heritzvr Bol«rrpvMS «mSgttchen werbe. W Nrund ifinfnrr Statistik mufe ich meine lleberAeugimg crusvrücken, daß auch unter dein sPkrrnkwahlrecht eine Meyrl-^t für die Pvlenpolllik nur unter Vditnärkmtg des Zentrums Vv^hwnben sein würde. Ich sehe aber tddjt voraus, daß das PlAvattvÄstrecht Gesetz wird. Jet> habe wioderhott betont, daß wir die neue Polmpolittk unter der Voraus- setzrmg cmfnngen iwllen, daß auch die pveußisckMt Polen ein größeres Verständnis für den preußischen Staat beweisen werden. Ich rnuß festst eilen, daß von seiten der Vertreter der polnisäMi Fraktion in diesem Hause diese Voraussehmrg nicht erfüllt wurde. Kört, hört! rechts.) Wir haben alb» keine Veranlassung, ein etwaiges Programm jetzt in die Tat zu übersetzen. Vielleicht ändern mit der Zeit die Polen ihre jetzige Stimmung. , _
Abg. Dr. Pohlmann (F. Vp.): Die Rechte würde besser getan haben, wenn sie sich auf den Standpunkt des Herrn von Mardorfs gestellt hätte. (Lachen rechts.) Die Rüde des Abg. Wolfs- Gorki zeigt deutlich, in welcher Verlegenlieit sich die Herren auf der Neckten befinden. (Lachen rechts.'' Mit dem gleichen Wahl- ted# wird durchmts noch nicht das Reichstagswahrredft m Preußen zur Einführung komme:!. Das Uebergewicht der läudirchen Wahlkreise wird auch in Zukunft bestehen bleiben Das gilt auch für die Ostmark. Die Polenfrage i)t eine deutsche Frage. Das Deutschtum muß die Führung im ganzen Osten behalten.
Abg. Braun OSo».): Man hat den Kämpfern draugcn als Tank,einen Fußtritt versetzt. Wir nahmen an der weiteren Be- vatung nur teil, weil wir immer uoch die Hdffmmg haben, dag das gleiche Wahlrecht vor .der dritten Lesung wieder zustande kommt. Tie Wahlkreiseinteilung ist ganz veratt^.
Abg. Ströbel (U.Soz.): Die parttelle Emsuhrung der Verhältniswahl ist kein Fortschritt, sondern dlusnahmerecht gegen Polen und Industriearbeiter. Die Natiouallibevalen wollen Mit dem Antrag dem Unternehmermteresse die:«:. t ir . i¥ ,.
Mg Krau se-Waldenburg (ff.): Wir. sind grundsätzliche Gegner der VerhältniÄvahl, weil dadurch das Berussparlamew- tariertun: gefördert würde. Wir glauben auch nicht, daß die Verhältniswahl einen Schutz der Deutsäien in der Osttnark bedeuten würde. .
Abg. Korfantti (Pole): Wir haben uns bisher Zurück- l>altung auferlegt. Die Rede des Abg. Wolff-Gvrkt heute zeu gte nicht von vornehmer Gesinnung, er ist der typiscl^e Vertreter jenes kleinen Teiles der deutsche:: Natron, der mit niemand in Frieden leben kann und will. Das Polnische Volk ist fromm m:d arbeitsam, man geht aber daraus aus, es zu vernichten.
Abg. Levy (nall.): Wir sind im allgemeinen Gegner der Verhältniswahl. Halten aber ihre Einführung in den Oltmarken für notwendig, um die deutschen Bewohner vor der Ueberflutung durch die Polen zu schützen.
Die Aussprache schließt. Die Erträge auf Einführung der VerhÄtniSwabl werden abgelehnt. § 24 bleibt unverändert.
Für die Kriegsteilnehmer snrd einige besondere Bestimmungen beschlossen worden in $ 25a. So ist der einjährige Wohnsitz für sic rricht Erfordernis yux Wahlberechtigung.
Damit ist der Gesetz«:ttvurs in Zweiter Lesung erledigt. Es folgt der Gesetzentwurf über die Zusammensetzung des Herrenhauses. Der Ausscl/uß hat die Regierungsvorlage erheblich umgestaltet. Nach § 1 ist der Kronprinz nach erfolgter Volljährigkeit als Mitglied zu berufen.
Mg. Delbrück (kons.): Wir werden den Ausschußbeschlüsscn twtz mancher Mängel zusttmmen.
