Clemenceav und die Pottttk Oefterreich-ttngarns.
Paris, 18. 'ÜEprtl. (WTB.). Clemenc ea u sprach in der gemeinsamen Atzung der AiiSichüsse für das Aus,»artige, für Ärmer imb Marme über die Umshände, lrntei* beiten die Versuche fetter r-eid)* = Ungarn^ eine Spaltnng -mischen den Alli- Krtei durch ^iedensverhvndln.ngen herüeizu führen, sich abgespiett Wem ^l^ucoau überreichte das gesamte Menmaterial dem L^lchng für die ansnmrtigerl Angel egen Hellen, der es dnrch- aroertejl uiib dann darüber Bericht erstatten wird.
Die nationale KriegSfLagge Rußlands.
Berlin, .18. April Das VolkSkommiffairat für auswärtige Lngelegenhcrtcn in Moskau hat folgenden Funkspruch r>eröffent- rlMr.^UI^ natronale Kriegs flagge der russischen Republik ist durch das Zentralkomitee der Räte der Llrbettev-, Soldaten- und Bauern- aüg^rdneteil»eme rote Flagge mit der Goldbuchsrabeuans- jchrrft „Rusiffche IrMalisttsche söderative Ratsrepublik" angenommen rwwen, die gleichfalls als Erkennungszeichen der russischen Kriegs- ichlffe gelten wird.
m ^8«tltit, 18 April (WD8.) In der yaMgen Sitzung des Bundesrots sind die Entwürfe des ArbeitSkammer- gesetzes urck des Gesetzes betreffend die'Aufhebung dÄ §153 der l?>ewerowwmMg cmgenonrnien worden.
Berlin. IS. April. Wie das B. T. erfährt, ist der Mhrer der Freivonservattven, Freiherr v. Zedlitz und Neukirch, nicht unbedenklich erkrankt. An die Wiederaufnahme seiner parlameutarijck-eri Arbeiten dürfte er sobald rricht denken können. Praktisch dürfte er auch nicht in der Lage sein, sein Amt als Borsitzender der Partei weiter auszuüben. Er steht im 78. Lebensjahr.
a u b e r b i s ch o f s h e i m, 18. April. Bei der heutigen Reichs ta^sersatzwähl im 14. badischen Wahlkreis Derghevn—Tanberbisch»>fsheim—Adelsheim wurde Dr. Zehnter (Ztr.) als alleiniger Kandidat mit 5368 Stimmen wredergewühl t.
Die deutschen Kolonisten in der Ukraine.
o ' e w 16. April (WTB.) Nach einer Meldung der'Kilver 'Zeitung „Krjewslkya Nysl" hat der ukrainische Landivirtschofts- .«MUlter entschieden, daß die den t s.chen .SVolonisten ^»die 1915 LMe der russischen Kriegs gesetzt aus Wolhynien vertriebet, wurden, ihr Inventar, Eigentum und Land auf Grund des provi forrsa-err Landgesetzes zurückerhalten können.
Wechsel in hohen englischen Aemtern.
London, 18. April. (WTB.) Reutermeldung. 'Amtlich. Lord M 1 1ncx ißi rum Staatssekretär für den Krieg, der M^^of Derby zum Botschafter in Frankreich. Sir Austen Lhaimberlain Krm Mlitglied des Krieg^kabinetts ernann«'
worden.
Ein Klausel im englischen Heeresgesetz.
. Ä^tterdam, 17 April. (WTB.) Wie der „Nieuwe Retter- »mnsche Lourantt aus London erfährt, schlug in der gestrigen De- rm Unterhaus über die Dienst Pflicht in Irland der Abgeordnete Krug einen neuen Zusatz ^ dem Gesetz vor, das Recht, daß ,eder königliche Beschluß, der kraft der Bejngms, die daS neue Mmcnfchaftsgffetz verleiht, bekanntgegeben werde innerhalb einer bestimmten Frist durch eine Erklärung emes der leiden Häuser ausgelwörn werden könne. Die Regierung hat dreser Klausel rm wesentlichen zugestimmt. „Manchester Guar- N?.. ^?El auf die Bedcmtung dieser Klausel hin und
schreibt, da der Gesetzentwurf nur durch Bekmntgabe eines köniq- Men Beschlimes auf Irland Miwendbar sei, so gebe die neue Kmusel, dem Unterhaus ein Einspruchsrecht gegen die Auwendung, [ei von groß em Belang. Die Regierung habe deutlich gezeigt. ^pEerule durchetzen wolle. Jetzt bestehe Gelegenheit tue Timstpfticht nicht emzmühren, und die Aeußernngen DevilinS Wwre auch gestern dre von Dillon machen es deutlich, daß ein freies Irland mehr als bereit lein werde, seinen Anteil an dem heutigen Kampf zu tragen.
