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** TvNlVA t vvrd acht Bmn Grvtzih KreiLg«flind- heikscrmi Gießen ^vrrd mitgefeilt, daß am 9. April in hiesi­ger S tadt ein tvlttmttverdckchtige'r Hund unverseherrs von ymdmr ?ineni Herrn in die Klemer gewissen hat. Der Herr, dem die tanmelnden Bewegungen des Hmrdes verdächtig vvrkamen, Patte die GeistesgegelUnart, den Hund nicht nur energisch ab^uwehren, sondern ihn im Verein mit einem Schiosserlehrling mittels einer Stelle, die er von umher- spiÄiend-en Kindern entlieh, sogleich zu erschlagen. Die Sek­tion dos Hundes durch das Kreisveterinäramt ergab gleich­falls den Verdacht der Tollwut. Der betreffende Herr, der durch sein mutiges Handeln möglicherweise großes Unheil verhütet hat, reist auf Veranlassung des Kre is gesund hei ts- Mittes heute noch, nach Berlin, um dort in dem kgl. Institut für Infektionskrankheiten Robert Koch die Schutzimpfung gegen Tollwut an sich vornehmen zu lassen.. Denn wenn er auch nicht direkt durch die Zähne des Hundes verletzt wurde, so war doch der Geifer des wutverdächtigen Tiers mit der Kleidung in Berührung, imb da es nie sicher ist, ob nicht Jemand irgendeine kleine Wunde, und sei es auch nur das kleinste Rißchen, am Körper hat, so ist eine Ansteckung auch auf indirektem Wege immerhin nicht unmöglich. Der Ivnt- verdächtige Hund soll ein deutscher Schäferhund von mitt- lever Größe gewesen sein, der anscheinend von auswärts zugelaufen ist. Die nötigen Schutzmaßnahmen, insbesondere Hundosperw, sind angeordnet, linier allen Umständen wollen wir aber jedermann, der allenfalls in den letzte: Tagen von einem Hund gebissen sein sollte, empfehlen, sich beim'Großh. Kreisgesmrdhertsamt, Gartenstraße 19, zur weiteren Be­ratung m melden. Auch soll jeder Hundebesitzer seinen Hund überwachen, und bei ausfallender Veränderung im Benehmen des Tieres einen Tierarzt um Rat fragen?

** Eierabliese rung/und A,u fna hm e vvn Stadt­kindern auf dem Lande. In letzter Zeit sind mehrfach, Stimmen laut gMvrtzen, daß die Landwirte nrit Micksicht auf die Eievablreftnmrg Bedenken trügen, Stadtkinder bei sich aufzunehmen. Um Mißverständnissen var-ubeugkni, sei darauf aufmerksam gemacht, daß von LmÄwirtcn aufgenomilignL Stadtkinder bei der Gierabgabe- Pflicht selbstverstmrdlirfvberücksichttgt werden und daß die Eierrb- kabepslicht des betreffenden Lw'dwivts entsprechend erinäßigt wird. Dahingehende Afltträgelind von den Landwirten durch Vermittlung, des critidjcu BertvMreusmau.nes an die L-andes-Eierstelle zri richten. Die Anrechnung von Stadtkindern liegt einmal im Interesse der Mgemein7)eit, um die Unter lnängnng.von solchen .Kindern, auf dem! Lande möglichst 'zu fördern, dnrn alxw auch'im selbswerständlichcn 'Jrttcvesse des betreffeichen Geflüg-ÄhalterI, da er auch hinsichtlich dell Eierablieferung in den Stand gesetzt werden muß, die in hochherziger Weise ausgenommenen Kinder mich entsprechend zu verköstigen.

