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Eichener Anzeiger (General-Anzeiger fiir Gderheffen-

Ans Stttdt «no CdMft.

Gießen, den 27. Mai 1918.

** AusKe ichnun gen. Der Gefreite, früher Marbur aer Jäger, Theo N anher in er von hier erhielt oas Eiserne KrenF. Richard Arnold, Sohn des Spenglernreisters Arnold, erhielt die Hessische Tapserkeitsinedaille. Dem Operativnsw«ärter der Chirurg. Klinik, Peter Schmidt, wurde die Rote-Kveuz-Medaille 3. Klasse verliehen.

** Zur Gründung eines Gießener Jugend­amtes. Die evschvockenoen Zeicl)en der Jugendvernxrhr- l«fung, wie sie aus den Zeitungen urrd besonders aus den Gerichtsverhändürngen bekannt werden, machen es Kur vaterländischen Pflicht, alles zu tun, um diesem Uebel z/u steuern,(toelches sich nicht nur irr den Großstädten, sonderir auch in kleirren Gemeimvesen und auf den: Lande gezeigt bat. Der Hebet muß bei der schulentlassenen Jugend ange- setz t wer den, soweit diese der väterlichen Fürsorge, aus wgetMwelchem Grunde entbehrt. Die Schaffung einer Für- sorgeeinrichtn^ng für die heute so großen Gefahren ausge- setzte Jugend ist ein dringendes Gebot, zu dessen Erfüllung alle Wohlmeinenden zusammentreten müssen. In Berlin, München und anderen Städt'en wirken bereits die freiwilli­gen Erziehungsbeiräte fiir schulentlassene Waisen segens­reich. Auch hier ist beabsichtigt, im Anschluß an amtliche Stellen und bereits bestehende Fürsorgeeinrichtungen, die in beschrärrktenr Rahmen den gleichen Zlveck verfolgen, einen freiwilligen Erziehungs b eirat für schul- ne W a i se n (I u g e n d a m t) zu gründen, wobei ans die Unterstützung aller Kreise in Stadt und Land ge- ^chiret wird, um den in uirserer Jugend schlummernden Kräften zur vollen Entfaltung zu verlassen zu ihrem und des Barerlandes Nutzen. Bes anderer Wert soll auf Rat und BeihKfe zur beruflichen Ausbildung gelegt werden.

** Kampf dem Ko h lwe i ßl ing! Es sei ibcxaitf aufmerksam gemacht, daß gerade jetzt die Flugzeit des Kohl­weißlings eingesetzt hat. Zu Millionen legen diese weiß- gelben Schmetterlinge ihre Eier. Wer seinen Garten und Feldgewachse lieb hat, der sollte sich daran machen, diese Schädlinge fangen. Besonders wäre das Sache der Jugend, allein man muß sie hierzu auch anregen. Daruin sollten Pränrien ausgesetzt werden, und zivar schnellstens! Der Nahrungsmittelversorgung wird dadiirch ein guter Dienst getan. Fangnetze sind überall käuflich.

Sss &q£sekm$&e&f

Die ®o(i»= und Silberaukaufrstele

in de« Räumen der oezirkssparkaffe Gietzen ist morgen nachmittag von 3 bis 5 Uhr geöffnet!

Landkreis Gießen.

** Holz hei m, 27. Mai. Dem Musketier .Karl Sames wurden das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen.

JJ Lang-Göns, 26. 9Rai. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt der Kaufmann Karl Spies.

Kreis Büdingen.

4 - Aus dem Niddertal, 24. Mai. Das heiße, hie und da von fruchtbarem Gewitterregen unterbrochene. Wetter der beiden letzten Wochn hat wahre Wunder geioirkt. Bor allem kam der Regeln den Wiesen zugute, auf denen das Heu nun noch recht wachsen und wohl in 14 Tagen die Heuernte beginnen' kann. Ter Stand der Winter- und L-ommerfrucht ist so gut wie noch in keinem der Kriegsjahre und bietet die besten Aussichten Tie Rapss-elder zeigen großartigen Schotmbebang, so daß wohl k>er Oelrnangel etwas behoben werden farat, um! so mehr als auch die Bücher, wieder eine gute Buchenmast zu versprechen scheinen. Im Garten und auf da.r Bannren läßt der Stand ettoas zu wünschen übrig, da die Ungezies>erplage hier besonders stark ist. Wo irgend möglich sollte deshalb ber Kampf gegen diese Schädlinge mit ge­eigneten Mitteln ausgenommen ioerden Die ersten Erbsen können m 14 Tagen gepflückt werden. Die Kirschen gaben eine schlechte Mrttelernte, dasselbe scheint bei Birgen der Fäll zu sein, etwas besser hängen bis jetzt die Pfirsische, Aprikosen, Mirabellen nnd Zwei scheu. Auch die Aapfel dürften eine mäßige Mittelernte geben.