Rotterdam 18. April. Laut N. R. C. begann das 92 c r A° u § , Eern fae Verhandlungen über die Mann- scha f.svor löge. Man erwartet, daß das Gesetz beute an- gen-ommm und dann sofort dem König zur Genehmigung unterbreitet unro.
*
Britischer Bericht aus Ostasrika.
^Seftdeml. April waren unseoe Abtellungen von der Küste General Edttmrds und vvm Nyassa-See unter General ggggg ? lnner wahrend des Höhepunktes der Regenzeit duoch- Mührten lEv^grermden Bewegung gegen die liö-rdliä- vom Luric- Mmle, zwischen MchvÄmva und Mfalubvnm, 93 l^w. 165 Meilen Aort MrÄm zusannnmig^ogene deutsche Streit- ?Eg^grik!en. Wn 5. April besetzte eine von General Nord- ^ Wallungen Mahua, etwa 4.5 Meilen südwestlich von Msalu und Mrdte eure Müeünrm ostwärts ttoy der durch Hochwasser aTigeschtvollenen Flusse. Am 11. April wurde diese Abteilung ^^bn Kampf mit der deutschen Hauplgruppe dir srch ivu durch Erkundung feschesbellt wurde, aus denr Morsch südw^Urch von Mfalu m der Richtung auf Mahu befaich. Lchwere VeAuste wurden dem Feinde zngefügt. Am gleicht Tage standen die Truppen be£ Generals Wwards in Gefechtä- SPt nner fcinMchml sich auf Medo, Mich von EEaJr 1 *' ätzenden Gruppe. 9-ach einem Nachtmarsch besetzten sie M^voonw am 13 April, nach einem Gefecht, das den ganzen
^ . VeAnsw für die Teutschm J llt
^^erMtche Ltreitmacht wurde in der Richtung aur JJt watio nallf ^^jdwesten abgedrüngl-
^b. Deutscher Reichstag.
148. Sitzung vom 18. April.
Am Durldesratstische Staatssekretär des Reichspostamtes R u d l i ti.
^ ViZepräftdent Dr. P g a sche eröffnet die Sitziuig um S 1 /^ Uhr ■i-ic zweite Beratung des Posthausbaltsplanes wird fortgesetzt.
^lbg. Meyer- Hersvrtd (nat.-lib.)t Tie Telephonverbin- morgen bei Ferngesprächen lassen sehr viel zu tvünschen übrig. Ein bringendes Gespräch tiach Saarbrücken korrnte gestern überhaupt! nicht ausgeführt werden.
Abg. Flemming (kous.i: Die Postdiebstähle nehmen leider öUs ünv es rft fraglich, ob die Strasbechuruinngen ausreickpen. Ein rücksichtsloses Ei.nsclxreiten ist nötig. Kinderreiche Familien sollten unabhängig von der Besoldung eine ausreichende Unterstützung er- hallen. -Pie Landbrie[träger und Postverwalter müssen besserge-- stellt werden.
Staatssekretär Rüdlin: Ferngespräche zwischen Berlin und Lren sind Zurzeit noch nickt möglich. Prioatgespräche findtzn seit Becmrn des Lkrieges nicht mehr statt. Es ist mir nicht bekannt daß Leute über 40 Jache nicht bei der Post eingestellt »verden. Ber hcuwtungen mit de?k Postbeamtenverläuden sind ivegen der großen Zahl der Verbände nicht möglich. Goundsätzliche Bedenken habe ich mchtt. ^tatr der Teuerungszulagen wollten unsere Arbeiter neber Lvhnz-illagein haben, die wir ihnen auch im ausgiebigen! Matze gewahrten. Tie cher vorgebrachteu Wünsche Orr die einzel- nen Beamtengattuiigen werden wochwollend geprüft werden
Abg. Bruhn (Deutsche Frakt.): Die Zulagen für die Posb- beamten genügen nicht, namentlich tveml man die kolossalen Löhne, du m CK'c Industrie gezahlt noerden, zum Vergleich heranzieht. Tw Ueberlastung der Telegrapheil ist mit auf die vielen Militär- depeschon -Mrückzuftlchcn: viele davon könnten brieflich erledigt werden, namentlich der Verkehr der militärischem Stellen im Jn- larrde.
