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Der Ehef de» dfterreichisch-ungarischen Generalstabe»

über die Kriegslage.

Wi<en, 30. Mcrrz. (WTB. Niclftcmrtlich.) Das heu.ti.ge *9teuc Wiener Meudblatt" bringt eine Unterredung mit dem !Chef des österreicl)ischnrngartfctjen Generalstabes, General- toberst^Baron Ar^, über die Weltkriegslage:

Sie ist flftc unö so gut wie noch nie," erklärte der Chef des General stabos. Osten ist der Friede hergestellt. Rußland ist Aerrissen und wehrlos. Dem nie erlachnrenden ATKgrifs-Sgeist der verbündeteil Truppeil und ihrem St<md!>alten in der Abwehr gegen «irren vielfach überlegenen Feind ist es zu danLerl, daß es zwischen der Ostsee und den: Schwarzen Meer keine Schützengräben mehr gibt. Die ersten milrtdrifdjnt Früchte aus dieser Bersä-ievinrg der Vage zugunsten der Mittelmächte wurde bereits im Westen geerntet. Wir werden siegen, wenn »vir wollen, rmd wir müssen wollen, weil sonst der Zdrieg nie oder doch nur sck-lecht onfhört."

Euere Exzellenz erblicken im Ostfriederr eine beträchtliche Ent­lastung der Monarchie. Wird es möglich ferm diese Eittlastung in der Form auStzunützen, daß etwa einzelne Telle der Wehrmacht auf Friedensfuß gesetzt oder wettere Mannschaften ältester Jahrgänge entlassen werden können?

Ich weiß, es gibt Leute, die da glauben, der 5krieg ist für juns zunl großen Teil erledigt. Dieser Irrlehre kann nicht genug endgeg-engetreten werden. Wir haben zunächst in Italien noch vinen Gagner vor unb, der wohl in der zwölften Jsonzoschllaäft einen namhaften Brncksteil seiner 70 Divisionen verloren hat, ln- Kvischen aber nrit Hilfe der Verbündeten an Streitern und Nstnogö- mitteln zu ersetzen rcufete, ivcvZ überhaupt zu ersetzen ist. Eine ganz tzpwclltige Kraftprobe nrit diesem unvermindert ländergierigeih Feinde wird nicht ausbleiben können. Außerdem sind weite Gebiete ün SiLosbcn imd Nordostan von uns besetzt, die viel Besatzungs­truppen brauchen. DaM die allmnäsche Front, die Intervention in der befreiten Ukraine, der militürsscü-wirffchaftliche Lkbbau dcp Ostfront und schließlich die selbstverständliche Tatfack>e. daß Fran- jftvseir, Engländer und Amerikaner ebenso unsere Feinde sind wie die der Deutschen und daß das Wort des Grafen Czernin: Straß­burg gleicht Triest, domernd werktätige Geltung bel>alten muß.

Kurz, der Krieg dauert für uns noch fort lntb fordert nach wie vor die Anspannung aller Kräfte, weshalb kerne Heeresleitung die Verantwortung übernehmen lvird, in der entscheideirden Kriegs­phase in der Ausnutzung der Volks rraft -xeoabKrgel-en und so den tzanzerr Erfolg mehr oder minder aufs Spiel zu setzen. Aber den Forderungen nach Beurlaubung zum Anbau und zur Ernte, nach vorübergehender Ueberlassnng von Arbeitskräften rmd dergleichen wollen wir uns nickst verschließen. Im Gegenteil, das Durchhalterr des Hinterlandes ist gerade angesichts unserer glänzenden milttäri scheu Lage vor: größter Wichtigkeit. Der Heimat muß geholfen werden. Auch die Heimat muß siegen können, darm wird es bald ein glückliches, unseren, schweren Opfern würhiaes und der künfti­gen Entwicklung gedeihliches Ende geben.

Lenin erkrankt.

Petersburg, 29. März. (WTB.) Meldung des Reu­terscheit Bureaus. L e n i n ist e r k r a n k t, er leider an einem Brustgeschwür.

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Der Kampf in der Ukraine.

