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ttr. U« 3vcU<$ Statt

Sirhener Anzeiger (Seneral-Anzelger für Tderhesie»)

Vas Petroleum-Abkommen mit Rumänien.

Berlin, 11. Mai. lWTB.) Das zwischen den Mittelmächte:: und Nun:änien abgeschlosser:e Petroleum-Abkommen bHagt in seinem ersten Abschiritt im wesentlichen, daß die rumä- niscl-e Regierung für die Dauer von 30 Jahren der Oelländereien- Dachtgesellschaft m. b. H. das ausschließliche Recht erteilt, die gesamten ruinä:rrschen Staatsländereien zur Slussuchung, Ge nun nung intb Verarbeitung t»n Erdölen. Erdgas. Erdwachs, Asphalt und anderen Bituminas auszunützen. Dieses Ausüutzungsrecht erstreckt sich aus alle rumänischen Staats! ändere ien, für Ivel che am 1. Augrsst 1914 keine Petrol ernntonzesfion erteilt war. StaatÄäichereien für welche an diesem Tage Konzession bestand fallen mit Maus der Konzessioirszeit unter die vorhergehende Be stimmung, falls nicht zwischen der rminäitischen Regierung und dem b-isherig.'n Konzessionsnehiner eine Verärgerung vereinbart wird und nicht seitens der Gesellschaft für die Dauer dieser Verlange-- rung ans das Ausnützungsrecht verzichllt wird. Das Ausnützungs- vecht schließt in sich das Recht zirr Errichtung u>rd Benützung der erforderlichen Alllagen, Gebäude uird Wohnungen. Die Gewin­nung und Verarbeitung anderer Bvderrprodukte darf nur in einer Weise erfolgen, daß dadurch die Unternehmungen der Gesellschaft nicht gehindert werde::. Der Gesellscl-aft steht das Recht zu, die öffentlichen Wege, Eisenbahne:: sowie alle anderen öffentlichen Verkehrseinrickstungen einschließlich der den: Staats gehörigen Ein Achtungen zu beruchen. Sie soll in bezug auf Vergütungen Lasten und Abgaben nicht ungünstiger gestellt fein als irgendein in Rumänien tätiges Unternehnier:. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt. Wege, Eisenbahnen, Anschlußgeleise, Rohrleitungen. Um sckstagSaulagen. Telegraphen- 'und Telephonleitungen anzulegen und frei von ö ffentl: chen Abg aben zu be::ützm. Staats- adütibc ist zu diesem Zweck gegen eine angemessene Gebühr zur Verfügung zu stellen. Soweit anderer Grundbesitz zur Ausführung solcher Anlagen in Anspruch genoinmei: wird, wird die rumä nische Regierung etwa erforderliche Enteignungen vornehme:: Der rumänische Staat ist ferner verpflichtet, das von: der Gesell schaft berwtigte Holz zur Verfügung zu stellen, nach zwar zu Preisen, wie sie im Durchschnitt jerveibs in den letzte,: drei Kalenderjahren erzielt wurden. Der rumänische Staat erhält eine Vergütung vcm 8 Prozent des rumänischen Marktwertes des gewonnenen Iiohöls, außerdeni einen Gcwinnantell, der sich nach den: Betrage berechnt, der über den Satz von 8Proz. Dividende ausgeschüttet wird. Der Anteil übersteigt gestaffelt von 25 bis 50 o/o den Satz des 8 Proz. übersteigenden Mehrbetrages. Die Gesell­schaft verpflichtet sich, wahrend der ersten 15 Jahre in je 5 Jahren 100 Sondcm aazirsetzen und in unrmterbrochencm Rohrbetrieb zu er halten. Nach Ablauf der ersten 15 Jahre wird festgestellt, wieviel Rohöl die in einem Jahrsmrft erbohrten Sonden im Jahresdurch- schnitt ergebe,: haben. Der hieraus für 20 Sonden im Jahre zu ver­rechnende Vergntungsbetrag wird der rumänischen Regierung für die Zeit nach dom Mlaus der ersten 15 Jahre für jedes folgende Jahr garantiert. Die Gesellschaft wrrd keinen Heeren Abgaben, Laste:, oder schärferen .Vorschriften :rnterwvrsen werden, als sie für irgendeine andere in Rumänien arbeitende Erdölunternehmung gelten. Die Gesellschaft genießt auch alle gesetzlichen Begünsti­gungen selbst, wenn sie die besonderen Bedingungen, von de,:e:i sie sonst abhängig ist, nicht erfi'ittt, ferner Zollfreiheit die Einfuhr von M a t e r i a l i e n,. Maschinen usw. Tie der Oelländereieu Pachtgesellschaft m. b. H. zustehenden Rechte :md ob liegenden Pflichten können auf eine von der deutschen und öfter reichisch-uingarischeu Regienrng i,rnerhalb zwölf Monaten nach dem allgemeinen Friedensschluß zu benennende Gesellschaft über tragen werden. Das Stammkapital dieser Gesellschaft wird zum kleineren Teil aus Vorzugsanteilen mit fünfzigsachem Stimm recht bestehen, über die ausschließlich Teutschlaiü) imi) Oesterreich- U/ngarn die Verfügung zusteht. T«: Gesamtbetrag der Vorzugs- anteüe bestimmt die deutsche Regierung. Er darf 10 Prozent des GHanttkapitals nicht übersteigen. Tie Gewinnbeteiligung dieser Anteile besteht in einer Vorzugsdividende von sechs Prozent. Die Stammanteile werden bis zu einem Viertel des Gesamtbetrages der runumischen Regierung angeboten, mit der Bcrechtigimg, sie an die Privatinteressente:: zu verteilen. Die Gesellschaft darf ihre Rechte und Wichten ganz oder teilweise auf Dritte übertrage::. Sie wird in gleicher Weise wie eine nach rumänischem Recht ge­endete inländische Gesellschaft zum Gewerbebetrieb zugelassen. Die rumänische Regierung wird das Ausiuitzmrgsrecht um weitere 30 Jahre verlängern, sofern die Gesellschaft das vor Ablau' des 25. Jahres beantragt. Eine wertere Verlängerung :rm noch- mals 30 Jahre erfolgt, wenn die Gesellschaft das bis zum Ablauf des 55. Jahres beantragt hat. Tie Vergütung an den rumänische:: Staat erhöht sich.r die Tauer der ersten Verlängerung auf 9 Prozent, für die der zweiten auf 10 Prozent. Für Stteitig- keiten aus dem Vertrag ist mtter Ausschluß des Rechtsweges eist Schi edsgerich t vo rgesehen.

