Nr. 121
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Erstes Blatt
M. Jahrgang
Montag. 27. Mai M8
psstschetNsnts: Hraurfurt «.M. 11686
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(WTV> Grobes HauptgAartier. 25. Mai. (Amtlich.)
westlicher Kriegsschauplatz
Die Kmnpstätigkcit der Artillerim blieb tagsüber bei Sturm und Regen in mäßigen Grenzen. In Verbindung mit nüchtlicken Dcil.angriffen des F-eindes nord'.vestüÄ vom lammet und nördlich und westlich von Albert nphm sie vorstöer- gchmd große Stärke an. Die feindlichen Angriffe brachen überall verlustreich zusammen. Bei Hamel rvarftn wir dm Feind im Gegenstoß zurück. Im übrigen wurden seine Sturmtrupps! schon vor unseren Linien zusammen geschossen.
*
Die Besatzung eines Deobachterfl-ngzeustes. Lmtnant Eisenmenger und Vizeftldwehrl Gnnd, fyxt am 23. Mai aus ekler Kette vvn 6 englischen Kampfnnsitzern 4 Flugzeuge av-
ge-chojieu.
Der Erste Generalgnartiermeister Ludcndorsf.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 26. Mai. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Südlich vom Nieuvvrt-Kmml und beiderseits von Dir- mukdcrt luchu.en wir hei ftdnrrtm Unternehmungen mehr- als 70 Belgier affinsten. — DaS ttgsützer mäßig? Artillerieseuer vvnK: am Abmd in ettrSlrAM Abschnitten der Kampffronten lebhafter. Rach Eintritt der Dunkelheit trat im Kemmcl- tzebiet, südlich von der Somme, zwischen Morcuil und Mont- didier K-ittveilig erhebliche Feuersteigerung ein. — Bei Buc- tp^y scheiterten mehrfirche englische V-orstöße. Auch in den übrigen Abschnitten dauerte rege Erkuvdungsiätigknt des Feindes int. Hierbei wurden westlich von Montdidier Amerr- k-rrwr, im Ailette-Grunde Franzosen und aus dem Südufer der Aitzle, nordöstlich von La 9teuvit!e, Engländer gefangen.
Der Erste Generalquartienueister Ludendorf k.
Die ASendVerichte.
Berlin, 25. Mai. abends. (WTB. Amtlich.)
Don den Kriegsschauplätzen nichts Mues.
B e r l i n, 26. Mai, abends. (WTB. Amtlich.)
Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Nach Mlson spricht Lloyd George. Sein Ton ist viel rmmiger zuversichtlich, als derjenige des amerikanischen Präsidenten. Ueberall muß er Bedenken beschwichtigen, Besorgnisse aus dem Wege räumen. Wo ist das stürmische Draufgängertum des Mannes geblieben, der einst das Wort vom „Knock out" gesprochen hat? Es ist interessant, wie Lloyd George den zunächst bevorstehenden schweren Ereignissen an der Front in Frankreich und Belgien ins Auge blickt. Da schnobt er die ZurZersillft für das Ergebnis aus Andere ab. Gibt es einen großen Mißerfolg für England, dann hat er seine Logik, seine Gründe, bereit, und Andere haben das in sie gesetzte Vertrauen nicht gerecl)1 fertigt. So umrahmte Lloyd George den neuen Oberkommandanten General Fach mit Vorschußlorbeeren. Dieser Mann ist ein großer Stratege, er wird's machen. Allein er hat noch mit Schwierigkeiten zu kämpfen: auf die amerikanische Hilfe kann zunächst nicht gerechnet werden. Wie man sieht, räumt Lloyd George auch die Besorgnisse einiger deutscher Schwarzseher hinweg. Anverrka hat bisher mrr ein Fünftel der Unterstützung gewährt, die Deutschland infolge des russischen Zusammenbruchs zu seinen Gunsten buchen konnte. Also knallt die Peitsche Lloyd Georges über der a m e r i k a n i s ch e n Dampfwalze: es handelt sich, so sagt er, im Grunde nur um einen Wettstreit oder Wettlauf zwischen Hindenburg und Wilson. Ob der Amerikaner von diesem ihn rühmenden Vergleich so erbaut sein wird? Er wird wohl inehr den anfeuernden Peitschenknall als sonst etwas Schönes heraushären!
