'Sit HerfteS«ng «merikani-cher Frng--?ngc.
W a s h i ng to n, 21. Mai. (Reuter.) Wilson hat nach Veuehmigung der Overrnan Bill, die eine Neuregelung und BeÄvalrung der Arbeiten für den Krieg ermöglicht, eine besondere Organisation ür die H e r st e l l u n g von Flugzeugen ins Leben gerufen, die John D. Ryan unterstehen -wird. Dieser Produktionszweig ist jetzt dem Militär ganz «bgenommen worden.
Die dritte amerikanische „Frerheitsanleihe".
Washington, 10. Mai. (WTB.) Nach einer Meldung be£ Neuterschen Bureaus wurden ans die dritte Freiheitsanleihe insgesamt 4170 019 659Dollars gezeichnet.
* * *
Englischer Bericht aus Ostasrika
Englisch? amtliche Kreise erhielten folgende Ettl^elheiten über dir schwer fr KLmp f«, ivelche am 5. Mai an einem Punkt, 15 Meilen östlich von Manungu, flattfandeu, bei welche in Ort? die HanAmacff: der übrig gebliebenen deuLsck.Eu Streit- kräfte vereinigt ist: An dem genannten Tage überraschte eine kleine Abteilung der Kings African Rifles, welche die Vorhut her Trnr-pen dis Gecrernls ddorthep bildeten, ein großes deutsches Lager, drang in dasselbe ein, steckte Lütten an in© begegnet« Einem fijT'.riv’ ^Gegenangriff. llitfcre kleine Abteilung ging aus ihre Mefsrveu z-urüa und wurde in einen Kampf Mann gegen Mann, HtzShrend de- ganzen Tages verwickelt, wvrauf sie schließlich den Feind vollständig warf und ihn nach Norden zu unter schweren Verlusten vertrieb. In dem Kampfe wurde der .Feind von dein .Genera! Lettow-Vorbeck i«i eigener Person geführt. Tic Konzentrische Bewegung unserer Kolmrnen auf Mahungu hält an.
Die Mißerfolge d^ör Franzoseri am Kemmel.
Berlin, 21 .Mai. Bei dem mißlungenen An- tzriff am 20. Mai aus den Kemmel blieben zahlreiche Wrckrng'orre von verschiedener! frcn:zösischen Divisionen in jmfferer Hand. Uebereinftimrnend sagten diese aus, daß auch Englische Tffvrstonen in der dritten Linie bereitstarrden juicd am Angriff halben teilnehimen können. Allein zu ihrem Einsatz kam' es nicht. Seit dern 4. Mai verbluten sich die KvQNU.'feu, die in Flandern ihre besten Divisionen, darunter das berühmte eiserne Kochs einaes-eHt hatten, in neuen, immer vergeblichen Angriffen.
Berlin, 21. Mai. Nachdem bereits seit einigen Tagen die WestftMrt in stärkstem Feuer ansgeflanmnt war, und Großpatrouillen und,ErsmuMmgsabdeilimg«n der Entente die deutschen Linien nach scküvächen Stellen ab ge! astet batten, ^ löste cm 20. Atai in Flandern gewaltige Artillerievorbereitung einen in größt. Maßsljabe mrKüvgoen c n g l i s ch - fr a n z ö s i s ch e n An griff gegen bepi Semmel und die westlich und östlich anschließenden deutschen Stellungen aus. In 10 Kilometer Breite lief die frcr^osisch« Sturnr- kvelle, die eine erste und zweite Linie biiwete, an. Auf dem flackLn Grunde südlich des Tickeüusch-»S«es, den. das schwere Feuer ber IcfcKr.i Sßbdv freilich längst in ein Trichterfeld verwandelt hat, setzXnä di Franzosen besonders dichte Aiassen an in der Hoff- trung, von hier aus >)as Kemmkielmiassiv von Norden her zu um* fass©!. Aus wenigen Metern ^Entfenning schlug ihnerr ein rasendes Kfcüer entgegen. Wie mit einem Schlage stockte die Angriffs« Bewegung und alles flutete zurück. Was die eigen«: Gräben cr- reich!«, waren nur kümmerlich? Reste. Gegen den Kemmel selbst .kam der französische Angriff gar nicht erst zur Turchführuug. So verheerend schilug das deutsche Vernichtungsfeuer in die französische 'Hcfftscipaften, daß sie nicht zum Vorgehen zu bewogen feerAn her Straße Kcmmel-Tekleit brach der französische ?ln- tzriff vor den deutschen Hindernissen zusammen. Oestlich Loker Ackang (c: den Franzosen lediglich, Ein örtlich.engbegrenztes Echlützennost^ vvrznschioben, das jetzt unter dem zusammen erst ßteir deutschen Feuer liegt. Zwischen Loker tzocd Traiweter irar es den Franzosen unter rück- föchLÄoß'stem Menschen ebrsatz zuerst gelungen, vorzukommen, aber ihr Erfolg tmt nicht vvn langer Dauer. Die deutschen Kampftruppen selbst setzten sofort zum Gegenstoß an. In vvinlsendeni Sturm, an einer Stelle unter persönlicher Führung» deS Regimentskommandeurs, jagten die Deutschen die Franzosen Wieder zurück. Restlos verloren diese das im ersten Ansturm ge- jnvmmeue Gelände, das voll von ihren Toten lag.
