Boitc -erchie öertrcaioi gUdrreuv sr^echts«Kst. Sic Witnmen jdarauf, -'»aß Vcvs So-I? bi« ©fcintbe er ferme intb bcm Heer neue Mittel tzibt. Wir hüLen daher bte heilige VeciMchtmiF. dafür yu folgen, bcfe die 8. Krf.n^mlttihe olle «rtbcrot übertrcffe. Es mich Sie Ehren- Pflici-t eines stH-eu DcLtsckxm sein, fern Möglichstes zu tun, das; die •ftene Linie auf der graphischen DarftÄlimg der bisherigen Kriegs- Lttl^l>en die anderen Linien überrage.
** Nora Menge tberg Arllasstrch des Vortragsabends, den Nora MengÄbevg, die begabte ÄäMerin Enrst Milans, mir Sonntag den, 21. April in der neuen Aula veranstaltet (siehe An-eige?, dürfte noch eine DespveclMnn der „Vcsts. Ztg/' von Jlrterc-s'c >oin, die gielegeirtlich eines VorlragsÄends der Mnst- herrn schrieb: Mit schöner, warmer Altstimme erzählte Nora Mcug-olberg Märckierr. Ter ausveckrnste Saal sab nur lächelnde Gesichter. Prächtig klar und erfrischend, voll Einfachheit im Ton und der innerlichen Gebärde des Vortrags, zogen die lieben bekannten GesclMhnisse an uns trüber. Und Andersen! Scl-cllkhasi, urrt zierlichen, leicht hingeworscnen Nebenbemerkungen geschmückt, sie „Bra n tlente" und voll unvrrgleichlicl-er Arrmut der „Schmetterling". GtLrunsüier Beifall erzwang mehrere Zugaben. — Heber Ernst Milan, den Künstler, den Lehrer Dona Mcngelbengs, -orien- tieven am. deste.c die Worte Cäsar Flaischlc.s, die dieser' am 8. Mai 1917 bei der MÄarr-Gedächltnisse^er in der alten Aula der Kgl. Universctät zu Berlin sprach (Bert. E. Fleische!, Berlin), mit denen der Dichter FlliisckLer demSpvachkünsAer Milan, seinem Wollen und Mimen ein Denkmal setzt«.
** Hiceres bezü g e. Ten Empfängern von Hemsbezügeu ist vielfach nicht bekamrt, daß sie ihre Bezüge bereits vor dem eigentlichen Fälligkeitstage bei der Postanstalt ab-, »uh eben haben. Die Heeresbezüge an alle Ernpsänger, denen der Nebergang der Zahlungen aus die Posdanstalten von ihrer zu- süänjmscm Ptensionsr-sgelungsbehörde (Regierung usw.) mitgeteill wordeik ist, werden bereits am 29. oder, wenn dieser Tag aus euren Sonn- oder Feiertag fallt, am 26t des der Fälligkeit der Gchührrnsse vorhergehenden Monats — im April also am 29. — bei ihrer Besttllpoftmrstalt gezahlt.
**Mill?ommeninderDeutschenTurnerschaft! Mir dächem Grüß tritt die Deutsche Turnerschaft an die Knaben heran, die nukn di« Schube verlass«! hrben. Die Deutsche Turner-- schuft list der grÄstte aller Verbände auf denr Gebiete der Leibes- Lbnngan in der ganzen Wjelt und zählt mehr Anhänger als alle te'ircrert Leibesübungen treibenden Sinrtvereine Deutschlands zu- Lrmmeugentvmmern. Auf allen, Gebieten der Leibesübungen, sei es Turnei!. Spielen, Wandern, hat sie für die Jugend eilte erfolg-- rxidfe Datigkeic ent sollet. Der Beitritt erscheint daher geboen. Wir anweisen aus das Inserat das Turnvereins von 1846.
