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Nr. 67 Swettes Blatt Meßener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 20. Marz \9\S

Aus Stadt und Canft.

Gieren, den 20. März 1918.

Viseribahnreformen.

TieNorddeutsche dClgemerne Zeituncst^ schreibt: Tie durch die DasoSVresse versckstedentliich gebrachte Mitteilung, der Minister der öffeMicheu Arbeiten habe im Llbgeorbneten^ Hanse erklärt, die T«Züge sollten in Ankunft nur iwch die 1. und 2. Masse Uhren, trifft nicht zu. Bei der Mnßerordentlichen Steigerung aller Ausgaben ist die Eisenbahnvenvaltung allerdings (genötigt, durch eine Vereinfachung der Zugbildung auf eine Herab- rninberuug der Betriebskosten brnMwirk-en. Diese Vereinfachung soll aber dadurch erreicht werdest, daß künftig, und znvar voraus­sichtlich erst nach dem Kriege, nach den: folgenden Richtlinien in möglichst weitem Umfange in den Zügen tunliM mir nockn zwei Wagen klaffen geführt werden. Für di e überwiegende M ehrzahl der 0-Züge (Schnellzüge) etwa 75 v. H. soll die 2. und 3. Klasse vorgesehen toerden. Ein geringerer Teil der 0-Züge etwa 8 bis 10 v. H. soll wie früher nun: die 1. und 2. Klasse führen. Hier­für sollen in erster Linie die v-Hüg-e in Frage kommen, die dem großen internationalen Verkehr ,awie dem Verkehr zwischen den Haupt verkehrspunkten dienen und bei denen auch bisher die 1. Klasse gut besetzt war. Diese Züge sollen unter Einschränkung der Zahl der Aufenthalte mit besonderer Besästeimigung durchgeführt und, so­weit möglich, mit Wagen neuer Bauart ausgerüstet werden. Auf Strecken mit geringerer Zugzahl und da. wo es in Würdigung be- ' simrderer VerwhrsVerhältnisse geboten sein sollte, werden jedoch lanSnahmsweise auch O-Züge mit der 1., 2. und- 3. Klasse bestehen bleiben. Da für weite Reisen sckstm jetzt die O-Züge bevorzugt tverden, sollen die den durchgehenden Verkehr bedienenden Eilzüge in v-Züge umgewandelt werben. Eilzüge sollen im allgemeinen Mrr noch auf mrttkere Entsermurgeu, etwa bis 250 Kilometer, ge­fahren werden. Sie führen grundsätzlich nur die rßbeite und dritte Klasse. ES ist ferner die Einrichtung von Ellzügen mit 3. und! 4. Klasse in Aussicht getrommen, da die 4. Klasse nicht nur im Nahverkehr, sondern tm gewissen Umfange auch auf weite Strecken benutzt wird. Es soll damit auch den Reisenden der minderbemittel­ten Kreise die Möglichkeit geboten werden, rveite Reisen in kürzerer Zeit zurückznlegen. Diese Eilzüge sollen vornehmlich dem starken, sich auf weite Entfernungen, wie z>. B. BerlinFrankfurt (Main), ab wickelnden Verkehr der Arbeiter und ihrer Angehörigen dienen imb im Anschluß an Tagespettsonenzüge auf' solaren Strecken ver­kehren, auf denen Reisende in größerer Zahl die Fahrt in der 4. Klasse cmf weite Entfernt vagen zn rücklegen. In den eigentlichen Personenzügen fällt die 1. Klasse grundsätzlich weg. Schon jetzt ist sie nach und nach beseitigt, ohne daß sich Urrzutraglichkeiten er­geben hätten.

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** Nährnrittel - Vefr' brauchsvegellung. Die am 15. und 16. d. M. zur Ausgabe gelaugten Zucker- und Nähr­mittelkarten sind bis spätestens 26. März 1918 einer Ver­kaufsstelle Zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung "des Kontrollabschnittes vorzulegen. Näheres siehe die Be- kanrnttnachrrngen in Nr. 65 des Gießener Anzeigers dieser Woche.

