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Ärrta Lchstte«.

# Schvtten:, L MdL. Das Eiserrre Kveuz «rfcürft der JÄger

Otto Gebhardt. Wingershausen. Das Eiserne Kreuz, erl/iett der Gefrelle Adolf Linker. Kölzenhain. Auf dein Velde der E!>re starb der Mnskotier Ludivig Mattes. Gedern. Den öcRreittofc starb der Gack-efüfilier Will)elm Hof, Jrnl-aber des Eisernen Kr«uzeZ. Fel dkrücken. Fürs Vater lmrd starb der Lmid^burmmMrn Will^ebn Schien ning, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapserleitsmedaille. Michelbach. Zu Elwenseldschützen nrntten ernannt die Gkmcrnbe» ratsmitglieder Ludtoig Becker l* Karl Re pp I., K'vnrad Schäfer XII., Heinrich Fischer, Karl Zinnel II.. Karl Becker VI., Thoodoc Becker II., Friedrich Becker II. und Karl Da mb man n.

Kreis Frledberg.

# Nieder-Erlenbach, 2. Adai. Zum Unteroffizier be­fördert wurde der Gefreite Karl Dietz, Inhaber des Eisernen Kreuzes 1. und 2. Klasse. L Ni cder -Mosbach. Gefreiter Fritz Köbel wurde zum Uuttwvsiizrer, Gardist Heinrich Gr ah -um Gefreiten befördert.

CtlNkenbura und Rswinhesscu.

R. M. K. Da r m stadt, 2. Mai. TerLetzte der Boheme", wie er sich selbst gern nannte, Danny Gürtler, hat mm endlich seine bleibende Rul-estätte gefunden. Nach rastlosem Umherstreifen und stetem Kmnpse l-at er int vorigen Jahre bekanntlich das Zeitliche gesegnet; gestern am Jahrestag seines Todes wurde seinen! W'uusä-e entsprechend seine Allste in aller Stille auf dnn hiesigen Wald- friedl-ose bei gesetzt. Ern einfaches Denkmal, das seine von Bild­hauer E. Kiernlcn in Stuttgart, der auch seinHeinedenknuü" gesck-affen hat, gesonnte, wohlgelmigene Reliefbülte tragt, ziert die Stätte.

I Tacmstadt, 2. Mai. (^tadwevordivttcnversammlung.) In den'. Entwurf der Ortösatv.mg über das städtische Arbeitsamt wurde eine Bestimmung aufgenoimnrn. wonach die obere Leitung des Arbeitsamtes in die Hände einer Deputatiibn gelegt lvird, der als stimmbereckstig-te Mitglieder augehb-?en: Ter Oberbm^rmeister oder sem Stelllvertrcter, 4 Stadtveuardnetie, 6 Arbeitgeber und 6 Arbeitirehmer, ferner 4 Faunen mit beratender Stiurme. Für 4 Vertreter der Arbeitaebm und 5 der ?b beitnehnver werden vom Geuierbegericht, für 2 Vertreter der Arbeitgeber und 1 der Arf-cll-- nehmer vom Kaufmannsgerecht Vvrsch'.Lj;e eiugel/alt. Nach jeder Neuwahl des Garerbegerichts utrst Ko 11 ^umrnsgerichtsbersi tzer wer- £cn auch die 12 Vertreter neu gewEAt. Tie evangelische Gesaintkrvck-eirgQneinbe erhebt für 1:118 136 700 Mark Pavvck^ull- sljenern. Ten Hilfsfchrt^euten loerdou die Tagegelder von 4,50 Wlf 5 Mark erhöht. Ter Sttayenverkanf von Speiseeis wird duocki eine Polizer-Eevordnung verboten.

Fc. Mainz-, 2. Mai. Einem hiesigen WeingroWindlcr ver­suchten mehreoe Gauner eine größere Mlcnge Zlrcker, den er zup .Herstellung vo-n Schnaps von der Heeresverwaltung zur Verfügung erhalten, zu si«hleu. Wahrend der Weinhändler sich vor seinem Hause unterhielt, luden die Diebe auf der Rückseite hcs Hauses den Zucker auf einen Wagen. Ein vori'ivergehender Schntzmamn schöpfte Verdacht und benachrichii-gte den Weinl>ändler. Die frechen Gauner^ die sckwn 30 Zentner Zucker aufgeladen statten, umrden verlinftet.

