-V.'- f'-afflaribtotic Ttnrch dem Don zirr BerfüAu-rs Krledins zu sttZchffn. Kstt«chniSow und TerLlunsti sowie ihre Helfarsyelser k"-nLxm vachccht« uut> Papiere von beso^)evec Wichtigkeit bffchlag- naiutt. Tu Delogrumim des Chess der amerikanischen Rode Lkreuz-
vm sLr IvumLnvm, Oberst Anderson, wurde aufgemugeu, worin er den Axftrxy Fvgeoeli hatte, Oberst Kolpochnikaw von seiten des amcrik«lischm Votsck?«sLerS hurEerttälufend llttrdel auszuzahl«: rur die CtzMürsm : btS giüß nach Riostow. ferner wurde ein Brief - - -? Ovei-ste:: tKilffefm&m, worin er Anderson meldet,
35 <KsenLM»vLMl Bereit unb voMändig für die Reise be- . n seien, irdoch -augenLlicklich durch den Oberlden Rabinssoan r: v i IV v r , tm ftsiberi itnhJbcr:.
Die Zoröerungen der Ukraine.
P e t e 9 £ 5 tt r g, 22. Dez. (WTB.) Meldung der Petersburg« Delegr<rhhm-Agentur. Gesten: ist die Airllvort der ukrainischen Zentralrada ein gegangen. Die Antwort wird morgen veröffentlicht werde::. Nach dem Eachfcmg der Antwort wurde der Vorschlag ta zeittralen Rada durch tat revolutionärer Stab der regionalen militärischen Rad?, in Petersbura zugestellt, der versichert, das; ein gütlicher Ausgleich der drohenden Konflikte wünschenswert sei. Ter Vorschlag deutet Lus die Hcritdlungei: und die Auffassung der Rada Arlgunsten der Besprechung^ über der: Frieden (in. Tie Antwort der Roda au den Rat der Volkskommissare lautet:
Ter revolutionäre Stab der ULvämer, ermächtigt durch die republikmnsche Regierung der Ukraine urrd das Voll, hat die Ehre, der reoublilanischen Regierung Gvoßrußlcmds die Besprechung des Stabe' mit der Rafferuug über das lUthntetuW des Rates der Kommissare an die Zentralrada der Ukraine auf das Ultimatum mitzutellen. Die Bespvochcrng über einen gütlichen Ausgleich des Streites zwäscheu der russischen Republik und der Ukraine enthält folgende Bedingungen..
1. Anerkennung der Rvckste der Ukrainischen Republik und des ukrainischst Volkes, völlige Nichteinmischung in die Angelegenheiten der Republik.
9. Erfüllung der Fordearngen der ukrainischen Truppen über die Versetzung von Truppen von anderen Fronten auf ukrainisches Gebiet.
3. Erledig-uny der finanziellen Frage des Staats sck^atzeS.
4. MchltieirOmschung des Rates der Komimifsare, des Harrpt- cpvartiers '-nld des Obrrtaehlshabers in die Verwaltung der ukrai- Nischen Front, d. h. der rum'änrschen und der Südwestfront.
5. Lösung der Friedens frage .imter Teilnalxne der ukrainischen Roda.
Die Rtzgienmg der Republik der Ukraine nimint an, daß die Erklärungen des Rate? der BollsLn^mrissare über die AnerkennWg im Prinzip als Grundlage dienen könnte, und daß durch Beilegung des Zwistes in Rußland ein Krieg z wische:: der Ukraine und Gvoß- rußland vernriMm ward. Was die Beteiligung an der Bnirdes- rvgünnnvg anbelangt, so meint die Rechnernng der ukrainischen. VvlkS- vep-ub'ik, daß die Ukraine in Einsicht auf die besondere Bedeutung, die sie jetzt erlangt hat, nicht u>e>riger als ein Drittel innebaben müsse. Der revolltticmäre Stab der Ukraine, ermächtigt durch seine Rrgiennm, erklärt der .Rsgierimg der russischer: Republik: An.'.esichts der finariziellen Schivierigweiten werden die Nal/nmgs- Mittol an der Grenze der Ukvame und Lebensmittel au'ge'ührt Mgm: BcrrzaUung direkt an das Generalsekretariat für Ackerbau, in Banknoten und einem Drittel in Gold. Der revolutionäre Stab der Ukraine hofft jai Gott, daß der Bcrrderzwrst mit beiderseitigen Statcefeißinng gMmich beig-olegt werden möge in© erklärt sich bereit, «all" Kräfte zur Geveich'mg des gesteckten Ziels anzuspannen.
