna-Gletscher eingebauten Materials siet in. Keinoeshaud.

Durch heftiges Artillerie- mrb Mrnenfeuer unterstützte starke Erkmwuügsvorstöße südlich Capo Site brachten den Italiener in den Besitz eines unwesentliche*» Teils unserer vordersten Linie.

Der Chef des Generalstabes.

Der Erste G-usralguartierrrreister Lndendorff..

Der Abendbericht.

Berlin. 28. Mai, abends. (WTB. Amtlich.) gu FortführurrZ unseres Angriffes über die Aisne wur­den die Erfolge öes gestrigen Tages erweitert. Wir ftcheil in Kaarpfum den Abschnitt der V esle zwischen Sioisstrns rrnd westlich von Reims und hatten zu beiden Sei­ten von F i sm e s das K üd u fe r genommen.

In kaum erwarteter Schnelligkeit ist der Angriff südlich von .Laon fortgeschritten; der gestrige Abendbericht teilt mit, daß die Angreifer beiderseits von Fismes, das wäre im Zen­trum der Angriffs front, bereits die Beste "überschritten haben. Ein Blick auf die Karte zeigt, daß hier im Kampfe nahezu 20 Kilometer zurückgelegt worden sind. Wir können diese Leistungen unserer Truppen, die doch beim Ueberschrei- ten der Aisne sicherlich Schwierigkeiten und Hindernisse ge­funden haben, gar nicht genug bewunderst. Trösteten sich doch die englischen Zeitungen

unter dem ^ Eindruck der ersten Meldungen da­mit, daß die Deutsitzen das schwierige, unwegsame

Gebiet von den Höhen bis zur Aisne schwerlich im Eil- Ampo zurücklegen könnten. Nun, diese englischen Ansichten sind uns sehr schnell durch, den Draht über­mittelt worden, aber in derselben Frist hat die Armee Boehm bie doppelten MarMmstungen vollbracht als die von den Engländern betrachteten. Der' Fieind war von Diesem Schlage unserer Heerführer völlig ü b e r r a s ch t worden, das bestätigt auch der Kaiser in seiner freudigen Meldung: an die Kaiserin. Ferner erfahren wir dicrch halbamtliche deutsche Dar stellnrvgen, die wir nachstehiemd wie der geben '.nw die sich» zu einem glänzenden Bild des derltschen Sieges Mmmyenschliehen, daß die englischen Mannschafterl., denen ?>D olfsem Frontabschnitt Ruhestellungen zugedacht waren, gerade wie Helden ausgenommen haben: bartlose, keinen zähen Widerstand leisten konn- Englische Volkskraft ist, wie auch aus anderen Be- ^^hervorgeht, durch die Kärnpfe der letzten Wochen auf 06 ^ schwerste getroffen worden.

jluf deutscher Seite sind sich alle Sachverscmrdigen oaruver ernrg, daß dieser taktische Sieg Hindenburgs so gurnzerio und rmponiererrd ist wie nur irgendein voran- gegangener, und das läßt sich um so leichter er Bennert und nEiprusen, als ja die sprechendsten Vergleiche geztogen 7l /a Monate lcmrg, so schreibt ein militärü- derDeutschen Tagesztg.", rangelr die L?uzchen - sert der Doppelschlacht Aisn7-Champagne im fr öum Herbst um den Chemin des dörttron Menschen hat ihnen dieser Kampf ae- ^fruchtlosen Bemühungen endlich ^.u .-ohenzug bel Bauxaillorl bis östlich Ehavignon in ihre Hain» brachite, während unsere FuhrurcZ, um Opfer #u ver-

Der türkische Bericht.