Nur btr Ukraine. "H
ftieto 20. Mai. (WTB.) Der soziale Föderalist Dvrr-schenko
^rrde znrm Verweser des Ministeriums des Aeußeren ernannt. Pro- fä&c Sienkowski wurde zum Kultusminister, Geheinrrat Lerche, Fächer Vorsitzender der FinanzSommission der dritten Tiuna, an -StcÄä von Supöuns Min Direktor der Kreditkanzlei ernannt. Der tikvainische Regieuimgs8lnn.missar Kvmvrny in Odessa hat sein« Ent- kaffnng genommen.
Ein Gericht über den frühere« Zaren.
Petersburg, 20. Mcli. WM.) Das unter dem Mmnen „Nasche Slowv" wieder erscheinende Blatt „Rnßtojc Slstvo" nreldet aus MosÜlru: Eine bolschewistische 5cvmmis-
^ unter dem Vorsitz Krylenkos ist als Gerichtshof den früheren Zaren eingesetzt worden, gegen den Lknklage auf Verursachung des Staatsstreichs zur Aenderung bcr Duma-Wahlgesetze sowie ans ungesetzliche Verwendung öffentftck-er Gelder und aus andere Vergehen erhoben wor- txm ist. Eine Eskorte lettischer Schütz«: wurde nach ToÄvls? entsaft, unr den Exzaren nach Moskau ja: bring«:.
* "
Ein Protest der Entente bei Rumänien.
Jassy .20. Mai. (WTB.) Meldung der Agone« Ha'?as. Die ■ßfejfcsTbten der Ententemächte prot« stierten bei der ru- imänischon Regierung gegen den Artikel des Bukarest er Vertrages, der den internationalen Abmachunsen über die Tonair- lfchiffahrt, deren Sigimiarm ächte sie sind, zuwiderläust. da dies« Bvage nur im allgemeinen Frieden und nach einer Verständigung Imter allen beteiligte-/: Mächten geregelt werden könne. Tie Gesuchten machen alle Vorbehalte hinsichtlich der Folgen der vor- MrffigTN Resi^lung, die bis dahin angewendet werden soll. Verträge Rumänien- mit den Zentralmiichteu.
Wien, 19. Mai. (WM.) Heute wurden zwei Eisen- >bahn kv n v en t i e it cn zwischm O «st« rre ich und -R u m ä - strien beziehungsweise Ungern und Rumänien zum östcrreichsffch- l»rntzarrst1)-riimänischm Znsatzvectvaae vom 7. Mai veröffentlicht: 'liernor sein z'wisthen Oesterreich-Ungarn und Rumärrien obge- - -chklossmM Vertrag Weyen -Pachtung einer Werft in Thurn -Severin, nach ixfd&fm gegen einen jährlichen An- ErSennunjrszms 'von ItXX) Lei Rumänien vorläußg auf dreißig Ja ln die Werft verpechet. Endlich wird ein Übereinkommen Mischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland verüf- -entlich, nach ]yddym\ -Oesterreichüngarn oberhalb der Thurn- SSErrncr Schiffswerft innekhAv des von Oesterreich-Ungari: von Wmnäni 'n gepachteten Gel-iet^i rff. n- Deutschland ein gleich großer wie ihn der jetzige deutsche So-ndetwerft-Betrieb
rinmmntt, zur Errichtung einer neuen deutschen Werft grr re rie;i jährlick^-n -'necke.ncimgsqü^ von 100 Lei iiberlassen wird, -urß.ndem ver-./fficht«t sich die deutsch? Regierung. Oesher- Vnch-Ung-.- ^ eine Ae^wcvzenlige Myrtalbeteiliguirg cm der dent- ßcheu Schiff >',vecft in Giurgiu anzubieten.
