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Nr. M Zweiter Blatt

Englmrds Aussichten zur See

Daily Telegraph" vom 21. März faßt fein Urteil über das erste Jahr des uneingeschränkten U-Bootkrieges in die Worte zu- sainmen: ^.Wir erleben die Folgen einer einzigen falschen Rech­nung. llniere Lage zur See ist nicht mehr das. was sie vor einem Jahre war', etwa 31/2 Mill. Tonnen unserer Schiffe find dahin, gleichbedeutend mit 40 % der für die "bürgerlichen Bedürf­nisse der Bevölkerung verfügbaren Räumte."

Obwohl wir wissen, daß die gesamten englischen Handel?- ichisfSverluste im Jahre 1917 erheblich größer gewesen sind, oaß sie nicht nur 3y a , sondern mindestens 5Vs Millionen Tonnen betragen, wollen wir die offensichtlich von der britischen Admi­ralität beeinflußten Angaben desDaily Telegraph" einmal als Ausgangspunkt benutzen für eine Betrachtung der voraus­sichtlichen Weiterentwickelung des englischen »andelsschisfsraums im Jahre 1918.

Nehmen wir an, wir versenken im Monat durchschnittlich 600 000 Tonnen, also im Jahre 1918 rund 7 Millionen Tonnen. Diese Annahme ist weder optimistisch noch pessimistisch, sondern entspricht nur der Wirklichkeit. Durch Seeschaden und natür- liche Abnutzung gehen außerdem von der gesamten, der Entente dienstbaren Handelsflotte rund 750 000 Tonnen jährlich zu Grunde. Der konservative Abgeordnete Bcllairs schätzte Anfang März im Untcrhause allein die englischen Seeunfüttc auf 500 000 Tonnen. Die Neubauten Englands und der Vereinigten Staaten, die rund 1,1 Mill. bzw. 0,9 Mill. Tonnen betrugen, wird der größte englische Optimist nicht höher schätzen als 2 Mill. bzw 1,8 Mill. Tonnen, zusammen also aus rund 8,8 Mill. Tonnen. Japan baut in der Hauptsache für seinen eigenen Bedarf. Den Neutralen fehlt es an Stahl und Kohlen, die ihnen England oder die Vereinigten Staaten nur auf Kosten ihrer eigenen Leistungsfähigkeit liefern können. Was Frankreich und Italien sowie die noch Kleineren unserer Gegner vom Stapel laufen lasse» können, verdient kaum Erwähnung. ES stehen also*Ende 1M8 rund 3,8 Mill. Neubauten 7,75 MÜl. Versenkungen gegen­über. d. h. auf jede neuerchaute Tonne kommen mindestens 2 nerseukte Tonnen. Dies sind die Aussichten, die Bedingungen, unter denen England den Kainpf zur See sortsetzt. Wenn Eng­land heute schon ernste Schwierigkeiten hat, seine Kriegswirt­schaft durchzuhalben, und wenn die Vereinigten Staaten heute noch nicht -enügend Schiffsraum vcsiyen, um ihre militärischen Versprechungen zu erfüllen,. so wird der Entente Ende dieses JahreS für kriegerische Zweite noch weniger Frachtraum zur Verfügung stehen als jetzt und der für bürgerliche Zwecke be­nutzte englische SchifPraum wird sich bis dahin auch nach englischem Urteil nicht nur um 40 0/0 vermindert haben, sondern schätzungsweise am 75 %, trenn nicht noch mehr. Die Folgen Hit die feindliche Kriegsführung liegen dann auf der Hand.

Die ChicagoerDaily Tribüne" schätzte Englands Aus­sichten noch niedriger, indem sie in ihrer Nummer vom 15. März schreibt, daß die U-Boote jetzt mehr als 3 Tonnen auf jede neugetzaute Tonne versenken. Sie folgert hieraus sehr ver­nünftigAlle unsere ehrgeizigen Landkriegspläne werden aus nichts hlnauslau.se«, wenn diese Lage nicht besser und bald besser wird Die INoral unserer Bundesgenossen kann durch derartige Umstänüe nicht unberührt bleiben. Ihre Nahrungsmittelzufuhr ist schon jetzt gefährlich niedrig."

