Nt. 249 Zweites Blatt
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. G
»eilagen: „Gichener 5am!liendl811er" und fV KreisbIatt für den Kreis Sähen".
postscheckksnlo: «irankfurt am Main Nr. U686. Vankvertehr: ^ewerbebank Giehen.
M. Jahrgang
leßetter Anze
General-Anzerger für Gberhessen
Dienstag. 21 , Oktober 917
3rDtCling§rtinöjnia und Verlag- Brü ht'scheUniversiiäls-Bnch-n.Strindrnckerei.
R. Lange, Gießen.
Zchriftleitung. Geschäftsstelle und Druckerei:
Schulstraße?. Geschäflsstelle u. Verlag: ^ESt, Schriftleitun^ 112.
Anschrift für Dr.i ht rachrrchten: AnzeigerGie en.
hauplversammlmig des hesfischen Landergewerbevereinr.
^^ ^***' 22 ‘ ^ Ö5*eftexu tmchnnttag fattb in ber Ma öer LanL^slxruFewerksclMle die Hanptversanun- lrmg des Landes<MierbQvereirrs statt. Das Ministerimn des Innern, die Hawdlverkskam'mer, die Zenttal-Genoffenscha ft und die Sterbekafse des Landesgewerbevereins hatten Vertreter entsandt. Ans dem Bericht des Vorsitzenden der Ow^. Zentralstelle für die Gewerbe., Geh. Regierungsrat Noack, ist zin entnehnren, daß der ücmdesgewerboverein zurJert 8200 Mitglieder in 123 Vereinen zählt (abzüglich der rm peeresdreirst stehendem Eine rege 'Vorttags- täügfett mürbe entfaltet, in der Ztzriegsfragen (Kriegs-, BesÄsdeirer, Warenunrsatzsdeinpel, KrieFsbeschüdigtenfürsorqe Mi.) erörtert wurden. Die^Rohstoffversorqnng (Leim, Hotz-) führte zur Bildung van Fachverbänden. Gießen und Worms, richteten Handwerker-Beratungsstellen ein. In Gießen wurden INgendkurse abgehalten, in fast allen größeren Unterrichtsanstalten Kurse für .Kriegsbeschädigte. Die Arbeiten der Zentralstelle haben sich! wesentlich vermehrt. Kurse für Heimarbeiterinnen wurden voranstaltet. Auch die Kunstgewerbeschulen wurden von Schülmünnen fleißig besucht; an Bangewerkschulen und an einer Ma- schinenbanschule würde Unterricht im technischen Zeichnen für Mädchen erteilt. Das Bersicherungsiveseri lvurde aus- gebcntt, das Gewerbeblatt fand eine Vermehrung seines Inhalts, dock) mußte die Beilage „.Heimatliche Bauweise" ausgesetzt werden. Das Gewerbemuseum mußte ganz, die Bibliothek teilweise geschlossen werden. Die Unterrichts- anstalten konnten trotz des Mangels au Lehrern größteir- teils fortgeftchrt werden. Eine Ausstellnug von Plänen für Klernwohnurrgsbau fand statt. Mit den: Hinweis auf die Bedeutung des Gerverbestandes im Kriege und mit dem Appell, die Erfüllung der dein Staate zufallenden Aufgaben als eine vaterländische Ehrenpflicht für die Heimatkämpser zu bettachten, schloß der Vorttagende seine Ausführungen.