Helft den Balten! Diesen Aufruf erläßt die Dentsch- Baltische Gesellschaft. Seit sieben Jahrhunderten haben die deut­schen Balten in me rvmrkender Treue zur fernen Heimat deutsche Sprack-e und deutlä-e Art in den-wersten Stürmen ihrer Ge­schichte hochgehalten und haben uns schon durch dieses leuchtende Beschiel eine große Daukessänild auferlegt. Nmt sind durch die Bolfchewiki-Greuel die baltischen Provinzen so schwer heimgesucht, llrnd es erscheirä als eine Pflicht der Dankbarkeit gegen die Balten, daß unr ihnen ?mnmehr auch unsererseits energisch zu Hilfe kommen tznrd durch materielle Mitte! rasch die schlimmsten Schäden zu be­wältigen suchen, toelche ihmnr zugefügt worden sind. Darum: Helft den Balten! Wie aus der Anzeige rrt dieser stummer hervorgeht, nimmt auch die Geschäftsstelle des Gieße- uec Anzeigers Gaben entgegen.

** Baut keine Reismelde' Im vorigen Jahre wurde in vielen Zeitungen in auffallenden Anzeigen der 'Arckcnr von. Reismelde aufs angelegentlichste empfohlen, so daß auch hier viele Leute sich die teuren Pflanzen kommen Heften. Der Anbau zeitigte aber völlige Mißerfolge. Bei dem hohen Waflerbedars der Reisurelde verbietet sich ihre Kulttrr in Deutschland aus klirna tischen Gründen. Die Pflanzcn- tzuchbStation Halle, die umfangreiche Anbauversuche nnt der Reismelde gemacht hat, warnt vor dem feldmäßigen Anbau; nicht einmal für den Gcnttenbau ist sie zu empfehlen. Jetzt wird Dr. Jsleibs OriAwl-Melde-Samen offeriert. Die Deuffche Landw. Presse warnt vor dem feldmäßigen Anbau der Reismelde. Man pflanze statt der Reis me (de Bohnen und Erbsen, dabei ist der Ertrag sicher.

** Gartenbau. Unter Leitung der Gartenbautehrerin/ Fräulein F ien findet: jeden Mittwoch nachmittag 3 Uhr Demon­strationen in der ll^rrtenbaukolmlle Gießen, Hebungen im Garten­bau Und Exkursionen statt. Näheres siehe Anzeige.

** Bienen kalender. Je nach der Witterung und Tracht ist im Lause des Monats mir der Treibfütdenmg zu beginnen, um die Völker zu größerer Vermehrung des. Brntansatzes zu reizen. Die Fütterung geAjieht abends, und die Geschirre werden morgens vor Beginn des Flugs entfernt.

** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Das große Sitten- gemÄde in 6 WenRa s pu l in" geLarrgt von morgen ab bis einschließlich Montag zur Vorfülmmg. Beginn der Vorstellungen: 3, 4.45, 6.30 und 8.15 Uhr. Siehe Anzeige.

** Kriegs anlei he und Metallabgabe. Zur För­derung der Kriegsanleilre-Kleinzeichnungen gibt die Bezirks spar^ Tasse Gießen bekanntlich Kriegssparkarlen (Anteilscheine) in Be- trägerr von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Mark aus. Um nun auch den Ablieferern von Kriegsmet-cellen Gelegenheit zu geben, von dieser Einrichtung Gebrauch zu machen, werden bei i^r. Metall- 'aminel stelle (Elektrizitätsw.nke, wo die Beträge gleich aus-

bezcchLt werden, Kwiegsspcrrkarben beaertgehaQm.. Die Beträge tver- den mit 5 PpoZent verzinst und zwei Jahre rvach FrÄdenÄchlirß

zurückgezahlt. Bei ents-prechende: Zuzählung bis mp 98 Mark kann ein Kriegsanleiheschein über 100 Mark erworben, auch können größere Guthaben für abgelieferte Metalle durch Vermittlung der . Metall-Hauptsammelstelle ( Elektrizitätswerke!) in Kriegs- mrleil-e angcLagt werden.

** 8. Kriegsanleihe. In der Zeit vom 18. März bis 18. April 1 Uhr mittags nehmen alle Postanstalten Zeichnungen auf die. 8. Kriegsanleihe entgegerr

** Teuerungszuschläae zu den Militär- reuten. Die Rente der Kriegsves chädigter: reicht bei der gegenwärtigen Teuerung häufig nicht zur Befriedigung des notwendigen LebensunterlMites aus. Es ist dies be­sonders dann der Fall, wenn infolge der Schwere ihrer Beschädigung nicht mehr oder nur wenig verdienen können. Der Reichsansschuß der Kri§gsbeschädig tenfürsorge hat des­halb beim Kriegsm inisterium angeregt, Teuerungszuschläge zu allen Militärrenten über 50 <y 0 zu gewähren. Den Empfängern niedrigerer Renten sollen Deuerun gszulagen aus dein Härwfvnds des Ministeriums bewilligt werden, wenn sich ergibt, daß trotz ensivrechender Verwertung der verbliebenen Arbeitskraft ein solcher Zuschuß notwendig ist.