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhchen)

Freitag. \l. Mai ;y(8

Sitzung der Stadtverordnete«.

. , -mr. Gießen, 17. Mai 1*918.

(müpefero) )mb die Beigeordneten Enunelius und Kreuz im wtm-e die Stadtverordneten Ebel, Faber, Heichelheim, Jaun, >krmnm, Leib, Löber, Orbig, Petri, Plank, Simon. Sommer, Urstadt. Vetters, Wimmeuauer und Winu.

Zu Urkundspersoueu werden die Stadtverordneten Löber und Wimmeuauer gewählt.

Vor Eintritt in die Tagesordnung weist Oberbürgermeister Keller auf die Bedeutung der Lnvendvrfs--Speude hin, die bosstrttftch auch in Gießen einen -vollen Erfolg habe.

Punkt 18 der Tagesordnung finden sodann rasche Erledi­gung. Die Rechnung der P lock scheu Stiftung Kr 1916

folgendes: Annahmen:

5773/78 Mk., Ausgaben: 4759,93 Mk.. barer Vorrat: 964,35 Mk

Ebenso findet die Re ch n u n g de r A r m e n ka s s e für 1916 dre Zustimmung der Versammlung. Die Rechnung gibt an- Umrahm, m: 154 456,53 Mk.. Ausgaben: 146 956,53 Mk., Aus itande: 7o00 Mk.

Der Rechnungsabschluß der Stadtkasse für 1914 nicht bekanntgegeben, da zuerst eine Vorprüfung durch den Finanzausschuß unter Vorsitz des Stadtv. 5) e i ch e l herm stattfinden soll.

Tie Genehmigung zum Betriebe von Wirtschaften wird erteilt E Karl Somm er Kr eine Kaffeewirtschaft im .Hause Msmarck- otw ^khelm ß für eine Schankwirtschaft im Hause Kaiser-Allee 17 und Hedwig Junge für eine Schankwirtschaft rm Hause seftersweg 78.

^ Zu Punkt 7 der Tagesortnrung (Fahrpreis der Straßenbahn) erllärt der Oberbürgermeister, daß durch die nene ^ahrkartensdeuer, die bei der Straßenbahn sich bekanntlich mft 6 Prozent belaufe, auch für Gießen die Frage der Fahrpreis­erhöhung brennend geworden sei. Tie Betriebsdeputation habe die Angelegenheit genau geprüft und sei zu dem Schlüsse gekommen daß bei der Rentabilität der Straßenbahn, die zurzeit ohne 'tadtnchen Zuschuß arbeite, eine Erhöhung des Fahr- prerses nicht erforderlich sei. Jedoch solle die Vergünstigung der Fahrmarken (14 Stück für 1 Mk.) wegfallen und ur Zukunft nur noch 11 Stück Kr 1 Mk. ausgegeben werden

Stadtv. Urstadt ftagt an, warum in letzter Zeit Nur noch Papierbeutelchen mit 7 Marken zu 50 Pf. aus gegeben würden

Oberbürgerm erster Keller betont, daß biefc Maßregel sich als erforderlich gezeigt lyabe, da es der Stadt an Marken zur Ver tnlung an bevorrechtete Personen (Schwestern! fehlte.

Stadtt'. Ebel ist dafür, daß den bevorrechteten Personen leine Marken, sondern Ausweise zur freien Benutzung ausgestellt tverden

Stadtv. Vetters hält die Herabsetzung der Markenmenge von 14 auf 11 Kr 1 Mk. für wenig angebracht, da gerade durch dre Einführung der billigen Marken der Verkehr sich wesentlich gehoben habe.

Oberbürgermeister Keller weist darauf hin, daß unter den fetzigen Umständen die weitere Beibehaltung der Verbilligung schlechterdings unmöglich sei.