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Petersburg, 21. Dez. (WTB.) Meldung de? Reuttrschen BurüLirs. Rote Garden docrngel: um 3 Uhr morgens in die Ge- schättsräume des vkrainischm revolutionären Stabes ein und verhütete:: mcr Mitglieder. Rach anderen Mitgliedern des Stabes, die die einzige amtlich; Vertretung der Rada in Petersburg dar- stellen, wird gesucht.
Der Fall CaMaux vor der Uammrr.
Paris, 83 Dez. (MTB.) Meldung der Agence Havas. Vor dickt gefülltem Kaufe legte Paisaut als Bettckkerstatter den Beschluß der Kommission dar und sagte: „Wir wollen Gewichtigkeit und Bestrafung, aber nicht Rache." Loustalot verlas rat? fitere Erklärung, in der er seiner Entrüstung Ausdruck gab, eines solchen Verbrechens beschuldigt £tt sein.
Caiflaux bestieg hierauf die Tribüne und verwahrte sich gegen die Anklage, eine Annäherung an die Feinde versucht zu haben. Er habe stets dem Lande gchrent. Er ging dann auf seine Beziehungen zu Bolo und dem „Bonnet Rouge" ein. Seine Äscherungen wurden schweigend angehört.
Paris, 29. Dez. (WTÄ.) yavaS. Die Kammer beschloß mit 417 gegen 3 Stimmen d^e Aufhebung der Unverletzlichkeit Caillaux' als Abgeordneter und faßte sodann denselben Beschluß bezüglich LoustalotS drrrch Handaufheben.
Bern, 22. Dezember. (WTB.> Die gestrige Sitzung der srcmzösi'lchen Kammer, die sich bis spät in die Nacht hrnzog, war der Erörtermrg des provisorischen Budgets gewidmet. Die Rachtlitzung ^ab Anlaß zu erregten Zwischenfällen. Finanzminister Klotz UNd oie Sozialisten ergingen sich in heftigen Reden und persönlichen Ausfällen. Der Sozialist Bedouce erklärte, die neuen Steuern würden Frankreich ruinieren. Die Nacht- titzung dauerte spät iwch unter schwere:: Tumulten fori.
Paris, ^23 .Dez. lWTB.) Havas. Die Kammer hat mit 519 gegc:: 4 Stimmen die gesamten provisorischen Zwölftel für das erste Vierteljahr 1916, die die neuen Steuern enthalten, ange. non, mell.
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Der portugiesische Gesandte in Paris zurttckgetreten.
Lissabon, 22. D^z. Meldung der Agence Havas.
Der portugiesisckr-e Gesandte in Paris ChagaS ist von seinem Ponotr tzurückgatrrttgr. Der erste Süretär der Pariser Gesandtschaft übernimmt b-ie Leitung der G-sschLfte.
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2luö Portugicsrsch-Asrika.
London, 22. De'z. Meldung des Reuterschen
Blweaus -<u Pvrtugiesij d;-Afrika.befmbet sich noch eine 8>ie tu [: & x r oste deu ts ch>e Truppe n macht unter dem Befehl tr ^n«alS Lettvw. Die Deutschen haben einige Munitionslager erbeutet. Die Kolonnen, die die Deutschen verfolge!:, sitzen ihnen auf den Fersen, es ist ihnen aber noch nickt getnngM, sie geftmgm Ku nchnmn.
Tie 5ebenSrnittelnot in England.
