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Nr. 115 Meller Blatt

Gichener Anzeiger IGenerai-Anzeiger skr Tberhejsen)

LamsLsg. 18. Mai 1918

Der Sries Kaifer Karls und das englische Unterhaus.

Ha« g, 17. Mm. Reuter meldet aus London: Jin Unter­haus« stellt Runciman an Balsour die Frage, ob, als der Inhalt des Briefes vvn Kaiser Karl der französischen Regierung und durch diese dem Premierminister mitgeteilt woroen war, diese Mitteilung auch den mrderen Alliierten zugegangen sn. Bernahm die amerikanische Regierung etwas über den Vorfall? Hai der Premierminister seinerzeit diesen Vorfall dem' Mrmlterulm des Aeußern mitgeteilt? Warum sind die Verhandlungen nicht ge­glückt? W>:r cs aus rein territorialen Gründen, war es, wen §;xrnfmcf> nicht allein Elsaß-Lothringen verlangte, sondern auch das Gebiet von 1814 und sogar das von 1790? ,

Balsour antwortete: Runciman hat verschiedene prägen ül«r einen Gegenstand gestellt, welcher begreiflicherweise vrel Interesse erweckt l)at, und ^war nicht nur in England, sondern Dich außerhalb. Wir haben niemals Besprechungen dieser Art ern- qeleibet, aber auch rriemals solche Besprechungen verhindert, wenn ein anderes Volk sie wünschte. Wenn ein Vertreter eines feindlichen Landes ernstlich verlangt, uns Vorschläge machen, dann i:no Yoic bereit, sie anzrchöven. Es ist selbstverständlich, daß wir nickt unterhandeln, ohne unsere Bundesgenossen davon in Kenntnis zu setzen. Der Brief, welcher die allgemeine Mfmerksamkeit erregt hat, war ein Privatbrief, gen Kaiser Karl cnr einen Berwuu-ten geschrieben hatte und der durch diesen dein Präsidenten der Repu­blik und dem französischn Premierminister unter dem Siegel der strengsten Verschwiegenl.«eit initgeteilt rourde mit der Bestimmung, deii In halt ausschließlich dem britischen $rcm:crm l int)ter utib dem K öni g von England mitzuteilen, aber nicht dem Kabinett des Premierministers. Der Inhalt dieses Briefes amr unter diesen Bedingungen -dein sranzösischcr: Premierminister r.nt- geteilt rvordeii. Balsour nmr im Augenblick, als diese Unterhand­lungen stattsanden, in Anrerika und als er zurückkehrte, unterrichtete er snh '.rickst so gründlich, wie er es hätte tun können.

Runciman fragte weiter, ob Wilson unterrichtet sei.

Balsour antwortete: Die amerikanisch Regierung war m jcneni AugenAick nicht besser unterrichtet, als ich selbst. Iw habe kein« Gelieimnisse vor Wilson. Jck>er auf den Krreg und die Kriegsdiplvmatie bezügliche Gedanke liegt offen vor Wtl,on. (Ber-

Rvnciman batte gefragt, warum die Besprechungen nicht zu einem Resultat geführt hätten und ob das infolge der Lmiprüch Frankreichs ans Elsaß-Lothringen oder des Besuches Doum'r- gues beim Zaren, Anfang des Jahres 1917 der Fall gewesen fei. Balsour antwortete, es sei keine Rede davon, oaß dieses vergrößerte Elsaß-Lothringen ün Krieg s- ziel der Alliierten bilde. Toumergues Besuch und seine Besprcchmgen mit dem Zaren wärm erst viel später gekannt gcwor'en Sie bildeten keine internationale Richtschirur. ©le: ?tc= gierung aab niemals die geringste Ermutigung in dreier Rrcki- tung. Lürch glaube >er. daß dieser Prmkt feinen , ernsthaften Teil der ausländischen Politik irgerrdeiner französischen Regrernngs gebildet habe. ,