Die Stadtv. Sommer und Löber treten dafür ein, daß wenigstens 12 Marken für 1 Mark verkauft würden.

Stadtv. Krumm hält vom kaufmännischen Standpunkte aus, der hier beobachtet werden müsse, die Festsetzung der Markenmenge von 11 für 1 Mark für richtig, zumal Gießen noch die ein­zige Mittelstadt sei, die den 10-Pf. -Tarif beibe­halt e u lyabe.

In der folgenden Abstimmung wird der Antrag der Be- trie^bsdeputation angenommen. Eine Erhöhung beÄ Fahrpreises ftndet demnach nicht statt, jedoch werden in der Folge mrr noch 11 F ahrmarken zu 1 Mark aus- gegeben.

Ter V 0 r an sch lag der Plockschen Stiftung für 19 18 (Punkt 8), der in Eimrahmen und Ausgaben mit 6619 Mk abschließt, findet Annahme: ebenso toiid Kr die am 18, 19. und 20. Mai in Gießen stattfindende Bezirksausstellung der Eisenbachn-.Aeintterzuchtvereine Kr Gießen und Umgegend eiw Ehrenpreis von 25 Mk. bewilligt.

Zum Schluß der öffentlichen Sitzung gelangt der Voran­schlag der Stadtkasse imd der städtischen Nebenkassen für das Rechnungsjahr 19 18 zur Vorlage.

Oberbürgermeister Keller verliest die einzelnen Titel in Einnahmen und Ausgaben. Nach Aussprache findet durch Ab­stimmung der Voranschlag einstimmige Annahme Wir verwerfen rm übrigen auf den Auszug aus dem Voranschlag rn Nr. 111 des Greßeuer Anzeigers vom 14. Mai 1918)

Wichttge Ausführungen werden gelegentlich folgender Titel gemacht:

Titel 4 (Wölbungen).

kÄtadtv. Vetters schneidet abermals, wie in der letzten

pwmt titi Zwge des teuren Hjalzes otv das die Swidt Im Ae-

lvrcht nach aus den Waldungen verkauft. Das Hotz sei zu teuer mrd nrüsse bei der großen Summe, die man aus den Waldungen! gewinne, billiger und zwar so preiswert wie möglich abgegeben werden. Es sei aber scheinbar hier wie im Handel, wo auch un­gerechtfertigte Preissteigerungen Platz gegriffen hätten.

lOberbürgernreisder Keller betont wie früher, daß die An gelegenheit nachgeprüft worden sei. Es stelle sich immer wieder heraus, daß das Holz wesentlich billiger wie in anderen Städten sei.

Stadtv. Urstadt stimmt dem Stadtv. Vetters bei und erllärt, daß z. B. der Staat das Holz billiger liefere.

Oberbürgermeister Keller weist den Redner darauf hin, daß der Staat nur an seine Beamten liefere, während es sich hier um städtisches Holz handele. Er bittet ferner, die Angelegenheit nicht wreder zum Gegenstand einer Tebatte zu machen, da doch erst aus­führlich tat der letzten Sitzung darüber beraten tvorden sei.

Stadtv. Vetters wahrt seinen Standpunkt.

Tie Stadtv. Löber und Planck erklären ebenfalls, daß rem Anlaß voitiege, über die hiesigen Holzpreise zu klagen.

Stadtv. Ebel ist für den Holzverkauf nach Metern und nicht ln«ck Gewicht wegen der im ftisck-en Holze enthaltenen Feuchtigkeit.

Stadtv. Krumm Haft den Verkauf nach Metern wegen des Schneidens nicht flft möglich. Im übrigen wendet er sich gegen die Ausführungen des Stadtv. Vetters über die Preistreibereien im Handel und legt Vertvahrung ein.

Titel 13 (FrieDHöfe).

Stadtv. Ebel tritt für die Erhaltung der alten Friedhofs­denkmäler auf dem aften Friedhof ein, die, von tuftur- nnfr stadt­geschichtlichem Wert, immer mehr zerfallen. Tie Entfernung und Unterbringung derselben an geschlitzter Stelle, etwa in einer Halle, sei dringerch erforderlich.

