Kr. 2 *.r Sweltes Blatt
Gietze«er Mzetzer (General-Akzet-er für Gderhchen) 5am§tag, l >. Vczemder
Uh* Hes^tzG. /
ffn» dem »tlegsau-schuß der Zweiten Kammer.
■' Tar mftnbr, 13. 'Dez <5X*t Erweiterte Er ste Aus- schrr >' '.'.>7 ^ <1r.ilO Ixt Zweiten Vammer tagte deute uu imiiMj. Eme ^tatUMae Schmidt und Gm.
^ Urlaubssperre ^oüns-chte. daß nicht mrc für L«ind-
®in ■ ; Köhler nnlusch bi e Bereitstellung von Holz LU5' i its''alpnngen zur :>tmnuj des Klein wohnungs»
blul-. md >>T von Hausmöbeln. Die Regierung jagt
«cht nur dieses bereinviliigst zu. sondern erklärt, auch bereits die Abgabe von sta ' '^?t>»rde sur V. • , lebfimint ins Auge
gfjoi t zu l-abrn i 'r ?hitrag wird cinftimniig angenommen — (|i o 'Jl;ifL'ßip; -13 r c ti t cijth>, Schmidt und Gen und ein VsrtW’i KoreN- Ingelheim wim scher,. daß denjenigen Zund- wirten, dir chr 5> e u ablieserten. als c\ noch 5,5;) Marl galt, der Pr eis unter chied aus den nachträglich. erhöhten Preis von 9 Mark na. si.ez.ahl1 werden möge, ix, sonst honchsächlich Klein bauern, dir sich mit der ^eferung I eeilt Hallen, geschidi«t Würden. Tie Regierung I>at l>ereits Sch.itl. intenronunen, um diesen • r-rh:ii en W.ünsci»en Nechmrng z, i ■-.]:■ Dadurch ist die -■ -di.'. , bei Antrag so l bei N ■ 1 • i t . Berücksvchtigrmg
em worfln’ vocrNm Der Eintrag \M rr n (i > Brauer und G«' iilx'r Entziehung von Zucker urrft Bestrafung wcn- det sich dagegen, daß bei bex Nichterfüllung der Lieserpflichten nick die ganzen Gemeinden. so^bern nur die Schnlftge.i de,Taft wil'd'' Aurl. die Lieferimg^vftirlü bei den t,c;ii zu bart Die Reniernna gab becilhigeude Erklärung«!:. Bor allem werde bei der ** ' nai « in, nL,ch'!cn Jahre die Zahl der HauShalttmgS.
müg^'der berücksichtigt. Der lltZurog ioni) daraus zurückip?zogen. — Ein Antvag Brentano über Kc'hlenknappheit, der sch mit MitzA»*den im Dftafrm4* Hafen lx-*häftiat. wird, da in- MÜBen Ablnlfe erfolgte, -ururkNogen. Eine 'läiftage Dorsch lengs-ftchon w"hleu be l i ner>:rrg der t^mc-inden rief eine ßangc A-'s.-no ■ lkervoi Dem se.ige teil tan Tausch gef., .-.ist -Fohle **"- Vumiital) stM nmn offenbar ziemlich machilos gegen- »er. iwl möge die Regierung aus möglichst gleichmäßige Belieferung fcrmmfen. — l?ine Anfvage Do r s 'ch über schlecht Abnahme der Kartoffeln nnrd für erledigt erklärt, da n,zwift!»en der WocpenMangel beheben wurde, so daß Hessen 87 V'NN Hundert sei'"'4 Liesernngssolls bisbe, zur Ablieferung bringen bo.inte. -- Ci>- ntiLg Adelung und II f r i-ch mv- • K n r to s- felpreise wün-ttht Uefteiralmie eit»eö Teils der Ka tofftlPreise ans tue R.nchslasft. Er wird von, MsschfH^ tilgender chor> > \w genommen: daß die R^'ich^^ienrng die d,i»ch die LchMellch.eits- und Anftchrprämie l>ewirkte Erlwftmrg des Kartoffel Preises aus die ch-rnelnnen möge.
sNäaie Dich mg Freitag.)
' n - R a l der Z we 1 1 c u SC a m m e r hielt heuta
aleol^alks
ine Berattmg ab, die den E r s a d w a h l e n galt.