, K o n st a n t i n o p e l, 26 .Mar. (WTB.) Amtlicher Tages- berrcht. Palästina front. Im Mistenaebiet lag aus unseren Batterien stärkeres AEeriefeuer des Gegners als sonst. Ans der übrigen Front das übliche Slormrgssener. Südwestlich von Rafat drang eine unserer Pccttoinllen durch das feindliche Drahthind-ortlis in die englische Stellung ein und Vertrieb die dortigen Postierungen Im Jordan tat wurde feindliche Kavallerie abgewiesen. Ein won mrs gegen öeu südlichen Teil des feindlichen Brückenkopfes am Jordan gerichteter Erkimdungsvorftoß führte bis an das Draht­hindernis des.Gegners. Feindliche Postierungen und Pattouillen wurden im Borgelände überall zurückgttvarfen. Unsere Flieger bewarfen das Rebellenlager Wadi Hesa erfolgreich mit Bomben. Dardanellen: Lebhafte beiderseitige Fliegettätigkeit

Mesopotamien: Unsere linke Flügelgrnppe besetzte Kekknk, der Engl ander zieht nach Süden ab.

gungan. Ec rühmt die Tiefe de>Z Vorstoßes vvrc Mlometer. Diesmal erreichte der deu.1sche Borstoß vom 27. Mai bereit bis züm Abend des ersten Tages eine Tiefe von weit über 12 Kr l o m c tt r. Der Lyoner Fmrksprrrch spricht am 26. Oktober 1917 von einer gewialtigetr Niederlage, die die kaiserlick-en Elitetrnppen cmr Ehienün des Tames erlitten hätten. Am 29. Oktober ergeht er sich ür einer langen Schilderung der besetzten Stellung, die von größter Wichtigkeit sei, da d^r Chienrin des Domes das sumpfige Ailettetäl beherrsche und die Franzosen über die Sttaße von Lardoir bis m das Gebirge von. Laon blicken könnten. Damals schrieb die ,/WeWnjtnsdec Gazette^:Der französische Sieg bedeutet für die Deutschen eine Niederlage txt.i allergrößter Schwere. Die deutsche Kraft ist zerschmettert worden." Bon ollsr Seiten wurde:: Glück- wunscht-elegramme an den Präsidenten der französischen Republik gesandt und mehrere Getcerale zn Großoffizieven der Ehrenlegion ernannt.

Mjgn darf nunmehr gespannt sein, mit welchen Mittelt: die Franzosen die Schwere der neuen gewalttgen Niederlage perheiur- lichen und der Welt die völlige.Bedeuttrngslvsigkei t des deutschen Sieges beweisen werden.

Berlin,. 28. Mai. Am 27. Mai 2 tthc morgens setzte ans der Angrisfs front von Vaicxeillon bis westliH des Bri- mv n t, also tit irt e hr als 50 Kilometer Breite fchlagattig das deutsche Borb-ereitungsfeuer ein. Die Artillerie des Gegners, der autfji jetzt noch an einen größeren Angriff an dieser Seite nicht glauben wollte, antwortete verhältnismäßig schwach. Bereits zrvi- scheir -1 mrd 5 Uhr, vormittags trat die Infanterie zum Sttirrire an. Wiederum hatt: die deutsche Führung auf das bei der Entente so

beliebte w o che nla n g e Trommelfeuer verzichtet.

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Der neue Armriff im Westen.

Berlin, 26. Döcri. (WDB.) Dcw deutsche Angriff i)t in dauerndem Fortschreiten. Am evsten Sturm­tage. war bereits um 10 Uhr vormittags der Aisne-Kanal an zwei Stellen überschwitten, nachdem die gewaltigen Berg- stellungen und die Befestigungen der Foaa^osen in kürzester Zeit im glänzenden ütürmlauf genommen rvaren. Der Oeiud war in keiner Weise auf den Angriff vorbereitet. Die erst kürAlich hier eingesetzten englischen Divisionen waren völlig überrascht. Die Franzchen hatten nur örtliche Angriffe erwartet. Bereits sind von sechs Divisionen Gefangene eingebracht, darunter zahlreiche Eng'länder der

Uhr 20 Mrn. vormittags waren deutsche Sturmtruppen im Besitz der Lücke BataillonHamelet FermeHöhe 151 nöwlich SoupirNordvcmü Monssy PaisjyWcrscvgne«Craonelte. Um 11.20 Uhr vormittags waren der Kkugel'berg nnd Biller Berg erstürmt ckMWerum wurde mit erstauickicher SchnelliAeit Arttllerie nachAezogen und sofort in Stellnng gebracht. Bei CerrM war die Straße durch einen Erdrutsch versperrt, jodioch nach, einer Stunde wieder frei gemacht. Die von den Divisionen gemel- deten Gefangenenzahlen wachsen beständig. Schon frnd in großer Zahl erbeutete Geschü tze gemel­det. Die eigenen Verluste sind gering. Die feind- ttche Artillerie antwortete stellenweise nach dem deutsckwn Wrrkungsschießen nicht mehr. Das Wetter an der Kampf­

front ist im Gvg-eirsatz z,u den Vortagen sonnig und schön Berlin, 28. Mai. (WTB) Tie am 27. Mai begonnene Schlacht am Chemin des Dames hat in wenigen Stunden