Nach Abschnitt 4 begründet der rumänische Staat en: st a a t liches Handelsmonopol für Erdöle und überttägt die Ausübung des Monopolrechtes einer Handelsmonopolgesellschaft, die von einer von seiten der deutschen und österreichisch-ungari - Dm Regierung bezeichneten Finanzgruppe als Aktiengesellschaft m Rumänien, mit dem Hauptsitz in Bukarest, gegründet lvird Den Schluß des Abkommens bildet folgende Erklärung:

Die deutsche und die gemeinsame österreichisch-ungarische Re "ng einerseits und die rumänische Regierung andererseits sind lieh der Ziffer 4 des vorstehenden Abkommens dahin überein >mmen, daß die rumänische Regierung alsbald nach der Rati fikation des Friedens vertrag es nnt der: Regierungen Deutschlands und Oesterreich-Ungarns in Verhandlungen darüber eintreten wird, in welcher Weise der Ueberschuß Rnmärftens an Erdöl :u:d Erdöl'

E issen Deutschland und Oesterreich-Ungarn zur Verfügung werden körmen, ohne daß die Leb-ei^interessen Rumäniens g auf beit eigenem Bedarf des Landes und seiner Industrie gefährdet werden.

Montag. \Z. Mai IW

Aus Stabt unv fCanto.