** Aus-gabe v>on Kunsthonig. Vom 20. bis 26. März 1918 wird in der: Kleinha n delsgeschäften, in denen der Bezugsabschnitt IO der Lebensmnttettarte abgegebep wurde, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Llbgabe des Bezugsabschnittes Nr. 15 250 Gramm Kunsthonig ver­abfolgt. Näheres siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil der Nummer 65 des Gießener Anzeigers vom Montag dieser Woche.

** Ausgabe der Pvlltnilchkarten. Die Aus­gabe der Vollmilchkarten an Kinder nnter 6 Jahren, wer­dende und stillende Mütter, sowie att alle Kranken, denen über den 1. April 1918 Vollmilch bewilligt worden ist, suchet Samstag den 23 .d. M., vornrittags von 812 Uhr uud nachmittags von 26 Uhr in den zuständigen Bezirken statt. Siehe Bekanntmachung.

** Marmelade-Verteilung. Vom 21. bis 28. d. M. wird in den Kleinhandelsgeschäften, in denen der Bezugsabschnitt 10 der Lebensmittelkarte abgegeben wurde, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Ablieferung des Bezugsabschnittes Nr. 16 1 Pfund Marmelade zum Preise von 90 Pfg. für das Pfund verabfolgt. Siehe Bekannt? machung.

**SperrzeitvonTauben. Die Besitzer von Tau­ben werden aufgefordert, ihre Tauben während der Saatzeit bis zum 5. April d. I. 'einzuhalten. Siehe Bekanntmachung.

** Tie Freiwillige Gails ch e Feuerwehr hielt Hestern iaberrd bei Kamerad Arnold, Schipkapaß, ihre diesjährige sehr gut besuchte .Hauptversammlung ab. Nach dem vom ersten Hiauptmaun vorgetragenen Jahresbericht stehen von den 99 aktiven Mitgliedern zurzeit 56 rmter den Fahnen. Ein äußerst treuer und tüchtiger Kamerad, Wilhelm Leun, blieb auf denn Felde der Ehre. Außerdem beklagt die Wehr den Tod ihres langjährigen Rechners Robert Sattler, der in tteuefter und Eifrigster Pflichterfüllung nahezu 40 Jahre dies Amt zur vollen Zufriedenheit verwaltete. Die Versammlung ehrte die beiden Kameradei: in besonderer Weise. Dem ersten Hauptmann Karl Wenzel, sowie den Kame­raden Anton Lehr und Karl Schön wurde das von Sr. .Kgl. Hoheit dem Großherzog gestiftete Ehrenzeichen der Hess. Freiw. Feuerwehren durch Gwoßh. Kreisamt Gießen überreicht. Auch war die Wehr tt: der angenehmen Lage, für 5- bis 45jährige Dienstzeit weitere 21 Tienstausz-eichnnngen zu verleihen. Der Wehr gehören , noch 17 Kamcraoen an, die 25 und mehr Dieuftjal/re haben.

