jiiremmäfctn, daß d-ie fteriteCboifl von Mnnstivu uni Kampfmitteln mul) in den lebten Monaten noch gestiegen ist.
Pari-. 7. April. (WTB.) Meldung des Rsuterschen Bureaus. Mch dem „Echo de Parrs^^ besucht Ettcmcnceau gestern die englischen und französischen Heerführer. Bei der Durchfahrt durch AmicnS sicherte er wteÄer die Meinung, daß alles gut stände.
*
Die Haltung der Entente-Staaten.
Moskau, 7. /Lprit. <WTB.) Meldung der Petersburger Tele^TraphewAgentur. Tic japanische diplomatische Mission versicherte, daß die Landung irr Wladiwostok nur ein vorübergehender Zwischenfall sei, der .bald behoben sein tverde.
Mo-kau, 8. April. (WTB.) Nach einer Meldung der Petersburger Telegraphen^Agentnr winden die diplomatischen Ver- rreter Englands, Frankreichs und der Vereinigten Staaten in Moskau ratdj dem Eintreffen der Nachsicht von der Landung von Japanern und Engländern in Wladiwostok gestern nach dem Wmmissariat für miswärtige Angelegenheiten gebeten. Der vorläufige Kommissar für auswärtige Augelegenheiteu Tschitscherin erhob gegen das Eindringen freinder Truppen in das Gebiet der Republik Einspruch imd drückte sein Bedauern darüber aus. daß die Bmrgänge in Mladiwosdok die Beziehimgen der russischen Republik zu den Ententemächtcie ungünstig beeinflußten. Ter einzige Ausweg aus dieser Lage sei die sofortige Entfernung der gelandeten/ Truppenverbände. Die Vertreter der Entente versprachen, diese Erklärungen ihren Regierungen mit^uteileu und stellten die Landung in Wliadiwostioi' als eure Maßregel hin, die von rein ört* sicher Bedeutung sei. Der Vertreter Frankreichs be^ichnele das japanische Vorgehen als eine Polizeimaßnahme. Der Vertreter der Vereinigten Staaten erklärte, seine Regierung sei gegen das japanische Vorgehen, Der Vertreter Englands sagte: Nach aller: Nachrichten, über die er verfüge, stehe die fremde Intervention $u der Anschauung her englischen Regierung im Widerspruch Der Landung in Wladiwostok komme nach seiner Auffassung nur örtliche Bedeutung zu. Alle Vertreter er-? klärten, der fäwtffiÖ, der sich erhoben habe, kö)me binnen kurzem beigelegt werden.
*
Taft über die deutsche Offensive.
Bern ..5. April. Amerika fängt an. ^inzusehm. daß sein Plan, einen Keil zwischen das deutsche Bdlik Und die deutsche Regierung zu treidelt, aussichtslos ist. flärch einer „Tstnos"-Meldung aus Neupork vom 29., März .schreibt der frühere Präsident Taft im „Public Lcdger^L „Wir haben in eincvn Narrenparadies gelebt. Viele wn uns erwarteten, daß das Sqüel der inneren Kräfte in Deutschland und Oesterreick) den militärischen Ot^evationen in Frank- reich ein .Ende bereiten würde. Wir setzten unsere Hoffnung auf die gegenseitige Debatte, auf unser Vermögen, durch honigsüße Worte einen Keil zwischen Kaiser und Volk zu treiben. Die große Offensive brachte uns ein schlimmes Erwachen. Jetzt reiben wir die Augen und fragen uns, was die Antwort wäre, wenn die Deutschen durchbrechen würden. Tatsächlich Ovaren wir dm Feinden nackt mis- geliefert." Taft fordert die Nation daher auf, „zur Sühne" ihre .üiriegsanstrengrmgen zu verdoppeln. Roosevell verlangt eine Fünf- nnllionen-Armee und umsttt, den Teutsckien zu zeigen, daß die 'Amerikaner noch besser zu schießen als zu schreien vermöchtm.
*
Schweden und Amerika.
