wc. I^LMrnnke ist kostbar, da gibt es keine Schonung. Die AÄe:ÄN7eldMlg bringt eine große Anzahl von Gefangenen m,d Beute, die fortdauernd steigt.
An dem folgenden Tage liegt alles in einem undurchdringlichen Nebel. Auch die Nachrichten von vorne lauten unsicher, was eine Gewisse Spcnrmmg auSlöst. Doch schon gegen Mittag laufen von allen Seiten Meldungen ein von -einem frischen Draufgeld und einem einheitlichen Zusammenwirken. Ueberall weicÄ der Feind: fc» er tapfer standhält wird er umzingelt, heraus manövriert oder gefangen. Wi<cherum erscheint am Nachini.tag der Kronprinz, auS den vorderen Linien kommend. Er fährt auf den .'dos. Zwar Verwundete sind hinten im Auto, die er unterwegs von einem Lastauto herablwlte. Sie rauchen seiire Zigaretten und durften auf der Fahrt die langen Gefangenenkolvniren bestaunen. Nackrxnn er noch den einen mit dem Eisernen Kreuz belohnt hat, reicht er ihnen die Hand. Der eine Mann hebt seinen blutüberströmten, rechten ver- Kwnbefen Arm. Herzhaft faßt der Kronprinz zu. Es ist für das Vaterland vergossenes Blut, das färbt nicht ab. Er entläßt die Leute , die sttahle.rden Auges ihren Dank stammeln. .Der Kronprinz springt elastischen Schrittes die große Freitreppe lstuauf, ohne sich anmelden zu lassen. Er will niemanden stören. Sdjon kennt er selbst den Weg zum Chef.
__ Drinnen im stillen Schlößchen werden neue, weitausholende Plane geschmiedet. Von dieser Arbeit, die Hindenburgs urrd Luden- dorsfs Geist durchveht, sieht man wenig, und doch ist es lebten Endes nur die Führung, die sür alles veranvoortlich ist. Der deutsche Generalsdäb ist eS, um den uns unsere Feinde beneiden, ihn hat uns noch niemmrd nack)gemacht!
Die Beute.
B e rlin, 25. März^IWTB.) Nebel, Pulverdamps und Gas- Bchwaden.^die am ersten Tage über der ganzen Armeesront lasteten, ließen zrrnächst keinen Ueberblick über die gemachte Beute gervinnen. Als aber am nächsten Morgen die zweite Stellung durch- schritten nkrr, melirtsi sich die Anzeichen des Rückzuges. Zwar hatten die Girgländar in der Nacht versrrcht, ihre Artillerie zurück- ^Uziehen, allevr ein großer Teil der Batterien war doch liegen tzebliebeu. Die stürmende In'anterie elfte an Batteriestellungen vorbei, aus deren tiefen Gefchützständen Kanonen, Haubitzen ,md Mörser nicht mehr recht^tig latten zurückgeschasft werden können. Mtu-'ition war in großen Mengen liegen geblieben. Aus den Straßen sah man einzelne niedergebrochene Fahrzeuge, umgestürzte Munitic-nsirogen und Bagagekarren. Das Bild des eiligen, überstürzten Rückzuges verstärkte sich erheblich nach Uebernnnstung der dritten Stellung. Hier standen Marinekanoncn und Eisenbahngeschütze. H-ser lagen all Ht zahllosen Depots ümb Magazüre. _ So rasch ging der englische Rückzug vor sich, daß dre Engländer die hier lagernden großen Vorräte nur znnt geringen ^ile zunstckführeTi, ja nicht einmal zerstören konnten. Me großen Munitionslager Ware,, voll mit Artillcriegcscbossen und mit Tausenden von Kisten an Infanterie-Munition und Handgranaten, sie erinnerten in der Unversehrtheit, in der die Deutschen sie au-- foafqt,. an den italienischen Feldzug. In den bei der deutschen SiegfrieÄnwegung im Frühling 1917 zerstörten Dörfern hatten sich die Engländer leidlich eingerichtet. Ein Teil der Häuser war wieder iauSgebessert worden. Im übrigen hatten sie Baracken und Zeltlager gebaut. Ein großer Teil von diesen bestand aus Wellblech and war daher bei der Eile, mit der die Engländer abzogen, nicht zerstörbar. Aber auch die Hvlzbarackeu und Zelte waren nur zum Teil in, Brmrd gesetzt. Hier fanden die Deutschen erhebliche Vorräte an Konserven, Weißbrot. Marmelade, Wein jntb „v ä n ?. Während die Heimat nach den übereinstimmenden Aussagen der Gefangenen darbt, ist das Heer reichlich mit Vorräten versehen, die sich jetzt die deutschen Soldaten als Lohn ihrer ?Jcui)m gut schmecken lassen. An anderen Stellen wurden große Depots mit Uniformen, Wäsche und Stiefeln erbeutet, ßiicch Lederzem?, Geschirre, sehr viele Gummistiefel, wie überhaupt
alle deutschen Herzen in Dankbarkeit, Verehrung und Vertrauen
entgegenschlagen.