** Mar i n e- Fe stspiele im rsten hof. Zum ersten Male wird uns Gelegenheit geboten:, die geheimnisvolle Tätigkeit unserer ersv-lgr'eichen U-Boote kennen zu lernen. Gelegentlich des au: Sonntag, 24. März, bagtt manchen Gastspieles wird das gewaltige JilmwerkU 35" vorgesührt. (Siehe Anzeige.) TieFrank­furter Zeitung" schreibt scher den Film: U 35 im Kino. Wenn in dem langen, schmalen Vorführungsraum das Licht auffchießt und hundertfältiges Leben an die weiße Wckrch zaubert, in d,rs der schlanke Bug front U 35 in prächtigem Anprall man bretten Wögen überschäumt, hineinrattsM, da ist es einen:, als stehe man selber an Deck des U-Bootes und beginne mit KapttüNtentnant Arnauld de la Periere j-e-re berühmte Fahrt, die den: Feind 60 000 Tmrneüi Schiffsraum kostete und 21 Schiffe ans dem Grund des Meeres ver­schwinden: ließ. Nach iveaigeu, sehr stimmmrgsreichen Aufnahmen folgt ein Kampfbild 'nach den: madern: vor dem kleinen, gefährlichen Boot schaukelt der riesige Leib eines niedergekämpften feindlich:-:: Schisses auf wird ntteder. Durst;, die in allen: Spiegelungen un:d Be­wegungen glänzenden Wellen sieht mau das Ueberivasser-Torpedo seine schaumgekrönte Bahn: ziehen, bis es den Rumpf oes 5bolo-ssts, der, von: allen Passagieren: verlassen, hilflos oaliegt, erreicht unü> ihm die Einrgeweide zerreißt. Wassersäulen, Rauchmassen mch Sch iss steile wirbeln: durcheinander. Wie ein Kranrler auf denn Sterbelager ivirft sich dar Schiffslech langsam und schnoer hin und her. Doch schon: begiuntt der Todeskanrps. 2ln den Bordwänden nagen unablässig Hnnrderte kleiner nveißer Wellen:, als wollten: sie helfen, den Riesen in den: .Grund zu ziehen. Das gelingt bald. Das Vorderteil taucht langsau: ins Wasser, das Hinterschiff mit dem Abwehrgeschütz rich'et sich steil auf, und in 'wenigen Sekunden gleitet das gr-wattige Schiff zur Tiefe lstnmb. Mit allerlei Varia­tionen wiederl-olt sick» da- gleiche Schauspiel noch viele Male. Ein präch-llger Film. In den: Programm der Kinotheater, in das er nach serrwr nichtöffentlichen Vorführnmg ausgenommen: werden soll, wird ec nrich, nrnr ein: spauuencheS Schnn'.objrkt sein:, sondern: auch ctt: wertt'olle' Dokum-eitt unserer Zeit. Er wirb die Aufgabe, die ihm gestellt ist. trefflich erfüllen: ein Bild von den Leistungen unserer tt.-Boot-Waffe zu geben: und zugleich einte Dorsiellung von dem Schaden: zn: vermitteln, der unseren Feinden Dag für Tag zugefügt ivird.

^ dttheater. Anläßlich der am Saiustag stattfiudcn-

den Ausführung des Dehnnelscheu SchauspielsMenschenfreunrde"

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dürfte eure BespreckAMg des Berlinwc Tagelbtatts über die Auf­führung im Berliner Lessintgcheawc von Interesse sein. Es heißt da: Richard Del-nnelsDie Aäenschenfreunlde" brachten dem Lessing­theater einen äußerst nachhaltigen Erfolg. Der Dickster. sin: vergangenen Züten nur einem kleinen Kreise Verstäudnnisvoller bekannt l-atte seit Kriegsbeginn: die Mfnnerksamreit ^ des großen Publikum:s ernveckt, da er trotz gealtert Haares freiwillig den feld­grauen: Rock mrzog, als einfacher bNnann ins Feld rückte und nach klurzer Zeit das Offiziersportepee erwarb. Der Beifall, den nnan seinenMen: scheu freunden" in vollem Maße sperrte, war doppelt ehrlich. Einmal galt er dem gut gelungenen Stück des Dichters, zum anderen der prachtvollen 5xtttnn:g des LeutnulNts Dehntet. Das Stück lvird auch nveiterhin: de:: Spielplm: des Lessingthoaters beherrschen.

** W v h l t ä t i g k e i t s k o n z e r t. In: Schloß zu Lich fiitbct am Freitag, 22. März, nachmittags 4 Uhr, ein Wohl­tätigkeilskonzert unter Mttwirknng der Gießener Garnison­kapelle (Kapellmeister Hernrann) statt. Als Solisten wirken mkt: Fräulein Ba::gert (Sopran), Herr Kuhn (Tepor), Herr F^K aufntaitn (Violine), Herr Großh. Musikdirek­tor O. Zocker (Klavier). Der Beginn des Konzertes ist beson-- ders früh sestgelegt, damit Besucher aus Gießen den Abend­zug noch erreichen können . Siehe auch Anzeige.

** T a s ,Kre i s b la t t, Nr. 26, enthält Vevordn:un:gen: über: Vertvolttmgsst-rettvecfahre.:: Schiuhnvaren; Meldepflicht von Segeln usw.; Einfuhr landioirtschastlicher Sämereien; Weinreben; Saat- bolinen; Landgestiit; Lehirkursns der Ersatzfohlentgesellschuft; Ge­funden, verloren.

Kreis Friedberg.

