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Der Giehener Anzel-er

erscheint täglich, außer Sonntags. - Beklagen:

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fLe ktu Kreis Kietzen, vezogspretr:

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Erstes Blatt 168. Jahrgang Dienstag,!

GieheMrAnzeiger

Dienstag, 8. Zanuar 1918

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General-Anzeiger für Oberhessen

Au-.«.^ue von Anzeige» t:e Tagesnlnnmer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichkeit Seiienpreise: für ört l i ch e 'Anzeigen 25M,für auswärtlge 30 Pf.,tir Reklamen Mk. 1.; bei Pwtzvor» schitst 20/« Aufschlag. Hauvtichri'tleüer: Äug. Goek;. Verantwortlich für Politik tu Feuilleton: vankoerkehr: Aug. Goetz; Stadt und

«ewrrdkdcml Sletzen Land.Bermfichtesu.Gr.

rrchtssaal: W. Meyer;

ZwilNngrninddruck u. Verlag: Brühl'sche Univ.-Buch- u. Stcinörtsdcrei H. Lange. Zchrifüeitung, ©ejcpftsjtdlc u. Druckerei: Schulstr. 7. ^'mulch^n Fi-b-n.'

Zchwierigkeiten in den Verhandlungen mit Nutzlcnd

über wirtschaftliche Küßen.

MTB.) Großes Hauptpuartier, 7. Januar. Amtlich.)

Westlicher KrirgSschauplatz.

Im Sttll»mgsLogen östtich- von Ypern und in einzelnen Wschnitten zwischen den von Arras und Peronne auf Eam- drai führenden straften entwickelten sich! am Nachmittag h f- tige Artillerickämpfe.

Auch zwischen der Ailette und der Aisne, beiderseits Ornes. und auf dem Westuser der Mosel rvar das Artillerie- imd Miirenfeuer aesteigert.

Die Kanrpftätigkeit der Infanterie blieb auf Erkundun- gen im Vorsilbe der Stellungen beschränkt.

Oeftlicher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Mazedonische und italienische Front.

Die Lage ist unverändert.

Der Erste Generalgnarriermeister Ludendorff.

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wird, hat die Politik Bethmann Hollwegs von Anfang bis zu ^liic immer yebilngt uno jrramm vevrrtdigr. IHe >7aupljache bei der jetzigen ...stwisi:'" ist, daß da7 Ausland keine Anhaltspunkte dafür erhält, wir seien nach einem schwachen Frieden lüstern. Im Gegenteil, nach der neuesten Rede Lloyd Georges darf man von der deutschen Ätaatskunst verlangen, daß sie den Dingen entschlossen und gerade enlgegensieht!

Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte.

Wien, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauttmrt:

Oeftlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Der Ehef des Generalftabes

* * *

Die Abendberichte.

Berlin, 7. Jan., abends. (WTB. Amtlich.)

Die erhöhte Fi'uertätigkrit im Stellungsbogen südöft

l«h von Ypern dauerr an.

Von den anderen Kaiegsfthauplätzen nichts Neues.