Ihr dankbarer König Wilhelm R.
Großes Hauptquartier. 24. Mär; 1918.
Das Handschreiben an General Ludendoff lautete:
Mein lieber General Ludendorff.
Die unvergleichlick)en herrlichen Erfolge, welche unsere heldenmütigen Truppen in diesen Tagen gegen daS englische Heer er- runaen haben, sind ein glänzendes Zeugnis für Ihre unübertroffene kalte Voraussicht und nie versagende Tatkraft, mit der Sie in zielbewußter Arbeit die Grundlage für diese Siege geschaffen haben. Zn dankbarer AnAckennung Ihrer hohen, dem Daterlande erneut in treuester, selbstloser Hingabe geleisteten Dienste verleihe ich Ihnen mit besonderer Freude das Großkreuz des EisernenKrcuzes.
Ihr dankbarer König Wilhelm R.
NrrSzcichrrurrgcn.
Berlin. 25. März. (WTV. Amtlich.) Seine Majestät haben dem Generalobersten v. Blessen, dem ersten Kvmw.aitda.ntcn des Großen Haliptguartiers, und dem Admiral v. Müller, dem Chef des Maru.ekabinetts, am 24. März 1918 den Orden Ponr !e msrite verliehen.
Die Pariser Presse.
D ern , 24. März. (WTB.) Tie ganze Pariser Presse bemüht sich, dre Bevölkerting zu beruhigen, Nach dem ..Petit Parisien" äußerte Clemenceau sich sehr zufrieden über den Verlauf der Offensive. Ter „Mattn" berichtet sogar: Clcmenceau sagte in den Wcrndelgängen der Kammer zu einem srütxwen Minister: ..Ich bin eartzüil. Tie Gigländer haben standgehesten. Alles geht auis Beste" Nach dem „Petit Journal" sagte Clemenccau, auch das englische Oberkommw.ido zeige sich sehr nnrieden. mit den Ergeb- Tie Preise verössentlicht den deutschen Heeresbericht nicht vve7s-, druckt jedoch den englischen ab, aus dem hervorgeht daß die englii che Linie westlich von St. Quentin weicht. „Temps" schreibt iganz offen, daß durch den Truck des deutschen Eingriffes daß eng- ltiche Vcrteidigrrngssystem westlich von St. Quentin durchbrockwn sei. „Petit Parisien" schreibt, cs sei sichm, daß die Deutschen Kräfte ^sitzen würden, um «euch die Front in der Champagne und ber Verdun amgreiien zu können. Tie übrigen Zeitungen verschleiern die Wahrheit.
die Deute an Gummi, in Form von Stiefeln, Decken imd Umhängen Eu großen Posten dnrstellt. Von erheblichem Werte, vor allem «lrdreMtere Verfolgung, ist das. gut ausgebaute Feldbahn- AE tzdie Engländer angelegt hatten. Am dritten Tage mehrte MJ ine Deute noch durch Batterien. die durch rasch heranqebracküe stocaschrneugewehre bewegungÄmfähig gemacht oder mitsamt der Be .fvmrnung genommen wurden. Dazu kommen T a n ks . die die Eng -länder ynm Gegenangriff ansetzten, und die zahllos zerscho'sen lie- ?«r blieben. Ter Gesämteindruck nach den drei Tagen der Schlacht -ist der, dn; die bisherigen Kämpfe den Engländer,: bereits einen Derartigen Materi a lv erlu st kosteten, daß ihn auch amerikanische Hilfe nicht so leicht ausgleichen kann.