«Mg. Frhr. von Schleinitz (fl): Wir legen großen Wert darauf, daß der Thronfolger in das Herrenhaus kommt. Es war ein ttessx-dauerlicher Vorfall, daß der Kronprinz von der Julibot «chaft nicht vorher unterrichtet wordeir ist.
Abg. W oisl y (nl.): Einer Beseitigung der geschlossenen Zahl können wir nicht zustimmen. Es könnte sonst leicht eine vollständige Umgestaltung des Charakters des Herrenhauses die Folge sein.
8 lbg. Dr. Pa chnicke (F. Bp.): In der neuen ersten Kammer überwiegt der Grundbesitz in einem geradezu unerträglichen Maße. Wir sind gegen die Berufung des Kronprinzen, damit er nicht in die Darteipolitik hmeingAogen wird.
Abg. Haen:sch (Lv°z.): Wenn ies nach uns ginge, dann bvowchivn wir überhaupt kein Hervenhaus. Im Reiche genügt der ReÄrstag voÜLmcman.
Abg. Ströbel (U. So-z.): Solange das Zweikammersystem besticht, bleibt das gleiche Wahlrecht nur ein Dekorationsstück.
Die §8 1—3 werden unv- Das Haus vertagt sich.
-3 werden unverändert angenornmen. ! vertagt sich.
Däandag, 41 Ufn' Weiterberatuny.
Aus Stadt nnd Land.
Gießen, den 6 . Mai 1918 .
** Zur Tageslänge. Im Laufe des Wvmtemvnats nrmnrt die Tagesllinge um anderthalb Stunden, von 143/4 auf 16^2 Stunden, zu.. Die Sonne geht nach der Sommerzeit des Monats um 51/2 Uhr auf unb um 8 V 2 Uhr
Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben, guten, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Onkel
Herrn Ludwig Faber I.
unter, cm Schluß des Monats mir 43/4 btzw. gegen 9 1/4 Uhr. SclZon in den letzten Tagen deS Monats Mat tritt keine vollkvnrmene Dunkelheit ein.
**Gießener Konzer tverein. Heute abend 8 Uhr veranstaltet der Gießener Konter Verein in der neuen Aula ein Scmderkm:zert zu Gunsten des Roten Kreuzes, Abteilung Kriegsgefangenenfürsorge, bei dem die Kgl. Hofopernsängerin Fräulein Gertrud Gehersbach aus Wiesbaden, Gooßh. Kammersänger Herr Mfred Stephani aus Darmstadt und Herr Pwf. Trautmann, hier, mit- »virken rverden. Für die Bedeutung dos Konzerts bürgen der Bercnrstalter, sowie die Namei: der bekannten Künstle: zwar schon an sich, doch sei mit Rücksicht auf den vom Kon zertverein bestimmten guten Kvock nochmals an dieser Stellc darauf hingewiesen.
** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Nur Diens tag, 7., und Mitt3vs)ch 8 . Mai, gelangt das große Filmwcr „Die Mutterliebe fand de:: reäMn Wea" zur Aufsührunb Auch das Lustspiel „Die lobenden Bildsäulen" und di'
Humoreske „Der meschuggene Anglar" stehen auf dem Spiel plan, s)Näheres siehe Anzeige.
„Das Feldheer brallcht drürgend Hafer, Heu und Stroh! Landwirte helft dem Heere!"
la
** Das Gr 0 ßh. He ss. Regierungsblatt, Bei Nr. 7, ausgegeben, Darmstadt, den 2. Mai 1918, ha folgenden Inhalt: 1. Vorlesungsverzeichnis der Großh. Hess Ludloigs-Universität zu Gießen, Sommersemester 1918. (S 57.) h- 2, Verzeichnis der Vorlesungen, Hebungen und Praktika, lvetck)e im Sonrmersemester 1918 in den sech. Fachabteilungen der Gro-ßh. Teckin. 5Mchschule zu Darmstad, abgehalten werden. (S. 74.) —> 3. Uebersicht der für dac Rechnungsjahr 1917 zur Erhebung gerrehmigten Umlagen ^ur Bestreitung der KommunalLedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Dingen. (S. 78.) — 4. Nachveis der Befähigung zur Uebernahme eines Kirchenamts. (S. 79.) — 5. Namens Veränderungen. (S. 79.) — 6 . Ordensverleihungen. (S. 80.) — 7. Ermächtigung zur Annahnre und zum Tragen eines fremden Orderrs. (S. 80.)
wer fernen GoL^chmnck M Len
GoM.nkWBstMLnZxLlgi.MM ha WrrtsthastsLiast öes VKLerÄwA?».