Fc. Rüssels heim , 2. Ddai. Um der Spotzen plage zu be­gegnen, beschloß die Gemeinde, für jeden Spatz, alt oder jung, drei Pfennig zu vergüten.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 1. Mai. Tas Eiserne Kreuz 1. Klasse er­setzen Leutnant d. Res. Erichs Wiese-Wetzlar, sowie Flug- meister und Marineflugz^ugiuhrer Otto Heß aus BraimfelS. '

va. Wetzlar, 2. Mai. Die Stadt hat jetzt eine Rechts- ausLmrstsstekle eingerichtet, wo Unbemittelte unentgeltlich in Rechts- auGelegenheiten beraten werden.

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 3. Mai. In der Urnschaltestation der Straßenbahn an der Hauptwache entstand heute morgen qeg-en 4 Uhr durch Ausfließen von Säure ein Brand, der

eine Expbvston zur Folge hatte, wodurch die Station samt den Maschinen größtenteils zerstört wurde. Die Expiosions- gewalt war s-o groß, daß die schmiere Decke über der unler- irdisck)en Station zertrümmert und die darüber hinlausenden Straßenbahuschienen zerstört wurden. Menschenleben kamen nicht zu Schaden. Infolge der Explosion mußte der gesamte Straßenbahnbetrieb in Frankfurt und nach den Nachbar­orten eingestellt werden. Wann er tvieder ausgenommen wird, ist unbestimmt. Die Störung macht sich im Verkehr naturgemäß sehr bemerkbar.

mr. Frankfurt a. M., 2. Mai Tie Stadtgärtnerei hat am Main einen großen Musteraotten von Wildgeinüseplauzen an- legen lassen, um der Bürgerschaft Gelegenheit zu geben, die Pflan­zen in der Natur kennen zu lernen.

*= Frankfurt a. M., 2. Mdai. Die 5kriogsamtSstelle stellt zur Wciternil/ruug von Neubauten, für Teilung von Wohnungen, Um- und Ausbauten iml) auch für Neubauten von kleinen Wvl-n- Häusern Baumater.al zur Verfügung. Durch diese Maßnahmen soll einer späteren Wvh.urttg.5not vvrgcbengt lverden.

-- Frankfurt a. M., 2. Mai. Ter heule am Ostbalsttstvf abgehaltene Pserdemarkt war mit mehr als 300 Tieren bcsckstckt und erreiche daiuit den stärksten Austrieb eines Marktes seit langen Jaliren. ?Narkti.esuck-er und Kauflielchaber hatten sich allerdings nickst sehr zahlreich eii»gefunden, was ivahrschinlllst auf die Frül>- jal^sbestelluug rnrück^lfülkreil ist. Trotzdein ln starrten die Preise auf ihren alten Hätven. Für ^Arbeitscherbe erster Güte wurden bis 14 000 Mark bez-chtt.

---Bad-Homburg v. d. 5)., 2. Mai. ImParkhof" wur­den dieser Tage größere Mengen Rindfleisch aus einer Gelieim- schockstnn-g aufgefruÜM!. Wie nmnrrestr die Untersuchung ergab, ist das Fleisch durch icud durch tuberkulös mrd daher für den N!ei'.sckstiche!n Genuß völlig urünxuvch'bar gewesen. Gegen den Jn° haäer desParkhof-cs", der das Fleisch zlveifellos in den Verkehr bringen wollte, wnrde Auzeiqe erstattet.

= Fulda, 2. Mm. ZU der letzten Mcht brach auf der Hiitteumühle bei Brorn z>'ll ein G ro ß fcuer aus, das innerhalb dreier SUncken das ganze Werk vollständig ernäscherte.