Kreis Schotten.

m c Schotten, 27 Mai Die Hauptversammlung des Vogelsberger Hö,henkln bs (B. H. E.) findet in diesem JalM am 6. Juli im Gatt dosHiudiNiburg" in Gießen statt. Die fett Krie^sbegrnn geübte schöne Gevfiogenheit, die Versammlung an Stelle des althergebrachte'-.t Hohervdstöpffestes in dem Klub­haus aus dem Hoherodskops abzuhalten, koimte in diesem Jahre der schwierigen Verkebrsverhältmsse wegen nicht aufrechterhasten tonten. Da der seitherige^ Schriftleiter desFrischauf", Prof. Wielßbart, Laubach, wvn seinem Anite zurückgetreten ist so muß von oer Versammlung ein neuer Schriftleiter gewählt werden, dessen Stelle zur Zert von Prof. Dr. .A. Roeschen, Laubach, ver tretungsweise versehen wird.

8 Burkhards, 26. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der Obergefrette Jvhamres Bissel.

4 Gedern, 24. Mai Dem Hofpvediger und Pfarrer Wid- mann wurde die Preußische Rote-Kre-iz^Medaille 3. Klasse ver-

24 ' Es .Kriegsauszeichnungen erhielten: Bpefeldwebel Ivhmrms Ober he im uüd Sanitätssoldat Herm.

her 26 ' V X K^ldruto^ fürs «aterimtb starb

Hermann Weber, Inhaber btä ©fernen lenzes

Votw' 26 ' 9 £ <ti ' 2"' Westen fiel bei- hiesige Lehrer Äübrtm Gothmann, der vor kurzem »um Leutmint befördert

Der fimtbwrrt ©ehrri* Schneider

(«äSS" fitr? ® fltedta,1> - &rntn "

_Q . r Kreis Frledberg.

ü-r 25 5?* 1 ?ü,f Aesigen Bahnhof wurde

Rwvrerer Peter Rüdiger aus Mcinsteinhrnm

«m den Pnlfern zweier Mterwagar totgedrückt. ^

r o. Starkrnburg und Rheinhesftn.

I Darmstadt, 26. Ätai. In den Rönnikm

I " a statt, Mc die

ÄarmsMLcr L^aur GollftLed Proper tu BcLbtndung mit dar

Rheinischen Textilrndustrie in Bonn aus Anregurrg der Großherzog- l-tchQiAOstvaljtelle für das Gewerbe veraustraltet. Die Entstehurrg oer iMerstoff-(Papierstofi-)Gewebe wird trt allen ihren Stufen vor- getuhrt, ebenso die verschiedennl Verwendungsmöglichkeiten. Ein !^^Escher Webstuhl ist im Betriebe zu sehen. Für größere Gesell- lityaNen., Vereine. Sclpllen, die sich vorher arrmelden. wird für sach­kundige Fuhrwig gesorgt.

( ^ a. Rh., 26 .Mai. Tie Kirschen rafen und färben

na?. W lind auch beveits reise Kirschen auf den Markt gekommeii.

, Mengeertvag steht gege5i das Vorjahr ganz bedeutend zurück nno ebenso ist es auch mit der sonstigen Obsternte. Sehr gut steht dagegen das Gelreü^e.

Aus Rhein Hessen, 26. Mai. Tie Eiitioicklung der ^^den geht sehr schnell vor sich. Recht stark war das Ans trat« i des .nevMltzilers, der kaum schinll genug ents-ernt werden konnte. Sehr trtrrT wuchert atuch das Unkraut in den Weinbergen, dessen Ent­fernung ziemliche Schwierigkeiten bei dem herrschenden Mangel an Arbeitskräften verursacht. Mit dem Spritzen der Reben gegen ore Pevono>pova wird inan wohl bald begürnen müssen.

