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Eichener AMtzer ^enemi-AnZelger M Oderhchsn)
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mittag * 5 . Mai \W
Srdeutikche Sitzung des provinziaitags der Provinz Gberhesien.
(Schi«ß.)
wurde wnrvmehr zu Rubrik X (Kulturelle
Ans gaben) h) Errichtung eines Denkmals für die oöerhcssischen Gefallenen zirrückgekchrt. Tie Begrün-^
25000 Mk.
d«Ng zu den als 1. Rate angeforderten füchrt folgendes aus:
Mus Dankbarkeit soll den im Weltkrieg gefallenen Obcr- i essen ein ErftrnerimgAsefthen ge fehlt werden, für das der Wartberg bei Schott«: arrsersehei: ist. lieber die Ausgestaltung des Denkmals und seiner Umgebung liegen bestimmte Plane noch nicht vor, sie sind noch in der Ausarbeitung. Ter Provinzialausschuß 'chlLgt dom Pwvinziaktag einstweilen vor, sich mit der Errichtung evitefi ErftrnerungS^eichens für die gefalicnen Oberhessen grrnd- säÄich äüGerslMVen zu erklären und zu genehmigen, das; die Pw- vinz^H mit einem Mswand bis zu 100 000 Mk. daran beteiligt."
Im Anschluß daran bemerkte der Vorsitzende, daß schon im Monat Juli 1015 in einer DrovinzialmlsschNßsitz>nng, an der itch die Herren Kreisdirektoren der Provinz teil genommen hätten, \ t (ftj&cmfe d^r ErriüMmg eines Dmkmals erwogen worden sei. U9fyx habe mm sich bannt jedoch erst in letzter Zeit wieder 1es«ßt. Er wMe jedoch Herrn Geheime Oberbaurat Hofmann zu- «chfüj uffjcht wakder vorgreifen, bitte diesen vielmehr, letzt das . dort zn n-ch-men. Durch seine Ausführungen solle der Entschlie- snma des PrvvMziaktLgs selbstverständlich in keiner Weise vor- -^griffen werden. Geheimer Oberbaurat Hofmann trug hie»rach ini weseMichrn folgendes vor:
In Werfolg«ng des Ge^-ankens der Prwft.NMckverwaltm:g, für die den Hold-endod fLrs Vaterland gestorbenen Söhire der Provinz Oberlzeffn: ein dauerndes Denkmal zn errichten, hat die der Mi- . Iftervrlabteiklmg für Bauwesen ansegHederte Beratungsstelle für h«ssWHe Krftgerelwmrge:: zunächst die als Aufstellungsort in Betrübt konrmenden Höhen in Oberhessen, und zwar den Wartberg! '.iEchMen, d«: HoHmrodSksps :md die Hercheühainer Höhe beseitigt. Einmütig kam man daraufhin im Provinsialausschuß zur Usberreugung, daß der Wartberg bei Schotten all-e Boczckge best he, die an die Baustelle einer solchen Kciegerehrung zu stelle:: si-ch. Schotten ist mit der Eisenbahn gut zu erreichen und der u -Eegen.de Wvrtberg siÄÜst für ältere Leute leicht zugäirglichl. Die mit Böschrmsen vai> Hocken-umzogene Höhe ist in ihrer Linüuv- chvMW und Gestalt so eigenartig, daß sie selbst als ein Natur- d«?m»l betrackM werden darf, das als Basis für die gedachte V rieyerehnmg \me geschaffen ist. Außerdem bietet der Wartberg (iwR «nver^eichllbchen und feiten«: Rimdblick über weite Strecken i otzerhesstschar Landschaft. Als eine nicht zu unterschätzende
«igabe möchte sMießbich das schone und gemütliche Schotten^ z« ^ LEstneu fern, a^ ein in FriedensKetien anerkannt guter Ber-
piegsmysort; catdi Br historische Eindrücke einpfän gliche Gemüter werden dort nicht rmbeftst^bich bleiben.