Wenn das Ausland, besmiders das gsgirerische, Henne Mfc deutsche Presse dnvchntnstert, so '.vrrd es wieder einmal finden, daß man sich bei nns nicht einig ist. Ein höchst ganiütlicheS Streiten geht lvieder durch die Parteien. ?Nit einiger Beruhigung darf man dabei eines feststellen: Die mcssische Zögerung, den Frieden mit uns ab^uschließen, ist es keineswegs, was den streitenden Gruppen ernstliche Sorge niacht. In diesem Punkte ist man ziemlich kaltblütig, und sogar derVorwärts' ist darüber nicht aus dem Häuschen geraten. Aber man überlegt noch einmal, was auf deni Spiele stand, und ob die hohen Einsätze, die für unsere Zukunft gemalt wurden, in BresttLitowör von geschick­ter Hand getragen worden sind, oder nicht. Die aus­wärtige Preise, besonders auch die russische, hat unserer Etlichen Stelle ungenügende und unrichtige Berichterstat­tung über die bisherigen Berhaudlnngen vorgeworsen, und was darauf aus Berlin amtlich erwidert wurde, ist zu knapp mrd ausweichend gewesen, als daß man sich richtig darüber unterrichten könnte. Das gummiartige'Selbst- bestimrnuugsrecht" hat da viel Unheil angerichtet..' Tie Russen haben sich darüber aufgeregt, daß ihnen eine solche Gmnmi- kappe aufgezwängt iverden solle, und der Borwnrf der Un­aufrichtigkeit gesellte sich zu deu Klagen über mangelnde Berichterstattung. Herr v. Kühlmcmn ist in keiner glücklichen Lage. Wie weit die Zuspitzung der Dinge in Brest-Litorvsk fern eigenstes Werk war, und wie weit er etwa von den ibm mitgegebenen Anweisungen abgewicken sein könnte, darüber hat der Streit in der Presse mnh kenrc Klarheit geschaffen. Die Vertreter der Reckten lv-ünschen eine ? r a f t v o l l e und offene Politik, und die Kreise der Reichstags Mehrheit fühlen sich Avar den Dende^rzen Kühlmanns eng verwandt, aber es sind gewisse Anzeichen, z. B. imBerliner Dagebl.", vorhmiden, daß auch ihrem kritischen Auge manches Fehler- lwfte der bisherigen Taktik nicht entgangen ist. Scharf ver­wahrt sich dieBoss. Ztg" gegen die Unterstellungen, als ob es sich nur umalldeutsche .Hetzereien" handele. Das Blart schreibt u. a.:

. - ',Fvnl^ch, nr einzelnen Zeitungen haben wir lesen müsst umalldeutsche" Angriffe gegen Herrn v. Kühlmr hanveit. Uirs fcrat diese Bezeichnung nicht treffen. DieVossiü Leitung ist niemals alldeutsch gewesen. Und sie wird es ai ^ Aber fett wann tft z.. B. dieMagdebürgische Z

sutz'g alldeutsch? Auch dieses durchaus nickt blindnüsige und lenter allgemeinen politischen Auffassung uns sonst durchaus v.i trnnter ruheliebende Blatt betonte gestern ausdrücklich, daß es ei «mdere Löiung der Schwierigkeiten als deu Abgang des Herrn .Mhlmcmn ftrum noch zu sehen vermag. Da kann man doch nicht c bmt aNdeutsck)en Angriffen sprechen. Es scheiden sich jetzt vielme dre Geister in solche, die die Sache wollen, und solche, den mari^ Persönlichkeiten über der Sache stehen. Uns wird ''U rchau s nicht leicht, den Rücktritt des Herrn von Kühlmann towevn. Bei allem Gegensatz. zwischen che men intb l eitleren ©cm i «uffof untren schätzen nur rroch^ heute seine Begabung mrd seine ( Liebensioürdigtejt außiTvordentlich bnh. ?lber solche ix nnliche Wertschätzung kann doch rmmoglich blind dagegen n-.achc der Staatssekretär sah eine Blöße gegeben hat. die gl-erchzcp 2-em.ichEd bloßstzellt, und die nur mit seinem Rücktritt gefükl nrwen rann."

Ä ^ incr äußeren Stelle fährt das Blatt fort:Es han- mt l«v tm gegenwärtigen Augenblick, wie wir nochmals be- ~ en ; n .^ etlT,a um den Gegensatz zwischen anncxio- rujtischer Habgier, begünstigt durch eine Milicärkaste, und fL? 1 ^b^ft^keitssinn der Völker, der von dieser ^cilitarkatte gehemmt wird. Sondern es handelt sich in aller- erf^r Lime darum, daß furchtlos gefordert und e h r - l t ch um den Frieden gehandelt werden soll."

unanHevrachr und verwirrend, wenn Bla wer der Linken nur in sinnloser Wut wieder auf dre Alldeutschen losschLa-gen. DieAcagdeb. Zta.", die auch heute tmtfxz twt derFranks. Ztg " alldeutsch gen^rut

Die Mmpse im westen.