Lloyd George sprach ferner ausführlicher als früher vom U-Boot Krieg. Jetzt auf einmal hören wir von ihm, daß meser Seekrieg für England eine „G e f a h r" gewesen sei, wNan sei er allerdings nur noch eine „Drohung". Also waren ^-loyd Georges frühere Charakterisierungen und Bewertungen des U-Boot-Krieges falsch. So ganz bedenkenlos klingen ja auch die neuesten Beruhigungen des englischen
2 Nicht. Er spricht mit einigem Schauer von der „Luitroiwr" für die alliierten Heere, und wenn er so das Buo des chr diese Luftröhre bedrohlichen Messers bei seinen Landsleuten heraufbeschwört, so kann man es ihm nicht eigentllch übel nehmen, wenn er die Aufgeregten ein bißchen tröstet und beschwichtigt. Man soll nacl) seiner Meinung das Unvermeidliche nicht nur mit Würde, sondern auch mit einein gewusen satalistiscl)en Optimismus, gehoben durch einige.Ablenkungen, stbleugnungen und — Fälschungen, tragen. Der ÄrK^ lxrrf den Kramten auch manchmal mit frommen Be- trug beruhigen, so kalkuliert der englische Minister. Wir aber wissen, daß es durchaus unwahr ist, die Zahl der Versenkungen werde übertroffen durch die Vernichtung von
U-Booten, und was dergleichen Vortäuschungen mehr sind. Heule scheint wirklich einmal ein deutscher U-Boot-Kreuzer von den Engländern versenkt worden zu sein (siehe unter Seekrieg!), und flugs posaunt es die englische Meldung in alle Welt, während sie sonst von Vernichtungen der U-Boote in übergroßer Vorsicht schweigt.
Zum Uebepstul; Lloyd George Mtürlich auch
wieder die alten Verdächtigungen gegen Deutschland ein- streuen, nur den in England e"U-.astenden Geist der Ernüchterung niederzuhalten. Wir wollten uns nur den Korb möglichst füllen, und unsere Di.- ,-m ;iea seien nur die Handlanger der militärischen Führer. -Offenbar hat Lloyd George von den neuen Angriffen Erzbergers gehört, und da sucht er natürlich dessen Chancen im deutschen Volke durch solche Kunstgriffe etwas zu verbessern. Früher schrie er. wir hätten Angst, fühlten uns schwach, jetzt sagt er, wir wollten uns den Korb füllen. Wir können Beides verlachen.
- ■ f-ir.C Jga* -eKT-nu»-". —
Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte.
Wien, 25. Mai. (WTB.) Amtlich wird verlantbart:
Die Kämpft im ZrMnr-Rnmn slauvcn gestern wesentlich nb. Auf der Hcchfs^-e von Asingo und an dem unteren Piave scheiterte.! f.übliche Erlstndungsvorstt)ß?. In Riva, wurdet! durch feindliches Artilleriefeuer einige Häuser beschädigt.
Uctber dreißig feindlAÜ? Flugzeug haben Fell re mit Bontben belegt. Ein Zivilist wurde getötet, acht wurden verwundet. 3onft wurde nur steringer Suchschaden erzielt. Feld- Pilot Offizier-Stellvertretcr von Ki ß, einer unserer erfvlg- revttiften Piloten, wurde im Lustkantpf abgeschossen und wt seborgen.
Der Chef des Generalstsbes.
Wien, 26.Mai. (WTV.) Amtlich wird verlmttbart:
Außer einigen dunckr Artillertefeuer mrlerMtzten Ev- kundungsversmL^en der Italiener am To na le-Abschnitt keiu-e besonderen Ereignisse.
Der Chef des Generalstubes.
»
. Der türkische Bericht.
Konftanlinvpel, 25. Mai. (WTB.) Amtlicher Tagesbericht.