' Outbwaite sagte, es handle sich hier nickst um den Ver­trag, fondnm mn die Erklärungien in der Presse, daß Porncars den Brief des Kaisers Karl mit einer Anforderung auf eine, weitere Gcbieisau^bvertung beantivvrtel habe. Balsour antwortete - Ties« Besprechungen wurden nickst dirrch einen, neuen Anspruch unterbvli-ck-en. Viellaicht werden wir niemals 'wissen, aus welchen Motiven Ezernin, Kaiser Karl und der deutscheKaiser han­delten. Er, Balsvrrr. sei geneigt zu denken, daß dieses Vorgehen einen Teil der Frudensoffansive bilde, lvobei Deutschland nur einen dm vielen Friedens vor schlüge gemacht, welche nicht den Frieden anstreben, sondern nur die Mliiecken veruneinigen wollen. Wenn wir so zynisch mit den Völkern umgogangen wären, wie es die Zentralmächte ttrn, 'darin wäre sicherlich eine Art Gegenangriff erfolgt: der Gegenangriff Elcmennnus scheine ^ vollkomuren zweck­mäßig gewesen zu sein. Clcmencean erklärte auf die dent- lickstie Art die Triebfedern der Diplomatie der Zentralmächte. Bal'xrnr glaubt, daß kein Versuch der Zantralmächte jemals im Interesse des Friedens unternommen ivorden ist, sondern innner nur mit dem Zweck, di« Alliierten zu trennen. Es sei kern Beweis vorhandea, daß jetzt oder zu. irgendeiner Zeit die deutschen Re­gierungskreise die Möglichkeit ervwgnr hätten, einen Vorschlag zu machen, den England als einen Weg zum Frieden betrachten komrte, einen Frieden, der di? Freiheit der Welt sicherstelle.. Die Frage sei durch die französische Kcrmmerkomimission untersucht worden, und zwar ohne Zweifel mit einer genaueren Kenntnis oov Tatsachen, als er sie im Unterhause mitteilen konnte, Groß- britanien habe kerne Eintichttmg in der Art der.französischer Kammcckommission. Die Folgerung, yu welcher diese gekommen sei, war, daß der Brief des Kaisers keine vollkommen ^befriedi­gende Grundlage für einen ehrenvollen Frieden bilde. Solle er mgen, daß dieses llrwil durch andere dNotive als die unparteiische Crwegirng historischer Tatsachen erngegeben worden sei? Wenn die Mitglieder der Kommission ein Vorurteil gehabt hätten, so wäre dies sicherlich zugirnsten des Friedens gewesen, der ihnen Elsaß-Lothringen znrückgegeben hätte, da ein Wink gegeben worden war, daß Kaiser Karl einen Vorschlag gemacht habe, rvel- chcn er später Deutschland ausdrängen wollte. Dadurch wäre bet Krieg zu Ende gegangen und Frankreich hätte seinen An­spruch ans MaßiLothrürgen durchsetzen können. Wenn irgend- eine Möglichkeit bestanden hätte, daß der Vorschlag in der Tat den Samen für einen ehrenvollen Frieden enthalten hätte, wäre es dann nicht natürlich gewesen, wenn die französische Kammer­kommission ihr Bedauern darüber ausgesprochen hätte, daß die französische Regierung oder der Ministerpräsident die Gelegenheit nicht ergriffen hätten? Memand wünsche mehr als die britische Regierung, den Krieg zu einem ehrenvollen Ende zu bringen. Balsour schloß:Wann man uns die eine oder andere Methode zeigt, durch welche dicS geschehet kann, so wird diese natürlich »angenommen werden. Doch :vir kämpfen als eine Macht inmitten zo.blreicl-er Bnndosgenoffen gegen die Zentralmächte, welche, so­weit ich beurteilen kann, zu keiner Zeit und'jetzt rveniger als je die geringste Absicht hatten, unseren rechtmäßigen Wünschen ent­gegen zu kommerr, in denen das ganze Daus und das ganze Land vollkommen einig sind. Unsere Ziele:rnen nur erreicht tverden durch vollkommene ehrliche Einigkeit der Bundesgenossen unter sich."