Kreis Wetzlar.

e... ra. Wetzlar, 26. Mai. Mit dem Eins-ammietn von Laubheu für rne Heeresverwaltung wnrde im gairz-" Kreise Wetzlar be­gonnen. Unter Führung der Lehrer zielft die Schuljugend früh­morgens in den Wald, und manckjer Wage- ist bereits in der K^rsitadt abgeliefert wordeii. Für den Zentner Frischlaub werden 4 .Mark bezahlt Das Laub lvird in oer hiesigen städtischen! ^roctenanibalt gedörrt und geht als Pferde sntter an die Front.

U Niederkleen, 26. Mai. Ter 17jährige Meltromvnteur 1 n 9 0011 Gießen, welcher hier am elektrischen Licht aMntete geriet wider die Hauptleitung auf dem Dache, und nutzte herunter, wobei er sich so schwer verletzte, daß er in der Mimk rn Gießen seinen Berletzungeu erlag.

Hessen-Nassau.

Bad-Nauheim, 27. Mai. Ter hier verstorbene Kaus- NEn Roe s s r n g hat der Stadt mttingen 10 000 Mark vermacht, uSTdürftigen herzkvandm Einwohnern zugute kom-

s. 'ul- NUß.in gen, 26. Mai. Auf dem hiesigen Bahiihof kam der Bahnarbeiter ^osef Heep aus Guckheim (Westerwald) unter cne Räder eines Güterzuges, wobei ihm beide Beine abgefahren wurden. Bald darauf ,tarb er.

, a dRai. Gelegentlich einer Geschäftsreise

mtrch Württemberg erwarb ein hiesiger Fabrikant 482 Pfund Sckmiken, das Pfund zu 8 Mark, und etwa £00 Eier für seinen Z^Uatgebrauch. Sorgsam verpackte er das kostbare Gut in zwei Kitten und gab diese unterSchlemmkreide" auf dem Bahnhof ^p>tzingen <lls Eilgut nach Höchst auf. Da aber von Stotzingen em Schlemmlleidevcrsand in solchem Umfange schongeologisch" eine Umnöglichkoit ist, schöpfte man Verdacht wid öffnete die .Kisten von Amt s wegen. Dabei kam die gan.ze Herrlichkeit ans Tageslicht. Alles verftel der Beschlagnahme. Ter finanziell ohnehin schon erheblich geschädigte Fabrikant und Gvoß-Hamsterer kam zudem noch zur Anzeige.

rf t Staffel, 26. Mai. Eine Frau von hier fand beim Waj-erholen rn der Lahn einen Topf, in dem sich die Leiche eines neiigeboveiren Kindes weibliche,r Geschlechts befand. Ter Leichuanr war noch gut erhallen, lieber die Herkunft der Lei-che krmnte bis jetzt nichts ermittelt werden.

. .. Aus Na s-san, 26 .Vdri. Mll denc Eisernen Kreuz

Kla,p nmrdeai ausgezeichnet.- Sergeant Friedrich Btöcher- L)bero,eteil. Leutnant Simon-B-iebrrch und Rittmeister Bull- r r ch - Allenkirchen.

Gerichts;«ar.

- K Tarmstadt, 26. Däri. (Strakkaimmer.) Der 18jährige VmisbuNche Otto Reinhardt aus Worms, der vom Kriegs­gericht zu 2 Jahren 4 Monaten Gefängnis verurteilt ist, lernte jeinerzert als Fahnenflüchtiger einen gewissen Kreider aus Hof heim bemken, und verübte mit chm einen Einbruch bei oei,e,l Eltern m Hofheim, wobei sie mehrere hundert Mark er­beuteten. K. ivird aus seinen Geisteszustand untersucht. R. zu ;usgesLmt 3^Jahren 6 Neonaten Gefängnis verurteilt. Ein I4;ahrlger Insasse der Zwangiserziehuirgsausüllt in Mühllseün der schon verschrederre Strafen wegen Diebstahls erhallen hat, ivird wegeil Ernbruchs m einen Hasenstall zu 6 Wochen Gefängnis ver- Gm 12sähriger Schüler aus O ffen ba ch erhäll wegen verlMÄMer Kellerdiebstähle 1 dläonat Gesängins. Ebenso erhallm zw er Offen bacher .Gelegenheitsarbeiter, der 21jährige Valentin Frank und, der 16jährige Friodr. Günther (jetzt in einer Erzrehungsanilolt) ivegen Erbrechens einer Verkaufsbude einen wconat Gefängnis.