Abg. Zubeil (Unabh. Sozi.): Wir wollen dem Staatssekretär keine Vorschußlorbeeren auj das Haupt sammeln. W^r müssen ab warten, ob es ihm gelingt, den Widerstand der einflutzreichn höheren Beamten gegen Neuerungen zu brechem Bei L-iner andcril Behorde.herrscht eine solche GünstlmgÄvirtscl-aft tvie bei der Post Abg. Hogy Elf.): An den Pojtdiebstählen ist Elsaß-Loth- ringen nicht beteiligt. Das liegt daran, datz dort der private Patetverkehr überhaupt ausgebsben ist. Er wurde untersagt aus der könnten Brasse ein- und ausgeschmiiggelt winden
-.Abg- Quarck (Soz.): Die Frau ist heute der Post unent- behNiÄ und daher sollte man sie auch nickst so geringsckstitzig be- Yandetn. und ihre Besoldung tief unter die des Mannes stellen obroohl ne vielfach genau dasselbe leistet. Die Frmr tvird uns noch lange auih ivalwend^ der Uebergangswirtschaft, uoNoendig sein.
, Abg Sipkovrch (Forffchr. Volksp.): Ich möchte namens b«tz die Wünsche der gehobenen Unter- boamden beruchlchtigt werden. Tie Bordofrecheit der Fürsten sollte gänzlich verschwinden.
Staatssekretär Rüdlin: Wir schützen die Faanenarbert. ohne me wahrend des ^Krieges Nicht auszuLmimen wäre.
' Der Titel „Staatssekretär des Reichspostamts" wird bewilligt; ^r Entwurf einer fünften ErgckiMng zum Besoldungsgesetz und die .Resolution Hubrich werden einstimmig angenommen
«r^gt sich das Haus um V/i Uhr. — Nächste N°z«. A Uhr nachmittags: Weiterberaturrg des Post
Die italienikche Kammer.
^ r *1? a 110 Die Turin er „S t a m- v a sieht voraus, daß die heute beginnende Kammerverhand lung einen sehr lebhaften Verlauf nehmen wird. Die Reaie- cmrg habe zwar keine Erklärungen von ihrer Seite an- gekündigt, es könne aber nicht ausbleiben, daß insbesondere . Oie Stellung Italiens in der Entente die militärische Lage wwle dre Frage der Versorgung Italiens mit Lebensmik reln Gegenstand der Verhandlungen sein würden.
Staatssekretär v. Capelle über die U-Boot-Frage.
<o n JhYnV i T V I 0 - ^ heutigem Sitzung des
U pg £** Reichstages, in ber die Aus-- über die U-^oot-Frage fortgesetzt wurde, erklärte Staats- le^tär v. Capelle: Ter stningemde Punkt der gestrigen Aus- Mhrmrgen ivarem dre wrrffchaftlichem und innerpolitischen Folgen, dev U-Boot-5lrreges wahrend der nächsten Monate. Der Ge sah IlSJUi ?^ r ist, nne auch die „Germania" zu-
y*^treten. Tie Lage der Wesb- machte verschlechtert sich von Tag zu Tag. Der Staatssekretär ging sodann kurz auf me Berechnung der Welttonnage eines Abgeord- neten nn, dw im Soinmer des vorigen Jahres eine Rolle spielte, ^rese Berechnimg werfr gegenüber der Toniiageberechuuilg des Ad- nnralstabes eme Differenz von neun Millionen Tomren ans Nack meiner Mermmrs ist die Berechmmg des Wnriralstabes richtig, woher kainse denn sonst die Frachtrauiniiot der Entente, die man an- ge,ichts der vorliegenden, Tatsachen nicht hmwegdisputieren kann? Ter Adnnralftab sprach sich in seiner Berechnung iiber die jeioeiliae Me der Schiffahrt aus. Anfangs sorgte jeder der feindlichen! Staareii iur sich. Später wurde ein gemeinschaftlicher Tonnage-, bellueb unter Englands Ortung eingerickstet. Der Staatssekretär gab eine Berechnung des amerikanischen Schiffahrtsamtes der Welttonnage für den Herbst 1917, wonach die Welttonnage 32 Millionen Brt. betrug und worin als über See gelstnd nur 21 Millio- nerr Brt. angeführt sind. Man tut aber <ptt, iffcht so viel auf gW Berechnungen zu geben, sondern sich lieber an die erfteiiliche Tatsache zu halten, datz der Gefahrpunkt für die Westrnächte erreicht ist.