In der Besprechung des Tätigkeitsberichts wurde die Beteiligung des Handwerks an der Herstellung der Holz-- schuhe zur Sprache gebracht. Das schlechte Pfändungs- recht der Gewerbetreibenden rief Beschwerden hervor. Die Regierung soll ersucht loerden, beim Bundesrat für den Handwerker den gleichen Rechtsschutz zu bearr- tragen wie für den Arbeiter und den Beamten, ^ denen auch nicht ihr ganzer Arbeitsverdienst
K ündet werden könne. — Ans dem Dätigreitsbericht von f. Dr. Sonne war zu entnehmen, daß die chemisch»- rechnische Prüfungsftcttion nu Berichtsjahre 2250 Prüfungen ooruahm (im Vorjahre 2700). Eine lebhafte Aussprache fartb über die Bilduirg von Fachgruppen in den Gewerbe- vevernen und über die Rohstoffversorgung des Handwerks statt. Gewerbeschulrat Meyer berichtet über das Uuter- richtswesen, das cnlch die steigenden Schwierigkeiten des dritten Ariegsjahres zu überwirrden vermocht habe. In der f^rage Tages- oder Abendschule waren die Meinungen von ^tadt und Land geteilt. Der Borsitzeride empfahl eifrige Bereinstätigkeit für den Winter. Bon verschiedenen Seiten wurde die besonders in den größeren Orten bestehende Gleichgültigkeit gegen die Gewerbevereinssache beklagt; diese rührt, wie der Vertreter der Handwerkskammer betoitt, davon her, daß der Unterschied zwischen den Aufgabenkreisen der Innungen und G^oerbevereine verkannt werde. Der Vorsitzende betonte, daß die Gewerbevereins fache nicht immer nur vom NützlichLeitsstandpunkt bettachtet werde, sie müsse vielmehr eine Ehrensache für das Gewerbe sein. Nachdem noch Reutlinger-Offenbach der Zentralstelle und ihrein Vorsitzenden den wärmsten Dank für ihre aufopferungsvolle Tätigkeit ausgesprochen hatte, wurde die sehr anregend verlaufene Versammlung geschlossen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 23. Oktober 1917.
Sammelt Brerinesielr, und Bucheckern.
Diele Brenn effeln sieben draußen noch uu- geerntet. Um möglichst alles nutzbar zu machen, hat die Kriegsvohstofsabteillrng so große Vorteile bewilligt,, daß das Sammeln der Nesseln selbst für Erwachsene eine lohnende Beschäftigung darstellt: Bei Ablieferung von mindestens 10 Kilo trockener und entblätterter Nesselstengel wird von. jetzt ab das Doppelte gezahlt, also 28 Pf. für das Kilo; außerdem werden jetzt auch kürzere Stengel, bis zu. 60 Zentimeter Länge, abgenommen. Bis in den Winter lsinein kann noch geerntet werden. Auch für Bucheckern wttd den Sammlern ein sehr günstiges neues Angebot gemacht. Der Kriegsausschuß für Oele nnd Fette in Berlin gibt von jetzt ab für je 10 Kilo waldfrische Buch- eckern 1 Kllo Speiseöl zu 5 Mk. ab und liefert dasselbe direkt an die Sammler gegen Einsendung der von den Sammelsdellen einzusendenden Quittungen über die ab- gelieferte Menge. Die wenigen Gegenden, die sich Heuer eines Erttages <m Bucheckern erfreuen, luertven hoffentlich diesen Vorzug gut auszunutzen wissen.
*
** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat am Lö. August dem Kreisstraßemoärter Friedrich R 0 ßbachII zu Wimpfen aus Anlaß' ferner Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen Nl.it der Inschrift „Für tteue Arbeit"- verliehen und zum 21. Oktober dem Vorsljcher des städttschen Lcih- cnnts zu Darmstadt, Rendanten Wilhelm Paul, den Charakter als Rvchnungsrat erteilt.
** Auszeichnung. Ter Kanonier Willi Führer von hier wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. .Klasse ausgezeichnet.
** Beförderung. Heinrich Weimer, Sohn des Eyen- dahnbollunternehmers Weimer von hier, wurde anr 16. d. M. zunr Leutnant der Reserve befördert.
** Stadtthea ter. Aus die heutige Wiederholung von E. ddosenvws köstlicher Komödie „Kater Lamp e'' sei ganz besimders hingewieseu. Die Erftausiühruug des Werkes am vergangenen Freitag hat allgemeinen Anklang gefunden.