Washington, 6. April. (WTB.) DaSKriegshatedelsamt l)at in der Erwartung, daß Schüoeden das einchveilige SchiffahrtS- ,'ibfommci l n onnehmen wird, die Ausfuhrerlaubnis für 25 OOO To. PlwÄphat gewährt. Die schwedischen Wünsche, daß schwedische Schiffe die Erlaubnis erhalten sollm, Kohlen einzii- uehmm, um nach Chile zu fahren und 2000 To. Salpeter zu laden, wird in wohlwollende Erwägung gezogen. Das allgemeine Abkommen, dos für die Dm rer des Krieges geltm soll und worüber rroch verhandelt wird, sieht entsprechende Zufuhren für Lebensmittel, darunter Brotgetreide. Fett, Kakao, Tee, Gewürze, Bcmm- nwlle. Walllc, Leder, Gerbstoffe, Düngemittel u. a. sowie die Bekohlung der entsprechenden Schiffe vor. Schweden sott nach dev lohlnng der enlspreckxmden Schiffe vor. Schwedm soll nach diesem Abkommen ferner 200 000 To. Weizen, 80000 To. Weizenmehl, 50000 To. Hafer, 100000 To. Mais aus Argerstinien erhalten.
Die erwartete Offensive Oesterreich-NngarnS.
Rotterdam, 8. April. (L.A.) Nach einen: amtlichen Bericht des mnerikanischen Kriegsdepartemmts traf dort eine Meldung ein, nach der der Feind beabsichtige, an der italienischen! Front eine Offensivezu unternehmen. Die Armee Oesterreich- Ungarns mit LbuSnahme estriger Truppenteile, die in der Ukraine oder'im Westen stehen, befindet sich jetzt auf dem italienischen Kriegsschauplatz. Es ist möglich, daß der Feind die Offensive auf eurer Reiten Front unternehmen iverde.
Der Friedenögedareke in Italien.
i. KSln, 9 . April. Die „Köln. Zty" -meldet von der Schweizer Grenze: Der römische Mita^cheider des „Gecolo" schreibt: In parlamentarischen Kreisen mack)e sich für die nächsten Tage bereits eine starke Strvinnrng bemerkbar, die die bekannten kriegsgegnerischen Ziele verfolge. Sie wolle bei der Erörterung der auswärtigen Politik eine Friedensb-ervegung ins Wer? setzen. Die Gruppe der nationalen Verteidigung habe beschlösse)), ihr mit alle): Mitteln zu begegnen und jeden Versuch parlamentarischer Verschwörung ziu bekämpfe)).
Die KriegSleiffurrgen FndienS.
Amsterd.an), 8. April. (WTB.) Nach einer Meldung des Reuterschcn Bureaus forderte der Premierminister Negierung und Volk von Indien durch ein Telegramm an den Vizekönig auf, ihre Leistungen für den Krieg wesentlich \ zu verstärken. Der Vizekönig erklärte in seiner Anffvort, ganz Indien sei durch die hochherzigen Opfer Englands für die Freiheit der Welt tief ergriffen. Der jetzige verzweifelte Kampf werde den Fürsten und Böllern von Indien die vom Osten von Europa her drohende schwere Gefahr eindrucksvoller machen. Der Vizekönig werde sie zu den äußersten Anstrengungen für die „Ideale des britischen Kaiserreiches" anspornen
* *
Wendungen in der englischen Arbeiterpartei.
Bern, 9. April- (Priv-Tel.) Die Jahresversammlung der unabhängigen Arbeite rp arte: in Leicester nahm in der Schlußsitzung eine Entschließung des Inhaltes an. daß nur ein baldiger demokratischer, unaggressiver Berhandlungsfriede die Völler vor gänzlicher gegenseitiger Vernichtung, Ruin und Bankerott be- wcchren könne. Der- Vorsitzende der Bergmannsunion, S m i l l i e bezeichne tc bei Einbringung dieser Entschießung Lloyd Georges neulickie Aeußerimg, daß der letzte Mann des Landes im Kampfe den Ausschlag geben werde, als läck)erlich und frivol, beklagte die auf beiden Seiten die Völker zum Hasse mistachelnde Rmnstestrpresse und betonte Zarter Beifall: Wie ich nicht wünsck>e, die Deutschen unser- Laut' überrennen zu sehen, so wünsche ich nicht, daß wir Deutschland überrennen. Frau Sno wkit sagte, die Entsckstießung nuterstüneut>: Wenn wir dieser Versammlung ein Motto geben ibllv-n. ist es dies: „Nieder mit Llovd George!" Das ist für n-.ici) ferne rliedorisck)c Phrase und ich hoffe, daß Luch ihr alle ihn stürzen wollt. Solange Männer wie Lloyd George an der Spitze stehen, ist für unser Land und die ganze Welt keine Hoffmrng. — Unter Beifall empfähl die Mdnerin, die Kandidatur Laus- downe für hert Premi e rm rnisterposden zu unterstützen, sofern sw, dieser für einen rei.nl ickren Frieden erklären sollte. Die Ent- sck»<ößuug wurde einstimmig angenommen.