Aus dem Kelche.
Staatssekretär Dr. Solf schwer erkrankt.
^Lrkin, 18 . dlpril. Staatss-ekretar Dr. Golf ist ans ernor Dtenstrerse in die SchlvÄi^ die er zur Regelung von Angetegerch?iten der Jtitermierte-n aus deutschen Schutzac- breten unternommen hat, in Bsnr an Ga llenb lasen- Entzündung mit hinzuaetretenen Kpinplikationen schwer erkrankt. Wenn auch dank der aufopserriden sachkundigen Behandlung per Berner Aerobe Professor Dr. Sahli Dr vMutachundDr. Scho rer Anlaß -u ernsteri Besorg- mffen augenblicklich nicht mehr vorhanden ist, so wird mü ber Rückreise des StaatssekErs vorerst iiicht gerechnet werden können.
Ans Sterdt «nd Land.
/Gießen, den 19. April 1918.
** Amtliche P erso nalna chri chten Der Groß Herzog cvipftng zum Vortrag: den Staatsminister Dr. v. Eivald, den Mi- dos Innern Dr. v. Homberg t -zu Vach, den Finanzmiiiister Vorstand dos Kabinetts Wirklichen Geheimerat von Nömheid, den Ordensk-nzLer Geiieralmajor ä la suite F-reil-errii Roder v Diersburg; außerdem den Gel>eimen Hofrat Dr. Behaghei, dech Geheimen Kvnimerzienrat Heichelheim und deu Justiz rot Gruuewald. ^er Großherzog hat lxm ordentlichen Professor an der Univernlät Basel, Dr. Otto Eger, zarm ordeullicheu Professor an der iuristischen Fakultät der Landesuniversität Gießeii mit Wirümg ? om _Av 1918, den Lehranitsassessor Heinrich Gllbert aus Heuckstlheim zum Oberlehrer an der hölferen Bürgersckmle zu Hungen dm LehramtSrsseffvr Wilhelm Muk aus Oftotz-l^serau zum Oberlehrer an oer höheren Bürgerschile zu Mdda, dwr Lehr- amtsaisefsor Heinrich Salomon aus Tarmstndt zum Oberlehrer au der höheren BürgersäMle z:i Phurgstadt, und den Lehramts assefiar Leiurich llllmann.aus Nieder-Erlenbach zum Oberlebier au der lchherPi Bürgerschlle zu Rimbachi. O. ernaintt. Eruanitt wurden am 17. April d. I. Wilhelm Lang und Peter Meerstädter aus Darm,tadt zu Labovatoriumsgehilfen: Heinrich Leiüner su Darmstadt zrim Gärtner.bei der Landwii-ffchafttilhen Versuchs- stattvn. Der Großheiz'-g hat am 17. Apr-il d. I. i>em Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gros^(öerau Ludwig Köler den Charakter als Anitsgerickstsvat verliehen. In Ruhestand versetzt wurde am ^ ^ GerichtSvollz-iel-er bei dem Amtsgericht Darm- stchä II Heinrich Wedel Mrs sein dcachsuchen uikd witer Anerkenirung 'Er laiigrätwigen treuen Diench mit Wirkung rwm 25 April 1918. Der Grvßhcrzvg hat am 17. >>Apcil dem Gerichtsvollzieher bei dem Amtsgench Darmstadt II Heinrich Wedel das Silberne KreuH des Verdienstordens Philipp des (iftvßmütigen verlielwn Der Grorcher^ hat am 17. Aprll d. I. die Finanzassessea«n, Heinrich Weissenbach aus Mach>-Kachl, Ludwig Wocher aus Drais Karl Bock ans Frankfurt a. M. ünd Frwii. Merz aus Fürseld zu Ob ersteu eckonttwlleureu, den BeMrkSkaffeassistenten Lud!vi>f Leon- hard zu Mainz, sowie die HailptsteuevamtsassistaUen Gwrg Sein Offenbach uiid Gnstav Mingler Mi Bingen vom 1. Äpril d. I. ab zu Finakczanktsassistanten, den Stenerdnnehinex des Steueramts Grotz-Gerau Nilvlmts Jakob Schmitt, zurzzeit in Biugeu, zum HauptsteueramtSasftsteittini bei dein .Haupt,teueramt Bingen und dw FinanzaspirEn ?lugu,t Kraf!ett aus Darmstadt und Friedrich Sck>afer aus Leeheim Mi^sOberrechnungsprobatoren bei der II. Justi- llkatu^bterlung der üAberrecknungSkammer mit dein Amtstitel .T)oerreckmungsrepi,'or" mit Wirkung vom I. April 1918 an ernannt.