Montag, 27. mal M

v»i^^er-Stvaßburg sprach überUebergangs- wrrlschaft und Industrie". An der Spitze aller Probleme sbcht die Arbeiterfrage. Ter Abbau der Löhne durste fern Kampf auf Leben und Tod werden. Zn fordern uLftÜ« 0*wbrugige Lösung der Wohiruiigsfrage. Bezüglich der Be- i^ssnng der Rohstpfte nach dem Kriege wies der Redner auf oen uneiitbehclichm deutschen Gegenwert, das Kali, hin, ohne das ^^.BnMvolle noch Getreide eräugen könne. Für die kleinere Jrldnjllie seien gesetzlich: Schutzmaßnahmen I^wrverllch, für das mdnstri-earme Elsaß-Lotl/ringm die Rückent- m?i?ri T £ Maschinen und Motoren. Bezüglich der Absatzftage mufft der Ausbau der südwestdeutschen Wajserloege im Anschluß an sofort geregelt werden, ebenso die durch-;reifende Nutz^- ü?- ^ Oberrhcin-Wasserckräste. Einer . besonderan HUse Elsaß-Lothrmgen durch das yanze Reichl, werm die ihm feit wer Zähren geschlagenen Wiuid-m fvieder geheilt werden sollten, an- * ie ^brsammlung nahm hierzu folgende Entschließung

D^ie Tagung drückt den mller der unmittelbaren Wirkung des ^^/?,/^wer leidenden Elsaß-Lothringerii ihr Mitgefühl aus rm gesamtdeutschen Interesse für erforderlich, El- ^ ^Lotlftnngen so schnell als rnüglich wieder in die ihm zu- wmmende Stellung rimerhalb des deutschen Wirtschaftslebens eriorderlichen gesetzlichen Maßnahmen, H?l'lung für den Kriegsschaden, sind seitens des Reiches mit größter Beschleunigung durchzuführen.

,, sprach Reichstagsabg. Keinath überDie

lh?st und den Groß- und Klein- yandel . Tes Redners Ausführungen fanden in folgender Ent­schließung ihren Ausdimck.-

wVereinigung südwestdeartscher Handelskammern vertretenen ^Tidustne- und Handels kreise erblicken in der wäh- vend des Krieges dnrchgeführten Zwangswirtschaft und in einer verudernahme devartiger Maßnahnen in die Friedenszeft eine Ehr von t^n bewährten Grundlagen unserer Volkswirtschaft und eine ernste Gefährdung unserer staatlichen und Wirtschaft-- küv 11 .' r Vereinigung vertritt die Ueberzeugung, daß unmfchadet emzeli^r, durch besondere Verhältnisse gewisser Er- werv_-.^werge geborene Bindung^en Jnduslrie und Hmrdel nur der so dringerrd erforderlichen Wiedergesun- \ / :'t werden können.

1 Stoß angelegte Kundgebung ihr Ende erreicht.

vermischtes.

^ v n n. Aus Anlaß des hundertjährigen Bestehens der Uni» verfitat haben Rektor und Beirat beschlossen, ein Verzeichnis aller ber Universität anznlegen. An diese ergeht Adresse, ihr Immatriknlatümsstmestei nnd gegebenenfalls ihre Kvrpvrationszugehörigbeft auf einer Postkarte, me als Grundlage eines Zettelkatalogs dienen wird, in deutlicher das Universitätssekretariat mitzuteilen. Tie Feier ist aus das Jahr 1919 verschoben.

- <^sKeint uns der Himmel blau? Be-

kanntlich enthalt das Spektrum sensells vom Rot noch einen Be­zirk, den das menschliche An ge nicht wahrzunehmen verntag, son- dern der sich uns nur durch seine Wärmewirkung zu erkennm gibt es smd dre ulttaroten Strahlen. Genau so sind auf der anderes Seite du kurz-welllgen ultravioletten Strahlen für das mensch­liche Auge nicht sichtbar, sondcim nur aus ihrer chemischen Wirkung erkennbar. Diese letzteren Strahlen stehen in Beziehung zur Farbe der Sonne und des Himmels. Beim Durchtreten durch die Atmo- Mare tverdeu. fte nämlich in erhöhtem Maße absorbiert mit dem D?LI?^^daß die Sonne unseren Augen gelb, der Himmel blau er>cherni- Wäre die Erde ohne Atmosphäre, oder wäre die Erd­atmosphäre, wissenschaftlich ausgedrückt, opllsch leer, so müßte der Himmel uns sch.ixlvz erscheinen.