Die ENtzieimng von .Kr»OO»Otf««genen aus bäuerlichen Betrieben.
I Mi<j D nrf t Twt in der ztveiten .Kammer folgenden Antrag fterung Kenntnis davon, daß aus den Ifcrib Br rreoen die Kriegsgefangenen in so großer Anzahl Weg gm werden, daß eine Anzahl Betriebe fr notleiden
nißT *r die Bolksernährmtg dabei in aMü erden sch aft gezogon
P w -1 n i nwn i wr ■■■ ■■■■ i ip i m i ■■
wird, wenn nicht Goosch. Regierung an maßgebender Stelle dahin vorstellig wird, daß die TeÜzahl der KTiegsgefangen«,. die ent- z«x,en iverden soll, von ibf« auf bäcUtmä 3^—40% herad- geseZt wird.
SulzkNLPPt-ei;.
Mg. Damm stellt folgende Anfrage: Ist es Großh. tHr* gierung bekannt, daß in ein^eftren Tjoklen des Gvoßherzogtum^ eine große Salzsuappheit herrchl, dio zn einer Salznot zu lverdens droht, -und daß die Großh. Saline in .Bad-dLauheim tTreußisiche Orte mit Sirlz beliefert, wälnenddain sie lx'lsichen Orten die Weiterbelref^'rung oernxngrrl? Ist dir Regierung willens mrd in der Lage, diesem äußerst l^denüchm Ziustand sobald als möglich adrulxlß'n'?
Die Beftzeuenmg der Anrgsteurrungszulage.
Abg. Ulrich fragt an: Hat die Regierung Kenntnis daoon, txrij die Steuerbehörden unseres Landes in stark empfundener Weise die Knegstauermnrszulagen steuerlich, ausnüpen, derart daß über deren Maßnahmen allseitige Mißstimmung im Lande ,mi sich greift'? Uivd will die Regierung den Iiiianzämren, An Weisungen zugehen lassen, woduoch, diese Maßnahmen aufgehoben werden?
Ans nnd C«nv»
Gießen, den 15. Dezetnber 1917.
Stellt tm tä-itzchw, K»rwf>t-Oervom»c1) durch Abwiegen fest.
** A m t l i cd e P e r f o n a l n a cl, r i ch t e n. Ter Großherzog bat dem Ol'erbri/Nräger Heiinich Dövler in Nidda das Allgemeine Elrrei^eicl^n mit der Inschrift „Z-ür langjäl/rige treue Dienste" verlielxn.
** Äus » ei chn »ng. Geftoeiter Esorg Köhler erhielt das Eiserrx' 9hnt % 2 Wa^te
" Diebstahl. Am 18. Da»ember 1B17 ist in hiesiger Stadt ein Mansardendieb ausgetreten, der aus einer
Mädchcmknmmer eines Hauses in der Nord'Anlage 30 Mk., eilt Paar schwarze Chevreaux-Damen-Selinüistiesel mik Lack^ lappen, Größe 36, einen *U langen Konercoat-Mantel, ein schlvarzeS Kleid, eiNen schwarzen S«ti»»-^ra^nro<k, einen lveißen Mfvrm-11ntarro«k, zwei weiße Beinkleider, mehrere Binsen, Unterröcke, Kleiderröcke, Schürzen, einen gelb und weißen Koller, ein MetUchund riucn rvetsp leinenen Bettbezug entwendet hat. Das gcswft.eue Eftll hat derD'.cb in zwei gclbe Kartons verpackt, die er auch dort gestohlen und aus deren einem die Presse „Elisabeth Beste bei Herrn Dietrch Aie^ ner in Äahe bei N^d--So^e>K>ors" staht. Scrchdienliche Mitteilungen ntmmt die hiesige Kriminalpvlirei entgegen.
