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Nr. \2

Erster Blatt

Ter Sietzever Ll^ei-er

erscheint täglich außer Sonntags. - Beilagen:

SirtzenerKamilttvblütter;

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für den Kiels Kietze«. Beiug$pr«is:

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168 . Jahrgang

Dienstag. \ 1 . §ebruar 1918

postschecktont-: §ranksutt a.M. N636

Bankoerkehr: Gewerbrbank Gießen

Zwillinginlnddruck o.Verlag: Brühi'sche Unio.-Vuch- u.Steindruderei R.Lange. Lchristleltang. Geschrftrstelle «.Druckerei: Zchulstr. r.

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die Lagesnunnuer V»S zum Nachmittag vorher ohnejedeBerbmdlichkett 5eilen?reise: für örtliche Anzeigen 25 Vl.,für auswärtige 39 Pi., ttrr Reklamen Alk. 1. : bei Pwtzvor- schrist 8"*/, Ausschlag. Hauvtschri'tleiler: Auq. Go eg. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Ang. lttoeg; Stadt b Land, Bernns luesu.Ge» richtsiaal: W. Aleyer; Anzeigenteil: v. Beck; sännli h in Gießen.

Vormarsch 5er delltjchen Truppen im

(DTD.) Trotzes Hauptquartier, 18. Februar. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz-

An ufatai Stellen der Front lebte am Abend der Artil- teriekampf auf. Die Jnfanterietätigkeit blieb auf Erkun­dungsgefechte beschränkt.

Bei klarem Frostwetter waren die Flieger am Tag und in der Nacht sehr tätig.

Militäriche Anlagen hinter der feindlichen Front wur­den in gröberem Umfange mit BoMcn belegt. Ein Flug­zeug griff Ämdon an.

In den beiden letzten Tagen wurden im Luft*ampf und von der Erde aus 16 feindlittM Flugzeuge und 2 Fesselballone abgeschossen.

Kon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generulguaniermeister L u d e n d o r f s.

Der -lbendbericht.

Berlin, 18. Fetr., abends. (WTB. Amtlich.)

Südlich von Ta hu re entwickelten sich cr.liche Kämpfe.

An der g r o h - r u s f i s ch e n Front haben heute 12 Uhr mittags die Feindseligkeiten begonnen. Im Vormarsch auf Dünaburg ist die Düna kampflos erreicht.

Von der Ukraine zu ihrem schweren Kampf gegen die Grab-Russen zu öiife gerufen, haben unsere Truppen den Vormarsch aus Richtung Kowel angctreren.