Moskau, 1. April. (PTA.) Der Oberbefehlshaber der Gowjet-Streitkräfte in der Ukraine meldet unterm 29. März: Unsere Hauptstrertkräfte zogen sich auf Wirl'se zurück. Die Stadt Pnltnwa ist durch Truppen der Nada, unterstützt durch deutsche, die schwere Artillerie ^irr Verfügung haben, besetzt Ivorben. Brücken und Borvatsspeicher sind durch uns zerstört worden. Wir hatten den Bahnhof von Puttawa besetzt.

Die NahrungSmittelverforgunst der Schweiz.

Bern, 30. März. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die Schwier- ^ertsche Depeschen-Agentirr vernimnit, wird die Regierung der Vereinigten Staaten der Schweiz 64 000 Tonnen Schiffsraum Aur Verfügung stellen, um der schwierigen Nahrungsinittewersvrgung des Landes zar steuern. Daran ist die Bedingung geknüpft, dah die Schrvsi- von Deutschland die Zusicherung vollständig sicheren Geleits der Schiffe nach Cette erhält.

Die Antwort der Niederlande an Wilson.

Haag, 30. März. (Nichtamtlich.) Das sborrespondenK- biwealr veröffentlicht folgende Erklärung der n i e d e r l ä n - bischen Regierung aus Anlaß der Proklamation nebst beigefügter Erklärung des Präsidenten der Ber eini g ten Staa ten vom 20 . Mär^:

Tie niederländische Regierung rmd das ganze niedetkandisch? Volk haben mit peinlichster Ueber«rschnng von der Proklamation und der Erklärung des Präsidenten der Vereinigten Staaten Kenntnis genommen. Tie niederländische Regierung erklärt die Massen­beschlagnahme einer neutralen Harkdelsflotte, lveirn auch nur für die Tauei' des Krieges, für v-ölLrrvchttich unlialtbar und für eine Handlung, die gegenüber einer befreundeten Nation nicht zu recht, fertigen ist. Tie Verteidigung der Gewalttat sei offenbar unter dem Einfluß einer falschen Mffaffung des Sachverhalts aufgestellt wov- «den. Wenn auch die Art und Weise, wie die niederländische Han­delsflotte seit Monaten tn den Vereinigten Staaten behandelt werde, nicht im Widerspruch mit den Rechten der Bereinigten Staaten sein möge, so widerspreche sie doch unUveifelhrft der tvadiüonelien Arenndsckmft zwischen beiden Ländern. Tie Bchcmptung des Präsi­denten, daß die Niederlande der vorläufigen Vereinbarung, wonach die in amerikanischen .Häfen liegenden Scküffe eine Fahrt !wn höck>- stiens 00 Togen ausfültren sollten, unter dein Drucke Deutschlands nicht nachgekommen seien, sei ebenso unrichtig wie die Belstrnptnng, daß Deutschland gedroht habe, je zwei Schiffe, die von Holland

Abcsdmksch für zwei von Amerika nach Holland fahrende Schisst dre Ausreise an treten sollten, in den Grund zu bohren. Ebenso s« es unrichtig, daß Deutschland stetS ernster gedroht haben soll. fov»HI den 2Sbfchtnß einer dauernden wie auch die Ausführung vrner vorläusiaen Vereinbarung zu verhindern. Die Reifterung be spricht /Ems den wahren ^Sacl>?er sn.lt in betreff der Fahrten niederländischer Schiffe für die Versorgung der besetzten Gürtete N-vrdfrankreichs^ sowie der Schweiz. Die Devchartening und die Fahrten dieser Sch ffe lKtten keiner DerMevumt vvir irgendwelcher Beideutimg unterlegen, wälftenb übrigens Deutschland «einerlei Ein­fluß auf die Ausführung der vorläufigen Vereinbarung ausübte. noch auszicktben versucht habe. Die Ausführung sei jchoch durch die Wr langsame und m<vichinckl überhaupt ausgesetzte Beförderung vberscei scher TÄegrannne der Reeder, deren Ursache bisher noch Picht aufgeklärt sei, verhindert worden.