Südwcftdeiltfchkauö in öer Uedergang§Virtsc!saft.

fr y 4 ~ änkiurt a. M., 25. Mai. Unter außerordenttich starker Beteiligung aus allen Teilen SüdwestdeutiAands nahm heute eine von dcrBeremigung südwesldeutsckftw.Hwidesskammcrn ein- verusene Ver,ammlMig zu einer Anzahl iriegSwitschaftlircher Fra-en

m ihren Beziehung zu Südwestdeittschlarch St^nng Anwesenden bewerte man zahlreiche Vertreter der Staats- und ^Ä^orbehowen, Reichlstagsabgeordnete, Landtagsabgeordiiete der süddeutschen Biiudesstaaten, die Wgeordneten von etlva 5V Städten und Delegierte von annähernd 50 Wirtschrftsverbänden des Ge­biets. Tie Reicher eg rernng hatte keineu Vertreter entsandt Geb Kommerzieiirat En g el ha rd t-Manul-eim leitete die Kunoae- bung mit enieni piwgrammatische.i Ueberbluk über die Grilnde ein, die zu den, Zusammenschluß der Hanbeistammern zur Wah­rung ihrer Interessen gegenüber den Berliner Zenttalisierunas- bestrebungen gesührt haben. Tie Reil>e der Vorträge eröfftwie ^ndrkus ±r. Blaustein - Mannheim mit entern Referat ütier .,/L- u d deutschland a l s W i r t s cha f 1 s und Kultur- geb'et" JSrofeFfor Tr. %£u m # l e t -Wifflte l M /roch über ,,ZeutralNation der Kriegs- und Uebenwngswrrts.chaft in Berlin . Von den 165 Kriegsgesellschaften befänden sichln Berlin "d'.m ganz Lutwestdeutsck-land - eine. Im Rcick^nnrtschafts- r.-^uhsschrtzamt und anderen Organisationen seien alle Reichsgebiete vertreten, mir Südivestdeutschland mit 11 Millionen EEw^ern nM. (Hört hört!) Im einzelnen schilderte der Rednm r^® r ^ lc S rtFeniHq ^s Gesckmftsverckeltts mir den Beniner Zentralstellen, bei? ungeheueren Wun von Vewrdiiun^n die alles Leben ec"Een. di- schlechten Berbi,rangen mit «X mch Lz Beamten- und Bnreaukratenunwesen. An der Besprechung dieser Vortrage beteiligterk sich', Kommerzienrat Spielmever- Mannheim, Oberbürgermeisttr Voigt- Frankfurt und Dr

^^tßMSsrmmegsss

&ng an- lftimmi8 ^'Eminng hi-r»u

Ol lückenlose Zentralisierikng der Kriegswirtschaft in

Berlin hat dem sucuvestdeiltsckien Wirtschaftsgebiet schwere Nach Tie Kriegsgesellschaften haben den für Südwest Deutschland außerordentlich bedeutungsvollen, leistungsfähigen und. kapitalkräftigen .Handel aufgesogen, während .nichtig Zweige seiner Industrie teils sttll liegen, teils ertraglos gemrben E T,e fortwährend notwendigen Reisen nach Berlin bei gleich, zeitiger Verteuerung und Verschlechterung des Eisenbahn-, Post- nnd Teletrhonverkehrs .legen sedem einzelnen Betrieb große Opfer auf. Uni o,e gemeinsame Gefahr für den Wiederaufbau und dre spatere Entwicklung des südivestdeutschen Wirtschaftsgebietes abzuwenden, richtet die BerelMgirng an die gesetzgebenden Fak- tmen me dringende Ausforderung, mit der bisherigen zentralisti­schen Knegswirtschcrst zu brechen, d,e Uebergangs-oirtschast ans der Grundlage der znsammengeHöngen Wirtsck-aftsgebiete aufzubauen bci '^.tzn zentralen Organisationen Südwest­deutschland d,e ihm gebührende Vertretung zu gewälft-en lieberFreie Wirtschaft oder f t" verbreitete sich Schlang-Fveiburg i. 95. deine SütL führungen richtebm sich in erster Linie gegen die be- vannten Rat hon au scheu Gedanbengänge und das Beamten turn im deutschen Wirtschaftsleben. Ni,r >eie WirtschaftS^vnw dem deutschen Handel zusn geM-ichvft j

Letzte Nachrichten.

netteste Äeric^t ^cr 6eevesIeitttNtz.