Ger Wartbevg endet in einer mrregelmäßigen langgestreckten r Plattform. Wenn die Gestalt des Berges die For«i
es Vauwerks, das er tragen soll, auch stark beeinflußt, so nc<ßte doch auch das Raumbedürftcks erwogen werden. Tie Namen o,Är cp-ftckteneu oberhessischcn Krieger sollen iin .Flkiren: des! ' s«werG verewigt werden. Es kann heute noch nicht annähernd > i^Tmnt w-nckrn, wie viele Namen unterzubringen sind. Da der *qj stmlld-mlert, dürfte noch mit einer Vermehrung der Namen WmrdKÄhM, also mit einer tzemrmtsp^chende:: Verlängerung! Baawer* zn rr-chs«,: ftt«. Seme Abmessungen könn«: also ist rarnn spütereu H^rpMvkt endgültig festgelegt werden. Mein ^Lchleg, von mm inehrAÄckigen turmartigen Llnlage abMstheN ' - ebne rnelfl- gelagerte Baumaffe nftt eixem durch chserre Hallen! afchlossern'n Ehrenhos airzustreben, saud auch die Zustimmung k yofftschejn Beratungsstetke. Der diesen: Grundgedanken nach ,KW4«te Vorentwrrrf wckd hiermit dem Provftrftaltiag uNter- damit er ein Bild über die gedachte Bauaulage gv- j itßtesL mü> in eine Beratung über sie eintreten kann. Der un- . 'machte lNirerchof ist 21 Meter breit und tief. Die nach dem tShrLchof geÄ^eete, nach außen geschlossene .Hällenanlage ü Meier Mch: und 4,5 Meter Höhe: sie soll mit einer wag ; Hdsn Balkenlage aus Eichenholz nach Art der mittelalterliches »reu«v»se abgeschlossen und mit Satteldächern überdeckt werden.- lattfen am Mauerwerk der Eckaufbauten tot Die runden! Ee^aute» vervEern die inuereir Wandflächen, «-hasten iwchge- ' !st<S Seitankcht, vermeiden die harten rechtwinkeligen Gebäude- ecken iati> gaben der Baucmlage einen mehr burgartigen Cliarakter rmt bewegter Unrrißlrnie. Um die MEsicht genießen zu tonnen, läuft inn das ganze Gebäude herum eine etwa 1,5 Meter breite Mattlvrrn mit swinerner Brüstung, wodurch eine vorteilhafte Ukb«1eitt»rgde-r WartbergkMwe mit den ausgehenden geschlosfeneU sev-rochr«: Wa«dr«:gen des Ausbau.es durch eine Stafstlimg erreicht sein dlirfte. Das Denkmal soll die höchste Stelle des Wart- l rgs chm&ymm. Durch eine Freitredvr gelangt mau in den Vfyrc ael^enen Ehrenhof, gegen den die Hatlenfußböben rvie- derrrm etwa 75 Zentimeter erhöht erschein«:. 9ln der romann- ichm T favm des Äk»1^er^ sollte mar: (ortwnvf joie möglich ändern. Nur zxm Umwehrnng. der oberen Plattforn: durch eine Futteruwuer dürfte zum Schuß der dlnlage Zweckdienlich und l^>ndffhaftlich von Vorteil sein. Auf dieser Futternraner könnte an: Msterrr. En^de der Bergkuppe nach. Sckwtten zu ein bescheidenes Pförtr»<t)«rs ft: Verl,ftü>wrg mit dem Eirrgmcgstor errichtet werde«. Bm: hier aus könnte eine Allee ft: geörock^ner Form bis zum D'mkmat fühs«:.
Bei dem oberhesftfchlm .Klima dürfte die Berwendung besonder daxertzafter Baustoffe angezeigt erscheinen. Für die Pfeiler r«id Bögen des Ehrenhoses ist Werkstein aus obevhesfisck)ier Bsisrtftiva zur Aerw«»»ung in Aussicht genomnren und ftir die Außenwände m:r ein schlichtes Bnichsteingemäuer aus demselben Swff mit steinsichtigem Kelleichesftch, also nicht ctiva gefugt. Ob Pr die Bedachung Ziegel oder Schiefer den Vorzug verdienen, k-ri«r nach 'weiterer PlanbearbeittMg erst später entschieden werben.