Kundaebuugcn in Amsterdam.
Amsterdam, 6. Aprll. Heute nachmittag kamen hier rvegen der Lebensmittelnot wieder große Masseuansammlungen auf einigen Straßen und Plätzen der stureren Stadt vor. ES kam ziu Zusammenstößen mit Polizei und Militär. Die Kundgebungen haben aber vorläufig keinen ernsteren Charakter angenommen.
Tüttischer Sieg am Jordan.
Kon stantinopel, 6. April. (Agentur Milli.) Wie daS Kriegspresseanartier mitteilt, ließen gewiM Anzeichen voraussehen, daß dieGn g l äind er den Iord an in Richtung cnrf Aman überschreiten würden, um die Eisenbahillstne abzuschneiden, dre mit Rücksickst rrnf unsere Verbindung mit unseren Truppen rm Hedschas sehr nnchtig ist. Durch diese Operation wollten die Engländer »vahrscheinlich enj>gültig dir Gefahr beseitigen, die ihrem rechten Flügel drvlst, und die Beduinenstämme politisch beefflslussen. Feindliche CtrcknndmrgSabteüungllM gingen vorsichtig gegen den Fluß vor mrd gaben Versuchschüsse gegen unsere am Ostnser des Flrrsses aufgeswllten Batterien ab. Am 21. Mär^ versucküe der Feind den Jordan nördlich der zerstörten Brücke zu überschreiten, wlrrde jedoch daran verhindert. Am 23. März kehrte der Feind mrt überlegenen Krästan zurück und forcierte den Ucbergang an biefCT Stelle. Unsere schvachen Posten zogen sich gegen Sale zurück. Nach diesem Ulcbergcnrg marschierten die Engländer mit sehr überleg euen Kavallerie- und Jnfanteriekräfteir rasch gegen Aman mrd rückten in-chreiter Front in Richpmrg auf die Eisenbahnlinie vor. Nur an einem einzigen Punkte konnten sie jedoch die Eisenbahnlinie unterbrechen. Aman wurde durch eine kleine Sckxrr Trufipcnri heldenmütig verteidigt. Vom 27. bis 30. Mär^ wurden alle voui den Engländern durck^geführten Angriffe in glänzender Weise zurückgeschlagen und kosleleu jedeSmal, iramentlich bei dem Swrm am 30. März, dem Feind blutrge Verluste. Arrßerdem wurde erne englische Kia volle rieb rigade, die vorgeriückt war, um die englrsck>en Truppen wi decken, durch einige ESkadrorren mrserer Kavallerie über den Wadi Abied zurückgeworfen.