= H ö ch st <i. M., 2. Plai. Tie Aburteilung des nrutmaßlick>en Raubmörders Ren uv erfahrt wshrschunlich var Dem nitckstlen S irurgerickst in Wiesbaden Rermv stellt vor den Unterfuchungs* richtenl inad) wie vor jede Sck-nld an dem Näord-m Abrede und äußert sch stets dcllstn, daß es ihm ganz gleich sei, was inan mll ihur mach-e.

mr*>U<fyc nethvlcbtcvu

Israelitisch« Neligirm-cmeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). San»stag 4. Mai. Voralst>.: 8.30: mvrg.: 6.30; abds.: 9.00 n. 9.40. Israelitische Ueligionrseseklschaft. Sabbat­feier am 4. Mai. Fveitag abd.: 7.40: SanMag vorm.: 8.30; nachm.: 4.30; SablxitauSg.: 9.40. Wvrhndgivttcsd.: Morg. 7.M, abds. 3.00.

Gcricl)t!»s6Kl.

G. A. Frankfurt a. M., 2. Mai. Im Würz' 1916 kaufte der Kaufmann Hennann Strauß in Fnedöerg, ein GrvsMndler, von einem Großtzändtcr in Hießen 678 Pfund Hastliritsse, daS Pfund zu 72 Pfennig. Zwei Za,U.-»er verkaufte er gleich weiter, 474 Pfund aber ließ er Äeichr^achten lagern, da>ru verkaufte er sie zu 1.75 Mark lx»8 Pkrnd an d«! Kausn»ann Eugen David hier, der wiederum als Großhändler an Zusehen ist. Bon Da»id gingen die Niiste Über l-en Kausmann Mols Fath, der sich mit einem Nutzen von 10 Pfennig am Pfund begnügte, zu 2.60 Mark an eine hiesige Firma, die sic dcum im Kleiichandel zu 3.50 Mvrk daS Pfund an das Pu-lldcm brachte. Z>m.fichen Fach und der Firma stand noch als Vermittler der Agent I. Sichel, der für seinen Gang zu^pcler 40 Mark bekam. Die Strafkammer verurteilte nieacn Kettenhandels und Preiswuchers Strauß zu 1500 Mark und David zu 1000 Mark, Fatt wegen Kettenhandels ebenfalls zu 1000 Mark und Sichel wegen Beihilfe zum .Ketten--

Handel zu 200 Mar? Geldstrafe. Das Schöffengericht als erste Instanz hatte Sichel freigeip'vchen und gegen die andern auf Geldstrafen von 100 bis 300 Mark erkannt.

** Leipzig, 2. Mai. Zur Fördern»«- der Kaninchenzucht beabsichtigt die KriogS-Felb-Müengesellschaft, Lrir>zrg, einen cm» sehulick-en Betrag bcreitzustellcn. Als er,«c ä>iaßnaH«ne ist dre Ver« tciluug vou Zucksttieren an Kriegsbefchädigte in Aussicht g» nvmmen. Tie hi<nzu erforderlichen Mrtt-ei f«tb bereits bewA«t norden, so daß die Vertellung, die mit Hilfe der LandivittschLstSH kammern dnrchgeführt werden soll, in kürresrer Zell b&ohmm kann, lieber die wellcren Dlaßnahmmr, für die ein außewrdsttMG hoher Betrag in Aussicht gcnonvnen schiveben zur Zell noch Berl-andlungen.

* Graz, 3. Ter Dichter Peter Rvsssgger

dessen Gesundhrllszustand auch bish-r nicht llmner der beste wer, Mstt sich seit einiger Zell recht unwohl, was mch aus sein iptMt Atter und die ungünstige Wllterung zurückzrrführen sein dürgch. An Len Füßen sind Sck-wellungen ausgetreten. Rosegger verbringt einen großen Toll des Tages liegend auf dem Sofa.

* P r in z ^fri edr ich Karl von Hessen beging am 1. Mai seinen 50. GelmttStag. Am 26. Januar 1893 erfdtgö» seine Vermählung mit der Vrin^esstn Margarete von Preußen. MS der Weltkrieg zum AuSbruch gekvmmKii. war, zog auch er und zwar als Regimentskvminandour in daS Feld. Sdpn in den Llugusttagen des Jahres 1914 wurde er verwmrdel, allein er erholte sich bald und ging vvn neuem an die Front. Auch seine bei­den ältesten Söhne folgten dem Rrrse deS Vaterlandes. Beide sielen dein Kriege z'.un Opfer. Zuerst wurde sein ziveller Sohn Priny Däax-imilian sctrver verwmwtt und erlag seinen Verletzmrgen am 12. Okiober 1914 auf .Frankrechs ^Zvdm im Kloster Saint Jean El-apelle. Sein älieftcr Sohn, Prinz Friedrich Wlll-elm, erlitt dann am 13. September 1916 in Rumänien beu Heldcntzod». Tem Prinzen Friedrich Karl sind nun nocki vier Söhne verblieben^ die Prinzen Plstlipp, Wolfgmrg, Rül-ard und Christow.