Gießen, den 13. Mai 1918.

* Amtliche Personal Nachrichten Der Groß- her^ag empfing zum Vortrag: den Staatsnnnister Dr. v. Gwlald, den Minister des Innern Dr. v. Hombergk zu Bach und den Vorstand des Kabinetts Wirklichen Geheime­rat v. Rom Held. Der Groß Herzog hat am 11 Mai 1918 ben Oberaktnar bei dem Amtsgericht Reichels Hein: Heinrich Lern auf sein Nachsuchen unter Anerkennung ferner lang­jährigen treuen Dienste mit Wirkui^ vom i. August 1918 in den Ruhestand versetzt nno ihm die Krone zum Ritter­kreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß­mütigen verliehen und den MtNar bei dem Amtsgericht Doerselden Johann Peter Philipp Müller auf sein' Nach­suchen ans den: Dienste entlassen.

** Auszeichnung. Larchlvlehrmann Earl Müller erhielt das Erserne Kreuz 1 Klasse.

** Keine Bezugsscheine auf Auslands be­darf. Die Nottvendiqkett, alle KleidUngs- und Stofsbestände für den Bedarf de:: inländischen Bevölkerung sicherznstellen, Verbietet es, Bezugsscheine für Ausländer, auch Artgehörige Verbündeter Staaten, an szu stellen, die auslärcdischen Bedarf im Jnlande einkaufen und die die auf die Scher:w zu erwer­benden Ware,: ,mch dem ?liuslande ausfiihren wollen. Der- MTtrge Anträge find von den Bezugsscheinshellen ai:snahn:s- los abMlehnen.

** Unermittelte Heeres angehSrige, Nach­laß- und Fundsachen. Das stelwertr. E^neralkon:- ttvcmbo des 18. Armeekorps weist darauf hin, daß sowohl bei den Lmrdrats- b^v. Kreisämbern, als auch bei allen mili- tärisckie:: Kommandobehörden, Garnison- und Bezirks kom- manl>' 0 s, Ersatztruppenteilen, Lazaretten usw., die de,: Ver­lustlisten von Zeit zu Zeit beigegebMeu Listen:Unermit­

telte Heeresangehörige, Nachlaß- und Fundsachen" nebst der^ dazugehörigen Beilagen,Bildertafeln und Photo­graphien und Abbildungen von Gegenständen aus den Nach­lässen unbekannt Gefallener" eing^ehen tverden töninen.

** Das Feldheer braucht zur Aufrechterhaltung seiner vollen Kampfkraft noch große Mengen Hafer und Gerste, deren schleunigste Beschafftmg im dringenden vaterländischen Interesse lrogt. Von der Vaterlmwsliobe und der Opferwilligkeit der Land­wirte wird erwartet, daß dieselben nicht allein ihrer gesetzlichen Ablreferungspsticht genügen, sondern auch noch darüber hrnai^ alle entbehrlichen Mengen an Hafer und Gerste zur Ablreferung bringen. Mrsnutzung des jetzt schon in reichem Maße zur Verfügung stehe:ü>en Grünfutters und Weidegangs, werden hierfür die Möglichkeit schaffen. Je schneller und aus- igiebiger die Lieferungen erfolgen, desto wertvoller werden sie für: die Versorgung des Heeres sein. Die Geschäftsstelle oder der Kom- m:ssiouär des Kommunalverbandes nehmen Anmeldungen zur sofortigen Ablieferung vcm Hafer und Gerste entgegen