Während dieses Zeitraumes kamen untere infolge des auf das Fünffache der gewöhnliche)! Leistung erhöhten Eisenbahnverkehrs! von 9Wrd und Süo herbei ge führten Trupven ihren Kameraden M Hilfe, die sich in ziemlich bedrängter Lage befanden. Oberst Essed Bey, der die Sittiiation richtig crnschätzte, besetzte mit seinon Truppen die nördlich Salt gelegnen Höhen und bedrohte aus' dieser Stellung nürkfam die Bcrbindrrngen des Feindes. Heftige aber vergebliche Angriffe, die die Engländer unternahmen, um uns aus dieser Stellung zu vertreibe)!, imirden, in Bajonett-- kämpfen unter schweren Verlusten des Feindes abgeschlagen. Unter dem Drucke imserer frisch herbeigeführten Truppen und infolge Gefährtnmg seiner rückwärtigen Verbindungen sah sich der Fnnd gezwmrgen, arn 1. April den Ziückzng gegen Salt aus stellen Gebirgspfaden arrzutrete)!. Unsere Truppen setzten dem Fci)id l-art zu. Am 2. April ging Essed Bey z u m A n g r i f f über, brach den hartnäckigen Wcderstand des Feindes beim Madi Abiad und eroberte Salt wieder, wo er die Verbindung mit den mrs Mchttnrg Aman Lammenden Truppen l-erstellte. Unsere tapferen Truppen, die ohne Rast die^Verfolgung fortsetzten, erreichten am selben Tage die Straße El Salt—Aetescn, obwohl der Feind Verstärkungen he ran ge führt hatte. Letztere wurden ge zwungen, vor den! wirksamen Feuer unserer Artillerie und den heldenhaften Angriffen unserer Kavallerie die, Flucht zu ergreifen. Luftgeschivader boinbardierten heftig das englische Lager sowie die Rückzugslinien. Ter Feind flückstete, da er seinen Plan gescheitert sah, in voller Auflösung gegen den Jordan. Unsere Führung und unsere Truppen, denen es gelang, durch ihre kräftige und unerrnüdliche Verfolgrmg den Engländern eine Niederlage zu zu fügen, die nicht ermangeln wird, auf die Stämme Eindruck zu machen, sind des höchsten Lobes nckirdig.
Konstant in opel, 6. Avrll. Ter Korrespondent der „Ag Milli" in Damaskus telegraphiert: Än dem Kamps in der Gegend von Amman nahm auch ein deutsches Bataillon tapfer t eill
*
Der türkische Bericht.
Kon ftantinvpel, 8. Llpril. (WTB.) Amtlicher DageS- bericht vom 7. Aprll.
Palästinafront: In kühnen Vorstößen warfen mrsere Patrouille)! an verschllbenen Stellen der Front feindliche Postio- rungen zurück und drangen tief in die feiitdlichen Stellungen ein
Ka u ka snSf r o n t: Bellrerseits dcS Wan-Sees in der Richtung KarS inachte)) wir weitere Fortschritte. — An der Küste stehen unsere Truppe)) vor Datum Banden gegenüber. An den übrige)) Fronten nichts von Belang.
FrLedcnüvcrhanÄluugen Zwischen Rußland und der Ukraine.
Moskau, 4. Aprll. (WTB.) Der Austelmß für die cmS- wärtigen Llngelegenl-eiten übermittelte am 3. April dem Minister- rat der Ukrainischem Volksrepublik in Kiew folgende Note: „In Beantwortung des Funkspruches vom 2. dlpril, der den Vorschlag des Ministervateö der Volksrepublik eittl^ält, FriedcnS- verharrdl)mgen einzuleiten, schlägt die Regierung der russische)! Re- publif. da sie durch das Ultimatum vom 21. Februar und durch den Vertrag von Brest gezwungen ist, einen Friedensvertvag.mit den) Ministerrat der krainifchen llollsrepublik zu säKeßen, Ms er- hiandlnngsort die Stadt Smolensk vor. Wir bringen als Ver- handlnngsbeginn den 16. dlprll l. Js. in Vorschlag. Was den angeblich zwischen serndlickM. Völkern gefMrten Krieg anbetrifst, lehnt das Kommissariat für auswärtige Angelegenheiten der Bol republik nachdrücklich diese Bezeichnung des blutigen Kampfes, der ^ sich in der Ukraine entwickelte, ab. Die Sowjetregierung in Mch-: lcrnd führt nicht Krieg gegen die Volksrepublik der Ukraine, gegenwärtige Kwupf spielt sich zwischen zwei Parteien des ukraini scheu Volkes -ab, und es kann sich nur )M die warme Symp-atltze 'handeln, die die arbeitenden Prassen Rußlcnrds in dieser traurigen Tragik — tragisch md>t nur für das ukrainische Volk aller)! —
| «den Arbeitern und Bauern der Ukraine entgegenbringt
st a n b verhängt. Die revolutionären Behörden sollen b e Vereidigung der Revolution gegen den Einsall der Jmperiattsten in die Wege lcll-en. . , , .