** Auszeich,, ungen. Gefreiter Heirrrich Weitzel, Jn- baber deü Eisernen lenzes 2. Kl., wurde mit der Hessischen TapfertettsmedaiNe ausgezeichnet. — Mit dem -»briegSehrenzeichen, wurden ^der Verwalter G. Ho ff mann und der Werkmeister Hkün. Topp bei der Bieberthalbahn ausgezeichnet.
<^dessrd«rung. Drr Sergemrt .Arr, Kum af wurde UMi Brzeseldrvebel besördert.
tl- Dien stj u bil ä um. Herr Heinrich Uhl feierte gestern Ä?. -^trale der Mpdiizinischen, Frauen- :md Haul-
Arnik fern fahriges 'Dionstjubiläum. Ter Jubilar tvurde mit Gecken keu rerch bedacht uns geehrt.
** Don der Polizei. In letzter Zeit ist ein Lötkolben ab- handeil gekommeri. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Mmi- nal-Abteilung entgegen^
r-J!l ^?^«be der Lebensmittelkarten erfolgt ^mStag den 20. d. M. ^iel-e AiiAeigartril.
tr n. 9 Süßstoff (Saccharin). In der Zeit vom ors 15. Mar wird gegen den Lieferungsabschnitt 15 der "11" -blaul uiiö gegcn den Lieferungs-abschnitt 6 der ^ußitoffrartm „0" (gelb- von peu Süßsroffabgabestellen Süßstoff avgcgebeu. ^>iel^ Bekannttuackyrng.
/^k{* f e i er llll 9 ber Kupfer- und Platinteile v o n B l r tz s chu tz a n l a g en. Enteigneie Blitzableiter können am TiNi-'tag den 23. d. M. von vornifftags 9—12 Uhr und nach-- mittags von 2—5 Uhr im Keller der OberrMsckmle, Bismarckstrrrße, ab geliefert werden. Siehe Bekauntmackmna. q\' Jung niehr Tie nächste Uebrurg findet Mittwoch abend v U Upr in der Turnhalle der Oberrealsckyckc statt.
- - b e r he s s i s ch z r Kunstive rein, (be'ttrn besichtigten ^verbürgernieis 1er Keller und die ^oladttrevordneten unter Fiih--- ruug von Geh.°9ült Pvof. Tr. Sommer die in: neuen Schloß, ttrugang Sarckenberg'rraye, untergebrachte (Äüßener Kunstsamm-. lung. Erofr.wn§pdec Ablsstollung^ wird heute Freitag nack)mittag o tiyr drrrch die Mitglieder d.s Kunst Vereins und ihre Arufe-- hörigen erfolgen. Auch auswärtige Künfckkr und Künstlerürnsr lverocn zugegen sein.
** T er Evangelis chc Arbeiterverein veranstaltet am Sonntag deii 21. d. M. im Vereinslokcck einen Familienabend, der welcher Gelegenheit Prof. Tr. Schuioll, welcher die Anfangs- tampse in diesem Kriege mitgemacht hat und dann schwer veuvundet umrde, einen sehr interessanten .Dorrrag halten nürd. Außer- sind musikalische Tarbiettrugen,- GesangsvoiTttäge usw vorgesehen. (Siehe Anzeige.)