Tie Regierung kommt sodann noch einmal auf die Derhand- llrngen der letzten Monate zurück und erklärt zum Schluß: Daß, wre dre Erklärung des Präsidenten meint, diese .HandlnngMveist den Nieverlanden in reichen: Maße Gelegenl>eit biete, sich mit BvU petrelde zu versoraen, ist Mir scl-einbar der Fall. Nach der Er Paynlng, dre mit den mederl.rndischen Schiffen in amerikanischen um» englischen Hästn genvackst tvvrden ist, iostwe es Mwerantwort- ttch smr, wiederum Schisst wrs den Niederlanden nack) diesen Häfen mrsfahren zu lassen, ohne daß ausreichende Bürgschaften gegeben weweir. Tie amerikanische Regi<nmg hat sich stets zwn Be- schützer der fUntcn Nationen aufgeworfen. Daß

hie iin klaren Gegcmsatz zu diesem Grinidsatz steht, ist eme Handlungsweist, die in den freundschast- llchen BeMlgungM imb den Versicherungen einer miwerl Durch- Whrung des Unrechts kem Gegengewicht finden kann.

Aus Stabt ttnb Catt».

Gieß««, 2. Apvil 1918

Die Feiertage.

©er HiimnÄ war dem di^iättrffpm Ofterfssh- gerade »icht sehr Madrg s-estmrü Dicke wtcen hingmi mir Hvrizo-lt

der Wind stäubte dem Spaziergänger den Regen ins Gesicht nrrd rmr hie und da traute sich die Sonne einmal einen Blick durch ein Wvlkenstnsterchcn Zu werfen. Die Feiertage verliefen deniyemäb denn auch recht strll. Der Verkehr f.vwohl cruf der Bahn wie in der Stadt war mäßig und nur )er Seltersweg wies um die Mittagsstunden den üblichen, be­liebten Sonntags-Bummel der GießenerJugend auf. Bunte Sck)ülermützen, helle Kleider, ab und zu Gehröcke und Zylin­derhüte belebten das Straßenbild. Auch die Konfirmationen machten sich reck)t bcnnerkbar. Die Kirchen waren stark besucht urrd die feierlichen (Zstlvänder wiesen aus die Bedeutung des Tages und der kirchlichen Feier hin. Irgendwelche beson­deren Veranstaltungen fanden wähverrd der Feiertage nicht statt. Nur das Theater gab Mittags- und Abendvorstellun- en, die sich natürlich stärksten Besuches erfreuten. Rairnunds !anberniärcl)enDer Verschwender" bewies noch seine alte .ngkraft und die flotte OperetteSchwarzwaldmadel" rief nfte immer vor ausverkauftenr Haus Beifallsstürme hervor. Die allgemein bemerkbare frohe Stimmung ist natürlich mit eine Folge der Siegesberichöe, die eben Tag für Tag von weiterem Vordringen, 'neuen Erfolgen erzählen. Mit Spatnrung verfolgt man die Berichte und für viele beftxmi) bei dem schlechten Osterwetber der Osterspaziergang nur in dem Wege nach der Sonnenstraße oder zur Bürger­meisterei, um dcnr Tagesbericht zit lesen, Meinungen zu Horen mrd lUcSÄu.taus<l)en. Es geht vorwärts, das ist die Haupt­sache und mit dieser Zuversicht gehen wir den folgenden Monaten entgegen.

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Prei»feftfteK««s für Gchlachtrimder.

Nach 8 7 der Verordnung über die Preise der landwirtschaft-' lichen Erzeircmisse aus der Ernte 1917 und für Schlachtvieh vom 9. März 1917 (ReichS-lÄesetzA. S. 243) werden, außer dem besten Sck-lachtvieh (^-Klasse) mit 90 Mk. Einhellspreis für 50 Kilogramm^ Lebendgewick4, ausgemästete oder vollfleischige ältere Tiere (Ochsen und Kühe über 7 Jahre. Bullen über. 5 Jahre) und angesleischte Tiere (Ochsen, Bullen, Kikhe und Färsen) jeden Alters mif!: 6 Unter- Nassen (fogenmnrte 6 -Klasse) st nach dem höheren Gewichte besser (dwischen 60 nnd 85 Mk. für 50 Kilogramm Lebendgewickst) bei der Vkbnalnne bezahlt.