^ Beschäftigung von Schwerinvaliden im ^lfsdrenst. Das Kriegsantt erläßt folgende Bestimmung: Jx-j ist verschiedentlich d:e Beobachtung gemacht worden, daß Be- tnÄ-e, Ebenen die vom Festste-llUngsan.sschuß festgesetzte Zahl von Hilfsddmstpftichttgen mcht genügte«, alsbald die bei ihnen beschäf- ttgtm Krvegsinvaliden entließen., um so die Zahl der .Hllfsdienst- psl:cht:ge:r auf das verlangte Maß zu Mi; - e.cn. Das Bestreben der Unternehmer, aiuf dvese Art ihre Betriebe -rirr mit voll leistungs-' mhtgm Hnlfsdienstpslichtlgen zu besetze^ -ft fraglos den Zielen der Krdegsbeschädigtenfürforge Mwider. J:n Bereiche eines Fest- Ibellungs-ausschirsfes ist zwecks Vermeidung derartiger Borkomm- Me ! . oer We:fe verfahren worden, daß in jeder einzelnen Gnt- scherdung ermnal die Höchstzaftl der Hilfsdienstpflichtige,: bestimmt, dw^ben aber bemerkt wird, daß außerdein noch ein e Zahl Schwer- bescyÄNgter m diesen BeEieben Verwendung finden kann. In Kocher Wnse wir die Schveakriegsbeschädigten köm:ten mich die Mnpffanger von Invaliden- und Unfall reuten besondere Berück- ,rcht:gung finden.

Grundsätze über die Genehmigung zum Ver-

t r: e b v o n Ersatzlebensmittel::. Die V^ro ichnung über dre Genehnngung von Ersatzlebensmitteln tritt bekanntlich mri 1 Mm.1918 u: Kraft. Der Staatssekretär des Kriegsernährungsamts hat :n erner Bekanntmachung, die in Nr. 84 des , Reichs- und Staatsanzeigers" vom 10. Llpril 1918 veröffentlicht ist, Grund­sätze über d,e Zugehörigkeit zu den Ersatzlebentzmittell: ausgestellt. v 5 i: dieser Bekanntmachung sind die wesentlichen Kennzeichen für den Begnff unter Beifügung von Beisvielen angegeben. Mcht nur die Nahrimgs-, sondern auch die Genußmittel find zu dem Begriff zu rechnen, letztere aber eben mir, insoweit sie als Lebensmittel anzir- sehei: smd, so daß also Ersatz-Tabakwaren der Verordnung nicht unterliegen. Ferner sind die wesentlichsten Gruppen von Ersatz- ^bensmttteln Kusannnengestellt, ohne daß diese Aufzählung als ^fchopfetd zu gelten hat. Anfragen bei Zweifel darüber, ob ein Gegmstand zu den Ersatzlebens Mitteln gehört, sind an das Kriegs- ernahrungsamt, Berlin, zu richten. In einer iveiteren Bekannt­machung des Staatssekretärs des Kriegsemährungsamts in der gle:chen Nummer desReichsanzeigers" sind Grundsätze für die Erteilung und Versagung der Genehmigung von Ersatzlcbensmitteln veröffentlicht, die im ^whmeir nckt dem .Kaiserlichen Gesundheits­amt lind Vertretern der bereits bestehenden Ersatzmittelstellen auf­gestellt sind. In diesen Richtlinien sind sowohl die allgemeinen GrLrde für Mchtgenehmigung von Ersatzlebensmitteln anfgcsührt, als auch besondere Rickftlinren für die Beurteilung bei der Zulassung lüur Ablehnung einzelner Gruppen von Ersatzlebensmitteln, imb Vvat von Backpulver, Ei-Ersatz, Danillinpicksver und ähnlichem, Gewürzellatz, Kunsthonig-, Marmelade::- Gelee-, Pnddii:gpuloer und dergleichen, Würzen, E^'ttak:ei:, Salatwürzen, Salattunken und Tee-Ersatz, bekannt gegebe::. Industrie und Lxrndel ist durch die mnden Betannttnachalngen die Möglichkeit gegeben, iich mit den Grundsätzen bekannt zu mache::, die künftig bei der Erteilung von Genehmigungen zrrm Vertrieb von ErsatzlebenSwitteln :naßgebend cnn werden.