L '7 E'uFrhruu^ von Krei-regieruttgen iu Böhmen.
SBi' 1 ! ). Mai. WTB.) Meldung des Wiener Korrespon« dev' i a 19 ?' mi-'^e c un Rffch'chesetzbtatt Miui.sd'nal-
^Veroriv' vertan 'ff roelchr di? Einführung um: Kreis- »«girr :: u UN Königreich B ö h IN e n zum Geasirstand haben. Nach oreserl Vervtdrvmget:, welche sich durchaus rn: Rahmien
des von :;?< Regierung wiederholj. •'jrtcetrre:: Prvgra.nmes bewegen, sollen in Böhmen zwölf Beamte airß^rhalb des Sitzes der Statthalterci bleibend bestellt voerden und nur per Vesorgnng vvrr Statlhaltereigeschäften namens dvs Stmtbalters betraut ioer- den. Außerdem bleibt dem Statthalter die königliche Haupt- stubt P ra g mit den anstUletzenden Gemeinden, eic politischer Bezirke Karvlineirthal, Zdönicxhiche LRinbevs«, Sniichvro mrd das tun ft i ge Gnoßprag mit ungesäch c:00000 ErrNvohnern unmittelbar unterstellt. Aus den verschiedensten zwingenden Grüiwerr ist die Aufstellung von Kreisregierrmgen nur schrittweise möglich. Hmtdelt «s sich lster doch :uu Gebiete, die an Umfang :md Bevölkerung den kleineren und mittleren österreichischen .Krvnläirdeim gleichkonrmen und sie zunc Teile sogar übertreffen. Tie in der Verordnung durchtzeführlx? Abgrenzrcug ist vdl erster Linie als cm« mnvatwngswchnisck^ Maßregel arrzrustchtzl, die d'.crch gteicl^ zeft'.ge tunlirck-ste Aussckialp.mg der nativnäl» Reibungsfläv!^:, ven rustgen Gmrg des Vernxiltung.s«pvavates Mjdcrn fvll.m. Eine Gefährdung der nationale: Minderheit ftnm aiL«eu Bestimmungen der VerovdTrungen Nicht abgeleitet wenden, da ber^Entschndung über allgernein« !Fragen des Natlvnalilätenwchtes, msbesmwere der Frage SprachMgebrarrchS, durch die Errichtung der Kneife nrcht vorgrgriffeu ist. — Tie durch die vorliegende?i Vervrdnu-irgen erngeleftete Kreiceinteilurrg jm Königreich Bö Innen stellt sich im wesentlichen als der erste Schritt box, der innerhalb der durch? die Ver^rdnungsgeivalt -der Regierung Schranken eine
Klärung und Gesicnd'.mg der Verhältnisse.'wrerst auf dem Gebiete ber politischen Vevn'altung curzuLahiren bestimnrt ist.
ttaiser Karl ln Uonftantinopel.
Kv n ft a n t i n op« l, 19. Mar. (stVDB.) In Gnvartung ver heut« nachmittag erfolyenb,"it Ankunft dos Kaisers Karl UND der Kaiserin Zita prangt die türkische Hmlptftavt b-ci schönsten: Fri'h-lingÄvetler in vn.chein Flag- genschrnurke in den öfterreich-,ischen, u^arischen und türkischen Farben, sowie m denen der anderen Verbündeten.
In Tscherkeßöj erfok-fte die erste Begrüßung des ztzarsarpaares durch den Mali iE Mriarwpel an der Spitze der Zivil- und Militärbehörden. Ms den: B-chnhof San Stefano wltrden der Kaiser und die Kaiserin von: Prinzen Zia.Eddin in Vertretung des Sicktairs w.ib von: Merveir türkischen Botschafter ^Hussein .Hilnri Pascha und dein aewe- segven Minister des Aenßern RifsE P-ffcha enchsmvgen? c,v^^^ustantin.o pel, 15. Mai. (WTD.) Mcldmrg der Ageuce M:Ui. Nachamttcms fuhr der ÄosMg mit Kaiser und König K a x l und der Kaiserin Zita unter den Klängen der österreichi- icheilHynrire in den mit den Fallen der verbündeten Länder! herrlw) prangenden Bahnhof von Sirjedschi ein. Tort hatten sich der Sultan irr der ur^arischeu Mar schall-Gala-Uniform mit dem gesamten Hofstaate und den kaiserlichen Prinzen, der Groß- weft«r,,der Khedivc von Aegypten, der Scheich-Ül-Jslamch drc Präswenten des Senats m:d der Kainmer mit Senatoren rmd Deputterteri, sämtliche, Mitglieder des Kabinetts, die Chefs der bcrüimbeten diplomatischen Missionen mit ihrem Persmral, die Hof- und Staats Würdenträger, die Generalität und das Offtzier- wrps zum Empisa:rg des Herrscherpaares eingesunden.