Palästinafron t: Ein nach mehrstLrdiger Fenervorberei- tung nachts östlich der Straße Nabln s—I ernsalem gegen; Unsere Stellungen vorb'c'.'chendes feindliches Bataillon wirrde ab- •geitriefcjit Und erlitt schwere blutige ^Verlirsüe. Dasselbe Geschick ereilte feindlich abgcscssene Eskadrons, die im Jordantal nach Norden vorzndringen versuchten. Im Jordanbecken verhielt sich die feindlich Artillerie tätiger als sonst. .Ji! der Gegend von Jericho und nordöstlich lebhafte Tcftigkcit in den feindlichn Lagern.
Am 21. Mai warfen englisch Flrrgzauge zwanzig Bomben auf Medina, die keinen Schalxm vernr', allsten.
^Jn den Dardanellen kam es zu Luftkmnpfen zwischen einigen unserer Kani Pf slugzeuge und fernd-lichn Flugzeugen. Im Verlause des Kampfes schtz Oberb-ntirant C r o n e i f e ein feindliches Kannstslügze'ig ab. das bremsend abstürztc. Die Reste sind in unserer Hand. Dies ist das sieberrte Flugzeug, das Oberleutnant: Croncise ltzer abschß.
Auf den ülirigen Fronten ist die Lage unverarldert.
Eine Mntnerrfche Abordrurn^ beim Kaifer Karl,
Wien, 26 .Mai. (WTBl Der Kaiser empfing gestern in Gegenwart des Ministerpräsiden.ten Tr. v. S e i d l e r niehrere Deputationen ans den südlichen Alpen ländern. Die Führer der T-epiltativnen wiesen darairf hin, daß in den meisten dieser von Sloveneu und Te»ttsll)inr bewohnten Gebiete bis vor kurzen: ein sneundschaftliches Verlstiltuis zwrschn den beiden Volks- stcnnmen bestand, das ledoll) insbesondere durch die bekaautic vorjährige südslawische Mardeklaratron gefährdet wurde, welch u. a. auch auf die Störung des irationalen Jmiedeus hin-arbeite. In der DeMtatiou war auch die slomuiisch Ste- jero-Partei vertr.llen, deren Programm seit jeher strenges Festhalten des unzerreißbaren Zusammenhanges der .Grönländer mit dem mällsti«)en, unzerstörbaren Oesterreich sowie die genrcin- same wirffchrstluhe Arbeit der Teutschn und Sloocricn war. Auch d-er Sprell>er diesen Deputation erbat, ebenso wie namentlich der Führer bn Deutschen von _ Untersteiermark und Krain, ein entschiedenes Machtwort des Kaisers gegen.die südslawisch Propaganda. Endlich iwir auch eure Vertretung der Deutschen T r i e st s und des Küstmlandes erschienen, die auf die natürlich, wichtige Rdlle des Deutsch uns für die Beziehungen des Ne ich Hafens . und der ganzen PceeveLküste mit dem Hinrerlaude hinwies.
In Enoiderung auf die Ansprach der kärntnenschn Deputation sagtc der Kaiser ernsch.teste w^ihlwollendste Erwägung der vorgcbrachten Wiprsch zu .Das Bedürsnis, die noch offene Nationalfrage des Staatsu^sens eft:er Lösung zarzuführen, sei in unseren Tagen noch dringender geworder: im Interesse des AufschvLMgs des Vaterlandes. Nach der ihm auferlegtep glänzend bestandenen Prüfting müßten die immer nneder^ch'ende;; Anlässe zu MlcrauiÄülZn: kräftcr^mzehnnchm lldeilnrügen beseitigt loerden. Darum gelte es, die Bcdiiupmgcu für das Zusammenleben der einzelnen Völker in: Staate zu kläre,: und zu verbessern. Die Aufgabe t-cr Iiogierlmg Üverde cs sein, ft: ümigem Zusaurnw,:- toirken mit berufenen Vertretmu d^u: :'.^>ölvcruug die nchrigen östundlagm: dafür zr: eruütreln Welch Aeudcrun'.wn auch imn'.er in den Einrill)tm:gäi: des Staatswchens Platz greisen ivürden, dir Festigkeit seines Gefüges dürfte keine Lorkeruna erfahren. Ebensowenig diLcstLN die hrstorijchn Rechte und Ucbcrlirseruugcn
der Länder beeinträchigt und die Besonderheit.her Verhältnis«; in jed.em einzeliLN Lande außer ach gelasse,: werden. „Ties," sagte der Kaiser, „ist mein fester Wille, und die Richschmr, die sich meine Regierung sur ihre Arl»cittm vor Augen hält. Bei allem Bestreben, einer gesunden imb völkerrechtlichen Entwicklung die Wege zu ebnen, wird sie doch immer auf der Seite derie:pgM stel-en, die das hülige Erbe einer glorreichen Vergangenl)e:t hoch halten und kommenden Geschellstern unversehrt bewai-rer: wollen. Sie wird daher auch nicht verabsärmten, den Agitationen ,die die Kraft und Geschlossenheit des Staatswe'ens zu gefährde?: drohen, mit allen ihr gefeiLich zustehcndei: Aiitteln Ortyxyesnzutvirkca:."