^ «Kampf g egen die Stachel beerblattWespe Dve Demen grünen Raupe:: der Stachelbcerblattwespe, welche im vorigen Jahre die Stachelbeersträucher so h^nntftahten, treibt auch letzt wredcr ihr Berheerungswerk. Sollte fleißige Ablesung nichts Mitz^en, so legt man am frühe:: Morgen Pavier unter die Sttäncher und schüttelt sie tüchtig. Wenn Thonmsnrehl zur Verfügung steht, wm^u von unten her die Büsche bew>rfe:: :oerdei:, ivo'ourch diese ^chÄUrnge der Vernichtung ^anheimsaillen.

N«nst «nd wi^en?chaft.

u ~~ Opern- Urau fführ ung in Charl olle»-

2 11 e Hügelm ühte", Tragische Oper von Friedrich

mr E Berl::: wird :rns geschrieben: Die Ausführung dieses

-werkeo durch dre 'Charlottenburger Oper :var eine Acylmrgsbe- M?E:g von dem geschätzten Mitglied der Akademie nnd des Senats.

^r schon mit zwei Opern ges ch.idert ist und mit cn ehrenvollen Erfolg lmtte, vergriff sich ein drittes n m . ^ en falschen Text geriet: im Gegenteil, diese Tiarf) Gjellerup's Erzählung bot mit ihren feclifcfen mit den: Kamps des Meisters Meinhard zwischen be- !??orenem Versprechen und abirrender Liebe zu erner erfolgs- tnsvernen Magd, mit dem vornehmen Resignieren der remrn und un^geunutzigen Hanna, schließlich mit Jagdfest und den Brand «r t/ttchle Stofi genug für einen bühneirsick-ernn Musiker. Aber Eysttht der Seele solche:: Bottvurfs unparteiisch, gefühl- nnd gegenüber, er nahm dep Text wie jeden anderen, oyne fern Thoat-erblut entfach: zu sehen, ohne ben zwingenden Drang ai oS?^ f ? ?er^druckskunsr. Die inangelt ihm so sehr, daß E Ee loal-re Oede, ein Gehauftsern von uickstsfagenden,

nm: lerchrbefveltei: Floskeln bedeutet. Langsau: erst schwingt er sich au, zu einer^ Hohe, die Anerkennung, aber nicht Lob und Bewun- i^ rU1 2. ^rd^^ Diese Mittel:er akadenischen Kunst sind ver- draucht und vergriffen, jedenfalls ani falschen Objekt, diesem schwer eriagdaren und so selten gefühlssicher erfaßten RamPen-Leben, tw konnte auch dieser Wurf keii: Erfolg iverden, obschon sich die Damen Gottlieb und Merz, sowie Genttrer, Roetger und vor Sn-* sifervoll für iJjre imdaukbaren Partien emsetzten.

^Monke inm-grerte: das Publikum respektierte die Arbeit eines Könners, der kein Dvamattker ist. Dr. Kurt Singer.

Vüchertisch.

. ?ä.^Enluft. Gerade zur rechten Zeit er»

jchernen diese Wa:cherbclder von Heinrich Bertelmann, der vielen mfieren Leiern als Mitarbeiter am Hessenland schm: längst ein Verttauttr :st. Un^re hessischen Berge haben es dem fern empfin­denden Dichter angetan, und es ist eine Freude, sich von diesem führe:: zu lassen. Bertelmann versteht es, uns .in unterhaltender mit der Landschaft, den Sagen, der Ge- Mchtt nnd den Bewolmern vertraut zu machen. Das vorliegende Bändchen schrwert uns d:e Berghöhen von dRarburg bis Cassel,

H^uberg, Fritzlar, die Landsburg. txn Dornberg, und ,vie sie alle heißen. Tie Wanderblldn b:lden zugleich das 6. Heft der von Zitzer heraus-, gcgck^nen ..Hiessislk«!, D-sejduLe", die sich schnell Enizancf verschafft Dr<ns des bei Elmert rn Mmebirrz erschieno^n Bändchens betrüa! 1.50 ^ ^

und Muns.

Die Ssld- und Iilberankaufzfteüe

n drn Näumcn öcr vezitts?varkasje Eiehen ist morgen

nachmittag von 2 bis 4 Uhr geöffnet!