** Der Vorteil des neuen Gepäcktarifs, neue Gepäcktarif hat im Vergleich mit dem bislierigen den Botten ge brockst, daß die Borstust von 25 auf 30 kg erhöht rvorden ist. Man wird sich also nicht mehr so c;enau mit seinem Gepäck einzurichten haben. Tiefe Vorstufe ist immer noch verhältnismäßig 'bllliL 30 kg Gepäck kosten bis 50 km 50 Pf., bis 300 km 1 vftt, am weitere Entfernungen 2 Mk. (ScKxub aber dieses Gewicht übev- sckstitten wird, s^eigrm die Gebühren auf größere EntferrnmgM dick Mm Vielfachen. So kosten 31 bis 40 kg bis 50 km auch nur 50 Pf., darüber bis 100 km 1 Mt., bis 150 kml.50 Mt. ufw., so daß 31 kg auf ellve (AntfernnTrg von 1000 km und mehr 10 Mk. kostet. Bei dem Gcnstckst von 91 bis 100 kg steigen die Sätze gar von 1.30 Mk. bis auf 25 Mk.

** Wer kenn t Soldatenlieder? Aehnlich, wvr die K. Bayr. Modemie der Missemschaften eine Erhebung der Sot- da!enspvack)e vornimmt, wird von privater Zelle eine Sanrmllmg der Soldatenlieder erstrebt. Jeder, im Feld wrd in der Heimat, wird aufgesordett, Texte von allen den Soldatenliedern, die er keimt, <nch Spottlirder und Pavvoien, wenn möglich mit Lbngab« der Melodie, sonne Anfragen, als Feldpostbrief an llntffz. Wt Unruh, Gruferna, Garde-Reserve, Deutsche Feldpvsj, 1015, z« seode:l.

* .Pakete belgischer Kriegs gefangen er. Den belgischen .Kriegsgesangerrcn in Deutschland ist jetzt die Versendung von Paketen crn ihre Ange^h^rige^c lln ^ Bereich des Gener.llgvuä ver»enien1s Brüssel gestattet tvoröen. Die Pakete werden von Lager ko mmcmdanturen geprüft.^ Sie dürfen mckst mehr als 5 schwer sein. Jeden Mmrat darf ein Paket abgesandt werden. Der Verkehr ist frei voir allen Gebühren. Es wird auch keine AuShäw- digunysgebühr erhoben.

* Für Einrichtung einer ukrainischen Münze in Kiew tvurden in Leidig sämtlich: zur Münzprägung erfordere lichen Werkzeuge ernwrben. Gegen Eiche April soll die Lieferu-rg beendet sein. Temnächsst beabsickstigt man, wie auS Kiew gemeldet wird, die Llusgabe ukrainisck>er MMrzen im Gesamtwett Vvn sieben Millionen Mark.

1 ocke 8 -^nreige.

Nach Gottes unerforschlichem Ratschlüsse hat am 14. April 1918 unser heißgeliebter, hoffnungsvoller Sohn, unser treuer, herzensguter Bruder, unser lieber Neffe

Musketier Wilhelm Schlapp

Schulamts-Aspirant

Reserve-Infanterie-Regiment 223, 6. Kompagnie

nach treuer Pflichterfüllung im noch nicht vollendeten 20. Lebensjahre den Heldentod für sein geliebtes Vaterland erlitten.

In tiefem Schmerz:

Gem.-Rechner Ludw. Schlapp I. und Frau Heinrich Schlapp, z. Z. im Felde Elisabeth Schlapp Ludwig Schlapp, z. Z. im Felde und alle Verwandten.

Mainzlar und im Felde, den 3. Mai 1918.

Wiedersehen war unsere feste Hoffnung. 3373

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