Ass§ Staöt tmb kerrrD.

G ießen, den 18. Mai 1918.

Pfingsten.

Weihnacht-, Oster- Und Pfingstreit persinnbildlichen im Leder: der Natur Hoffirrrng, Verheißung und Erfüll;mg. Dankesfrohen Herzens feierten die Menschlem von jeher im Kreislauf des Jahres um die Wintersonnenwende die ?lüs- sicht aus das Wiedererwacheu der Erde, beim Anblick des ersten Grüns chre Auferstehung vom Winterschlafe, beim Einsmnmeln der ersten Feldstrüchbe die Airsgießung erneuter Fruchtbarkeit über ihre blühenden Fluren und Felder.

Von Jahr pi Jahr, Jahrhunderte zurück kann man beobachten, wie das PfmHstfest, das nach christlicher Aus- legnng die Feier der Ausgießung des heiligen Geistes ist, seine Bedeutung als Gernenrgut der christlichen Völker bei- behalten hat, ja tote in friihereu Zeiten die mit ihm ver­bundene-. Begriffe wesentlich dichter waren als wie in unserer heutigen, hastenden Zeit. Sah man in dem Osterfest die Zeit des Medererwache-ns der 9kttur, so verband sich mit der Pfir^stzmt die Eckvartung auf die Erstlings fruchte der Fekdarbett und Viehzucht. In üppiger Pracht ist alles auf- gererrnt, emporgeblüht, das ansgereiste, aber noch zart vnstige Grün leuchtet in der hellen Sonne fröhlich ans, Mawtmnen, Syrrngeic verseiwen ihre berauschenden Düfte, rn prachlvvüeu FärLun-gini pmngesu Rod und Weißdorn

gelber Raps und grüne Wintersaaten wiegen sich leicht im Winde. So gilt Psingsten, rvenn auch unbermißt, noch heute als das Be- Stativ ns [t, das es in früheren Zeiten lvar, utid das unsere Dichter besangen. Wie singt doch Uhland in einer Ballade:

Psingsten war, das Fest der Freude,

Das da feiern Wald und Heide."

Biele Bräuche waren mit dem Pfingstfest verbunden. Zum Teil sind sie allerdings verschwunden, da man ihren tieferen Sinn nicht mehr verstand, zürn Teil hat sie der Weltkrieg beseitigt. Hoffentlich aber nicht endgültig, denn damit ginge ein Stück BolksgeschichÄe verloren. Man deute an die Mai­bäume, die wie der Weihnachtsbartm den Wachs tu msge ist versinnbildlichen sollen, oder den Maikönig, die Pfingsr- brant, wobei die Beziehung zur Walpurgisnacht, in welcher die Hochzeit Wotans mit Freya gefeiert wurde, deutlich ertenirbar ist.

In verschiedenen Gogendw sind andere Bolkseigentiim- lichleiten gebräuchlich. Wer z. B. am Pfingsttage zuletzt aus den Federn steigt oder als letzter auf dein Dorsptatz erscheint, gilt alsPsingstlümmel", ähnlich wie der Langschläfer am Palnrsonntag mit d-em EhrermainenPalmesel" bedacht wird. In der Oberpsalz steckt man den Psingstlümmel in einen großen Sack Und führt ihn. auf einem Schubkarren von Haus zu tzians. Umzüge wurden veranstaltet, gemeinsame Schmause abgehalten n. a. in.

All das fällt ja nun rnr vierten Jahre des Krieges weg. Deshalb braucht das Pfingstfest 1918 aber nicht trübe zu sein, denn vertrauensvoll in jeder 5Msrcht können wir dem Kommenden entgegensehen.

LcbcnSmrtLelmarken.

Für die Zeit vom 20. 3J?ai bis 26. Mai 1918 haben nach­stehende Lebensmittelmarken Gültigkeit:

Brotmarken der 21. Woche, gültig vom 20.5.1918 - 26. 5. 1913

Butterinarken 21. . 20. 5. 1918 - 26.5.1918

Fleischmarken, 21. , 20.5.1918 26.6.1918

Kartofselmarken, 21. » 20.6.1918 26.5.1918

Scrsenmarken für den Monat Mai 1918.

