Vessen-Nllssau.
= Frankfurt a. M., 4. Dez. Der Privatdozem für mdo- «rmaiüsche Sprachwissenschaft in GSttingen Dr. Phil. H. L o m m e l hat den Ruf als Extra-Ordinarius <m die Universität Frankfurt
angenommen.
mr. Frankfurt a. M , 4. Dez. Die Kriminalpolizei nahm eme loropsige L-chivilüSerbrrndc fest-, die sich auf per Post Pakete anshairdigeu liech, die an Frankfurter Geschäftsleute adressiert waren imö mm mit großem Nutzen weiterverLruft wurden. Der HanplsÜM-U-ige ist ein Kaufmann Ludwig Rhnmdler.
--- Marburg, 4. Dez,. Eine bedeutsame Au^rrabung hat Professor Tr. Georg Wolfs, Frauksurt a.M., in der Umgebung der Frauenberg-Höfe Ml der Lahn gemacht.. Es taMr fidj um eine 'außerordentlich große Wdhnstättc der jüngeren Strin-eit mit Psostenlöd-ern und Drandgräbern. Tie „Wohngrnbe" ist 17 Meter laug und 13 Meter breit und tvar nach den in ihr aufgefundenen Lclkerben von Menschen der stichbandkeramischen Kültur bewohnt Aut Ende der großen Grube wurde noch eine klcuvere aufgedeckt^ die von Bewohnern der Linnearbandkeramiker besiedelt war.
X Schlüchtern, 3. Tcz. Iw ßseffgen .Kgl. Seminar iand eine stimmungsvolle Gebachtnisfeiier für die aus dem Felde der El)re gefallenen Seminaristen und Präparanden statt. 23 Jünglinge. die als Zöglinge der hiesigen Lehrerbildungsanstalten in den Krieg gezogen sind, haben den Tod fürs Vaterland gesunden. — Dem Müller Adam Stoppel in Elm ist wegen Mehrannahine von Frucht über die durch MalFscheine zugetass-ene Menge aus drei Monate die Mühle geschlossen worden. Aus demselben Grunde wurde drei Landwirten in Elm die Selbstversorgung entzogen.
Briefkasten der Redaktion.
tvuouyme «ufragen bleibe» unberuckstchttgL.» -
h. Bo lii. II. Es tommt hierbei Wohl in erst-er Lüne me Kriegs- n-ochetthilse in Betracht, die aller: nrinderbemittelten Wücch'-erinn'en, deren Elb'marm Kriegsteilnehnl-er ist. gewährt wird. Auch dic/migen Wöchnlwinnen, die nicht Kriegcrftanen sind, haben Anspruch ans die Krieg swoft^chllft, wenn sie gegen. .Krankheit verstört srnd
Einliorusung zum Militär angehürt hat. Ist dr- Ehefrau selbst ge en Krai klieü versichert, so ist: der Antrag ans Kriegstvocheulfttsc bei
der KranPer:lasse der Wöäiuerm m ffce.fot. Sofern roe:cr der Ebenem vor seiner Ernl^rrrftmg Mitglied eurer Kranl^rlasse war auch die Ehefrau nift-t gogen Krankheit versichert ist, kommt für der! Antrag auf Kriegswoft^rhÄfe der Lieserrrngsverband in Frage Neben der KrregÄvochenlMe tzo-mint e'o. die Kriegs kruder spende der Frau Kvonprinzessrn in BcttE, die bedürftigen Frauen von .KriogsteLrehmerrr, welch- wähoe.rd des Kriege-, einem Kftrdc das Leben raben, geivährt wird. Gesuch sind mit der Bezerchnuna .Lriegsrinderspende^' an die Prrvattanzlei ocr Frau Krorrprin-, zessin Potsdam, Neuer Garten, zu richten, von wo aus die Be- ardeitung der Eingaben erfolgt.
Meteorologische Verachtungen der Sfafion Eletzen.
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höchste Temperatur am 2. bis 5 . Dezbr. 1917 ---ft 3,4* 6. Niedrigste „ . . „ 1917 ---ft 1,2*6.
Niederschlag 3,7 0 mm.
verlascht«».