Die Tapferkeit der deutschen Sturmbataillone.
- EftHn 25.37?^. Die deutschen Sturmbataillone -baden sich wie stets, so auch in der letzten Schlacht überall hnvoc- -^igeiw ocwahrt. Südlich Savy fuh-cn die Haubitzen eines iolck>en Bataillons bis aus 350 Meter vom Feinde, ja sogar vor der eigenen Infanterie auf und schossen den Gegner aus seiner eigenen Stel- lung heraus. Gl ärrzend war der Schneid der Sturm tri lvven unter perför'.liäier Führung ott , bewahrter Kommandeure. Oberleutnant Schneider, ern m vielen Kämpfeil erprobter Offizier, fiel an der Spitze ferner Leute, nachdeni er persönlich mehrere Maschinengewehre mit Handgranateii niedergekämpft hatte. Zwei weitere >^tt'posfizrere, die Vers önlich in feindliches Maschinengewehr scurinlen,^ramen bis auf drei Schritte heran und wurden dann ver- -wundet. Stünmung der am Angriff beteiligten Triroven ist glanze! rd. Obwohl drei Tage ohne Schlaf, läßt Sieges freu de sie alle Ättnpazen vergessen.^ Tie Verpflegung aus unserer eng- bscmnr Bellte rst vortrefflich. Ueberall firlden die deutt'chen Truppen Taüak. Zigaretten, Kwiserven und andere hochwillkommene Dinge.
Die deutschen Sturmfahrzeuge.
,, Derlin 25^ März? lWTB.) Den ssidostkich von St. Quentin vampsekwer putschen Dlvisionen waren Danks zugeteilt. Tie Lentschen Sturmfahrzeuge haben sich glänzend be-
und Belveqlichkeit wird überall ge- rühmtt Santtliche emgesetzten Wagen kehrten unversehrt w.rs dem Kampf zurück. Ihrem Eingreifen ist es hauptsächlich mit zu danken, daß der zähe Widerstand des Feindes, besonders der eng- ll,cl-em Mn, chirlcugQvehrnester. schnell und leicht gebrochen wurde.
E Tal bei Urvillers gelegenen Beton fasern e nruiDc durch die Tanks sofort überwältigt.
Der Kaiser an die Kaiserin.
(W.B. Amtlich.) Der Kaiser sandte Wn dem Swlachtfelde der .groyen ^Schlacht in Frankreich das ^olgegwe Telegramm an die Kaiserin:
Großes Hauptguartier, 25. März 1918, 11 Uhr vormittags
Heute nach-t fiel Bapaumc nach schwerem Ringen. Meine negreick«n Truppen sind im Vordringen von Bapaume nach Westen. Weiter südlich Vo r m a r s ch a u f A l be r t Die Somme oberhalb Pdrvnne ist an vielen überschritten. Der
©ei!t der Truppen ist frisch wie am ersten Tage. Ueber 45 000 Gefangene, über 600 Geschütze, Tausende von Maschin«lgetvehl-.m, unge^uere Bestände an Munition nrrd Verpflegung, ähnlich wie nach der Isouzoschlacht in Italien. Gott mit uns.
Wilhelm.
Der Kaiser an Htndenburg und Ludendorff.