Q. B a d - N a n heim, 20. März. Ter hiesige Spar- n n d Vor sch u ß v ere in erzielte in: aügelanfenrer: Geschäftsjahr einen Gesamtunnsatz Cort 54 373 990 Väark, das ist gegen 1916 13 271 413 Mark rnehr. Ter Reingewinrn blieb um 2343 Mark gegen das Vorjahr zitrück. Die Mitgiliederzahl beträgt 629, die Haftsumme 1 884 000 Mark. Zn: den bis jetzt anffgclegten sieben .Kriegsanleihen wurden bci den: Verein 3110 200 Mark ge­zeichnet.

L Griedel, 19. März. Dem Füsilier S t ej: n front hier wurde das Eisern ne .Kreuz 2. Klasse verliehen. Die Hessische Tapfer- keitsnredaille ^erhickt er schon frü?>er.

& Hoch - Weisel, 19. März. Tie 32 Mitglieder zählende Bezugs- imb Absatzgonofsensck^ft HvchW-oisD hatte im verflosse- n:en Jahre^als Aufkäufer tmb U.n!er-Kommissionäre bei der Erfas­sung von: Frucht, Obst nrud Kartoffeln mttgewirkt mW bannt für ihren Teil sich in die Erfafsnngsorganrsatton ettrgereiht. D-urch die 6)en:ossenschaft wurden: 8659 Zentner Körnerfrüchte, Obst uno Kartoffeln im^ Werte von 121 390 s)Nark abgesetzt. Der Wert der gelieferten Schur eine beträgt 6426 Mark unb der sonstige Warenv- absatz belänfft sich auf 9313 Mark. Nach ^lbzug der Berwaltungs- Vvston verbleibt ein Gewinn: Vvn 5824 Mark, nvelchev zur Zeichnung von: 3000 Mark Kriegsanleihe und der Rest zur Stärkung des Vereinsvermögenrs dient. Die erhaltenen: Gebühren stießen: un­geschmälert der Genossenschaft und damit wieder dem Erzeugerort SU. ,

Lang enha in, 19. März. Tie Hessische Tapferkeits- Medaille erlste'lt der Schütze Erntst Werner; sein Bruder, Mus­ketier Karl Werner, nvnwde mit dem Eisernen Kre:^ 2. Klasse ausgezeichnet.

Starkenbnrg und Rhcjithessen.

R. M. K. Darmstadt, 19. März. Ans Verantlassnrng des Ernst--Lu!dwiig-Veveins zur Errichtung billiger Wvl-nungen: ffand vor kurzem eine Besprecht.mg der auge'ebentsticn: hessischen Architekten statt, um die Beschaffung von Arbeitskräften imb Baumaterialien: zur baldmöglickren: Aufiralune der Bautätigkeit nach dem Kriege zu besprechen. Ten Vorsitz führte Ministerialrat Dr. Wagner. In: der eingehenden Aus'sprackre, an der sich LandeZwohnnmgs-, inspestor^ Gretzschell betesti^te, nwtrde hervorgehobrn, daß der Naturslern wieder nnehr wie bisher für den WvhmrngSban lneran- gezogen noetzden nnässe. Es wurde zun: Schlüsse ein engerer Arbetts- ausschuß eingesetzt, der die ernzelnwi: Fragen: prüfen und alles vorbereiteu soll, damit nach dem Kriege baldigst und nröglichst billig gebantt werden farmt.

= Ans dem Oden Wald, 20. März. Bei der Verpach­tung; der Genwindefagd von Mackenbeim bei Oberabtsteuwch stieg der bisherige Pachtprcäs von 60 Mark auf 1255 Mark.

vesseu-Nassarr.

mr. Fra nkfurt a. M., 20. März. Das städtisck^ Arnnenamt soll nach einem Beschluß des Magisttats in ein Wohlfahrtsamt unrgewandelt wnden. Dem nteuen Amt sotten alle Fürsorgezweigc auIegliedert lverden, also nicht nur die Armewasteae, sondern: auch die Bekä.ignmg auf dem Gebiete der Ertverbsbeschränktensürsorack der Kran lenfürsorge (Lungen-, Geistes-, Nerven:- und Geschlechts» kranke), überhaupt die gesamte unterstützende oder vorbeugeudc Wohlfahrtspflege soll dem Amt zu gewiesen nverden. Die Znsanmnen- setzung des Amtes soll aus mindestens drei Magisttatsmitgliedern (darunter der Vorsteher des JügendarnteZ) denn Oberstcüüarzt, zehn: Einr.vohnern:. von denen Zwei Staidtverordrtete sein sollen, drei Armei:vorstel)ern, drei Vertretern der privaten Fürsorge und zwei Frauen bestÄ-en:. Mit der Errichtung des Wohlfahrtsamts wird einte Neneintestnmg der ^lrmenpftegicübezirke Hand in: Hand ge'hcn.