Die Hauptaufgabe auf kmrstlerisck>em Gebiet beruht in der inneren Ausstattung. Wir hatten uns gedacht, daß die
Namen der gefallemn: Krieger nach Gemeinden, oder besser nach Kirchsplei«: getrennt ai:s verzierten Epitarlnen verewigt würden.. Naturgemäß werden diese Epitaphien in Größe und Fonn sehr verschiedenartig anssaller: und müssen deshalb geschickt grirppierts werden. Als Baustoff für die Ehrentafeln wird ein dickster Kalkstein oder auch Metall, ivohl in erster iiimc Gußeisen, in Betracht kommen. Diese Frage kann jedoch nur in: Einvernehmen mit den M bernsenden .sMnstlern entschieden werden. Die P-covinz Oberhessen umfaßt 351 Gemeinden. Me Zahl der Kirchspiele habe ich noch nicht ermitteln Eimnen. In der int Febmar d. I. statt ge sni:- denen Vorbesprechung des Provinzialausschusses war angenonnnen worden, daß die ^ Stadt- und Landg-etneinden die Ehrentafeln für das Dcmkma! stiften, also die diesbeznglickstn Herstellungskosten sekbst tragen tvürden. SS dürfte deshalb geboten erscheinen, bald mvgrtkyst m Verhcutdlungen mit den Gemeinden erwaltttn gen einzutreten itach vorheriger Berattmg nftt den mit der Ausführung M, betrauetrden Archftekttkrbildhauern. Düste Vorfrage scheuft ntir die aklerwichtigste zu sein.
Der von: ^ovinzialtagsmitgtted Dr. Lieber gemachte Vorschlag der Aufstckllrmg cft:es Stairdbitdes ft: Gestalt eines .Kriegers in voller Ausrüstung irrtd Sturnchelm, würde, in Basaltlava aus- geführt, eine wesentliche Bereicherung des Ghrettl-ofes bedeuten. Das Standbild würde am besten in der Längsachse des Bauwerks gegenüber den: Eft:gang aufgestellt werdet:.
Die Kostet: des Bauiverks ohne Ehrentafeln mtd ohne das figürliche Chatdprchcmkmal soivie aut' schließlich aller Umgebungs- arbeuen werv-en sich noch obersläcksticher Berechnung nach dem Krchikftchal: des runbauten Raumes auf 230000 bis 255 000 Mk. belaufet:. Hierbei sind in Attbetrackst der schwierigen Transport- Verhältnisse der Baustoffe vom Bahichof Schüttet: nach dem Wartberg hv-he FrisdeDsry-eKe 22,5 Rtz 25 Mk. für das stnbi-kmeter ein- gesttM.
Um ein BAd über die Gesamtkostcen. der Atckage zu gewinnen, ^dürfte es angezeigt erscheinen, auch ftür die innere Llnsftattimgi und alle NebenMckagen schon fEzeftig Evlstch-ungetr anzustellen.
Itt die AtEihrung der Ätrpag.e GrE naheliegenden Gründet: erst nach FvüLeuoschluß eingetretei: werden.
, Kommt das Detftmal zur Ausführinrg, so dürfte für die Ge- mernbeverwaltu2bg Schrtten iuie für die fkuskUchen Behörden die vormchme Pflicht «Nsachssn, eine etwaige ziMsKige Bebauung der unteren Z oaven des Wartb e r gs durch geeignetei Bvrarbefteu in geortete Bahn«: zu- lenken. Ein an Ort und Stelle studierter und torrhldnrchd achter B«h«um:gsiplM: müßte aus- geeardvÄet ivevdsn, der durch eine gute Parzellierung geeignete: Bestellen schaM und schürte Gartenwege mit Bergtreppet: vorsieht, um zweckmMge Berbindm:ger: für Fußgänger vom Bahnhof Schvtt«: twch dem Warkbrrg zu sichern. Ein Frhrtveg ist bekaunt- ltcki Vorhände::. Mre auch die Gestaltrurg der Wohngebäude müßte durch orMuttrftrrftche Beftinnntmgcn, ähnlich wie in Alt-Wimpfen am Neckar, beei»Mrßt tmd in jedem einzelnen Fälle einer beson- 'beten Prüftcr:g ULterzsqen rverden. Jede Ber:n:stalttmg muß vermieden rverden, wenn oas Unternehmen im G«:zen nicht hierdurch beeintrüchktgt und geschädigt rverden soll.