Berlirc, 25. März. (WTB. Amtlich.) Die Handschreiben, in denen der Ko l s e r dem Generalfeldmarschall v. H i n d e n b u r q L ndendor ff ihnen aus Anlaß der großen Schlacht in Frankreich Auszeichnungen verleiht, haben folgende. Wortlaut:
Lieber Feldmarfchall'
In tw!)l der größten Schlacht der Weltgeschichte ist in diesen
Taigen an grotzer Teil des englisckien Heeres aus feinest Stellungen gervorfen und von unseren heldenmütigen Truppen ^schlaben worden. Ihre hohe Feldl-errnkunst har sich hierbei wieder aus daS glänzendste bewährt. Für den Sieg von Belle Alliance «rbrelt der Feldmarschall Fürst Blücher das besonders für ihn qchttttete Eiskrne Kreuz mit goldenen Strahlen MeseS nm einmal verliehene höchste Ordenszeickren Ihnen beute .zu verleihe:!. ,ft mir eine gmrz besondere Herzensfreude. Mit dem gesamten Daterlande w«.ß ich mich eins, daß diese hohe Auszeich- gmng memanbem vrehr gebührt als Jhnerr, dem auch heute wieder
Französischer Bericht.
25. März, 2 Uhr nachmittags: Tie französischen Truppen begannen in der Nacht des 23 März in die an iber britischen Z-rvnt irrt Gang befindliche Schlacht einzugreifen. Sie lösten einen D e r l der alliierten Streitkräfte ab und nahmen an dresem vlbschnitt der Front den Kamps auf ibre Rechnung aus. Gegenwärtig steheir sie in hartem Kampf in der Gegerrd von Novon, wobei sie die Höhen aus dem rechten Oiieufer bedeuteerdeu deutscb'-n Streitkräften stteitig machen. Nordwestlich von Rcims hefüge Ar- ttllerieaktionen in der Gegend von Courcp-Loivre. In der Cham- pagne ^scheiterten zrvei deutsche Handstreich? östlich der Siupl>e Frai^zosrsme Patrouillen machten bei Talpire Odeiangene. Olroße "lrtulerretättgkett bei Arracvurt in den Vogesen. Bei Tagesanbruch ^ Deutschen die französischen Linien östlich von Blemerp inw östlich von Badonvillers an. Tie Deutschen wurden mit schweren Verlusten zurückgeschlagen.
Englischer Bericht.
vom 24. März, abends. Neue feindliche Angriffe von großer Stärke entwickelteir sich morgens anIxr ganzen Schlackstfront und hielten den ganzen Tag über an. Südlich von Peronne gelang es dein Finnde wach schwerein Kampfe, die Sonrme an gewissen Punkten zu überschreiten. Diese werden später mitgeteilt. Nördlich rwu Pe- vonne waren ^ die feindlichen Angriffe mit äuß^ster Heftigkeit lgagen dre Linre der Torttlle gerichtet. Unsere Truppen zogen sich an diesem Absckmitt der Schlachtfnntt kämpfend auf neue Stellungen zurück. Wetter nördlich wurden wiederholte von starken Verbanden ccusgeführte Angriffe der deutschen Infanterie unter sckrweren Verlusten fahr den Feind abgeschlagen. In diesen Kämpfen zeichneten sich die 17. urid die 40. Division besonders aus, indem sie viele feindlick-e Angriffe abwiesen.
Die Beschießung von Paris.
Paris, 25. März. 10 Uftr 30 vormittags. Me düng der Agence .Havas. Die Beschießung von Paris durch das weittragende Geschütz, das in einer Eiikfernung von mehr als hundert Kilometewi auf die Haiiptstadt feuert, ist um sieben Uhr morgens wieder aufaeirommen worden. Die Schüsse folgten in denselben Zwischenräumen stvie gestern. Bisher wurden nur einige Todesfälle gemeldet.
Genf, 26. März. (L. A.) Die Zahl der Sonntag vormittag innerhalb Paris erzielten Treffer aus deittschen FerugeschützQi wird auf 15 angegeben. Der Wagen verkehr, der vormittags eingestellt gewesen, konnte nachmittags, da kein ! verte res Bombardement enolgte, wieder ausgenommen iverden. Die Abendblätter be- scknälikten sich ms gaarz allgemein gehaltene Angaben über die Verheerungen in Paris und der Bannmeile.
Schiveizer Blätter lassen sich aus Paris melden, daß bei andauernder Beschießung die Regierung nach dem Süden abr eisen werde.
In einem Artikel Renaudels wird festgestellt, daß, wäl>- rend die rätselhaften^ Kanonenschüsse fielen, in den öffentlichen Aemtern in Paris, die mit der Kriegführung beschäftigt sind, die Beamten sich in die Keller verzogen, um von dort aus weiter den Krieg zu führen.