fWährend eine TruppeimbUulmrg die Ehreirbezeicgung leistete, ^rat der Srcktau an der: Salonu-agei: seines ho hm Gastes. Die Be- ftniwnlg der beiden Monairhen rrug den Charakter der größten Hei-zlrchkcnt. Dann wurde bit Fahrt in ben Yildis-Palast atu getreten.
Bei der Ankunft im Pildis-Pätast, aus dem die Kaiserstandarte aufgezogier: wurde, leisteten die kaiserlicher: Gcn'd«: die Ehren--- bezeummgen,, während die Miffikkapelle die BolkShvmne irrtoniertc. Hur empfingen die Würdenträger d<-s Hosfinatcs des Sultans in großer Uniform das erlaüchre Herrscherpaar. Vbachdem der Sultan, Hunan hohen Gästen hier seinen WillkommMgruß errtboten I-atte, Vervlblchul'ete er sich. Das .Herrs-cherpaar empstna .hierauf den: Thronfolger Zia Eddin, den Punzen Wdul Nedschg) Effendi, den Großrvesir, den Kl)«diven von Aegypten, den Schffch-ül-Jslam, di« Präsidenten des Senats uni? der Llammcr sowie die Mitglieder des Kabinetts.
Bald noxf), der Ankunft im Nildis-Palast stattete Kaiser Karl Den kaiserlichen Prinzen Besuche ab, tvä'hrend die Kaiserin Zita die Beiuche der kaiserlichen Prinzessinneic :md Gemahlinnen und Minister empfing. Um ß Uhr nachmittags fand im Botschafter- gebcru.de in Pera Enrpfairg der österreichisch?.: und mrgarischon Kolonie statt. Am Meno fani> im Dvura Bagtsche Palast ein Mahl im sngereir Kreise statt, bei dem der Sultan zwischen dem Kaiser xnib der Kaisern: saß. >
jKpustantinopel, 21. Mai. An Kaiser Karl gelangte heute ein Telegramm der in Palästina kämpfenden) den tschel: O s fi ziere und Truppen der Heeresgruppe Lim an v. Sanders, in dem deni Kaiser unter dem frischen Eindruck der sveben im Ostchrdanland errungene-r Erfolge begeisterter Willkomnwngruß >aui den: Boden des türkischen Bmldes- genossen kntbot«: wird. Ter Kffiiser ließ durch den Chef der Mi- litärLanzLci mit eirrem herzlickMn TairkbelegrMcm antworten.
Kon staut in o p« l, 21. Mai. Kaiser KaA richtete an den Sultan ein Hmldschceib«::, in dev' er seiner Freut« Ausdruck. Mbl, di« schöne ^ Residenz -des Sultans endlich ünmat auf suchen zu' könnten, uub gleichzeitig der Freude, damit die Beziehungen z.vischeu der osmamschen und seiner Arm^ eng er knüpfen zu können.
Aus dem Reiche.
Der Kaiser an den preußischen Landee'-Krrtgerverhgnd.
Berlin, 21. Mai. sW. B.) Ms ein .HuRigungstelegramm des streußisrfeu Landeskrregerv c rbandeS ist das nachstellende Telegramm des Kaisers ciivgeü'cufen:
Großes Ha:ftstguart.icr, 20. Mai.