Schließlich nsb der Redner noch de«ckste-nswerte Anregungen Über die gesclstiMche Dchandlung des ganzen Barworhabens.
Nachdem der Vorsitzende den: Vortragenden für seine nftt lebhchtem BeifsÄ mstMwvmn:e::en Ausführuuger: deu Taui dev Verftnumlung anSgespwchen harte, wurde die Tiskrtssion erösftet.
P wvi nzi Itagswi>kyäiei) Hoos , Äantericch, ersuchte um Auf- Wrung darüber, wie die Ausbringung der Mittel für die Er- rftchtung drtz DeftknrcM gei>ackst sei. Rach den 'Ausfüdruugen des Borrüdnevs fti zu schieß«:, daß man doch eri-eblich inchr brauche, stW ftn Voranschlag rwrgssehsn sei.
Der VorststtzenHe entgegnete hieraus, daß die augeftr- derten 25000 Mark, wie bemerkt, ja nur die erste Rate dar- stellten. Tie Provinz Ivolle sich cm den: Unternehrnen bis z::m Hschstbetrag von 1004)00 Mart beteiligen. Ta seine Ausführung doch wolst erst nsch einer Reckte von Jalwon verwirklich: werden könne, habe sich der PwornKialaus-sckch; über die Frage, wie die weiter erforderlichen Gelder beschafft werde:: sollten, noch in keiner Weise sckstüffig gemacht. Es handele sich zrmüchst ja m:r um die gnrndsätzliche Entscheidung der Frage, 06 überhaupt ein Er- ftmeruttgs^eiäM: errichtet lvcrde:: chlle. Mit Belvilligtmg der etstimalig angefovderten Rate entscheide der Provinzialtag die Frage ft: bejahendem Sinn. Er, der Vorsitzende, sei persönlich der Ldrsicht, daß es versckftedme»Wege gäbe, um mit der Zeit in den Besitz der ersorderlickten Mittel zu ffefangw. Die Bchandlt^rg aller dannt zusammenhängenden Fraget: lönne n:an zunächst dem Proviüzialausschuß überlassen, wie er es bei Annahme der Fordc- rutrg überlstmpt Kr gegeben erachte, daß die weitere Arbeit fürs erste wiederum beim Proviuzialatwschuß läge.
PtwÄnziaDagÄnftglied Graf Wilhelm zu Solms- Laubach Erlaucht hält für seine Person cvrch den Provin- zftrlausschuß für de:: gegebetieu ssattor, der nunmehr die weiteren Schritte gemeinsam mit Herrn Geh? i men Obevbaurat Hof mann za: tu:: habe. Er gfturbt jedoch, daß eine Erweiterung des Pro- wnzialat^schusses zu einem Denkmalausschuß durch Zuziehung hervorragender Persötckichkeiten aus ier Provinz-, di^ mftratcm und Mittäter: kömttet:, e-nrp>ehlet:s>vert sei. Man fcmne werde damit auch weiterr .W^se innerl>alb der Provinz für die Denk- malsftage erfolgreich nach de:: ve«?schü'densten Rickstungen hin interessieret:. Ob man det: Proviuzialausschrlf; durch Zuwabl von etwa 2 Persäuftchketten aus jedem Kreis, also insgesamt um 12 Personen ergänzte, oder die Ergänzung ohne Rücksicht auf die Kreisz::gel)örigkctt der eft^clnei: vornehrne. sei eine Frage zweiter Ordnwrg. Wetrso iväre es vielleicht nicht richtia, sich bezüglich der Zuztlzie'henden an eine bestftnmte Zah°l zu binden. Er meine, daß man auch solrt« Persönlichkeiten, chie i.i dem Kriege Stn* gehörige verloren hätte::, also durch die Errichtung des Denkmals in erster Linie bmührt und bewegt tvürden, zuziehen möge
Lluf die Fvage das Vorsitzenden, ob der Provinzialtag alsbald die Ergänzung des Provinzial<«:sschusses -zu einem Denl- malanssckmß vornehmen solle, ging die übereinstimmende Mei
dem sich der Provinzialnsschiiß ,stvisck>enzeitiich über einznladetck-en Persöntichftiten, soweit uo r>' nvig im ( me:: nftt den.bfteilrgren .Kieisämter::, schlüssig gemacht Der Vorsitzende saßt hiernach di. Ansicht der luug dahin zusammen, daß sie g r u n d s ä tzl i cb mit schlag des Pvovinzicilausschtisies auf E-.richtung einev für die gesalletten Ober pst seu aus den: Aactberg bei
d:e ogw. n nier iti^p l^abe.