Auf die Staffelung der 8-Klasst, der heute der größte Tell der zur Abliestrlrny kommenden Schlachtrinder angchört, tvird es zurückgeftrhrt, daß viele Besitzer lieber uncrusgenrchde Mhe, also Milchtiere, abstoßen, die wegen ihres höheren (Z^vick^s einen absolut und relativ bSheren Erlös bedingen als die geringgewichtigew Jimgrmder.

Aus allen Tollen Deutschlands ist zur Abstellung dieser bedenk­lichen ErschellulNg eine andere Preisstststelluny für diese Schlacht­rinder boan-tragt. DaS Kriegsernäl>rungsamt hält es bei der heuti­gen Verschiebung der Loge der Vsthbewirtschrrftnüg zur Mwcmdung größerer Nackw.'ile für geböten, die Stafstümg der ff-Klasse bis auf weiteres, das heißt, lüS wieder bessere FntterverMtmsse die Er­zeugung von QualiMSvieh auch in der ff-Klasst möglich nmchen und ein Mlreiz l)ierfür deirch Difstrenzierrmg der Preist Aussicht auf Erstlg hat, fallen z«u lassen und für alle in die L-Klasst fallen- d«t Tiere einen Durchsck)nitt8preiS iwn 80 Mk. für den Zentner Lebendgenncht einzusetzen. Von dieser Preisfestsetzung, die eine vorübergehende und geringe Erhöhung des Mernhcmdelssleisch- preises, AM et^va 2 1 /* Pfennig für die A>»chenkopsmen^e bei der derzeitisen Anlststimng der verschiedenen Dsthkkasstn m Berlin, z«r Fol-e Hot, wiri) erwartet, daß die Laiwwirte statt der Kühe in erlMtcm Maste das Jimgvieh abgeben, so daß der Kuhbestand für die begmneiide Weide- und Grmifutterzell, soweit als irgend möglich, gesckwnt werden kann. Die Klassen A. u»w C bleiben unver­ändert, wobei alier zu beachten ist, daß in Klasse 6 nur geling ge- nälwte Tiere -enffä/iMich sogenannter Fresser gehören, während angefleischte" Fresser nach Klasse 8 bezahlt iver-drm.

Vom .KriegseruÄ>rungsamt ist arn l 5. Mürz 1918 eine ent- sprecl^'-^d die Preise auf den Einheitssatz von 80 Mk. für die ff-Klasse regelnde Verordnung eclasstn worden.

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** Wurftverkauf. Der Verkauf minderwertiger Wurst findet diesmal ausnahmsweise am Donnerstag den 4. April statt.

** Der Postverkehr nach der Westfront. 9lus Anlaß der Kampshmrdlung-en muß der Privat-Paket- und der private Feld frachtstückverkehr von der Heimat zur West­front bis auf weiteves ernaesbellt werden. Dasselbe gilt für den den Versand von Päckck)en. Prtvatsendnngen von Paketen und Gütern kLrrnen einstweilen zur Befördenrng nach der Westfront nicht anaeiwmnien werden.

** Stadttheater. Da erst anr nächsten Sonntag wieder eine Vorstellung sbattfindot, bleibt die Theaterkasse die nächsten Tage geschlossen und lvird erst am Freitag wieder geöffnet. Aus vielseitiges Verlangen wird für kommenden Sonntag abend das bekannte Meher-Mrsdersche Sck>auspielA l t h e i d e 1 b er g" einskudiert. Am Sonntag naclMiittag findet eine Wiederholung vonSchwarz, waldmädel" statt.

** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Sent Mahesa spielt von heule ab in dem Mpsöertum ,.Die entschleierte Mcha". Außerdem wtrp' das LustspielIrmas Ehekontrakt" vor- geftchrt. Beginn der B»rsdellu«gen um 3.15, 5Vg und V 48 Uhr. Si«he Anzeige.