** Beschlagnahmte Einrichtungsgegenstände bei In du strie,.Hand« l und Gewerbe. Die Handelskammer zu Gießen schreibt uns hierzu : Zur Behebung von Zweifeln daraus oufmer^am gemaclft, daß von der Bekanntmachung iä. 8/1.18. K. R. A. vom 26. März 1918 betreffend Besckflagnahme, Gntvigmmg und Meldepflicht von EinrichümgSgegenständen auch diejenigen Errrrichtungsgegenstände betrossen werden, die zur gewerbsmäßigen Veräußerung oder Vevarbeitimg sich aus den Lägern von Industrie, Handel und Gewerbe befinden. Diese sogenannten Handelswaren fallen zwar unter die BeschLagnahme nach 8 4, jedoch nicht unter die Enteignung nach § 5 der Bekanntmachung. Sie soll-'n nicht >>ei den beLirftragtm Behörden, d. h. den kommunalen Samwelstellen abgegeben, sondern unverzüglich der Zkriegs- metall-7Illiengesellsä)aft zum Ankauf augeüoten werden. Im Interesse der Metall best her dürfte es liegen, sich hierbei der Vermittlung der in unserem Bezirk errichteten Bertranensstelle für freiwillige Sparmetallabgabe in Gießen. Lonpstraße 7, (Hand-Askammer- gebmrbe,) m bedienen und nicht erst, die Sonderenteignung dieser Gogenstände abzuwarten. Gleichzeitig werden die -gewerblichen Kr«K n»xhmals d-.rvaus hinget me s«!, auch alle anderen in ihrem Betriebe befindlichen mobile Materialien aus Kupfer, Kupfer- Legierungen. Nickel, Nickel-Legierungen, Aluminium und Zinn usw. durch Vermittlung der Vertrauensstelle anzubieten, da sie andernfalls mit der zwangweisen ErsassuTrg dieser Bestände rechnen müssen.
** Zusammenstellung von Gesetze n, Bekannt- Wach ungen und Verfügungen betreffend Kriegs
rohstoffe. Zn der vom Krvegsantt nach dem Stande vom 1. Januar 1918 rreubearbeiteten Zusammenstellung von Gesetzen, Bekanntmachungen und Verfügungen betreffend Kriegsrohftoffe» nebst deren Nachträgen, Ausführungsbestimmungen und Erläuterungen ist das 1. Ergänzungsblatt nach dem Stande vom 1. März 1918 erschienen. Dieses Ergänzungsblatt wird den Beziehern der Zusammenstellung ohne Anfordern kostenfrei nach- geliefert. Sollte die Nachlieferung nicht erfolgen, so ist dasselbe bei der Stelle anzufordern, durch 'welche die Zusammen 1MLurtgi bezogen worden ist.
Landkreis (Sieben.
** Röthges, 16. April. Ter Schütze Heinrich Bötz von hier wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
Kreis Büdingen.
A Stockheim, 16. April, ©eftem fand hier eine Versammlung dar Lehrer icrib Lehrerinnen des Kreises nnter Vorsitz des Herrn Schulrat Balldauf von Büdingen statt. Tie Verhandlungen umfaßten hauptsächlich die Unterbringung von Stadtkindern aus dem Lande und das Sammelwesen. 11m ^letztere^ recht erfolgreich zu gestalten, wird der Kreis in die 6 Sammel» bezirke Büdingen, Altenstädt, Ortenberg, Wenings, Nidda und Echzell ein geteilt und für gr-eignete Abnehmer und Verwertung der gesammelten Mtmaberialien, Wlld rächte und Obstkerne gesorgt werden. Tie Vergütung der Schüler, die sammeln, wird durch das Einlleben von Marken in besondere Heftchen der Sammler gewalwt und später bei Mvechmmg in Geld erfolgen. Eine genaue Anleitung über die Geschäftsführung des Sammelwesens wurde fest gestellt.
Kreis Friedberg.
Fc. Fried be r g, 16. Aprll. In das Warenhaus der Geschwister Mayer wurde eingebrochen und Maren, meist Seidenstoffe, im Werte von über 20 000 Mark gestohlen. li Desscn-Nasiau.
— Frankfurt a. M., 16. Afprll. Bei einem Einbruch in eine Villa an der Miarntzer Qandftvaste wurden von de nDieb-en japanische und chinesische Elfenbeinwaren im Gesamtwerte von 6000 Mark gestohlen. r
= .Frankfurt a. M, 16. .April. Die Polizei setzte die; Polizeistunde wÄirend der Sommerzeii auf ll 1 /* llhc für Wirt- schäften, Theatervorstellungen, Kinos und Bergnügungslokale, für > -iväusirauffü'lMnraen in Wirtschaften auf 11 Uhr und für Änimert- kneipen auf 10 Uhr fest.