* Berlin, 3. Dez. (WTB.) Die juristische Fakultät der Universität H e i de lbe r g jat bein Verleger des „Bert. Tagebl" Rudolf Mosse verliehen.
die Würde eines Ehrendoktors
* Gesundheit in de rarsten .Hälfte des Novem-- b e r. Tie Gesundheits-Verhältnisse haben sich in der Woche vom 4. bis zum 10. November in den meisten deutschen Städten gegen die Vorwoche etwas verschlechtert, indem die Sterblichkeit fast überall ein wenig gestiegen ist. Nun in einzelnen Städten ist sie etwas gefallen. Die Ergebnisse waren auch in der Vorwoche besonders günstig. Auf 1000 Einwohner und aufs I-ahr berechnet' starben von den Städten mit ntindestens 75 000 Einwohnern ohne Ortsfremde vom 4. bis 11. sttovember in Aachen 13,6, Altona 14,7, Augsburg 17,2, Berlin 10,0, Berlm-Lichtenberg 10,8, Berlin- Schöneberg 11,4, Berlin-Steglitz 4,8, Berlin-Wilmersdorf 10,3, Beutlern 14,8, Bochum 10,2, Brannschweig 15.8, Bremen 14,2, Breslau 14,8, Eassel 10,1, Charlotten bürg 11,1, Chemnitz 14,3, Cöln 13,7, Creselo 14,9, Darm ft ad r 13,6, Dortmund 10,3, Dresden 14.2, Duisburg 12,9, Düsseldorf 7,3, Elberfeld 12,5, Erfurt
12.6, Essen 11,0, Gelsenkirchen 8,8, Hagen 13,4, Halle 12,7, Hamborn 10,8, Hamburg 12,7, Hannover 12,8, Karlsruhe 14,0, Kiel
10.2. Königsberg 10,4, Königshütte 10,8, Leipzig 14,0, Linden
14.6. Ludwigshaftn 11.4, Mainz 16,4, Metz 14,4, Mühlhausen 13,9, Mülheim 19,2, Münch-eit 14,3, Münster 13ch, Neukölln 6,6, Nürn berg 11,1. Plauen 9,7, Posen 15,0, Remsci^eid 8,4, Saarbrücken
12.3. Spandau 12,0, Stettin 12,3, ^ttaßburg 12,1, Stuttgart
10.3. Mit den Fronden betrug sie ferner in Barmen 10,0, Bielefeld 17,0. Danzig 13,1, Frankfurt a.M. 9,6, Lübeck 11,6, Würzburg 21,6.
Letzte Nachrichten.
(WTB.) GrotzrS Hauptquartier, 4. Dezember.
(Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
H e e r e S g r « p p e K r o n p r i n z R u p p r e ch t.
An der slandristb^n Fro ! steigerte sich das Feuer vom Mittag an zwischen Poelkapelle und GheluvAt zu großer Heftigkeit. Fit mehreren Wellen griff englische Infanterie nördlich von Gheluvelt an. Durch Feuer und im Gegenstoß wurde sie atzgewie'en.
In den nördlichen Abschnitten des Kampffeldes von Cambrai war die Artilienelätioftir zwi'cften Fnchy und Bourlou rorübergehend leihrft. Klein re Vorfeld sümpft verliefen erfolgreich.
Zn den südlichen Abschnitten dauerten tagsüber pvi- fthcn Marcoing und der von Peronne auf Eamorar führen den Straße örtliche sehr h ftige Kämpfe an. Unermüdlich im Draufae^tt mit Handgramiten und Bajonett entrissen unsere Truppen den: Engländer zähe r^teid g e Gr benstücke. Bergebäch versuchte der Feind, sie wieder zu nehmen.
Badische Truppen erstürmten das Dorf La-Vacguerie imd behaupteten es g, g n meh fache englische Gegenangriffe. Wir mückften mehr als fünfhundert Geftrngene.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An der A i 1 e t t t u.id zu beiden Seiten d er Maas bei reger Ertunduugstütigkeit zeitwnlig auflebendes Feuer.
O e ft l i ch e r Kriegsschauplatz
Die Waffenftillstands-Perbandlungen ffir die russisch- Front baben begonnen.