** Im DchwarV-Weiß-Theater, Sektersweg 81, tritt von heirlr «b A>««da Treumann hi ihvein neikosten FilM'rverk Zu Dir gehöre ich" «rf. Msterdmi wird das WildNeftdrvML Das Mäöchen tmm per" gegeben. Siehe Anzeige.

** Krankheit als Kriegsdienftbefchädtgung. Kriegsdier,sibef<irödMMg«n sind nach einer Berkügung des Kriegs- nrünsters v. Stem m\ fömlltche Kömglich Preußischen stellvertreten­den Generollo«nranöos alle Dienstbefchäidigimgen, die auf die be­sonderen VerlMpftsse de- Krieges »lritchnführen und in der Zeit vom Beginn der MobDnaäpmg bis zur Boendiginig der Denrobll- maebnng erlitten sind. In Betracht kommen Mich außerdienstlich erlittene Geffi-ndlxitsstörimgcn, »venn die besonderen Verhältnisse des Krieges dabei nötgewrrkL l>ab<m. Diese werden im vorderen Teile des Kriegsgebiries am sickrksteu m Srsch?inunq treten, m weiter rückwärts gelegenen Teil« menitrr bemerkbar sein imb im Heimalyebiet am geringsten znm^ Ausdnrck kvantzmu. Besondere Ber- hMnisse des .Krieges lveqeu im Krieer?geL4et nur damr vor, rvenn sie sich von den tm 5>cllnätgebiet zu der gkeNben Zeit allg«nem bc- stel-eoden BerhällAiffen unterscheiden. Im vorderen Dock des KrL-gs- gebiet- bedarf es eMes Nach.veises, daß derartige besoiidere Der- hältmsse tws Kriegs Vorgelegen haben, mir ganz auÄmhmÄveik-, da die l^er befdchlvchni Personen im allgen,en«n dauernd mehr oder weiuger solchen SmiderMrl>Ätnrssen ovAgchetzt sirtzd. Iw weiter rüchvärt >5 gewqene« Teile des Krreg<ge*RetS ist dkos nicht Überall der Zall. IM Heimatgebiet kontmeu für Angichörige immobiler Formabwnan mit einigen Atusmah»nlen nur besondere imchgewiesen« kriegerische Creigßtisse oder Zustände in Betracht.

** rderung des bargeldlosen Zahlungs­verkehrs durch das Kriegsmrnisterium. Air Förde­rung des Largcldwscu ZaKurgsverkehrs hat auch das Kriegs- Ministerium eine besondere Bersügung erlassen. Tie Küssen Lahscn immer noch rnehr bar, als unbedingt.crsorderkich ist. .Die dar- gslrsose Zahllvajse begegnet immer noch der Abneigung vieler Kassenbeamten. Barzal-ungnt dürfen von den Kassen, dre an bcn ReichSbankgiro- oder Postsck-eckverkehr rmcfeschlossen sind, in der Regel nur -rvock), an kleinere Erzeuger und Hürdler, smvie cm solche Gesätäftsle,lp'. .Hm^dwerver ußr. geleistet werden, für die nack, bau ürtttckM, Verhältnissen oder rrach Art mW Umfang ihres Geschäftsbetrivl>es die Errichttmg eiores Bauk--tzmrkvs Dord'ile nicht bietet. Ton stellvertretendem Inttmdanttlren usw. imrd wiederholt zi-r besonderes PffllA M»»acht sich die Fördermm das .»argeldlosen Verkehrs angekogesi s«n m wsjar und «dem Ww-rstrmd entgogen,

zuttttten. Dte Damststelleu sollen nach Möglichkeit rnrr mit solcden Lieferern irrib Unternehmern in Geschäftsverbindung bleiben oder

treten, die sich zur Einrichtung einer Bankrechnurrg usw. beoett erklären und dies auf ihren Rechnungen ersichtlich machen. Die S-unrmen der baren 'und der bargelvloseü Zahlungen müssen der Kassenabteillmg des KriogsMrnisteriiims^ mllgeteilt werden.