= Frau tfurt a. M., 16. Llprll. Vo-m 20. April ab werden die Preise für Milch »und Milchnftschungen aus der städtischen Milcl>- küche nach d«M Einkommen abgestust. Es koste! das Liter Milch bei Einkommen unter 2400 Mk. 44 Pf., von 24110—4200 Mk. 52 Pf., über 4200—6000 M. 72 Ws., über 6000 Ml. 1 Mk.
st Marburg, 16. ^lprll. Dem bekannten hessischen Volksschriftsteller .Heinrich N a u m a n n in 9tMl.zhcmsen im hiesigen Kreise rvturde das Verdienstlrenz für Kriegshllfe verliehen.
** Wiesbaden, 16. Aprll. T^er Sergeant Josef Heid, der wie gemeldet, in Wiesbaden die Eheftau Meta Ätz auf offener! Straße erschossen hat uMilllh Lann in seiner Wohnung) durch Gas zu vergiften versucht hatte, hat sich im Mllllärgkfängnis erhängü
Unnst
Jungnickel-Uraufführu^g im Neuen Theater zu Frankfurt cnn Main.
Tienstag abend Lcmr im Neue.: Theater zsu Frankfurt ein Dichter des „jungen Deurscht-and" zum Wort, der weder Expressionist rvc-ch Naturalist, ein Romcrntiter ist, dem das innige deutsche Gemüt, das dnttsche LelEn der Verinnerlichung alles bedeutet. Mar Ji-ngnickel lxrtte mit seinen Märcl-eusprelen „Tie blaue Marie" "mb „Bettelchristel" starten Erfolg. Das erste Werk schildert dce Erdenfahrt eines herzigen Mädchens, d<ll> wahres Glück sucht, uan 'tvanrig in das himmftsck>e Reich zurückzu kel^ren. ,Mahres Glück gibt es nicht aus Erden". „Bettet- christel" zeigt legendenhaft die Erlöffing eines kranken armen Mädchens dirrch die Mütter Gottes. ^Zernhard Sekles hat zu beiden Werken ellve einschineichelnde, zarte, duftige Musik ge
schrieben, die dem Ganzen etwas llcberftdischeS verleiht. Umer Direktor Hellmers 'Spielleitung folgte Dora Till mann im ersten Spiel und Else Albert im letzteren den Intentionen des feldgrarten Dichters, der neben dein ^Komponisten und Spiel- loller oftmclls ffix beit brausenden Beifall danken konnte.
Gietzener Strafkammer.
Sitzung vom 12. nnd 13. Aprll 1918.
T«r zu 3 Jahreu, 9 Monaten Zuchthaus wegen Diebstahls verurtellte M. G. von Offenbach a. M. entwich' am 21. November 1917 aus der Zellensttafanstalt Butzbach Auf seiner Fluckst kcun er durch Langgöns und entwendete aus dem Hause des Bergmanns B. euren Anzug, bestehend aus Nock, Hose nnd Weste mit einer Uhrkette. Im nahen Wall)« eittlediche er sich seiner Anstatls- Neider, zog den gestohlenen Anzug an und begab sich nach (Neß«t, wo er die Uchkette zu 2,50 Mark verkaufte. Am 14. 12. 17. wurde er in Frankfurt verhaftet. Das Gericht verurteilte den gesdändigen AngeNagten zu 6 Monaten Gefängnis, welche Strafe er alsbald anerkannte.
Der 17 Jahre alte Dchbossergehllse Mfted R. rn Gretzen hat einem seiner Mitarbeiter einen Arbeitsanzug im Werte r«m 12 Dl'ark ans einem verschlossenen Spind unter Anwendung eines falschen Schlüssels mtioenLet. Ter Angeklagte ist geständig, be- lwnptet aber, der Spind sei assen gewesen. Tas Gericht verq urteilte ihn aber wegen schweren Tiebsdahls zu 2 Monaten Gefängnis. _ ^_ .