Petersburg, 8. April. (Reuter.) Dre stlegrerung lntt t^n Kriegszustand in ganz Sibirien erklärt und angeordiret, daß ine ibirisck)eu Gourj'etö in aller Elle Abteilungen der Roten Arm« zu bilden haben, um den Japanern Widerstand zu leisten.
Der Zeelrieg.
Nrue U-Voot-Erfolge.
Berlin, 8. April. Unsere U- Boote haben an der Ostküste Englands, im ^lernrelkanal und in der Jri- chen See neuerdings ftinf Dampfer und vier eugtische Fifcherfahrzeuge mit Zusaminen 20 000 BRT. v e r - enkt. Die Darnpfer waren ohne Ausnahrne benxrfsnet und tiefbelade-n, darunter ein besonders tverrvoller Fracht- darnphet von 6000 BAT. Gin Dampfer wurde aus starf gesichertem GeleitsZnge heransg-eschossen. Den Hauptanteil an den Erfolgen l>at Kapitüilleutnant Htrndius.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Aus öem Reiche.
Helffrich iibrr die achte Kriegsanleihe.
Stuttgart, 8. April. >(W.B.) Hier sprach gestern nachmittag Staatsminister a. D. Tr. Helfserich über die achte Kricgsanleil)e. Er fül-rte u. a. aus: Lloyd George hat selbst rrnge- ahr allst Monate vor W!sbruch des Weltkrieges die !mbedingte dtoNvendigkeit unseres Miltt-arismus zugegeben, dem unsere Leinde heute fluchen mvd den wir segnen ^vollen. Die Freiheit der Welt hat Raum für England und- Deulsllstand, nicht aber für biritisck>e Weltl)errschiaft, die auch die .Knechtschaft der anderen ist. Wir iverdcn^ wie wir Rußland das Rückgrat gebvoclM! haben, auch in diesem Ringen Sieger bleiben. Englands Erfolge in den Kolonien, in Mesotwiamien usw. müssen ustr unter allen Umständen wiaxw zunichte machen. Es geht, wie der „Vorwärts^ kürzlich sagte, um des deati-chen Arbeiters tägliches Brot. Gnffvillig tstüt der Brate nichts heraus, mrd hier gibt es nur ein Mittel: den Sieg. Und dieser wrrd im Seekricgsgevict um England erkämpft !verden. Der Engländer ist zäl)>e und ec wird kämpfen, solange er noch einen Schimmer von Hoffnung ’tjat. Eine große Beranllvortuug aber tragen dü-jenigen, die diesen Hofffnmgsschimmer immer nsteder^ beleben wollem. Wilson hat in ferner neuesten Mde in Baltimore 'ausgerufen j Gewalt bis zum Aeußershen! Er svll sie haben, diese Gewalt bis zum Lleußersten. Lllier er wird auch die Vermttwortung vvr der Geslljichte und der dRenschheit ziu tragen haben. Gegenüber dem van Wilson erhobenen Vorwurf, Deutschland wolle ein Weltreich der Gewatt und der kommerziiellen Vorl*errschast aufbamm, entgegnet«! der Redner: Wir wissen, wo die Jnl-aber und Verteidiger eines sol- ä)en Weltreick)es zu suck)en sind mrd wer zur Ausrechterhaltung eines ■'Oldjicu Weltreick)es zu den Waffen gegr-ifsen hrt. Der Kuock>eufnrg«c des Hungers bedroht jetzt die Feinde. Die Schiffsraumfrage )vird iinmer brennender. Die Neubauten stehen zu den Versenkungen im Verhältnis von 1 :3. Zur Niederwerfung eines solchen Volkes wie des deutschen geirügt der dickste 5>eldbeutel nicht. Die Kriegskoiden unserer Feinde sind etwa doppelt so hoch als die unsrigen. Und dabei sind mrsere finanziellen Möglichleiten voll) keineswegs erfchöpft.^ Es geht jetzt um die letzte Entfäieidung.
t\
Die hosmann-ßeier in Berlin.