Berlin, 7.Jan. (WTB.) Der deutsche Angriff am 30. Dezember südlich Mar coing war eure völlige Ueberraschung für die Engländer, die die vorgechmden deutschen Truppen in ihren 'SchwsehemLen ust^t rechtzeitig erkLmtten, da fast gleichzeitig mit tent weiter rückwärts oeriegteat Vorbaveitungsfeuer die deutschen Sturmtrupps bereits in die vordersten Gräben eindrangen und eine ernstliche Berwwögung infolge der überraschenden Schnellig­keit ihres Vordringens umnögliclt machten. In deutschen Vor- bereitungsse.'ner der Artillerie und MiNLtuverfer^oareti die blutigen Verluste, wie auch dir Q-ciziigetun ü ereär.ünttlmb aussag n, außer- t edenllick schwer. Vor allem sei die Wir bürg des Mmeri,euers und der FlmnNvemverser verheerend gewesen.

Berlin, 7. Ion. (WTB.) %ad? einmetredcnem Tmuvettrr haben au zahlreichen Abschnitten der Westfront lebhafte Artillerikämpfe terngefetzt, die teilweise bis zunr späten Abend und uackstsüber in pürnmäßiger Stärke anhielten. Auch die Fliegertätigkeit blieb fast überall trotz schlechten Wetters rege. Zahl­reiche setndliche Erkundungsabttilummen mußten, ostre ihren Auf­trag eraiCIfü zu können, in Unserem Feuer zrmickslächten und er­litten schwere Verluste.

Auch in Mazedonien lebte im Cernabogeir, iw Moglena- gebiet und zwischen Wardar- und Dockan-^ee das feindliche Artillerieseuer zeitweilig auf. Ein femdlickeZ Flugzeug warf wieder einmal 25 Kilometer nordwestlich von Vtonastir auf ein Feld­lazarett ki Morgan, das dirrch die Genfer Flaggre und ein großes, weithin sichtbares Rotes Kreuz aus dem Erdbodett deutlich gekenn­zeichnet war, Bomben «ch. Zehn Lazarett-Insassen wurden durch die neue völrerrechtswidrige Handlung unserer Feinde getötet bzw. verwundet.

Die zriedensoerhandlungen.

Berlin, 7. Imu (Priv.-Tel.) Gegenüber der Lluffassung, die teilweise in der Presse wiedergegeben ist, daß die Erklärungen vom 28. D-ezameber über den Stand der Verhandlungen mit vtuß- land^ nicht überein gestimmt hätten mit der Aufsassrmg und den Lleußerungen der missischen Delegation, ist durch Einsichtnahme in das Protokoll der Verhnndlungen in Brest-Litow-sk festgestellt, daß die deutsche Blwösientlichung dem Stande der Verhandlungen nnd dem Inhalt dH Protokolls durchaus entsprichst und daß die Auf- slissung der russischen Delegation, wie sie in der neutralen und russischen Presse dargestellt wurde, eine midere Darstellung gcht, als sie deu Tatsachen entspricht.

Die ukrainische Delegatimi hat das in Aussicht gestellte Zirkular scher die Selbständigkeit der Ukraine noch nicht überreicht. Die Ueberraichuug wird voraussichllich heute erfolgen. Die Ver­treter dar Ukraine legen dm größten Wert daraus, völlig selb­ständig nxben der russischen DelegaLion zu verhandeln.

Brest- Litows f, 7. Inn. lWTB.) Heute vormittag sind die russischen Friedens de legierten einschließlich -v r o tz k i hier eingatroffeu,

Berlin, 7. Jan. Zu den in der Presse fortdauernden Er­örterungen über die angebliche U n Vollständigkeit der deutschen Mitteilungen über den Verlauf der Verhandlungen in Brest-Litowsk vom 28. Dezember (die Sitzung fand tatsächlich am 27. Dezember ab>enLS statt), erfährt dieNordd. Mg. Ztg." von zuständiger Seite folgendes: Der von d?.r Petersburger Telegrapheu-Agcntur gemeldete Widerspruch der russischen Delegation ist in Brest-Litowsk nicht erfolgt. Das Wvlfs-- sckw Telegraphenbureau hat den Wortlaut der Erklärungen in Brest- Litowsk ohne ^ede Enischränttnrg wieder gegeben. Im Anschluß an die dort veröffentlichte Antwort des Herrn Joffe auf die deutschen Gegenvorschläge hat der deutsche Delegierte nur noch ausdrsjcklich festgestellt, daß über den letzten von Herrn Joffe e'cwähnten Pmrkt, nämlich die Notwendigkeit einer KomnrisfivnSberaLuna, volles Ein­verständnis zwischen den Delcgancmen besteht. Hieraus ist russischer- seits nichts mehr geäußert narben.