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9ie Golö- und SUberanfaufsfleOe
in den Häütnen dcr vezirksparlaffe Eiehen «ft morgen nachmittag von 2 dis $ Uhr geöftnet!
Kreis Büdingen.
it Büdingen, 6 . Mcri. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapftrkeitsmedaille, erhiett der Wehrmann Karl T r 0 u t.
— Boben Hausen. Ter Untovofftzier d'Lobert Carl Inhaber des Eisernen Kreuzes, wurde zum Sergeanten befördert. — B ö s - geläß. Fürs Baterlcmd stmL der Gefreite Georg Krapp >Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaille.
— Usenborn. Auf dem Felde der Ehre starb der Musketier Heinrich Politsch II., Inhaber dos Eisernen llrouzes und des Souville-Knopfes. — Ortenberg. Das Eiserne Kreuz erster Kllasse erhielt vor Rcchtsamvalt Hol zapfet Leutnant in einer sclpttermi Batterie: die 5>essische Tatäerkeitsmedaille, früher das EiserTne Kreuz, der Socsoldat Friedrich Hild.
^-Ortci:berg, 4.9JM. Rrchlsamvalt Hol za Pfel, Leutnant bei einer Batterie im Westen, erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse. — Seesoldat Fritz Hild erhielt z-nm Eisernen Kreuz die Hessische Tapferkeitsmedaille. -
Starkenburg und Rheinhessen.
Rüsscl^s heim 6 ^ Mai. Kommerzienrat von Opel erwarb in der Gemarkung Großniedesheim bei Frankenthal ein
. jSL dMrg en g roßes Gelände zur 8 hi 4 ane eures Renn lt all-
vetrievos. Die Güm>kiNdebehörden virm GroßniedsSyekm mw je* doch mit dem Plan vorerst nicht eirwarslanden, da das 0>Lände aus sehr ertvagreichem Ackerboden besteht. Sie haben sich infolgedessen beschwerdejühvend an die Landesbehörde gewendet.
Kreis Schotten.
it Eichelsdorf 6 . Mar Fürs Dateiland starb der Kww- rriier Heinrich Lein. — Kölzenhain. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapferkeittanedaille und das Kriegsehrenzeichvn in Eisen, erhielt der Ersatz-Reservist Karl Tietz. — Michel- bach. Zum U:tteroffiz:er befördert wurde Heinrich Schäfer. Iw- Haber d^ Eisernen Kreuzes, der Hessischen TapferkeitsnudailLe und des Kriegsehrenzeicherrs in (Äsen.
KrciS FriedverO.
# Friedberg, 6 . Mai. Das Eiserne Kreuz erster Klasse erhiett der Leutnant Und Kvmpagnieiührer Nöding. —. Itieder-Florstadt. Der Kriegsfreiwillige Untewssizicr Heft^ ich Alt, Inhaber des Eisernen Kreuzes rcnd der Hessischen 5 apferkeitsTnedarlle, wurde zum Viz-efeLwebel befördert. — Rodle im v. d. H. Fürs Vaterland starb der Gefreite Fritz H a m m e t j s He,ien-Naijau.
X Hanau, 6 . Mai. Mühlenbei'itzer Amend in Rendek, bei der größte Dell des in der Schiebereiaffäre aufgekauften Brot- jetteides zu ,^AuslarüiÄneyl" gemahiei: wurde, ist gegen .Hinter« egung einer Kaution v>cm 75000 M. aus der U:ller,üchungsl-aft! 'Uttlassen worden. Der in die Schiebereiasfäre ebenfalls verwickelte 'lreisbeamte Walther in Hanau hatte ebenfalls um Haftentlassi i^achgesucht und sich zur Stellung einer Kaution von 60 000 erboten. Sein Antrag wurde jedoch abgelehnt, ebenso wie der des ülcmfmanns Karl Darm Hof in Hers seid.
kt. Kassel 3. Mai. In dem Melsunger RanbmordpovzeF wurde heute abend 8 Uhr nach fünftägiger Berhmidlung das Üv> teil verkündet. Unter Verneinung der Frage nach Divrd, wurde bie Angeklagte Karoline Kämpfer wegen vorsätzlicher Tötung^ chweren Raubes und schwerem Diebstahls und Betruges zu 15 Fahren Zuchthaus und den Nebensttäsen, ihr Geliebter Wilhelm Heidkamp wegen schweren Raubes, vorsätzlicher Körperverletzung mll Todesersvlg, Bsgünsttgung der §>ehlerei zu 12 Jahr«: 5 Monaten Zuchthaus verurtellt. Bei Beid«: tourde auf Aberkennung der bürgerliche:: Ehrenrechte für 5 Jahre erkannt.