** Kriegsrohsloffe. Die nach deni Stande vom 1. Ja- nuar 1916 neu bearbeitete Zusammenstellung von Geseden, Bevanni- machüngcn und Verfügungen betreffend Kriegscohswffe, nebst deren diochtrügen. Aresführungsbestinimungen und Erlänterrtngen ist er schienen rmd gegen Einsendung von Mk. 1, bei den zuständigen jkriegsamtsstellen (mit Llusnahme von Metz, Düsseldorf und bei .Kriegsamtnebenstellen) erhältlich. Aus dieser Zusammenstellung ifi ersichtlich, welche Bekanntmachungen usw. für die eii«elnen 8 «^ swffc, die zur Sicherstellung oes Kriegsbovarfs erforderlich sind, Gelttma haben. Sie enthält auch die Angaben von welcher Stelle Albdrücke von erlassenen Bekanntmachurdgen usw. angefordert trKi- den können. Zu meser Zuslumnenstellung werden im Laufe bv Jahres 1918 in Zwischenräumen von 2 zu 2 Monaten Ergäm znngsblütter hevausaegeben werd«r, deren Erschornen jeioeilS be­sonders bekanntgegeben wird. Diese werden den Beziehern bei Zusammenstellung ohne weitere Anforderung von den KricgSamt- stellen kostenfrei nachgeliefert. Für behördliche Dienststellen können wie bisher besondere Abdrucke für den Dienstgebrauch kostenfrei ber der Vordruck-Verwaltung der Kriegs-^stohstofs-Abteilung, ®erfb> SW. 46, Verl. Hedemannstr. 10, angcsordert werden.

A _ Landkreis Gietzen.

** Grünberg, 1. Aprll. Anr 26. März feierten Oberpost^ assisteitt Wsshekm Andrae und Frau das Fest ihrer Silbernen Hochzeit. Ten hiesigen Lehrern Lau ber und Bender haiii*' das Kriegsehrenzeichen verliehen.

Kreis Frledberg.

Q. Bad-Nauheim, 2. April. Benn Spiel mit einer 00 in irdenen Sprengpatrone sind hier vier Kinder z/u Schaden ye- bnnmen. Die Kitter hatten sich mit der Patwne in den Heizraum einer Villa zurückgezogen. Jtn Verlauf der Spielerei kan, die Patrone dem Feuer zri nahe und explodierte. Drei der Kinder kamen mll beichten Verletzungen davon, während der neunjährige Knabe Schubö an den Händen und im Gesicht so zngerichtet wurde das er dem Kranken'hauS zugeführt werden mußte.

Starkenburg und Rßeinhessen.

Fc. Darmstadt, 1. April. Der Leutnant E rbprinz zu Lei mngen hat als Führer an der Spitze der siegreich vorjiürmenden Leibkompagnie eines Grenadier-Regiments im Westen den Helden tvd gefunden. Der Erbprinz stand im 22. Lebensjahr und war ein Sohn des Fürsten Emich zu Leiningen auf Schloß Amvrbach in Unterfranken, sein Urgroßvater, Fürst Karl, nxrr der Stiefbruder der Körri^in Viktoria von Großbritannien und Irland, Kaiserin von Indien.

Drisen-Nassaa.

Zwei Mörder verhaftet.

-- Frankfurt a. M., 31. März. Als Mörder des Lkraft- c * l '~ rr ' oru-s.rtzbr vor einer Woche in einen!

f _ traße erschossen und beraubt aus^

gefunden wurde, ermittelte die Berliner Knminalpolizer heute hier eingegangenen Nachrichten zufolge zwei junge Burschen. Ein junges Mädchen, das um die Bluttat gelvußt hat, und mit den Mördern gemeinsam nach Berlin gereist war, wurde hier schon vor mehreren Tagen festgenommsu. Durch seine Verhaftung ßcnn die Polizei Mlf die Spur der Täter. Wo und unter ivelchen Umständen die Er mordung des Füll ausgesührt wurde, darüber liegen: Mitteilungen: zur Stunde noch nicht vor.