Ein ttmtansch verfallener Märken findet nicht mehr statt; eirenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt.

Nenanmeldungen und Numeldung von Neugeborenen haben nntcr Vorlage der nötigen Ausweise, insbesondere der Lebensrnittel-Answeiskarte, auf dem Lcbensmittel- amt zu erfolgen.

Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen find in den zuständigen Bezirken anznmeldcn.

Geschäftsstunden des LcbenSmittelamteS von 912 Uhr vorm., 24 Uhr nachm.

Markenausgabe üir Urlauber:

Sonntags von12 Nhr vorrniLtags.

** Au s z 2 i ch n u n g. c n. Musketier Theo Simon, In­haber des Eisernen KrouFes, erhielt die Hessische Tapferkeits- medaille. Dem Großh. Hessischen Zugführer Earl Appel wurde das Eiserne Kren^ 2. Klasse verliehen. Dem Ober- HeiAer Fritz Schnabel S. M. S. Oldenburg wurde das Eiserne KreuH verliehen.

** Rotes Kreuz. Von Herrn Bahnmeister N a h l- meier wurde dem Roten Kreuz zur Unterhaltung für die Verwundeten in den Lazaretten ein wertvolles Grammola mit vielen Künftlerplatten gespendet.

** Marie Wi t t ich, die bekannte kgl. sächsische Kammersängerin, Ehrenmitglied der Hofoper in Dresden, b-sgeht in diesen Tagen ihren 50. Geburtstag. Die Künstlerin, die am 27. Mai 1868 in Gießen das Licht der Welt erblickte, sieht auf eine an Erfolgen und Ehrungen reiche Vergangenheit zurück. Nach erfolgter Ausbildung als drama­tische Sängerin b ei Frau -O. Übrig ick Würz bürg ging Marie Wittich nach Düss-eldorf und kam über Basel, Schverrn schließüiiyi nach Dresden, wo sie alsbald ein gefeiertes Mitglied der kgl. Hofoper wurde.

** Oberhessischer Knnstverein. Die Gemälde- Aus steUnng im TurnihuLls am Brand und die ,reue Gießener Knilstsammlmrg im diciwn Schloß, Eingang Senckerrber- straße, sind an den beiden Feiertagan von 11 bis 1 Uhr geöffrvet.

** A n l a g e n m n s i k findet am 2. Feiertag, vorm. 12 Uhr, in der Süd^Anlage mit folgender Spielfolge statt: Erzh-erz-og-Albvecht-Marfch, Vvn K. Komzak; Ouvertüre zur OperDas Goldene Kreuz", von I. Brüll; Hüons Zanber- houn, Gr. Fantasie a. d. Op.Oberon" ,von El M. v. Weber; Spanische Tanze Nr. 2 und 5, von M. Moskvwski; Im Zeichen des Mars, Gr. Patr. Potpourri, von P. Herold.

** Tie Stücke der siebenten Kriegsanleihe der bei der Bezirksspackafse gezeichieten Beträge können dort in Enip. fang genommen iv-erden. (Siehe Bekanntmachmg.)

** Bezirks - Kauinchieni - Geflügel i und Zie­gen-Au s ste llu n g. 2lns die Anzeige in herttiger Nnnrmer sei besonders verwiesen.