^er treue Gruß des. deutschen. Kriegarbrrndes und des w«ffn scheu Kviegerverbandos l>at mir k»cwndere Fw:de gemach. Wir danken unser« Siege den kriegerischen und sittliche:: Tugenden des deutschen Hreercs, die sich stärkend uub stählend auch ht der Heimat bewährt haben. Mt voller Zuversicht dürfen w:r der weiteren Entwicklung entgegensehm. .Fr: den rrächsten Jahren harren unser ernste und große tHeimaGmrfgaben. Zu ihrer Lösung ^ brauche ich die zn,vorlässige Uutersiützung selosttoftr und pflichttreuer Mäunor, denen das Wohl des B-atorländcs Herzenssache ist. Ich weiß, daß ich dabei auf die alten Sordaten zählen darf, sie werden den Geist des preußischen uitd deutschen Howes, deir Geist meines in Gott ruhenden Großvaters auch in dff durch den Krieg veränderte Welt hinübertragen und den Eckstein bilden, auf dem tm'r di? Zislunft des VoierlandeS ausbauen. Gott segne unser herrliches, kam pstrpwbtes Volk!
Arbeitszieke der deutschen Loudwirtschaft nach dem Uriege.
HerauSgogeben von Edler von Vranu, Unterstaatss?kre- tär, Prof. Tr. Da de, Haruptgesch-iftsführer des deutsche:: Landwirtschaftsrotes, unter Mitwirkung einer ganzer! Reihe theoretischer und praktischer Land- und Volkswirte.
l.
Es ist ein« große Aufgabe, die sich dieses Buch gestellt hat, :mb nicht unberechtigt ist der öfters geäußerte Zweifel, ob es schon heute überstrupt rnüglich sei, die einzelr:en Arbeitsziele der deutschen Lar^wirtschaft jb klar und scharf zu präzisieren, daß sie als allgemein anerkannt der Oeffentlichtieit übergeben werden könnten. Alber tme dem auch sei, der Will", der deutschen Landwirtschaft Weg« zii -/eigen, auf denen ihr« Entwicklimg weiter vierlaufen tann und tailweffe auch weiter verhv:fen wird, fft anzu-.rkennen, und darun: nmß denn vorliegenden Werke eine gewisse Bedeittung für die Weitereirtspicklung unserer deutschen Larldwirtschast nach dem Krieg« ohne weiteres zu gesprochen toerderr.
Ter Grundton, der gbeichsan: das ^anzc Buch beherrscht, wird von Braun in der Sinl«itu«g mit den Wvrten wiedergegeben: JBerat auch zu hoffen ist, daß der in-eruattonale Verkehr mit der Zeit wieder freiere Form«,: aimimcmt, st wftL> Deutschland doch chcht die VeranftvorUu^ auf sqch nchmea dürste die EenähruiNg sechor
^oöllierung c-.uf dir hvft.mng z:: basieren, .dag oiese Be-ieh^geni kein« Störung eriahren rveroen." — 'Mit anderen Wor.en,
T- e u t s ch l a n d m u ß s i ch st c t s v i e Grundlagen seiner Bolksernährung d u i ch eigene E r z e ugu ri g sichern. Tie Wege, die z-u diesem Zweck von Bräun und den anderen wreu «mrsvhleu werden, sind sehr verschieden. V. Braun selber! geht als Venvnltungsmmrn zuallererst ans dem Wege der Verwaltung vor. Er sicht ganz rich.ig, daß die Hebung der landwirt» h schaftlichen Technik nur errrftt>bar ist, durch Vermehrung des i laildrvirtsck-oiiliä,.cn Un'.errichts,' und zwar für Mäckrwr und für Frauen. Tem landwirtschrftlichen Unterricht m der Foctb'ilduugs» sckaile mißt er keine Bedeutung bei, vielmehr verlangt 'er die Errichtung von Fachschulen :md Haushaltuncfrliex mit fachmännisch.! Lehrkräften. Auch oie Hebung des Ve.suct-sWesens, besonders als Borführungsversuch beim praktischen Landwirl, häift er für dringend notwendig und als eine Voraussetzung, für di« Hebung besonders des bäuerlichen Landwirtsck»aftsl>etrie-bes während mrd nach der Kriegszeit. — Es ist nicht uninteressant, dieses fachmännische Urteil hier feststellen zu können, da ja gerade auch m der Provinz Oberl-esstn durckx oie Tätigkeit des landwirtschasrlichen Vereins eine ausgedehnt« Versuchstätigkeit besdand, deren Wecl und Bedeutung in letzter Zeit wiederholt.angezweif-slt imirde.