Landkreis Gießen.

** Grüningen, 12. Aprit. Der Landsturnrmann Karl Heller erhielt das Eiserne KreiW 2. Klasse.

** Linden strüth, 11. AprU. Ter Sohn des Landwirts Ludwig Bränning, Wilhelm, fiel auf den: Felde der Ehre. Er ist das dritte Kriegsopfer dieser Fanrilie. Tie vier fürs BcUerland kämpfenden Söhne wurden insgesamt mit sichs Aus­zeichnungen geehrt.

Kreis Büdingen.

Büdingen, 12. April. Der Unteroffizier Schäfer wurde zum Sergeanten befördert. Ten Titel Oberamtmann er­hielt der Fürstliche Gntspachter Rode au.f dem Finndörfer Hof. Dauern heim. Das Eiserne Kreuz erhielt der Grenadier Wilhelm Sauer, die Hessische Tapferkeitsmedoille der Gefreite Wilhelm Henrich und der Landsturmnrann Wilhelm Michel 2. Drtcubcrg. Fürs Vaterland starb der Musketier Friedrich Pfeiffer, Jnl-abcr des Eisernen Kreuzes. Hain ich e n. Narv schwerer Verwundung starb der Musketier Wilhelm Rein­hard, Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmcdaille.

Kreis Schotten.

Up. Köddingen. 11. April. Da auch der Föffter, dem der tollwütige Hund gehötte, bei Oeffnung des toten Köppers mit den Eingciveiden in Berühru-ng gekommen war und ebenfalls eine imbedeutende Verletzung gehabt, so begab er sich auf ärztlichen Rat sofort mich Berlin in das dortige Jmpfinstitut. In den benach- barterr Kreisen lvird jetzt wie im eignen eine strenge Hundesperre durchgeführt

Kreis Frkedberg.

tt Fried barg, 12. April. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt Lehrer Di ckler, Oberleutnant mrd Batterieführer, das Eiserne Kreuz der Musketier Johann Müller. T orheim. Das Eiserne Kreuz erhielt Willi Haber. Münzenberg. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Wilhelm Metzger. Eine Oberhessische Milchzentrale.

--- F riedberg, 11. ?üpril. Zur restlosen Erfassung der Frischmilcküieferuug aus Oberhessen, Nassau und dem Kreis Hanau für die Beliefermtg der Städte des Wirtschaftsgebietes hat sich hier eine Oberhessische MilckMmtvale G. in. b. H. gebildet. Von dieser sollen in Zrrkimft sämlliche MUchlieferurrgen, Milchpvsise usw. einheittich geregelt und geleitet iverden.' Die neru Vereinigung,« die alle >Milcherz>euger ^und 'vvraussiäülich auch alle Molkereien des Gebietes umfassen 'wird, bezweckt neben der Förderung der Inter­essen der Milchwirtschaft und einer lohnenderen Erzeugung der Milch auch ein v^ständnisv-Mes Hmrd-in-Hand-Arbeiten mit den städtischen und sonstigen Berbran ä)er-Orgoiäsationen.

Starkenburg und Rheinhesse«.

ch. Von der Nahe, 11. April. Der Kreis itweuznach er­löste aus dem Obst der cm den Kreis strvßeu stehenden Obstbäume im vergangenen Jahre 25000 Mark gegen 4000 Mark in Friedens­fahren. Das Elektrizitätswerk in Oberstem hat die Anbage einer Talsperre in Erwäge mg geNogem-. LZevan la ßt wurde man zu diesem Gebankvr ditrch das letzte große stäahe-Hochwasser. Erhebungen, und Feststellungen sollen schon vorgenommerr werden.