Ter 17 Jahre alte Arbeiter Wilhelm ^ch. von Schwalherm, der früher Handlungsgehllfe bei der Firma Trapp und Münch in Friedberg war, schuldete dem Sohne seiner Quartievgeberin 45 Mark aüs Tarlehen. Als dieser sein Geld verlangte, zeigte ihm der Angeklagte ein nrll dein Namen des Tirekvors der Firma unterzeichnetes Schreiben, worin ihnt die Bewilligung einer Gehaltszulage mitgeteilt wurde. Es geschah dies, um Stundung zu erlange-.z. Dieses Säisreiben hatte der Angeklagte faffchLich ango- sertigt und er trat sich deshalb wegen schwerer Urkundenfälschung zu veraillworten. Er erhielt unter Zubilligung mildernder Umstände 3 Tage Gefängnis.. ^
Unter Einbeziehung der chm durch 'Stvasbetehle der Amtsgerichte Frankfurt und Alsfeld wegen Diebstahls bzw. wegen Vergehens gegen dos Hilfsdienstgesetz zuerkanttten Strafe erhielt der wiegen Diebstahls bereits vvrbesttafte 18 Jahre alte Arbeller Karl F. von Vvckenrode 2 WockZm bzw. 3 Monate Gefängnis. Er ist geständig^ im Dezember v. I. zu Vvckenrode 2 schwere üud einen einfachen Diebstahl ausgesührt zu haben, bei denen er ursgesamt 27 Würste, 5 Pfund Schweinefett, einen Laib Brot,
Kuchen, 25 Mark bares Geld und dergleick>en entwendet hat. ,.
Ferner hatten sich 5 Jugendliche von Gietzen und Gvoheu- Linden wogen Tiebstahls und die Schuhmaä^r Wllhelm Sch. Eheleute u. o. wegen gewerbsvtäßiger Hehlerei bzw. Beihilfe zur .Hehlerei zu verantworten. Sie lZoben in der Hauptsache auf der Wilson'sckien Ziegelei in Großen-Linden Pferdegeschirr, ein Sil- geschirr, den Lederbezug eines fast neuen Blasebalgs, einen großen, Posten ^Bettwäsche nnd dergleiä-en, sowie dem Treschmaschinenbe- sitzer Emll Sch. in Wieseck 2 Treibriemenstücke, ein, Plantuch und IV2 Gräuel Hanfgnrir entwendet. Das Leder mit Ausnahme des Dilgeschirrs haben sie an den Angeklagten Sch zu 6, 5 und 4,50 Mark das Pfund verkauft. Tie Jugendlichen find geständig. während die Eheleute Sch. bestreiten, sich einer strai- baren Handlung schuldig gemackch zu haben. Das Gericht erkannt« geaen die Jugendlichen aus Gefängnisstrafen von 1 Jahr und 3 Monaten, 1 Jahr, 10 irnb ,2 Monate, einer^ erhielt wegen Hehlerei einen gerickKlnhien Verweis, während Sch. wegen gewerbsmäßiger HehSevi 1 Jahr Zuchthaus erhielt, die Eheftmr wurde frergespWckien.
ti tti i v e rfl $ S ts-H a dt t i cS? teil--
Berlin, 17. Aprll. Ein Fori chungsinstitu 1 wird laut L.-A-MAdung aus Dresden in Freiberg m Sachen in Verbindung mit der dorttgen Bergakademie errtcütet :vettxn. Der Finanzarrsschuß der sächsischen zwerten Kammer bcwÄrgte hierfür 100 000 Mari. Die Mitteldeutsche BraunkohlennÜMstme hat bereits über 400000 Mark für den gleichen Zweck gespendet.'
JubiLättmsstiftrmg
der Greßener Kaufmannschaft.
Aus der JubiläumSstistung der Gießener Kaufmann- Schaft tit ein Jahresstipendtum im Höchstbeirag von 600 uik. »« vergeben.
Die Bewerbungen sind bis zum 1. Juli d. I. an den Engere,'. Senat der Landes-Universitär zu richten. 'Näheres schwarzen Brett.
Gießen, den 13. Avril 1918.
Gar Rektor der Grohberzoglirhen LaudeSAniverfftät:
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