** Die ausfallenden Züge. Der neue Sommcrfahr- plan, der für lmgexe Zeit gel^nr soll, enthält verschiedene Züge, die vorläufig nicht verkehre::. Wir stellen die wichtigsten der aus­fallenden v- und Eilzüge zusammen: von Berlin, Friedrichstraße 8.18, 10.47, 11.04 vm. und 2.37 rrm. nach Cöln, 7.00 mN. nach Eobleuz: vom Potsdamer Bahnhof 8.47 um', nach Cöln, 9.07 inn. nach Aachen; vom M^cütcr Bahnhof geht 4^4 nur bis Dalle; von Cöln 9.13 und 11.55 vn:. sowie 1.11 und 10.13 um. nach Berlin, 10.18 vm. nach Oberhmcken, 12.00 m. nach Han:w, 6.21 nm. nach Herbestl-al, 7.10 rrm. nach Barmen, 9.11 vist. und 11.20 mn. nach 5>amburg; von Frankftcrt a. M. 10.18 bis Halle; von Hamburg 2.33 mrd 10.48 nach Cöln; von Düsseldorf 9.38 vm. und 9.20 nm. nach Aachen; Vvn Leivzög 8.30 nm. nach Dresden, 6.20 vm. nach Wittenberge, 11.35 mn. TvcrÄ Frankfurt, 9.47 vin. :rach Magdeburg; vm: Dresden 8.10 vm. rmch Leipzig; von .Hagen 10.41 vm. nach Cöln: von Wachen 7.37 mn. und 4.55 mn. nach Düsseldorf; von Magdeburgs 7.16 vm. nach LeipAig; von Posen 7.01 vm. nach Breslau: Vvn Breslau 7.14 vm. nach Posen. Die Züge Vvn Berlin 7.03 vm. nach Frankfurt a. M und Vvn dort 7.22 vm. nach Berlin gehen erst im Juni.

Kreis Lautcrbach.

rr. Schlitz, 17. Mai. Lehrer Karl Hahn vvn der hiesigen Höhere: Bürgerschule, der als Leutnant d. Res. im Felde steht, erlstelt das Eiserne Kranz 1. Klasse. Im nahen Frau Rv m- bach brachen Diebe zur ^tackstzeft in die dorttge Mühle ein und räuutten die Räirch-rkamwer völlig ans.

Stark?ichurg und Rheinhesstn.

1 Darmftadt, 17. Mai. Die Stadtverordneten­versammlung genehmigte den Voranschlag für 1918. Mus geben weisen eine Steigerung vvn i% Milt. Mark auf (11^00 000 gegen 9 850000 Mark). Die Tauerungsbeihilfen snid mit 8M 000 Mark eingafüellt. Das im Vorjahr aufganommenc Anlehen vm: 5 Mill. Mark belastet de:: Vorans>ck)llag mit 210 000 Mark. Tie Mschreibunaen Inurden mit 115 000 Mack höher einge­setzt. Tie erl-ölitvn Kvlüenpreife bringen beim GaÄvack eb:cn EinnalMeanssall :wn 808 000 Mack (229 000 Msen 532 000 Mark^, beim Wassertvcrk ctmn: solchen Von 73 000 Mnck, wälnend die BeheiMng der städb-fchen Bureaus, Schul-en usw. ein«: ^t«hr° auftvand von 110000 Mack erfordert. Ae Emr:ahn:M aus dem Wald meffcn einM'chr von 'l bH SOO Mxrrk auf, von denen 100000

Mack zur Bildung eines bes. Wirtfchaftsswckes verwendet werdcrt sollen. Tie ungedeckte Summe von 1 115 000 Mack soll durch dis lNehvablieserung des Gaswecks 46 OOO Mack und durch Entnahme aus dem Ausgleichwnds iu der Höhe vvn 704000 Adack, der aus Vermögenstiteln bestritten werden.

Hessen-Nassau.