Landkreis Gießen

tt. Tr eis a. L., 12. Mai. Der Musketier Wilhelm Kehr kchrte aus russischer Gefange:rschaft in die Heimat zurück. Auf dem Felde der Ehre starten: Schütze Heinrich B r ö m e r, In­haber des Eisernen Kveuzes zweiter Klasse, und Gefreiter Otto Kehr Inhalier des Eisernen Kreuzes zweüer Klasse :md der Hefsfichen Ta pserkeitsmcdaille..

** Watzenborn, 12. Röri. Musketier 0>org Sommer wtuibe mit dem Eisernen Kvmz ausgezeichewt: die Hessische Tapfer- keitsinedaille erhielt er schon früher.

Kreis Friedberg.

'nt. Ockstadt 12. Mai. Eine eigenartige Erscheiuung macht sich hier b«ck den Aprikose'.:, deren sich hier sehr viele befinden, be­merkbar. Sie haben wincherschön geblüht.und auch angesetzt Wäh­rend der kühlen Tage im April ist M:scheine:w eine Säftestockung ein getreten und ganze Aeste mid Zweige sind verdorrt und die an- gesetztei: Frstchte vertrocknet. Tie anderen Aeste tteiMn munter weiter und zeigen arcch eine:: guten Fruchtansatz. Manche Bäume stehen zur Hälfte kahl da.

Kreis Wetzlar.

** Gleiberg, 11. Mich. Dan Unteroffizier Carl Winter wurde das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen.

ra. Waldgirmes, 12. Mai. Unte:- der tttaltenDicken Eiche", unweit 5)vsgut Bubenrod, konnte, vom herrlichsten Wetter begünstigt, an: Himmelfahrtstag lvrsder ein gut besuMes Mis- 'ionsfest gefeiert werden. Wie imn:er, so hatten sich auch! diesmal wieder viele 'der Herren Geistlichm aus den Nachbar gemeinden in len Dienst des Tages' gestellt. Im Mittelpunkte der Feier standen aber die interessanten Mitteillmgen des Missionars Schllrudraff ans Rodbeim, welcher im November vorigen Jahres in errglische Gefangenschaft geriet.

Vessen-Nasslm.

** Marburg, 11. Mm. (Privattel.) Das frühere kur- hessische Landtagsmilglied. Bürgermeister Friedrich Sieberl, Ehrenbürger der Stadt Marlnlrg, :st im Alter txm 87 Jahren gestorben.

lf Marburg, 12. Mai. Drei Kinder mS der Burgwalds­gegend, die vor: einem tolltmitverdächtigei: Hunde gebissen waren, wurde:: von hier aus nach Berlin in die Heilanstalt gedinchl.

Letztc riaehricyten«

Der ne«efte Bericht -er Äeere-lektung.

® ro & er Hauptquartier, 13. Mai

(Arnttrch.)

^Westlicher Kriegsschauplatz. Kemmelgebiet hielt die heftige Artillerietätigkeit in Bewindung nnt örtlichen Jnfanteriegefechien an. Auch in den ubrrgen Kainpfabschnitten lebte sie am Aöend bielmch auf. Im Anere-Tal, südwestlich von Albert, wurde ein eug- lpcher Tnlangistff abgewiesen. An vielen Stellen der Front tttzte der Feind seme Erkundungswrstoße fdrt. Bei ihrer Abwehr machten wrr mehrfach Gefangene.

*

. April beträgt der Verlust der feindlichen Luftstreik craste an den deutsch>cn Fronten 15 Fesselballone und 271 ,^ 1 -gzrugr. von denen 122 hinter unseren Linien, di« übrig«, lkrnetts der gegnerischen Stellungen erkennbar abgesturzt

Wir haben im Kampf 123 Flnmeugr und 14 Fessel- ballone verloren.

Von den anderen KriegHchaupläßeu nichts Neues.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Die aus Rußland ausgnv je jenen Reickisdentsthen und der

Kaiser.