** Weihnachtsspende 1917. Wir verweisen aus den Aufruf in heutiger Nummer, die Wechnachtsspcnde für Soldaten i n der (Front und Bvrwundete in den Lazaretten betreffend
^Höchstpreise für Nährmittel. Eine Berord- lrung des Staatssekretärs des Kriegsernährungsamts scht aus Grund des Höchstpreisoesetzes neue Höchstpreise für Grreß^ Gerstengraupen (Rollgerste) und Gerstengrütze fest. Dre Verordnung bestünmt Höchstpreise für den Großhandel und solche für den Kleinhairdel. Dabei sieht sie als Groß- handel jeden Verkauf an Kleizchändler an und bezeichnet als Klernhandel den Verkauf unmittelbar an den Verbraucher Als Verbraucher in diesem Sürne gelter auch lLnb ^chautwirtschaften und andere Speisungsunter- nehmungeir, als Händler aucl) die bundesstaatlichen Ge- Ichaftsstellen, Kommunal verbände, Gerneinden und alle Prrvatwirtschastlichen Betriebe, insbesondere auch die der Rustungsirrdusttie. Die neuen Kleinhandelspreise sind bei Grreß aus 32 Pf. für das Pfund, bei Gerstengraupen und Gerstengrütze auf 36 Pf. für das Pfund festgesetzt. Beim Vertanse kleinerer Mengerc Wunen Bruchteile eines Pferrnigs auf einen ganzen Pfennig aufgerundet iverderr. Die Groß- haudelsprerse bettagen bei Grieß 54 Mk., bei Gersten- graupen und Gerstengrütze 61 Mk. für den Doppelzentner. Me Liefernirg hat zu diesen Preisen frachtfrei Statton (Bahn oder Schiff) des Empfängers zu erfolgen. Die Her- stellerpveise für Grieß und Graupen sind durch die Lieferungsbedingungen der Reichs getteidestelle geregelt. Durch die Vorschriften der Reichsgetteideordmrng steht ihre Ein- halttrng jetzt ebenfalls unter sttaftechtlichem Schlich. Die Berbraucherpreise bringen eine kleine Erhöhung der seither bestehenden Kleinvertaufspreise. Die Erhöhung ist verursacht teils durch die höheren Glestehuuaskostenr des auf Grieß und Graupen verarbeiteten Getterdes, namentlich aber durch Erweiterung der seitherigen Preisspanne für den Groß- und für den Klernhandel, dre als unzulänglich anerkannt werden inußte.
** S ^ ^ ft P c e i f e für G e nr ü s e. Die hessische Law desgemaiejtelle Hut, wie sie Mitteilen läßt, wiederholt die Beobachtung gemacht, daß bewirtschaftetes Gemüse, vor allein Weißkohl, unter llm-gehung der Höchstpreise, unter der Hand in größeren Mengen tn Hessen ausgekauft wird.
wird immer noch rächt streng genug auf die gesetzlichen Besttrumungeu geachtet und insbesondere bei Preisüber- schreitungeu ein Auge zugedrückt Bei der gerirrgeri Ernte, die vor allen Dingen für Weißttauk leider vorliegt, find alle Gemüsestelten angewiesen, jede verfügbare Menge zw nächst denr .He'eresbedarf zuzuführen. Derngegenilber haben alle anderen Wünsche, auch der Städte und der Rüstungs- industtie, vorerst zurückzutteten. Insbesondere rnriß aber jedeni urtlaukeren Handel urrd jeder Preisi'iberschreittmg entgegengetreteil werden. Es ist zweckmäßig, daß Erzerrger, Händler und Verbraucher hierauf aufmerksani gemacht werden, däniit sie vor erheblichen lluannehmlichkeiten bewährt bleiben. Die Bürgernleistereieu sind im Interesse der Allgemeinheit verpftrchtet, mit aller Strenge vorzugehen rmd sofort der Larrdesgernüsestelle Rteldung zu erstatterr.