Die Vertretung der Nkraiue,

Berlin, 7. Jan. Wie wir erfäftrat, werden in Brest-Lirows? Mrs der Ukraine noch weitere Detegiertze und Hllsskräfte er- warter. Als Führer der Delegation wird der Minister für Handel und Industrie, Herr Golubowirsch, einttesfen. Ferner erwartet uuin noch den Riköneisttr Georg Ritter von (-lassenko, den t^ersönlichen Adjutanteir des Kriegsministers. Als militärische Mitglieder dev Delegation treffen ferner die Herren Grig>->ri Lyssenko (Bataillons­kommandeur), Nikira Krkr4u5) urrd Wladimir Radzij«r»ski ^beide KomiMgui^übrer) ein. Als Beirat in ökonomick^n Angelegenheiton Närd .5xrr Sergst Ostaunst) fungieren. Erblich werden auch die Herren Ignattenio, Fried, SchrwQrmLi, Tsck-ernonwwöki, Kccka-, ras ko und KowttSki erwartet.

Ans dem yauptaur^chuh des Reichstags.

Berlin,^ 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) In der beutigeir Sitzung des Hauytausschuises des Reichstages führte Direktor cm Auswärttgeu Johannes aus:

Die WirtschaftsV erh an dlu ng en in Brest-Li-> t o w s k haben bisher naturgemäß keineu breiten Raum einnehmen! io'.rnen. Es wurden bloß vorläufige Vereinbarungen erzielt, dip nicht mchüp'end sind und jederzeit ergänzt werden können. An erster Stelle richteten sich die deutschen Bemühungen darauf, daß ernwandtrei festgestellt wurde, daß der Wirtschaftskrieg zwischen osv beiden Ländern sein Ende finden müsse und daß voll einer Ver« wlrrtlchung der Ideen der Pariser Konsevcnz zwischen Deutschland 'ch0..R'u^and in Zukunft nicht die Rede sein könne. In dieser Hmslcht wurde sehr bald ein volles EinverständRis erzielt. Rach.^ dem dieser Punkt erledigt war, kam die Frage der Erneuer rttng des Handelsvertrages zur Erörterung. Natürlich lag^ es dm deutschen Delegierten außeroiHentlich am Herzen^ rn o.resem ^.nne eine lnndende Zusicherung von russischer Seide zu bekommen. Leider haben wir bisher einen solcksen Erfolg noch nicht-erzielt. Cs ist ja bereits hervorgehoben wordm, daß auf russischer Seite ein tieseingcwurzeltes Vorurteil gegen den Han-, delsverttag von 1871 und 1904 besteht. Wir sind in Deutschland der Ansicht, daß Rufstand mit dem Handelsvertrag kein schlechtes (Geschäft gemacht hall aber tstes den russischen Herren klär zu machen, ist schwer. Bisher ist es nicht gelungen, die russisckseck Vertreter curm nur zu einer ttcrzen Fristoertängerung des Handelst Vertrages zu bervegen. Es trat auch bei den Vertretet der jetzigen Regierung dieses Vorurteil und die Abneigung gegen den, Handelsvertrag klar zutage. Dazu komrnl aber noch, bar, wc Vertreter der wbwn Regierung erklärten, daß eme völlige Umgestaltung der wirtschaftlichen Äerhältwisse Ruß-, lcrnds beabsichtigt unD daß sie des-halb durch einen Handels- vettrag sich nicht frutbeu. könnten. Ihre Mitteilung gebt dahiu, ras; sie nicht wünschen, daß eine ftenldc Regierung aus Grund eines Vertrages in diese Zleuordnung der Veuhälllnsse eingreift. Tie deutschen Delegierten werden ihr Bestes tun. Me der Erfolg fern tvird, steht dahin. Wer auf jeden Fall erklärten die russischen! ^elegierten die Bereitwilligkeit, alsbald in Verhandlungen rMr mnen russischen Handelsvertrag, der den neuen rmd veränderte» Verhälttnstm Rechnung zu tragen hätte, einzurre den. Es wurde geltend gemacht, daß es doch in Friede ns oe rhal tuisteu unmöglich sei, daß ein Staat dem anderen eine schlechtere Behandlung zuteil werden lasse als einem dritten Lande. Dft: russischen Delegierten! haben diesen Standpunkt bereittvilligst anerkamtt uno sich grund­sätzlich zu ihm bekannt. Gewisse Schwierigkeiten müssen auch da erörtert werden. Der Grundsatz der a i l g e m e i n e n Rt e ist be­günstig ung läßt sich natürlich nicht so unbedingt verwirklichen. Einmal sind genösse Llusnahmen in den: Vertrage vorgesehen worden, dann tomm.t die große Frage hinzu, wie es gehalten toer- den soll mit denjenigen Gebieten, die ans dem Russischen Reickn sich absmrderten, selbständig werden, zum Teil in einen: engeren oder loseren Verband mit der ganzen Masse des Russischen Reiches verbleiben. Umgekehrt ist aus densicher Seite auch ein Novum ern- getreten. Wir haben angeregt, daß ul^ die besondere Regelung imseres Verhältnisses zu Oesterreich-Ungarn midi zu anderen Ländern Vorbehalten Äeiben müsse, die mit uns einen Zollbund schließen würben.