Grohes Hauptquartier, 27. Mai

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz. Südwestlich von Meieren wurden bei erfolgreicher ltn* ternehmung Engländer gefangen. Die ArtilLerietätigkeit levte an der: Kampffronten erst in den Nachmittagsstundcn auf. Die feindliche Artillerie war vor allem im Kemmel- Mvret, auf dem Nordufier der Lys, zwischen Arras und Albert mrd auf dem W-estufer der Avre tätig. Die Ersundungstätia- fett blreb reae.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

* .

Zum Tode des Reichstagspräsidenten.

Berlin, 27 Mai. Ter Reichskanzler hat, wic die Norddeutsche Allgenreinc Zettung" mitteilt, an das Reichs- tagspräsidinm folgendes Telegramm gerichtet:Dom Reichs­tage sprach? ich zugleich im Njaimen der Reichsleitung, mein aus-, richtiges Beileid anläßlich des Heimganges ftiires tD<loverdienten langjährigen Herrn Präsidenten aus. Es war ihm vergönnt in großer oeit dem Vaterland- Dienste zu Leisten, die ihm immer em-u ehrenvollen Platz m der Geschichte des deutschen Reichstages sichern! werden.

. Ter Tochter des Dahmgescknedenen, der Frau von Redern, sprach der ReuisS'kanzler fein Beileid in einem Telegramm aus, worin es heißt:Erw? langjährige gemeinsante Arbeit im Parla­ment verband mich Mll dem Verewigten und ließ mich seine ver- sonl'chon Eigenscksaftcn und FähigLeiten würdigen. Seine Verdienste um das Vaterland in sehr schrverer Zell werden be, der ReilÜ- regiermrg rmd dem dentslichen Volke unvergessen bleiben

Näheres über die Beisetzung, die Mlltwoch stattfinden soll wird heute bekainttgegebeii werden.

Dir R«,b-scbmlg des Posdo. beS RLichAtLgSpräsidenten ist fo aLücht. da« tne oeiien liärkskn Fratt-onen. das Zentrum und die ^vzmldemükratie, sie infolge der Partrikdirikillation ton 1912 utfOerfreten waren, hermrgezogim werden. Wie die .ÄofülÄ' tang' ntdbrt, fomnsen bat Abgeordneten Fehrenbe.ch (3. mck «ctjetemamt (Soj.) m Betracht Tie b-L-n BrzsvrLsS«ü«-, Dr Paalckp iMtl.) und Dr.,Dovr (Kvrtschr Bot. ivürden an idrm «teilen bleiben, m Znfmift vier Mitglieder im Prüsidurm

vorhanden waren. Die Kandidatnr des Gmfcn L»sadowsko die in der Presse erörtert worden 'lv.rr, wäre mach der '>rrä?itt'cken hin eine .alle Parteien befricidigende Lösung So schnftrt ^bev daran, daß der frühere Reichsschavsekretär Vorstandsmitglied ein« der kleinsten Fraktionen ist, der die großer, Fvaktivnerl den Vortritt nicht lassen wollen.

Das hundertjährige Bestehen der bayerischen Verfassung.

München, 26 Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der Grdcnktaa des hn n de r t i a hr, gen Bestehens der bayerischen wmve übeM m den bayerischen Lan>?n dirrch FestaTteund Gottesdienste begangen. Besonders er heben o gestaltete Ah d»e llrckchch ft'erer im der Michaelsl>)stv-ch durch die gememfaimv Teilnahme des Hofes, der VvWvertoetnng und Angehöriqee ller Volksschichten am Gottesdieiritz den Erzbißlws Tr. Farlll-aber hielt Be, der Fever rm großen Thrmrsaal lag auf dem Postamente voL f 1 .?? das haindschriftttche Original der Versasftmgs urkunde. Unter Fansavermangen erfolgte der Einzug Wnig Ludwigs in den Thronsoal. Umgeben von d-m Prinzen nnd Gefolge iralmr er die Ansprache,, der beiden Präsidenten cntge^ien. die dankbar die Go. waprung. der Verfassung pn das bayerisch Voll durch den llrgrof* pater Komg Ludwigs rvürdigten. Mll von herzlich?,- Freude mrd die Erschienenen Lttragena, Rede a-mvvrtcw

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