Mazedonische Front.
Nichts Besonderes.
Italienische Front.
Bei guter Sicht war die Artillerietätigkeit in einzelnen Abschnitten lebhafter als an den Vortagen.
Der Erste Generalguartrermeister Ludendorff. ^
•
Des Kaisers Dank an die Kämpfer bei Cambrai.
Berlin, 3. Dez. AmtlÄu Seine Mchestät der Kaiser swndte an den OberbesMshaber der bei Cambrai kantAMdotz Tnippen folgende Trahkmtg:
An Seine Königlich? -Hoheit den Kroirprrnzen sttupprccht von Bayern. Generalftldnmrschall v. Hnrdenb^rg hat mir über dem großen taktisäxn Erß>lg der Armee des Generals der Kavall-rrw, von der Marwitz, gegen die Engländer am 30. Nooember Bortrag gcl/olten. Allen Führern, die dürft- ihre tcuCrriTUgcn nnd öuom*, badjlnt Anordnungen die Grundlagen sür dre ersolgrcnye jluxo^ führnng des Angriffes schlsen. und allen Truppen, dre thron! frischen Angriffsgeist aufs neue bemie-en, spreche rch merne besondere Anerkennung sowie meinen und des Vaterlandes Tank aus.
Wilhelm I. R.
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin. 3. Tez. Amtlich. Durch unsere U-Boote wurden im Aermel- und Bristokkanas wiederirm drei Dampfer und zwei regier vernichtet. Unter den oerseiftien Schissen befanden sich die englischen Segler Robert Brown und Minnie Coals, letzterer mit 190 Tonnen! Pech von Manftiiester nach St. Malo. Die Dampfer waren alle
beladen. . y m .
Ter Chef des AdmirMabes der Marme.
Neues aus Rußland.
London, 3. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. „Daily News" meldet aus Petersburg, daß die alte vorläufige Regierung, ^von der man m der letzten Zeit nichts mehr gehört hat, plötzlich wreder mit einem Manifest Mt die Bevölkerung öerangetreten ist, m dem sie erklärt, sie sei die einzige gesetzäche Autorität in Rußland und die Anordnungen der Bolichewcki brauchteit nrcht befolgt zu trerden. Tie einzige Rettung wäre die möglichst baldrge lutw. nifung der gesetzgebenden Verfammlung. Außerdem wurde em Dekret veröffentlicht, in dem die gesetzgebende Versammlung fw: den 11. Dezember nach dem Taurischen Palast ernberusen wird«:
Die Hilft für Italien.
Haag, 3. Dez. Der Pariser Berichterstatter der „Tim e s" schreibt' Der erste Kriegsrat mag beschließen was er will, es i\t ausgeschlossen, Italien die gewünschte Truppen-, macht zu schicken, da es an dem nötigen TrMtsportmaterm»
Starker Pessimismus Wilsons?
i Köln, 4. Dez. Tie „Köln. Bolksztg." meldet aus Genf- Petit Parisien" meldet, das Waslüngtoner Kabinett betracht« die durch den Waffenstillstand ^ffft)a,fene Situation als äußerst schwierig, wenn nicht als verzweifelt, io eil ein Terl derübri^ gen kriegführenden Mächte der Lockung cttier t>tx* fr übten'Friedenskonferenz unterliegen könnte. Sodann bestehe die Gefahr einer deutschen Durchdrinq au na Rußlands. Schließlich befürchte Wilson die "lgitatw« der Arbeiter Amerikas und Englands. Bon der Pariser Konferenz. länge ed ab, ob sie trotz dieser AnzeiftZm den russischen Abscll- wettmächeit könne.
Ern Protest Chi uns. ^
i. Köln, 4. Dez. Tie „Köln. Volkszeitg." meldet aus Genf 3 Der „Temps" bringt eine Erklärung des ftimesischeii Bov-^ schafter» in Rom, wonach China gegen den Vertragt zwischen Amerika und Zapan protestieren müsse. Beide Nc.äftfte dürften ihre Stellung niclü^ zrim Mischrauch cmec Pvlilik benutzerc. wftche die betrüblich!tan Folgen hätte. f
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