Bern, 23. &c*. (MTB.) Lord RHorrdba gab bä eiltet Konferenz der Rord-Lourdon^c LebenSmittel-KontrollMtöichüsse zu, daß il-m die LebensmrtMlage für die Zukunft große B.stvrgn:,se ver- ursacke Hinsichtlich der Fleistlies brauche nur» zwar keine wirkllche KungerSnsl befürchten, Wohl ribvc änt große Knapph.it, da man cui die Hrachan der Änntrt nngewt^en sein Werde. Betreffs des Weizens iri die Loge ernster, al4 vor Zwei Monaten, da man Franko reich und Jtatan aas^llen mußte. Es sei zu fürchten, daß die Zwangsrationiertmg rwtig winde. Rhondda etmPfahl den Ausschüssen, akler «msztmientan, um die LebenSüllllelpolomiise - zu verhindern. pu bmr\ neuerdiug? oft t/mi* bis dreitausend Personen teiluähiN-en. Ec wies barcnif hm. daß diese Polonaiwn der Mittel- puntt von UnzüfriedenheiL seien und den rvgierungsieindlicheu Ele- meillen QMtytn ftdt gäben, btr Reg4-rung Schwierig-eiten zu bereiten.
Amerika «nd die „Bllterlaud".
Kspenhagen, 22. Dez. AuS Amerika einaetrsfstne R-eistnde berichten, daß der Dampfer „Vaterlonjd" der Hamburg- Ilm-erika-Lnri? in der letzt«: Zeit 'mehrfach Probefahrten oon Neuyork ausgeführt Hab», ti seien aber immer wieder Maschiuew- ha.wrden ^'ngerretcn Die deutschen .MaschiinOm, die früher znr Be'atzmw. des Dam 'irs Mörtm und sich weigerten, bei 'eer Innandse-ung Hilst zu leisten, wurden mit Gesang: . ■ bestraft.
Der Wcihmvchtswunsch HindnchurgS.
Berlin, 23. Tez. (WTB. Mchdanttlich.) Bon einer Anzahl Zeitungen därum gebeten, läßt der Generalfeldmars-ckiiall alten folgenden Leitspruch für die Weihnculstsnummer zur Verfügung stellen: „Ter Segen Gottes ruhte 1917 auf unseren Waffen. Cfr wird 1918 unsere gerechte Sache zu einem guten Gride führen!" Großes Hauptquartier, 24. Dez. 1917. gez. von Nindonburg, General feXb mar schall.
Secfrfeg.
Neue N-Boot-Erfolge.
Bertin., 22. Dez. (WTB. Amtlich.) Neue U-Voot-Er- solge im Sperrgebiet um England: 2 0000 Bruttoregister-Tonnen. Unter den versenkten Schiffen befand sich ein Vollschiff von über 2000 Tonnen, das mit Stahl, Tabak und Holz nach Frankreich unterwegs war, sowie zwei größere bewaffnete Dampfer. Einer der Dampfer wurde aus einem durch Kreuzer, Zerstörer und Fischdampfer stark gesicherten Geleitzuge herausgeschossen.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Berlin, 23. Dez. In den Hoofden, im Aermelkanal und in der-Jrischen See wurden durch unsere U-Boote vier Dampfer und das englische Fischerfahrzeug Forward vernichtet. Einer der versenkten Dampfer wurde aus einem von kleinen Kreuzern, Zerstörern und.bewaffneten Fischdampfern stark gesicherten und daher vermutlich besonders wertvollen Geleitzug herausgeschossen. Unter den übrrgei: vernichteten Dampfern befanden sich die englischen beladenen Dampfer Euphorbia und Hydal Hall.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
8 englische Zerstörer torpediert.
Hpek v-an Holland, 23. Dez. (Niederl. Tel.-Ag) Drei englische Zerstörer sind in der Nähe des Maasleuchtschiffes torpediert worden. Einzelkieiten fehlen.
Ein bewaffneter Wohndampfer versenkt.