Der Kaiser fuhr fort: ,.M-m:chs in de?: Dedmglmgen für die nationale mid kulturelle Enttoicklung der einzelne?: Völker ist bei uns der Verbesserung 'bedüNtzg. Meine Negierung ist eifrig bestrebt, die richtigen Wege zu einer allseits befriedigenden Lösung dieser Grwndfragei: zu firide?:. Eine solche Lösung kann im ö st e r- reichischen Rahmen erfolgen, sie darf die historisch:: Eigentümlichkeiten der Länder, die Festigkeit ih-es Z u \ am n: c 'llstu ff es, die Freiheit unserer großen wittschastlichen Wege, die geistigen und materiellen Grundlagen für die Geschlosse?:heit der Kräfte und deS Gedeihens des Staatswesens aitch nillst im mmdesten beeinttächti- Hegen Sie darrim keine Vesorg?:is, daß eine gegen die nuver- brüchlich Festhaltung dieser obersten Richtlinien geführte Llgitation sich unbehiiürert ausbreite?:, geschoeige denn sich in der künftigen Gestaltung der Dinge zur tatsächichn Gelümg bringen könnle, und seien Sie überAeibgt, daß der so herzlich ausgesprochene Gedanke in nrir einen immerdar starken und nie versagmden Hort fft:dc?t wird."
Schließlich gab der Kaiser gegenüber der Deputation des dent- schon Frcmenb?rndes ,,Steier?nark" der zuversichlichn Hosftcung Ausdruck, daß wir in ?richt a^zuferner Zeit einen endgültigen^ gerechten, scgenbringe?chen :rnd dauerttden Frieden erlangen wer- oen. Dies sei das willTtigste Ziel seines Lebe?:s im Rahmen deH großen Valerlmü-cs. Es sei dem deutschen Volle in Oesterreich eine große u?:d wichige Aufgabe zugcdacht, würdig jener alle Er- wattungen übertresfc?iüen unvergleichlichen Leistungen, die es in den Zeiten des Krieges erbracht hat und auf die es mit Recht statt fern darf. „Ich zähle auch künftighin auf die trei:e und bewährt« Mitarbeft der Deutschen. Schon darin mögen Sie volle Beruhi- tzung siriden, daß die Rechte des deutschen Volkes und die Bedingilw« gen für die Wahruirg und Eittwicklung seines Volkstums, seine er- pwbte Gelturrg im Staate niemals eine Bceintrqchtigwrg werden."
Wien, 26. Mai. Der Kaiser und bk Kaiserin fwofe die Erzherzogin Marie Josefa find nach Budapest abgerrift. Im Gefolge des Kaisers beftiiden sich Miursterpräsident ScidLeo und der Cl-ef des Genernlshabes v. Arz.
Keichstagspräsident Dr. Kampf f.
Berlin , 25. Mai. (WTB.) S. Exzellenz der Präsidenk des Reichstags, Dr. Kaempf, ist heute nachmittag 5 Uhr sanft entschlafen.