^.^^öiirgermeister Keller stimmt den Ausführungen zu und will die Angelegenheit der Friedhosskommission unterbreiten.

Titel 14 (Volks- und Fortbildungsschule).

Stadtv. Urstadt ftagt an, warum nur Kr den .Knabenhort und nvchit auch Kr 'ben Mädchen Hort 1000 Mk. mehr als im vorigen Jahr vorgesehen seien.

(Oberbürgermeister Keller erwidert, daß das nicht erforder- luh scheine. Die größere Veranschlagung Kr den Knabenhott sei wegen des Anwachsens und der notwendigen Teilung des Hortes erfolgt.

Titel 28 (Bäche und Badeanstalten).

Stadtv. Vetters bittet Nachsorfchrmgen nach den Ergeb­nissen der Lahnfischerei an stellen zu wollen, da tm-an von den Fischen nichts zu sehen bekomme.

Titel 46 a (Arftgsteuerungszulagen).

Stadtv. Urstadt hält die vorgesehene Summe von 180000 Mark Kr unzureichend.

Oberbürgermeister Keller: Es ist möglich, daß die Summe ausrercht. Wenn nicht, wird eine Ergänzung beantragt. Die staat­lichen Zulagen dienten bisher als Vorbild. sttun hat der Staat eine Erhöhung der Zulagen in Aussicht gestellt. Kommt diese nicht bald, müjsen wir unabhängig vom Staat zur Erhöhung schreiten, denn diese ist dringend erforderlich. Eine wirkliche Notlage für Lehrer und Beamte liegt vielfach vor.

Titel 55 (Wertzuwnchssteuer).

Stadtv. Wiun: Tie Wertzuwachssteuer muß unbedingt weg­fallen, denn sie ist ungereM auch hat sie nur die Stadt Gießen noch beibehallen.

Oberbürgermeister Keller: In sämtlichen hessischen Städten wird die Wertzulvachssteuer noch entrichtet.

Stadtv. Löber sttmmt dem Stadtv. Winn zu und meinl, man müsse hier bahnbrechend wirken.

Stadtv. Ebel vertritt den gegenkeiftgen Standpunft, hält die Wertzuwachslyeueir für ausgezeichnet, um die Bodenspekulanten, heranzukriegen. Aber sie gehöre nur auf unbebautes und nicht aus bebautes Gelände gelegt.

Stadtv. Krumm hält die Zeit, um über Steuerftagen zu be­raten, nicht Kr geeignet. Stadtv. Löber dagegen will die Frage habeu^E^ ^"^ordnung in der Stadtverordnetenversammlung

_ .Oberbürgermeister Keller schißt sich der Meinung des stadtv. Krumm au und stellt die Regelung in der kommenden ftnedenszeit in. Aussicht.

Titel 73 (An- und Verkauf von Getänden und Grundstücken).

Stadtv. Urstadt meint, daß die für den Erwerb von Grund­stücken vorgesehene Summe von 2000 Mark zu niedrig sei

Oberbürgermeister Keller betont, daß zur Vereinfachung der Rechnung es richttger sei, eine niedrige Summe festzusetzen und im Bedarfsfälle darüber hirrauszugreifen.

Titel 75 (Erbauung von Straßen, Wegen und Anlagen)

Stadtv. Winn hält auch die hierfür festgelegte Summe zu

Male z/ur Aufführung. Bin Samstag ab steht der Porten- FrimGräfin Küchenfee" auf dem' Spielplan. Außerdem to , ert5ert das DramaLehrer Matthieseu" mit Viggo Larfen m der Hauptrolle uuo das LustspielHarry will euergffch werden" vorgeführt. Siehe Anzeige.

Starkenburg und Rheinhessen.

Rüsfelsheim, 16. Mai. Tie von denk an der West- ftont gefallenen Mit in lull er der Firma Opcl, Tr. Ludwig Opel, letzttmllrg ^verKgte Tr. - Ludwig-Opel-Stiftung, die Bücherei, Fachschule, Arbeitersievlnng und Junggfiel len heim um- satzt. hat me landesherrliche Genehmigung erhalten.