Genf, 26. .März. (L. A.) Tie Polizei verhaftete die Verkäufer von Crtradlättern, tn denen die .Häuser angeführt waren, die am Svirnabend und Smndag in den am sckiwersten von der Ve- chießmrg heimgesuchten Stadtvierteln getroffen waren. Gestern v e r rtt p g e r t e n sich die Pausen ztmschen den einzelnen Abschüssen aus sieben Minuten. Zielrichtung war die lim* gebung dwi St. GobarnS. Die Blätter gestehen zu, daß die Fachkreise aus ba: spärlich anfgelesenen Granatenstücken keine haltbaren Vermutstirgen über die Art dieser technischen Neuerung der deutschen Batterien miffotftet können. Der Börsenverkehr soll in Kellerräumen abgehalten werden.
Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 25. März. 0DTB.) Don der Pa sä st i n a f r v n t wird vom '23. März noch mtthittäglich »gemeldet daß b<üm Morgengrauen dieses Tanes der Gegner nach 'Artillerievorbereitung bei Amurie angriss. Vorübergehend kam er in den Besitz der nördlrcki> -es Torfes gelegenen Höhe. Dann warf ihn ein schnell einsetzender Gegenstoß zurück, so daß imtee Stellungen unverändert in rmserem Besitz blieben. Am 23. März war das ^lr- tilleriefeuer wieder fast mrf der gan^zen Front lebhaft, teils steigerte es sich zu größerer Heftigkeit. Unsere Batterien antwortei-en mit mitem Erfolg. Oestlich- der Stwaße nach Mablous herrschte- auch Infanterie- und Maschinen gewehrfeuer. Zu größerer infanteristi-- scher Gefechtstätigkett kam es nicht. Fünvtiche Patvorrillen die am verschiedenen Stelle:, der Fwnt Vorgehen wollten. Irirrden durch Feuer vertrieben. Eigene Patwuillen gingen ba Abuain Oschild- schulje Sindsohil erfolgreich vor. Am Jordan hatte der Gegner am 22. März abends Schcinmrgriffe und Uebergan<vÄwrsuche unternommen, Lomtte sich aber nicht auf dem Ostufer festsetzen An den anderen Fronten ist die Lage unverändert. DaS am 22 J^ en j ) 5r stbgeschvssen gemeldete feindliche Flugzerrg wurde
von Vizefeldwebel Tele Mal und Obeh Bassti! abgeschossen.
Der §eekrieg.
Neue U°Voot-Erfolge.
den versenkten Scl)iffen waren ztvkt größere englische ttef- beladene Dampfer Ein großer llefbeladoner, zur Täuschung unserer Unterieeboote über das ganze Schiff bunt bemalier Dampfer wurde aus stark gesichertem Geleitszuge herauS- geschossen. Den Harrptanteij an diesem Erfolg hat Oberleutnant zur See Menzel.
Ter Chef des Admiralstabes der Marine.
Ein deutsches Tauchboot im Hafen vou Ferrol.
Ferrol, 25 .März. (WTB.) Havas. Ein deutsche- Unterseeboot von 4000 Tonnen traf im Hafen von Ferrol ein Ein spanisches Kriegsschiff wurde ,hm entgegengesandt. Das Unterseeboot war mit zwei 11 Zenti- meter-Kanvncn bestückt. Der Kapitän forderte dringend Einfahrt in den Hafen, weil das Unterseeboot bei einem mit drei 'Sck)isfen ausgefvck)lenen Kampf schwer beschädigt tv-or- den sei. Die Besatzung bestand aus 30 Mann.
Aus -cm Reiche.
Die Mannschaften des Hilfskreuzers „Wolf" in Berlin.