** Ae i bn«chtsga bc der N n i ve r si t ä k. L. 11. Die Landein,ip er lT mi ai>S ÜXttK'Iat, die von DvMrbon der Uni-- versippt geKSk’t iwjeben sind, ru»i Druck.>-ft bcrfWitait lassen das als» „Weilm«>Mgnüi!l der an ihre Studenten im
himru^Men foN. Der HapierlttaH^eit hat sie durch l-»- sckieidenen Umfang $to4pmma -ervaa«, (48 6eiien). Den Inhalt lnlden mir AlufsLhe, die von Profeshnen der Universität eigenÄ für diesen Ztoeck geschrieben sind. Gedankenreiche Grüße des Rektors und bei' fünf Dekane machen den^Ahrfanin es folgen kleine Anssä^e: Nuch^.mftich 'o über das Lied Seid tum vereint znr guten Stunde (3S. König): Tche Ludovictana im Zfahre 1917 (M!. Schäm); Dve Stratagre des Wetatrio^ (G. Rvlofff; Geographie und Wett- Politik (W. Sievers); WitfonL (Ännchichungen in die inneren
birrÄVTTÄXrÄ«*
drs L-hrkvvprrz z-ur BrrfLguirg g-mllt wu>ckcn. ste EU
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Mt cntfuroiB* ai^flciwttet. Mri t M der im öecte ihd»t, Dat .'tniprur* baimu; bu.- ll.uDcrfitttt l«arx
ihr dcizai möglichst alle ^ n j^. n ’L fl l/ u ß { ?„ n -, r 7 ^ mache n. Käuflich ist das Heft m den Buchl-andlung N
W ‘ a **Von^i verein. Tas n«M ftmtt t H»*« am tag den 17. Tezember, abends 7 >,« Ü kn, särtt. Sieh. ckntatge i/ii Barleaung auf den sonst Lblichen Sonntag war für dieses cntsgeichlossen. Das Wasentl^ des Kon^-rts suw Vortrage aut der Orgel allein und zusammen mit Gesang un2 Flöte, ist der als Virtuos und eriolt7reick>cr Komponist zugleich v^tan . K Herr Sigfrid Karg Eiert aus Leipzig. -- Kmg ^ -‘J. ift Negers Tode als der originellste, auch an Austanoe ant^tcmnta deutsche Orgel- und Kirchen Komponist. So wurde er k. r, vor /iu. bruch des Krieges von der L*ndcmer Unwerfität zum ^.oktor ris causa ernannt. Ter größte Orgetmeister der Gegenwart -brot Straube schrieb 1917 über ilrn: „Was .Külieiheit der Griuumng, kontrapunktiscltcs Können. Tifteienziertleit dcn (Snpnnd.mg, Farbensinn und rlzythnrische Eimwart anlclangt, ist Karg-inert ohN c jeden Rivalen! In ilm lobt Geist des grogen sebaMan. ' In Berlin erregße Kavg»Elerts Orgelspiel (Bach und eigene -aertv im Dom ungewöhnliches Ivtercffe. lliürr seinm Zuhörern befanden fidj der damalige Reichs kahler und Mitglieder des kars erblichen Hanfes. Unmittelbar nach diesen Konzerten i'.'urde ihm me Tomorgmnftenschule (als Nackckolgm Pros. Irrgangs) angeboren — Unsere hiesigen musikaliscl-cn Kreise dürfen dem Konzert mu h»h»n: Spannung ent gegen sehen. Das Programm ist irngamem rcstaf datria. Selten gespielte Werfe von Bach, den .^barg-Elert dur-chaus subjektiv »mb modern auslc^t, und eigene Kompositionen, von denen besonders die „Grcrdlogrmg Ebnsti" zu er^>ähnen ist, getänzen zmn Dortray. Unterstützt wird der KönzeNgeber von Frau El je Sieael-Pseisser ans L^ch^ig, die sich wiederholt vn „Gc wmldhans" und im „Bachiverem" als allere r st e Kraft bewährte und von Herrn Carl B a x t u 5 a t (bem So1of lbtist.cn des Gewand- Kl^orches4crs), der zu den heroor-ra^endfteu Vertretern seines Faches
AOHMck.
** Labero. Am Sorrntag, Montag nrrd Dienstag ffildel im Großen Saal di's Hotels Fürsten ho s ein dreiläxftm^ Gaüspiel von Jose Labero. dem Mann mit dem iafafcn Sinn, statt. (Sieh? WJt-* zeige). Labcvo besittt von Fürstilichikeiten sowie von Behörde!' und M<dizinischen Kapazitäten viele AinerkennungssckureÜxm.
Landkreis Gietzen.
r. Deiters ha in, 15. Dez. Der Reservist und Schmred»e- meister Heinrich Stein von l^er wurde mit dem Eiiernen .Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet und gicicli^eiNg zum Umeeofsixier besörixnck.