Das W. T. B. meldet unter dem 8. April aus Berlin über das! Jubiläum der TeutsllM ChenrisäM) Gesellschaft und die Geburtstagsfeier A. W. v. HtofmaimrS:
> Tie Deutsche Cl-emffche Gesell
schaft fererre yeuw vormrttag das 50jährige Jubiläum und dar hundertsten Gebrrrtstag A. W. v. H >o f m a n n s durch eine Fest» sitzrmg im Höriaal des Hoffnarrn^Hauses. Anwesend waren zahlreiche Ehrengäste, darunter Vertr.ster der Reick-s- und Staats- bel>örden, der Hochickmlen, der ReickMmter, der verwandten Fächer und der befreundeten Vereine und L>ertreter der Familie von Hvfmann. Ter Präsident der S^sellschick Wichel ha nS b.'grüßte die Anwesenden und gab einen kurzen Rückblick mis die l^ründrrngS-- zeck und die vorbildlich? EittWicklung der Gesellschaft. Kultusminister Dr. Schmidt jwdachte der Ndeisier der chemisckwn Fv» schung. die mit der Gesckstchte der (Z>e,ellschaft verknüpft seien^ einer lltefellfchaft,in der stets Tl)ovrie und Praxis, Wissenschaft und Industrie sich zusammengeftmden hätten. Die Gesellsck-aft sei durch ihre berühmten llZemisck)en Berichte mrd ihre Verosfenllichmrgen eine treue Hüterin aller Forfchungseegebuisse der Chemie «wwesen, welche jetzt im .Krieg HiudenburgS Schvert geschärft haben. Tor Kaiser habe mitten aus dem Schlackstendowner k-eraus der Gesellschaft gedacht. Ter Minister gab die verschiedenen Auszeichnungen bekannt. U. a. erhielten .den Roben Adlervrden jroeitec Klasse mit dem Stern jmb dem EillMilaub der Wirkliche Ge- heimerat Pwf. Dr. Emil Fischer in Berlin und den Roten Äbleeorden dritter Klasse nnt der Schleife der Diz,-Präsident der Ges.rllschast Prof. B. LepsiuS, den Cl)arakter als Geheimer Re» giernnaSrat der -ordentliche Pwf. Dr. stdobert P scharr und Pvof. Paul Jacobsvhn. Er schoß mit Glüll)vunsck)en für die zweite Hälfte des Jahrhunderts. ^ ,
Pgiof. Dr. Millstätter aus München weihte dem Gedächt» nis ?(dolf v. Bayers warme Worte. Prof. B. L e p s i u S sprach MiS- führlill) über Llngust Wilhelm v. Hofmmm und die Deutsche Chemisch Gesellsckmft Die Sitzung schloß mll eurem dreifachen Hoch auf den Kaiser.
Das Vamvferunglück auf der Donau.
Budapest, 6. April. Ter Uinfang des U l ü ck S., daS
Die Zarenfamilie.
Moskau, 7. Avril. (WTB.) Infolge der Ereignisse im fernen Osten wurde die 1lcberführu)m der kaiserlichen Familie von To bols k nach einer Stadt im Ura l gebiet beschlossen.
Die Japaner in Sibirien.
Moskau, 5. April. (WTB.) Meldung der P^rM^er Tclegr^avhen-Agentur. Tie ja pani sche n Truppen >dic in Wladiwostok gelandet worden sind, stehen unter dem Befehl des Admirals Cato. In einem Ausruf -an idle Bevölkerung gibt Cato befamit, daß die japanischen Truppen gefoyntvmT) seien, uni die Ordnung aufrecht zu erhalten.