Berlin, 25. März. (WTB.) Heute nachmittag sind auf Einladung der Stadt Berlin die Heldenmanru- schäften des Hilfskreuzers „Wolß" hier eingetrofsen In dichten Reihen säumten die Berliner die Einzugsstraße. Vor dein Vahühost'gebäude hielt Bürgernreistor Dr. Recke eine züirdende Ansprache. Nachdem aus Tausenden fcxyii Keh en ein dreifaches Hurra verhallt war. dankte Fregatten- tapttän N er g c r für ben wunderbaren Empfang und schloß fhit den Worten: „Ich betrachte es als einen herrlichen G.uckszufall, daß es meinen Leuten vdrgömtt ist, unter dem Flaggenschmuck einzuzichen, den die Reichshanptstadt zu der unvergleichlichen Ruhmestaten unserer schwer kämpfenden, von Sieg zu Sieg schreitenden Armee angelegt hat." Ein nicht endcnw'oltender J,tüel begleitete den Zug auf seinem langen Wege durch die Strafen Berlins zur Brauerei Pfeffcrberg. Als die Gäste aui Kronprir^enpalais unter den: Glockengeläut des Dames vorüberzogen, ckrat die Kaiserin mit den Kinderrl des Kronprinzen auf den Ballon heraus uitd begrüßte die Helden des Meeres durch Neigen des Kopses ur,d mit winkender sHaud. In der Brauerei Pfeffevberg erholten sstch die blauen Iunaen von Fahrt und Marsch bei Kaffee und Kuchen. Dann wurden sie von Schülern nach ihren Quartieren geleitet.
Prinz Amust Willlrlm zum Landrat befördert.
or ,£v r H • ' 2 $: Märr-.P r)nz A u g u st W i'lhe l m , der seine Ausblwuna ,m Zwrldrewt be, den Potsdamer Gerichen begonnen und beim Landrats<nnt m Nauen fortgesetzt hat, ist lau, B. t. zum ^andrat betördert und soll mit der Bettvalttmg des Kveifes Ruppio betraut werden.
Herabsetzung der Brotration für Selbstversorger.
B e rlin, 22 März. (W.B.) 'Der Bundosrat setzte durch eine Verordnung vom 21. März die Mengen B r o t g e t r e i d e, die die Selbltterwrger zur Ernälwung vett,senden dürfen, für den Kopf auf 6Vs Kg. fest. WMreird sie bishw 8V- Kg. lx>trugen, entsprechen ße nun mein der der übrigen Bevölkerung für den Kopf zustehnu>-n Menge '-Mt zuständigen Stellen waren sich bei dem Erlaß der Maßnahme bttmcht, daß sie der landroirtschaftlichen Bevölkerung an Opstr auferlegt, sie war aber unbedingt nvtlvendig,
um die Relchsgetterdestelle in den Besitz genügender Getteidemmgon zu bringen, um die Gesamtbevölkerung aus den Vorräten der alten Ernte bis zum Eingang genügender Zustrhren aus den besetzten Gelneten uiw aus der Ukraine soivic bis zum Einsetzen des Früh- druscps zu vew>orgem Die Maßnahme wird als eine vorübergehende gedackst. Erfüllen sich die Hoffnungen auf genügend«; ÄchUchren so wird dre Wiederhcrstell,mg der bisher geltenden! Sclbstoersvrgerratton von 8i/ 3 Kg. erfolgen. Damit eine derartige Wrederherllellung, wenn die Vorräte es gestatten, imvorzüglüh vorgenommen werden kann, wurde die Maßnalnne vom kanzler dem Staatssekretär- des KriegsernälwungcEtes zur selbst- stä idigcn Anordnung überlassen. Um zu vermeiden, daß die schwer- arbeitenden Landwirle gegmüber den städtischen Sck^wecarbeitcrn - du^l) Herabsetzung der Selbstversorgerration zurückgesetzt werden, traf cne Retck-sgetteidestelle die Vorsorge, daß der sckkwervrbeitendertj Landbevölkerung währeird der Bestellzeit und wälxrend der Ernte Z u l a ge n gewährt werden könnet,. Hervorgehoben sei, daß diejenige Vcenge, die die Lairdwirte auf Grund der neuen Verordnung abllefern, ihnen zu ben vor dem 1. März 1918 geltenden vollem Höchstpreis bezahlt tvird, da sie insoiveit seldstverstäiü>lich kein Verschulden wegen der verspäteten Ablieferung trifft.