Doktor honoris causa Johannes Kaempf ist 1842 in Neuruppin geboren. Frühzeitig war er im Banffach tätig und gehörte Zeit seines Lebens dem Ba?:kiersta?ck> an. Seine erste Be- deut?mg gervann er in der Gcsll)äftsf?:hrung des Hall eschen Bankvereins Kulisch, Kaempf L Eo. Später wurde er Vorsitzender der Ba?:k für $}anbei imb Industrie. Seine erfolgreiche Tätigkeit bewirkte, daß Kaempf bald von der Kaufmannsll>a't in Berlin b: das Aeltesten-Kpllegium gewählt wurde, dessen Präsident er dann bis zu seinem Hirrsll^eiden war. In dieser Eigenschaft wirrde er daim auch zun: Präsidenten des De?:ffllnm HaiMelstages gewählt. Als später die Gründung des Hansnlnlndes erfolgte, trat Kaempf in diesen Direktm'ium ein. Seine Tätigkeit miurhalb dieses kaußnän- nisll-cn Gebietes ist von starkem Einstuß und umfangreill)er Be- dl.nrtimg gewesen. Die ErMvicklu?^ des Berliner Kaufmannstandes iutb Bankiergervcrbos ist zu einem guten Test vor: Kaempf mitbestimmt worden.
Kaempf ?var auch als Kommunalpolitiker tätig und bekleidete 1896 bis 1899 die Stelle eines Stadtrat,'s von Berlin. 1901 nmrde er Stadtverordneter. J?n Jahre 1903 wurde Knenwf an der Stelle des sv^ialdam-okratischeu Abgeordneter: Tr. Arons als Vertreter der Fortschrittlicher: Volks Partei in den Reichstag gewählt. Ms Mnch-stagsabgeordneter ist Kaempf iricht sonderlich hertwrgetreten. Später bellftdetc er vorübergehend das Äntt cb^ Vizepräsidenten. Ms dann das Jahr 1912 die große Zu?kahme der Sozialdenwtraten erbrachte ?l?w sich die bekannten Käni rpe mrti den Präsidentenstuhl ent?viaeltrn, .siel imtec den bekanrrten Um» stäichen endlich die Wahl /,us Kaenips. Ms ReichstagspräsiderrL war er stets nrit Ruh: ?rnd Besonnenheit tätig und bat sich als geschickter Letter der Verharchlunger: enoieseu. Seiu Verlust wird auf aller: Seilen deS Hauses lebhaft empft:?:der: werden.
Der Nachfolger KämpfS.
Berlin, 27. Mai. Wie der „Lokalanzeiger" hott, kommt, da die Wahl eines Nachfolgers für Kämpf imznreiftlhaft einen Kandidaten aus den ReU-en der M ehrheitsparteien auf den Präsidenten stuhl bringen rvird, nicht so sehr der derzeitige Vorsttzends der Zeittrnmsfraklion im Reichstage, Gröirr, ft: Betracht, alS vielntehr desjlrn Fraktionskollege Fehre?:bach. Die Gttdrd^ dafür liegen led:gl:ch in dem Gesurwheitszustaude Grööers.
Eine ErNLrung der russischen Regierung Liber Finnland.
Moskau, 25. Mai. (P. T.-?l.) Die Sowjetregierun^l hat fvlge?ü>en Funkspruch nach Berlin ergehen lasten:
Heute, am 15. Mai, hat Graf Mirbach uns mitgeteilt, daß nach bei der deutschcrl Regierung eingegangenen Nachttchten am 11. Mai Battetten der Jestung Ino auf finnische Truvxn ge- senert hätten, und daß im Widerspruch mit dem Brester FttedenS- vettrag ein russischer Kreuzer bei der Festung liege. Möglich ist, daß Sprengungen in der Festung für Gcschützsalven genomme« worden such. Ter Kvmma?chant der Festung hat unter dem Dr?:ck eines Ultimatums der Weißen Y^a?ede, aus llebergabe der keinen anderen Ausweg gewußt als den Befehl, den Sll.ießbttnrcf zu sprengen. Der Kreuzer ,ft>Dleg" lag?:ur zu dem Zwecke vor der Festung, ihre Besatzung im Falle der llebergabe aufzuuehmen^