Berlin. 12^ Mm. (WTB. Nichtcrvtttich) Der geschäfrsfüh- chu tz aus Rußland ausgewieseuen Re: chsdeutschen richtete an den Kaiser folgendes Tele­gramm :

.,Siebelchundett vertriebene Reichsdeutsche aus Rrrßland, ver­sammelt zur Beratung über die Gestalttmg ryv:r Zukunft nach dein Kriege, entboten Eurer Majestät' ehrfurchtsvollen Gruß und dm:ken für die erhebenden deutsck-en Morte, die Gwre Majestät allm Auslandsdeutsck-en erneatt gewidmet haben. Trotz augen- bl:ckl:cher gwßter diot und Entbelirrmg gelob«: auch wir, durch- zuhalte:: bis das deutsche Schwert unserem große:: Volk und Vaterland eine:: starken deutsche:: Sieg errungen hat. Und wenn m:s mesen: ^iege das größere Deuts d)c Reich erstanden ist. :mb w:r AuslmchÄ-mlsck)en wieder zu/ erirster Arbeit hinauszrchen m die werte Welt, dann lverden wir das eingedenk der Worte Euerer Nuaiestät tun, zu Ruhm und Ehre des deutsche:: Namens und loseres Herrüchen deutschen Vaterlmckes!"

Darmff ist nachstehende Antwort ergangen:

Seine Adajestät der Kaiser lassen für das erneute Ge- lbdnis tteuen Durchhaltens herzlich dmrken intb den wichtigen Verhandlungen gute:: Erfolg römische::. Majestät hofftm daß die Rerchsdeuffchen auO Rußland in der.schweren Zeit, die sie haben durchmack-en müssen, nur um so rn:ciger ncit der deutschen Heimat verwachse:: sind, und daß :uimenttich die Jugertt bleil-ende:- drücke von der Größe und Herrlichkeit ihres Vaterlandes mit lnnausmimnt. Im Merhöchsten A:fftrage:

Geheimer Kahinettsrat von Berg " Deutsche Vorträge in Stockholm.

Stockholm, 12. Mai. (WTB. Nichtamtlich) Gestern sprach :n Stockholm als dritter Redrwr im Cyclus desJungen Tvutich- laud" Dr. Hartlaub, Direktor des Mnmt-eimer Museums Er behandelte die Zukunft der Kunst und sprach iw allem aber bet: Iinpressiromsmus und den Expresfiomsmus. Sein Vortrag machte auf die zahlreiche ,Bersan:ml::ng tief«: Eindruck, der sich he:tte in Pressebesprechung et: miedecspiegell. «So sckstießDagnes Nyeter" seia:e Ausführui:get: mit den WortenDem außer­ordentlich interessanten und in ungelvöhüllch packender Werse ge- prochenen Borttag, hörte ein vollzähliges :m> atemtt.- lau säen­des Publikum zu, das mit enthusiastischem Beifall seine Dankbarkeit zu erkenmn gab."

Amiens verlassen

Kopenhagen, 12. Mai.Dailli Aöril" meldet aus A m: e ns: Bis letzt fielen 7000 deutsche Granaten in die Stadt 1200 Häuser wurden gettosfeu. In die Kat Ideale saugen neun Gratralen ein. Das mäckftige Christus-StMÜ>bild der Kirche liegt zerschossen am Boden. Da die Deutsck>cn in letzter Zeit in großem U in sang Gasgranaten benutzeu, verließ die Bevölkernug die Stadl Bm: 120 000 Eirttoohneri: fi:rd :rur :wch einige Hundert zurück- geblieben. _

Maggi s Würze

wird stets in vorzüglicher Qualität, ivegen Dtangels an Rohstonett gegenwärtig aber nur in besckrränkten Mengen, in den Hnndel ge- iracht. Deshalb

Achtung vor ttnterschiebttngen!

Maggi-Gescllscl^»ft

8«08D Berlin tt LL. '