Nied a. M., 2. April. Ein jahrelanger Stress 5er Ge­meinde mit Griesheim um Erstattung von Zuschußforderungen für. Armen- und Schullastm an Nied in Höhe von 130 290 Mk wurde durch Vergleich beigelegt, indem sich die hiesige Ganernde mit einer Zahlung von 90000 Mk. für zufriedengestellt erklärt. Die Ge­meindevertretung gab einhellig ihre Zustimmung zu dem Ver- gleicl-svin^ciüag.die achte Kriegsanleihe zeichnete die Ge-

Weilbnrg, 2. April. Bon der Dillmündung unterhalb Wetzlars bis Löhnberg wurden jn dm Lahn eichebliche Mengen toter Fische an die Ufer geschiwemntt. Die Fische sind, soweit durch Untersuchung festgestellt wurde, durch Vergiftung getötet worden Trotzdem wird versucht, die toten Fische als Nahrmrgsrnittel zu der-- kaufen. Tie ziustLndiaen Bcftürden erlassen deshalb dringende War­nungen vor dem Tttckauf der vergifteten Tiere.

MrkchlZche

3sraelittsche Relrgionzgemeinde. Gottesdienst in der Syrragoge

(Süd-Anlage). Mittwoch 3. u. Torrnerstag 4. Llprik Passabfest- Ende. 7. Tag. Vorabd.: 7.00; morg.: 8.30 Predigt. 8 Tag Vor abd.: 7.00; rnorg.: 8.30; Festesausg.: 7.10 u. 7.50. Israelitische Religionrgcsellschast. Mittwoch 3. u. Donnerstag 4. April. Passah- feft-Ende. 7. Tag. Vorabd.: 6.45; vorm.: 8.00; nachm.: 4.00 8.^Tag. Vorabd.: 7.45; vornr.: 8.00; nachm.: 4.00; FesveSauSg :

Eisenbahn-Konsumverein, E.E.M.b.H.

Bilanz für das Geschäftsjahr 1910/17.

Vermögen:

I. BetriebSwerte. Warenvorräte 10 26^ Gebindevorräte 127,

Brennstoffevorrat 20,

GeschäftSeinrich' tungsgegenftände 1816^

IL Angelegte Werte.

Wertpapiere 231L

Schuldbuchforde­rungen 1456,

Pfandgeldhlnter- legungen 3694,

Pfandgeldan- legnngen 1600,

Beteiligung bet der Großeinkaufsge- ft ll schaft Deut scher Konsumveretne,

Hamburg 3000,

III. A usstände u. voranSbezohlte

Kosten. Ansstände von Lieferern 86,90

Nusstände von Mitgliedern 8 461,21

AuSftändeanZtnsen 70,25 BornuSbezablteGe- schäf'Sunkosten 218,40

IV. Verfügbare

Werte.

5-osten bestand 3S5L9

Postscheckgnihaben 2702,17

Bankguthaben 11801,90

Zusammen 51024,22

Schulden:

I. Genossen- schaftSvermögen.

Geschäftsguthnben

der Mitglieder

18337,09

GesetzlicheNücklage

Ausserordentliche

3 418>-

Rücklage

2532,42

II. Fremde

Gelder.

Pfandgelder der

Lagerhalter

ieoa-

III. BorauSbe- -ablte Gut­haben betrage. BorauSbezahlte Brennstoffgelder

17,01

IV. Geschäfts- schulden.

Schulden an Lieferer 11007,34 Geschäftsgutbaben der auSgeschieden. Mitglieder 84 ^

Rnbattschuld an die Mitglieder 483SU»

V. Reingewinn.

Reingewinn 903ftl6

Zusammen 51024LL

Mitgliederbewegnng.

Zahl der Geschäfts Mitglieder güihaben

Stand am Schluffe des

Borjahres.

Zugang .

Haft

summe

Abgang >\) auSgeschieden 8 b) gestorben . . 3 es auvgeschloffen 1 Stand am Ende des Ge fchästSjahres 1916 17

673

41

7il

17223.15 M. £0190 SR. 1354,94 1230 .

18577,09 M. 81420Ä.

Gtesten, den 1. April 1918.

LifenbabwAonsumv, _

Wagner. AltbauS Andreas

12 24CV M. MM.

702 18 337,09M. 210603».

24351 )

U^enbadwzonsumvcrein Gießen. G. ^