= Vom Rhein, 11. Aprll. Tie Mainzer Haridelskammer erhielt von der Sclpffahrtsgruppe West die Mitteilung, daß entgegen anderen Mitteilungen der Bersonen-Tampferverkehr aus dem Rhein in diesem Jahre im bisherigen Umfange aufvecht- erhalten bleibt.

Kreis Wetzlar.

ra. Groß- Rechtend ach, 12. April. Der bisherige Bei- geordnete Genreindevorsteher Johannes Krill, dahier, ist auf eine weitere Amtsdauer von 6 Jahrcir zum BeigKordrreten der Bür- gernteisterei Rechtenbach> ernannt tvvrden. i . Vessen-Nassa«.

Fe. Cronbe rg , 12. April. Hier soll durch den hiesigen Obst­und Gartenbauverein ein Obstmarkt ins Leben gerufen ivetten. Eine Konkurrenz ist ihrn aber schon in Aussicht gestellt, denn das Frankftrttec Lebensmittelantt bsabsichtigt hier Auflaufer anzustellcn» die das gesamte Obst nach Frankfurt abschieben sollen.

mr. Frankfurt a. M., 11. April. Der Magistrat hat sogar die Brotkarten in den Werböd-ienst für die 8. Kriegs­anleihe ge stellt. Tie Karten für die kommenden vier Wochen zeigen das bekannte Bild mit ^dem Soldaten, der den Stahlhelm trägt und die Abbildung eiues deutscher Fliegers. Um die Minia- \ni ^ "Mäbürger, zeichnet die

achte K'rMgsanvntL Franz -Schreckers neueste Oper

Die Gezeichneten", wird nunmehr am 25. April im

Opernhaus uraufgeführt. Die Oper, die an Regie und Spieb leitung ungewöhnlich Ansoroeriorgen stell > lut raus icht ich vom ^domvl'nistcn selbst gekettet, der yn den Proben ein ge troffen ist.

va. Limburg, 11. April. lieber das Vermögen der Metürcher Kalkwerke G. m. b. H. dahier ist das KonknrSversahren eröffnet worden.

st Marburg, 11.April. Im hohert Alter von 81 Jahre» starb hier der seit 12 Jahren hier im Ru.l)eüand lebende Geheime Regierungsrai Professor Dr. Theodor Hartwig. Der Verblichene, dessen Wiege in Wichmannshausen in Kurl-essen stand, lvar ftüher Lehver anc FriedriäM-Gymnasium in Kassel, wo.er m den 70er Jahren auch Gelegenheit l>atte, dem damaligen Prinzen Wilhelm von Preußen, unserem je&igen ^Kaiser, Geschi ch.sunterricht zu erteilen. Später stand er an der Spwe der Gymnasien zu Car­ba ch und Hanau und übermrhni dann bei Gründung des ersten staatlichen Gymnasiums in Frankfurt a. M., des Kmser-FriLdrichs- Gymnafrunts, die Leitung dieser Lehranstalt, die unter ihm sich rnächtig entwickelte.

st Marburg, 12. April. In der Schwanallee wurde die in den 60er Jahren stehende Gattin des Lehrers Dörbecker beim Ueberschrellen des Straßeirbalmgleises von. einem vorbeikommmrden Wagen der elektrischen Straßeittahn überfahren und getötet. Den 'affner, der im letzten.Augenblick alles versuchte, um den Wage» anzuhallen, trifft keine Schull>.

--- Oberrrrsel, 12. April. Beim Verbrennen dürren Laubes griff Mittwoch nachmittag das Feuer auf den nahen Wald über. Hierüber geriet die 56jährige Witwe Margarete Willigens, die das Feuer entfacht hatte, in solche Aufregung, daß sie einen Herzschlag erlitt, dem sie auf der Lüelle erlag. Ter Waldiburnd selbst konnte bald gelöscht werden.

Die Nenscstaltung des Frankfurter Schulwesens.