** Frankfurt a. M., 18. Mai. (Zvologifcher ten.) Mancherlei Ner:es bietet der Zoologische Garten für die Pfingsttage. Das besondere Interesse der Besucher erregen dis verschiedenen Jungtiere. Das wertvollste Zuc^refultat dieses Früh- lahrs ist ein munteres Wisentkälbchen. Die im August 1914 im Garten gezüchtete, eingerittene Lama-Stute hat :hrem Erstling, einem reizenden dunkelbramren Fohlen, das Leben! gegeben. Am Hange des Schafberges tummeln sich unter den dies-« lähsigen Lämmchen zwei interessante Daidschnukten-Dtouflow» Bajtarde. Auf der Wasserfläche erblicken wir junge Enten der- schrcdener Arten. Auch von den seltenen Magelhansgänsen ist Nachz::cht zu verzeichnen. Vom Zoologischen Garten^ Köln wurde :m Tausch göge:: hier gezüchtete Tiere ein reinweißer Lama-- h e n g st und, als Gefährtin für unsere:: Muntjak, ein Weibchen dieser Ack erworben. Mannigfache Bereicherungen erfuhr daS Aquarium besonders durch eine von Herrn Oberarzt Dr. Brainv' Marburg geschenkte, bei Trojan, 17 Kilometer östlich von Prilep gefangene Kollettion prachtvoller Balkanreptilien, darurtter- eine Eidechsennatter, .eine Dahlsche Natter und eine Sandotter^ von hier noch nicht gesehener Größe. Auch das JnscktenhauA werft gegenwärtig eine reiche Besetzung auf.

Msshttche NachrichreN.

Gottesdienst am Sonntag den 19. Mai (1. Pfingstfeieckag).

Lvaiigeilsche Gemeinde.

In der Stadtkirche. 8: Pfr.-Asss. Lizj. Reuning; 9^: Pfr. Mahr; 11: Mndeck. f. Matth.- u. Mark.-Gem. gemeins Pfr Mahr. In -der Jo Hannes kir che. 8: Pfr Ausseld: 91 / 2 : Pfr. Bech- tolsheimer. Beichte u. hl. Abendm. f. Luk- u. Joh.-Geml. IIH 4 : Kinderk. f. d. Luk.-Gem. Psi. Vechwtsheimer.' K i r ch he r g. Vorm. 10: Hl. Abendm. f. Sitausenberg. Kirchberg und Lollar. Nachm. IV 2 .

Üatholffche Gemeinde.

6 V 2 : Gel. z. hl. Beicht: 7: Hl. Messe, gemeinschaftl. Kommt d Jüngl.; 8 : Mst. d. hl. Kvmm.; 9: Hochamt nt. VrÄ> : 11: Hl" Mefie m. Pved., Mlit.-Gottes^: 2: Feierl. Vesper m. Segen- nachm. 5 u. abds. 8 : Beichtgelegenh.

Gottesdienst am Montag den 20. Mai (2. Psirrgstseiertag).

Evcur a ci \] :?'>emsinde.

^ . der Stadtkirche. 8 : Pfr. Mahr; Oi/srPsr. Schwabe. Berchte n. hl. Lkbendm. f. Matth- u. Mack-Gein. Diittwoch 22 Mai, abds. 8 : Kckegsbetsttnude. Pst. Schvabe. In der Jo-> b a n n e s k: r ch e. 8: Siehe Stadt tirche; 9y 2 : Pfr. Ausfeld; 11? ZnrH-erk. f. d. Joh.-Gem. Pfr. Ausfeld. Kirchberg. Vorm. 10. Kalhoiische Gemeinde.

6 V 2 : Gel. z. hl. Beicht (Gelogenh Wn. zu beichten); 7: Hl. Messe; 8 : Austeil. d. hl. Komn:.; 9: .Hochmut m. Poes.: 11: Hl Meste m. Pred.: 2: Md. m. Segen. Dienstag u. F-reitag. abds 8 : Mamndacht. Samstag 25, Mai, nachm. 5 u. abds. 8 : Gel. z'hL. Beicht. DiasporwGottesbienst am 20. Aiai: Grünbera 9 p,, Hungen 9hz, Lich 8 .

Ve^snifehtes.

^ ^ Zivilisaior. Neuerdings ist Enri«

IEso, falls du Nachrrcht aus Neupock nicht wieder einmal lügen, das Geld der Barbaren angenomTnen und er rvird es m:ch spät« wichen Charatter bezeugt. Die ganze, vom Vinearen zum Kolorist^ gange dreses Zeitraumes zu erblicken. Nicht wahrsä-eüllich ist. daß

18 ^^^kanstalt. Wasserwärme der Lahn am

Letzte Küchrlchten.

Dcr? dei' L-eereslekLung.