Der 18. Februar, 12 Uhr mittags, war wirklich ein be­deutungsvoller, viele Erwartungen abschließender Wende­punkt im Weltkriege. Das konnte Pfarrer Dr. Traub, den wir gestern abend hier in Gießen in einer Versammlung der Vaterlandspartei hörten und der auch vom Glockenschlag 12 Uhr sprach, vielleicht noch nicht in vollem Umfange wissen. Denn erst der gestrige militärische Abendbericht teilt die schwerwiegende Nachricht mit, daß von 12 Uhr ab bereits die Feindseligkeiten an der großrussischen Front wieder begonnen haben! Im Vormarsch auf Dünaburg haben unsere Truppen ohne Kampf bereits die Düna erreicht. Und im Süden ist, einem Hilferuf der Ukraine folgend, der Vormarsch aus der Richtung Kowel angetreren worden. Dia Tatsache steht also fest, daß, wie eine amtliche Wiener Meldung ausdrücklich betont, an der Fwnt von der Ostsee bis an den Pripjetdev- Zeit" ausschließlich deutsche Truppen stehen, während beim Eingreifen in die Verhältnisse der Ukraine unsere Bundes­genossen sich deutscher Mithilfe erfreuen dürfen. Wir wollen über das Maß der Kampsfreudigkcit unserer nächsten Bun­desgenossen nicht bitter werden: was einzelne Wiener Blät­ter in dieser Beziehung geschrieben haben, ist unmaßgeblich, und es liegt kein Anlaß vor, die Bundestreue Oesterreich-Un­garns irgendwie in Zweifel zu ziehen. Aber Enttäuschungen, bittere Stimmungen hat der Abbruch in Brest-Litowsk in den verschiedensten Lagern erweckt. Der Rückblick, den uns gestern abend Pfarrer Dr. Traub gewährte, war mit scharfer Kritik unserer amtlichen Politik, aber auch unseres deutschen Volkes begleitet. Konnte man auch: nicht allen seinen Aus­führungen rückhaltlos beistimmen manches, z. B. das, was er über die Zukunft der Ukraine sagte, waren ja auch nur Aphorismen, so war es doch jedenfalls ein Gewinn und ein Genuß, einen so temperamentvollen und dabei so abgeklär­ten, m Ausdruck und Geste, einer feinen, wohltuenden Mäßi­gung sich befleißigenden Redner einmal zu hören. Wir benei­den dieMassenpolitiker", die diesen Mann in Frankfurt, Mannheim und anderwärtsniedergedrückt" haben, wirklich nicht um ihren politischenAnstand" und um ihre Beweisführung". Gerade was Traub über die demokraliscke Massenpsychose in Deutschland sagte, und wie er es sagte, war das eigentlich Wertvolle in seinen Darlegungen. Man muß ihn hören und sehen, wie er die B'rfüh ungskünste gewisser sozialdemokratischer und demokra ischer Führer und Zeitungen nack-ahmte, die zwischen mil.tär,scher und politi- sck)er Führung ihren scharfen Trennungsstrich ziehen:Die Generäle dürfen Schlachten gewinnen, aber wie ihre Siege gewertet, ausgenutzt werden müssen, welche politischen Echachzüge zum Vesten unserer Zukunft getan werden müssen, das weißt doch d u viel besser, das kannst üu allein am stäiersden beurteilen." Der brave Mann aus dem Volk, der sonst sein Lob sich aus seinem Leiborgan herausliest, würde doch wohl aufmerken, wenn er den prachtvollen Sark asmus Traubs sehen und hören könnte. Denn ec ist ja wirklich nicht so dumm und so blind, um Traub nicht recht varrn zu geben, wenn er sagt, daß unsere Generalstäbler, die seit Jahrzehnten, nicht parteipolitisch sondern ganz sach lrch bte Nachrichten und Me.dungen aus den: Auslanoe verfolgen mutzten. ftlstießlich emeu geübteren Blick für wclt- ^lrtiscke Drnge gewinnen konnten, als Bruder Hinz und ^un», dem einige Auserwähckte zu Hause die demokratische ^ecle Herrichten und erbauen. Aber itod) ein durchdringender "aubs soll hier unterstrichen und hervorgehobeu wer- oen:Hütet euch wie vor Dolch und Gift vor den Ein- ^'jungen, wir Deutscke könnten nickst den Sieg er- ^ser ständig sich wiederholender Reoetaktik ^^E^unse« üegner gegen uns, die ganz bewußt viel 9^ ren 2^ diejenigen ihrer eignen Bolksaeruissen sprechen.' Sie ranken uns das Phrasen- gewrche zurecht m dem wir gute Deutsche philosophierend

K SVÄ 3n der Kritik unserer Politik, die in Bresd-Li.owsk getrieben worden ist, erinnerte Traub an

Wir lesen heute imVorwärts auch eine kritische Rück­schau Friedrich Stampfers, dem. wie ec sagt, die Worte zu schwach und ärmlich sind, um dieErfolge^ oer Ostpolitik der Mittclmäckste zu charakterisieren Er spricht von den Re­gierungen von Petersburg und Slsttomrr (vorden, Kiew): beide nennen sich sozialistischAber geben wir ruhig zu. daß der Sozialismus mit ilpten beiden nicht viel Ehre ein- legen kann." Im Gegensatz zu Traub verspricht Stampfer der ukrainischen Regierungspolitik keine gcvge Zukunft. Die Partei, die in Bürgerkriegen bei fremden Mächten Hilfe suche, werde im eignen Volk, in Großrußland, zu der die Ukraine ooch immer gehören werde, weni' Shmpothi- si d n Aber S ampie-s Weisheit letzter Schluß? Unsere Regierung war nicht fried- jerttg, entgegenkommend genug. Sie hätte auf dieBau­steine" des künftigen Mitteleuropa verzinsten, hätte den Bol- sckKwisten nur sagen müssen: Da. habt ihr, was ihr wollt! Jetzt müsse die entsprechende Lehre für den Westen gezogen werden! Durch diese ganzen Ausführungen desVorwärts"- Nedakteurs zieht es sich wie eine Rechtfertigung gegenüber dem deutschen Bolschewismus um Haase und Ledebour. Er e n t sch u l d i g t die Bewilligung der weiteren Kriegskredite: Eine große Partei kann es nicht machen wie Tante Ulrike, die auf dem Sofa sitzt und übel nimmt." Wir erkennen hier wieder die gewisse Abhängigkeit der sozialdemokrati­schen Politik von Machenschaften, die derVorwärts" selbst alsDummheit" bezeichnet hat.