Tics« hier von Braun ausgcsprichcnen Gedanken werden zwei- ^ fellos fast aNcnthalben ebenst vollkommen« Zustimmung finden, wie di« weiterer: lstnsickBich der Errichtung von g«r:ossensci)astli.ch«n. Absttzverbündcn, denen geiwsserischnftliche V er b ra u ä>cr ver blinde ge* gc-nübe: steiM sollen mrd dic ohne siusschälttmg des Handels «ft:«, möglichst direkten und billigen Verkehr von: Verbrauä>er zum Erzeuger ermöglichen sollen, wobei die Kontrolle aller gegen alle eine genxi't'e restlos« Erfassung erleichttnl.
Ob die tveiteren Vvrschläec p Brauns, die dahin gehen, ben. Kunstdünger für all« landwictschstklich benutzten Grundstücke als stiaatlchc Zuweisung zu verceileu und die Saatkörung ebenst wie die Biebk-nung staatlich zu regeln, allgemeinen Beifall fi:£«n und sch praktisch durchführen lassen, kann inutt noch nicht beurteilt w«i> den. Technisch würden diese Maßiwhmen aus ieden Fall leicht ans große Schn'«rigkcit«n stoßen. Es handelt sich nach v. Brauns eigene:: , Anssührungen hierbei aber auch weniger um d^finirivü Richtlinien, als um Vorschläge, die den .Fachgeiwsse:: zur Tis- kussion vorgelegt »verden. Allgemeinen Beifall dürft«:: die Nns- führm.ge,: Brauns hinftck^tlicl^ des Produktions Dranges und Tritt» sichtlich der Verstaatlichung des 0?rnnd und Bodens.finden. Lv -tritt diesen Gedanken mck den Msführungen Thomas «ntgege::, her m einer Envide una gegen Professor Lujo Br«ttano in Wü zbuvg schreibt: „Ter ungeheuere Opfermut des Bauermwlkes allacn liat tue Bepellung des Landes im Jahre 1017 trotz ungeahnten Schwierig« öertei! zuwege gebracht. — Das Privateigentum ist heilig', wenn «S st verwaltet und der Rettung des Vaterlandes dienstbar gemacht wird. Nur die tiefwurzelnde Liebe zum Boden mrd Vaterland Jumt solche Opfer bringen."
Bon Braun ist vielleicht kein' Landwirt, aber er ist ein treuer Freund unserer Landlvirtschaft irrtb unseres Bauernstandes, bu‘ von ihm ruhig Vorschläge für ihn Weiterentwicklung als wvhlgern-emte Ratschläge an nehmen darf. Sollte sich der eine oder andere Dor Mag als nicht praktisch «rioeisen, so imrd sichv bcr ecner eittsvrcck^nden sachlick)en ^luseiuandersetzimg ein gang, barer Mittelweg zu dem Gewünschten und praktisch Möglichen tvmnben werden. _ (Hoftür
Nrrs Stadt tin&'€an&s
Gießen, den 22. Mai 1918.
** An sze ichn u ng. Dorn Psörtm-er der Chirrlrgischen Um.vers-Klinik, .Karl Sei pp, murve vas Hessische Kriegs- ehre:pichen verliehen.
** Aßüs Dem Militär-Wochenblatt. Befördert: ^lni Generalmajor: Oberst Mnrschall von Bieberste in rn der 4. Jttg.-Insp. nnd Ing.-Offizier v. Pl. zu Ndainzt; z. Major: Lffanptmmrn von Bon in im Inf.-Leib-stiegt. Tcv. 117; zlum Harrptmiann: Oberlt. Madluna im Jn'f.- Re-gt. Nr. 116. '
** Mit eigener Lebensgefahr rettete die 17- Myri.ge Dvchter des Herbergsvaters Loh, Martha Loh. cji ^ornrijaig uMpnittag einen jungen Marr-c vom Tod- des Er- trcrrLens in der Lahn. Zwei junge Leute waren mit venc Boot gekerrtert, von denen ver eine nicht schnckmnn^n konnte. Der Kcrnoevad wollte der: Versinkender: über Wasser halteH dieser klcurunerte sich alder derartig ar: feinen Retter, daß zu versinken drohten, k>a sprang die beherzte Martha. Loh pi und hielt den des Schw'nnmens unkundigen jungen Mann so tauge über Wassser, bis Hilfe hetzbeikan:, um da Nettungs'lvc'rk zr: volleirven.