Hessm-Nassau.

c- ~ Frankfurt a. M., 17. Mai. Latrdgräftn Anna von §.b'ien, geb. Prinzessür von Preußen, das älteste Mitglied des Iaufts Hohenzollern, feiert heute in körperlicher und Mistiger F^'che chreii 82. Geburtstag. Tie greise Fürsttn ist eine Tochter des 1883 verstorbenen Prinzen .Karl von Preußen, eines jüngeren Bruders Kaiser Wilhelms I., and eine Schwester des Generalseld-> Prinzen Friedrich Kart von Preußen, der bereits 1885, 57 <;ahre alt, starb.

H. L. Marburg, 15. Mai. Der durch die ständig zuneh- merwe Paprernot bedingte Raummangel hat die hiesigen P. ß 1 * u n g e n zu dem bindenden Abkommen veranlaßt, r e d a k - eile Hinweise auf öffentlich Veranstaltungen, Theater^ Konzerte, Vorträge nur noch in eineyi Umfang von 10 Zeilen, bei mehrere Hinweisen im Gesamtumfang von höchstens 20 Zeilen aufzunehmen.

gering.

Oberbürgermeister Keller erwidert dasselbe wie bei Titel 73 Stadtv. So m m e r°wünscht, daß man fortsahre, wmiger große Strafen wie llnne Verbindungsstraßen anzulegen, was sich cnißerst praktisch erwiesen habe.

Degen die übrigen Titel wird nihts mehr erwähnt Zum Spezialvoranschlag des Gastverks bespricht Stadtv U r - stadt die schwierige Kohlenversorgung und spricht seine Anerken­nung über die glatte Regelung der Frage aus Tie Debatte wird hierauf geschlossen.

Ueber die Finanzlage der Stadt Gießen wäre noch folgendes von Interesse:

Tie letzte Zusammenstellung des Vermögens wurde bei Ab schluß des Rechnungsjahres 1912 vorgenmnmen.

Tanach betrug das Vermögen 30092 687 Mk. Während des Krieges konnte aus Zeitmangel eine Neuaufstellung der Vermögens- tverte nicht ovrgenommen tverden. Eine Erhöhung des Vermögens hat aber iuzwischn stattgeKnben, namentlich durchin der elektrischen Neberlandaulage mverstierte Kapitalien.

Die Kapitllschuld der Stadt betrug: 1915 24 558 495 71 Mk 1916 24 212 920,78 Mt., 1917 23 794 429,07 Mk und 1918 23 392 429,07 Mk. Tie feste Mpitalschuld ist also seit 1915 infolge planmäßiger Tilgung um 1 166066,64 Mk. vermindert worden '

Andererseits ist während des Krieges eine schiebende Schuld von 3 394 000 M. ausgenommen toorden. Dieser schwebenden Schuld stehen jedoch als Aktövposten die von der Stadt gezeichnete Kriegsg nleihe gege nüber.

lieber die Kriegskosten der Stadt wird besondere Rechmmg ge­führt. Tie Kriegskosten bestehen in -den .Kosten für Einguartterumgen Familienunterftützungen, Lebens- und Futtermillelversorgung' Löhne und Gehälter für Aushilfskräfte, Kriegsspenden, Trucksackk-ii " s. iv.

Ter letzte vor einigen Tagen vorgenommene Abschluß ergab eme Einnahme von 10 409 10 2,72 Mk und eine Ausgabe von 12 476 070,12 Mk., Kdaß die Kriegs- 0 VF^ zur Zeit eine Aufwendung der Stadt 'von 2 066 96 7,40 Mk. verzeichnet. Drese Summe stellt natürlich mchr dre endgültige Belastung der Stadt dar, da ihr noch Gegen- wertean Lebensmitteln, Futtermitteln usw. gegenüber stehen

Aus Stadt uud Catid.