Moskau, 6. April. (WTB.) Meldung -der Petersburger Telegraphen-Agenttir. Ter vollziehende Hanptaus sch u ß Si biriens hat in einer Vollversammlung nach Erötterrungen über die Landung der Japane r in Wladiwostok folgenden Be- schlich gefasst, der sofort nach Wladiwostok als Mckstschrnur für das Verhalten der dortigen Behörden übermittelt wurde: Der vollziehende Haupbcrusschnß Sibiriens erhebt gege)i die japanische Landung in Wladiwostok Widers Pr n ch, die keineswegs durch die unbedeutenden Ereignisse, wie sie immer Vorkommen können, ge- rechffertigt ist. Tie Arbeiter und Bauern Sibiriens )verden jedem Versuch der ia.panisck)en Imperialisten, irgendeinen Teil Sibiriens zu besetzen, kräftigen W i d e r st a n d llnsten. Ter Slliutz der fremden Umertanen ist Ausgabe des örtlichen Sowjets, der Me Mitte! für seine Tnrchfühnmg besitzt. Das japanische Eingreifen träfst keineswegs zur Herstellung der Ordnung und Sicherheit bei, im besten Falle ist es überflüssig und unnütz. Tie Arbeiter und Bauern Si- Wirten6 werden alles tun, Um die Gegenrevolution nicht zu ^gestatten, das Land in Wirren z-u stürzen nnd die Interessen des Pro-
Der! der Zusammenslvß d:r beiden o n a n d a m p f e rv p h i e" mü> 1 „T r ina" mmrsachd' (Siehe 2. Blatt), fft west größer, als rm ersten A)iglmblick an^rommen wurde. Die Zahl der Toten wird auf 50 bis 60 geschätzt und uran befürcht^, das auch diese Zahl vielleillst noll> üverschrstten werden wird. Gewißheit tvird erst dann erlangt werden, lvenn es gelingt, den cpefintfenen Teil der „Trina", ans dem sich angeblich zahlreiche Fahrgäste wr Morgengrauen nu tiefsten Schlaf befaiiden und sich dal-er nicht retten konnten, zu heben. Die Katastrophe nmrdc daimrch verursacht, daß die „Sophie" so heftig mit der „Drina" zusammeristieße ^ß füll der Bng in die „Drina" hinei'nbohrte und ein Leck verursmÄe, daß das Sinken des Schiffes znr Folge liatte. Ter Kapttän der ,„Drina" hatte sovi.el Geistesgegenwart, Rückdampf zu Vmmnan- dicien. Dadurch l-at sein schver l*eschädigtes Schiff bis mp eouge gileler ans Ufer gelangen können, wo die Fahrgäste ansgeMM wurden. Tie Direktion der Dmiau-Dampf,llKffal)rts-(^'tellschaft gibt zu, daß die Katastrophe durch sträfliche Fahrlässigkeit vev- ursallst nmrde. Die UntersuckDing soll feststellen, welll)es beiden Schiffen im falsckmi Falirwasser fnbr.
von
letateat!? zu verraten.
drückt. Ueber ganz
Tie Gegenrevotutton wird unerbittlich tev* Sibirien ist der Belage ru ngs z u ^
Aus Stcs-t nnd Crtwfc.
Gießen, den 9. April 1918.
** Amtliche Personalnachrichten Der Großherzog hat am 6. 'cktnil die Bureaugehilsen Adolf R ü ff er zu Laulerbach, Heinrich Müller zu Schotten, Hermann Scholz zu Mainz, Wilhelm R i ch t e r zu Bensheim, Matthi>)S G n m b e l zu Wvrms, Hermann Weidmann zu Erbach und Jol>ann ckteorg Schüllersmann zu Gießen mit Wirkung vvni 1. April 1918 an zu Kreisamtsgehilfen, und am 3. Älpril deu Max L i n d n e r aus Erlangen zum Werckmmstei- an der mechanisck>-teck7nischen Material- prüsungSanstalt der TeckMsckM Hvclffckiule zu Darmstadt, ebenfalls mit Wirkung vom 1. April 1918 an, ernannt.
** Vortrag. In der Neuen Großen Aula der llniversität hält am Samstag ben 13. i)lpril VizejeldNTebel Heinrich Geißler einen Dortraa über seine Erlebnisse, Vernrtellung und Flucht aus fvanzzöfischer 0)efangensck>aft ftn Herbst 1917. Näheres siehe ^knzeige.
lfoi\vcvfitäi**VLcicbviCbtctt.
Berlin, 8. ?lpril. (Priv. Tel Die „Bvffische seittmg" meldet aus Leipzig: Der Archen Historiker Gel)<nmral PrL>- fessor I). Albert Hanck ist hier im Aller von 72 Jahren gestorbM.