. Frankfurt a. M., 19. März. Auf einer Versteigerung bei H e n r i c i (Berlin) wurden zahlreiche Goethe-Andenken zn: erheblickien: Preisen: verkauft. Den lHöchstpreis erbrachte ein Exemplar der Erstausgabe derLeiden des jnngen Wert her" mit den eigenhändigen Verbesserungen Goethes für die zweite Ausgabe mit 9600 Mk. 3300 Mk. kamen für das der Temviselle Wilhelminr Herzlieb gewidmete Exemplar vonHermanm und Dorothea"" ein Ein hübsches Widmungsblatt Goethes mit den: Spruch;Rente, wem: es brennt, so lösche, hat's gebrannt, bau wieder auf" brachte 2400 Mk., ein anderes, vermutlich für die Familie Frommaun in Jena geschrieben, 1250 Mk.

Kassel, 19. Mürz. Seit Kriegsausbruch galt der Lanp sturmm>ann Bonsennteier aus Vteuden als verschollen. Tie Militärbehörde bestätigte den Tod, tvovanf sich die Frau des Land stürmers vor einigen Montaten ivieder verheiratete. Dieser Tage traf ein Lebenszeichen des bis dahin: verschollenen Manntes aus Rußland ein. Bouscmeier hatte hier bis Friedensschluß in fangenschaft geschutachtet; alle feilte Briefe an die Frau sind nie- nnals .eipgetroffen. Run teilt er seine baldige Ankunft in der Heimat u:it.

= Kassel, 20. März. Aus dem Obersiiadt-Bahnhofe wurde dieser Tage eilt während des Krieges erbauter Postbahuhos dem Verkehr übergehen. Der neue Bahnhof nun:faßt vier größten­teils überdachte Ladebahn stüge von: zusann men 450 Metern Sänge und sieben Gleise von zusammen: 750 Metern: Nutzläntge. Mit dem Postantt ist auch der aus weiten Gebietsteilen Hessen-Nassaus Thüringens, Wttldecks und Westfalens tt: .Kassel zusamnnenströ- rnenttne Militärpaket-Berkchr als DurckMtgs- bzw. Umichha-gspos, verkukipft.

Amsterdam, 17. März. (WTB.) Sintern hiesigen Blatte Msivlge werden ungefähr f-ünfzig Dabakittbriken von Montag an. ihre Arbeit rvegen McrnrgÄs an IHoHstoffen: einstellen.

Amsterdam, 13. März. (WTB. Nichtauttiich.) Wie em hrejiges Blatt aus Wiindhoven: erfährt, ist durch Bermittlinng der Zenrtralleitnmg der Zigarreidarbeiter^Berbände die Schließung der Fabriken in ber L>tadt imb ihrer Umgebung noch ettnmal ver­hindert worden. Man nvird sich energisch bemühen, Tabak zu be­kommen.

WermiUlyte&>

.K. S. Meinheinn, im März. Tie Mandel bäume stehen in hiesiger Umgegend:md längs der Hänge der Bergstraße seit heute m voller schneenveißer Blüte. .Falls das sonnige Wetter anliält sv steht in der Bergstraße ein weißes Blütenostern in .Aus-

iwsx-u-.muu

sicht. Na ch «den F-ruchtansätzea: zu urtei len, sind die Dedttn g^ n n <ür das Obsftahr 1918 nickst ungünstig, zumal tt: diesem eine

Lpätblüte stattftnrdet, die gegen WitterungsunbNl nüderstands- fähig ist.

* G r a n d e n z, 20. März. (L. A.) In T : r s ch a u nvurden 15 jugendliche Personen verhaftet, die fortgesetzt Eilgüter auf der Güterabfertigtutg in großen Mengen gestohlen haben.