London, 23. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Admiralität teilt mit: Der bewaffnete Wohndampfer „Stephan- Turnesa" wurde von einem derllschen U-Boot im irischen Kanal torpediert und versenkt. Sechs Offiziere und 95 Mann kamen um.
Ans dM Reiche.
Frhr. v. Bodumn bübischer Ministerpräsident.
Karlsruhe, 22. Tez. Der StaatSanzeiger veröffentlicht soeben die Veränderungen im Bad:scl)cn Ministerium, wonach der Präsident des Staatsministeriums und Minister des Großh. Hauses, der Justiz und des Auswärtigen Tr., Fuhr. v. Dusch auf sein Ansuchen wegen angegriffener Gesundheit in den Ruhestand tritt.
Ter Minister deH Innern Dr. Freiherr v. Bodman wird unter Belastung auf seiner bisherigen Stelle zum Staatöminister und zum Präsidenten des Staatsministeriums ernannt. Ter Präsident des Oberlandesgerichts Tr. Düringer lvird zum Minister des Großh. Hauses, der Justiz und des Auswärtigen als Naclstolger deS Frhrn. v. Tusch enwnnL.
Anläßlich des Rücktritts des bisherigen StaaLsministers Fahr, v. Tusch i}at der Gwßherzog an diesen ein herzlich gehaltenes HandsaOriben geriästet und ihm als äußeres Zeichen seiner auf- richtigen Dankbarkeit seine Büste übersandt.
Dü§ Gesamtergebnis der 7. Kriegsanleihe.
Berlin, 22. Tez. (WTB.). Das Grgebans der siebmten Kriegsanleihe stellt sich nach Ablauf der ZeiÄnungsfrist. 20. No- vemhei nunmeli-r erckNültig auf 12 625 660 200 Mark. Hiernüt ist die H bet ersten Meldung ausgesproa>ene Erwarttmg, daß das Endergebnis 12'/§ Milliarden erreichen dürfte, noch um ein Beträchtliches übectrosten worden.
Ans Stsdt und
Gießen, den 24. Dezember 1917.
** A u s z e: ch n u n a. Dem Grenadier Fritz S t e t t e r wurde das Eiserne Kreuz, verliehen. — L-iMdstzurmmMM. Ludtvig Kögel erhielt die Hcstifche Tapferkeitstnedaille.
** Auszeichnung von Polizei beamten. Den Schutzleitwn Wilhelm Schmidt und Gustav H o l z i g e l wurde vom Großherzog das Kriegsehrenzeichen verliehen.
** Alice-Frauenverein. Das Elwenblatt erhielten von der Großherzogin die Damen: Maria Birnbaum, Auguste V a u b e l, 5)eow:g Hübner, Etts^ S ch m a l b a ch, Martha W e r t h e i m , Marie Lauckhardt.
** E ii: öffentlicher Wärmeraum eingerichtet! Aus Antrag des Direktors der Frauenklinik hat das Großh. Ministerium des Juirecn dir GenÄMigung dazu erteilt, daß. der Hörsaal der Klinik als Wärmeraum zur Verfügima der Bevölkerung gestellt wird. Vom 25. Dezember: ab ist mm der Hörsaal zu diesem Zwecke tem 9Vs IM vorinittags bis abens 5 Mir zur freien Benützung g:öffnet. Nur an Sonn- und ,Feiertagen bleibt er vvnj V 2 II bis 12 UTrr wegen des Gottesdienste- geschlosten. Ber.rÜhungen, Austichtsversonen für Kinder M gewinnen, sind leider vergeblich genasen. As können daher Kinder unter 10 Jahren nur« unter Begleitung Erwachsener zugelassen werden. Sobald Aussicht besorgt werdet: ftttm, soll gerade Kindern der N«mn in erster Reihe zum Ause-tthalt dinren.
** Wer h n a ch t S v 11 f c % r. Stuf die Bekanntmachung der Erseubaltzchirdktton im Auzeigenttül ioird lnngeioüsen.
** Hiolzversteiaerung. Montag, den 91. Te^ennber 1917, werden in den WIMnengen der Stadt Gießen Holzbestände 'versteigert. Näheres sie' ^ MGeigentM.