, ** P reis zu schlag für Schilf Scknlf vor der Blüte hak
«inen westntlcch größeren Futterivert, .als Schilf, das erst spätes gcerntet wird. Um die frühzeitige Werbung von Schilfheu Mczu rvgn:, hat der Staatssekretär des Zvriegöenrährtmgsamts den -tegsculsschrch für Ersatzfutter ermäckttigt, für gcün gesckmitteiu-s h^irockenes Schil! zu dem festgesetzten 5töchüvreise von 10 Mk für 100 .Kilogremm «inen Zusck/lag bis zu 2 Wi. für 100 Kilogramm Zu nwn, wenn das Schilf vor dem 1. Juli verladen ist. Hat die B.-rladung nach den: 1. Juli, aber vor dem 15. Jul: stattgcffmden, st dari' der Zuschlag gezahlt werden, wemr der Verkäufer nachweist, d-rtz das iSchikf vor dem 1. Jlcki verladebereit toar, di« Verladung pLwch ohne Verschulden des Verkäufers verspätet erfolgt ist.
* Der Goldregen blüht! Seine langen, leuctnenid gelben Blütenrispen hängen überall von den Sträuchwr hernieder mrd verleiten sowohl Kinder als Erivachfene, eineu Strnnß der goldenen Pracht abzupftücken. Gevade- bei dieser Pflanze aber s» man mW bestniders vorsichtig. Ihr«. Gifttakeit ist eir:e st starke, daß ec schm genügt, nach dem Pflücken oder Tragen mit ungereinigten Öcmbeu irgeno «tivas zn essen, um sich ernsthafte Vergiftung^ erfclkermuMM ^zuzuchen. Ebenso sind die Ausdünstungeu eines tz-ül-en Straußes :m geschlossenen^ Zimiw-r bereits gesundhetts- plstdlich. Vian sollte ihn also höchstens auf dem Balstn vd»n im, Zimmer bei geöffnetem Fenster, nienmlZ aber etwa im Schlaf- ' zrmmer aufstellen.
^ ' V c r 1 i tg t d i e N a u pe n n e st e r! Wer jetzt seine Aepfet- bäume betrachtet, findet oft, daß die Blätter vielfach zerfressen snck und me Blüten cm Aussehen bekommen haben, das mm:chn:al zu lernen großen Erwartungen berechtigt. Das Wgezieier, das in diesetn Jahre wieder massenhaft anstritt, ist an der Arbeit Um Einhalt zu gebieten, gehe man schleunigst an die Vertilgimg ix* Raupcnnester, bte sich bei näherem Nachsehen, besonders in den Aftgabelungen., bis in die Spitzen hinein befinden und die jedesmal hunderte von Raupen beherbergen. Man sammele die Raupen und verbrerme sre, wenn sich nicht dabei kommen läßt, bindet mau Pa- p:er an eme Bohnenstange und benutzt diese als Räupensackel.
' Dns Krcisblatt Nr. 57 enthält Verordnungen über: Obstversvrgnng, Versorgung mit Petroleum, Ver- offentlichung von Anzeigen, Getv-innur:g von Laubhest» Bonn cwoll nä hfad eu-Ver tei tnug, Mzenger-, (ffroßj>wudels- nvd Kleinhandelspreise, Milch' uird Speisestttversorgung, Versorgung des Fremdenverkehrs, Felddereimgnng Göbelnrod.
^ LnndkreiS 6Zieken.
^ ^ r s ro d,, 21.. Mai. Der Großherzog ließ unseren' ^urgermelstpr ^«u schling zn desse-.: .Goldner Hochzeit .fein Brld mtt vmenhänmgem Namenszug imö einem Glückmnnsch' schrerben, ebenso das Ober-Konsistorium ein Gesmrgbuch mit ent sprechenden. Glückwunsch durch Pfarrer V-'arg-itth überreichen. W ±\e Made ^bftlblittensttch?rs hat an den ^lpselbäumen groM
Sckülden verursacht, wie es seit langem nicht beobachtet wnM nwftorann sehen eie zns a in men ge s cknm m pften Blüten ans und faM setzt ad lTTüti’Tc im zeitigen Frlinia' r vielversprechende Apreleri^ rst durch den kleinen Rüsselkäfer für dieses Jahr vernichtet. I ^, Kreis Friedbcrg.
. ^ Mai. Beim Mleuchten der Wohnung nai
erner smadlwflen O^asleitungsstelle in: Hanse des Konrvd M erfolgte ^.ne schwere Exp Io sion, durch dc.rm: Gewalt da- HeLs tzrhedlrch beschädigt wruL).
i