** Amtlicher W ä s ch e e i n k a u f. Die. Knappheit an Wäschestofferr veranlaßt die Reichsbekteidungsstelle, zur Deckruig des dringenden Bedarfs der bürgerlicher! Bevölkerung die Bett-, Haus- und Tischwäsche, die in Gastwirtschafts- und ähnlick-eu Betrieberr, sowie Wäscheverleihgeschäften beschlaguahnrt ist, aufzukaufen. Eine zwangsweise Enteigrrurrg der beschlagnahntten Bestände ist vorläufig rächt in Anssicht genrornnren. Weil die in den Betrieben lagernde Wäsche aver für die Zwecke der Volkswohlfahrt dringend rrotweudig ist, sollen diese Stücke an Bett-, Haus- und Tischwäsche im ■ fteihäudigen Aufkauf zu angemessenen Preisen der Allgemeinheit rrutzbar geinacht tver- den. Angebote sind zu richten: An den amtlichen Einkäufer kür Wäsche Herrn Wvlfgang Müller, Berlin NW 7, Unter den Linden 40/41, von dem auch, die näheren Bedingungen zu erfahren sind.
Landkreis Gießen.
** Annerod 22. Okt. Dein Gefreiten Gerb. Koch wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Tie Tapserkeitsmedaille ist bereits in seinem Besitz.
z. Geilshausen, 22. Okt. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielten Musketier Heinrich M a r g 0 l f und die Brüder Arällerist Johannes Müller und Musääer Ludwig Müller. — Die Kriegsanl ei he z-ei cb nuug in unserer einklassigen Schule ergab 3028 Mark.
** Grüningen, 22. Okt. In einer der letzten Nächte wurde hier bei dern Larrdwirt Hch K. Zeiß eingedrochen. Wie man am nächsten Morgen sah, hatten die Diebe das Fenster eingeschlagen und waren in die Wohnung eingedrungen. Bei der Plünd-crung eines Zimmers ftelen den Dieben annähernd 1000 Mark in die Hände. Bei einem erneuten Einbruch in demselben Gehöft schlachteten sie 3 Gänse, konnten aber in der Eile nur 2 milnehmen Diesmal wurden die Spitzbuben beobachtet, verfolgt und vor der Stadt Gießen aufgegriffen.
** H arbachi, 23. Okt. Dem Kanonier Ludwig Braun wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
** Holzheim (Oberhessen), 22. Okt. Musketier Jung wurde nät der Hessischen Tapferkeftsmedaille ausgezeichnet.
** RüddingAhausen, 21. OÄ. Gefreiter Johannes Sche pp in einer MaschinengeWehr-^Kompagme erlftelt zum Eisernen KvQcz 2. Klasse und der Hessischen Täpßwkcitsincdaille das Kriegsverdiensckreuz und das Eiserne Kreuz 1. Klasse.
# U t p he, 22. Okt. Das Eiserne Koeulz^ erhielten die Muske- äere Richard Sack, Richord Tag, WWckm Nleunobel und, Karl Freitag.
Kreis Büdingen.
44 Büdingen, 22. Okt. Das Eiserne Kreuz tthvckt der Unterofsizier Keferstein.
# Echzell, 22. Okt. Das Eiserne .Kreuz und die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Webrmami Wilhelm Lauer.
ch Nidda, 22. Okt. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhickt der Offizier-Stellvertreter Gu i l l a u m e.
ch Schwickartshausen, 22. Okt. Einer Anregung des 'hiesigen Pfarrers Naumairn folgend, faumrelttn die Kousirmarrdens im Kirchspiele ca. 10 Zentner Tafelobst und übersandten es einem Darmstädter Lazarett. ^, ,
4 Ortenberg, 22. Okt. Gestern feierte cm dch,tbesetzten und festlich gesäimückten Gottes'haus unsere Gemeinde das Ernto- danfest (drne Kollekte für die Epilepäsch,? Anstalt ergab 70 Rdark, eine Sanrmliung von friU-e-n! Obst, für die Soldaten hatte etn fthr reriri'^ Ergebnis — Heute umrde der älteste Römni unserer Gemeinde, der Säineidcrnreiüer Friedrich Bauer II.. zu Grabe gebracht. Er ivar säst 36 Jähre alt gmwrd^r, .MAylred der.Kirchew- genieindevettretung und Mjitbegrimder der hiesigen Boriä-Mkasie gewesen — Raachdenr die >M'sicp' DhakomssenjAtton sert KrregA- begftm verwaist: gewesen ist, ist sie seft einigen Tagen m
Fre.'ide der Gemeinde NTieder besetzt. Schwefle Berta Schneide? wurde vom Elisa bethensäst hierherberufen.
ch Unter-Schmitten, 22. Okt. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapserkeitsmedaille, er'hielt der Sergeant Jakob Loos.