<lber im großen u:rd ganzen haben sich die russischen Dele­gierten bereit erklärt, die b-esondermr Dc^iehungen zwischen dem deutschen Dolle und Oesterreich-Unganr mizuerk-mnen. Wa§ die Frage der Zeitdauer der Meistbegünstigung anlangt, so ist da auch noch keine endgültige Verständigung erzielt worden.

Die nächstfolgende Erörterung war vertraulich. Nächste Sitzung morgen vormittag.

Die Lage in Ruhland.

Die Finanzmatznahmen TrotzkiS.

Petersburg, 7. Jan. (WTB.) Reutcrnletdmig. Trotzkk hat die Mhebun-g aller in russiick^en Banken niedergelegten Gelder der srenrden diplomatisck^en Vertreturrgen verboten, t*a die An^ leihen sowie die Gelder der alten Regierung, die in ausländischen Banken mckergebvacht find, den Volkskommissaren vorenthallcN werden.

Genf, 8. Jan. Nack- einer PetersburgerT«nps"-Meld:mg werden dem Sttvatsschatz durch dieBerstaatli chu ngderpri-- Voten Banken in Petersburg und Moskau zwei bis drei Milliarden Gold zu geführt ilverdew

Petersburg, 5. Jan. (WTB.) Meldimg der Petersburger Telegräpheu-Agentur. Im Namen des Rulles der Arbeiter-, Sal­do len-- und Bauern-Vertreter ist Bürger KarpinSky vorläuftg zum Bevollmächtigten des Ackmmissariats für auswärtige Angelegenheiten in Gens ernanull worden. Me Bemnte der Ge­sandtschaft und^ der VkllitLrmission sowie alle Verwaltung^ beamte der russischen Republik, die sich gegemrärtig in der Schweiz in dienstlichen Geschäften aufhalten, werden ausgesordert, auf d<ä erste Verlangen des Bürgers Karpinsfy ihm die lausenden Ge­schäfts zu übergeben, die Schriftstücke sonne die der Verwaltung deS Schatzes der russischen Republik zur Verfügung gestellten Geldsummen auSzuhandigen. Jeder Widerstand gegen die Befehle Karpinskhs in dem an.gr gebe non Sinne ist einem Ätna Lsverttr e chen ^eichbedeutend.

Der Bürger Livinoff rsr vorläufig zum Bevollmäch­tigten des .Eonrmissarictts für auswärtige Angelegenheiten w London ernannt worden. Me Beamten der Botschaft und de, Mlkttärmrssion. ferner alle Verwaltunssbeamte der russischen Re- publik, die sich gegenwärttg in London in dienstlichen Geschäften auftalten, rverden aufgesordert, aus das erste Verlangen des Bür- ^rS Livinoff alle laufenden Geschäfte ihm zu übergeben, die ^awiftstücke sowie die ilme-.l zur Verfügung stes)enden BerwaltungS- Mckder aus dem Schatze der russischen Republik aussuhändigen. Zeder Widerstand gegen die Befehle Livinoffs in dem aAgege^neu Sinne ist einem Staatsverbrechen gleichbedeutend..