und. «hnltAm. I« d-i ,Gesellschaft ^^Natio^""^nÄlt dasjenige Volk am würdigsten und vernünftigsten, aas kraft- voll und ruhig denjenigen Platz einnimmt, der ihm ver- »uAge semer Macht und KulturMrke PrLonmU. '

Der österreichisch-migarrsche TaaeSbericht.

Wien. 18. Fedr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird uerlaulburt:

Keine deson-eren Ereignisse.

Der Chef des Generalstabes.

* i

Die Verhandlungen mit RumLnieu.

Berlin, 18 Febr. (Priv.-Tel.) Wie wir hbren, haben dre Verhandlungen mit Rum änien über denFriedens- schluß noch nicht bogonnen. Es ist wahrscheinlich, daß sie am 22. Februar beginnen werben. Alsdann dürfte sich Staatssekretär Dr. v. Kühl mann nach Focsani begeben, um die Berhandlungeii zu leiten.

Abdankung des ÄÜuigS von Rumänien?

Genf, 18. F?br. Wie die französifckien Zeitungen von Sestern über Italien mitteilen. soll der König von Ru­mänien abgedankt haben. Eine Bestätigung lag in Paris nicht vor.

Der Kampf um K ew.

Stockholm. 18. Febr. (WTB.) Meldung der Peters­burger Telegraphcn-Agentur. Ein telephonischer Bericht aus Moskau beleuchtet die schrecklichen Vorgänge vor der Ein- nahmevonKiew. Ueber der Stadt lhnq eine dichte Rauch­wolke. Die gesamte Artillerie der Bolsckiewiki nahm an den Kampfe teil. An allen hochgelegenen Ske.len, sowie aus dem reckzren Flußufer waren Kanonen aufgestellt. Zweihundert und mehr Feuersch ünbe traten in Tätigkeit. Die Oktober-Er­eignisse in Moskau verblassen vor den Ereignissen m Kiew. Der Hauptkampf spielte sich in der Umgebung von Petschere, dem Sammelpunkte der ukrcuntÄ>en Streitkräfte. ab. Es wird erzählt, daß Offiziersschüler sich den ukrainischen Truppen anschlossen Nach bolschewistischen Meldungen kämpfen in den Nei'en der Ukrainer rumänichc, englische und französische Cffisirre. Viele Mönche meldeten sich als Freiwillige.

Petersburg. 18 F-ebr. (WB) Meldung der Peters­burger Telegraphen-Ageu luv DerKampfbeiKieivwar erbittert. Kieiv ist endgültig von den rrvolutionäreu Streit- krästen genommen ioerden.

Das Kommissariat für die Ausrüstungen richtete eine Abteil ung für den Austausch von Waren ein. um dem Lande Industrieerzeugnisse zum festg setzten Pr.ise im Aus­tausch gegen Getreide und Lebensmittel zu liefern.

Russische Stenern.

Stockholm 17. Febr (MTB) Melbimg der Vttersb^aei' Telegraphen-Agentur. Gemäß den L-teuer vorschlä gen wer­den die Pstrdebesitzer vom 3. Pferde an 100 Rubel für das Stück bez-ahlen. Tie, im Jal/re 1917 mehr als Deßjätinen land- wirtjckraftliick^ Flääze besas^n, zahlen 100 Rulel von der fcdften Tewätme ab. Be i^r von Mtum. Zmspapieren mrd Obliaatimien die mehr als 1000 Rubel betragen, zalLe i 20 Prozent des Ge­samtbetrages und von 100009 Rubel ab 40 Poo-ent: 25 Prozent der SteueiTn mif Pferde und Grundstücke werden zuaunsen der GrmGbeiiyausschüsse u-nd der Sovjets abgezogen. Die Erhebung der L-teuern färbet mtfm dem 1. Februar und dem 15 März statt. Lteuerrückj:änbige b-e al-len das Topr'ecke. Ein Eraänzunas. cntwnrf erhebt ferner auf Rindvieh 50 Ribel vom vierten Stück ab auf Schaft 10 Rubel vom fünften Stück ab und auf Schweine 20 Rubel vom dritten Stück ab.