. 0 , MTB.) Großes Hauptquartier, 18. 9Raü (Amtlich.)

Westlicher Krieasschauplatz.

An den Kampfftouten nahm dr? taasuber schwache Ar- Mlerretatigkeit vor Enwruch der Dunkelheit erheblich zu. Starkes Störungssi:uer h?elt die Nacksi hindurch au. Rege ErkmÄungstatrgkcit M^rte namentlich in der Gegend vvn Lassimry zu heftigen Nahkämpkn. Mehrfach^ wurden G^ sirngeue emgeöracht.

*

Gestern wurden 16 feindliche Flugzeug und 1 Fessel, ballon ab ge schossen.

Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.

^ . *

Der deutsche Vertrag mit der Schweiz.

^ Bern, 17. Mai. Dar vorlünsige Absthjlnß dar Verhandkungetz TeutichEws) der Schiivoiz bastelst trotz der'Dazwisck-cnkunst der sranzo,:,chm Botschaft zu Iiecht. Die Einigung ist so lockt sock- gefckstitten, daß man aus die.llnderzeichnmV Mitte näckstt^r Woche pck^ven kann. Die erfrei:lia> Eurigung mit Derttschland besteh« >ur. die Schweiz sock und tckrd ivohl mit geringen Aenderunastz rattftzreck werden könne::.

Madrid, 17^ 9Nar. Die Agviree Havas meldet: Die Senator Roche gegen die Ausschließung des deutschen Handels.

Berlin, 17 Mai. (W-TB. Nichtamtlich ) Nach einer Meli düng der T:mvs" aus Ottwva vom 9. 9Nai führte der ümadischv Semttor Roche zur Begründung sei:res Wideckpcuchs qnitn bS Gilckmrtwurf zur Ausschli^ßimg des deutschen .Ha:rdels mich dem FruBen aus, weim der .Krieg vorüber sei, werde DeutsMan^ Kanadas bester Ha:rdelsL::nde werden. Das Erck>e des Krieges iverds der: Ausbruch eines sürckstei'lichen Haiwelsbanpfes sehe:: Dann würden d:e Vermnigten Staate:: die Finanz- und 5>andelswelL bensche::. Sie hätten Eisen, Kohle :rnd Jrüxnstrie z:rr Fabrikats« pon Waren: s:e hatten auch Schiffe zur Uebei-fühnmg dieser 'Waren :n alle.Weltteile. <ne würden ein großer Mittelrmnkt der intern nationalen Finanz werden. Unter diesen Un:stün>«: würden sie kerne kanad>1ck)en Waren branck-en. Auch England macl-e Kcmadtt kei:re Aussicht mehr auf Borzugsoehandlung, de:m es werde nach dem Kckege rnm:er mehr gezrom:gm: sein, ausschließlich mit bai Verem:gten ^ducken Handel m treiben. Deutsch'mrd sei eines der Länder, mit denen Kanada :inbedingt werde Hackel treibst müsse::. *

Französische Ehrung firr Mercier. demie für moralische mrd Vol5Zw:sse::schaft und ^lickk hat bai Kack>mal Me r c rer und Mauriee Wulf vvn der Lüwener VbiU versttat M Ehrenmitgliedern err«mnt.

rrnd TVisscnschcrft.

, sisi Ul sta d t, 18. Mai. Heute morgen lourde (in OK-.pmwmL des Osioßherzogs und eri^s geladenen /ckcises die Llusickellmv^ ,,Teilttche Mmst" eröfftrck. Bon ei:mr lvs'onderen Feier wuck» :n Anbittrackst des Krieges ?ll»ftiand g-envmruck: Die Ausstellung ist <w§ ganz Deittschlard gut schickt und lockst sehr lla:rgM>Ne Namen: ailf. ?luck. du Misch Kumt ist gut vertreten. Tic dlusstclllme en:cu vockreffllckxn lleberblick übcw die Kmrstckcbttmge:: der b>wn* wart g:bt, wrrdbrszum 18. Oktober dieses JahveS geüilnet bleib«^