Kreis Wetzlar
va. Wetzlar, 14. De). Mit bem Eisernen Kreuz erster Klasse wurtzen cuifomabmt MnShfecier Fritz Bernhardt ans Wcrdorf und L»cti»mU H. Richard, Sotm des Polizennspektors Bern^ hard R^hard.
O,:o a* ß a jr'ISJch vorrLzt
n*övaR Ir;!©
I LVH eSJS?! s ratic^i'
arrJÄch berfoi'zugl
nrr p: vom
Wirkung Erhältl. I,
An«tkekM
IkmtUcher TeU.
NsjhilHshkitzülütlschmig
Nr. I. 1070/10.17. K. R. L
zu der Bekanntmachung Nr. W. 1.5Z72/5. 17. K. H. A. vom l 3uli 1917, betreffen- veichlagnahme und Höchstpreise von Tierhaaren, deren Abgängen und Abfällen
sop.e Abfällen und Abgängen von worfelten, Haarfellen und pelzen.
Vom lö. Dezember W.
Tic nächstel-eride Bel'anntmacliiung wird ans Gimnd des Gesetzes Über io, \•/.•.!ngc•.nngsMltand vom 4. Juni 1851 in Verbindung nm - 'ich vom 11. Xevomber 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 813) — m Bcv ft und der Allerhöchsten Verordnung vom 31. Istlli
1914. Uc'. -rgang der vollziehenden Gewalt auf die Militär- behoc' betret end —, des c^esetzes. betreffend Höchstpreise, vom 4 An 0 1914 -Reichs-Gesetzbl S. 339) in der Fassung vorn n. SDejembei- 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 516), der Betanntinachun- gvt " t die Aenfterungen dieses Gesuches vorn 21. Jainiar 1915 (Rrsck' '-ft'fttzl'l. S. 25), vom 23. März 1916 (Reichs-Gesetzbl. ^ i : mt'o vom 22. März 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 253), ferner — aus Ersuchen des Kriegsministerimns — ans 5ft-imd der Bekannt- wack.l cO über die SichorftÄümig wn KriegslxLarf in der Fassung vom 26 April 1917 1 Reichs-Gesetzbl. S. 376) zur allgemeinen Kenntnis gebrockft mit dem Benverven, daß Zu wider lxmdlnn gen g<>» wäß den in der Anntarkung *) aligedruckten Bestimmungen bestraft Verden, sofern nicht nach Iben allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen cmgodevlht sind. Auch kann der Betrieb be$ Handels ge! verbes gemäß der BefaTrntmockmng zur Fern Altung unzuverlässiger Per- hrnen vom Ha^rdel vom 2ö. September 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 603) untersagt werden.
Artikel I.
ß 1 Ziffer 1 der Betannlmiachung Nr. W. 1.1772/5.17. K. R. A. ßHAt ftstgeTÜxm Wortlaut:
1. Tierdaare jeder Art. einscÄießlich fferischer Borsten, auch in MiftlMN»en m^rerekmrnder oder mit Mtdercn Spinnstoffen,
81: c fällt weg.
Artikel II.
Z 4 Alu atz 2 der Bekanntinack>nng Nr. W. I. 1772/5.17. K. R. A. erhält f»4Ge,^>en Wortlaut:
Grl-aubl bleibt rrdoch die Berüaßerllltg Lieferung mi solche Personen oder Firinen, welche sich länglich nrik von For-- Ntattttiereu (iffcht dem Aus sondern und Zurichter), Waschen und Trocknen der von biefer Bekanntmachung betroffenen
Gegenstärrde beschäftigen.
Artikel IN.
§ 5 Ab-atz 1 der Belknntmachung Nr. W. 1.1772/5.17. K. R. A.
fol-"nt«n Wortlaut:
Trotz der Beschlagnahine ist das Fermenticr^l (nicht das Wusfonbmt!mrd Zacrichten), Waschen und Trocknen der von
dieser BeSmurtmachung k'etro^enen Geye,rstände gestattet.
Artikel IV.
Diese Betamntmachung tritt am 15. D^ftnbor 1917 in Kraft.
Frankfurt a. M., derc 15 Dezember 1917.
SteUv. Gkmrnlkommanvo des 18. Armeekorps.