Oesterreich und der Ablauf des Waffenstiklstande-.

Wien, 18 Febr. (WTB.) Aus dem Kriegspressequar- twr wird unter dem 17. Februar abends gemeldet' Der heu­tige deutsche Heeresbericht teilt mit, daß der W a f f e n st i l l - stand an der g ro ß r u s si sche n F r o n t morgen ab­lauft Die durch die Abtrennung der Ukraine entstandene grvßrufsifche Front reicht von der Ost'ee bis beiläufig an den jVu^ppe^n ^ T3Cit ausschließlich deutsche

^'.^br.clWTBck Die Blätter besprechen die Beschlüsse des deutschen H a u p t a u a r t i e r s über R u tzl a nd 2 Md das U fbfrctnfom men zwisch'n Deutschland Monarchie, deren Truppen an der Aktion nicht

teiL»eümeo> Der ^Bester Llovd" sagt: W« Lind nach tm

vor im Kriegszustand mit Rußland, so gut wie Deutschland es ist. Wenn bei einem etwaigen neuen deutsch-russischen Kampfe unsere ^rupperi nicht an der Seite der deutschen Truppen stehen werden, so hat das für das Verhältnis der beiden Mächte und für ihr Bünd- nis so wenig zu sagen, wie etwa die Tatsache, daß heute feind ös^rreichisch-ungariielpen Truppen an der Westfront gegen die Fran- zofen und Engländer kämpfen, oder daß die längste Zeit hindurch Oesterreich-Ungarn allein seinen Krieg gegen Italien geführt hat. ystte Hoffnung unserer Feinde aus eine Lockerung des Bündnisses ist vergeblich.P e st i N a pl o" sagt: Tie Erlläruug. daß die Uebereinknnft znnschen Deutschlarrd und der Monaräiiie wegen deren! Nichtteiwahme an der militärischen Aktion keine Lockerung des Bündnisses bedeute, ist nicht etwa Schönfärberei.Uhijrek"^ schreibt: Die uuverständige Halt,mg der russischem Machthaber scheint die deutsche Negierung zu dieser ernsten Erlläruug genötigt zu habm. Die Ententepresse nnrd nicht verfehlen, das Fernbleiben! Oesterreich-Ungarns von der Aktion als eine Lockerung des Bünd­nisses darzustellen. In Paris und London hat man in dieser Hiw- sickit so, viel Enttäuschungen erlebt, daß cs auf eine eitle Illusion mehr nrcht ankvmmt.

Wien, 16. Febr. Mehrere Blätter besprechen die Ver­schärfung der Beziehungen Deutschlands zu Rußlarrd und drücken f-iie Ansicht aus. daß, wenn der Waffenstillstand an der Front zwisckM Deutschland und Rußland geküiidigt werden sollte, ein Rückfall in den Krieg kaum viel mehr als eine Förmlichtcit sein würde Die mssische Frontarmee sei nicht wHerstandssähig. und da es Deutschland nicht einfalle, sich in die inneren Angelegenheiten Rußlant-s ciuzumischen, dürfte es sich rurr darum handeln, den Randvölkern rasch staatliche Einrichtungen zu sck-a'fen, b;e Bezie- tcilngen zu ihnen zu ordnen und sie gegm Einbftick)e dm Roten Gar^-e zu sck-ützm. Die Blätter betonen, die Erklärung Trotzkis gebe der dmtschen Heeresleitung freie Hand, und man ßn in Deutsch­land im voll st en Einvernehmen mit Oesterreich- Ungarn. um so entschlossener von dieser Freiheit jeden durch die Sachlage gebotenen Gebrauch zu machen, als das weitere Vei> l>alten der Bolschewisten einen neuen und immer klarerm Einblick m die Hinterhältigkeit der Politik Trotzlis gewähre. Diese Politik, die lüberall bin. nur nicht zum Frieden führt, energisch zu durch- rrauzrm denn sie brauchen einen keimfreien, sicherm Frieden rmd klare Verhältnisse im Osten und diese herbei zu führen, be- ziehuTrgSweise. wo sie schon bestehen, mit allm Mitteln zu sichern, srüd sowohl Oesterreich-Ungarn wie Deutschland in gleicher Weise fest entschlossen. Was den Standpunkt Oesterreich-Un- >garn§ betresie. daß durch etwaige neue militärische Aktionen Teutschlmrds im Oster, die Stellung Oesterreich-Ungarns in dieser Frage nickü beeinstußt würde, stimmen die Blätter dieser Halnmg mit Beftiedigmrg zu. indem sie darauf verweisen, daß Oesterreich- Urrgarn nach dem Friedensschluß mit der Uftaine keine gemlnn- same Grenze mehr mit Rlßland habe, so daß für Oesterreich Ungarn auch die Notwendigkeit weiterer militärischer Gomzvorkehrungen! igrgen Rußland enttalle. Der Friede mit der Ukraine sei allerdings politisch nn'e auch wirtsckxrfftich für die Monarchie eine sehr wert­volle Errungenschaft, und diese E,rungenschast werde Oesterreich- Ungarn durch ve r ke h rs t e ch n i s ch e Hilfeleistung an frfa Ukraine und. wenn es sein muß, mich durch militärische Hilfeleistung zu behaupten und zu verteidigen wissen. Die Petersburger Machthaber mögen ihr Verhalten darnach einrichten