Nvirfkagett -sr Revaktkon-

Mttouvme rlttfragcn bleibeo unberücksintztigr^

C. h. } U- 1 Deckoffizier kam: jeder Kapitulant werden, auch bei Volksschulbilduntg. Die Ausbildung ist kostenlos. 2. Wer als Sch'iffsfuuge eintritt, kann sich selbst mit Volksschulbilttuna zum Steuermann nsw. ennporarbeiten. 3. Je nach Bedarf und Quali­fikation: lärru die Stufe des Deckoffiziers schon nach 1012 Jahren err-eickst werden. 4. Wenden: Sie sich an das Bezirkskommando, wo Sie lMes Weitere erfahren tverden:.

Letzte nrtclmcli£ci?.

(WTB.) Grohrs Hauptquartier, 20. März (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppen Kronprinz Nupprecht und

Deutscher Kronprinz.

Zwischen X ig'r Küste und dem La Bassce-Kana! Lauerte die rege ErttmdnngStätigkeit fort. Das in diesen Abschnitten am Morgen obflanen.de Arlillerieftuer nalM am Nachmittag wieder an Stärke zu. Au der übrigen Front lebte die Ge- fechtstätigleit nur in den Abendstunden südwestlich von Cam- brai, zwischen Oise und Ailette, nördlich von Verry au Bae und an einzelnen Stellen der Champagne auf.

Heeresgruppen

von Gallwitz und Herzog Albrecht.

Der Feuerkampf vei Verdun ging heftig weiter. Die beiderftitigeu Artillerien bekämpften sich vielfach mit größe­rem Munition sei nsatz. Nordöstlich von Burrs brachte ein Angrisssunt-'ruehmm Gefangene und Maschinengewehre ein. .Stark- igkei cn w ckeltt d r Feind im Par.o WaOe Das vom frühen Morgen an gesteigerte Feuer hielt fast ohne Unterbrechung bis zur Dunkelheit an. Auch in den Abtrit­ten von Vtanwnt und Vadonvillers war die französische Ar­tillerie rcge.

Osten.

Zn der Ukraine haben württembcrgische zur Säuberung der von Olwwpol nach Nordost führenden Bahnen vor­gehende Truppen bei Nowo-Ekrainka stärkere Banden im Kampfe vertrieben.

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Der vertragsgemätz am 19. März abgelaufene Waffen­stillstand mit Rumänien wurde bis zrrm 23. März, Mitter­nacht, verlängert.

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Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister Luden darf f.

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DerVorwärts" über den Fall Lichnowsky.

Berlin, 20. Mävz. Im ^Vorwärts" heißt es; Es ist keirnH Schmrde nmd bvauchit kett: Ilngilück zu sein, haß die deutsche Politik vor Ausbruch des Krieges auch außerh^tlb der Sozialdemiokvatrk» scharfe AnfeckstrurV geftnst>en hat. Das Auslimd darf dies als Züchen dafür ansehen, daß tt: Deutschland die Gewissen tüncht schlafen.. Aber es würde sich täuschen, wenn es fron dieser Ver­öffentlichung einen: Nrederbrnchj der allgemeinen Stimmung er­wartete. Diejenigen in Teutschlantd, die manches für richtig halten, tvaS Lickk-udnosky sagte, werden sich dadurch in ihrem Willen- das Land vor einen: Niederlage zu bewahren, nickst erschüttern lassen.

Die Entscheidung Hollands.