--Frankfurt a. M. 11. Llpril. In eingehenden Beratungen besthäftigte sich die StadtoerordnettnwersaTnmlmlg mit der Neu- gesdaltrmg des hiesigen Schulwesens, zu der der Magistrat eine aus­führlich' Denkschrift vor gelegt hatte. Der Magistrat beantragte dazu von Ostern 1918 ad ,t. a. die Höchstziffer der Aufnahme­ttassen für Volks- urch Mitttlschilen u' 46 sestzusetzen de;: Lehrern- ftrr die eigene Fortbildung löl-ere Mittel zu grwa yr«n, Einrichtung von Schullinder gärten für noch nicht schulpflichtige Kinder, be­fähigte Dolksschüler nach drei Jahren urtter Befteiung von Schul­geld in die Mittelschule aufzunehmen; von Ostern 1919 ab die Volksschule so auszubauen, daß .Handfertigkeitsrntterricht und stärkere Selbstbetätigung der Schüler ermöglicht lvird, Einführung des Hccushaltungsunterrichts für Mädchen in Volks- und Mittel­schulen, Einrichtung von Färberllassen für schlvächere Schüler, Anstellung von 2 Schulärzten im Hauptamt und bis 13 im Neben­amt, Schaffung von Unterrichtseinr ichttrugen für dauernd scl/ulun- fähige Kinder und Schaffung von Uebergangsklassen von der Dotks-- zur Mittelschule mach dem 2. und 6. Schalljal/r. Die bedeutungsvolle Vorlage wurde den zuständigen Ausschüssen nach zustirmnendeo Grttärungen aller Fvaktionsrednier überwaeseu.

Gerrchts^aal.

1 Darm ft ad t, 11. April. Die ^Strafkammer verutteillr nach längerer, unter.Ausschluß der Oefseutlichkett geführter Ver­handlung den Gelegenheitsarbeiter Karl Fröhlich von hier pi 6 Wochen Gefängnis wegen tätlicher Beleidigung. Er hatte sub unzüchtig gegen ein junges Mädchen benommen. Der Friseur- gehilse Georg Kleber in Lampertheim plünderte die Ladenkasse seines Meisters und stahl aus einem verschlossenen Schrank Gold und in einer Wirtschaft einen goldenen Ring. Er erhält 6 Monate GefängTris.

I Tarmstadt, 11. April. Die Strafkammer hatte sich mit mehreren Fällen tzlu befassen, die eine Bestätigung für die alten Klagen bildeten, daß oft rvckü zweifechaste Persönlichkeiten zu anttlichen Aufkäufern bestinnnlt werden. So wurde der vorbestvafte Händler Jcck. Herbold II. von Groß-Rohrherm, ein- Kriegs­beschädigter, wegen Untreue und Unterschlagung angekliagt. Er hatte, trotzdem er verheiratet und Vater von 7 Kindern-ist, mit einer Frauensperson ein Verhältnis an geknüpft. Er soll nun, um mit dieser durchgehen zu.rrven, von einem lausenden Konto, das er zur Bezahlung von Heuauf Läufen im Kreise Bensheim besaß, 1500 Mt. abgehoben haben. der Tat verduftete er mit seinen Geliebten in die Gegend von Friedrichshasen, wo er sogar die Frechheit 'hatte, sich mit ihr kirchlich trauen zu lassen. Die Ber- imtreuung der Melder konnte ihm jedoch trotz dringenden Ber- ldachts nicht genügend nvchgewiesm werden, so daß seine Frei- spreckung erfolgen mußte. Der Land:virt Peter Weiter von Grvß-Rvhrhnm hat den amtlichen Heuaufkäufer .Andler wegen Unregelmäßigkeiten beim Generalkomnkando angezeigt. Seine Llin- zeige erwies sich als durchaus begründet, allein W. l-atte die Dummheit gemacht, sie unter einem ftemden Namerc zu erstatten, was ihm 1 Woche Gefängnis wegen schwerer Urkundenfälschung eintrug.

Berlin, 11. April. Wegen großer Schiebungen mit Metallen bei der Duisburger Lagersttlle der Kriegsmettlll-Aktien­gesellschaft ist der Kaufmann Nau zu. 3Vs* Jahren Gefäng- nis verurteilt worden. Vier Mitschuldige erlstelten drei Monate bis Ihs Jahre Gefängnis. Die Verurteilten hatten ganze Waggons Metall verschoben.

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