Revolntion in Lissabon.

DieTimes" meldet aus Oporto. daß sich der AuS- ftruch einer neuerlichen Revolntionsbeivegunq in Lissabon bestätigt. Es heißt, daß auch der Generalstreik angosagt ist.

Senator Hnmbert verhastcr.

Paris, 18 Febr. (WB) Senator Charles Hum» bert ist heute ftüh auf seinem Schlosse rm Departement Calvados, wo er vorgestern nngekommen war, verhaftet i norden.

Nortttclisfe.

London, 17. Febr. (WTB.) Meldung des Renterschen Bu­reaus. Viscount N o r t h c l i s s e nahm den Posten eines Direk­tors der Propaganda in den feindlichen Län­dern <m.

Englischer Bericht über die letzten Luftangriffe.

London, 17. Febr. (WTB.) Amtliche Meldung des Nenter- scheu Bureaus. Etwa sechs feindliche Flugzeuge nähetten sich gestern abend 9V* Uhr der Khemsemünduug und führten einen Angriff auf London aus. Alle Flugzeuge wurden zurückgetricben bis auf eines, welches am Flußlauft entlang in die Stadt eindrang und im südwestlichen Bezirke eine einzige Bombe abwarf. Die Bombe zer­störte ein Haus, welches einen invaliden Offizier urrü seine Frau und seine beiden Kinder begrub. Mehrere andere Bomben wurden von dem Angreifer Dlf seinem Wege m den östlichen Anßenbc'zirkcn abgervorsen, doch werden weder ernste Verluste noch Sckwden ge­meldet. Ein Angriff wurde gegen 10V« Uhr gegen Dover unter­nommen. Er wurde abgewiesen. Einige Bomben wurden aus fteiem Felde abgeworfen. Einige unserer Flieger verwickelten den Feind in Kämpft. Einer unserer Flieger hatte einen Kamps über der Küste von Kent. Kurz darauf sah man vom Strande aus. wie ein größeres feindliches Flugzeug in die See sttrpzte. Berichte übeü Verluste und Schäden sind noch nickst eingelaufen, doch sind sie augenscheinlich leicht.

Der Seekrieg.

Rcue U-Boot-Erfolge.

Berlin, 18 Febr. (Amtlich.) Eines nTrserrr U-Boote hat im Sperrgebiet an der englischen Westküste fünf Dampfer mit rund 23 500 B.-R.-T. versenkt, darunter einen großen englischen Passagierdumpfer von ettva 13 000 B.-R.-T. Die übrigrn vier Dampfer lvaren sämtlich ties bo laden. Der Chef des ^DmiralstLlies der Marine.

Der Torpedobootvorstoß in den Kanal.

r? C r 1 * 18 ^b^lWTV.) Die jetzt vorli,>genden genaueren Meldungen über den Vorstoß unserer Torpedobovle im Aermelkanal in der Nacht vmn 14. auf den 15. zeigen daß die deutschon Erfolge noch erheblich größer waren, als ln der ersten amtlichen V-ei-ösferttlichung mitgetcilt wer-den konnte. Unseir Torivdoboeste drMigci, in die Kanälen« zwpchen Dover-F^ükestone und Calais und Kap Gri-Pi z ein und trafen dott eine aus Torpedobooten. U-Boot°Iagcrn. bewaffneten, und Lwßen Dampjerir wrd MotorpatrvuiU«nUu>v«n de-