Kreis Frledberg.
ch Friedberg, 22. Okt. Das Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit bei der freiw. Feuerwehr erhielten der Konimandant, Zwimermeitler Johannes Füller, der Buchbindermeister Emil Schjneider und der Schaffner Otto Harnisch.
. —•— B u tz bach, 21. Okt. (Gemeinderatssitzung vom 19. Okt.) Aus die Beschwerde der organisietten Arbefterscliaft von Butzbach über bessere Wurstbereitung, rerclstcchere Fleisch- und Wurstzu- tcnlung mü> mrsreichende Zuweisung von sonsägen Lebensncütelu hatte die Lebensmittelstelle, an die der Gemeiuderat die Eingabe zrrr gutachtlichen Aeußerung überwiesen, dementsprechend berichtet. Der Gemeinderat schloß sich den'Ausführungen an. Wegen der Kartosfelverforgung tmcrde bestimmt: Allen denjenigen bedürftigen Familien hiesiger Gemeinde, die ihren Winterbedars an Speise kartofteln überhaupt nicht oder nur teilweise eindecken könnten, sollen die erforderlichen und zustehenden Mengen zugewiesen werden Da ieder Familie dahier ein Rcnrmmeter Hankwlz oder 50. 2öttlen Reisig zugetviesen weichen, so ist die Bremnnaterialfragg ^lledrgt. Tie Konttolle der Vollmilchproduzenten und -Händler chll schmier aarsgesühtt werden. Die Kraut Versorgung sei im Gange. Die Lebensmittelstelle, sotoie die Gemeindeverwalttmg waren stets ^vrüht, den gestellten Aufgaben gerecht zu werden. Durch die Beschlagnahme aller Nahrungsmittel und die nur vckässige Verteilung durch den Kreis ist eine besondere .Herbeifchafftmg von ^.ebensnntteln unmöglich geworden. Die Eingabe der organisierten Arbeiterschaft wurde hiernach für erledigt bettachtet.
^ Dorheim, 22. Okt. Tie Hessische Dapserkertsmedaillb erhielt der Mefreit: Friedrisch Schmidt. Sein Brüder Man! «Schmidt, Musketier in einem Jns^-Regt., erhielt das Eiserne Kreuz. Starkenburg und Nheinhessen.
-.. a c m ft adt, 20. Okt. In einer «Zitzung des Verbandes ^ S n ^ ^ r0 r g e ^ ^ er Stadt Darmstadt machte der
Verbandssekretm: B e ch t aufsehenerregende Angaben über die chwere sittliche Gefährdung unserer Jugend durch dre ^ahrmarttsschaubuden. Seine Ausführungen wurden von Frauen und Herren des Verbandes bestätig. Man war allgemein erstaunt, wie machtlos die Polizei gegenüber diesen Scheußlichkeiten^ ist und beschloß die Einsetzung eines Sonderausschusses zur Aus- arbertuug wirksamer Mwehrmaßregeln.
Kreis Wetzlar.
va. Wetzlar, 21. Okt. Mit Rücksicht auf die Kriegslage wird, gemäß Verfügung, der Landwittschaftskammer, die hiesige Landwirtschaftliche Winterschule mich in diesem Winterhalbjahre nicht er- oynet werden. '
ra. A tzbach, 21. {Oft. Ws jetzt tpurden aus hiesiger Gemeinde 5000 Zeittn-er Speisetcrrtosfeln freiwillig abgeliefett. «Sie gingen uack> den Städten Mülheim a. d. Ruhr und Wetzlar.
ra. Groß-Rechtenbach, 21. Oft. Die Schüler der hiesigen «Schule zeichneten zur 7. Kriegsanleihe 16 835 Mttrk.
ra. Kinzenbach, 21. Oft.' Unsere Spar- und Darlehenskasse zerchiiete mir die 7. Kriegsanleihe 90000 Mark (70 000 Mark bei der 6. Kriegsanleihe), bei allen sieben Kriegsanleihen 300 000 Mk.
vessen-Nassau.
