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Rrie$$$efart§en in LRgls»-.

fööta&rrrite fee§«mÜRt^ c 'O0ö«lQi*crl Brasch während so'lMer ILmoinattg«! G-chas^rnschLft.

(Nochprnck verboten.)

(ForpetzaLg.-

Am 28. Jmruar 1918 wurpe der dritte Truuspoct im Lager Vacheftn. Diesmal beßnid ich mich ram endlich auch unter bc^ Glücklichen. Am 31. Imcuar abends 8 Uhr mußten wir an- tteteu. ,Es waren etwa 250 Invaliden und 10 Wann vvm Lanttäts- Perfriml Wir wurden in eine große Halle geführt, wo eine gründ-, üche llntersrulmn- des Körpers und des Gepäcks strtttf'and Me Wvll- zacheii (hnupticutzlich Schale) Decken, die unser Eigentum waren sowie geschmtzte Bilderrahmen, Taschenmesser, Eßbestecks und alte schriftlichen ^.ack-en wurden uns abgenomnren, ja sogar eigene Unterwasche und Uni form stückc Man behielt nichts übrig, als das, was mau auf dem Körper hatte und etwas zerrissene Wäsche. Die Urrteriuchung wutt^ von OfsiAieven vorg«wmmen. Nachdem dieselbe beendet war, wurden diejenigen, hie nicht laufen konnten, iauf LasÄrulos^geladen und nach der Bahn gefahren. Wir anderen marschierten. Tic übrigen Kameraden riefen uns nochmalsLelie- wrMZ zu, und fr schieden wir, kn der Hoffnung, daß auch sie bald Nachfolgen werden, vvn ihnen.

Das Lager, wo wir noch fr viel Elend und Schlwack erdulden wußten, entschwand bald unseren Blichen. Etwa gegen 11 Uhr tt&rafe? waren wir *mf dem Bahnhofe Bwktzcui angelangt Ter für Wrs bestimmte Äonderzng war nach nicht eingetroffen. Lan<^ ßmr teraum ehre Stunde nach der anderen in Mste und Schnee. Die Invaliden standen da und froren. Ein Unterschlupf war nicht zur Verfügung Etwa gegen 3 Uhr morgens traf endlich der Son­derzug ecn. Wir halten unseren Kameraden beim Lmffeigen. die trotz ihrer schweren Verwundungen große Geschicklichkeit dabei Leigten. Der Zug setzte sich bald m Bewegung.

Etwa gegen 8 Uhr MvvMNs trafen wir dann in Bvstpu ein Der Zug htelt hier dicht an eruer Landungsbriute cm Hafen. Die kleinen Paddelboote, die unÄ hinaus cm die qrvßm Lazarett schiffe bringen sollten, lagen bereit. Etwa 2 Stunden famb der Zug hier ^ld mir hatten rmmor noch kernen Befehl zmn ?lussteigen. Endlich, MN 10V» Uhr wurden wir auf die Boote verladen. Lin diitzter NebÄ lag m-f dem Wasser nwd der Regen siel m Strömen 5Kr Um dl-selbe Zeit traf auch noch ein Lazarettzug mit Verwundeten! em, drc getragen werden nrutzbar, friote Urtteroffi ziere, die in England ntterntert werden sollten. In einer halben Sttmde waren! wir alle emgestmsst. Das Gepäck nur bereits auf bat Schiffen urUrrgebE, wovon aber der größte. Teck des Inhaltes von den Engländern beraubt war. Es wurde 12 Uhr, 1 Uhr und noch vmmer lagen die Boettc M. Ter Nebel wurde dichter und der 9tege,l setzte immer stärier ein. ^o mußten auch merne verwundeten

SanwoHtom im steünvMden Sfeam, denn v4ck Unterschkupt war näht da, znbringen. lÄrdtvch, gegen I V» Uhr fuhren die Schiffe ab. Zwar hatte der Regen nachgelassen^ aber dafür wurde der