sc. Aus Kur Hessen 5. Mai. Ter zrm: Landesl-auptmann dr Hessen gewälzte Landrat von Gehren ist seit 1895 Larchrat tes Kreises Homberg, dessen Stelle sein Vater berells inne hatte. Herr von Gehren steht im 53. Lebeirsjahr und ist seit einer Reihe von Jahren LaiLtagsabgeordneter Ziegenhain-Fritzlrr.
des Wahlkreises Homberg
fc. Aus Nassau, 5. Mai. Ter Maler Willjelm Thielmann in Will'ingshausen im S>chwalmgru.nd erhielt auf Grrmd seiner künstlerische:: Leistungen den Prosessortitel. Thiclmaun stammt aus Herborn, besicchte das Lehrerseininar in Usingerl wld wirkte einige Zell als Lehrer in Anspach i..T^
Gcrichtrsaal.
I D a r m st a d t 6 . Mai Ter unzurechnungsfähige Arbeiter Otto Die hl stahl in der Schokoladenfabrik Hassia nach und nach 110 PftlNd Kakao. Beim Fortschafsen tvaren ihm der 17jährige Hausbursche Heinrich Li e big und der 22jäl>rige Arbeller .Hell^ nch Becker behillich. Letzterer bot den .Kakao dem 52jährigen Kaufmann Heinrich Biewener an, der ihn für 10 Mark da- Pfund kaufte und für 24—30 Mark weiterverkaufte. Becker stahl außerdein in der Fabrik Ledertieibriemenstücke uatd Lrebig Dörrobst. Becker erhätt 1 Jahr, Liebig 8 Moirate und Biewener, der natürlich lln „guten Glcrubew' gehandelt haben wlll, 6 Monate Gefängnis.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Das diesjährige Jnvaliden-Prüfungsgeschäft rm Kreise Gießen findet wie folgt statt:
Ltm 6 . Mai 1918 beginnend 8 V 2 Uhr vormittags bis 17. Mai 1913 im Bezirkskommanoo (ließen, Lmrdgrafenstr. Nr. 10.
Am 22. Mai 1918 beginnend 9 Uhr vormtttags bis 34. Mai 1916 in Grü:llierg (Hotel Hirsch).
Am 6 . Juni 1918 beginne:^) 9 Uhr vormittags bis 8 . Juni 1918 in Lich (Rathaus).
Alle bis 1918 anerkannten Invaliden und Rentenempfänger- soweit ihnen nicht bereits mitgeteilt ist, daß die Prüfung ihres Ver- sorgungsanspnichs im Jal-ve 1919 oder später stattsllwet, haben zu diesem Geschäft zu erschein«:.
Die Invaliden, Rentcniempsänger usw. werden hierzu durch einen besm:derei: Gestellungsbe'eÄ vom Bezttkskomniando beordert.
Gießen ^den 3. Mai 1918!
34218
Großh. Major z
Bezirkskommmcho Gießen, von Kropff.
D. und Bezirks komm andeur.
Kirchenrechner i. R. heute morgen um 9 Uhr nach kurzem Leiden im 81. Lebensjahre zu sich zu rufen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Ludwig Faber VII. Familie Philipp Faber II. Familie Georg Faber V.
Großen-Linden, den 4. Mai 1918. Familie Heinrich Faber III.
Familie Philipp Faber HL
Die Beerdigung findet Dienstag den 7. Mai, nachmittags 3Va Uhr, statt
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rHiSHP
DoTt, wo ew’gor Frieden weilet,
Werden wir uns wiederseh’nl
Plötzlich und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass unser lieber Lohn und Bruder
Musketier Ludwig Töpfer
Infanterie-Regiment 211, 4. Kompagnie
am 26. März sein junges Leben im Alter von 24 Jahren ‘infolge eines Kopfschusses lassen musste.
In tiefem Schmerz:
01448 Familien Hofmann und Schäfer.
Annerod, Daubringen, Albach, den 4. Mai 1918.
Die Gedächtnisfeier findet Sonntag den 12. Mai, mittags 3 Uhr, statt
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