Gießen, den 17. Mai 1918. Auszeichnung. Musketier Carl Strack, Sohn des Kontrolleurs Gtz. Strack von lfter, wurde mit deni Eisernen Kreuz 2. Klasse ansgezeicl>net.

** Kaninchen-, Geflügel- und Ziegen-Ans- stellung Während der Pfrngstfeiertage findet mfi der Lieblgshöhe in Gießen die Bezirks-Kaninchon, Ge- lugel und Zregen-Ansstellung statt. Nach den einae- lanfeneil Anmeldungen zn schließen, snrd alle Rassen ver­treten. Am ziwerten Feiertag nachmittags und aberrds finden Konzerte der Mlitärkapelle statt. Zur feierlichen Eröffmtna am Samstag haben die Vertreter der Kgl. Eisenbahndirek tron, der hiesigen EiseNbnhnämder imd die Spitzen der Zivil- behorden ihr Erscheinen ^gesagt. Auch sind schon Mhlreiche Ehrenprerse gesttftet.

** Lichtspielhaus, Bahrihofftraße 34 Das Film

Letzte Nachrlchten.

neueste ^Zerick^t -er ^eeve^leitung.

lWTB.) Großes Hauptquartier, 17. Mai. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Ein feindlicher Monitor beschoß Ostende und fügte der Bevölkerung erhebliche Verluste zu.

An den Kampffronten war die Feuertätigkeit nur in wenigen Abschnitten gkstügert. Reg? Erkundungsiäti^keit yrelt an. Bei Abwehr stärtercr englischer Vorstöße nördlich von der Scarpe und bei BeaumontHamel, sowie bei er- tolgreichen eigenen Unternehniungen südlich von Arras mach­ten wir Gefangene.

An den übrigen Fronten nichts von VDeutung.

Gestern wurden 18 feindliche Flugzeuge und 1 Fesftl- vallon abgelchoffen. Leutnant Löwenhardt errang seinen 22.. Leutnant Windisch seinen 21. Luftsieg.

Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.

Die militärische

ftire des deutsch-österrnchich-ungarischen Bündnisses.

Budapests 16. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Ungarochn Korr. Bur. Ueber die militärische Seite des Bündnisses mit Deutschland schreiben die Blatter u a - I des militärischen und wittschaftlichen Bündnisses kann

mcht ohne Wirkung auf das militärische Verhältnis bleiben Beretts vor Ansbruch des Krieges bestand eine enge Fühlungnahme zwischen dem deut,chen und dem österreich-ungarischen Generalstab Wahrend des Krieges hat s«h diese Fühlung selbstverständlich immer mehr v^tieft, rndem auch die berderieitigen Truppenkörper nach den gleichen Gnrndsätzen ausgebildet toorden sind. Tie O^emeiiisam- 2, o Untere, sen und Ziele ermöglichten ein rasches und erfolgrei- v? Z^knmmengehen Wir habeii gegenseitig Vvnemander gelernt Mid läeuerungen auf allen Gebieten voneinander übernommen Die,e Um>t-ande ermöglichten es auch, daß in Fällen wo deutsch und osterremMck-^ungarpche Trumen unteremander vermengt ge- wejen sitid, die Einheitlichkeit der Unternehmungeti niemals ge- konnte, so hat sich ohne jedes künstliche Hinzutun die emhettliche Front sckwn vor langer Zeit entwickelt, was der Entente bekanntlich heute noch nicht gelungen ist. Gerade die qe- meimamen Ziele und Zwecke der Mittelmäch:e erfordern es, daß die ^bkommene einheftliche Leitung beibehalten und mcht gestört werde. Diese einbeftftckte Leitung wird namentlich teu