Nebel immer dichter und dichter, was für uns großen Nachteil haben fr Ute. Derm^ Staun waren wir etwa 300 Meter iveit gefahren, als die Schiffe wieder umkehrtM, da sie wegen des drchten NebÄs nicht weiter hinausfahrar könnten. Wir wurden wieder m dieselben Züge verladen und fuhren etwa 1 Stunde im-iter nach dem ungefähr 13 Meilen entfernt liegenden Städtchen '^'Valten. .Em hier provisorisch eingerichtetes Lager nahm uns aus. Ter Lazavettzu^ .blieb am Bahnhofe stehen und die Schwer- verwundeteN' die nicht lausen konnten, blieben darin bis zum nächsten Morgen. Das Lager, welches früher ein Armenhaus war. lag m der Fliegergefahrz>one. Wir durften deshalb des Nachts fern Licht brennen. Hier bekamen wir seit dem vorhergehenden Abmd zum ersten Ndale wieder etwas zu essen. Ta uns die Mudrgrert fast förmlich überwiiltigte, legte man sich auch bald zum Schicken weder. Am nächsten Morgen um 7 Uhr. <tTv> am 2 Fe­bruar. wurden wir -weder verladen. Sir fuhren denselben Weg wie­der zurück. Tiesmat sollten imr mehr Glück haben. Der Nebel -var nützt mehr so dicht, -che am Tage vorher. Das EmschLffen, üu l rr dltd-esboote ging schnell vonshttten .und mir fuhren auch alsbald ab. Nach etwa Isttiudiger Fahrt sahen wir von weitem die Umrisse der holländischen Lazarettschiffe.' Tie finsteren Mienerr der Gefangenen erhellten sich und man oteuete erleichtert auf. Wrnkte aus nun dock- bald ine goldene Freiheit und kein Stacheb- drahtza-nl. Lckwn von weitem begrüßten uns die Pffegcschwestern von den Lazarettschiffen, und Tränen fiteg eu tu unsere Augen deren mir uns nicht jdpämten. Unter brausendem Hurra legte unser Boot, welck^s im Vergleich zu den gvohen Schiffen eme Nußschale war. mr den holläudisclreu Schiffen an. Ter Empfang war sehr herzlich, hatten wir doch keine Engländer mehr vor mrs sondem Angehörige vom holländischest Roten .Kreuz.

Es stmr etwa gegen 11 Uhr morgens, chs wir das Schiff betraten, das den NamenMnigiu Regenles" rührte und uirgefähr 300 Mami an Bord nahm, wovon die eine .Hälfte in das Vorder- schr ff, die andere Hälfte in das Hinter schiff untergebracht wurde Die Kabiueu waren je nach ihrer Größe, mit 2, 4 oder 0 Lichte f stellen, fr.oie mit allem nrögtick-en Luxus ausgestettet. Man glaubte sich nt ein Paradies versetzt. Ta wir durch unsere Kletz d-mg sehr heruntergekommen aussahen. wagten wir es anfangs nickrt, uns äarm frei zu l^-.vegeu. Erst auf einen ernnmterndeu, Zuruf seitens einer Schalter, entledrgtcu wir mrs unseres H.rnd- gepäck-Z und Mantels. An jedem Bett hing ein Btettungsgürtel Bald darauf mußtet wir uns alle auf Deck versammeln. Der ^chiNszahlmeist'er gab uns einige Anweiswrgen über das Ver­halten auf dem Schiffe. Rauchxn durften wir nur auf Teck imbitm Rauck>- und Leseiateu. lieber das Betrage -1 der Engländer bc-

schwerte sich der Zahlmeister sehr. Dte teten frech gegen daF ^rsonal und -vürden seinen 40nwei-ungen .keine Folge ^

Ltec den deut-rhen Gcnarrganeu wäre derartiges noch nicht uw gekommen. Tarmp mußten wir alle nockumals mit unterem R-t- tuugsgürtel mitreten. Tie B-eiatziurg zeigte uns, wie man dieselbstz anzulegen hätte. Tann bekam jcDer ,cm Rettungsboot onge- wiefrn. Auf i«des Boot kamen etwa 14 Lckuffsgäste und 12 Mann voii der Besatzung. Um 12 Uhr wurden nnr z-uni Mittagsnwchk gerufen. x m einem großartig aus gestatteten SpeisesaLon v«chrm. melteu fudjt die Gifte vom Hinterschiffe und eine Stunde später die vvin Bord ersäufte, da der Raum mir für 160 Nttmn emgeetchtet war. Wir wurden festlich bewirtet, dve Schevesdern unterstütztLN die ^aaververwun^teu. Die Speifru. die m reichticl>em Maße anff- Mtragen wnrden. bei landen gu s Suppe. Kartoffeln, Gemüte und