Uebergang über die Ailette gelang in: ersten Anlauf. Ter vorgeleg­ten eigenen Feuer dicht folgend, echckeg die deutsche Sturmmfanterie den Nordrand des Chemin des Dames. Aus der Straße ChaoigNM- Pargny und z-oisck-en Filain und Malval-Ferme wehrte sich der der Gegner tapfer und zäh. Weiter östlich ivurde der Feind nach kurzem Kampfe überivältigt. Im Laufe des Vormittags war die Linie .Baseule-Jiouy-'Char-vnne, das Aisne-Ufer bis Verry-au- Bac erreicht. Bis mittags waren, die Spitzen der deutschen Sturm- ttuppeu bereits beim Uebergang über Pie Aisne. In unacrfhatt-, samem^ Borwärtsdrängen wurde überall der stellenweise starke feindliche Widersünrd gebrochen, so daß am Nachmittag bei fort­schreitendem Angriff die Linie ^Icailly-LonMeval-Merval-ZLoucy Bouffignereux samt bm gencmltten Ortschaften genommen war. Mich die Lafsäux-Ecke war b«lld in deutschem Besitz. Jetzt winde im prächtiges Schwung: Ehavignon mrd die Höhe südlich des Ottes erstürmt mrd dabei gegen 700 Gefangene gemacht. Btt der Eroberung der Höhen von Melmaison wurde eine feuernde fnudlühe Batterie erstürint.

Das Vorgehen weiter östlich gestaltete sich nach völliger Ervbe- rimg des Chemin des Dames, für den die Fvanzoi'en sttnierzttt gewaltige Opfer gebracht hatten, bei erlahmendem Fenidrvider>'<Lnde zu ttnem Wettlauf an die Aisne. aNch hartein Kampfe wurde Vailly genommen. Hier wurde besonders zahlreiche Beritt gemo cht ., Schwere Artillerie und ttn Eisenbalmgeschütz samt zugehöriger Loko­motive fielen in deutsche Hand. Südöstlich Berrv-au-Brc wurde der Aisnekairal bis einschließlich Loivre trotz teilweise starker feindlicher Gegenwirkung genomineu. Südn-estlich Sapignol wurden an eierec Stelle ein englischer RegimentsLmrmcmdenr urid acht Offsiieve ge­fangen.

Die außerordentlich schnellen ünd bedeuteten Erfolge des ersten Schlwchttages stehen in augenfälligem G e g erc s atz z u d e r vorjährigen Frühjahrs schlacht der Franzosen. Damals leitete zehittügiges Trommelfeuer den französischen Angriff ein. Am 16. April 1917 trat der Gegner zum Sturme an, aelangte aber bei Craonne lnur bis in unsere zweite Linie An 18. AprÄ griffen sogar Russen btt Brrmoitt an. Am 19. Avril erfok-ffe gegen den Aisne9T?.rrrir»»^^i nnnf firn fi'i - »» WrroT ib<rC restlos

den AisneMarne-Kanal ttn fünfmaliger Ansttrrm, de schttterte. Am 5. Mai setzten die Franzosen zwischen Ailette und

Craonne einen Riesenangttsf von 200 000 Manu an, der restlos unter schweren Bllttapferic zusmmnonbrach. Wie eri ntetRd), erhirÜ ha-mjals General Nivelle, der Führer jener verlusttttchen Früh- lahrsoffensive, den Bttnamen

Das

.Der Blutsäufer".

lerrain.