** Heim atda nk a n beimgekehrte deutsche Kriegsgefangene! Auf dnr Aufeuf in heutiger Nummer wird besonders verwiesen.'
** Das Wetter, das seit dem ersten Frühlingsgewitter "verdoroen ist, machte wiederholt ein trübseliges Gesicht. Der zimehmeude Mond wird lvyhl eine baldige Aendernng bringen. Die Eide hat letzt Feuchtigkeit genug and eine baldige Wiedeverwärmuna wird Wunder in der Natur bewirken.
** Sta d t t he a t e c. 2Uif den heurigen TanM-Abend von Hanneloie Ziegler, t^r eine gänzlich neue Programm folge bringr, str auch au dieser Stelle ganz b-ffvnders hingelviesLN.' In den Haufen ftnden ^amnilungen zugunsten der Mrrücttelneiiden Kriegs-
ge fangeneu statt.
^ ** piel Han s «Bahulfofstraße). Aus Anlaß der in
oen nächsten Tagen im ganzen Reiche zur Sainmlung gelangenden „üzeilniatdank für rückkehrende deutsche MegSgefangene" hat ftch die s ire^ffon des Lichtspiel lenses entschlossen, einen Teil der EiNTmlwien diesem gitten Zweck zu-uführen. ES genügt, derr ^ärm»rii Henny Porten zu nennen, die im zweiten Teil des spcm- nendeii ^vamas „D i e Fan st des Riese n" au stritt, um zu zeigen, datz mir das Höchste Und Beste an moderner Schauspiel- und £L lTT Sr Oebchnr werden wird. Ihr Auftreten allein ivürde jeden. Der Gcüegerrheit hatte, sie einmal zu sehen, veranlassen, die Licht zu leuchen, wenn nicht auch alle die. ivelche dcm erlstmr Teil de. fe,,eluden Dramas gesel>e:l haben, wohl kaum erwarte.i können, welche iveitere Entwicklung der zweite Tell bringt. Daneben steht aber auch noch Biggo Larsen, der so überaus ffeliebte Darsteller c? .!? 'tt'otzen vierattigen Detekttv-Schausviel „Der graue ^ err , der die Aufmerksamkeit trnd Spamiung aller stets aufs höchste zu steigern weiß. Es steht zu hoffen, daß'das anerkennens- ^^kene:verte Entgegeutbmmen der Leitung des Licht- Maihau,es der allgemeinen Sammlung für die rückkehrender Kriegsgefangenen recht zunutze kommt. Siehe Anzeige.
Kreis Alsfeld.
** Nieder-Ohmen, 18. April. Ter Vizefeldwebel Karl Rertz, Sohn.des Schlossermeifvers Adam Reitz, wurde zum Leut- nant der Res. befördert. Er ist cm Besitze des Eisernen Kreuzes 2. Kl und der Hesfischen Tapferkeitsmedaille. — Der Musketier Otto L an g o I a erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl. — Dieselbe Auszeichnung wurde dem Musketier Wilhelm Steuernagel verliehen.
Kreis Friedberg.
Q. B ad-Nau hei m , 17. April. In der gef'rrigen Stad t- verordnetenfitznng wurde folgendes verhandelte Der lange Jahre der Versammlung angehörende Kauftnami Phil. Müller legt wegen hohen MterS und angegriffener Gesundheit sein Amt ’Ä'- städtische Vorauschlag für 1918 wird mit 982123
wtark rn Emnahme und Ausgabe genehmigt. Wasfenverk und Gas- ioert. die in FnedenSzeiten anständige Ueberschüsse erzieltem ^rstn fetzt gar mchtS^nehr ab; nur das Elektinzitätswerk soll 10 000 Rck. an die Stadtkasse abführen. Bei Gemeinde- steuern ist eme Einnahme von 482 000 Mk. vorgesehen Zur Beteiligung an te achten Kriegsanleihe soll bei dem hi Spar- und Vorschntz-Verein ein Darlehen von 50000 Mk. genommen lverden. — ltru das Anhalten ber vmr Berlin und Ham- bürg üoar Gießen hier rwrmittags eintreffenden Schnellzüge zu er rei chen, soll eine Emgabe an die Eiienbahn-Direltioi: gemacht winden. — Die lOOprozenLige Erhöhung deS Preises für die Milll- abfnhr imd dos Droschü'enra'?iss wiri) genehmigt.
Starkciwurg und 'Rhsinhessr».