*} GeDngnis bis zu emem Jahr und mit Geldstrafe bis til ßvhuLausenb Mark oder mit eirrer dieser Strafen wird Mfrnft:
1. wer die festgesetzten Höchstpreise überschreitet:
2. wer einen arideren »um Abschluß eines BenrayeS ««storbert, durch den die Höchstpreise üoerschrüterr werderr. oder sich zu einem solchen Vertrage erbietet:
3. tvcr einen Gegenstand, der von einer Aufforderung (SA 8. 3 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise) betroffen ist, Dcifrite*» schafft, beschädigt oder zorstön:
4. Nx-r der Aufforderung der zuständigen Behörde zum Ber- tauf von Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzr sind, nicht nack>komnlt:
6. wer Vorräte an Gegenstärrden, fstr die Höchstverift festgesetzt sind, dem zuständimm d!l<'«mlen gearnüder vech^rmlicht:
6. wer den nach 8 5 des «tzeletzes, betressend Höchstpreise, erlassenen Ausfüchrungsbeftunmungen zmviderlmndclt.
Bei vorsätzlicl>en Zuwiderhandlungen gegen Nummer 1 oder 2 ist die Geldstrafe mindestens auf das Doppelte des Betrages zu bemessen. nm den der Höchstpreis überschritten worden ist oder in den Fällen der Nummer 2 überschritten werden sollte: übersteigt der Mindestbetrag zehntausend Mark, so ist auf ihn zu erkennen.
e m Falle mildernder Umstände kann die Geldstrafe bis aus die älfte des Mindestbetrages ermäßigt werden.
In den FäUen der Nummar 1 und 2 kann neben der Strafe angaordnel werden, daß die Verurteilung aus Kosten des Schuldigen öfserttlich bekamtrzumachen ist: auch kann neben Gesangnis- stvafe auf Verlust der bürgerlickien Ehrenrecl-te erkannt werden.
Neben der Strafe kann auf Einziel/ung der Gegenstände, auf die sich die staafbave Handlung bezieht, erkannt werden, ohne Unterschied, ob sie dem Tater gehören oder rücht.
Mil Gefängnis bis zn einem Jahr oder mit Geldstraft bis zu zehntausend Morl wird bcftnxft:
1 .;
2. wer unbefugt einen beschlagnahntten Gegenstand beiseite. schafft, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kauft, oder ein anderes Vercmßerungs- oder Erwerbsgeschäft über ihn abschließt:
3. wer der Verpflichtung, die beschlagnahmten Gegenstände zu verwahret, und pfleglich zu behandeln, zuwiderhondelt:
4. wer den erlassenen Ausführungsbestimmungen zttwiderhandelt.
Betr.: N«lMrgsb,ckirn-ntmachnma zu der Bekannttnackmna Nr W I 1772/5. 17. K R A. vorn 1. Juli 1917. be-' treffend BeickLagttahme und Höchstpreise non Tier haaren, deren Abgämga, und Abfüllen smoic AbsäUen mib Abgängen von Wollfetten, Haarfetten mrd Pelzen.
An den Oberbürgermeister zu Gießen. Großh. Pollzelnmt Gießen und die Großh Bürgermeistereien der Landgemeinden deck Kreises.
Jrrdem wir auf vorstehende Bekmmtmachnng des ftettvertreten- den Generalkommandos von heute ventxcksen. beauftragen wir Sie, von dem Inhalt derselbe:! den Interessenten alsbald Kenntnis zn ge beit und die Bekatmtmachtlltg in Anttszimntpr zitr
etwaigen Einsicht offen zu legett.
Gießen, den 15. Dezember 1917.
Großherzoglupes strelsamt Gießen.
£>r. Usingcr.
Nr. Bst. (L) 169/11. 17. K>. R. A.
Es werden beschlagn-ahmt:
1. sämtliche für Arbeiter und Arbefferinna: bestinrmtr oder g^ eignete Schuhe und zwar a) Bollederschuhe (sogen. Grudm- schuhe): d) Lcderschuhc mit Holzsohlen nsta c) sogenannte Er satzsclmhe, letztere bestehend aus 5)v!zsohle und Oberschuh, her gestellt teils aus Leder, teils aus Ersatzstoffen, soweit sie sich im, Gewahrsam von Personen, Gesettscktaften, Genossenschaften befinden, die mir dem Vcwkaus von Schuhioaren befaßt sind mrd im Bezirks des 18. Armeekorps ihren Wohnsitz oder chrr gesc!>äsllicht Niederlaffung herben.