Landkreis Gießen.
' ** Balters 1) 0 . i n , 24. De'z. _ llnterosfiffsc Die tz ivurde zuui Vizeseldweliel befördert unib mit Eisleänen Kreuz mck» der Hessischen Tapstrllits nvch nille miseezeickmet.
Kreis Lanterbach.
** Landenha nsen, 24. Dez. Joh. Wahl erhielt die Hessische Tos-ffrllitsinedaille, Heinrich Wahl daS Eiserne Kreuz. Heinrich Stock, Inhaber eines bulgarischen ^ .Kriegsordens, wurde zum Gefreiten befördert und mit tan. Eistrueu Kreuz ausgezeichnet.
Lreis Friedberg.
Ü: Assen he im, 24. T z. DaS Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt der Nute rosst zi ec .Heinrich Klei n. — D U r ggräfeu ^ rode. Tie Hessisch Tarst.'r't.it.nuednille, früher das Eiserne Kreuz, erhielt der hiesige Bürgermeister Hahn. <— Beienheim.: Ter S-anitäts-Uiitcrffsizier ccmo. mw. Hermann Wahl erhielt das Eisenie Kreuz, früher die Hessische Taffe'^eitsnredame: außerdem wurde er zum Sanitätö-FeMmH^l befördert.
Starkrnburg und Meinhessrn.
I. Da rmstadr. 24. D«z. Dak Michsfieischamt hat die Freigabe der in der: Kühlräumen der Finna Merck beschlagnahmten 300 Zentuer Schweiuefleisch verfügt, da^eS, sich nachgewiesener- maßen um Auslandware handelt. Ein Teil der Vorräte fand bereits im Jtaft» itmtb in tat MiMich: der Firma Daritatdung..
Kreis Wetzlar.
ra. Äitzbach, 24. Dez. Tic diesjährige Treibjagd in bet hiesigen Feldmark hatte ein gittsttjigeS Ergebnis: es lvNrben 90 Hasen umd 4 Rehe erlegt.
Hessen-Nassitt».
-«W ieSbadeu, 23. Dez. Hier starb i.m Alter vvn 71 Jahren die Freifrau von Hochistädten geh. Amm Magdcckene Appel, die Witwe des 1677 verstim.'bensn Gwfflwm^S Ludwig oon Hessen.
Mtt diesem wurde sie am 30. Juni 1868 in morganatischer Ehe
vermählst nachdem sie furz zuvor zur Frei Hau erhoben war. Nach dem Tode des Großherzogs siedelte sie nach hier über.
--- Dran doberndo r f, 24. Dez. Bei einer Treibiagd im Forsttevrec „Barbachw Berg" mttdeckten Jäger eine mit allen Schitaucu ausgestattete Räuberhöhle. Von den Wänden hingen dicke Depsüch .7 und Decke,:. Ein Kochherd stand in der Mitte des unterirdischen Gemachs. KückM- und Hausgerät war im Nebcr- kluß vorhanden, in einer Ecke prunkte ein Bett. An Lebensmitteln barg die Höhle Vorrat für diele Tage. Nur der Tvoglodyt fehlte. Ter war ausgerückt, als er die Jäger naben hörte. Die gesamten Eiurichtuugsgegenstände.der Höhle lw'tcmden aus Diebsgut, das der Räuber im Laufe der letzten Wochen aus Jagdhütten und in den verschiedensten Nachbarorten zusammengestohlen hatte.
Spielplan öcs GiesMer Ztodttheaters.