Material erleichtern Nehmen wir noch bie gemeinsame Arbeft auf dem Gebiete der wirtschaftlichen Mobckitverung bmzu, so ergibt sich das Resultat daß ^s Bmid.urs zwisckxm Deutschland uird uns auf dem Piinzip d r Zweckmamgkett auigebaitt worden ist. Zu dem Wesen des Ründ- Niftes gehört noch daß die milftärischen Borbereittmaen" voll­ständig m ^tätiger Grundlage erfolgt sind. Selbstverständlich babm allerhöchste BefeUsrecht auf beiden sitetc uuüe- ruhrtt Nach der Natur der- Sach? hatrdelt cs sick) bei dieen mtft- tan,chen Vereinbarungen durchweg um , jene Gebiete der miti- sowohl nach ölterreichjsch'm äks iMga- ritthern Gesetz dem Recht des Herrschers unterstellen. Es versteht ftch von selbst, daß jene Fragen, auf die das Parlament Ern- ttuß zu nehmen hat, durch das Bündnis nicht berührt toerden. Lie .veeresrejorm die Ministerpräsident Wekerle in feilt Prv- ^ bic Einflußnahme des Parlamentes

Eine rumänische Abrechnung

... Bukarest 16. Mm. (WTB. Nichbamllich)Steagul" das ofnz^oie Blatt der Regierung Marghilormms erötzntt anläßlich Beginnes des Wahlkampfes emen s ch a r f e n A n g r i f f ä u f »^>bel er an Aeußerungen der offiziösen Zeittmgeti Bratumus ^Misearcn" undJtttepedanee Rioumarne" anknüpft daß jede Mgrermig K-r ihre Handlungeii veramtivttlich Sratiami habe, obroohl mit den Mittelmäcksten verbündet rm «emcmber 1914 mit Rußkmd ci.t Uebentmbmtm^ »cschLssm w-nn er Rutzlmid imlitarischc tziifc «ml«.. ,im kdigfich dessen politische Hssle" Äu erhalten imü znxir. ohne von Frankreich ode.

«-rlMlti-n ju haboir Er Iw6c Das »ra* glntf) wpn «Htang an blindlings in die Arme Rußlands getrieften. Der Wirtschaftskrreg, den Bratianu gegen die ^ttttel- uEe. EgeKbrt ljabe, habe das Land zu ^Grunde gettchtü und ledt-glich dre liberalen poftttscheu Parteigänger bereichert Tie jchanüchest^i und unsatlbersten Geschäfte, aai denen vor allem literale Mftnsttr und deren Söhne und Enkel teilgenc>minen bat -c» Wurden v^i Brattanu begünsttgt. Brattanu habe die nationale Verleidiguilv Vernachtasjigt. Tie ?lrmee war ol>ne genü.iende Mn- mtton. Tu Kak an war nicht befestigt und die Miannschaften wurden ohne mck^ärfiche Ausbildung mit (Gewehren Modell 1879 in bai ^rmps gcichickt. Der erbärmliche Feldzug, den er gegen jene Vku traten geführt .hatte, die das Land vor dem Zusammeulnuch E" ivolften und die damit verbundene Schreckensherrschaft blieben imvergessen. Brattmm war es, der den Aw-z/ug der Kinder an- geordnet hat, Ivobei mehr als die Hälfte umaeko n r m kn in Kokotten un d WemE liabe er durch 2-onöerwlujen aus der Eistu- E.Krankenund »erwmrdeten am Rande des Weges iU kottgen Straßengraben elend ums Leben kamen Nachdem dre jetzige Regrerimg politisch und militärisch keine andere ^jKihl gehabt .Hai, als dw von der Negiening Aresen- auge^ trommeueii r!ttivdensbedingenigen zu übernehnum, um das L

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7i.och ^^m ^Il,kqiliur iu biumlmn. imgc Bratianu p>in brnüvn Versuch, die Verantwortung von sich aWuväl^ien.

Bi-vorfti-htnru- tnglischc Ministi-rrc-dr».

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Äg ,LM>on er,ahrt, wuL der Pries Kaiser jf» T n

^ : nt , Unt r Crba # Grgmstrrnd omci- Debatte sein' .onn vertagt sich das Hans über Pfingsten or,,.

^vrrd welletchl auch spreck^n. Auch B^lfo^ wich L ^ck

, trnein Luuch ver n-orergu Prete Association icwM alle Gejandtor