2. dft zu 11 genau,neu Sackwn^ die sich im Gewahrsam von NüsturtgÄbcteieben lx'ftndeu. die im Bezirk der Kriegsamtsstettt Frankfurt (Main) und der Kriegsamtnebenstelle Siegen belegen und von diesen als Rüstungsbetriehe im Sinne der Zw lagenernälnung anerkannt sind.
Vorräte der genannten Art, die in fremden Speichern, Lagerräumen und anderen Aufbewahrungsräumen lagern, gellen, falls der VerftigungSberechiigte seine Vorräte iftcht unter eigenem Verschluß hält, bei den Inhabern der betr. AufbewahrtmgSraume als besäuagnahmt.
H.
Tie beschlagnahmten Vorräte verbleiben in den Lagerräumen und sind tunlichst besonders aufziubenwhren. Es ist ein'Lagerbuch emzurichten, aus welchem jede Aendenmg der Vorratsmen gen und Kre VerweWung ersichtlich sein muß. Militär-- und Polizei- behördeti tst die Prüfung des Lagers und des Lagervuches jcderzei zu gestatten.
III.
Tie beschlagnahmten Vorräte sind unverzüglich zahlenmäßig ftatrennr nach Vollcderschuh-n, Lederschuhen mit Holzsohlen und Erfa tz-Arberts^Schulieti der Kriegsamtstelle Fraickfurt (Main) an
zumelden.
IV.
Tie 'Abgabe der beschlagnahmten — auch der in Gewabrsani der zu Ztfftr 12 genannten Mstnngshetriebe befindliclxni — Vor rate darf m Abänderung der bisher geltenden Bestimmungen nur eNvlgcu gegen besoudele. mm der.Krß'gsamrstelle Frankfurt"(Main' vcvausgabte und mit deren Stempel versel-ene Ausweise, deren Vor druck ordnungsmäßig ausgeftlllt ist. Tie Austvccse tragen ver schiedene Farben und Bezeichnungen:
gelb ftlr Vollerer schuhe. Buchstaben A
blau für Lederschnhe mit Holzsohle. Buchstaben tt rosa ftlr Ersatz-Arbeit^Schuhe. Buchstaben C ^ic gegen Sckmhe ausgetauschten Austveise sind sorgfälffg auf Mbcwalwen und der Kriegsamtsstelle zum 1. jedes Monats ein. zujenden.
V.
Tieft Verfügung tritt mit Tftiffnn des 15. 12. 17 m JTraft.
VI
^ einem Jahre wird bestraft, wnm die bestehenden 0>e,etze kn«- höhere Freilieitesttase bestimmen, we^ ^stehende Verordnung übertintt oder zu solcher Uebertretimg aus fordert oder anrerzt. Bei Vorltagen ntilbeniber Umstände kann auf vaft oder Geldstrafe b,s zu 1500 Mark erkaimt wecheru
Frankfurt a.M., den 14. Dezember 1917. ^
Ter stetto. Kommandierende General:
^ i e d e l, Generalletttnant.
betr. vcschl»-«<chme und Veftandanmeldung von Arbeiterschuhzeug.
«uf Grund des § 9 b tr§ Gesetzes üibyr den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 (G.-S. S. 451 ff.) in BerlLndmrg mit dem Gesetze vom 11. Tezember 1915 (R. G. Bl. S 813) betr Abänderung des Belagerun.tsAustaudqesetzes wud hiermit oach- stellende Berordinmg zur Kemrtnis gebrackrt:
Betr.: Beickllagtmhme und Bestandsmelbmra xxni
schuhzeug. / ™
*n ^-n 06frbür«rrnuifttr zu sichrn. Krohh. Poli-.c G«-»rn mW ötc föroftf». Biirgrrnxistcrrkn txr Lond«n d<Al des Kreises.
s^, 2l lbeTT1 f J tnr «Ü vorstehende Bekannt,naching deS stcttvertr den Genr rat ko mm a n dos von heute iv.^iin,. beauftragen
l L C T nt ' , ^ cn ^ Interessenten alslmld üV'tntui geten ,md die Bekanntmachung :n Ihrem AmtSziuimer 'n wargen Ernstcht offen zu legen.
Gießen, den 15. Dezember 1917.
Awtzyerzomimc^ Gießen,
vr. Usinger.