Dienstag 25. Dez„ 71 / 3 : Gew. Pr. (erm.st ,,Glaube und Heb mat". Mittwvch 26. Tez., 3'/»: Neul^eit! Gew. Pr. (e'-m.). „Meine Frau, die Hosschruspielrrin". 7Vs: Gew. Pr. Neul^eit! „Sah ein Kuab' ein Nosleiu stehn". Donnerstag 27. Dez., 3 2 : Dolkspreise. Kiudervorst. Neu feit! „Ter Lügenpeter". 7 v 2 : Gelv . Pr. „Der Sollat btt Marie". Freitag 26. Tez., 7Vr: Gew. Pr. (erm.). „Meine Frau, die Hofschauspielerin". Samstag 29. Dez., in BÄ> Nauheim, 3: Neuheit! „Sah ein Knock' ein Röslein stehn". Sonntag 30. Dez., 3 1 - -: Volks lwei'e. Kindervorst. Neuleit! „Der Lügenpeter". 7 i/ 2 : Gew. Pr. „Sah ein Krrab' ein Röslein stehn".
Vermrsch'es.
* Karlsruhe, 22. Tez. (WTB. Amtlich.) Gestern abend gegen 6 Uhr ist in Durlach der Perfoneuzug Nr. 4228 von Pforzheim instlge Fvergabe der unrich'igen Fahrstraße aui eiu mit Wagen besetztes Geleis eingesatzveu und auf d ese au:gestoßen Der Zkuffülhrer «und einige Reisende würden leicht verletzt. Der Verkehr :wcrr nicht gestört.
t Aussig, 21. Dez. (WTB.) Karte früh brach in dem ck 11 st r i a - S ch a ch t 3 im Gebiet der Gemeinde Karbitz der Ver- b:ndungssk>llen zwischen den: gencumten Sckwcht und dein Sensel- regier. V-n: den tart bffM'tigten Arbeitern konnten sich sechs d: vt) Iben Luftsckachl retten, w.ihrend 23 abgeschlossen wurden. Dir Rettting.'arbeiten sind im vollen Gange, werden, jedoch durch deu MlSgebvocheu^: Brand, der offenbar die Ursache der ttata. stvoplie ist, ^rstßerprtattlich 'erschwert.
" Aus? in, 22. Dez. (WTB.) Nachdem gestern abend in den Austria-Schacht durch einen Lu'tsckwcht frische Lull einge- Vu'mvt üar, die die Wetter eutferitto, gelang t%, bis zu den verun- Eckten 23 Be.-glenten vorz,'dringen, doch 'nxnren sie bereits tot. owe Lage beweist, daß die Verunglückten verrucht hatten, durch den Lultschacht zu entkommen, tack batte die glühende Einbruchsstelle devartig Gas und Ranch räwvtdt, daß die Arbeiter nicht mehr lrindurchkontmen lund ta: Lu'tschacht nicht mehr erreichen konnten. Hratte früh ivaren alle Verunglückten, bei denen Wicherbelebungs- versuche vergeblich waren, geborgen.
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* „Die Ulme aus Lord Byrons Gra b." Die berühmte alte Ulme aus dem Fried Hose in Harrow ist, wie englische Blätter melden, ein Opfer der letzten schweren Stürm« ^geworden, die über England tobten. Im Volkömunde wurde dieser alte Baum fälschlich „Die Ulme auf Lord Byrons (%rt!)" genannt. Ter Dichter ruht in Wirklichkeit unter der KanM der Maria-Magdalenenkiccke «zu Hncknall Torkard in der Grafschaft Noitrngham, wo seine Grabstätte durch eine Marmorplatte bezeichnet ist, die saus Griechenland, dem Lande, für das er sich im Leben so sehr gemüht hatte, stammt. Der endlos lange Leichvnzug. nur unterbrochen durch das ffvtzlüke Siijlammicmtrejjen mit der Verehrerin des toten Dichters. Lady Caroline Lemb, die hierdurch in Wahnsinn verfiel, endet« einst in dem damals nvck.. ruhigen, abgelegenen Dorfe. Jetzt ist dies ganze Gebiet von den Polvpenarmen einer nie rastenden Industrie völlig zerwühlt, mtb die Kohle ist vie Herrschierin des Landes ge- toovden. in dem der große Byron seine-letzte Ruhestätte fand.