*
Berlin, 22. März. Reichstagsabg. Dr. Werner hat folgende Anfrage gestellt: „Infolge einer Bekanntmachung oer „Kontrollstelle für fteigegeüenes Leder" vom 1. Oktober 191/ s,nd die Lederkleinhändler und Rohstoffgenossenschaft- ten verpflichtet, die ihnen zugeteilten Ersatzsohlen in Verkehr zu bringen: die Sckiuhmacher such verpflichtet, sie abzuneh- men und zu verarbeiten. Ausnahmen hiervon werden äußerst selten zugelassen. Die zugeteilten Ersatzsohlen werden nicht, zuruckgenommen, und die Verweigerung ihrer Abnahme hat für den Lederkleinhändler oder die Rohstoffgenossenschaft, bzw. den Schuhmacher den Ausschluß von der Zuteilung aller Ersatzmaterialien und von Bodenleder zur Folge. Die Erzeugnisse der Ersahsohlen-Gesellschaft, die Sperrholzsohlen, werden in Verbrauchcrkreisen vielfach als höcl)st minderwertig angesehen. Was gedenkt der Herr Reichskanzler 5 ier Zu tun? Beabsichtigt er eine Verordnung, wonach die Lederabfälle ebenso verteilt werden müssen wie das Bodew- leder? Ich bitte um schriftlick-e Antwort."
Aus Stadt und Land,
Gießen, den 26. März 1918.
** Amtliche PersonalNachrichten. Der Grvßherzog hak am 23. März den außeroidentlichm Prvfessör Tr. Rudolf Tlvvdvr Edlen von Iaschke rn Gießen zum vrde,ttli>chen Professor der Geburtshilfe ,rnd GpnLkvlogi.e in der medizinisck«n Fakultät der LandeSuuiversttät Gießen mrb zum Direktor der Universttälsq
Franenklinik mit Wirkung vom 1. Slpril 1918 er,rannt _ Ter
Gvoßherzvg hat am 23. März den Oberlehrer an der Oberreal-, sck-nle zu Worms Karl Ansüos zum Oberlehrer an der Oberreal« schule zu Maiuz, den Oberlehrer an der HRieren Mädchmschulci zu Gießen, Jakob Beck, zum Oberlehrer an &m allen Gynrnaiium zu Marnz, den Oberlehrer an den, Alten Gymnasium zu Mainz. » 5 r,tz Bender, zum Oberlehrer an dem Re-alühnmasium zu Mainz, den Oberlehrer an der Oberreglsch lle zu. Worms!, Kurl Dörsam, zum Obevlehi-er an der Ludwigs-Obervealschule zu Tarmstadt' den Oberlehrer an der Oberreul schule zu Gießen, Hans Herrberg zum Oberlehrer an der Rculichch und dem Pvog,>mnasrum zu Bingen!, den Oberlehrer an der Real- imd Landwirtschaftsschpe zu Gvoß-, Umstadt, Professor Augrot Hirsch, zum Oberlehrer an der Liebigs- Oberrealschule zu Tarmstadt^ de,r Oberlehrer mi der Realschule und dem Dwgymnasrum zu .Bingen, Pwfessvr Ludwig Kreisel, zum Oberlehrer an der Obervoalschule zu Mainz, den Oberlelrrer an dem Rcchgymnasrum zu Mainz, Professor Tr. Ludwig Lambinet. zum Oberlehrer an dem' Neuen Gi>mnasru^r zu Maiirz, den Oberlehrer an der Oberr^lschnle w Gießen, Professor Dr. Reinhard stim ^?brlehrer <m der Schillerschile zu Friedberg, bat Oberlehrer an der ^ckxülerschtte zu Friedberg. Professor Otto Weißgerber znm Oberlehrer an der Oberrealschule zu Giessen, mtt Wrrki-ng vom 1. April 1918 au. ernannt. - Der Grvßherzog h^am 23 Fehrnor dem Bürgermeister. Orts-nerichts-, Vorsteher '.rnd^Ltandeßbeainten Heinrich Stwhaner VII. zu Crumß
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