Berlin, 28. Mai. (WTB.) Tie gegenseickgen Stellungen an

der vor dem 27. Mai gewonnenen Schlachtsrout lagen deratt, daß der deutsckw Angriff fast wie eine Umkehrung strategischer Begriff wirkte. Tie feindliche Stellung war eine vorzügliche Angriffs ft oll u n g und der Chemin des Dames ein Sprung­brett ge gen den Bach. Tie deutschen, durchweg tiefer lie­ge n de7t Stellungen waren schwer zu verteidigen gewesen^ Diese sumpfige Ebene ist von schmalerc Flüßchen durch?, ogen nnd bildet in etwa ein Kilometer Breite von Chevignon bis Coroenp ein starkes, kaum für einzelne Fußgänger übQwindbares Hindernis övr der Chemin des Tames-Stellmrg. Bor ihrem westliche!: Teil tchiebt sich als besonders starke Sperre der sumpfige, van Baum- und Drahttünderinssen durchzogene Wald von Pinon. Der OMusläufer ist der kugelförmige, blutdurchdrängte Winter­berg, der nach Ncorden imd Osten das Land weithin beherrsch. Ter Che iniu des DameL-Rücken selbst erhebt sich in vielen. Ausbuchtungen steil über der Ailette. Jede dieser sittlen Buchten, deren einilw von spiralförmigen, schluchtcnrcichen Wegen erklettert werden, ist ttn historisches KampsgeUmde. Tie Steck- hänge von Paigny, der am weitesten nach Norden vorspringrmde Potsdamer Platz bei Couttevon, die in vielfachen Stürmen zer» pflügte Fläche bei Cerny und die in einem Sattel liegende Hurte- bise-Ferme sind mrr ttnige der historisch gewordene?! Stickten. Die

Brette der Hochfläche schwankt zwischen 100 und 800 Metern. Ihr beherrschender Mittelpunkt ist das zerfallene Bauden sott Malmai-

soft!. Nach Süden fällt der Chemin des Dames glttchfalls in viel- fachen Rampen und Stttlwändeu ins Tal der Aisne. Tiefe Höllen, brttte Schluchten mrd Hohlwege bieten starke Anksau.merungs- pnntte.

zdl tzewaltigen Ersotgen geführt. Aufs neue haben die rttunsoseir und mtt ihnen englische Divisionen beretts am ersten Sttrrmdage ttne schwere Niederlage erlitten. Die fttudliche Bericht­erstattung wird, ivk bisher, auch lster versuchen, den großen deutschen Erfolg herabzumindern und bald die volle Bedeutungslosigkttt der wichtigen verlorenen .Höl-enstellnugen feststtllen. Welche außer­ordentliche Wichckgkttt jedoch die Franzosen ttn Jahre 1917 dieser Stellung boigemessen haben, beweisen die französischen Funksprüche m denen die.Fvauzasen ihren Erchlg aller Wttt verkündeten. Der Eifeltnrulbervcht kprrclck am 24. Oktober 1917 von einem äußerst Mnzeudcu Sm, »md der KwÜeMstg gcxwms.cc deutsck-er Bofcsck-

Völlige Ueberraschung.

Berlin, 26. Mai.^ (WTB.) Die Gefangenen, Engländer und Franzosen, geben die völlige Ueberraschung zu. Man verttaute auf die Nnl.ezwinglichkett der Bergstellungen. Ein alter Krieger aus der Bretagne nennt das deutsche Schlagfeuer das stärkste, das er im Kriege erlebt habe. Der Mann gehört zu dem bekannten tapferen Bcetowen-Regiment 'Nr. 19. Er bewunderte die Organisation der deutschen Ancklerie. die in zrvtt Stunden voll­bracht hal-e, wozu die Franzosen Tage gebraullit hätten. Der

Winterbcrg wurde von der 50. englischen Division verteidig!. Es waren auffallend junge Kiwlcherr in großer Mmge. Es ist bischer

uneingeübter Ersatz aus dem Mutterlande. Dn Offiziere klagte» über die Strapazen der Division. An dm Somme sockst sie als Erngreifsd!Vision. Dalur an dem Kemmel inRuhe" ^'stellt, !vurde sie nochmals abgekämpft, um nun Mlf dem Winterberg rwllig zu verbluten.Das war unsere zuZttte Ruhe", sagten die. Leute. Bemerkenswert ist die große Anzahl Verwundeter.