June um? dies -chmeckte. kann sich jeher denken A h sch

i mt

Wem. Bier Kvgn«ck usw. bekanrern wir. Zn der (Gefangen hatten imr keuren stMohal zu sehen bekommen, viel ntemaer ge- ^ ^ 'Wirde uns deshalb imchher' stmcker Äfffc per^> reicktt. Ta das Wetter ftch am Nachmittage aufflärte und Mutter Zomre ihre warnten Strahlen l-erabfrndte. konnte man auf Deck -pazierr-i gehen. Bor uns, in Ahsdüudan von et m 160 Meter uagen dre anderen Lazarettschiffe Sindoro und'Zee-

land. Auf Zrmbow waren die Ztzntgefangenen untergebrachk, aus Zeelmid Hnvaltd-e-r Mr galieu uns gegenseitig unsere Freude duuch Tncber,ch-penken kund. Das Schiffsperianal. das sehr freund-, ^ beschenkte uns Zigarren, Zigcwetten. Tabak

Ä!?' F.M^le-u butter uns lag immer mich die englffche

Küste. Um 6 Uhr ertönte em Zeichen, welches uns zum ALach°

-r - ,-. n . T '* '^ lLn -iUJJCV* 11UB ,>UUl ZUJdzD^

e-sen rief. Wiederum wurden, \mc am Mittage. Werst! die Gäste Hmterichiffes gespeist und eine Stunde später die des Vorder^

des

i^WchemMa§ ^ urtb kalten Ausschnitt, avles in

Um 7 Uhr kam ein Lotse, der das Schiff üiber die Sandbänte hmaus stepM i-oltte. So fuhren wir cg. 1 Stunde uni> England ente ichlomfr unseren Bl-cken. .Kurz -mch 8 Uhr hielt das Schaff wieder rmd dw Anker wurden ausgewortett. Ter Lotse verließ das Schkss und fuhr mit emeni kleineu Tantpflnwt wieder zurück. Es wox ichvu ziemlich dunkel; das Schiff war mit unzähligen Lichter« ecteuchret Tic beiden anderen Schiffte, die nack-gefalgt warem Iwten uns dadurch einen herrlichen. Anblick. Bis 11 Uhr obschS, wurden noch allerlei Bclirstigutigen getrieben. So forderten mtä MC ^chwestefi zum Tanze auf. Die invaliden versuchten dobiei ihre Kunst, so gut es ging. Allmählich verschwand einer noch dem andern rn seiner .Kabine, aber noch lange konnte ntan keinen SchLck dachte über die Vergangenheit nach und die er­duldete Schmach. Fetzt aber waren wir frei, aber immer noch nicht auf deutschem Boden. Es sollte ja nicht mehr allzulange dauern. (Schluß folgt.)

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8 668.83

53018.48

53 018.48

Mttgliederstand Ende 1916 .... 336

18

864

8

"34f>

Abgang in 1917.

Mitgliederstand Ende 1917 . .

Die Rechnung liegt vom 19. April bi« 37. April Mrt Einsicht der Genossen bei deni Direktor offen.

Der Borstand:

Direktor: Hildedrand. Rechner: Erb I *$)ie ordentliche

Generalversammlung

fmbet statt Samstag den 27. April d. Z., abeubL 9 Nhr, bei Gastwirt Heinrich Ziegler.

Tagesordnung:

1. IahreSrechnung und Bilanz iür 1917

2. Entlastung des Vorstands

3. Festsetzung der Dividende 1. Aenderung der §§ 16, 24 u. 35 deS Statut«

5. Verschiedenes.

Wieseck, den 16. April 1018.

Kür de» «nfstchtTrat:

Braunewell. zMtz