Bersamm- bein Vor- Denkn«M
we^en i lasten iichem
ein verstanden sei. Die nxsttere Arbeit läge nunmehr fürs erste wieder beini Provinzialausschnß, rer dao Enstorderlichc wec seiner Erweiterung zu einem Dentmalsaussckmß zu veranlas habe, und sich dazu für ermächftgt erachte, nicht nur gernei mit Herrn Geheimen Oberbaurat vmgnann die lvettere AuA^ arbeittmg des Projektes und der damit lammen längend«« inneren Ausgestai.ttmg des Drtftmalv zu detr-nren, sonttrru auch schon jetzt ruft Mittel und Wege zu sinnen, wie am zwcckrnäßigsteu öic Prvv:::zgenreitwet: und ihre Eimviohnerschaft für ein w«H- tüliges Jktevosst an der Dentmck'csteag? ge,von::et: werden kdurr- teu, beides selbstverständlich :mbesc!/.'.i>et der Mitwirkung b&> Tenkü:alsauFsch:isses lei Fassung grundlegender Enkschließunym.
Nstttwvtidige kulturelle Ausgaben, insb.stondere die bereits von der Provinz vorsorglich in .Angrift genommene Fürsorgetätigkeck für
die Kriegsteilnehmer und> ihre Angehörigen, würden auch bei der späteren Verwirklichung des Denftnalsgedankens keine Not leiden. Daß in der Denkmalsrage, insbesondere hinsichtlich der Art wck> Weise der endgültigen Ausführung und des Zeitpunktes'des Beginnes der ^Arbeiten vm: secken des Provi-»ziaL- und TenktmA- äusschusses keinerlei eiitscheidende Schritte getan würden, ehe der Provinzialtag dazu seine ausdrncklickL Znßinnnung gegeben \)oix, sei selbstverständlich. Der angesvrderte Betrag von 25 000 Mk. als erste - Rate wurde hierauf einstinrmig bewilligt.
Hierauf wArde die Abstimmung über den gesamter Pwv - v i n z i a l k a s s e v o r a n s ch l a g für 1918 vorgenonanen. Sie ergab einstimmige Annahme des Voranschlsgs mit 808 414.35 Mt. ft: Einnahme und Ausgade.
Nachdem damit die Tagesordnung exkbrgt war, >chkoß der Borlitzen de mit Tankest Porten an die Erschienenen Me Mtzung
le|fe Nachricht«.
Der neueste Vevicht bei* Beete ■■ ItiitmQ.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 15. Mm. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Nördlich vorn Kemnrel hitten örtliche 'Angriffsrrnter- nchmunHen vollen Erfolg und brachten 120 Gefangene zm. Unser Angriff traf in der Mlösung befrrrdliche Truppen und kostete derr Franzosen hzhe blutige Verlust?. Der Artillerie- kiinrpf blieb im Gebiete dco .ücururel gesteigert. Heute feEh hkberr sich dort mit französischen Vorstösten neue Jnsanterft- gefschte entwickelt.
Zwischen der Lys und dein La BassLe-Kanal. mr der Scarpc und bei Bucqnoy war die feindliche Artillerre namentlich während der Nacht rege.