- ^9^ r m fl^18. April. Der hessische Lan des oe rc in lur Kriegerhc imstätren hält am 25. April, vormittag-' 10/.' Uhr, im 5 -urstrnsaal in Darmstadt seine erste orixmtlicbe Generalver,ammlnng ab.
I Darmstadt, 18. April Mir ©tie felmn rber ber M 111 «n«n oa erftet b-c.iiiÄ» Hotels rfmnutrtier; hatte, 'ftefcl wayrenb der tcach: sämtliche <r>chu lyt bar Hotelgäsie, die vvr die Zimmertüren gestellt waren.
I Stockst«dt. 17. Itprü. Dir HilfSs-chüfstrerM Gre bel wo-n «win<ie,rbrra brachte 6ewt Rangieren am dem hiesige» Bnkmhvs dm Kvps z>m,-chen dir. Puffer und wurde sofort getötet.
hiesigen aui-
Gietzeiner HonzertveskeLN»
Der Pianist Wilhelm Backhaus aus Berlin vermi- «tattelr geuern -ernen Klavierabeird, der ein außerordentlich ge- ich'vfsewes Programm auftvies. Kamen doch nur .nvei ceitl'ch einander Jo nahe stehende SKeifter wie Robert Schumann mrd Jo- mi ? ^nigen ihrer beliebtesten SckOpftmgen zu 0>ehor. Tatz es zumarst svlche LÄrke ivarcm, die schvieiige technische Pvoblenr-e stellten, ,ott kein Bor Wurf sein, drückte aber inrmerhin dem f'lbend snn besionderes Gefwäge auf De,m es brauch' tvohl kaum gesagt zu wetL-err: Wilhelm Backhaus ist lster uuumfth^ä-nkte! Meister !mch unttr den Lebenden werden sich weiiige rhm zur Seitt stellen rönnen. Aber em bißchen weniger pianistisches Tvommelfeuei und em bitzchMr weniger Eilz'.dgStempo hätte manches nach llarer nnv plalttscher gegallcch hätte fo manck-er Stelle noch zu verliefti-m Ansdruck vei-hol,«,i. Glenck) die emleilmiden H ündel vari a tio-. neu v.oii Jvhann-es Brahms litten zuwellen unter zu großer Hast; das gilt namentlich von den kleinen U>ri|d<en, z T kantonlsch geführten Gebilden, gilt airch von einigen der lernlxifveren Stücke und von der im übrigen mit großer Lttnvvur gespielten ch n $S) ~ Robert. Schunmnns „tiefe Klage um 5Nara", bir Irerriuctse P han ta sie op. 17, lag dem Künstler in der S-timnuma nwyl noch besser. Scharf Umrissen urtb lebensvoll kam dett- Hauvr- tl>ema des ersten Satzes l-eraus: schsn ausgearbeller auch das 'Adaaw am ^Mutz. Ter zweite Satz ließ an Energie iiichts zu ivünschen ^bn«. stellte überdies in bezug mrf Tenlpmiahme und Kraft, eiitfaltung wobl. Mich das yleaßershe dar. Sehr nEttlend lvirktt dann dw abgeklarte Ruhe und vornehme Ausgestulttma mit der der ^«ckFußsatz an uns vor üb erzog. — 3 Stücke von Ja bannet Drahnts sagten: Tie Rhapsodffe G-Moll ließ l>esmEs rn ihrem Ti i odsu hrungs leck neben dem , e/vtircr an ff den iein sinnigen Musiker erkermen; dasselbe gilt amch von dm beiden In t er° SBaruce !ie,piette.t op, 117 Nr. 1 und dem brtnant nick delikat vorgetragenen vp. 119 Nr. 3 Ten ?lbend bc[ri4of} schummrns lebmsprül>endes Fasch-ngsbild: Te? Carnaval
Beziehungen ^ seiner ersten §!^ut ^n^fftrne v. Frickm ferne be,lcmdm-e Note erhallen hat. Tiegrandioie Wiedergabe des gewaltigen Werkes das in <icm at* «tuw Bray.ns em tcmpio rubaw znläßt^-T ^ckn Tavidsbüiidlerniarsckies, erregte, wie
d!!^ De, fall ..ndveranlaßtr
bie Zugabe vvn SchmnmlnZ 'rmng gespieltem ,Miruvr"
Dr. G R.