* Ein Phänomen. Vor dem Laubmrland eines Berliner, westlichen Vorortes bängt laut „B. Z. a. M." ein Plakat:
Aff.vgeben wegen Einberufung
ein halbes lebendes Schwein.
Eetzte 11 xd*f rr :tottn« •
(WTV.) (Großes Hauptauartier, 24. Dezember. (Amtlich.)
W e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
In Verbindung mit Erkundungsgefochben lebte Artillerietätigkeit in einzelnen Abschnitten- auf.
Gesteigertes Feuer hielt tagsüber auf dem östlichen Maasufer an.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Mazed 0 nische Front.
Ern feindlicher Wrstoß gegen die bulgarischen Stellungen westlich vanr Doirau-See scheiterte.
In der Struma-Ebene rege Dvrfeldtätigkeit.
Italienische Front.
Zwilchen Asiago und der Brenta haben die Truppen des FeldmarschallS Conrad den Col di Nosso und die westlich urw östlich anschließenden Stellungen erstürmt.
Bisher sind mehr als 0000 Gefangene esi g lnacht.
Der Erste Generalauaniermr'ister L u d e n d 0 r f f.
«
Dom Krieg mit Italien.
Wien, 23. Dez. (WTB. Nichtamtlickst Aus dom Kriegs messe» rntartict wird gemeldet. Gesten: würde.« mal me italienische örtliche Vorstöße, so bei Pedescnl-a und gegeu die z miüvn Asolone und ive Osterm m L-epre gelegenen u.n-> vo:r un.s g-enomnten-en Stellungen abgÄvü'stn. Für den durch nichck zu. erll:hmckrd"n Uuternehnrungs- (reift der Truppen spricktt die Tatiack?, daß c.\ ihnen gelang, ein in Gegend;fce3 Sütaftc Tomba zivischeu, den beiderseitigen Stellungen verbliebenes Gesch'ltz glücklich ein.A'.tbriügen. Weiler südöstlich baxws wurde der .erste. Franzock gefcmge!ye rommen.
Ans der italienischen Kammer.
Bern, 23. Dez. Mailänder Blättern zufolge $<iB Me italie- mscke Kammer gestern nach elfstünbiger sehr stürmischer Beratung der Regierung,mit 345 gegen 50 Stimmen ein BrrttauensVotum! und vertagte sich daun bis zum 3. Februar 1916. Fast sämtliche Minister haben in: Laufe der beiden gestrigen Sitzungen das Wort ergriffen. Nack dem „Corriere beX/a Sera" hat die Fraktion für nationale Verteidigung beschlossen, ihrer Organisation einen dauernden Charakter zu geben.
Anschluß Serbiens und Montenegros?
Bern 24. Dez. Wie das „Berner Tagblatt" aus Genf berichtet, ist in der dortigen serbischen Kolonie, .der auch mehrere serbis<t/«e Abgeordnete angehören, die Ansicht verbreitet, daß die Könige von Serbien und Montenegro imch Eilltritt der Waffenruhe mi der Ostfront in direkte Vertändlungen mit Petersburg treten lvollra:, um glevchveitig in Friedensoerbandlungen mit den Mittelmächten einzutreten. Die französische Regierung habe sich geweigert, die Zustimmung zu direkten Verhandlung^: zwischen König Beter und Rußland zu erteilen. Man habe dem Kurier des Königs die Ertcrubnw zur Reise nach Petersburg verweigiert. Japanisch-amerikaNische Berhandlunflen.
Bern, 24. Dez. Französischie Blätter berich tu: Die amerikanische Presse bringt Nachrichten über die Aufnahme von Ver- handlungeii zwischen Japan und Amerika. Die Verhandlungen dürften außer hmwelspolitischm Zwecken auch der politischen Annäherung zwischen i Japan und Mexiko dienen. Die amerikanische Presse hebt die «chßevordentlich? Wichtigkeit dieser Tatsache für die ameriLmffche Kvntrnentalpvlitik hervor.