= Frankfurt a. M., 21. Oft. Unter Leitung des Verbands- Vorsitzenden P. Belz (Frankfurt) traten hier heute die Hessen-, uassauischeu gewerblichen Genossenschaften zu ihrem 11. Berbands- tag zarsammien. Die Regierung -var duvchj Regierrmgsrat Dr.. Ulrici (Wiesbaden) vertteten. Außerdem hatten die Raiffeisen- Verbände und die Mittelrhenäsche Kreditgenossenschaft Verttetev enffandt.
** Frankfurt dt, 22. Oft. (WTB.) H^ule früh gegen 12 Uhr erschien ein feindlicher Flieger im Korpsbeveich. Er erhielt einige Schuß Sperrfeuer und verschwand, ohne Bomben ab- zuwersen. nach Westen.
W. T. Wiesbaden, 22. Oft. Ein im Webricher Stadtteil wohnender Metzger hat in der Nacht von.Freitag auf Samstag eine Geheimschlachtung vorgenvmmen. Bei .der in aller Frühe ausgefühtten Haussuchung wurde das ausgenommene geschlachtere Schwein im Bett liegend vorgefunden. Das Fleisch wurde beschlagnahmt.
WT. Wiesbaden, 23. Oft. Zurzeit tteibt ein «Sckuvindler hier sein Wesen. Ter Mann sucht imechte Spitzen statt echter Schweizer Klöppelspitzen zu verkaufen. In einem Fcstl verkaufte er einer Dame mindertveräge Spitzen als echte Klöppelspitzen für 37,50 Mk. Ms sie sich daun später in einem hiesigen Geschäft nach dem W!ert der Wäre erkundigte, erfuhr sie, daß die Spitzen in demselben Geschäft zu ernem niedrigen Preis gekauft mrd keineswegs echt seien.
Sitzung des Kreisausfchufies.
Gießen, 18. Oktober 1917.
Bei Durchführung der Feldbereinigung in der Gemarkung Münster hat es sich zur Schaffung besserer Vorslcckverhaltnisfe als zweckmäßig ertviesen, das Wehr der Papiermühle und den Mühlgraben zu beseitigen. Hiergegen hat der Besitzer der Steinesinühle, Sehrt. Einspruch erhoben, mit der Wgründung, daß durch die Beseitigung des Wehrs Hochwassergefahr ft:r sein Anwesen geschaffen werde. Tie durch die technische Behörde bei normalem! Wäfferstand vorgeirommenen Messungen haben nur eine geringe Hebung des Wasserspiegels bei der Steinesmühle ergeben. Es wurde Beweisbeschluß dahingehend gefaßt, daß die bei'normalem Wasserstand vorgenommenen Messungen bei Hochwasser vorgenommen werden sollen.
vermischte-.
* Kaiserslautern, 21.Okt. (Priv.-Tel.) In denrän der Nähe gelegenen Walddörfchen Trippstadt wurden gestern der Gendarm-etteumckstmeister Hoffmann und der Vizewachtmeister R e i n h a rd t t 0 t a u f ge fün den. Hofsinann hatte einen Schuß durch den Mlind und Reinhardt einen in das Herz .wvrlv-u
mir gvmd rnSi-v ^elbsttuE^ 7. Jr. V 1-. 'T-, ■ V
mt Gutcrzug mtt rarem Persomvrzug z u i a nr m enge st o ß e n 15 Tote und 40 r^Sinwerwundete waren da - Ooüw ^ b.» sammvustvßes.
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* Papicrcrsvornis in P reuß>en^ © dS u I e n »Wen ©dfreUmwKittönblrro I«smi imtmr noch <nv : -r? 'lWtvn
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