Zwischttt Ancre und Somrue drangen wir in ft'.rMk Stsh im der Straße Bray—Cordie in englische Linien sm und ochaupteten das gewonnene Gelände gegen "veimMge starke GrMmrngriffe des Feindes. Zur Nntersftltzn;;q der 3n= fanterie hielt lebhafte Artillerie tätigkeil an.
Bei Villers—Bretonneur, beiderseits der Luce und* Avre, lebte der Feuenampf vielfach auf. Auf dem westlrHen Avre-Ufer griff der Feind unsere Linien bei Elp-et an. Unter schweren Verlusten wurde er znrückgeschkMn.
In cinzelnen Abschnitten Erknndungsgcfeckfte.
Unsere Flieger schossen gesterrl 5 feindliche FesKlballone ab. An den Kanftft'fronten sehr rege nächtlftche FliegertätigLeit.
Wir bewarfen Ealais, Dünkirchen und artdere rückwärtige Munitionslager und Bahrmnlagen des Feindes ausgje- big nrit Bomben.
uung der Versammlu«g dahin, daß diese ErgeinMna formell zweckmäß:gerweise durch den nächste:: Provmzialtag erfolge, nach.
Voll den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Der Erste Generalquartienneister
Ludendorff
Ans dem Hanvtansstittch des Reichstags.
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Plötzlich und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß am 21. April 1918 unser innigstgeliebter jüngster Sohn und Bruder
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Berlin, 14. Mcck (WTB. dftchiiLnttrch.) Ter H airpi-- aus schuß des ReickMags nahm in seiner Abendsitzung vom Dienstag den Bericht des Mg. Gröber C3tr.) über die nrck^ ikfttta^s vertraulich gepslo-gme Bespreck-unc, der Mgeorduekeu mft dm: ei'.:ze-lstaatlicheu Finanzministern und dem Staatssekretär dsS Reichsschatzamtes entgegen. Vpu der Recfterirng sind gegerr d>ft Vorschläge auf Besteuernt:g des einfachen Einkommens imd g«s«: eine ReickMener auf Vermögen schwere Bedenken goäsrßert, da- gegen war die Regierung einer Besteuerung des MehreftkLE- mens geneigter. Ter Staatssekretär des Reichsscha-amtes vertoat die Llnsfassung, daß m.rs> der Steuer a::f die Mehrein>ommen (Kviegsgewinne) eine Milliarde und mehr für das Reich gv- wonnen werden kairn, so daß eine ?veckere Besteuerung nicht nottvendig rväre. Der Vorsitzende schlug vor, den KriegHti antrag, so auch alle übrigen Anträge zurückzu stellen. Mg. Westarp lkous.) brachte einen Antrag aus scl-arfe Bestellet der Kriegsgewinue unter Sckzounng des normal angew.t2)?hWe» Bern:ögeus ein,- enrpsahl aber anck> darüber te Abstim«rmp «rusrusetzen. — Hiermit ist die Beratung jrorlänfig abgeschloben ^Nächste Sitzung Mckttvo-ch den 5. Juni, o-temfrtlö&rcr.
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Heinrich Keßler
Musketier im Infanterie-Regiment Nr. 123, 9. Kompagnie
Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille
nach fast dreijähriger treuer Pflichterfüllung im Alter von 22 Jahren sein Leben für sein Vaterland opfern mußte.
In tiefem Schmerz:
Familie Wilhelm Keßler.
Annerod und im Felde, den 14. Mai 1918. IQ93
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Todes-Anzeige.
Gestern abend r l 1 /. 2 Uhr entschlief sanft nach schwerem, mit grosser Geduld getragenem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel
Herr Andreas Valentin
im 67. Lebensjahre.
In tiefem Schmerz:
Konrad Valentin und FamihV Karl Valentin nud Familie Wilhelm Valentin Luise Valentin Marie Valentin
Elise Valentin geb. Merker und Kinder nebst allen Angehörigen.
Rodheim, den 13. Mai 1918.
01685
Oie Beerdigung findet Donnerstag nachm. 3 Uhr statt.