i Köln, 20. Mürz. Zur Annahme des Berban:ds-Ulti- matums an Holland bemerkt dieKöln:. Ztg."n Wir haben: uns an die Ergebnisse zu halten:md man: kann sie in einen: Wort zusammenfassen; Verlängerung des Krieges. Man darf aber die Rechnung des Verbandes nicht damit für abgeschlossen halten, daß der Lebensinittelversorguntg und der Tr::vpenü>eförderung neue Möglichkeiten geschaffen tverden, vielmehr steigt mit den: Zeitge­winn die Aussicht, auf dem europäischen Kriegsschauplatz Verstär- uiugen: auS den Vereinigten Staaten: erscheinen zu sehe:: und den schon in Frankreich gelandeten: Truppen eine Schulung angedeihen zu lassen, durch die sie wirkliche Gefechtssähigkeit erhalten. Schließ­lich sprickst zweifellos die Hoffnung mit, das erzwungene Verhältnis Hollands könne zu einer Zuspitzungnnserer Beziehungen zn: Holland !ähren, die mit dem Bruche endet. Wir können nur Wahrscheinlich- keitsschlilsse aus den Gedaukengang unserer Gegner ziehen:, glauben aber ans dem richtigen: Wege zu sein. Das eine ist sicher: Auch eine Verwicklung, wie sie entstehen kann, ist feine Ueberraschnng für unsere Oberste Heeresleittmg. Wir müssen es dem niederländischen. Volk überlassen:, wie es seine Stellung zu uns nmd seine Geschicke gestalten: will. Aber wir leben im Krieg und haben das Recht, die Neutralität nicht zu unserem Schaden beschädigt zu sehen, ohne einen Ausgleich dafür zu haben.

Die BesprechAng der Regierungserklärung in der holländischen Kammer.

Haag, 19. März. (WTB. Nichtamtlich.) In der Kammer erklärte ans die Rede des Münsters Lmcdon der Führer der christ- üch-historischen Partei de S a v e r n i n - L o h n: a n u , daß er er- ckttnntt sei über die Erklärungg der Regiernng, noelche im Wider- sstTuch mit den Reuteverklärtmgen über die Forderung der Mti- lertent stünde. Tie Regierung spreche von einer Vereinbarung, aber wenn man es mit einem Kompromiß zu tm: Habe, , j spreche man '.uckst von: Forderungen, sondern von Dedmgungu:, er frage ob dre Regierung einen: Zrvcmye gewichen sei, ferner, warum die Re- giernng von Deutschland 100 000 .Tonnen: Weizen im:erl?alb znvaier Moräne gefordert habe, während aus den Erklärungen des Land- wirtschastsnrmisters hervorgehe, daß die .Niederlande noch bis zum Jul: oder August Brot hätten, iffianrm gibt die Ragienmts Reaste des nrederlmrd:schien Volles Preis, ohne mit den General, stöben verhandelt zn haben? Unser Volk ist n'^-' so entartet das; es nicht Not und Mangel vorzieden noi'irr - dm llimb^ häugigkeu zu retten. Ter Redner glnrubt, daß . rnn:g mehr

an. die Int eres der Reeder als daran geduckt Die Sicher­

hett des Landes a ufoechtzu erhalten. Wir haben: n,.e.'s genvomten .orwern nur verloren, indem wir tt: dieser Wieise !'.:ndeltcn.

Die Politik Japans.

U e r d a m , 19. März. (WTB. Nichttmn.;ltt!^ . Einem lm> ,:gen: Blatte zu folge erfährt dieTinnes" aus Tokio: In: dem heuttgeu Krön rat, dem vermutlich der Kaiser beige wohnt hat, nmck-e es für unttmhrscknoinlich gehalten, daß man: zn: einer mil:- tarnchen Aktion: üborgehm würix-, ehe das Parlament am Ende dieses Dtouats vertagt worden: sei. Heute wurde tt: einem Artikel be<3 Opponition-hsattesA)ahit" die Mieiunmg ausgesvrochen. daß vckotono nmhrscherulich abtreten: nverde, nveil er nicht imstande sei, ftG der Zusttmnrung seuter .Kollegen zu einer Intervention zu vei- s:ck?eru, für die Motouo bereits in: November stärker ein^etretvs :st, als er Ehacbii: ober Wladiwostok besetzen nwllte Nach dem Abschluß des SviLerfticdeus zivisckwn Deutschland uud Rußland h:elt Mvtono die Zeit für ett:e Jntervension für gefamntm nnij überlegte gemdnfam mit den: Alliierten. Insbesondere stimmte Pichon dem 7 >u. ")lber obwohl England, Frankreich n:nd Italien Mononvs ^Vorschlag billigten, nvaren seine Kollern weniger e.ea:eigt, ihn: mrznnehnkcn:. Die Folgen: davon: >:>aren:, daß dir

Fühlnnlg mit den: Miierton verlor, sodaß wrck, der ?lnsich: beä Blattes sein Rücktritt der einzige ?ü^weg ist.